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am 19. November 2012
Liao Yiwu trägt in seinem neuen Werk zahlreiche Interviews aus vielen Jahren intensiver Recherche über die Opfer des Tiananmen-Massakers 4. Juni 1989 zusammen. Als westlich sozialisierter Leser kann ich mir kaum vorstellen, unter welchen Mühen und Gefahren diese Interviews entstanden sind. Die einzelnen Vorspänne vor den Interviews lassen nur erahnen, wieviel Geduld und Mut Autor und Interviewpartner aufbringen mussten, allein um sich zu treffen. Hausdurchsuchungen aus nichtigen Gründen, Verfolgungen und Festsetzungen scheinen in China an der Tagesordnung zu sein. Während die Deutschen die Stasi-Vergangenheit weitestgehend aufgearbeitet haben, setzt China offensichtlich im großen Stil weiter auf Unterdrückung, Gewalt gegen Andersdenkende und der damit einhergehenden Korruption. Da passt der gerade stattgefundene Parteitag der allein herrschenden Kommunisten ganz hervorragend ins Bild: "Unbeirrt auf dem Pfad des Sozialismus chinesischer Prägung marschieren und versuchen, den Aufbau einer in jeder Hinsicht moderat wohlhabenden Gesellschaft zu vollenden." Mit anderen Worten: Wohlstand rechtfertigt offenbar Unterdrückung - oder hilft zumindest, die Kritiker im Zaum zu halten.
Mich hat die Direktheit der Interviews nachhaltig beeindruckt. Da haben sich Menschen zu Tausenden gegen das System aufgelehnt, immer im Glauben im Sinne des Volkes zu handeln. Nur ein geringer Teil wird gefasst und zum Teil für zehn bis 15 Jahre (!) inhaftiert. Als sie aus dem Gefängnis kommen, hat sich die Gesellschaft durchgängig verändert: Geld rechtfertigt plötzlich alles. Die Ideale von Freiheit und Demokratie zählen nicht mehr so viel wie vor der Inhaftierung.
Mich hat die Lektüre erschüttert. Ich war Mitte der 90er für einige Monate in Peking, habe dort nur einmal das Tiananmen-Massaker im Beisein von Chinesen angesprochen und bin prompt auf die Nase gefallen: Das Thema galt als nicht-ansprechbar, entsprechend abweisend war die Antwort. Die wahre Motivation der abweisenden Haltung habe ich nie hinterfragen können, vielleicht war es auch nur Angst. Dass aber zeitgleich noch unzählige "Aktivisten" in Peking und im restlichen China inhaftiert waren, habe ich mir damals nicht vorstellen können.
Bei mir hinterlässt das Buch Unbehagen: Wie geht man mit China um? Keine chinesischen Produkte mehr kaufen? Geht ja kaum. Da wünscht man sich, dass Angela Merkel so auftritt wie jüngst bei Vladimir Putin: Eine klare Position gegen die Diktatur beziehend. Aber wo soll sie bei den zahllosen Verletzungen den Faden aufnehmen? Oder entwickelt sich aus dem moderaten Wohlstand tatsächlich ein demokratisches System? Kaum vorstellbar, bezieht man die beiseite geschafften Reichtümer der Parteikader in diese Überlegungen ein.
Wie mag sich China wohl entwickeln? Diese Frage stellt sich Liao Yiwu gar nicht erst. Ihm geht es darum, dass die unfassbaren Menschenrechtsverletzungen des 4. Juni 1989 nicht in Vergessenheit geraten. Das schafft er mit diesem Buch auf sehr eindrucksvolle Arte und Weise.
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am 14. Februar 2015
Two things I can tell you right away:
1) This is a very good book
2) Unless you are off age this is not a book for you, I decided that after having read only 15 % of the book, and the rest confirmed this decision

Now don't get me wrong, this book is not difficult to read or anything, you can read it quickly and easily, the structure makes it easy and there is no problem with the language (of course as far as I know, currently it is only available in German, sadly). But the question is whether you would be able to.
You see while the title suggests that this book deals entirely with the happenings on the Tiananmen square on the 4th June 1989, it actually deals with people before, during and after it in the wider city of Beijing and the massacres happening there. And the author did not shy away from what happened then and afterwards, neither in the interviews nor in the supplement material, like the list of 202 confirmed victims of the shooting. He wrote what the people he interviewed told him and it includes a lot of serious topics. Albeit the people during the demonstrations in Eastern Germany of the same year only knew of the massacre on Tiananmen square, I can understand why they feared the "Chinese solution" since what the book tells you about that incident alone is chilling.
Plus for people who like to romanticize China and its history this would be a shock. Many ordinary citizens of Beijing were infected by the patriotism awoken by the student's and their demonstrations and so went to stop the armed forces, which for a time worked, but not for long. And not just them, we get reports of generals knowing what was going on and of soldiers who clearly had red eyes as if they had been crying. Sadly, that amount of resistance all amounted to nothing and you get told why. So trust me, this is not an easy book for everyone.

I think should anyone ever have the guts to make a TV series (a movie would not be able to cover it, it has to many stories, it does even tell us something about why the authorities acted the way they did) out of it, that person would have made a name for him/herself for lifetime. Remember, talking about this is pretty much taboo in mainland China and due to the Chinese government's actions (suppressing information and research on the incident [e.g. as far as I know the author's works are forbidden in mainland China, only available in Taiwan and Hong Kong]) the death toll estimations range from several hundred to several thousand.

This is a very informative, memorable and captivating book, but it is not something everyone would be able to read.
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am 18. Dezember 2014
Um über die andere Seite des modernen China etwas zu erfahren ist dieses Buch absolut empfehlenswert ! Ich finde sehr großen Gefallen an China und der chinesischen Kultur und habe auch schon andere Bücher gelesen, wie z.B. von Martin G.D. Chan " Der erwachte Drache" oder von Monique Nagel-Angermann "Das Alte China" usw. Dieses Buch von Liao Yiwu zeigt jedoch das andere China. Das China der Tränen. Das China des Gulag. Das China der Entbehrungen und Opfer. Ich bin restlos beeindruckt von dem Schriftsteller Liao Yiwu, der sein Land, dessen Kultur und vor allem die Zeitgeschichte wirklichkeitsnah und packend schildert. Jede Person, deren Erzählung wiedergegeben wird, steht einem lebendig vor Augen. Die Schicksale, Vorlieben und kulturellen Eigenheiten, sowie die Leiden der Menschen in China bekommen ein lebendiges Gesicht ! Hier sprechen Menschen die aus dem tiefsten Leiden in schrecklichsten Situationen der Lager ins Leben zurück finden mussten. Eine beeindruckende Zeitreportage !
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am 1. März 2013
Buch war sehr Informativ.
Durch die sich immer wieder ähnelnden Begebenheiten
wird das Buch über alles gesehen, trotz der Tragik recht langatmig
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am 16. November 2012
"Das berührendste, schockierndste, intensivste, menschlichste und nachhaltigste Buch das ich seit langer Zeit gelesen habe... Unbedingt empfehlenswert!"

"Das berührendste, schockierndste, intensivste, menschlichste und nachhaltigste Buch das ich seit langer Zeit gelesen habe... Unbedingt empfehlenswert!"
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am 14. Juni 2013
... und schockierend über die Zustände im heutigen China, wenn Kritiker ihre Stimme erheben und auf Mißstände hinweisen. Ein gut zu lesendes Buch.
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