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5.0 von 5 Sternen Verstörende Interviews - Ein großes Zeichen gegen das Vergessen der Ereignisse um den 4. Juni 1989
Liao Yiwu trägt in seinem neuen Werk zahlreiche Interviews aus vielen Jahren intensiver Recherche über die Opfer des Tiananmen-Massakers 4. Juni 1989 zusammen. Als westlich sozialisierter Leser kann ich mir kaum vorstellen, unter welchen Mühen und Gefahren diese Interviews entstanden sind. Die einzelnen Vorspänne vor den Interviews lassen nur erahnen,...
Vor 22 Monaten von someone veröffentlicht

versus
0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Sehr bedrückend
... und schockierend über die Zustände im heutigen China, wenn Kritiker ihre Stimme erheben und auf Mißstände hinweisen. Ein gut zu lesendes Buch.
Vor 15 Monaten von Manfred Bürger veröffentlicht


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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Verstörende Interviews - Ein großes Zeichen gegen das Vergessen der Ereignisse um den 4. Juni 1989, 19. November 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Kugel und das Opium: Leben und Tod am Platz des Himmlischen Friedens (Gebundene Ausgabe)
Liao Yiwu trägt in seinem neuen Werk zahlreiche Interviews aus vielen Jahren intensiver Recherche über die Opfer des Tiananmen-Massakers 4. Juni 1989 zusammen. Als westlich sozialisierter Leser kann ich mir kaum vorstellen, unter welchen Mühen und Gefahren diese Interviews entstanden sind. Die einzelnen Vorspänne vor den Interviews lassen nur erahnen, wieviel Geduld und Mut Autor und Interviewpartner aufbringen mussten, allein um sich zu treffen. Hausdurchsuchungen aus nichtigen Gründen, Verfolgungen und Festsetzungen scheinen in China an der Tagesordnung zu sein. Während die Deutschen die Stasi-Vergangenheit weitestgehend aufgearbeitet haben, setzt China offensichtlich im großen Stil weiter auf Unterdrückung, Gewalt gegen Andersdenkende und der damit einhergehenden Korruption. Da passt der gerade stattgefundene Parteitag der allein herrschenden Kommunisten ganz hervorragend ins Bild: "Unbeirrt auf dem Pfad des Sozialismus chinesischer Prägung marschieren und versuchen, den Aufbau einer in jeder Hinsicht moderat wohlhabenden Gesellschaft zu vollenden." Mit anderen Worten: Wohlstand rechtfertigt offenbar Unterdrückung - oder hilft zumindest, die Kritiker im Zaum zu halten.
Mich hat die Direktheit der Interviews nachhaltig beeindruckt. Da haben sich Menschen zu Tausenden gegen das System aufgelehnt, immer im Glauben im Sinne des Volkes zu handeln. Nur ein geringer Teil wird gefasst und zum Teil für zehn bis 15 Jahre (!) inhaftiert. Als sie aus dem Gefängnis kommen, hat sich die Gesellschaft durchgängig verändert: Geld rechtfertigt plötzlich alles. Die Ideale von Freiheit und Demokratie zählen nicht mehr so viel wie vor der Inhaftierung.
Mich hat die Lektüre erschüttert. Ich war Mitte der 90er für einige Monate in Peking, habe dort nur einmal das Tiananmen-Massaker im Beisein von Chinesen angesprochen und bin prompt auf die Nase gefallen: Das Thema galt als nicht-ansprechbar, entsprechend abweisend war die Antwort. Die wahre Motivation der abweisenden Haltung habe ich nie hinterfragen können, vielleicht war es auch nur Angst. Dass aber zeitgleich noch unzählige "Aktivisten" in Peking und im restlichen China inhaftiert waren, habe ich mir damals nicht vorstellen können.
Bei mir hinterlässt das Buch Unbehagen: Wie geht man mit China um? Keine chinesischen Produkte mehr kaufen? Geht ja kaum. Da wünscht man sich, dass Angela Merkel so auftritt wie jüngst bei Vladimir Putin: Eine klare Position gegen die Diktatur beziehend. Aber wo soll sie bei den zahllosen Verletzungen den Faden aufnehmen? Oder entwickelt sich aus dem moderaten Wohlstand tatsächlich ein demokratisches System? Kaum vorstellbar, bezieht man die beiseite geschafften Reichtümer der Parteikader in diese Überlegungen ein.
Wie mag sich China wohl entwickeln? Diese Frage stellt sich Liao Yiwu gar nicht erst. Ihm geht es darum, dass die unfassbaren Menschenrechtsverletzungen des 4. Juni 1989 nicht in Vergessenheit geraten. Das schafft er mit diesem Buch auf sehr eindrucksvolle Arte und Weise.
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5.0 von 5 Sternen Die Kugel und das Opium : Leben und Tod am Platz des Himmlischen...., 1. März 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Kugel und das Opium: Leben und Tod am Platz des Himmlischen Friedens (Gebundene Ausgabe)
Buch war sehr Informativ.
Durch die sich immer wieder ähnelnden Begebenheiten
wird das Buch über alles gesehen, trotz der Tragik recht langatmig
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4.0 von 5 Sternen Vorsicht, kein Roman!, 19. Oktober 2012
Von 
Christian Döring "leseratte" - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 50 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Die Kugel und das Opium: Leben und Tod am Platz des Himmlischen Friedens (Gebundene Ausgabe)
Wer dieses Buch aufschlägt und einen politischen Roman erwartet hat, der wird enttäuscht sein. 15 Interviews, darunter eins mit sich selber geführt, bilden den Hauptteil dieses Buches. Der Autor will an die Ereignisse vor 20 Jahren auf dem Platz des Himmlischen Friedens in Peking erinnern.

Auf fast 100 Seiten werden namentlich Todesopfer, Verwundete und noch Inhaftierte mit knappen Schilderungen zur jeweiligen Person aufgeführt. Die Fülle der vielen Namen und die oft ähnlichen Kommentare haben mich mehr ermüdet, als denn beeindruckt.

Die Interviews dagegen sind spannend und zeigen wie eine Diktatur funktioniert, wie sie mit Mitteln der Macht regiert und was ihr ein einzelner Mensch wert ist. Manchmal kam mir der Würgereiz beim Lesen hoch. Detailreich lässt sich Liao Yiwu von seinen Gesprächspartnern auch über die Bedingungen in den Lagern berichten, in denen die Inhaftierten untergebracht waren oder auch heute noch dort unter menschenunwürdigen Bedingungen einsitzen.

Ob dieses Buch nun wirklich großartige Literatur ist, darüber lässt sich gut streiten, aber eine Erinnerung und auch ein Denkmal an die Ereignisse von vor 20 Jahren auf dem Platz des Himmlischen Friedens ist dieses Buch ganz gewiss!
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unbedingt lesenswert, 16. November 2012
"Das berührendste, schockierndste, intensivste, menschlichste und nachhaltigste Buch das ich seit langer Zeit gelesen habe... Unbedingt empfehlenswert!"

"Das berührendste, schockierndste, intensivste, menschlichste und nachhaltigste Buch das ich seit langer Zeit gelesen habe... Unbedingt empfehlenswert!"
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3.0 von 5 Sternen Sehr bedrückend, 14. Juni 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Kugel und das Opium: Leben und Tod am Platz des Himmlischen Friedens (Gebundene Ausgabe)
... und schockierend über die Zustände im heutigen China, wenn Kritiker ihre Stimme erheben und auf Mißstände hinweisen. Ein gut zu lesendes Buch.
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Die Kugel und das Opium: Leben und Tod am Platz des Himmlischen Friedens
Die Kugel und das Opium: Leben und Tod am Platz des Himmlischen Friedens von Liao Yiwu (Gebundene Ausgabe - 9. Oktober 2012)
EUR 24,99
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