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TOP 1000 REZENSENTam 22. April 2003
Die amerikanische Ausgabe dieser vorletzten Essays des leider im letzten Jahr verstorbenen genialen Paläontologen erschien 2000, Sebastian Vogel, der schon „Ein Dinosaurier im Heuhaufen" übersetzte, hat wieder souveräne Translator-Dienste geleistet. Worum geht's diesmal?
Im 1. Abschnitt erfahren wir die Geschichte der Lügensteine von Würzburg und deren Gemeinsamkeit und Unterschiedenheit von Fälschungen moderner Art, wie sie Touristen in Marrakesch kaufen können, weitere Essays betreffen Irrungen und Wirrungen des großen Galilei beim Betrachten des Saturn oder auch die langdauernde Enträtselung der „Vulvasteine" (tolles Wort!) als Fossilien von Armfüßern.
Der 2. Teil stellt die französischen Gelehrten Buffon, Lavoisier und Lamarck vor, die mit ihrem Lebenswerk dem naturgeschichtlichen Denken zum Durchbruch verhalfen.
Abschnitt 3 stellt dann die vier englischen Naturforscher Lyell, Darwin, Owen und Wallace in interessanten Aspekten vor,
während der 4. Teil sechs kurze Aufsätze bringt über das Lernen und Mozart's Requiem, sowie Lobreden auf die Baseballer McGwire und DiMaggio, den Astronomen Carl Sagan und Mel Allen.
Im 5. Kapitel geht es mal wieder um gesellschaftliche Implikationen der Evolutionstheorie, etwa als Beispiele eines falsch verstandenen „Sozialdarwinismus", falscher Rückschlüsse auf fragwürdige Gene, Ansichten zum Klonschaf Dolly und zu Senfgas-Untersuchungen J.B.S. Haldanes.
Schließlich folgen noch drei Essays im 6. Teil, die sich der „Evolution in allen Größenordnungen" widmen: fossile Embryos, Stasis und Wandel in geologischen Schichten, die Maßstababhängigkeit von Freiräumen der Lebewesen.
Das Buch habe ich verschlungen, wie so viele andere Essay-Bände von Gould vorher auch. Der zehnte und letzte Band ("I Have Landed") ist gerade in amerikanischer Sprache erschienen und wird demnach wohl nächstes Jahr ebenfalls bei S. Fischer in Übersetzung herauskommen. Leider fehlen aber auch noch die Übersetzungen zweier früherer Essay-Bände („Eight Little Piggies" und „Leonardo's Mountain Of Clams And The Diet Of Worms"), die ich dann leider wohl im Original entziffern muß. Wer weiß, ob die überhaupt noch übersetzt werden - so lange kann ich nicht warten!
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am 14. Dezember 2006
Diese Sammlung wunderbarer Essays möchte ich jedem Sachbuchfan besonders ans Herz legen. Es machte mit nämlich große Freude, den weit gespannten Gedankenbögen des Paläantologen Stephen Jay Gould zu folgen; denn es sind die Gedankengänge eines vielseitig gebildeten neugierigen Menschen mit Lebenserfahrung und hoher wissenschaftlicher Moral.

Wie kommt es, daß Wissenschaftler noch heute von künstlich hergestellten Fossilien und relativ plumpen Fälschungen getäuscht werden können? Wußten Sie, wie Lamarck mit einer kleinen Zeichnung die Grundlage der modernen Evolutionsbiologie legte?

Ich meine sogar, daß Kapitel 20 "Vor allem keinen Schaden anrichten" zum Besten gehört, was ein Wissenschaftler zum Thema Wissenschaft in der Gesellschaft je geschrieben hat. Unbedigt lesen!!!

Und das letzte Kapitel mit dem Titel "Eigener Freiraum" bringt auf 12 Seiten die verschiedensten Themen kühn zusammen: Von den Regeln der sechs verschiedenen christlichen Gruppen in der Grabeskirche auf Golgatha über die Kindheitserfahrung des Autors mit dem Kinderzimmer, das er mit seinem Bruder teilen mußte, bis hin zu der Frage, wieviele biologische Arten nebeneinander in einem einzigen Lebensraum existieren können. Das Problem wird von der Natur auf vielfältige Weise gelöst: Nischenbildung, Wirtsspezifizät, Leben in verschiedenen räumlichen und zeitlichen Maßstäben (Mensch und Bakterium, Mensch und Eintagsfliege). Das Ganze mündet dann in einem großartigen philosophischen Satz: "Aber es ist gut und erfreulich, wenn Brüder einträchtig nebeneinader wohnen - jeder mit seinem eigenen Freiraum."

Genau so muß meiner Ansicht nach ein gutes Sachbuch geschrieben sein: gründlich recherchiert, nachvollziehbar aufgebaut und mit etwas Selbstkritik und viel Humor gewürzt. Das Ganze ist obendrein erstklassig übersetzt und mit hervorragenden Schwarzweiß-Illustrationen versehen, die einen schon beim oberflächlichen Durchblättern in ihren Bann ziehen.

Dieses Buch zeigt, welche Geisteshaltung ein Wissenschaftler meiner Meinung nach haben sollte - es verdient einen Platz in Ihrer Hausbibliothek.
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am 4. Juni 2012
Ja leider ist ein großer Natur Wissenschaftler von dannen gegangen,
und damit auch ein Stück Evolution Biologie in schöne
Geschichten zu packen.
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