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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Rückblicke, 22. Juni 2009
Von 
U. Czier "uc1730" (Kirchheim) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Grenzübergänge: Autoren aus Ost und West erinnern sich (Gebundene Ausgabe)
Im Buch erzählen Schriftsteller aus Ost und West, wie sie den Fall der Mauer und die Wiedervereinigung erlebt haben. Es sind persönliche Rückblicke, ohne Zorn, zum Teil mit Augenzwinkern, auch ein wenig Wehmut ist dabei. Und genau das macht das Buch lesenswert: Die Bandbreite der Sichtweisen, die persönliche Betroffenheit der Autoren, die durch den Zeitabstand von 20 Jahren relativiert wird. Im Jahre 20 nach dem Mauerfall ist dies ein Buch, das vieles zu sagen hat und noch mehr, das den Blick öffnet auf die Vielschichtigkeit der damaligen Vorgänge, die doch nicht nur geschichtlich, sondern gerade persönlich für viele von Bedeutung sind.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Alte und viele gute neue Texte versammelt in einem Buch 20 Jahre nach dem Fall der Mauer, 18. März 2009
Von 
Winfried Stanzick (Ober-Ramstadt, Hessen Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Grenzübergänge: Autoren aus Ost und West erinnern sich (Gebundene Ausgabe)
In diesen Herbst jährt es sich zum 20. Mal, dass mit dem Fall der Berliner Mauer auch die anderen über lange Zeit "eisernen Vorhänge" fielen. Aus diesem Anlass hat die junge deutsche Erfolgsautorin Julia Franck ("Die Mittagsfrau") zwanzig Autorenkollegen aus Ost und West gebeten, ihre Erfahrungen mit "Grenzübergängen" niederzuschreiben.

Herausgekommen ist ein interessanter Sammelband mit durchaus unterschiedlichen Texten. So hat man den Beitrag von Thomas Brussig schon in seinem Buch "Helden wie wir" gelesen und auch Ingo Schulze hat sich nicht die Mühe für einen neuen Text gemacht, sondern zwei Dutzend Seiten aus "Handy" noch einmal abdrucken lassen.

Doch es gibt auch wunderbare Originalbeiträge. Roger Willemsen, der zuletzt erst aufmerken ließ mit seinem genialen Buch "Der Knacks", ebenfalls bei S.Fischer erschienen, hat unter dem Titel "Ein kleines Winken" persönliche Eindrücke verbunden mit einer klaren Ost-West-Analyse und somit den vielleicht politischsten Text in diesem Buch geliefert.

Beeindruckt hat mich der Text "Weder am Morgen noch in der Nacht" von der in Dalmatien geborenen Schriftstellerin Marica Bodrozic, aus dem auch ein längeres Stück zitiert sei:

"Es wundert mich nicht, schon als Kind wunderte es mich nicht, dass sie schießen, wenn sie schießen müssen. Sie über das Sterben zuerst an sich selbst. Und wenn man so ein Toter ist, so ein Mensch, der längst sich selbst gestorben ist, dann ist es einfach, im Grund ein Spiel. Ein schlichtes, einfaches Spiel, einen anderen zu töten, damit auch er stirbt, so, wie man selbst längst gestorben ist. Sie denken nicht darüber nach. Und wenn, dann denken sie vielleicht, dass der andere auch nur an sich selbst stirbt. Und nicht an der Grenze, die sie hier beschützen und die es ohne sie nicht gäbe."

Ein empfehlenswertes, nachdenkliches Buch.
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Grenzübergänge: Autoren aus Ost und West erinnern sich
Grenzübergänge: Autoren aus Ost und West erinnern sich von Julia Franck (Gebundene Ausgabe - 23. November 2009)
EUR 19,95
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