Kundenrezensionen


 
 
Durchschnittliche Kundenbewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel
Eigene Rezension erstellen
 
 

Die hilfreichste positive Rezension
Die hilfreichste kritische Rezension


6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mit der Natur kann man keinen Deal schließen
Tim Flannery hat ein Buch geschrieben, das absolut notwendig ist. Es ist sehr spannend zu lesen, weil es das Thema so umfassend aufgreift und weil es trotzdem noch verständlich bleibt. Lesen Sie dieses Buch!
Es ist in 5 große Kapitel unterteilt.

Teil 1 befasst sich mit der Wirkungsweise und den natürlichen Zusammenhängen der Erde, vor...
Veröffentlicht am 21. März 2008 von Christian Bleis

versus
15 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Lesenswert, aber nichts für Skeptiker
Es handelt sich insgesamt um ein noch lesenswertes Buch, das aber nur die Hälfte dessen hält, was es verspricht.

Denn der Untertitel lautet: "Wie die Menschen das Klima verändern und was das für unser Leben auf der Erde bedeutet". Und während der zweite Teil (also der Teil nach dem "und") tatsächlich sehr umfangreich ausfällt,...
Veröffentlicht am 19. Februar 2007 von griesgram


‹ Zurück | 1 2 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mit der Natur kann man keinen Deal schließen, 21. März 2008
Von 
Christian Bleis (Hannover, Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Tim Flannery hat ein Buch geschrieben, das absolut notwendig ist. Es ist sehr spannend zu lesen, weil es das Thema so umfassend aufgreift und weil es trotzdem noch verständlich bleibt. Lesen Sie dieses Buch!
Es ist in 5 große Kapitel unterteilt.

Teil 1 befasst sich mit der Wirkungsweise und den natürlichen Zusammenhängen der Erde, vor allem auch unter historischen Gesichtspunkten - sehr spannend und interessant

Teil 2 handelt von den menschlichen Auswirkungen der letzten 2 Jahrhunderte, - da wird einem doch schon recht mulmig

Teil 3 widmet sich den Voraussagen, was mit welcher Wahrscheinlichkeit auf der Erde bald los sein wird, - zum Teil mehr als gruselig

Teil 4 berichtet über vergangene und gegenwärtige, politische und wirtschaftliche Aktivitäten, und den zum Teil schmerzlich langsamen Entscheidungsprozessen. Letztendlich spiegelt gerade dieses Kapitel das in der Wirtschaft bekannte Gefangenen-Dilemma wieder. Durch egoistische Tendenzen, kommt jeder (!) langfristig schlechter weg.

Teil 5 macht Hoffnung, auch wenn es der kürzeste Teil ist, denn hier sind die Lösungsmöglichkeiten aufgezeigt, die nicht nur politisch umzusetzen sind, sondern, die jeder einzelne aktiv gestalten kann.

Dieses Buch ist weltweit ein Bestseller geworden, was absolut für sich spricht, denn es ist ein Sachbuch. Folgendes zu der zum Teil aufgekommenden Kritik an diesem Buch.

Kritik 1: Das ist mir zu technisch, physikalisch, chemisch, ..... wissenschaftlich geschrieben"

Die ungeheure Informationsflut erschlägt einen zum Teil, wie auch die wirklich nicht einfachen Zusammenhänge. Aber Flannery reichert es durch die vielen Geschichten, Einzelschicksale (von Tier- und Pflanzenarten) geschickt an und weiß, viele gute Geschichten um dieses ernste Thema zu erzählen. Lesen Sie es auf jeden Fall, denn es ist - auch wenn man natürlich nicht alles und jeden Zusammenhang verstehen kann -für jeden ein absoluter eye-opener".

Kritik 2: Etwas zäh zu lesender Stil mit sprunghafter, nicht immer ganz stringente Gedankenführung

Sicherlich ist Tim Flannery kein Thriller-Autor. Braucht er aber auch nicht sein, weil das Thema an sich und unsere direkte Betroffenheit keinen, der es in Händen hält, kalt lassen. Das Buch ist kein Freizeitspaß, es will mit Fakten überzeugen. Die natürlichen Zusammenhänge sind hochgradig komplex, und nicht so einfach zu erklären wie "ich habe Hunger"-"ich gehe zum Kühlschrank"-Zusammenhänge. Gerade dies hat mich sehr beeindruckt, denn obwohl ich mich schon seit langem mit diesem Thema auseinandersetze, wurde ich noch nie so umfassend und trotz der vernetzten technischen, physikalischen, chemischen usw. Zusammenhänge so verständlich ins Bild gesetzt.

Kritik 3 Nichts für Skeptiker, zum Teil Fiktion

Tim Flannery will seine Bücher nicht um des Profits willen verkaufen, sondern weil er von seinen Ansichten und der Dringlichkeit des Themas absolut überzeugt ist. Sehr wohltuend gerade auch, dass er ständig bemüht ist, die "neutrale" Position zu behalten. Dies ist nicht nur wohltuend, sondern zwingend und dringend notwendig, in einem Thema, wo viel manipuliert und politisiert wird.

Mit der Natur kann man keine Kompromisse eingehen und auch keinen Deal abschließen. Die Natur ist ein auf klaren physikalischen, chemischen Regeln aufgebautes Wirkungsgefüge. Das was an der Darstellung Fiktion ist, liegt nur in unserer momentanen Unkenntnis begründet, die natürlichen Zusammenhänge umfassend genug zu verstehen. Für die ganzheitliche Darstellungsweise und seine immer wieder um Neutralität bemühte Position kann man Flannery nur beglückwünschen. Dass er bei der überwiegend vorzufindenden politischen und wirtschaftlichen Naivität und dem inhärenten Egoismus manchmal in eine etwas sprunghafte Argumentation verfällt, kann man nur zu gut verstehen.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


39 von 43 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wie die Menschen das KLIMA verändern, 9. März 2006
Von 
Thorsten Wiedau (Hamburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Wir Wettermacher. Wie die Menschen das Klima verändern und was das für unser Leben auf der Erde bedeutet (Gebundene Ausgabe)
Klima ist kein Zufall und Wetterkapriolen macht nicht der „liebe Gott". Somit müssen wir uns alle Fragen, was eigentlich los ist am Himmel und auf der Erde, sowie im Wasser und dazu stellt sich das Buch von Tim Flannery (Wir Wettermacher) als sehr hilfreich dar. Leider zeigt es sehr schonungslos, dass WIR es sind, die da am Wetter herum pfuschen, teils absichtlich, teils unabsichtlich.
Beim Lesen des Buches von Tim Flannery war mir die Faktenlage fast schon ein wenig erdrückend und mir graust es jetzt noch, wenn ich darüber nachdenke wie viel Unheil die Menschen bezüglich des Wetters angerichtet haben und das ich einer derjenigen bin, welche das auslöffeln müssen, doch ganz unschuldig bin auch ich nicht.
Fahre nicht ich auch Auto, reise nicht ich auch mit Flugzeugen, verbrenne nicht ich auch Holz und Kohle und nehme meinen Strom aus der Atomkraft oder einem sonstigen Heizkraftwerk?
Was tun wir gegen die drohende Katastrophe eines globalen Wetterumschwungs? Was tut die Regierung? Was die Industrie? Wobei können wir helfen und was lässt sich mit Wahldruck erreichen?
Der Autor Tim Flannery beschreibt in seinem Buch haarklein die Katastrophe, welche bereits jetzt sich abzeichnet: in der Luft (Hurrikans), an Land (Artensterben) und im Meer (Hydratabbau und Golfstromabschwächung). Wir sägen also einmal wieder gekonnt am eigenen Ast...
Hartmut Schickert hat gekonnt aus dem Englischen die Aneinanderreihung von Katastrophen übersetzt, welche da der Autor so munter zum Besten gibt. Was es so mit dem CO2 auf sich hat, welches wir ungehindert in die Atmosphäre blasen. Was ein paar Sverdrup Süßwasser im Golfstrom anrichten können. Ob den eine heiße Periode auf der Welt überhaupt wirklich willkommen geheißen werden sollte. Was Bohrkerne aus dem ewigen Eis in der Antarktis besagen können. Wie tot eigentlich unsere Umwelt schon ist, ohne dass wir davon Kenntnis nehmen.
Alles scheint immer wieder an Kosten, Kosten, Kosten zu hängen, aber ist dem wirklich so?
Es ist Zeit zu handeln und zwar jetzt!
Ein sehr umfangreiches Archiv und viele Querverweise, sowie ein gutes Register runden das Buch ab.
Absolut empfehlenswert - lesen, lesen, lesen!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen ein wahrer augenöffner, 28. August 2007
Von 
"wir wettermacher" ist für mich ein erschreckendes buch, welches mir die augen geöffnet hat. zwar weiß jeder, das wir, was den co2-ausstoß betrifft, über unseren verhältnissen leben, aber wenn einem das noch faktisch anhand von zahlenbeispielen vor augen geführt wird, ist das schon erschreckend. den einstieg in die materie macht tim flannery mit einer kurzen exkursion in die chemie und erläutert einem, um was es sich bei co2, ozon usw. eigentlich handelt und was es in der atmosphäre bewirkt. weiter geht es mit den ursachen der globalen erwärmung und den jetzt schon sichtbaren folgen. schlimm finde ich, das manche lebewesen entdeckt werden und dann nicht mal die zeit bleibt, ihnen einen wissenschaftlichen namen zu geben, da sie bis dahin schon wieder von der bildfläche verschwunden sind. das wurde von herrn flannery an einigen beispielen geschildert. schön und wichtig finde ich auch, das in dem buch erwähnt wird, was die ölindustrie alles tut, um die verschmutzung zu verharmlosen und die wissenschaftler bloß zu stellen und mundtot zu machen. schrecklich! gut finde ich auch die tipps, was man selber machen kann, um mit kleinen mitteln schritte in die richtige richtung zu machen. nur solche tipps wie "kaufen sie sich einen toyota prius" finde ich etwas daneben. gut sind dagegen gegenüberstellungen vom co2-ausstoß eines geländewagens und eines prius, das war wirklich sehr interessant zu lesen. nun denn, lange rede kurzer sinn, jeder der sich etwas weitergehend und tiefgründiger mit dem thema "globale erwärmung " befassen will, ist bei diesem buch richtig. zum nachdenken des eigenen verhalten regt es auf jeden fall an!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


15 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Lesenswert, aber nichts für Skeptiker, 19. Februar 2007
Rezension bezieht sich auf: Wir Wettermacher. Wie die Menschen das Klima verändern und was das für unser Leben auf der Erde bedeutet (Gebundene Ausgabe)
Es handelt sich insgesamt um ein noch lesenswertes Buch, das aber nur die Hälfte dessen hält, was es verspricht.

Denn der Untertitel lautet: "Wie die Menschen das Klima verändern und was das für unser Leben auf der Erde bedeutet". Und während der zweite Teil (also der Teil nach dem "und") tatsächlich sehr umfangreich ausfällt, behandelt Flannery den ersten Teil so gut wie gar nicht. Der wird als Prämisse alldessen, was dann als Folgen einer Erderwärmung überaus spannend sowie detail- und kenntisreich geschildert wird, schlicht vorausgesetzt, dafür aber ungefähr 25 mal wiederholt, ohne auch nur annäherungsweise einen Beweis für die These erbringen zu wollen, nach der die anthropogen bedingte Zunahme der Kohlendioxid-Konzentration in der Atmosphäre ursächlich für den mit 0,63 Grad bezifferten Temperaturanstieg der Erde verantwortlich zu machen ist. Für engstirnige Klimaskeptiker ist dieses Buch daher nicht zu empfehlen, weil deren Fragen (etwa: "Ist es zulässig bei einer zeitlichen Korrelation von Kohlendioxid-Gehalt und Temperatur, sich auf eine der beiden Größen zu stürzen, um sie als Verusacher zu identifizieren und die andere damit als die Verursachte?", oder: "Wie kann CO2, das lediglich eine relativ schmale IR-Bande bei ca. 2350 Wellenzahlen zeigt, einen so großen Effekt auf den treibhausähnlichen Wärme-Rückstau haben?" ) schlicht nicht behandelt werden.

Der zweite Teil ist meistens fundiert und interessant zu lesen, wobei mir die pathetischen Einschübe bisweilen etwas zu zahlreich sind (im Stile von: "was wäre der Verlust dieser einzigartigen(!) Sezies doch für ein Desaster für die Menschheit") und es ihm z.T. auch an Systematik fehlt, was notgedrungen einige Wiederholungen nötig macht.

Im dritten - und im Untertitel gar nicht erwähnten - Teil (im Buch V. Teil genannt), bei dem es darum, geht die Lösung aus dem Klimaproblem abzuleiten, wird das Buch teilweise richtig ärgerlich und spätestens an dieser Setlle muss man die positiven Urteile über Flannery ("schreibt glasklar, argumentiert messerscharf und besticht durch seine Logik") etwas relativieren: "Kyoto-Protokoll? Ist doch besser als nichts! Kernkraftwerke? Wenn es der CO2-Bilanz dient, warum denn nicht?"....
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


13 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Absolut lesenswert!, 31. März 2006
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Wir Wettermacher. Wie die Menschen das Klima verändern und was das für unser Leben auf der Erde bedeutet (Gebundene Ausgabe)
Das Buch von Tim Flannery ist wohl eines der besten, das ich zum Thema "Klimawandel" gelesen habe. Fabelhaft recherchiert, verständlich geschrieben und ausserdem durch eine äusserst lebendige und unorthodoxe Sprache bestechend.
Ein Muss eigentlich für jeden an Klimafragen Interessierten.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


11 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Sehr schlecht strukturiert und damit nicht hilfreich, 9. April 2007
Rezension bezieht sich auf: Wir Wettermacher. Wie die Menschen das Klima verändern und was das für unser Leben auf der Erde bedeutet (Gebundene Ausgabe)
Ich möchte vorausschicken, dass ich die Position dieses Buches nicht ablehne. Dies ist bei diesem politischen Thema wohl notwendig zu sagen.

Ich kann das Buch leider nur als sehr schwach bewerten. Wenn es jemand unbedingt kaufen will, dann kann ich nur empfehlen, erstmal ab Kapitel 25 lesen. Ab diesem Kapitel findet der Autor zu ein bisschen Ruhe und führt auch mal eine Argumentation zu Ende. Davor ist es ein chaotisches Springen zwischen verschiedenen Themen. Den Höhepunkt erreicht dies in Kapitel 21, in dem der Autor sehr vernünftig das mögliche Stoppen des Golfstroms diskutiert und dann einen Absatz über den Sauerstoffrückgang im subarktischen Tiefenwasser vor Australien einstreut. Wie der Kommentator Ronald Wright auf dem Umschlag zu dem statement kommt, dass hier messerscharf argumentiert" würde, ist überhaupt nicht nachvollziehbar.

Das Tragische daran ist sicher, dass dadurch viele wichtige Argumentationslinien verloren gehen und wenn überhaupt nur fachlich sehr versierten Lesern zugänglich werden. Z. B. geht die Tatsache, dass im Unterschied zu vielen klassischen Umweltproblemen die Auswirkung nicht lokal beschränkt bleiben, sondern durch Wechsel von Strömungssystemen das gesamte Systeme einen deutlich anderen Zustand einnehmen kann, in dem Wirrwarr von Informationen unter. Skeptiker wird dieses Durcheinander sicher so nerven, dass sie nicht weiterlesen. Und die sollten ja sicher überzeugt werden.

In den ersten drei Teilen ist dem Buch überhaupt keine Struktur zu entnehmen - die Kapitelüberschriften sind nicht zuordenbar. Themen wie eine Analyse der Vergangenheit, des aktuellen Zustandes und der möglichen Zukunft werden zwar auf dem Umschlag angekündigt, werden aber überhaupt nicht aufgearbeitet, sondern es ist eine unverbundene Ansammlung von statements zu diesen Themenfeldern. Zum Beispiel gibt es keine geschlossene Beschreibung einer Wärmebilanz. Im Überblick muss ich leider feststellen, dass eine schlüssige Argumentation für die Abhängigkeit von CO2 zu Temperatur nicht zu finden ist, obwohl der Autor ab der Mitte des Buches beginnt fast jeden Absatz über die möglichen Folgen gebetsmühlenartig mit dem Satz beendet: und das alles wegen der CO2 getriebenen, menschengemachten Erwärmung".

Der Autor ist sicher sehr positiv engagiert und formuliert zum Schluss des Buches viele gute Vorschläge , vergisst aber zum Beispiel das Energiesparen. Nach meinem Eindruck liegt das schlechte Ergebnis wohl an der mangelnden Fachkompetenz des Autors in diesem hochkomplexen Wissenschaftsfeld. Z. B. seine Aussagen zu den Problemen bei der Beschreibung von positiv rückgekoppelten Systemen, die unsere normalen Konzepte von Ursache und Wirkung nicht länger greifen lassen", erinnert mich an Aussagen von jungen Ingenieuren, die ich in Regelungstechnik ausgebildet habe, bevor diese die Mathematik zu der Beschreibung von komplexen Systemen kennengelernt haben und ist natürlich vollkommen unhaltbar. Der positive Unterschied zu den Passagen, in denen der Autor in seinem Fachgebiet unterwegs ist, ist jedenfalls sehr auffällig.

Ein abschließender Kommentar zur Übersetzung ins Deutsche: Es ist gut gelungen, den typischen Stil von angelsächsischen Texten ins Deutsche zu übertragen. Ob das allerdings im Sinne des Autors sein kann, würde ich auf jeden Fall in Frage stellen, denn eine wissenschaftliche Theorie z. B. als Quatsch zu bezeichnen wirkt im Deutschen eher unseriös. Daneben finden sich viele kleine Übersetzungsfehler von Fachbegriffen, wovon der Unangenehmste sicher die Abkürzung CFKs an Stelle der im Deutschen üblichen FCKWs ist, weil man immer wieder darüber stolpert.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


4.0 von 5 Sternen Sehr gutes Buch, 30. Dezember 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich finde dieses Buch bitet interessanten Stoff zum lesen.Die Menschen die das Wetter interessiert bietet das buch viele möglichkeiten sich zu Informieren.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


10 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Nett, aber nicht wirklich gut, 8. Juni 2007
Das Buch - mir liegt die englische Ausgabe vor - liefert viele Beispiele für bereits real existierende biologische und meteorologische Folgen von erhöhter Konzentration von Treibhausgasen. Außerdem werden die möglichen Folgen des Klimawandels beleuchtet und dabei auch die Klimamodelle un ihre Möglichkeiten erwähnt.

Aber fast alle Aussagen bleiben Oberflächlich und der aufmerksame Leser findet häufige sachlichen Fehler (Nanometer und Angstroem kann man ja mal verwechseln, aber mit sonstigen Zehnerpotenzen sollte der Autor doch etwas sorgfältiger umgehen) und irritierende Brüche in der Argumentation.

Die Empfehlungen zu Verminderung des Energieverbrauchs im privaten Umfeld am Ende des Buches sind ein Witz - kaufen Sie sich ein kleineres Auto, montieren Sie eine Solaranlage und stellen Sie ihren Stromvertrag auf "grünen Strom" um.

Alles in allem kein Buch, daß ich ein zweites Mal lesen werde.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Fundiertes Werk zum Klimawandel, 2. Dezember 2008
Rezension bezieht sich auf: Wir Wettermacher. Wie die Menschen das Klima verändern und was das für unser Leben auf der Erde bedeutet (Gebundene Ausgabe)
Tim Flannery ist mit "Wir Wettermacher" eine brandaktuelle Zustandsbeschreibung des Weltklimas gelungen. Was aber auch bei Flannerys Buch, wie auch bei vielen anderen Wissenschaftsbüchern das Problem ist, ist die Sprache. Teilweise sehr schwer verständlich, für Leser, die sich mit der Thematik noch nicht weiter auseinandergesetzt haben.
Trotz allem, gerade zum Ende hin, ein höchst spannendes Buch, dass fundiert über das vielleicht größte Herausforderung unserer Zeit berichtet.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Informatives und gut lesbares Buch..., 15. August 2007
Von 
Shaun - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Es ist ein insgesamt informatives und gut lesbares Buch, das der ausgebildete Zoologe hier zum Thema Klimawandel anhand ausführlicher Recherchen vorgelegt hat.

Im ersten Teil "Gaias Repertoire" werden die wichtigsten Fakten benannt zur Erde (Lovelock's "Gaia"), zum "Luftozean" der Atmosphäre, in der sich das Wetter abspielt, zu ihrem CO2-Anstieg und den diesen Anstieg durch den menschlichen Einfluß verursachenden Faktoren. Abgegrenzt werden davon die Variationen des Klimas, wie sie durch natürliche Rhythmen, denen die Erde in oft jahrtausende währenden Zyklen auch unterliegt, ausgelöst werden. Wissenschaftliche Untersuchungen zu den Ursprüngen von in der Erdgeschichte abzulesenden Massenaussterben legen die Vermutung nahe, dass auslösend jeweils erhebliche klimatische Umsprünge gewesen sein müssen, bei denen durch massive Erwärmung und z.B. Freisetzung von erheblichen Methanmengen aus Chlatraten, zu denen es auch heute, wenn wir mit unserer CO2-Steigerung der Atmosphäre nicht runterfahren, kommen könnte.

Der zweite Teil "Eine von zehntausend" listet Beweise für unmittelbar vom Klimawandel verursachtes Aussterben von Arten und lokalen Klimawandel auf. Das ist ablesbar bei den Kinderstuben der Fische, den Korallen, daneben auch bei z.B. der erst kurz zuvor überhaupt im Monteverde-Bergregenwald-Reservat Costa Ricas entdeckten Goldkröte, die 1966 entdeckt und intensiv beforscht wurde und 1987 durch Häufung von El Nino-Ereignisse buchstäblich am Wassermangel austrocknete. Auch viele andere Amphibien (man schätzt fast ein Drittel der 6000 Arten) sind unmittelbar vom Aussterben bedroht durch die globale Erwärmung, die besonders nach 1976 als einem "Klima-Tor" häufigere Probleme aufwies als davor. Die Klimakatastrophe des Sahel seit den 60er Jahren war auch nicht durch die falsche Landwirtschaft der Einheimischen verursacht worden, sondern durch die zunehmende, auf den Klimawandel durch Akkumulation von Treibhausgasen rückführbare Erwärmung des indischen Ozeans, der zu einer starken Abschwächung der Monsunregen in der Region geführt hatte. - Dies als ein Beispiel für das dringend notwendige Umdenken, das in den Köpfen der Politiker stattfinden muß. Es müssen CO2-Steuern her gemäß des Kyoto-Protokolls, damit nach dem Verursacherprinzip auch in die Weltgemeinschaft eingezahlt wird, was schließlich auf alle Auswirkungen hat, weil nur so wirksam an der Reduzierung der CO2-Emission gearbeitet werden wird. Was kann der Eskimo dafür, dass mit dem Wegschmelzen des Eises seine Nahrungs- und Lebensgrundlagen verschwinden werden?

Im dritten Teil geht es um Computer-simulierte Prognosen ("Weissagen als Wissenschaft") mit Darstellung der möglichen Temperaturanstiege je nach angenommenem Zuwachs an CO2 in den nächsten hundert Jahren (sogenannte Hockeyschläger-Graphik). Die Folgen der Erwärmung bei Fauna und Flora werden kritisch beleuchtet. Manche anspruchsloseren Arten werden sich ausbreiten, andere aussterben. Problematisch ist aber gegenüber früheren Zeiten, dass wir über die massive Zergliederung der Landschaft (die Folgen unserer Kultur) den Lebewesen nur mehr ganz geringe Chancen gelassen haben, sich dem Klimawandel durch Migration in passendere Nischen anzupassen, d.h. es wird zu einem überproportionalen Artenschwund kommen müssen, wenn sich das CO2 und damit die Temperatur der Atmosphäre weiter aufschaukelt, z.B. werden dann 99% der jetzt außerordentlich artenreichen Karru-Sukkulenten der südafrikanischen Steppe bis 2050 verschwunden sein. Drei von fünf Spezies - so Flannagan's düsteres Resumée - könnten verloren gehen bis zum Anfang des nächsten Jahrhunderts, wenn wir so weitermachen wie bisher. Die 3 worst-case-Katastrophen werden benannt: das Versiegen des Golfstroms, das Verschwinden der Amazonas-Regenwälder und die das Treibhausklima weiter anheizende Methanfreisetzung vom Meeresgrund oder aus den Permafrostböden, sofern die auftauen. Auch ein Zusammenbruch der menschlichen Zivilisation selbst könnte schließlich unausweichliche Folge des fortgesetzten CO2-Problems sein.

Im 4. Teil "Menschen in Treibhäusern" werden die Möglichkeiten ausgelotet, wie sie das Kyoto-Protokoll für die Bewältigung des CO2-Problems bietet, ähnlich der schon halbwegs gemeisterten konzertierten Aktion, die FCKW's zur Reduktion des Ozonlochs einzudämmen. Das Mitmachen bei Kyoto birgt langfristig nicht mehr Kosten, sondern im Gegenteil einen wirtschaftlich interessanten Schub der sich beteiligenden Länder hin zur Entwicklung alternativer Energieformen, die CO2-neutral sind. Aufgeräumt wird zugleich mit allen technischen Versuchen, vermehrt produziertes CO2 in ausreichender Weise wieder aufzufangen und der Atmosphäre zu entziehen. Alles vergeblich, es hilft nur, weniger zu erzeugen. Die verschiedenen fossilen und nicht fossilen Energieträger werden vorgestellt und in ihrer Problematik gewürdigt.

Der 5. Teil geht über zur "Lösung". Windkraftwerke, Warmwassererzeugung durch Sonnenkollektoren, Energiegewinnung aus Solarenergie in der Photovoltaik, sicherheitspolitisch problematische Kernkraft, Erdwärme ("Geothermie"). Auch Verkehrssysteme CO2-freier zu bekommen, könnte mit deutlich sprit-sparenderen Hybrid-Autos (Kombination aus Benzin- und Elektromotor) und Mini-CAT's (Druckluft-betrieben) gelingen. Die Kohleindustrie - ähnlich wie die Ölkonzerne - müssen sich nach anderen Energielieferanten wie etwa Biomasse (Brennstoff aus landwirtschaftlichen Abfällen) umsehen. Der Einzelne wird im letzten Kapitel aufgefordert, ganz konkret seine privaten CO2-Emissionen durch wirksame Schritte zu reduzieren.

Fazit: Ein faktenreiches Buch, das sich auf jeden Fall zu lesen lohnt, um mehr von der ganzen Problematik verstehen zu lernen. (15.08.07)
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


‹ Zurück | 1 2 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

Dieses Produkt

Wir Wettermacher. Wie die Menschen das Klima verändern und was das für unser Leben auf der Erde bedeutet
Gebraucht & neu ab: EUR 0,01
Auf meinen Wunschzettel Zahlungsmöglichkeiten ansehen
Nur in den Rezensionen zu diesem Produkt suchen