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am 11. März 2012
... das sich, so persönlich und alle Genregrenzen über Bord werfend, die Philosophin Carolin Emcke bei S. Fischer sicher nur deshalb leisten durfte, weil sie vorher als Politjournalistin schon so viele Lorbeeren eingefahren hatte. Aber wie wunderschön, dass das geklappt hat! So etwas Feines gibt es nicht oft zu lesen.
Es geht hier um viel mehr als um das viel zitierte Coming-of-Age (tatsächlich kann die Verfasserin mit diesem Begriff gar nicht viel anfangen, wie sie schreibt). Dieser - sagen wir mal - große Essay nimmt sich die Zeit, sich lebhaft und sehr genau an die enorm prägenden sozialen Prozesse zu erinnern, die wir alle erlebt haben und uns doch kaum bewusst machen. Carolin Emcke stellt die Notwendigkeit einer überwältigenden Gruppendynamik infrage, deren geschlechtsfixierte, vielfältig beschämende und ausgrenzende Muster die weniger brutal Gesinnten unter uns in ihrer Jugend weit mehr trafen und tiefer beeinflussten als jede schulische Erziehungsmaßnahme. Das Ausbilden, Ausleben und Aushalten der eigenen Persönlichkeit, des titelgebenden Begehrens inmitten all dessen, und auch die überraschend stimmigen Parallelen zur Musik sind mit so viel Einsicht und Ernsthaftigkeit geschildert, dass zumindest ich das Buch ganz groggy vor lauter Mit-Erinnern erlebt habe.
Wer sich selbst durch eine Jugend in den Achtzigern kämpfen musste, vielleicht auch noch lesbisch oder schwul, versteht sofort und wird auf so manches Aha-Erlebnis in der eigenen Rückschau stoßen. Doch so zeitübergreifend und schonungslos allgemein gelten die beschriebenen Gesetzmäßigkeiten, dass auch alle anderen guten Grund haben, sich von der Lektüre anrühren und aufrütteln zu lassen. Im Hinblick auf die vielen in der Welt, die heute noch an genau derselben Unmöglichkeit, sich zu artikulieren, leiden (oder sterben). Oder nur im Hinblick auf die nachwachsende Generation, die das alles noch vor sich hat ...
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am 26. März 2016
Ein kluger Essay, schön und klug geschrieben.
Durch die unterschiedlichsten Ausflüge in Musik, Geschichte und persönliche Erinnerungen wird man auch angeregt selber über Arten und Weisen des Begehrens zu reflektieren. Der Text ist schonungslos persönlich und offen, sehr mutig.Ein Gewinn.

Bei mir hat sich aber über die Seiten eine gewisse Ermüdungserscheinung eingeschlichen:
Zu oft schreibt sie hypothetisch im Sinne von "was wäre, wenn". Es wird mir dann doch zu viel "hätte... wenn .. und ... aber" "vielleicht" usw.
Auch die sich durch das gesamte Buch durchziehenden Andeutungen bezüglich des Selbstmordes ihres Klassenkameraden werden mit der Zeit leider etwas lästig strapaziert, zu abgenutzt und vage. Mit der Zeit langweilen die Andeutungen.

Auf den letzten wurde ich dann aber nochmal fürs Durchhalten belohnt: ein starkes subjektives und leidenschaftliches Plädoyer.
Insgesamt sehr schön und gekonnt geschrieben.
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TOP 500 REZENSENTam 28. Juli 2012
Emckes Buch gehört für mich zu jener Kategorie, bei der man bei zugeschlagenem Buch sich fragt: Was hat mir dieses Buch gebracht, hat es mich weiter, offener gemacht, hat es mich bereichert, beglückt, erfreut oder innerlich gar geweitet? Die Antwort dazu ist leider: Nein! Wenn es so etwas wie eine Erwartung zu diesem Buch gab, dann war es wahrscheinlich, der Gedanke, sich dem Begehren zu widmen, es zu erforschen und den Leser daran teilhaben zu lassen. Was Emcke hier allerdings bietet ist wenig bis dürftig. Ausserdem bin ich mir gar nicht so sicher, ob der Titel richtig gewählt wurde. Zumindest klingt er gut und ist verkaufsfördernd. Viel besser wäre wohl eine Titel gewesen, Nachruf auf einen Selbstmord, oder Plädoyer für die Akzeptanz von Homosexualität in unserer heutigen Gesellschaft.

Zum Einen ist da der Selbstmord des Klassenkameraden Daniel, der sich durch das ganze Buch zieht, wie ein roter Faden. In gewisser Weise, ist dieser Essay ein Nachruf an diesen jungen Klassenkameraden, Emcke schreibt: "Dazu gehört auch zu wissen, dass nicht ich schuld bin am Tod von Daniel, dass dieser Schmerz, der mich über all die Jahre begleitet hat, nicht Schuld markiert, sondern Trauer, und auch die Scham, damals keine Sprache gefunden zu haben für das, was andere hätten aussprechen müssen.." Es ist die Trauer über die Sprachlosigkeit, der hier die Autorin Ausdruck verleiht.

Zum anderen, outet sich die Autorin lesbisch zu sein, und macht einen riesigen Bogen, was das Thema Homosexualität und deren Akzeptanz anbelangt. Dabei geht sie weit über die Grenzen des Landes hinaus, hinein in verschiedene Länder und dessen Umgang und Haltung zu Homosexualität. (Ein Thema das mich übrigens wenig interessiert) Hätte man all' das vermutet, angesichts des Buchtitels? Wohl kaum. Eher ernüchternd ist es festzustellen, dass alleine schon diese beiden Schwerpunkte einen grossen Teil des Buches ausmachen, bereits hier also die Aussicht auf eine Leseenttäuschung.

Wirklich Neues erfährt man hier eigentlich nicht. Einzig die, ja wie soll man sagen, dass Carolin Emcke aus meiner Generation, also den sechziger Jahren kommt, lies so manche Resonanz entstehen. Sie blättert darin auf, was in den achtziger Jahren sie damals bewegte und was Erwachsen werden, gerade in Bezug auf Begehren bedeutete. Sie wirft einen Blick, wie Pubertierende, Heranwachsende, in diesem Dschungel von Anziehung und den Tabus zum Gegengeschlecht, nicht unbedingt einfach erlebt wurde. Die Bildung einer eigenen Identität spielt in ihrem Buch eine wichtige Rolle: "Wir sind nicht nur, was wir sein wollen. Wir sind auch das, was andere aus uns machen."
"Wie wir begehren" ist eine Auslotung von Begehren. Über weite Strecken ist diese Bucherscheinung eine etwas fade, theoretische und trockene intellektuelle Bemühung, ohne dem Mysterium "Begehren" wirklich näher zu kommen. Das meiner Meinung nach nur partiell erreicht wurde.

Zum Abschluss ein kleines Plädoyer, das die Autorin auf Seite 244, folgendermassen wiedergibt:
"Wenn ich darüber nachdenke, wie ich begehre, dann zerfällt alles Konzeptuelle, alles Kollektive in Augenblicke, in einzelne, kleine, unwiederbringliche Momente des Begehrens, wie bei jedem anderen Menschen auch, wenn ich erklären sollte, was dieses Begehren ausmacht, dann müsste ich all diese Momente beschreiben, wie ich geworben, verführt und wie ich mich verliebt habe, wie ich das erste Mal neben ihr nach Hause gehen durfte, nachts, im Winter, wie es knirschte und ich trotz aller Kälte die Hände nicht in die Hosentaschen stecken wollte, damit sie mich aus Versehen berühren konnte..."
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am 23. April 2012
Einerseits bietet Carolin Emcke in ihrem Buch durchaus ihre ganz persönlichen Erinnerungen, ihre ganz persönliche, besondere Geschichte eines 'Begehrens'. Eines Begehrens der anderen Art im übrigen, denn es brauchte durchaus seine Zeit, sich seiner selbst bewusst zu werden, gerade in der sexuellen Ausrichtung, wenn man in einer Zeit aufwächst, wo dieses Thema des Begehrens, der Erotik, der Leidenschaft entweder, wie im Unterricht, rein versachlicht oder ansonsten totgeschwiegen wird. Emckes Neigung und Begehren zu Frauen hin war so durchaus ein rechter 'Entdeckungsweg'.

Den sie aber nicht allein beschritt, und hier wird das Buch durchaus generalisierend, sondern mit einer ganzen Generation von Aufwachsenden hier in den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts ihren Weg zu suchen und zu finden hatte. Eine Zeit, in der es ganz gut war, dass Emcke schon früh erkannt hat, dass 'Angstfreiheit vielleicht der beste Schutz' ist. Auch im Blick auf jenen Daniel, an dessen Selbstmord sich durchaus ablesen lässt, wie schon damals ein 'Mobbing' folgen zeigen konnte. Ein Mobbing, dass wie so oft auch heute, sich gar nicht wirklich an etwas Konkretem festmachen ließ. In einer Welt, die sich 'spaltete, aufteilte in Geschlechter', wiederum ohne größere Erläuterungen.

Und alles kreist und verbleibt und wird zurückgeführt auf diese eine, große Kraft. Auf das sexuelle Begehren. Auf das mühsame Entdecken, die Zweifel, sich im Kreis drehen, einen Schritt nach vorne kommen. In klarer und präziser Sprache (nicht umsonst ist Carolin Emcke mehrfach ausgezeichnete Journalistin). Ein innerer Vorgang, den sie intensiv mit der Außenwelt, den 'Verhältnissen' zu spiegeln versteht. Eindrucksvoll sind einfach ihre Innenansichten gerade muslimisch geprägter Länder und die Ähnlichkeit der Sichtweisen, die Enge, dort, wie sie auch hier beim Thema der Lust und des Begehrens vorherrschte. Wo Emcke vorsichtig umgeht mit ihren Neigungen. Auch aus Rücksicht auf die, die mit ihr arbeiten, dass diese nicht in Verruf geraten, 'mit so einer' zu engen Kontakt gehabt zu haben. Mit einer Frau, die ihre Neigung zu Frauen lebt.

Ehrlich und durchaus intim lässt Emcke ihre Geschichte vor den Augen der Leser Revue passieren und verbleibt doch nicht nur bei ihrer Person, sondern rührt im Leser die ganz eigenen Erinnerungen, die ganz eigenen Wege mit dem Begehren, der Lust an, bei der immer im Raume steht, ob 'wir das Begehren oder das Begehren uns' findet. Die unbändige Kraft der Sexualität, sie dringt aus dem Buch deutlich heraus und fordert so den Leser ganz automatisch dazu auf, sich dem Eigenen auch zu stellen.

Eine treibende Kraft, die sich mit dem Menschen auch entwickelt. Die nicht immer gleich bleibt, die sich im besten Fall frei entwickeln darf, ohne totgeschwiegen zu werden, ohne ständig in Konflikt mit sich und anderen zu geraten. Bei einem Aufwachsen, welches durchaus geprägt war von dieser damals distanzierten Haltung.
'Es galt vermutlich als besonders liberal, im Unterricht über Sex zu sprechen, ohne von Liebe, Seelenverwandtschaft, Störchen oder Engeln zu reden'.

Carolin Emcke legt ein bravouröses Plädoyer für eine Offenheit sich selbst gegenüber und den anderen gegenüber vor, was das Begehren und die sexuelle Identität angeht. Ein Thema, das in vielen Teilen der Welt, nicht nur in den muslimischen, immer noch von Ausgrenzung und Schweigen gekennzeichnet ist. Sie tut dies persönlich, intim und klar in der Sprache und öffnet so dem Leser einen tiefen Zugang zu einer der treibenden Kräfte des Lebens.
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am 1. Januar 2014
... das mir mit den auf den Punkt gebrachten Analysen von alltäglichen Situationen aus der Seele spricht. Sprachlich sehr überzeugend und - obwohl es eine Mischung aus Recherche und biografischer Erzählung ist - sehr spannend und fesselnd.
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am 27. Januar 2016
voller Überraschungen, hervorragend geschrieben und sehr spannend. Trotzdem, es braucht Zeit und Konzentration um es zu lesen und um auch zwischen den Zeilen lesen zu können. Genau das macht es so spannend und ich kann das Buch nur weiterempfehlen!
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am 22. April 2012
Ich habe Carolin Ehmckes "Wie wir begehren" gerade jetzt aus der Hand gelegt.

Einige der Fragen, die sie aufwirft, treiben mich selbst bereits seit langem um. Sie versucht nicht, sie schlussendlich zu beantworten, sondern findet mögliche Erklärungen für Situationen und Sachverhalte, die hinterfragungswürdig sind. Speziell der Begriff der Toleranz bekommt in der Sequenz, die sich mit einer seltsamen Sitzordnung bei einer Hochzeit befasst, einen genau so unguten Geschmack, wie er ihn sicher im Leben vieler Menschen hat, die "toleriert" werden...

Dieses Buch hat mich in vielen kleinen Details und auch in den übergeordneten Fragestellungen, denen die Autorin nachgeht, berührt und begeistert. Absolut lesens- und unbedingt überdenkenswert!
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am 25. März 2012
Das Buch ein Geschenk, kritisch betrachtet, oh Dear, ist sowas lesbar? Ich konnte es nicht mehr aus der Hand legen. Es ist ein wunderbares, sehr klug geschriebenes, sehr persönliches Buch. Es weckt Erinnerungen und öffnet die Augen für eigenes Verhalten, hinterfragt. Gedankenlosigkeit, normiertes Verhalten. Vor allem aber ist das Buch ein Plaedoyer für die Individualitaet. Es ist zu hoffen, dass es nicht nur von der "Szene" gelesen wird, sondern eine große Leserschaft findet, z.B. Eltern und Lehrer.
Wunderbar lesbar.
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am 9. Dezember 2014
Carolin Emcke nimmt sich in diesem Buch fast aller denkbaren Aspekte der Homosexualität an. Gesellschaftliche, politische, familiäre Problematiken, Fragen, Antworten und Umgehensweisen. Dabei "hangelt" sie sich - als roten Faden - an ihrer eigenen Biografie, Erlebnissen und Erfahrungen als Journalistin entlang. Ich kann dieses Buch nur allen empfehlen, die sich für diese Thematik interessieren... ob homo- oder heterosexuell. Dieses Buch stößt an, erweitert Gedankenhorrizonte, rüttelt wach und zeigt auf. Es ist das beste Buch, welches ich bisher im Rahmen dieser Thematik gelesen habe.
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Die Autorin dieses sehr stillen und einfühlsamen Buches ist Philosophin, Publizistin und sie war Redakteurin beim Spiegel und als Auslandsreporterin in zahlreiche Krisen- und Kriegsgebieten der Welt unterwegs. Irgendwann hat sie damit begonnen Briefe an ihre Freunde zu schreiben, in denen sie ihre Empfindungen und die Gedanken der Menschen, die sie vor Ort angetroffen hat thematisierte. Es ging vordergründig um die Gewalt und die Traumatisierung, um ein oft menschenunwürdiges Leben und die Unfähigkeit sich dem zu widersetzen und das was ihnen widerfuhr niederzuschreiben. Diese Briefe sollten eigentlich nicht veröffentlicht werden, doch dann hat Carolin Emcke daraus 2006 das beeindruckende Buch "Von den Kriegen: Briefe an meine Freunde" gemacht. Allein schon durch die Form ein sehr persönliches Buch. Jetzt hat sie mit dem Buch "Wie wir begehren" ein Buch veröffentlicht das deutlich tiefer in das Persönliche hinein geht, weil die Autorin uns hier weitreichende Einblicke in ihr intimstes inneres Denken gewährt.

Carolin Emcke, die den landläufigen Liebesbeziehungen mit Zurückhaltung und Vorbehalten begegnet, beleuchtet in ihrem aktuellen Buch in eindrucksvoller und schonungsloser Weise die Sprachlosigkeit und das Schweigen das wir gewöhnlich wie zarte Nebel über das Thema Lust legen, die Sprachlosigkeit für Gefühle die wir im Abstraktionsniveau mit der Pubertät verbinden, egal ob homosexuell oder heterosexuell. Gern folgt man der Einladung mitzudenken und sich dabei in die Kindheit oder Jugend zurückzuversetzen, den Lebensabschnitt der den Anfang des eigenen Wollens betrifft, die Zeit des Nachdenkens darüber, wer man sein möchte und wie man selbst geworden ist. Es ist keine traurige coming on age Erzählung, sondern eine glückliche schwul-lesbische Geschichte die Sexualität nicht als Schicksalsschlag postuliert. Das ist das eine große Thema dieses sehr persönlichen Buches.

Das zweite große tiefgründige Thema sind die Kollektivitäten, die Frage wie Eingrenzungen und Ausgrenzungen in unserer Gesellschaft funktionieren. Dabei behandelt das Buch die verschiedenen Jahrzehnte in denen es die Diskriminierung von Homosexualität in der Bundesrepublik gab. Sehr offen schildert die Autorin ihre Empfindungen, was es für sie persönlich bedeutete, dass sie ihre Form des Lebens und der Liebe, die sie sich wünschte oder erträumte, in dem Umfeld in dem sie aufwuchs nicht denken durfte, weil sie nicht Teil der sie umgebenen kulturellen Wirklichkeit waren. Und obwohl heute bestimmte Verhaltungsnormen nicht kontrolliert werden, Bürgermeister und Minister erklären können das sie schwul sind, gibt es in vielen Dingen immer noch eine fest geschriebene gesetzliche Diskriminierung.

Es gibt Bücher, mit denen man gerne alleine und für sich bleibt. Nach der Lektüre von "Wie wir begehren" sollte man einen Gesprächspartner haben: Das Buch ist reich an Situationen die den Austausch herausfordern, an Gedanken und Reflexionen die jeder Leser in irgendeiner Form in seiner Jugend mit mehr oder weniger Glücksgefühlen durchlebt hat und die deshalb eingehender Betrachtung wert sind. Ein sehr persönliches Buch das unendliche reich an Kategorisierungen, Empfindungen, Verflechtungen und Geschichten ist, die reflexiv miteinander verbunden sind.
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