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23 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das Buch ist ein Musterbeispiel für ein kompetentes, dabei lesbares und überzeugendes Sachbuch
Nicht nur weil sich die Erstveröffentlichung von Charles Darwins Standardwerk zur Evolution in diesem Jahr jährt, sondern auch und vor allem, weil es auf dem Gebiet der Evolutionstheorie und der Entwicklungsbiologie eine Fülle neuer Erkenntnisse gibt, ist der Büchermarkt im Herbst 2008 voll von wissenschaftlicher Literatur zum Thema, die...
Veröffentlicht am 6. Januar 2009 von Winfried Stanzick

versus
35 von 63 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Evolution ist mehr!
Carroll ist einer, wenn nicht der prominenteste vergleichende Evolutions-Genetiker der jüngeren Generation. In den USA wird mit Lob für ihn nicht gespart. Dieses Buch will tiefes Wissen über die Rolle der Gene in der Evolution transportieren. Dabei bleibt es gänzlich auf der klassischen, (neo-) darwinistischen Linie: Danach ist Evolution Zusammenwirken...
Veröffentlicht am 30. Januar 2009 von Axel Lange


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23 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das Buch ist ein Musterbeispiel für ein kompetentes, dabei lesbares und überzeugendes Sachbuch, 6. Januar 2009
Von 
Winfried Stanzick (Ober-Ramstadt, Hessen Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Die Darwin-DNA: Wie die neueste Forschung die Evolutionstheorie bestätigt (Gebundene Ausgabe)
Nicht nur weil sich die Erstveröffentlichung von Charles Darwins Standardwerk zur Evolution in diesem Jahr jährt, sondern auch und vor allem, weil es auf dem Gebiet der Evolutionstheorie und der Entwicklungsbiologie eine Fülle neuer Erkenntnisse gibt, ist der Büchermarkt im Herbst 2008 voll von wissenschaftlicher Literatur zum Thema, die größtenteils so aufbereitet ist, dass ein breites Publikum sie verstehen kann. Da wurde Richard Dawkins opus magnum aus dem Jahr 2004 übersetzt ("Geschichten vom Ursprung des Lebens" ).
Ernst Peter Fischer legte das "Große Buch der Evolution" vor, das leicht verständlich einen allgemeinen Überblick verschafft, Joachim Bauer beschreibt bei Hoffmann & Campe "Das kooperative Gen" und nennt es den Abschied vom Darwinismus, und Sean B. Carroll, Professor für Molekularbiologie und Genetik an der University of Wisconsin ist in diesem Herbst mit gleich zwei Büchern auf dem deutschen Markt vertreten. Bei S. Fischer erklärt er "Die Darwin - DNA. Wie die neueste Forschung die Evolutionstheorie bestätigt", und der kleine, ambitionierte Verlag der Berlin University Press publiziert sein Buch "Evo Devo. Das neue Bild der Evolution."

"Evo Devo" ist die Abkürzung evolutional development und bezeichnet den Wissenschaftszweig der evolutionären Entwicklungsbiologie. Schon um die Wende zum 20. Jahrhundert unter anderen von Haeckel vertreten, trat sie wieder ins zweite Glied zurück, weil es keinen wirklichen Fortschritt in der Erkenntnis gab. Das lag wahrscheinlich daran, dass die evolutionäre Entwicklungsbiologie zunächst vergleichend arbeitete, die Entwicklungsbiologie aber zunehmend experimentell. Es konnten aber keine Arbeiten auf entsprechendem Niveau durchgeführt werden, wodurch die Entwicklungsbiologie ganz von der Genetik abgekoppelt wurde und das fand seinen Niederschlag in der bis heute favorisierten sogenannten synthetischen Evolutionstheorie.
Die Entdeckung der sogenannten Homer Box 1984, ein Genabschnitt, der in vielen wichtigen Genen, die die Entwicklung steuern, stark konserviert ist, belebte die evolutionäre Entwicklungsbiologie wieder sehr.

Sean B. Carroll erzählt nun in diesem faszinierenden Sachbuch die Geschichte einer Revolution. Es ist nämlich so, dass eine überschaubare Gruppe von stark konservierten Genen bei allen Tieren einschließlich des Menschen die Anordnung und Ausbildung der wichtigsten Organe und Gliedmaßen bestimmen.
Carroll beschreibt die Entwicklungsgeschichte von der kleinen Zelle bis zum ausgewachsenen Lebewesen. Gleich ob er die reine Genetik betrachtet oder den entwicklungsgenetischen Ansatz, immer ist für Carroll klar, dass es eine triumphale Bestätigung des Darwinismus darstellt, der kontinuierlichen Evolution durch Mutation und Selektion.

Auch das hier vorliegende bei S.Fischer erschienene in den USA schon 2006 veröffentlichte Buch "Die Darwin-DNA" beschäftigt sich mit diesen neuen Forschungsergebnissen und legt seinen Schwerpunkt insbesondere darauf, das Evolutionspotential des Erbgutmoleküls zu beleuchten. Carroll zeigt eindrucksvoll, wie exakt die Strukturen der DNA über vergangene Prozesse der Evolution heute Auskunft geben können. Viele Beispiele nennt der amerikanische Genetikprofessor und widmet ihnen je ein Kapitel.

Aus einem Kapitel mit den Titel "Fossile Gene" sei ein Beispiel beschrieben: Gene, so Carroll, die nicht mehr benötigt werden, zerfallen im Laufe der Evolution. Wenn nun z.B. Tiere, weil sie sich, aus welchen äußeren Gründen auch immer, in Höhlen zurückziehen, dabei allmählich ihre Fähigkeit zum Sehen verlieren, häufen sich auch Fehler in Genen an, die für die Bildung intakter Augen verantwortlich sind. Umgekehrt sind diese Gene bei sehenden Tieren sehr ähnlich. Wie sollte dieser Befund anders zu erklären sein, als mit dem Vorhandensein oder Fehlen eines Selektionsdruckes ?

Am Ende dieses lesenswerten und informativen Buches kritisiert Carroll heftig die Kreatonisten in seiner Heimat USA, die die evolutionsbiologischen Forschung kritisieren und angreifen. Statt sich mit solchen pseudowissenschaftlichen Gefechten zu befassen, so argumentiert Carroll überzeugend, gelte es vielmehr, alle gesellschaftlichen Kräfte zusammenzufassen um das eigentliche Produkt der Evolution, ihre bedrohte biologische Vielfalt vor dem endgültigen Untergang zu bewahren.

Wie richtig. Das Buch ist ein Musterbeispiel für ein kompetentes, dabei lesbares und überzeugendes Sachbuch.
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11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Erstklassiges Einsteigerwerk, 6. Januar 2013
Rezension bezieht sich auf: Die Darwin-DNA: Wie die neueste Forschung die Evolutionstheorie bestätigt (Gebundene Ausgabe)
Diese Buch ist ein erstklassiges Werk für alle, die mal wissen wollen, was Evolution eigentlich ist. Sean B. Carroll beschreibt zunächst in einem Kapitel die Grundprinzipien der Evolution: Wie verschlüsselt die DNA die Merkmale der Lebewesen? Was sind Mutationen und welche Auswirkungen haben sie? Was bedeutet "Natürliche Selektion" und wie kann man mit ihr (als Herzstück der Evolutionstheorie) die Veränderung der Arten erklären? Nach diesen Grundlagen werden die wichtigsten Phänomene der Evolution in je einem Kapitel behandelt: Unsterbliche Gene, Zugewinn an Information, Fossile Gene, Konvergenz, Koevolution, Evolution von Komplexität. Anschliessend widmet sich Carroll noch in einem Kapitel dem Kreationismus und greift ihn argumentativ an. Im letzten Kapitel geht Carroll auf die unnatürliche Selektion ein, also die Beeinflussung der Evolution durch den Menschen – denn auch der Mensch bewirkt die evolutionäre Veränderung von Tierarten.

Carroll bleibt bei seinen Erläuterungen immer ganz nah an konkreten Beispielen; es ist keineswegs ein abstraktes Buch. Die gewählten Beispiele und auch sein Schreibstil sind sehr interessant und kurzweilig. Man lernt also nicht nur die theoretischen Grundzüge der Evolution, sondern auch, wie und warum es uns möglich ist, Farben wahrzunehmen (während andere Tiere nur schwarz-weiß sehen), warum die Sichelzellanomalie von roten Blutkörperchen im Hinblick auf Malaria-Resistenz auch Vorteile haben kann, wie unsere komplexen Augen evolviert sind, warum viele Fische in unseren Ozeanen immer kleiner werden und Vieles mehr.

Carroll benutzt bei seinen Erörterungen die biologischen Fachbegriffe, diese werden zunächst jedoch alle verständlich erklärt. Biochemisch und mathematisch (biostatistisch) geht Carroll allerdings nicht weiter als nötig in die Tiefe: Er erklärt zwar die Funktion von DNA, Aminosäuren und Proteinen, behandelt aber nicht die chemische Struktur und die Prozesse, wie die Information von DNA auf Proteine übertragen wird. Er nennt einmal eine mathematische Formel zum Beschreiben der Veränderung einer Mäusepopulation, erklärt diese Formel jedoch nicht, sondern gibt nur die Werte an, die man mit dieser Formel berechnet hat.

Daher mein Resümee:

Wer schon einige andere Bücher über Evolution gelesen hat; wenn einem Begriffe wie "sexuelle Selektion", "Mutation", "Adenosin" oder "Use it or loose ist" schon sehr vertraut sind; wer mit diesem Buch in die Tiefe einsteigen will, um seine biologischen Fachkenntisse zu erweitern; wer die üblichen Beispiel zur Evolution (z. B. Birkenspanner, trichromatische Wahrnehmung usw.) schon kennt; der wird von diesem Buch vermutlich nicht viel Neues lernen.

Wer aber einen Einblick in die Evolution erfahren will; wer wenig evolutionsbiologische Vorbildung hat und verstehen will, wie sich die Arten und wir selbst entwickelt haben; wer mitreden können will, wenn über Evolution und Kreationismus diskutiert wird; wer ein Leseabendteuer sucht, und an den Geheimnissen der Natur interessiert ist; wer wissen will, was sich Charles Darwin vor über 150 Jahren ausgedacht hat, aber eine weniger trockene Lektüre als sein Originalwerk sucht; für den ist diesen Buch genau das richtige!
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7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Der Beweis liegt in der DNA, 28. September 2011
Von 
karin1910 - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Darwin-DNA: Wie die neueste Forschung die Evolutionstheorie bestätigt (Gebundene Ausgabe)
Der Beweis für die Evolution liegt in unser aller DNA. Das ist die Kernaussage dieses Buches.

Sean B Carroll zeigt an Hand zahlreicher Beispiele, wie man die Entwicklung des Lebens nachvollziehen kann, wenn man die DNA unterschiedlicher Lebewesen betrachtet und miteinander vergleicht. Er befasst sich beispielsweise mit der Entstehung und dem Verlust des Farbensehens bei verschiedenen Tierarten, erzählt von unsterblichen Genen, die sich über Jahrmillionen kaum geändert haben, sowie fossilen Genen, die noch im Genom erkennbar sind, ihre ursprüngliche Funktion aber nicht mehr erfüllen, und zeigt, wie verschiedene Lebewesen sich immer wieder an ihre Umwelt anpassen und dabei oft erstaunlich ähnliche Lösungen finden.
Abgerundet wird dieses Werk durch zwei Kapiteln, in denen sich der Autor zunächst mit der Leugnung der Evolution (bzw von wissenschaftlichen Erkenntnissen generell) beschäftigt. Sehr schön wird dabei herausgearbeitet, welcher Strategien sich die Leugner regelmäßig bedienen. Dann befasst er sich mit dem Einfluss des Menschen auf die Entwicklung wild lebender Arten und den Folgen dieser "unnatürlichen Selektion".

Insgesamt gibt dieses Buch einen interessanten Einblick in die Arbeitsweisen und Erkenntnisse der modernen Genforschung und es ist ein engagiertes Plädoyer für die Tatsache der Evolution. Allerdings ist für die Lektüre eine gewisse Konzentration nötig, da der Text ziemlich sachlich geschrieben ist.
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5.0 von 5 Sternen Erhellt die Mechanismen der Evolution, 4. Oktober 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Darwin-DNA: Wie die neueste Forschung die Evolutionstheorie bestätigt (Gebundene Ausgabe)
Ich bin interessierter Laie, habe bisher einige gute Bücher zur Evolution gelesen (z.B. Dawkins)- und dennoch, dieses Buch erhellt mir den Vorgang EVOLUTION wesentlich. Was trägt dazu bei?
1. Die umfangreiche und tiefe Sachkenntnis des Autors.
2. Der Mann hatte beim schreiben seine Leser vor Augen: selbst mit wenig Kenntnissen versteht man sehr vieles.
3. Der Blickwinkel: im Focus steht die DNS. Das Zusammenspiel von Mutation und Auslese hat mir noch nie so eingeleuchtet wie hier. Und das ist die Basis, denn dort findet Evolution statt.
4. Die Erklärung der fossilen Gene.
5. Die Erklärung, wie Merkmale nicht nur entstehen, sondern auch verloren gehen können.
5. Die Anschaulichkeit durch originelle Beispiele – und Bilder.

Ich will im Folgenden auf einen Aspekt näher eingehen und ihn dann in einem Punkt kritisieren.
Carrolls Sache ist die Evolution - ganz und gar, er will auch seine Leser dafür begeistern. Deswegen kommt er nicht um die Auseinandersetzung mit dem Kreationismus herum. Er fängt das sehr schlau an, indem er anhand nicht religiöser Fälle entlarvt, welche Prinzipien ideologischer Verblendung zugrunde liegen. Anschließend zeigt er, dass die religiösen "Geschichtsleugner" (Dawkins) auf dieselbe Weise agieren. Soweit richtig und gut. Eines der ideologischen Prinzipien, die Carroll dabei gefunden hat, lautet so: "Die Anerkennung [der wissenschaftlichen Argumente] widerspricht den zentralen Überzeugungen [der entsprechenden Ideologie]". Dazu zitiert Carroll einen Kreationisten: "Wenn die Bibel nicht das bedeutet, was sie besagt, kann man überhaupt nicht wissen, was sie bedeutet." Das heißt hier in meinen Worten: "Wenn in der Bibel steht, dass Gott jedes Lebewesen nach seiner Art erschaffen hat, dann kann sich keine Art aus einer anderen allmählich entwickelt haben. Religion und Wissenschaft widersprechen sich also eindeutig; wer demnach Schöpfungslehre und Evolution für vereinbar hält, der bastelt sich seine eigene Religion und ist ein Opportunist." Diese Ansicht der Kreationisten wird oft gerügt. Zu Unrecht, meine ich: es ist der einzige konsequente Schluss, den man ziehen kann, der einzige Punkt, in dem die Kreationisten Recht haben.Viele Gläubige lassen sich aber lieber damit einlullen, die Evolutionstheorie widerspreche der christlichen Lehre gar nicht. Auf diesem Standpunkt scheint auch Carroll zu stehen, oder er toleriert ihn wenigstens wohlwollend. Ich halte diesen Standpunkt für schädlich: er unterstützt den falschen Opportunismus der Religionen und hilft ihnen so, immer noch länger zu überleben.

Allerdings liegt es mir fern, deswegen einen Stern weniger zu vergeben. Carrolls Buch ist überragend und ich empfehle es jedem, der auch nur einen Funken Interesse an der Evolutionstheorie mitbringt.
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8 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehr lesenswertes Buch, 10. März 2009
Von 
Lulu "Penny" - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Die Darwin-DNA: Wie die neueste Forschung die Evolutionstheorie bestätigt (Gebundene Ausgabe)
Ein hervorragend geschriebenes und sehr lesenswertes Buch, in der es - wie der Titel schon sagt - ausschließlich um die DNA, und damit um die genetische Evolution geht (was ein anderer Rezensent wohl missverstanden zu haben scheint).

Leicht empört macht Sean B. Carroll darauf aufmerksam, dass DNA-Analysen bei Kriminalfällen (man kann wegen Mord verurteilt werden, wenn die eigene DNA mit der Tat in Zusammenhang gebracht werden kann) oder bei Vaterschaftstests zwar längst allgemein akzeptierte Verfahren sind, gleichzeitig wird aber von nicht wenigen Menschen noch immer die genetische Evolution angezweifelt. Sein Fazit: Die modernen Methoden zur DNA-Analyse hätten aus der Evolution eine nahezu 100%ig sichere Wahrheit gemacht.

Sehr interessant äußert er sich dazu, dass man im genetischen Code mancher Lebewesen Merkmale erkennen kann, die aufgrund eines fehlenden Selektionsdrucks mit der Zeit verloren gegangen sind. Auch sei auffällig, dass die Natur manche Lösungen mehrfach ganz unabhängig voneinander hervorgebracht hat. Sean B. Carroll schlussfolgert: Wir müssen uns wohl endgültig vom Gedanken lösen, die Evolution würde bei einem zweiten Versuch (bei gleicher Ausgangslage) etwas ganz anderes hervorbringen als beim ersten Mal. Bestimmte Problemstellungen würden scheinbar stets ganz ähnliche Lösungen erzwingen.

Treffend auch sein Vergleich von Zinseszins und Selektion: Kleine, sich aufsummierende Änderungen können mit der Zeit ganz Erstaunliches bewirken.

Ich kann das Buch nur empfehlen.
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4 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wundervolles Statement, 18. September 2009
Rezension bezieht sich auf: Die Darwin-DNA: Wie die neueste Forschung die Evolutionstheorie bestätigt (Gebundene Ausgabe)
Dieses Buch ist absolut zu empfehlen. Sean B. Carroll schreibt in einem lockeren Erzählstil mit anschaulichen Beispielen, die sich in jeder Evolutionsdebatte hervorragend wiedergeben lassen. Schwierige mathematische Betrachtungen, wie man manchmal bei Richard Dawkins findet, werden nicht verwendet. Etwas Einsicht in die Genetik kann aber nicht schaden.
Dieses Buch bietet Information, verpackt in guten Beispielen, und es macht Lust auf das neueste Werk: "Evo Devo" von Sean B Carroll.
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35 von 63 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Evolution ist mehr!, 30. Januar 2009
Von 
Axel Lange (Oberhaching) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Die Darwin-DNA: Wie die neueste Forschung die Evolutionstheorie bestätigt (Gebundene Ausgabe)
Carroll ist einer, wenn nicht der prominenteste vergleichende Evolutions-Genetiker der jüngeren Generation. In den USA wird mit Lob für ihn nicht gespart. Dieses Buch will tiefes Wissen über die Rolle der Gene in der Evolution transportieren. Dabei bleibt es gänzlich auf der klassischen, (neo-) darwinistischen Linie: Danach ist Evolution Zusammenwirken von zufälliger Mutation und kumulativer Selektion.
Diese Sicht ist überholt. Evolution ist mehr, wie man nicht erst aus jüngsten Veröffentlichungen von J. Bauer oder Kirschner/Gerhart erfährt. Kein Wort bei Carroll über die Entdeckungen, für die es schon mehrere Nobelpreise (1983,2006) gibt:
* Epigenetisches Netzwerk
* Vererbung über Methylierung oder dRNA-Referenz, also nicht über die DNA
* aktive, gestaltende Rolle des Organismus in der Evol.
* Erhaltung von Bewährtem (Körperbaupläne) durch Kontrolle

Caroll bleibt auf der "Hardware"-(DNA)-Ebene. Damit kann er die spannenden Fragen der modernen Evolutionsforschung nicht beantworten. Eineiige Zwillinsgmäuse mit unterschiedlicher Fellfarbe, wie von der australischen Forscherin E. Whitelaw 1999 eindrucksvoll demonstriert, die gibt es nach Carroll und die Neodawrinisten gar nicht.

Alles mit Darwin, also mit 150 Jahre alter Sichtweise zu erklären leugnet das, was wir heute über die interdependenten Mechanismen der Zellen mit dem Genom wissen. Da sind Kirschner/Gerhart; "Die Lösung von Darwins Dilemma" (siehe meine Rezension dort) ebenso wie J. Bauers "Das kooperative Gen" die weit zukunftsweisenderen Veröffentlichungen.
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0 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wahnsinn!!, 14. Januar 2012
Rezension bezieht sich auf: Die Darwin-DNA: Wie die neueste Forschung die Evolutionstheorie bestätigt (Gebundene Ausgabe)
Oft genug habe ich gelesen und gehört, wie gut Dr. Sean Caroll schreiben kann. Jetzt, dass ich das eine von ihm gelesen habe, bin ich auch überzeugt. Ich finde es für ein Wahnsinn, wie gut man verschiedene Gedanken, Tatsachen, Theorien, Genen, große Persönlichkeiten miteinander verknüpfen kann, um die Überzeugung des grösten Biologen, Charles Darwin zu erklären, so dass es auch verstanden werden kann! Ich habe mit offenem Mund das Buch fertiggelesen und war erstaunt wozu die Natur fähig ist, und dass es jemanden gegeben hat, der das auch erkennt!Man muss einfach RESPEKT vor diesen Menschen haben!
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0 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Klasse!, 12. Dezember 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Darwin-DNA: Wie die neueste Forschung die Evolutionstheorie bestätigt (Gebundene Ausgabe)
Ein sehr lehrreicher Einstieg in die DNA-Forschung sowohl für Fachinteressierte als auch Laien!
Der Autor gibt viel Wissen von sich, sodass man jedes Kapitel aufmerksam lesen muss und nicht nur einfach nebenbei überfliegen kann.
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Die Darwin-DNA: Wie die neueste Forschung die Evolutionstheorie bestätigt
Die Darwin-DNA: Wie die neueste Forschung die Evolutionstheorie bestätigt von Sean B. Carroll (Gebundene Ausgabe - 1. September 2008)
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