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Kundenrezensionen

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am 24. Februar 2012
Marion Brasch ist bisher vor allem den Berlinern bekannt, denn dort ist sie Radiomoderatorin bei "radioeins". Nun hat sie die Geschichte ihrer Familie aufgeschrieben, die zu DDR Zeiten nicht unbekannt war: der Vater stellvertretender Kulturminister der DDR, die drei älteren Brüder alle mehr oder weniger bekannt als Schriftsteller und Schauspieler, allen voran der Dramatiker Thomas Brasch.
Braschs jüdische Eltern lernen sich im Exil in London kennen und gehen zurück nach Ostberlin, gründen eine Familie, der Vater möchte seine politischen Ideale verwirklichen und beginnt eine Karriere als Politiker. Die Ehe zerbricht, die Söhne revoltieren gegen die DDR, scheitern und zerbrechen, Marion Brasch bleibt die kleine Schwester, um die sich immer alle bemühen und die einen anderen Weg gehen möchte.
Mit unglaublicher Leichtigkeit beschreibt sie ihre durchaus traurige und dramatische Familiengeschichte, ganz persönlich und wahnsinnig bewegend, in einer wunderbaren Sprache. Es kommen viele bekannte Menschen darin vor, klar, bei einem Menschen, der mit dem Kulturbetrieb verbunden ist, aber keiner wird mit Namen genannt. So kommt das Buch nicht wie eine Biografie rüber, sondern als das, was es ist, ein wirklich wunderbares Buch, ein Stück Zeitgeschichte und vor allem eine berührende Familiengeschichte. Marion Braschs Name wird sicher bald über Berlin hinaus bekannt sein. Für mich eine der schönsten Familiengeschichten der letzten Jahre.
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am 5. April 2012
Der Debütroman der Radiomoderatorin Marion Brasch ist keine Biographie, es ist ein leichtes, humorvolles, teils schmerzliches, teils ironisches, aber vor allem bewegendes Buch über ihre bekannte Familie.

Ihr Vater war stellvertretender Kulturminister der DDR, der nach dem 2. Weltkrieg fasziniert war von der Idee, ein besseres Deutschland aufzubauen. Er war sehr linien- und prinzipientreu und das verlangt er auch von seiner Familie. Als die Söhne nacheinander anfangen, sich dagegen aufzulehnen, kommt es fast zum Bruch. Vater Brasch verliert seine Stellung, die Familie muss umziehen, die Mutter erkrankt an Krebs, die Brüder entfremden sich von der Familie. Dazwischen Marion - immer auf der Suche nach ihrem Platz im Leben. Die Zerrissenheit der Familie überträgt sich auch auf sie und ist ihr ständiger Begleiter.

Mit viel Witz und Humor erzählt die Autorin über ihre Kindheit und Jugend, die unprätentiöser verlief als man erwarten würde. Es ist leicht und flüssig geschrieben und daher auch schnell zu lesen. Aber die Geschichte bewegt - und lässt den Leser so schnell nicht mehr los. Da es als Roman verfasst wurde, bleiben die meisten Figuren namenlos, werden nur umschrieben. Ihre Brüder sind nur der ältere, mittlere und jüngere Bruder. Das fand ich anfangs etwas befremdlich, aber man gewöhnt sich daran, unterstreicht das doch die eher objektive Schilderung der Geschichte. Der Leser soll nicht durch Namen abgelenkt werden. (Wer sich dafür interessiert, wer hinter den namenlosen Personen steckt, kann das schnell rausbekommen - und wenn nicht, stört es auch nicht weiter.) Überhaupt wirkt der Roman auf den ersten Blick recht distanziert. Aber das war wahrscheinlich der einzige Weg, die Geschichte der Familie Brasch dem Leser näher zu bringen.

Es ist nicht leicht, über einen biographischen Roman zu urteilen. Es gibt dort keine schwachen Charaktere, keine fehlende Plausibilität. Trotzdem hätte ich mir an der einen oder anderen Stelle etwas mehr gewünscht - wobei ich nicht einmal genau sagen kann, worin dieses "Mehr" besteht. Ich hatte nur ab und zu den Eindruck, als fehle etwas. Aber das ist nur subjektiv.

"Ab jetzt ist Ruhe" kann ich trotzdem jedem interessierten Leser nur empfehlen.Es vermittelt einen Eindruck vom Leben in der DDR und regt zum Nachdenken an. Es ist ein Buch, was man so schnell nicht vergessen wird.
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VINE-PRODUKTTESTERam 27. Februar 2012
In ihrem Roman erzählt Marion Brasch nicht nur die Geschichte ihrer Familie.
Sie bringt dem Leser auf berührende und gleichzeitig sehr kritische Weise die Geschichte dieses kleinen Landes DDR nahe.
Ein Land, welches nicht wenige Menschen, die dort lebten, gleichzeitg hassten und liebten - ganz besonders viele Intellektuelle.
Das tragische Scheitern an diesen inneren Widersprüchen zeigt Marion Brasch auf sehr eindrucksvolle Weise am Beispiel ihrer drei Brüder.
Und obwohl nicht nur diese drei Brüder, sondern auch Vater und Mutter bereits tot sind, ist "Ab jetzt ist Ruhe" kein trauriges Buch.
Im Gegenteil: Man staunt, mit welcher Leichtigkeit die Autorin erzählt.

Wenn es damit den hohen literarischen Ansprüche mancher Feuilletonisten nicht entspricht,
so erreicht es sicher die Herzen der unbefangenen Leser.
Und hoffentlich auch die Herzen vieler junger Leser.
Eben weil es in einer so leicht zugänglichen Form geschrieben ist.
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am 13. Oktober 2014
Leicht und nicht seicht, spannend, denn ich wollte von der ersten bis zur letzen Seite wissen, wie es weitergeht. Besonders fasziniert hat mich die gerade herauserzähle Sprache, ohne Verschnörkelung und künstlichem literarisch sein wollen. Schon lange nicht so ein Lesevergnügen gehabt und ich lese sehr viel.
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am 27. Dezember 2014
bin ungefähr gleicher Jahrgang wie MB und mich hat dieses Buch gerade auch durch ihre Authentizität und Auseinandersetzung mit ihrer Familie und der DDR in all ihren Widersprüchen wie auch schönen Erlebnissen gefesselt, Sie hat nicht nur als Radio1 Moderatorin eine reiche Sprache sondern auch im Schreiben, das hat mich sehr berührt und ich hab dieses Buch mehrfach weiter verschenkt.
Wer sich für das Leben in der DDR, wer sich für besondere Familiengeschichten über die Zeit bis zum Erwachsenwerden, wie verhalte ich mich in Widersprüchen,.... wirklich interessiert - dann bitte lesen! Das ist Marion Brach so wunderbar gelungen, dies nach etlichen Jahren so berührend, spannend und kompromisslos und literarisch anspruchslos festzuhalten! Danke Marion Brasch! Großes Kompliment!
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am 22. Februar 2012
Mit ihrem Debütroman "Ab jetzt ist Ruhe" gelingt Marion Brasch ein berührendes Porträt einer extrem talentierten und eher glücklosen Künstler-Familie in der DDR.

Die Eltern von Marion und ihren drei Brüdern sind nach dem Zweiten Weltkrieg aus den englischen Exil nach Ost-Berlin gezogen. Der Vater - ein überzeugter Kommunist - wird immerhin stellvertretender Kulturminister der DDR. Seine Kinder hingegen rebellieren mehr oder weniger stark gegen seine strikte Auslegung des Kommunismus. Der älteste Bruder verlässt sogar die DDR. Mit jeder öffentlichen Auflehnung der Kinder fällt der Vater ein Stück mehr in Ungnade des Regimes. Dennoch bleibt er bis zuletzt überzeugt, dass die DDR für eine gerechte Gesellschaftsordnung steht.

Die Autorin wächst als Jüngste von vier Geschwistern auf. Ihre drei Brüder sind jeder auf seine Art außergewöhnlich begabt. Thomas und Peter Brasch feiern als Schriftsteller und der mittlere Bruder Klaus als Schauspieler Erfolge. Marion bleibt immer die kleine Schwester, um deren Gunst sich alle drei Brüder streiten, und doch wird sie nie ganz ernst genommen. Eine nicht ganz einfache Familienposition für Marion, die umso schwieriger ist, als die drei Brüder mehr und mehr selbstzerstörerische Züge erkennen lassen. Alle drei können aus ihrer Kreativität keinen dauerhaften Lebensmut gewinnen und verfallen zunehmend ihren Süchten. Und so beerdigt die Autorin ein Familienmitglied nach dem anderen.

"Ab jetzt ist Ruhe" ist in zweierlei Hinsicht ein reizvoller und bewegender Roman. Zum einen gewährt er eine Innenansicht in die Brüche innerhalb der DDR-Gesellschaft. Marion Brasch urteilt nicht, sie beschreibt die Leiden und Freuden einer Gemeinschaft, die doch mal alles besser machen wollte. Zum anderen schildert der Roman die Geschichte einer ganz besonderen Familie, reich an Begabung und scheinbar arm an Glücksgefühlen. Ein literarisches Meisterwerk ist das Debüt jedoch nicht.
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am 11. November 2014
Ein undramatisches Buch über eine dramatische Zeit; schlicht und ergreifend, ja ergreifend. An der ruhigen Oberfläche der Sätze spürt man die tiefen Gefühle, die dahinter gelebt worden waren. Marion Brasch versucht selbst Abstand von den geschilderten Begebenheiten zu gewinnen, indem sie ihre Darstellungen sehr oft am Ende eines Abschnittes ironisiert. Es gelingt ihr, mit einfachen Worten sehr schwierige Empfindungen dem Leser zu vermitteln. Ein lesenswertes Buch!
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am 7. August 2013
Bin erst auf Seite 154 und erlaube mir jetzt schon ein Urteil: Der Roman fesselt. Auf jeder Seite. Ich mag das Buch, das ich erst seit gestern habe, gar nicht mehr bei Seite legen. Es bringt mir als Wessi die untergegangene DDR näher. Prädikat: sehr lesenswert!!!
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am 4. August 2015
Als ich vor einer Weile mitbekommen hatte, dass Marion Brasch ein Buch geschrieben hatte, war ich schon neugierig, hab es dann aber wieder ein wenig vergessen, mir das Buch zu kaufen.
Ich kenne die Autorin als Moderatorin von "radio eins" und mag ihre Art, die manchmal ein wenig konfus wirkt...was ich aber sehr sympathisch im Vergleich zu vielen anderen Moderatoren auf diversen Sendern finde, die sich alle ein wenig nach geklont und austauschbar anhören...

Ich fand das Buch sehr interessant und habe es gerne gelesen.
Oft werden erwähnte Personen nur "umschrieben", man weiß aber u.U., um wen es geht. Manchmal bin ich nicht drauf gekommen und hätte gerne gewusst, um wen es sich da handelt (wobei ich es auch im Netz recherchieren hätte können). Vielleicht ist das aber alles so gewollt, weil es letztendlich nicht wirklich von Belang für die Familiengeschichte ist?

Ich kann das Buch empfehlen und werde mir demnächst auch den 2. Roman zulegen - diversen Unkenrufen zum Trotz!
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am 29. September 2015
Das Buch wurde mir von einem Freund empfohlen. Der Schreibstil wirkt anfangs beliebig, aber schon nach kurzer Zeit, bemerkt man die Tiefe der erzählten Geschichte. Bemerkenswert ist, dass die Erzählung manchmal sehr objektiv und an einigen Stellen gar gefühlskalt wirkt, es aber doch nicht ist. Auch die Beschreibung verschiedener Protagonisten, die nicht namentlich genannt werden, bei denen man aber sofort weiß, um wen es sich handelt, ist toll. Weniger ist manchmal eben doch mehr.
Erst gegen Ende des Buches erschließt sich einem die Tragödie dieser Familie in ihrer ganzen Bandbreite, wobei die lockere und witzige Erzählweise nicht verloren geht, aus der meines Erachtens die ganze Stärke und Größe der Autorin erkennbar ist. Ein tolles und empfehlenswertes Buch, wenn vielleicht auch mit der Einschränkung, dass viele Dinge von "West"-Lesern nicht nachvollziehbar sein können.
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