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8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Präzise und übersichtliche Einführung, 12. März 2010
Rezension bezieht sich auf: Literatur des Mittelalters (Taschenbuch)
Das Buch 'Literatur des Mittelalters' von Heinz Sieburg ist nicht das erste Buch des Akademie-Verlags, das ich lese, weshalb ich schon von vorneherein relativ große Erwartungen hatte, da ich bisher nur außerordentlich gute Erfahrungen mit Büchern aus diesem Verlag gemacht hatte.
Um es vorweg zu nehmen: Meine Erwartungen wurden erneut erfüllt ' ich bin absolut überzeugt vom hohen Niveau des Akademie Verlags und dieses Buches.
Ich studiere Germanistik, und stehe hier so gut wie am Ende meines Studiums ' ich habe schon einige Seminare in der Mediävistik besucht, und dennoch ist es, wie so oft, so, dass man sich eine präzise, klare, und übersichtliche Einführung bzw. Zusammenfassung wünscht. Sei es nun im Hinblick auf das Staatsexamen, oder, in anderen Fällen, um sich einen ersten Eindruck oder einen Überblick zu beschaffen. Der vorliegende Band von Heinz Sieburg wird in allen Fällen geeignet sein ' Er bietet in großer Bandbreite eigentlich alles was zur 'Literatur des Mittelalters' gehört ' das Buch enthält Kapitel zu den absoluten Grundlagen (zum Zeitalter, zur Forschung in dieser Thematik, zur Geschichte der Thematik), dann werden das Althochdeutsche und das Mittelhochdeutsche abgedeckt, die historischen sprachlichen Entwicklungen (Lautverschiebung etc.) und die verschiedenen Literaturgattungen (Dichtungen, Artusepik...) ' was das Mediävisten- und auch das Germanisten-Herz begehrt! Weiterhin wird auf die wichtigsten Werke und Autoren eingegangen, es gibt allgemein viele viele Beispiele (zu Autoren, Schriftstücken, Schrift an sich, Bildern, Darstellungen usw.) in allen Kapiteln.
Das Tolle an Heinz Sieburgs Buch ist außerdem die Gestaltung ' wie schon erwähnt gibt es zahlreiche Beispiele, das Buch enthält viele Bilder ebenso wie Kopien von bestimmten Schriftstücken, und Darstellungen z. B. verschiedener Schriftarten (z. B. Karolingische Minuskel vs. Gotische Textura).
Im Allgemeinen ist das Buch absolut übersichtlich gegliedert ' sowohl inhaltlich wie auch strukturell. In den Kapiteln befinden sich überdies am Textrand die betrefflichen Stichworte, was ebenso zur Übersichtlichkeit und auch zum schnellen Finden von bestimmten Textstellen beiträgt.
Was ich auch in anderen Büchern des Akademie Verlags sehr toll finde, so auch hier, ist die erschöpfende Bibliographie, bzw. die wunderbaren Literaturhin- und nachweise (z. B. am Ende jedes Kapitels).
So wird mir auch dieses Buch eine große Hilfe im Studium sein, ganz abgesehen davon, dass es sich gut liest und mich dadurch auch noch mit Spaß in das Thema vertiefen können werde.
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4.0 von 5 Sternen Für den groben Einstieg gut geeignet, 12. Juni 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Literatur des Mittelalters (Taschenbuch)
Im Rahmen meines Mittelhochdeutsch-Studiums habe ich mir diese Lektüre angeschafft, um begleitend mit ihr effektive Klausurvorbereitung zu bewerkstelligen.
Dies ist auch ohne Weiteres problemlos möglich: Das Buch bedient sich eines übersichtlichen Aufbaus. Alle wichtigen Stationen der Sprachentwicklung sind vorhanden. Besonders angenehm empfand ich, neben den kapitelweisen Literaturempfehlungen zu den einzelnen Themenfeldern, den gut verständlichen Sprachstil, der das Themenfeld nicht unnötig verkompliziert, sondern sich gut nebenbei "mitnehmen" lässt.
Nimmt man diese Zusammenfassung als kleine Ergänzung bzw. groben Überblick wird man sicherlich damit glücklich werden.
Allerdings ist es für intensivere Studien doch viel zu oberflächlich. Um sich auf einzelne Themenfelder der deutschen Sprachentwicklung zu spezialisieren, ist man definitiv auf weiterführende Literatur angewießen. Auch sind manche Kapitel gar zu knapp umrissen - ich hätte mir an der ein oder anderen Stelle doch gründlichere Recherchen und weitreichendere Ausführungen gewünscht.
Ist man sich jedoch im klaren darüber, dass es sich dabei um eine grobe Orientierungshilfe handelt, ist es ok.
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5.0 von 5 Sternen Sehr gut!, 29. November 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Literatur des Mittelalters (Taschenbuch)
Tolle Themenauswahl, umfassende Abhandlung der einzelnen Punkte. Sehr gute Fussnoten/Literaturverzeichnis, sehr gute Reflektion und Diskussion einzelner Problemstellungen. Insegsamt sehr gut gelungen, macht Lust auf mehr Literatur des Mittelalters an sich, auf die Epoche des Mittelalters und auch auf eine weitere wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dieser Epoche. Die Fragen an den Kapitelenden sind ebenfalls überwiegend gelungen, manche fallen wegen ihres zu leichten Niveaus allerdings aus dem Level der anderen. Das Niveau der Kapitel ist mittel, also keinesfalls zu oberflächlich, aber auch nicht zu hochtrabend. Als Begleiter für Schule und Grundstudium genau richtig.
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4.0 von 5 Sternen Breit gefächerte Einführung, 6. Januar 2011
Rezension bezieht sich auf: Literatur des Mittelalters (Taschenbuch)
Ich bin nicht vom Fach (Germanistik/Mediävistik), sondern eher als Amateur interessiert, und in dem Sinne war mir das Buch eine wertvolle Einführung in die akademische Sichtweise der germanistischen Mediävistik.

Allfällige Kritik richtet sich nicht so sehr gegen die Leistung der Autoren, sondern gegen die akademische Sichtweise - die akademische germanistische Mediävistik muss sich notgedrungen mit den verbliebenen schriftlichen Zeugnissen befassen und sich auf sie beschränken. Das bedeutet ebenso notgedrungen eine Fokussierung auf Klerus und Adel - wobei unterstellt wird, dass bloss Klerus und Adel lesen und schreiben konnten, weil bloss sie schriftliche Zeugnisse hinterlassen haben.

Die "Dunkelziffer" ist hier enorm.

Einerseits existierte schon im Frühmittelalter zwischen den Hörigen und dem niederen Adel/Ministerialen eine Schicht freier Bauern, Handwerker, Kaufleute und Händler. Daß es sie gab, ist sicher, wie bedeutend sie war, ist unsicher. Für eine gewisse Bedeutung spricht jedoch der Umstand, dass im Hochmittelalter Zünfte und Landstände - oft als politische Widersacher von Klerus und Adel - schon politische Macht erreichten.

Die Autoren führen richtig aus, daß das Medium der schriftlichen Fixierung - Pergament - bis ins Spätmittelalter ausgesprochen teuer war. Daraus kann jedoch nicht abgeleitet werden, daß nur der schreiben und lesen konnte, der sich Pergament leisten konnte. Wir müssen annehmen, dass eine breite kaufmännische und regierende zünftische Schicht lesen und schreiben konnte, auch wenn sie keine bleibenden Dokumente hinterlassen haben - etwa, weil sie sich nach wie vor mit Wachstafeln behalfen.

Ferner können auch Analphabeten durchaus einen hohen literarischen, poetischen und kulturellen Sinn entwickeln. Die erhaltenen literarischen Zeugnisse sind daher - möglicherweise - bloss zufällige Überlebende einer bunten und vielseitigen Realität, und nicht, wie man manchmal meinen könnte, einsame Lichtblicke in einer kulturellen Wüste.

Es sei eingestanden, daß die Autoren diese Hinweise mitunter ebenfalls gemacht haben - sie verdienen jedoch eine fundamentalere Wertung. Die uns überlieferte Literatur des Mittelalters hat möglicherweise nicht zufällig überlebt, sondern deshalb, weil schon unsere mittelalterlichen Vorfahren erkannten, daß diesen erhaltenen Geschichten etwas Besonderes, Anderes, Zeitloses anhaftete. Der Rest war zwar nicht wertlos, aber nicht ausserordentlich.

Das Mittelalter ist für uns tatsächlich ein fernes Land. Aber in ihm wohnten Leute wie wir.
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Literatur des Mittelalters
Literatur des Mittelalters von Heinz Sieburg (Taschenbuch - 2. Dezember 2009)
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