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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Komplexe Serie eindrucksvoll analysiert
The Wire gilt meiner Meinung nach zu Recht als eine der komplexesten Fernsehserien aller Zeiten. Und 5 Staffeln sind kein Pappenstiel. Daniel Eschkötter geht damit geschickt um und sortiert seine 82 Seiten kurze Analyse nach Kontext und Entstehung der Serie einerseits, was ein guter Einstieg ist. Danach sucht und beschreibt er filmische, szenische und...
Vor 23 Monaten von azche24 veröffentlicht

versus
14 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Deskription oder Analyse?
Vorneweg: Ich würde Eschkötters Buch wieder lesen - weil das Konzept der Reihe, herausragenden Fernsehserien ein eigenes Buch mit analytischem Zugriff zu widmen, Klasse ist: Ich finde, es hebt das Niveau der Filmkritik immens und ich bin dankbar, dass es die Reihe - und dieses Buch - gibt.
Und trotzdem hinterlässt die Lektüre einen zweispaltigen...
Veröffentlicht am 3. Juli 2012 von André Georgi


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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Komplexe Serie eindrucksvoll analysiert, 23. Januar 2013
Von 
azche24 "azche24" (Berlin) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The Wire (Broschiert)
The Wire gilt meiner Meinung nach zu Recht als eine der komplexesten Fernsehserien aller Zeiten. Und 5 Staffeln sind kein Pappenstiel. Daniel Eschkötter geht damit geschickt um und sortiert seine 82 Seiten kurze Analyse nach Kontext und Entstehung der Serie einerseits, was ein guter Einstieg ist. Danach sucht und beschreibt er filmische, szenische und drehbuchtechnische Besonderheiten oder Grundthemen der Serie unter Zwischentiteln wie “Zusammenhänge”, “Police Work”, “Orte, Namen, Ökonomien” und “Fälle enden”. Er geht dabei ausschließlich analytisch vor, wenn er etwa die ebenso spannende wie vielfältige Variation des Zusammenhangs in der szenischen Darstellung beschreibt. Beispielhaft am Ablauf der wirklich atemberaubend konstruierten Inszenierung der Folgen 1.4 bis 1.6 analysiert er beispielsweise, wie die Autoren und Regie das Grundmotiv “Alles hat mit Allem zu tun” in Serienepisoden übersetzen und dadurch eine gänzlich neuartige, in dieser Form wohl nur in einer Fernsehserie erlebbare Erfahrungswelt beim Zuschauer entstehen lassen.

Er lässt die vielfältigen Handlungsstränge im Detail ebenso links liegen wie den Plot als solchen (was gut ist, denn sonst wäre das Buch unlesbar und langweilig). Dafür extrahiert er inszenatorische Kniffe und Drehbuchdetails mit scharfem Blick und gutem Überblick: Worin sich Polizisten, Politiker und Gangster gleichen (ein ganz wichtiges Thema der Serie). Worin sich die großen Gangsterfiguren ähneln und voneinander unterscheiden vom strategisch und ausschließlich langfristig handelnden “Proposition Joe”, über den Kontrollfreak Avon Barkesdale bis hin zum superbrutalen und supercoolen Soziopathen Marlow. Welche wichtige Funktion die Nebenrolle Bubbles für die Serie hat. Was das ganze mit Baltimore, seinen Politikern und seinem wirtschaftlichen Wandel zu tun hat.

Wie es sich für ein gelungenes Werk dieser Gattung gehört, wird kein Kenntnisstand vorausgesetzt. Da Buch kann vor, während oder nach dem Genuss der Serie hilfreich sein, wobei es das Lesevergnügen steigert, zunächst zu schauen und danach zu lesen (und nach der Lektüre eventuell einige Episoden noch einmal mit den neu gewonnenen Hintergrundinformationen neu zu entdecken). Denn die sauber aufgebauten und clever konstruierten Staffeln brauchen eigentlich keinen “Serienführer”, was dieses Buch ohnehin nicht ist. Etwas störend fand ich den sehr gehäuften Gebrauch von Anglizismen und Soziologismen. Ein Satz wie “Es ist das Regieren mit der Statistik, das Transparenz simuliert und Zahlenspiele provoziert und produziert” (S. 52) ist noch eher harmloses Beispiel. Dies ist aber auch teilweise dem Slang der Serie (f.. in 36 Varianten in der großartigen Episode 1.4) und der letztendlich gelungenen, sehr gedrängten Darstellung und Analyse geschuldet. Schön auch die Hinweise zu den ganz wichtigen Episoden mit kurzer Beschreibung. Da waren Autor und Zuschauer sich wirklich komplett einig. Ein gelungenes Buch in diesem Genre.
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14 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Deskription oder Analyse?, 3. Juli 2012
Rezension bezieht sich auf: The Wire (Broschiert)
Vorneweg: Ich würde Eschkötters Buch wieder lesen - weil das Konzept der Reihe, herausragenden Fernsehserien ein eigenes Buch mit analytischem Zugriff zu widmen, Klasse ist: Ich finde, es hebt das Niveau der Filmkritik immens und ich bin dankbar, dass es die Reihe - und dieses Buch - gibt.
Und trotzdem hinterlässt die Lektüre einen zweispaltigen Eindruck. Einerseits ist es deskriptiv sehr stark: es bündelt die 60 Stunden der fünf Staffeln sehr gut um Themen, Plotelemente und Figuren. Damit ist das Buch schon einmal unvergleichlich mehr als ein Episodenführer à la Wikipedia. Eigentlich ist das Buch damit aber auch nur eine Verdopplung dessen, was wir selbst bereits gesehen haben - wenn auch in kondensierter Form.
Andererseits aber macht das Buch immer wieder Versuche, von der Deskription hin zur Analyse zu wechseln, was an sich ja sehr, sehr wünschenswert ist. Das Eigenartige ist nur, dass die Deskription auch hier nur mit teilweise sehr bemühtem Vokabular verdoppelt wird. Ein Beispiel: "Es ist eine Operation der Supplementierung: Ein Körperbild wird an die Stelle der Monitorbilder gesetzt und macht sie geradezu intelligibel. Der Körper des Toten löst ein, was in der indifferenten Aufzeichnung der Pager- und Telefonaktivität fehlt und erst später von den Ermittlern synthetisiert wird: Ihnen ist der Mord eingeschrieben." (S.41f) Was genau soll mir das - analytisch und über eine Reformulierung des Gesehenen hinausgehend - nun wirklich sagen?
Wirklich stark (und als Hauptthese vielleicht ein bisschen versteckt) ist die Beobachtung, dass es in THE WIRE nicht mehr um eine einzelne Figur (oder um eine Pluralität von Hauptfiguren ihrer eigenen Erzählstränge), oder um den Plot geht - sondern um die sozialen Zusammenhänge und die soziale Existenz der Figur und deren "Praktiken". Diese Beobachtung ist, finde ich, wirklich wegweisend.
Ich freue mich auf die anderen Bücher der Reihe!
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nicht nur für eingefleischte Fans bereichernd, 29. Juli 2012
Rezension bezieht sich auf: The Wire (Broschiert)
Das Buch über 'The Wire' von Daniel Eschkötter ist nicht nur etwas für eingefleischte Fans der Serie. Ich würde sogar so weit gehen, zu sagen: Wer z.B. nur die erste Staffel oder auch nur einige Episoden kennt, kann mit diesem Text bereichernde Erfahrungen machen und wird dann das Bedürfnis verspüren, die Serie erneut bzw. ganz zu sehen. Man kommt mit einem anderen Blick wieder zurück aus der Lektüre, die einem Zusammenhänge und Strukturen zu sehen erlaubt, ohne etwas Entscheidendes vorwegzunehmen. Hier ist ein Autor, der seinen Gegenstand genau kennt, und trotz der Überfülle an Material, das die Serie bereitstellt, einen Wegweiser, unzählige anregende Analysen auch anhand noch so kleiner Details erstellt, sowie die übergeordneten Strukturen und filmischen Mittel zu beschreiben weiß, ohne sich auf die doch inzwischen allzu oft bemühten Vergleiche mit dem Roman einzuschießen. Wer sich also in irgendeiner Weise für 'The Wire' interessiert, dem kann dieses Buch nur empfohlen werden.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Super Ergänzung zur Serie, 10. Januar 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The Wire (Broschiert)
Schon interessant welche weiteren Ebenen der Serie sich beim Lesen diesen kleinen Buches offenbaren.
Für Fans der Serie sicher eine lohnenswerte Lektüre.
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The Wire
The Wire von Daniel Eschkötter (Broschiert - 24. März 2012)
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