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am 18. Juli 2014
Miriam Meckel, Direktorin des Institut für Medien- und Kommunikationsmanagement an der Universität St. Gallen, bietet uns mit ihrem Büchlein erfrischende Hirnnahrung an. Denn sie geht das Thema nicht technisch an, wie die meisten, sondern stellt uns Menschen in den Mittelpunkt, ohne die übliche "früher war alles besser" Leier abzuspulen.

Sie weist uns auf das Unsichtbare der Verbindungen zwischen Mensch und Maschine hin und ist sich sicher, dass das Hype Thema KI (Künstliche Intelligenz) in Zukunft gar nicht mehr so relevant sein wird, wenn die Ebenen zwischen Mensch und Maschine sowieso verschwimmen. (Rums! - über solche Schlussfolgerungen lohnt es sich doch zu diskutieren!)
Meckel beschäftigt sich in ihrem Essay mit dem Metaphysischen zwischen der digitalen Welt und der realen Welt, sie sucht nach Antworten und fordert uns auf, wieder mehr in die reale Welt zurückzukehren, wo die wirklichen Entscheidungen und Konsequenzen auf uns warten.

Die Anonymität, die wir so gerne anstreben, ist weder im digitalen noch im realen Leben wirklich erstrebenswert – aber letztlich Ausdruck unserer Unsicherheit. Sie weist die Technikgläubigen darauf hin, dass sie ihre Technodizee erst noch zu erbringen haben. (Wow, eine tolle Wortschöpfung, die den philosophischen Ansatz der Theodizee aufgreift und in dieser Form in der aktuellen Diskussion viel zu selten zu finden ist!)

Wir müssen wieder neu sehen lernen und ertasten, wie sich unsere Welt in der Zeit des Digitalen verändert, und wie wir damit neu umgehen lernen müssen.

Schöne Gedanken, schöne Metaphern, die erst beim Innehalten und genaueren Hineinsehen ihre Kraft entfalten. Und das Ganze mit Quellenangaben zu Geschichten, die vor Jahrzehnten geschrieben wurden, also als das Digitale in unserer Welt noch nicht omnipräsent war. Das macht deutlich, dass es hier nicht um Hightech, sondern um ganz grundsätzliche Gedankenspiele geht, denen wir uns öffnen und stellen müssen.

Frau Meckel meckert nicht gegen die neue digitale Welt, und vor allem geht es ihr nicht um die allgemeine Kritik an Werkzeugen und Technologien. Für sie ist das Digitale einfach da und wir müssen uns damit auseinandersetzen. Wir müssen es nicht bekämpfen, wir müssen es nicht aufhalten. Sondern wir Menschen müssen lernen, wie wir mit dieser neuen digitalen Welt umgehen und wie wir sie in unseren gesellschaftlichen Werterahmen integrieren.
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am 15. November 2013
Miriam Meckel erzählt von Entwicklungen im digitalen Zeitalter, die viele Menschen nicht wissen oder wahrhaben wollen - im Grunde beschreibt sie das Ende des anonymen Lesens. Sehr bedenkenswert, sehr klug, und auch noch elegant geschrieben!
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am 19. März 2014
Wohin entwickelt sich der Mensch, muß man sich bei der Lektüre dieses kleinen, sehr lesenswerten Buches fragen. Immer mehr Informationen geben die Menschen im Internet über sich und ihr Tun preis. Und das Internet sammelt all diese Informationen, die seine Besucher bewußt oder unbewußt, freiwillig oder unfreiwillig geben. Aus all diesen Daten erstellen geist- und seelenlose „Maschinenprogramme“ unter zusätzlicher Verknüpfung vorhandener Daten Persönlichkeitsbilder. Mit der Zeit bildet sich ein Bild eines Users, das Aufschlüsse über seine Person gibt, sie so gewissermaßen künstlich darstellt und erschafft.

Alles Zufällige, alle Abweichungen, all das, was die reale Welt, das Leben ausmacht, verschwinden, werden unterdrückt, werden nicht wahrgenommen. Allenfalls werden solche Faktoren weiter vermanscht mit dem Maschinenbild. Und tragen so zu einer weiteren Glaubwürdigkeit des Kunstbildes in der Öffentlichkeit, in den Medien bei. Und mehr noch: Das Kunstbild wird schließlich auch zum Selbstbild.

Der Mensch, das Leben mit all ihren Zufällen und Abweichungen verschwinden.

Selbst die Gedanken werden nicht mehr frei sein. Denn aus dem oben beschriebenen Prozeß des Werdens eines Persönlichkeitsbildes lassen sich auch Gedanken, Erwartungen, Konsequenzen für Künftiges ableiten. Das Genre Mensch entmachtet sich, stellt sich dar. So daß am Ende wegen des Schließens auf Folgehandlungen aus den vorliegenden Daten be- und abgeurteilt werden kann.

Wir sind auf dem Weg in eine Brave New World. Das ganze interessengeleitet. Fragt sich, von wem und zu welchem Ende?
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am 23. Oktober 2013
Sehr guter Essay über den Menschen und seinen Umgang mit dem Internet, hat genau die richtige Länge, ich habe ihn in Nullkommanichts gelesen. Und war begeistert: Miriam Meckel schafft es, einem den Einfluss des Internets auf unser alltägliches Leben klarzumachen und vor einigen Entwicklungen zu warnen (Stichwort Serendipity - Zufallsentdeckung), ohne kulturpessimistisch rüberzukommen.
Absolut empfehlenswert.
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