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5.0 von 5 Sternen das Leben eines Kindes kann manchmal schwer......
.....dann aber wieder süß wie Schattenmorellen sein.

Annie wächst auf einer hessischen Schattenmorellenplantage auf.Ihre Mutter ist alleinerziehend und will den Vater auch nicht, aber auch Annie stört sie eigentlich nur.So schickt sie Annie schon früh auf die Plantage,damit sie die Vögel mit Trommeln verjagt. Annie verbringt...
Veröffentlicht am 30. Juni 2012 von robby lese gern

versus
10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Eine Enttäuschung
Nach langem Warten auf einen weiteren Roman der Autorin ("Emmas Glück" hat mir sehr gut gefallen), war ich voller Erwartungen im Hinblick auf die "Schattenmorellen".
Was die Stärke von "Emmas Glück" ausmachte, die beiden ungewöhnlichen Protagonisten ausserhalb der gängigen gesellschaftlichen Norm, wird in diesem Roman strapaziert. Es wimmelt...
Veröffentlicht am 12. August 2011 von Alex


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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Eine Enttäuschung, 12. August 2011
Rezension bezieht sich auf: Süß wie Schattenmorellen (Gebundene Ausgabe)
Nach langem Warten auf einen weiteren Roman der Autorin ("Emmas Glück" hat mir sehr gut gefallen), war ich voller Erwartungen im Hinblick auf die "Schattenmorellen".
Was die Stärke von "Emmas Glück" ausmachte, die beiden ungewöhnlichen Protagonisten ausserhalb der gängigen gesellschaftlichen Norm, wird in diesem Roman strapaziert. Es wimmelt nur so von schrägen Figuren und manche wirken karikaturistisch überzeichnet. Dies sowohl im Provinzdorf der Hauptfigur Annie wie auch bei der gutsituierten Intellektuellenfamilie am Parallelschauplatz Dresden. Tochter Paula, auch sie eine konstruiert erscheinende Mosaikgestalt, spielt eine nicht unwichtige Rolle im Geschehen. Hier wie dort gibt es so gut wie niemanden, der nicht irgendwie eine Macke hat.
Annie, die 13-jährige Protagonistin, wächst zwischen einem spätpubertierenden Grossvater und einer überforderten, unzuverlässigen Mutter auf. Sie wird alsbald von den beiden Erwachsenen allein gelassen. Gezeichnet wird das Bild einer Heranwachsenden, die nicht glaubwürdig zu werden vermag, die mal wildes Naturkind ist, mal sehr naiv, dann wieder durchtrieben und sehr selbständig, mal borderline und zornig, dann wieder sehr vernünftig. Bis zum Schluss merkt sie nicht, dass die Fremde in ihrem Haus hochschwanger ist und im Begriff zu gebären. Dann wieder ist sie als Geburtshelferin ein Naturtalent und leistet erstklassige Sofortversorgung für den Säugling. Für mich will das Bild nicht stimmig werden.
So viel wird in dieser Geschichte bunt durcheinandergemixt, manches an der Grenze zum Abstossenden: Beim Dorffest ergeht sich eine Frau vor den Augen aller mit drei Männern und einem Hund, eine Horde destruktiver Jugendlicher zerstört im Nullkommanix die Kirschplantage, in Dresden feiert Paula eine Orgie wie aus einem Bild von Hieronymus Bosch zusammen mit anderen Jugendlichen aus "gutem Haus" und dergleichen mehr.
Das Ende des Romans kommt dann allerdings seltsam versöhnlich daher und fast alles schein sich zum Guten zu wenden.

Daneben gibt es, auch das muss gesagt sein, immer wieder kluge Beobachtungen, schöne Bilder und feine Gedanken. Schade, dass sie in der inkonsistenten Geschichte nicht richtig zur Geltung kommen.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen das Leben eines Kindes kann manchmal schwer......, 30. Juni 2012
Von 
Rezension bezieht sich auf: Süss wie Schattenmorellen (Kindle Edition)
.....dann aber wieder süß wie Schattenmorellen sein.

Annie wächst auf einer hessischen Schattenmorellenplantage auf.Ihre Mutter ist alleinerziehend und will den Vater auch nicht, aber auch Annie stört sie eigentlich nur.So schickt sie Annie schon früh auf die Plantage,damit sie die Vögel mit Trommeln verjagt. Annie verbringt eigentlich ihre ganze Kindheit zwischen den Kirschbäumen und kann ihre freie Zeit so verbringen wie sie möchte.Auch in der Schule fällt es ihr schwer, ruhig zu sitzen, da sie es gewohnt ist sich zu bewegen.

Als Annie 13 ist, verläßt ihre egozentrische Mutter, die sie eigentlich immer nur streitend mit ihrem Großvater erlebt, die Plantage, weil sie endlich ihre Ruhe haben will. Ihr Großvater aber , hat sich unsterblich in eine Neunzehnjährige verliebt und genießt seinen 3. Frühling und das auch in der Ferne.So ist Annie allein auf sich gestellt und das kurz vor der Kirschernte.
Zusätzlich lernt sie die 16 jährige Paula kennen, die aus einem überbehütenen Elternhaus geflohen ist und nun Zuflucht sucht, weil sie kurz vor der Geburt ihres Kindes steht.

So ist es nicht leicht für Annie,allein auf sich gestellt, mit dieser Situation fertigzuwerden.

Schon Emmas Glück, das erste Buch dieser Autorin hat mich fasziniert und auch ihr zweites Werk steht dem in nichts nach. Wieder hat sich die Autorin eine außergewöhliche Hauptperson ausgesucht, diesmal die 13 jährige Annie, ein Mädchen, dass ohne Mutterliebe und Fürsorge aufwächst und ihren Mitmenschen doch soviel zu geben hat.Ein Kind, das viel Verantwortung auf ihre jungen Schultern gelegt bekommt und diese mit Bravour meistert und dadurch an Charakterstärke zunimmt.Ein Mädchen, dass unvoreingenommen mit Menschen umgeht und sogar die Außenseiter der Gesellschaft versteht und achtet.

Dieses Buch, mit seinen wunderbar beschriebenen Personen, vermittelt Lebensfreude und auch viele Lebensweisheiten. Oft dachte ich, wie kann eine Mutter so mit ihrem Kind umgehen und solch ein Schatz dabei herauskommen.Doch durch Paulas Geschichte wird Annie vielleicht auch ihr eigenes Schicksal ein bisschen erklärbarer und der Weg zurück zu ihrer Mutter ein klein wenig einfacher gemacht.

Aber nicht nur die Figur der Annie ist wunderbar gezeichnet, auch die Nebenfiguren stehen klar vorm Auge des Lesers und sorgen für manchen Schmunzler.

Ein warmherziges und humorvolles Buch mit vielen Lebensweisheiten, das ich unbedingt empfehlen möchte.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen das Leben eines Kindes kann manchmal schwer ........, 12. Juni 2011
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Süß wie Schattenmorellen (Gebundene Ausgabe)
.....dann aber wieder süß wie Schattenmorellen sein.

Annie wächst auf einer hessischen Schattenmorellenplantage auf.Ihre Mutter ist alleinerziehend und will den Vater auch nicht, aber auch Annie stört sie eigentlich nur.So schickt sie Annie schon früh auf die Plantage, dass sie die Vögel mit Trommeln verjagt. Annie verbringt eigentlich ihre ganze Kindheit zwischen den Kirschbäumen und kann ihre freie Zeit so verbringen wie sie möchte.Auch in der Schule fällt es ihr schwer, ruhig zu sitzen, da sie es gewohnt ist sich zu bewegen.

Als Annie 13 ist, verläßt ihre egozentrische Mutter, die sie eigentlich immer nur streitend mit ihrem Großvater erlebt, die Plantage, weil sie endlich ihre Ruhe haben will. Ihr Großvater aber , hat sich unsterblich in eine Neunzehnjährige verliebt und genießt seinen 3. Frühling und das auch in der Ferne.So ist Annie allein auf sich gestellt und das kurz vor der Kirschernte.
Zusätzlich lernt sie die 16 jährige Paula kennen, die aus einem überbehütenen Elternhaus geflohen ist und nun Zuflucht sucht, weil sie kurz vor der Geburt ihres Kindes steht.

So ist es nicht leicht für Annie,allein auf sich gestellt, mit dieser Situation fertigzuwerden.

Schon Emmas Glück, das erste Buch dieser Autorin hat mich faziniert und auch ihr zweites Werk steht dem in nichts nach. Wieder hat sich die Autorin eine außergewöhliche Hauptperson ausgesucht, diesmal die 13 jährige Annie, ein Mädchen, dass ohne Mutterliebe und Fürsorge aufwächst und ihren Mitmenschen doch soviel zu geben hat.Ein Kind, dass viel Verantwortung auf ihre jungen Schultern gelegt bekommt und diese mit Bravour meistert und dadurch an Charakterstärke zunimmt.Ein Mädchen, dass unvoreingenommen mit Menschen umgeht und sogar die Außenseiter der Gesellschaft versteht und achtet.

Dieses Buch, mit seinen wunderbar beschriebenen Personen, vermittelt Lebensfreude und auch viele Lebensweisheiten. Oft dachte ich, wie kann eine Mutter so mit ihrem Kind umgehen und solch ein Schatz dabei herauskommen.Doch durch Paulas Geschichte wird Annie vielleicht auch ihr eigenes Schicksal ein bisschen erklärbarer und der Weg zurück zu ihrer Mutter ein klein wenig einfacher gemacht.

Aber nicht nur die Figur der Annie ist wunderbar gezeichnet, auch die Nebenfiguren stehen klar vorm Auge des Lesers und sorgen für manchen Schmunzler.

Ein warmherziges und humorvolles Buch mit vielen Lebensweisheiten, das ich unbedingt empfehlen möchte
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6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein ganz besonderes Buch, 16. Mai 2011
Rezension bezieht sich auf: Süß wie Schattenmorellen (Gebundene Ausgabe)
Mit "Süß wie Schattenmorellen" ist Claudia Schreiber ein ganz wunderbares Buch gelungen. Von der ersten Seite an ist man in der Geschichte und will unbedingt wissen, wie es weitergeht. Sie schafft es mit wenigen Worten eine Atmosphäre zu erzeugen, sodass ich die Kirschen teilweise riechen konnte.
Im Zentrum des Geschehens steht die 13-jährige Annie, welche es in ihrem jungen Leben oft nicht leicht hat und dadurch viel zu schnell erwachsen werden muss. Wie der Klappentext bereits verrät muss sie den Erwachsenen immer wieder aus der Klemme helfen und bleibt dabei selbst oft auf der Strecke. So auch als sich ihre Mutter und ihr Großvater beinahe gleichzeitig aus dem Staub machen und Annie ganz allein mit der Plantage zurückbleibt. Trotz dieser Lasten beweist Annie Stärke und verliert dabei nie ihren Witz und ihre Lebensfreude, was mich immer wieder beeindruckt hat.
Aber Claudia Schreiber hat nicht nur ihre Protagonistin so lebhaft gestaltet, sondern auch viel Wert auf die Nebenfiguren gelegt, welche zwar sehr skurriel und überspitzt sind, aber man hat dennoch das Gefühl, sie im wirklichen Leben antreffen zu können.
Die Geschichte zeigt viel Wahres und macht deutlich, dass es nicht immer einfach ist im Leben, aber das man versuchen sollte, das Beste daraus zu machen. So durchzieht sich ein teilweise sehr derber Humor durch die Erzählung und nimmt ihr auch an den kritischen Stellen die Schwere.
Was für mich persönlich noch eine kleine Besonderheit dargestellt hat, war, dass ich immer wieder Orte meiner Heimatstadt entdeckt habe, an denen ich selbst schon oft war.
Claudia Schreiber hat es geschafft die Geschichte eines jungen Mädchens vollkommen ehrlich, unterhaltsam und keinesfalls kitschig zu erzählen.
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5.0 von 5 Sternen Wundervoll!, 14. November 2012
Rezension bezieht sich auf: Süß wie Schattenmorellen (Gebundene Ausgabe)
Selten war ich von einem Buch so begeistert.
Die Figuren leben. Das Buch atmet geradezu. Hier hat jemand einfach etwas zu erzählen.
Die Geschichte nimmt einen wirklich gefangen. Und ganz nebenbei, in klitzekleinen Nebensätzen, findet man soviel Lebensweisheit, ohne jeglichen erhobenen Zeigefinger.
Ein Lesegenuss!
Sehr zu empfehlen - Jugendlichen UND Erwachsenen.
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4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein wunderbares Buch!, 28. März 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Süß wie Schattenmorellen (Gebundene Ausgabe)
Natürlich, weise, heiter, traurig, verrückt und unglaublich lebendig! Ebenso wie bereits in Emmas Glück findet Claudia Schreiber die Weisheiten des Lebens in den kleinen Dingen auf dem Land. Hat sich vorher schon jemand Gedanken gemacht, dass die Sauerkirsche sauer ist, weil sie ein Windbefruchter ist und nicht wie die Süßkirsche von kuscheligen Bienenhintern beschmust wird? Annas Mutter ist ein Windbefruchter und ihr Opa wird zur Süßkirsche. Anna ist tough wie ein Kirschkern, beinahe. - Selberlesen dringend empfohlen!
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7 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehr gelungen, 16. März 2011
Rezension bezieht sich auf: Süß wie Schattenmorellen (Gebundene Ausgabe)
Als Fan von Claudia Schreiber habe ich mich gefreut auf das neue Buch von ihr und ich wurde nicht enttäuscht. Es ist sehr gut zu lesen und hält sich nicht mit allzu ausführlichen Beschreibungen auf. Die einzelnen Charaktere der zwei Mädels (die unterschiedlicher nicht sein könnten), des schrulligen Opas und der permanent überforderten Mutter sind sehr gut herausgearbeitet. Das Ende ist, wie man es von Frau Schreiber gewohnt ist, eine Überraschung. Das Buch hat Charme, ich werde es auf jeden Fall sehr gerne weiterempfehlen und wünsche den süß/sauren Schattenmorellen sehr viele Leser.
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5 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bittersüß, 6. Juni 2011
Rezension bezieht sich auf: Süß wie Schattenmorellen (Gebundene Ausgabe)
Was ist passiert im Leben einer 13jährigen die zu dem Schluß kommt, dass das Leben weh tut?

Annie wächst auf einer Schattenmorellenplantage auf. Ihre Bezugspersonen und Erziehungsberechtigen, Mutter und Großvater, liegen sich mehr in den Haaren als sonstwas.
Ihre Mutter Nette "die sich oft und gern verliebt ohne auf die Männer zu achten sondern bloß auf den Zustand" ist völlig überfordert mit ihrem Leben als solches und dem Hof im allgemeinen.
Der Großvater, der sich kurz vor seinem Lebensabend nochmal kräftig in eine 19jährige verliebt und das auch, beobachtet von Annie, kompetent lebt.

Nach einem schrecklichen Streit und einem unabwendbaren Nervenzusammenbruch geht Nette! Einfach so! Einfach weg! Um zu sich zu kommen! Als wäre das noch nicht schlimm genug verläßt der Großvater mit seiner Geliebten den Hof, in dem Glauben Nette würde ja bald wieder zurückkommen.
Und Annie ist irgendwo im Hessischen, auf einer Schattenmorellenplantage, auf sich ganz alleine gestellt.

In einem anderen Teil Deutschlands, in Dresden, haut die 16jährige Paula aus ihrem Elternhaus ab. Überbehütet und die Zukunft minutiös verplant (...dann kommt Berkeley, da warten sie schon auf dich) flieht sie vor der erdrückenden Wirklichkeit.

...und dann eines Tages treffen diese beiden allein gelassenen Mädchen aufeinander!

Süß wie Schattenmorellen ist mir zwischenzeitlich aufgestoßen wie bittere Galle! Annie völlig allein gelassen, muss Entscheidungen treffen die so manchen Erwachsenen bestimmt überfordert hätten. Aber auch in diesen Extremsituationen bleibt Claudia Schreiber glaubwürdig und sie schafft es trotz der schwierigen Themen ein optimistisches, versöhnliches und humorvolles Buch zu schreiben.
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5 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Erfrischend!, 30. März 2011
Rezension bezieht sich auf: Süß wie Schattenmorellen (Gebundene Ausgabe)
Mit diesem Buch knüpft Claudia Schreiber an ihren grandiosen Erfolg 'Emmas Glück' an, der mich ebenso wie Zigtausende von Lesern begeistert hat. Die Autorin hat ein großes Gespür für Menschen in Grenzsituationen. Mit Humor, Witz und Lebensklugheit bindet sie existenziell wichtige Themen in ihre Geschichten ein. Dank ihres szenischen Geschicks, ihrer Sprache und ihres Humors erhalten diese schweren Themen aber eine unglaubliche Leichtigkeit: Tod und Geburt, Freude und Trauer sind immer eng beieinander, und doch liest man diese Bücher so, wie man ein Stück Sahnetorte genussvoll verzehrt. Das ist beste Unterhaltung und gelingt nicht vielen Autoren. Schreibers Figuren sind immer ein wenig überzeichnet, skurril, und dennoch lebensecht. Man kann sich bildlich vorstellen, wie die Autorin am Schreibtisch sitzt und schmunzelnd ihre Charaktere entwirft. Wer den Menschenschlag aus Claudia Schreibers Heimatregion kennt, der bemerkt, wie treffend sie Figuren mit wenigen, anscheinend nebensächlichen Eigenschaften,Gesten und Bemerkungen charakterisieren kann. Wärmstens zu empfehlen!
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3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Über die Familie und den SInn des Lebens...., 17. Juni 2011
Rezension bezieht sich auf: Süß wie Schattenmorellen (Gebundene Ausgabe)
KLAPPENTEXT:
Dass Erwachsene ihr Leben keineswegs immer besser im Griff haben als Kinder, hat Annie schon früh lernen müssen. Wie oft hat sie ihrer Mutter aus den verrücktesten Schwierigkeiten heraus geholfen. Und auch sonst ' wo immer etwas schiefgeht oder jemand Hilfe braucht, ist sie zur Stelle. So zögert sie selbst dann nicht anzupacken, als die hochschwangere 16-jährige Paula bei ihr auftaucht und es mit einem Mal um Leben und Tod geht.

ZUR AUTORIN:
Claudia Schreiber wurde in einem kleinen Dorf in Nordhessen geboren, lebt nun aber schon seit über 12 Jahren in Köln. Sie beschreibt sich selbst als 'eine glückliche Frau'.
Sie hat mehrere Bücher für Erwachsene, aber auch ein Kinderbuch veröffentlicht. Ihr Roman 'Emmas Glück' (unbedingt lesen!!!) wurde verfilmt und in mehreren Ländern veröffentlicht. Für 'Süß wie Schattenmorellen' wurden ebenfalls Filmrechte erworben.

EIGENE MEINUNG:
Sehnsüchtig habe ich auf ein neues Buch von Autorin Claudia Schreiber gewartet, deren Roman 'Emmas Glück' zu meinen absoluten Lieblingsbüchern zählt. Nun hat mein Warten endlich ein Ende. Wieder einmal glänzt die Autorin mit Charakteren, die etwas skurril, aber liebenswert und etwas ganz besonderes sind.
Annie lebt gemeinsam mit ihrer Mutter und ihrem Opa auf einem Hof in einem hessischen Dorf. Gemeinsam bewirtschaften sie eine Kirschplantage. Einen Vater hat Annie nicht. Gezeugt wurde sie per 'Windbefruchtung', wie ihre Mutter es so schön sagt. Der wird eines Tages alles zu viel und als Opa dann auch noch seinen zweiten Frühling erlebt, wird es ihr endgültig zu bunt und sie haut ab. Nun ist Annie auf sich allein gestellt. Einzig ihre Freunde, der hilfsbereite Apotheker und Galle, der etwas verquere Dorftrottel, stehen ihr zur Seite. Doch plötzlich überschlagen sich die Ereignisse und nichts ist mehr wie es scheint.
Claudia Schreiber glänzt mal wieder durch ihre Charaktere. Allen voran Protagonistin Annie, die ganz anders ist als die Mädchen in ihrem Alter und Ruhe und Geborgenheit in der Arbeit auf der Kirschplantage findet. Auf der einen Seite gilt sie als eher zurückgeblieben. Hat kein Handy, kein Internet, keine gleichaltrigen Freunde. Auf der anderen Seite ist sie sehr intelligent und weise. Außerdem betreibt sie eine Studie über das Sexualleben ihrer Mitmenschen, deren Ergebnisse sie sich sorgfältig in ihrem Herbarium notiert.
Mutter Nette wird einfach alles zu viel. So viel Arbeit, so viel Verantwortung und dazu keinen Mann. Das kann sie einfach nicht ertragen. Sie leidet an einer Art Burn-Out-Syndrom, was wiederum einiges an Verantwortung auf Annie abwirft, denn Opa hält sich mal schön aus allem raus. Trotzdem ist er mein Lieblingscharakter der Geschichte. Ich liebe einfach seine Sprüche und Lebensweisheiten. Er nimmt kein Blatt vor den Mund, sagt was er denkt und macht, wozu er Lust hat.
Aber nicht nur die Protagonisten, sondern auch die Nebencharaktere sind mit ganz viel Liebe und netten kleinen Details kreiert. So, dass ich ständig dachte: 'Nee! Das is ja wie bei uns auf 'm Dorf!!' Dies gibt dem Leser nicht nur das Gefühl ganz nah am Geschehen dran zu sein, sondern auch mitzufühlen, mitzuerleben und richtig in die Geschichte hinein zu leben.
Claudia Schreiber berichtet aber nicht nur aus Annies Leben, sondern auch aus dem der 16-jährigen Paula, die von ihren Eltern überbehütet und sogar elektronisch überwacht wird. Damit steht diese im krassen Kontrast zu Annie, die schon sehr viel Verantwortung tragen muss und größtenteils auf sich allein gestellt ist. Die Autorin beleuchtet somit zwei gegensätzliche Erziehungsstile, die sie durch übertriebene Handlungen überspitzt darstellt. Das war mir an manchen Stellen etwas zu überdreht, hat aber auf die Gesamtqualität des Buches kaum Auswirkungen. Sie übt indirekte Kritik an diversen Eltern bzw. deren Beziehung zu ihren Kindern und macht uns ganz klar deutlich, dass die Entwicklung des Kindes sowieso nicht von seinen Eltern abhängt. Die Persönlichkeit eines jeden Heranwachsenden ist individuell und nur bedingt beeinflussbar.
Wieder einmal hat Claudia Schreiber einen sehr schönen Roman geschrieben, der mich vor allem auch sprachlich überzeugt hat. Mit jeder Menge Humor und Sarkasmus erzählt sie vom Leben auf dem Land und den damit zusammenhängenden Höhen und Tiefen.

FAZIT:
Für alle Fans von Claudia Schreiber ein Muss!! Wer sie noch nicht kennt, sollte spätestens jetzt endlich mal ein Buch von ihr lesen!!
'Süß wie Schattenmorellen' ist ein herrlich erfrischendes Buch über Familie, Erziehung, Freundschaft und den Sinn des Lebens.
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Süß wie Schattenmorellen
Süß wie Schattenmorellen von Claudia Schreiber (Gebundene Ausgabe - 1. März 2011)
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