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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Die blonde Audrey Hepburn,
Von
Rezension bezieht sich auf: Frühstück bei Tiffany (Gebundene Ausgabe)
Ich bin ein großer Fan des Filmes (Breakfast at Tiffanys mit Audrey Hepburn), der meiner Meinung nach in jeder Hinsicht gelungen ist. Umso mehr war ich natürlich gespannt, die traditionellerweise bessere Literaturversion zu lesen.Das Buch, dass im Übrigen auch noch drei weitere Kurzgeschichten beinhaltet, die allesamt recht gelungen sind, einzig die Weihnachtsgeschichte reißt in positiver Hinsicht aus, beginnt mit einem Erzähler, ähnlich dem Film, der im Buch jedoch namen- und gesichtslos bleibt, der eine Episode aus seinem Leben nachzeichnet. Er erzählt von einem wunderlichen hübschen Mädchen, dass er in seinem Wohnhaus kennenlernte und das ihm in Bälde den Kopf verdrehen sollte, ihr Name: Holly Golightly, ein zartes blondes (!) 18-jähriges Mädchen, dass sich von gutbetuchten älteren Männern für das zur Toilette gehen bezahlen lässt. Sprich eigentlich nur dank ihrem Äußeren über die Runden kommt und somit auf der Suche nach einem reichen Erben ist, der sie vor dem "Grauen" bewahren soll vor dem sie vor langer Zeit geflohen ist. Ihre Geschichte handelt von Freiheit und Angst vor dem sesshaft werden, selbst ihre Katze nennt sie nur Kater, da sie sich kein Recht zugesteht ihn an sich zu binden. Und so lebt sie nun in den Tag hinein. Charmant und immer witzig, wird sie von unserem Erzähler geschildert und mit der Zeit formt sich nun auch wieder das Bild von Audrey Hepburn aus dem gleichnamigen Leinwandklassiker, nur eben in Blond (Capote hatte Marilyn Monroe als Besetzung im Sinn). Und auch das Ende ist ein Anderes, manch einem wird das etwas Aufstoßen, denn es kostet das Buch viel an Süße, doch dafür entschädigt Capote einen mit einem traumhaften Stil und einer auch in dieser Form unvergesslichen Romanfigur. Das vielleicht kürzeste Lesevergnügen des Jahrhunderts. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
15 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Der Kater ist der Schlüssel,
Von
Rezension bezieht sich auf: Frühstück bei Tiffany. SZ-Bibliothek Band 51 (Gebundene Ausgabe)
Es gibt kaum eine literarische Figur, deren Kontur derart stark durch ihre filmische Umsetzung fixiert wurde wie die Gestalt von Holy Golightly in der Darstellung der feenhaften Audrey Hepburn. Es gibt aber auch nur wenige Bücher, deren Tendenz und Stimmung durch ihre Verfilmung derart verfälscht wurden wie Truman Capotes Meisterwerk "Frühstück bei Tiffany". Nichts gegen den Film, der als ein etwas seichtes Märchen für Erwachsene mit Recht seinen weltweiten Erfolg einfuhr. Aber das Buch erzählt eben eine ganz andere Geschichte. Ist Holy Golightly im Film eine kapriziöse, vollkommen asexuelle und romantische Prinzessin, die sich am Ende zur Freude des Zuschauers in ihren Nachbarn, den jungen Schriftsteller, verliebt, so erscheint sie im Buch als eine kühl kalkulierende Lebedame, die sich von ihren Liebhabern aushalten und nichts anbrennen läßt - und die durchaus weiß, dass sie von Sally Tomato und seiner Drogenorganisation als eine Art Kurier benutzt wird. Der im Film von George Sheppard gespielte smarte Schriftsteller figuriert in dem Buch nur als ein Trabant am Rande des Golightlyschen Sonnensystems, aus dessen Perspektive der Leser die Geschichte erlebt. Der fette Dandy Rusty Trawler mit seinem "Babypopogesicht", der etwas feige brasilianische Diplomat Jose Ybarra-Jaegar, die giftige Mag Wildwood, der spitzohrigen und im Grunde warmherzige O.J., der der in Hollywood vagabundierenden Holy erst einmal Stil und Manieren beibrachte - sie und andere bilden das Personal einer brillant erzählten und nur vordergründig heiteren Geschichte, die ihren Tiefgang hinter Symbolen und Andeutungen verbirgt. Was mein Vorrezensent Thomas Reuter in seiner ganz ausgezeichneten Besprechung über Stil und Erzählhaltung des Buches berichtet, kann ich nur unterschreiben.Wie aber muss man die Hauptfigur verstehen? Mein persönlicher Schlüssel zum Verständnis von Holy Golighly - das wird die Literaturkritik verblüffen - ist Holys rotgetigerter Kater. Nicht nur, dass er wie seine Herrin aus ungeklärten und katastrophalen Verhältnissen stammt, sondern so, wie er aussieht ("wie ein furchtloser und notfalls bedenkenloser Pirat"), ist er eine Verkörperung der Goightlyschen Charakterzüge Und als Holy den armen Kater am Ende des Buches aus dem Auto wirft, da geschieht ihm das gleiche, wie es ihr gerade mit ihrem schönen brasilianischen Galan widerfahren ist. Sogar ein verstecktes Happy-end kann man an der Figur des Katers identifizieren - denn so wie es der ausgesetzte Kater wider alle Wahrscheinlichkeit doch noch schafft, wieder in einem behaglichen Heim Fuß zu fassen, so könnte es doch auch Holy gelingen, irgendwo in der Welt zur Ruhe zu kommen - und sei es nur "in einer afrikanischen Hütte". (S. 108) Das ist aber leider nur die eine, die freundliche Variante. Capotes Leben selbst hat die tragische Alternative verwirklicht. Denn vielleicht, so mutmaßte der gute O.J. über Holy und ihresgleichen, endet die zweifelhafte Heldin des Buches auch irgendwo als Selbstmörderin mit einer Überdosis Schlaftabletten (S. 32). Wie Truman Capote selbst, der am 25. August 1984 an einer Überdosis Tabletten verstarb, und der, wenn man es von heute aus betrachtet, seiner eigenen gefährdeten Persönlichkeit in Gestalt der Holy Golightly schon in jungen Jahren ein Denkmal setzte. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
18 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Wenn das rote Elend kommt,
Von
Rezension bezieht sich auf: Frühstück bei Tiffany. SZ-Bibliothek Band 51 (Gebundene Ausgabe)
"Frühstück bei Tiffany", das ist doch der Film mit der jungen Audry Hepburn, in der sie ihre so großen Augen hinter der so großen Sonnenbrille versteckt? Man sieht förmlich die Hepburn vor den Schaufenstern des Juweliers Tiffany stehen.Gut also, dass die Süddeutsche Zeitung den Roman von Truman Capote neu auflegt und somit wieder ins Bewusstsein ruft, dass es sich eigentlich um einen Roman handelt. Es ist ein schmaler Roman von etwa hundert Seiten. Man liest ihn in einem Rutsch durch. Er handelt von der jungen und berückend schönen Holly Golightly - ein sprechender Name, der etwa soviel heißt wie "Holly Nimm's leicht" - und dem angehenden Schriftsteller, Nachbarn und Freund Paul Varjak. Varjak ist der Erzähler der Geschichte. Er erzählt aus der Retrospektive, als Holly seit vielen Jahren bereits wieder aus seinem Leben verschwunden ist, in das sie wie ein Wirbelsturm fuhr und fort war sie. Im Grunde ist es eine traurige Geschichte, was die Verfilmung aus den frühen 60ern - eine Anbiederung an den populären und seichten Geschmack der Masse - leugnet. Denn Frühstück bei Tiffany erzählt wie so viele Romane aus dieser Zeit von einer ziellosen und desillusionierten Jugend - einer verlorenen Generation. Die Geschichte spielt in den 40er Jahren, als in Europa der 2. Weltkrieg tobt. Paul lernt Holly als überdrehte Schnepfe, als Partygirl kennen und ist - wie alle Männer in ihrer Umgebung - fasziniert. Holly lebt ein so atemlos schnelles Leben, dass dem Erzähler nur allmählich bewusst wird, dass jenseits des Glamours auch dunkle Schattenseiten liegen. Immer wieder wird Holly vom roten Elend überfallen, Depressionen, die sie nur mit einem Blick auf die ewig blendenden Diamanten bei Tiffany bekämpfen kann. Dann taucht ihr verlassener Ehemann aus den Tiefen Amerikas auf, ein einfältiger Farmer, dem die junge Holly im Alter von 14 Jahren zugeflogen kam, und eröffnet einen Blick in die sozialen Hintergründe der Figur. Schließlich wird Holly in einen Rechtsskandal verwickelt, in dem ihr Kontakte zur Drogenmafia nachgesagt werden. Sie flieht zu einem reichen Mann nach Brasilien und verschwindet. Faszinierend an dem Buch ist der Tonfall, der unverwechselbar nüchtern kristalline Stil der 50er Jahre. Es ist eine Sprache, die einen sofort an Autoren wie Hemingway, aber auch Autoren der Beatnik-Generation wie Jack Kerouack erinnern. Unbegreiflich sind daher einige Patzer, die sich die immerhin neue Übersetzung von Heidi Zerning leistet. Zuhauf findet man das im Deutschen vollkommen ungebräuchliche "Herzchen" als Kosename, wo im Englischen vermutlich das völlig gebräuchliche "Darling" oder "Sweatheart" steht. Auch andere Anreden wie "son" oder "father" lassen sich im Deutschen natürlich nicht mit "Sohn oder "kesser Vater" übersetzen, wenn es sich nicht wirklich um den Sohn oder den Vater handelt. Wie schlecht müssen erst die alten Übersetzungen gewesen sein, wenn sie zu einer solchen Neuübersetzung führten. Hiervon einmal abgesehen handelt es sich um eine gute Tat der Süddeutschen Zeitung, den schmalen Band publikumswirksam neu zu platzieren. Thomas Reuter Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Lästige Druckfehler in dieser Ausgabe,
Von Alexandra Walter (Saarland) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Frühstück bei Tiffany -: Roman (Taschenbuch)
Zu dem Inhalt des Buches muss ich an dieser Stelle wohl nichts sagen.Ich möchte bei dieser Ausgabe jedoch auf unzählige und störende Druckfehler hinweisen. (z.B. "hin" statt "bin", "Umstünde" statt "Umstände") Besser eine andere Ausgabe kaufen und genießen. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen
Es ist vielleicht auch okay, das Buch nicht zu mögen?,
Von
Rezension bezieht sich auf: Frühstück bei Tiffany. SZ-Bibliothek Band 51 (Gebundene Ausgabe)
New York, kurz nach dem 2. Weltkrieg: die Luxusproblemchen einer Landpomeranze mit viel manischer Energie und einem hübschen Gesicht, die Betrachtung und das Gerede von Schriftstellern, drogengestärkte Egozentrik von hauptsächlich homosexuellen Bohemiens - man bekommt immer mehr Mitleid mit dem Kater, der als Symbol immer wieder auftreten muss.Ja, bei allem großen Respekt vor der Auswahl der SZ-Redaktion: andere Bände der Reihe haben zumindest meinen Geschmack besser getroffen. Hier war ich mehrere Male - auf gerade einmal hundert Seiten! - versucht, das Buch einfach wegzulegen und fortzugeben. Und das sollte man vor dem Kauf einfach wissen. Hinweis: ich habe den Film nicht gesehen; vielleicht hülfe der zuvor. Die Übersetzung aus dem so genannten "Amerikanischen" (?) war vermutlich wie üblich unterbezahlt, jedenfalls haben einige Anglizismen überlebt, und seltsame Übertragungen: "Herzchen" für "sweetheart"? Um positiv zu enden: für viele mag das Depressiv-Manische des Buchs gerade das Spannende sein, und eigentlich ist es auch süffig geschrieben; von daher probieren Sie es! Nur: es ist auch völlig okay, wenn Sie es dann evtl. nicht in den Himmel jubeln. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
lässiger als der film !,
Von J. Fromholzer "fromholzer" (berlin) - Alle meine Rezensionen ansehen (TOP 1000 REZENSENT) (VINE®-PRODUKTTESTER) (REAL NAME)
Rezension bezieht sich auf: Frühstück bei Tiffany. SZ-Bibliothek Band 51 (Gebundene Ausgabe)
Man hat natürlich beim Lesen den Film im Kopf - und Audrey Hepburn! Das geht gar nicht anders. ABER: der Leser merkt sehr schnell, daß das Buch anders ist. Roher, lässiger, unanständiger auch, ein großes (kurzes) Vergnügen. Die Hauptakteurin im Buch ist keine "Audrey Hepburn". Darüberhinaus gibt es inhaltliche Unterschiede. Was sich durch die gesamte Erzählung zieht, ist die Kriegsstimmung. Die Handlung spielt im New York der frühen 40er Jahre (Lebensmittelknappheit!). Einer der Unterschiede zum Hollywood-Film. Sehr lesenswert!
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Den Film kennt man, aber auch das Buch ist lesenswert!,
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Frühstück bei Tiffany. (Gebundene Ausgabe)
Holly Golightly hat viele Seiten und jede an ihr ist sympathisch: Wir begegnen der Freiheitsliebenden, die zugleich auf der Suche ist nach jemanden, der sie in den Arm nimmt, hält und beschützt. Sie, die keinen an sich binden will, deshalb auch dem „Kater" keinen Namen gibt. „Niemand gehört einem anderen!" Wir treffen auf die naive Holly, die zum Spielball der Unterwelt wird, indem sie als Wetterbericht getarnte Nachrichten an den in Haft sitzenden, Gangsterboß weitergibt und von ihm entgegennimmt. Wir erleben das kleine Mädchen vom Lande, das Geborgenheit, Sicherheit und die große Liebe sucht. Deren Wunschtraum es ist eine Familie zu haben. Ein wenig davon bekommt sie durch den neuen Mieter, den sie sofort „Fred", nach ihrem Bruder, nennt. Bei ihm kann sie sich fallenlassen, echt sein und braucht keine Rolle zu spielen. Und vor allem ist da die entzückende Holly, der kein Mann widerstehen kann. Selbst den von ihr genervten Japaner, weil sie zu jeder Zeit bei ihm klingelt wenn sie ihren Hausschlüssel vergessen hat, kann sie immer wieder um den Finger wickeln. Und manchmal ist Holly depressiv. Dann kommt die Erkenntnis, daß sie ja eigentlich sehr allein und einsam ist und man doch endlich wissen sollte wohin man gehört.Beim Lesen entdeckt man die verschiedenen Charaktere der zauberhaften Holly und hat nur noch einen Wunsch, ihr das geben zu können, was sie sucht. Aber was ist das eigentlich? Bei Holly, die die meiste Zeit fast manisch und ein anderes Mal schwer depressiv wirkt, fragt man sich wie lange sie noch die Lebenslustige, Unermüdliche spielen kann. Wann kommt der Zusammenbruch? Wird sie einen Halt finden oder vielleicht gar im Selbstmord enden? (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.) Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Nicht verlieben unmöglich,
Rezension bezieht sich auf: Frühstück bei Tiffany (Gebundene Ausgabe)
Als ich das Buch gelesen habe ist mir eine Rezension nicht aus dem Kopf gegangen, der ich mich vollständig anschließe: Man kann das Buch nicht lesen, ohne sich nicht in Holly Golightly zu verlieben. Eine meisterhafte Charakterzeichnung eines Mädchens jenseits aller Konventionen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Die Geschichte der bezaubernden Holly Golightly - unbedingt lesen!,
Von Rolf Dobelli "getAbstract.de" (Luzern, Schweiz) - Alle meine Rezensionen ansehen (TOP 500 REZENSENT) (HALL OF FAME REZENSENT) (REAL NAME)
Rezension bezieht sich auf: Truman Capote - Werke: Frühstück bei Tiffany: Bd 5 (Gebundene Ausgabe)
Frühstück bei Tiffany? Da denkt wohl jeder automatisch an Audrey Hepburn in der Rolle der bezaubernden, etwas flatterhaften Holly Golightly aus dem gleichnamigen Film. Dessen Vorlage lieferte Truman Capotes Kurzroman. Für Holly ist das Schmuckgeschäft Tiffany der einzige Ort in New York, der ihr ein Gefühl von Sicherheit gibt. Als der namenlose Erzähler, ein junger, erfolgloser Schriftsteller, Holly begegnet, ist er sofort von ihr fasziniert: Sie ist jung, ungebunden und lebt von den Zuwendungen ihrer zahlreichen Männerbekanntschaften. Nur allmählich findet der Erzähler heraus, dass sie ein Mädchen auf der Flucht ist: vor der Ehe, der ländlichen Enge und den bürgerlichen Konventionen. Capotes spritziger Stil macht die Lektüre zum puren Vergnügen - zu einem größeren noch, als der Film bietet, der den Roman in Hollywood-Manier 'weich spülte'.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Besser als der Film,
Von
Rezension bezieht sich auf: Frühstück bei Tiffany. SZ-Bibliothek Band 51 (Gebundene Ausgabe)
Capote, Truman, Frühstück bei Tiffany, 1950 (SZ-Bibliothek)Erzählt wird die Geschichte von einem Schriftsteller, der aus seinen Anfangsjahren als solcher berichtet, wie er in New York, Upper East Side, in einem braunen Sandsteinhaus gewohnt habe, u.a. zusammen mit der Heldin des kurzen Romans: Holiday (Holly) Golightly - der Name ist Programm. Die Geschichte wird aus der Retrospektive erzählt. Joe Bell, der Wirt aus der Kneipe in dem Haus, benachrichtigt Fred - so wurde der junge Schriftsteller von Holly nach ihrem Bruder benannt - er habe Hinweise über die verschollene Holly aus Afrika, es hätten sich geschnitzte Masken gefunden, die ihr genau ähnlich sähen. Dieses Treffen ist der Anstoß für Fred zu erzählen. Holly und ihr Bruder wuchsen als Kinder verwahrlost, ohne Eltern auf, als ein Texaner, Doc Golightly sie zu sich nahm und die Kindfrau heiratete. Sie war ihm aber davongerannt und nach New York gekommen, wo sie mit ihrem rassigen Aussehen die Männer betörte und ein unordentliches, aber selbstbestimmtes Leben führte. Es gab Angebote von der Filmbranche, die sie aber realistischerweise ablehnte, stattdessen zog sie ihre Freiheit, ihr Leben auf Abbruch vor. Die Männer kamen zu ihr ins Haus, zum Verdruss der Vermieterin, und sie wartete auf die passende Partie. Die zeigte sich dann scheinbar in der Gestalt des brasilianischen Diplomaten José Ybarra-Jaegar, mit dem die Ausreise im letzten Moment wegen eines Skandals allerdings verhindert wurde: Holly wurde angeklagt, als Mittelsperson zwischen dem inhaftierten Gangsterboss Sally Tomato und einem Priester im Rauschgifthandel fungiert zu haben, was ihr anscheinend nicht so ganz klar war. Bevor sie von der Polizei geschnappt werden konnte, gelang es ihr jedoch, mit der bereits gelösten Flugkarte zu entkommen und sie blieb seitdem verschollen. Fred wurde Hollys Vertrauter, wie Joe Bell und viele andere Männer war er in sie verliebt: in ihre unangepasste, halb anarchische, lebendige und völlig unsentimentale Art zu leben. Der Hauptteil der Geschichte dreht sich um das Auftreten verschiedener Männer und was sie über Holly erzählen oder aussagen, oder auch Frauen, allesamt sehr schrille, ausgefallene Typen. Dies ist ein früher Roman, der einerseits das Recht der selbstbestimmten Außenseiterin reklamiert, andererseits für die 50er Jahre charakteristisch ist, indem er eine Reihe niedlicher", idyllischer Züge des Bohème-Lebens aufweist. Man wird manchmal erinnert an die koketten, niedlich-stilisierten Bilder aus dem Paris der 50er Jahre, Capotes Fantasie gebiert unablässig bunte, überraschende Szenen, tendiert aber auch in die Richtung von etwas krampfigen Gags und Karikaturen. Immerhin, ein unterhaltsames, farbiges Buch, die Heldin zeigt auf jeden Fall mehr Abgründe als der viel populärere Film mit Audrie Hepburn. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen |
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Truman Capote - Werke: Frühstück bei Tiffany: Bd 5 von Truman Capote (Gebundene Ausgabe - 1. Oktober 2006)
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