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am 10. März 2015
Das poetische Buch von Peter Zumthor zeigt, dass gute Architektur immer mit einer Persönlichkeit verbunden ist. Doch das gilt auch für schlechte Architektur, denn auch ein Toskanahaus wurde von jemandem gezeichnet und von einem anderen gekauft, vielleicht auch in Rückbesinnung auf die Jugend und das darin gewachsene Gefühl – oder einfach nur als Erinnerung an den letzten Urlaub. Zumthor erwähnt zwar das Handwerkliche, aber Handwerk folgt übergeordneten Regeln des Fügens. Ein fehlender Dachüberstand kann einem gefallen, aber sinnvoll ist er nicht. Bevor junge Architekten also daran gehen, ihr Wesen architektonisch zum Ausdruck zu bringen, sollten sie Regeln lernen, eben dass ein Dach schützt und ein Flachdach das weniger gut kann als ein steiles. Danach kann man von den Regeln abweichen, wenn der Zweck die Mittel heiligt.
Man stelle sich vor, andere technische Produkte würden so gebaut und gestaltet, wie sich das der Designer und Maschinenbauer aus dem Gefühl heraus vorstellt. Vielleicht hätten dann manche Autos ein begrüntes Dach, andere wären aus Holz. Architektur ist nur zum Teil Kunst, der größere Teil ist Handwerk und dieses beginnt mit der richtigen Materialwahl. Wer das Skulpturale des Betons liebt, wird ein solches Haus außen mit Dämmplatten bekleben müssen und hat so Pfusch gebaut, der den späteren Generationen mehrfach hohe Sanierungskosten aufbürdet, nur weil dem Entwerfenden seinerzeit das Skulpturale gut gefallen hat.
Auch wenn ich mit Zumthor nicht einer Meinung zu sein scheine, finde ich sein Buch und seine Arbeiten sehr gut, weil da ein Mensch spürbar ist. Da hat er schon Recht. Aber Menschen können auch irren, vor allem bei ihren Gefühlen. Alles beginnt bei der richtigen Auswahl der Materialien. Wenn diese passt, dann darf Kunst dazu kommen. Wenn sie nicht passt, wird es Kitsch. Viele moderne Gebäude sind kitschig, weil die Materialwahl schlecht war. Natürlich nicht bei Zumthor, aber er setzt indirekt ein zu hohes Niveau voraus und was wird aus der Architektur, wenn jemand 20 Jahre lang unreife Gefühle baut, um das dann irgendwann einsehen zu müssen?

Warum gebe ich 5 Punkte? Weil alles im Grunde richtig ist, was er schreibt. Weil er seinen Beruf liebt und Hingabe zeigt. Weil er authentisch ist und ja nichts dafür kann, dass 95% der Neubauten schrecklich sind und davon 95%, weil ihnen jede Poesie und Hingabe fehlt. Poesie wird aber nur angenehm, wenn die Grammatik stimmt, das trifft aufs Bauen weitaus mehr zu als aufs Schreiben.
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am 20. Mai 2016
Ich bin Architekturstudentin und schon länger auf der Suche nach Büchern über das Entwerfen. Wie geht man als Architekt an eine neue Aufgabe heran? Welche Methoden und Herangehensweisen gibt es? Von was lässt man sich leiten? Gefühl oder Verstand? Wie kombiniert man beides?

Auf dieses Buch bin ich eher zufällig gestoßen, weil ich mehr über den Menschen Peter Zumthor erfahren wollte. Mich faszinieren seine Bauten wie die Therme in Vals oder seine Feldkapelle in Wachendorf. Genial einfach, als wären sie mit einer Leichtigkeit entworfen, dass man denkt: "Genau so muss das hier stehen!" So logisch, so einfach und deshalb so anspruchsvoll. Wie macht er das?

Bekommen habe ich ein Buch, in das ich mich schon auf den ersten Seiten verliebt habe, weil es mir viele meiner Fragen beantworten konnte. Es hat mich abgeholt und auf eine faszinierende Reise genommen, einen kleinen Einblick in die Entwurfsweise von Peter Zumthor geben können. Woher er seine Ideen nimmt. Von was er sich beeinflussen lässt. Was für ihn die Schönheit der Dinge bedeutet. Sein Blick für Details. Architektonische Erlebnisse. Kurz und prägnant.

Ich war sehr überrascht, als ich das Buch in den Händen hielt. Für den Preis hatte ich einfach etwas großes und massiveres erwartet. Auf etwas mehr als 100 Seiten und dazwischen immer wieder ganzseitige Architekturbilder, Detailbilder, Landschaftsbild, Ausblicke und Einblicke beschreibt Peter Zumthor seine Herangehensweise sehr gefühlvoll.
Von mir gibt es eine klare Kaufempfehlung.
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am 28. September 2010
Dem schöpferischen Geheimnis von Peter Zumthor auf die Spur kommen..
Im Jahr 1999 hat er in der Berliner Akademie der Künste einen Vortrag
gehalten, da saßen die siebenhundert Zuhörer bis auf die Gänge, so voll war es.
Es wollen also viele, so ganz schafft man es nicht, aber in diesem Buch wird
der Schleier etwas gelupft. Und wenn man seinen Satz kennt 'Ich empfinde
Respekt für die Kunst des Fügens' ist man schon ein gutes Stück weiter.

Es sind 10 Vorträge mit Titeln wie 'Die Magie des Realen' oder
'Der harte Kern der Schönheit'. Und viele Bilder von seinem Haus.
Häuser bauen, wie Aki Kaurismäki Filme macht, wünscht er sich einmal.
Als junger Tischler ging es ihm gegen den Strich, dass es üblich war
auf die Rückseiten der Möbelstücke weniger Sorgfalt als auf die Vorderseiten
zu verwenden:

' Leicht und rasch fuhr ich mit dem Schleifklotz über die Kanten der fertigzusammen-
gebauten Holzkörper, um ihnen die störende schneidende Schärfe zu nehmen und
die Eleganz der feinen Linie zu erhalten. Die Ecken in denen jeweils drei Kanten
des Körpers zusammenlaufen, berührte ich mit dem Schleifklotz kaum'.

Und er sagt, dass, wenn Architekten über ihre Arbeit sprechen, das oft nicht genau
zu dem passt, was uns ihre Bauten erzählen.
Warum? Es hängt damit zusammen, 'dass sie viel über die durchdachten Aspekte ihrer
Arbeit sagen und wenig von den geheimen Leidenschaften zu erkennen geben, die ihre
Arbeit wirklich beseelen'.

'Die Materialien an sich sind nicht poetisch, aber im Kontext eines architektonischen
Objekts können sie poetische Qualitäten annehmen'. Poetische Einfachheit könnte man
es nennen, wenn man ihn einordnen wollte.

In Interviews wird oft gefragt: 'Ihr Traum vom Glück?'
Zumthors Antwort ist unbekannt, aber sie könnte gut so sein:

'Wenn Schalfuge gleich Arbeitsfuge ist'.
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TOP 50 REZENSENTam 27. November 2013
Wir kennen Peter Zumthor über die Therme in Vals, ein Erlebnis, das man staunend genießen kann, eine Verschmelzung mit Natur und Umgebung, eine Balance des Wohlfühlens, Glück, es gäbe viele Bezeichnungen dafür, die aber nicht den Kern treffen können.

Nachdem ich dieses Buch gelesen habe, weiß ich, woher dieses immense Können der Einfachheit, des stillen Berührens kommt.

Warum hat man bei guter Architektur das Gefühl, sie gehöre einfach dazu, sie addiert, sie summiert, sie berührt? Nach Peter Zumthor steht sie in einer besondere Verbindung zu dem Leben. "In meine Vorstellung ist sie zunächst weder Botschaft noch Zeichen, sondern Hülle und Hintergrund des vorbeiziehenden Lebens, ein sensibles Gefäss für den Rhythmus der Schritte auf dem Boden, für die Konzentration der Arbeit, für die Stille des Schlafs."

Hochphilosophisches einfach ausgedrückt, klar und prägnant wie seine Bauten, Abstraktion und praktische Umsetzungen bis in alle Details - man spürt, warum Peter Zumthor einer der besten Architekten der Welt ist. Dieses Buch errichtet seine Gedanken zu einem fassbaren Konzept der Kognition - tausend mal besser wortlos & umfassender spürbar jedes Mal in der Therme Vals.
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am 24. Februar 2011
Jetzt weiss ich, weshalb mir die Arbeiten (andere sagen Monumente dazu) des Architekten Peter Zumthor so gut gefallen: Dahinter steckt ein immens schönes Denken. Das macht eben den Unterschied. Wie wir in diesem Buch erfahren können, befasst sich Peter Zumthor mit vielen schönen Dingen: Musik, Philosophie, Literatur... und er versucht in gewisser Weise, in allem die Essenz von Schönheit zu erfassen. Dieses sich darum Bemühen, diese Offenheit in der Suche nach dem Schönen und Wahren hat mich berührt, wie selten etwas in einem Buch. Und sogar ein bisschen von meinem geliebten Zen habe ich darin gefunden: "...denn die besondere Substanz, die Schönheit erkennt und mit Glück zu schaffen vermag, liegt in mir selbst", sagt Peter Zumthor auf Seite 78 in diesem ganz aussergewöhnlichen Buch. Das ist Zen in Reinkultur: Die Suche nach einer tieferen Form von Qualität und ihrem Ausdruck in unserem Leben.

Was für ein Glücksfall für alle, denen dieses Buch in die Hände fällt.

Peter Steiner, Autor von "Das Wesentliche so nah", "Weisheit für Minimalisten" u.a.
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am 9. Dezember 2013
Peter Zumthor hat hier einen sehr ehrlichen, sehr sensiblen Einblick in seine Gedanken und Arbeitsweise gegeben. Es sind die kleinen Dinge, die angenehm auffallen: Format, Gliederung, Verständlichkeit, Bilder, Umfang.
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