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62 von 64 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unternehmensgründung einmal anders.
Wer Bücher zum Thema erfolgreiche Unternehmensgründung liest, wird darin sehr viel über Betriebswirtschaft, Recht und Steuern erfahren. Günter Faltin verfolgt mit seinem Buch 'Kopf schlägt Kapital' einen anderen Ansatz. Er stellt die Geschäfts-Idee ins Zentrum der Betrachtung. Die Qualität und die sich anschließende Arbeit an...
Veröffentlicht am 27. Januar 2009 von Patrick Strasser

versus
15 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ein Appell für das Gründen aus Komponenten
Im Vordergrund der Ausführungen steht die Idee bzw. das Ideenkonzept. Der Fokus liegt dabei weniger auf (technologischen) Erfindungen, sondern auf Innovationen im Sinne von Geschäftsmodellen oder im Sprachgebrauch Faltins eines "Entrepreneurial Designs". Ein solches Konzept bzw. Design soll wesentliche Marktvorteile aufweisen, einfach und skalierbar sein sowie...
Veröffentlicht am 13. März 2010 von Denkerfürst


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62 von 64 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unternehmensgründung einmal anders., 27. Januar 2009
Von 
Wer Bücher zum Thema erfolgreiche Unternehmensgründung liest, wird darin sehr viel über Betriebswirtschaft, Recht und Steuern erfahren. Günter Faltin verfolgt mit seinem Buch 'Kopf schlägt Kapital' einen anderen Ansatz. Er stellt die Geschäfts-Idee ins Zentrum der Betrachtung. Die Qualität und die sich anschließende Arbeit an dieser Idee zu einem ausgefeilten Konzept sind der eigentliche Schlüssel zum unternehmerischen Erfolg (zit.: 'Erfolgreiche Unternehmen entstehen im Kopf''). Anhand konkreter Fallbeispiele aus der Praxis erfährt der Leser wie solche Ideen geboren und erfolgreich umgesetzt werden können.
Sehr lesenswert ist das Kapitel 'Gründen aus Komponenten'. Gründer, die alles selber machen wollen verschwenden ihre Zeit und Ressourcen, die sie lieber für die Ausarbeitung und Weiterentwicklung Ihrer Geschäfts-Idee verwenden sollten. Wer einen Teehandel betreibt, muss sich nicht selbst um den Import der Ware kümmern oder den Tee verpacken und versenden. Selbst die Buchhaltung erstellen externe Dienstleister schneller und vor allem preiswerter als es der Gründer selbst könnte. Der Gründer tut gut daran, die Unternehmensverwaltung in professionelle Hände zu legen. Wer in Betriebswirtschaftslehre nicht fit ist, braucht sich diesen Overhead auch nicht aufzuhalsen. Dafür gibt es genug ausgebildete Betriebswirtschaftler. So leuchtet es schnell ein, dass man beim geschickten Einsatz von Komponenten als Gründer selbst komplexe Industrieanlagen im Ausland auf die Beine stellen und im Konzert der Großen mitspielen kann.
Günter Faltin zeichnet in seinem Buch neue Wege um Unternehmen kreativ zu gründen und räumt mit den alten Denkmodellen der Gründungsberatung auf.
Die Botschaft ist glaubwürdig, denn Günter Faltin ist nicht nur Professor für Entrepreneurship, sondern zugleich auch erfolgreicher Unternehmer. Er ist Gründer der 'Teekampagne', die in Deutschland Marktführer beim Teeversandhandel ist.
Ein Buch, das Lust macht, sein eigenes Unternehmen zu gründen.
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91 von 95 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Professor bürstet gegen den Strich, 1. Januar 2009
Von 
Frank Stefan Becker (Hamburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Das Buch ' noch vor der derzeitigen Krise geschrieben ' ist ein lebhaftes Plädoyer für Ideen und Visionen statt BWL und Management. Im Gegensatz zu vielen seiner Kollegen hat Faltin als Initiator der 'Teekampagne' gezeigt, wie man ein Projekt zum wirtschaftlichen Erfolg führt. Hart geht er dabei mit den Institutionen und Fördermechanismen ins Gericht, die von potentiellen Unternehmensgründern vor allem einen ausgereiften Businessplan verlangen, eigenwillige Persönlichkeit dagegen eher als Störfaktor betrachten. Dagegen setzt Faltin seine Analyse, in einem von Überangeboten gesättigten Markt auf das Besondere zu setzen; auf das, was den Kunden einen wirklich wahrnehmbaren Vorteil bringt (z.B. erstklassigen Tee zu einem günstigen Preis, unter Verzicht auf eine unüberschaubare Auswahl). Diese Idee klar herauszuarbeiten, sich dann aber die zur Umsetzung benötigten Teilleistungen, die nicht zum Kernauftrag gehören, auf dem Markt von hocheffizienten Spezialisten einzukaufen (Abrechnung, Versand, Verpackung), ist sein Erfolgsrezept. Spöttisch warnt er Gründer speziell in der Anfangsphase vor der Vergötzung des Instruments BWL, von dem die eine Hälfte selbstverständlich, die andere unverständlich sei (S. 79). Niedriger Fremdkapitaleinsatz, originelles, klar auf einen Kundennutzen fokussiertes Marketing, qualifizierte Aufgabendelegation sowie Skalierbarkeit sind die Maßstäbe, die ihm zufolge sich mit gesundem Menschenverstand umsetzen lassen. Nicht die grundlegende, bahnbrechend neue technische Innovation (die vor dem Markterfolg bereits durch eine noch bessere überholt sein kann) eignet sich zur Unternehmensgründung, sondern eine gut durchdachte Idee, wie aus der Fülle des Vorhandenen etwas Neues mit hohem Kundennutzen zusammen gestellt werden kann.
Abschreckend ist für ihn das oft kolportierte Bild, ein Unternehmer müsse sich als Sklave seiner selbst sechzehn Stunden am Tag mit allen Aspekten seiner Firma abplagen ' und so meist scheitern. Dafür hebt er hervor, welch beflügelnde Wirkung die Umsetzung eines eigenen Projektes (oder sogar die Gründung eines eigenen Unternehmens) z.B. auf seine Studenten habe. Zu dieser Persönlichkeitsbildung gehört auch ein themenfokussierter Blick, der plötzlich alles, was mit dem Projekt zusammen hängen könnte, aufsaugt und verarbeitet, sodass das diesbezügliche Lernen mit einem ungleich höheren Effizienzgrad erfolgt. Generell plädiert Faltin für eine stärkere Eigenverantwortung, für das Nutzen des eigenen Potentials statt des zum Scheitern verurteilten Versuches, unsere wirtschaftliche Vormachtstellung in der Welt durch Kleben an den alten Wirtschaftsstrukturen zu erhalten. Wohin das führt, illustriert er am Niedergang der Kautschuk-Stadt Manaus.
Am Ende des Buches ergänzt er seine spannenden Ausführungen durch ein Interview mit Mohammad Yunus, der für sein Projekt der Kleinkredite den Friedensnobelpreis erhielt, und schließt: 'Wenn selbst islamische Frauen unter extrem ungünstigen gesellschaftlichen Bedingungen in einem stark unterentwickelten Land erfolgreich zu Entrepreneuren werden können, sollte man erwarten, dass dies bei uns unter den doch viel besseren Voraussetzungen erst recht möglich ist.'
Ein lesens- und beherzigenswertes Buch.
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67 von 71 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Geschichte von den Trotzdem-Typen, 5. Dezember 2008
Von 
Rolf Dobelli (Luzern, Schweiz) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (HALL OF FAME REZENSENT)    (REAL NAME)   
Gründer sind 'Trotzdem'-Typen. Denn sie wissen, dass sie auf den Knien zum Bankberater rutschen müssen, dass sie die Unterlagen für den 28-seitigen Förderantrag nie zusammenkriegen werden und dass sie die Finessen des Liquiditätsmanagements nicht wirklich drauf haben. Gründer sind, ganz offen gesagt, irgendwie merkwürdig. Wer tut sich das schon freiwillig an, gepiesackt von den tausend Fallstricken der Bürokratie? Falsch gefragt, sagt Günter Faltin. Sein Buch "Kopf schlägt Kapital" ist ein äußerst erfrischender Gegenentwurf zu all den Ratgebern, die helfen wollen und doch nur demotivieren. Faltins These ist simpel: Die nervig komplizierte Betriebswirtschaft lässt sich heutzutage wunderbar an Fachleute delegieren. Was ein Gründer braucht, ist eine Idee. Und anschließend die Gedankenarbeit, daraus ein tragfähiges Konzept zu bauen. Das klappt, behauptet Faltin, und macht erst noch Spaß! Faltin weiß, wovon er spricht, denn er lehrt nicht nur Entrepreneurship, sondern hat als Unternehmer das Versandhaus 'Teekampagne' gegründet und zum Erfolg geführt. getAbstract empfiehlt das Buch allen, die jemals daran gedacht haben, sich selbstständig zu machen: Ein besserer und überzeugenderer Mutmacher ist kaum vorstellbar.
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20 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mut zum Umdenken, 24. Februar 2009
Von 
Als gestandener Manager in einigen großen internationalen Unternehmen fallen einem über die Jahre hinweg viele Business Bücher in die Hand. Die meisten sind sehr komplex, behandeln ein gewisses Thema in der Tiefe und man fühlt sich ein Stück gefestigter, im "Konzert der Großen" mitspielen zu können.
Günter Faltin verfolgt einen völlig anderen Ansatz. Er macht Lust auf Selbständigkeit und zeigt an konkreten Beispielen, wie man auch ohne Komplexität, enormes wirtschaftliches Fachwissen und großes Kapital sein eigenes Unternehmen aufbauen kann.
Es wäre jedoch viel zu kurz gegriffen, dieses Buch nur Jungunternehmen oder angehenden Gründern zu empfehlen. Gerade für interessierte Manager, die sich tagtäglich mit dem Wahnsinn eines großen und streckenweise unflexiblen Unternehmens herumschlagen müssen, sind Faltins Ansätze geradezu erfrischend und ermahnend.
Ich habe das Buch sehr genossen, denn es setzt auf Cleverness, Ideenreichtum und Querdenken - anstatt auf Kennzahlen und Fachchinesisch.
Es ist schon fast traurig, dass ein Professor vielen Geschäftsleuten erläutern muß, wie man am besten ein Geschäft aufbaut.
Das Buch finde ich uneingeschränkt empfehlenswert - zum Schmunzeln, Nachdenken, Umdenken und Anpacken!
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32 von 36 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sind wir Künstler die besseren Unternehmer?, 29. September 2008
Vergessen Sie alles, was Sie über Unternehmensgründungen zu wissen glauben. Wer den 39. Copy-Shop aufmacht oder das 48. Versicherungsbüro, muß sich nicht wundern, wenn er sich zwischen mangelnden Aufträgen, Personalproblemen und Steuern zerreibt. Es wird kaum wahrgenommen, dass es auch Gründungen gibt, bei denen der Schwerpunkt auf einer ausgefeilten Idee liegt. »Nicht die Ressourcen, sondern das Konzept gibt den Ausschlag«, sagt Günter Faltin, Professor für Entrepreneurship und selbst Unternehmensgründer, in seinem neuen Buch.

»Kopf schlägt Kapital« ist humorvoll und gut nachvollziehbar verfasst. Der Autor illustriert seine Thesen mit einer Reihe von überraschenden Beispielen; er zeigt Gründungen, denen ein ausgefeiltes »Entrepreneurial Design« (Ideenkonzept) zugrunde liegt, und bei denen einige einfache, radikal angewandte ökonomische Prinzipien zu erstaunlichen Erfolgen geführt haben. Paradebeispiel ist die »Teekampagne«, die Faltin selbst vor mehr als zwanzig Jahren gegründet hat und die mit dem Verzicht auf Großpackungen, Ausschaltung des Zwischenhandels und Beschränkung auf eine einzige Teesorte zum Marktführer wurde.

Das Buch ermutigt alle, die immer noch glauben, viel Kapital und Betriebswirtschaft seien unabdingbare Voraussetzungen zur Unternehmensgründung. Zwischen High-Tech-Gründungen und Selbständigkeit gibt es einen Bereich, konzept-kreative Gründungen, der eigentlich der vielversprechendste ist: »Erfolgreiche Unternehmen entstehen im Kopf«, behauptet Faltin und charakterisiert sie als »Ideengebilde«, bei denen die Qualität des Ideenkonzepts über den Erfolg entscheidet. In der Zeit des Internet und leicht abrufbarer Dienstleistungen könne man Unternehmen wie ein Puzzle aus verschiedenen Komponenten zusammensetzen. Es reiche sogar schon, Vorhandenes neu zu entdecken, neu zu kombinieren und daraus ein, wie Faltin es nennt, »Ideenkunstwerk« zu schaffen. So treten die Idee und die Persönlichkeit des Gründers in den Vordergrund, nicht Konvention und Kapital. Unsere Ideen und ein bißchen Konsequenz sind viel mehr wert als wir glauben. »Kopf schlägt Kapital« könnte die Vorstellung von Unternehmertum für unsere Zeit neu formulieren.
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11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das beste Entrepreneur Buch der Welt ???, 25. November 2008
Von 
Franco Arda (San Jose, CA) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Ich kann mit gutem Gewissen sagen, dass ich die wichtigsten Bücher über Entrepreneurship in der Englischen Literatur gelesen habe. 'Kopf über Kapital' schlägt sie alle!!! Ok, ein Teil vom Grund ist dass der Autor womöglich alle wichtigen Bücher über Entrepreneurship gelesen hat und viele fremde Ideen in diesem Buch zusammengefasst.

Das Buch beinhaltet aber auch viele phantastische eigene Ideen vom Autor. Ein paar persönliche Highlights aus dem Buch;

- Entrepreneurship ist mehr eine Kunst als alles andere
- Abtrennung von Entrepreneurship und Business Administration
- wie ein Entrepreneur heute im Konzert der Grossen mitspielen kann
- das Gründen aus Komponenten (super!!!)
- vergessen Sie Marketing, es evoziert falsche Bilder
- Entrepreneur Psychologie & Philosophie
- Ideenkunstwerk schaffen (speziell über Kreativität)
- Gewinnmaximierung ist oft nicht erfolgreich
- ...

Günter Faltin KOMBINIERT Theorie & Praxis gekoppelt mit viel WEISHEIT. Jeder der sich mit Entrepreneurship befasst kann viel viel viel von diesem Buch profitieren.

Bravo Herr Faltin - viele Generationen von Entrepreneurs auf der ganzen Welt werden Ihnen danken
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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Alles wird gut oder noch viel besser, 26. August 2009
Von 
Alexandra Wolf "Wolf-Graphics" (Waldhausen, Bayern) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Die Grundidee zu diesem Geschäftsmodell ist mir schon im Studium vor einigen Jahren gekommen und wurde natürlich verlacht. "Also wenn du es schaffst, all deine Geschäfte ausschließlich übers Internet abzuwickeln, dann bist du wirklich gut." Bin ich auch. So what?

Na ja, zugegeben, ganz geschafft habe ich es noch nicht, aber ich arbeite kontinuierlich an der Weiterentwicklung meines Shops. Da kam mir dieses Buch natürlich sehr gelegen. Ich bin bisher immer davon ausgegangen, dass ich irgendwas total Besonderes, etwas eigenes produzieren und dann verkaufen muss, um mich von den anderen abzuheben. Somit war ich in meiner Produktwahl ziemlich festgelegt, abgesehen davon, dass es sehr zeitintensiv ist, die Produktion, die Verwaltung und noch externe Aufträge zu managen, wenn man alles alleine macht.

Faltin widerlegt diesen Gedanken und sagt in seinem Buch, dass man so einen Shop mit irgendeinem X-beliebigen Produkt aufbauen kann, solange die Idee drumherum stimmt und man seinen Hausaufgaben in Punkto Recherchearbeit diszipliniert und korrekt nachkommt. Man solle sich mit der Umsetzung lieber etwas mehr Zeit lassen und sich nicht dazu drängen die Idee vorschnell umzusetzen. Wie ein gutes Konzept, das Zeit zum Wachsen hat, immer wieder auf dem Prüfstein liegt und durch dieses Hinterfragen und neuen Gedankenansätzen zu etwas wirklich Einzigartigem reift, so soll eine Unternehmensidee reifen können. Das widerspricht zwar ebenfalls unserem schnelllebigen Zeitgeist, aber für den wirklich großen Erfolg braucht es nunmal Zeit.

Diese Zeit zum Lernen und Probieren muss man sich gönnen, sonst wird das nichts. Ich kann dieses Buch wirklich jedem empfehlen, der von Selbstständigkeit und Unabhängigkeit träumt. Machen Sie ihren Traum zur Realität. Ich wünsche Ihnen viel Spaß dabei und vielleicht kaufe ich irgendwann mal bei Ihnen ein.
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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Existenzgründnung jenseits von Business-Plänen und Rentabilitätsrechnungen, 11. August 2009
Erfreulich angenehm zu lesen beschreibt der Professor der Freien Universität Berlin, dass nicht die Zahlen und Excel-Tabellen im Businessplan die wahren Erfolgskriterien sind.

Die Arbeit an der Geschäftsidee oder wie er es nennt am "Entrepreneurial Design" werde in der Praxis zu häufig vernachlässigt, schreibt Faltin. Eine These, die ich aus meiner Praxis als Berater durchaus unterschreiben kann. Existenzgründer liefern - unterstützt durch Businessplan-Vorlagen und Businessplan-Ratgeber - auf den Cent genaue Prognosen zu Umsatz und Kosten, während wesentliche Fragen wie "Was ist mein Wettbewerbsvorteil?" und "Welchen echten (Zusatz-)Nutzen stifte ich meinen Kunden?" schwammig oder gar unbeantwortet bleiben.

Faltin macht auch Schluss mit dem Mythos, dass Existenzgründer zwingend einen 14-Stunden-Tag haben und alles "selbst und ständig" machen müssen. Er beschreibt, wie man mit Hilfe von externen Dienstleistern von der Logistik bis zum Sekretariat vieles auslagern kann. Dadurch wird der Gründer entlastet und das Unternehmen bleibt schlank, da viele Investition in Infrastruktur, Personal und Prozesse wegfallen. So sinkt der Kapitalbedarf und das Risiko bleibt gering.

Mir hat das Lesen dieses Buchs viel Freude bereitet, nicht zuletzt deshalb, weil es in kurze Blöcke gegliedert ist und damit auch als leicht zu lesende Lektüre für zwischendurch geeignet ist. Faltin - übrigens neben seiner Professur selbst Unternehmer - liefert viele Ideen und Denkanstöße, die nicht nur für Existenzgründer hilfreich sind.

Ihr Existenzgründungsberater

Markus Selders
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15 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Das Mutmacher-Buch, 14. Januar 2010
Bei Kopf schlägt Kapital handelt es sich um ein echtes Mutmacher-Buch!
In uneingeschränkter Euphorie schreibt Günther Faltin, Professor an der Uni Berlin, über Entrepreneurship - und er weiß zu überzeugen. Mich konnte er mitreißen und ich habe jede Seite verschlungen. Zahlreiche Zitate von anderen Wissenschaftlern und Entrepreneuren stützen seine Thesen und zeigen, dass Günther Faltin mit seinen Gedanken kein Einzelgänger ist.
Doch was mir missfällt, sind seine Beispiele für erfolgreiche Unternehmen - fast alle Ideen die er beschreibt sind aus dem Bereich Handel. Und die Idee dahinter ist immer: Kaufe große Mengen ein und setze auf eher große Verpackungen, statt Kleinverpackungen. Das wirkt zu einfach und ist nicht so einfach wie es sich liest. Wenn dann sollte er diese Konzepte noch detallierter beschreiben. Er schreibt oft über sein eigenes Projekt, die Teekampagne. Hier kam er angeblich fast ohne Marketing und Kapital zu tausenden Bestellungen. Doch auch er musste wohl irgendwie auf sich aufmerksam machen? Wie haben ihm soviele Menschen Geld vorgestreckt, damit er die erste Großmenge bestellen konnte? Welche Kunden hatte er am Anfang? Hierzu gibt es leider keine Antworten.

Auch spricht er immer von Arbeitsteilung. Der Entrepreneur brauche keine BWL-Kenntnisse, dafür gibt es den Business Administrator. Doch wie integriere ich einen solchen Business Administrator von Anfang an, ohne dass dieser z.B. mein Konzept klaut und ein eigenes Unternehmen gründet?

Ein weiterer Kritikpunkt sind die ständigen Wiederholungen, ich habe immer gehofft, dass bald etwas konkretere Details beschrieben werden, da geht es wieder zurück zum Start und wiederholt sich erneut, das nervt.

Alles in allem ist es ein wichtiges Buch für jeden Gründer und für jeden, der mit dem Gedanken spielt Entrepreneur zu werden. Es macht einfach Mut und zeigt wie unglaublich spannend die Materie ist - und dass jeder Mensch als Entrepreneur taugt!
Es zeigt vor allem, wie wichtig das Ideen-Konzept ist - konkrete Ratschläge zur Umsetzung werden hier allerdings nicht gegeben. Dafür sind andere Bücher zu empfehlen.

Ich habe lange zwischen 3 und 4 Sternen geschwankt, die positve Schreibweise und das Mut-machen haben mich jedoch überzeugt.
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Maximal belebend!, 29. September 2009
Von 
Günter Faltin weiß, wovon er spricht: Nicht nur, dass er sich wissenschaftlich als Professor des Arbeitsbereichs Entrepreneurship an der Freien Universität Berlin theoretisch mit der Thematik Unternehmertum beschäftigt, nein, auch durch seine Gründung der Teekampagne kennt er die Umsetzung in die Praxis.

Mit seinem Buch hat mich Faltin begeistert:

Warum?

1. Anders als bei vielen Fachbüchern zum Thema Gründung, die ausführlich auf betriebswirtschaftliche Aspekte eingehen, liegt sein Hauptaugenmerk auf der sorgfältigen Entwicklung der GeschäftsIDEE.
Ein Unternehmer soll seiner Ansicht nach mehr einem Künstler ähneln als einem Manager oder Buchhalter. (Auch auf den klassischen Betriebswirt ist Faltin nicht immer gut zu sprechen, zumal wenn er als Angestellter in einer Behörde die Chancen einer Gründung beurteilen soll!)

Hierzu führt er viele erfolgreiche Unternehmen auf, die ein ausgereiftes Konzept vorweisen können und sich auf dem Markt bewährt haben.

Anhand verschiedener Ansätze gibt er Hilfestellung, wie man selbst seine eigene Idee finden und ausbauen kann.

2. Er räumt mit alten Glaubenssätzen auf: Z.B. "Selbstständig sein heißt, alles selbst zu machen und ständig" - Gerade diese Vorstellung führe in die Sackgasse. Statt zu führen, Marktentwicklungen rechtzeitig zu erkennen und Produkte zu verbessern, rieben sich Selbstständige, die nach diesem Grundsatz leben, im Alltagsgeschäft auf.

Wichtig sei es seiner Ansicht nach, bereits existierende Komponenten einzubinden. Statt: "Was brauche ich, um ein Unternehmen zu gründen und erfolgreich zu organisieren?", steht die Frage: "Was kann ich aus vorhandenen Modulen Neues komponieren?"
Reizvoll ist bei diesem Ansatz auch, dass auf diese Weise finanzielle Risiken vermieden werden können. Am Beispiel seines eigenen Unternehmens, der "Teekampagne", kann der Leser diese Prinzipien leicht nachvollziehen.

3. Er öffnet die Augen für die Veränderung der Berufswelt in Deutschand und für die Herausforderungen, denen wir uns stellen müssen.
Aber statt in üblichen Jammern zu verharren, spricht hier endlich jemand von den Vorzügen und Chancen dieser Entwicklungen. Sein Aufforderung:"Unternimm dein Leben selbst und lass es nicht von anderen unternehmen."
Wohltuend dabei ist, dass Faltin damit nicht nur die sog. Elite ansprechen will, sondern alle Gruppen. Unter anderem verdeutlicht er an einem Projekt an Hauptschulen, wie viel Potenzial auch hier zu finden ist.

Gibt es ein Haar in der Suppe?

Günter Faltin will den Unternehmensgeist in Deutschland beleben. In jeder Zeile merkt man seine Begeisterung für dieses Ziel: Das mag den ein oder anderen abschrecken ' ein wenig fühlt man sich selbst wie ein Student in Faltins Vorlesungen, bei denen er sicher seine Zuhörer sehr fordert.

Ich persönlich wurde aber von seinem Enthusiasmus mitgerissen ' Zweifler und Nörgler gibt es schon genug!
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