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am 14. August 2010
Jerome Kerviels Schicksal hat alle Zutaten für einen brillianten Krimi à la John Grisham oder Dan Brown. Alles fängt ganz normal an. Ein junger Mann findet nach der Ausbildung seinen Weg in eine Bank und kämpft sich hoch zum Ehrenberuf des Händlers für Finanzprodukte. Dann macht er aufgrund seines Talents und im Rahmen der Risikokultur und der nicht offiziellen Prozesse und Regeln in der Bank gewaltige Gewinne, auf die alle seine Vorgesetzten wahnsinnig stolz sind. Als aufgrund des Risikoprofils diese Gewinne sich aber eines Tages in Verluste verwandeln, wendet sich das Management und die Bank plötzlich gegen ihn und behauptet, er habe alle betrogen. Zu seinen Verlusten werden die aufgelaufen Verluste der Finanzkrise hinzugenommen und die der Gesamtverlust von 5 Milliarden Euro wird ihm in die Schuhe geschoben. Die Medien werden von der Bank eingeschaltet und auf ihn gehetzt und eine Horde von Anwälten eröffnet ein Verfahren gegen ihn und versucht, ihn fertigzumachen. Kerviel wird von der Presse gejagt und kommt ins Gefängnis. Immer neue Lügen werden in der Presse über ihn verbreitet, teils gesteuert von der Bank: er wäre aus Frankreich geflohen, er habe dunkle Komplizen, er sei psychisch instabil, er wolle Selbstmord begehen. Einen besseren Stoff kann ich mir nicht vorstellen.

Allerdings setzt Kerviel diese Geschichte als Rechtfertigungsdokumentation ein. Dadurch werden viele für den mehr an der Story interessierten Leser weniger interessante Details eingestreut, die den Sinn haben, bestimmte Ereignisse oder Pressereaktionen sowie Anklagepunkte zu wiederlegen. Das macht das Buch teils schwer verdaulich und eher interessant für diejenigen, die gerne die echten Hintergründe dieser und ähnlicher Finanzskandale verstehen wollen. Trotzdem eine tolle Geschichte, und wirklich aus dem Leben geschrieben. Es ist die Verteidigungsschrift eines Angeklagten, der sich gegenüber einer Bank rechtfertigen muss, die mit dem Rücken zur Wand steht und alles tut, um seinen Gegner zu diskreditieren.
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