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4.0 von 5 Sternen "Ceterum censeo Carthaginem esse delendam.....", 7. März 2009
Von 
timediver® "Geschichte - Reisen - Rezensionen" (Oberursel/Taunus, Europe) - Alle meine Rezensionen ansehen
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Rezension bezieht sich auf: The Roman Army: Legions, Wars and Campaigns: A Military History of the World's First Superpower from the Rise of the Republic and the Might of the Emp (Taschenbuch)
.....der Cato dem Älteren (234 v. Chr. - 149 v. Chr.)zugeschriebene Spruch gibt nicht nur dessen Meinung wieder, sondern lässt erahnen, über welch ein Militärmaschine das Imperium Romanum verfügte. Zweifellos war das römische Heer die disziplinierteste und am besten bewaffnete und damit wirksamste Armee der Antike. Vom Sieg über Hannibal (202 v. Chr.) bis zur vernichtenden Niederlage gegen die Goten in der Schlacht von Adrianopel (378 n. Chr.) war Roms Vormachtstellung nahezu unangefochten, wenn man von vereinzelten Niederlagen an der Peripherie des Reiches einmal absieht. Nur in den "finsteren" germanischen Wäldern, dem Hochland der Pikten und an den Wüsten des Nahen Ostens stieß die, in allen Ecken der damals bekannten Welt, operierende erste Berufsarmee an ihre Grenzen.......

"The Roman Army: Legions, Wars and Campaigns: A Military History of the World's First Superpower from the Rise of the Republic and the Might of the Emp: Legions, Wars and Campaigns" ist ein großformatiger Band, der nach einer kurzen Einleitung das Thema in sechs Kapiteln darstellt.

Kapitel 1 gibt einen Überblick über die Entwicklung der Armee von einer unbezahlten Bürgermiliz bis zum weltbeherrschenden Berufsheer. Im Mittelpunkt stehen Selbstverständnis, Kampfmoral, Werte und Loyalität der Truppen. Das zweite Kapitel "In der Armee" befasst sich mit Organisation, Ausbildung, Dienst und Bezahlung der Legion. Als besonderes Beispiel des militärischen Drills und Disziplin gibt es ein Reenactmentfoto, auf dem die testudo (Schildkröte) nachgestellt wird. Die Legionäre konnten nicht nur in kurzer Zeit ein eigenes, befestigtes Lager aufschlagen, sondern leisteten auch wichtige Beiträge beim Bau von Strassen, Brücken und Kanälen. Eine besondere Stellung kam den Auxiliartruppen zu. So verdingten sich Kreter und Syrer als Bogenschützen, Gallier, Nubier und Sarmaten als Reiter, während die Schleuderer von den Belearen kamen. Flotten und Schiffe werden auf zwei Seiten recht kurz abgehandelt. Die Seeschlacht von Actium (31 v. Chr.) findet sich erst auf Seite 65.

Gleichwohl das 3. Kapitel mit "Die Männer und ihre Waffen" überschrieben wurde, bietet es neben Rüstung und Waffen auch Einblicke in Artillerie und Belagerungstechniken, sowie Ansichten von Triumphzügen und anderen Ehrungen. Drei Unterkapitel dienen der Beschreibung "fester" Legionslager, der großen Festungen der Antike und dem Bau von Stadtmauern, am Beispiel der Porta Nigra in Trevorum.

Nach einem kurzen Beitrag zu marschieren, Schlachtordnung und kämpfen werden im vierten Kapitel die "großen" (Eroberungs)kriege in chronologischer Reihenfolge vorgestellt. Von den Schlachten bei Cannae, Zama, Actium und Pharsalos und der Belagerung von Alesia gibt es Aufstellungspläne der Römer und ihrer Gegner. Die Truppenbewegungen sind lediglich mit Pfeilen angedeutet. Pläne über den weiteren Verlauf der Schlachten fehlen ebenso wie z. B. ein Plan der Schlach am Trasimenische See. Während sämtliche Ereignisse jeweils auf zwei Seiten abgefasst sind, widmet der Autor allein der Eroberung Britanniens vier Seiten.

Kapitel 5 zeigt das Römische Reich im Verteidigungskampf an seinen natürlichen Grenzen und befasst sich außerdem mit dem Jüdischen Aufstand (70 n. Chr.), der zur Diaspora führen sollte, der Belagerung Masadas und dem Simon Bar Kochba Aufstand. In einem besonderen Essay wird das politisch-religiöse Verhältnis zwischen Römern und Juden erläutert.

Die Schwerpunkte des Buches wurden mit 33 Seiten jedoch mit dem 6. Kapitel auf den "Abstieg und Fall" des Römischen Reiches gesetzt. Der Bogen streckt sich von den Soldatenkaisern, über Teilreiche und Tetrachen bis zur Völkerwanderung mit dem endgültigen Fall Roms und den germanischen Reichen auf dem einstigen römischen Territorium. Zum Abschluss gibt Nigel Rodgers eine vierseitige Erklärung warum Byzanz überleben konnte.

Ein alphabetisches Register bildet den Abschluss eines Buches, das neben zahlreichen schwarzweißen und farbigen Abbildungen, auch einige historische Landkarten vorweisen kann. Daneben gibt es farblich und graphisch genauso gelungene Karten auf denen z. B. Provinzgrenzen, die Siedlungsgebiete von Barbarenstämmen oder römische Feldzüge eingezeichnet sind.

"The Roman Army....." ist ein anschaulich gemachter Band, bei dem sich Text und Abbildungen die Waage halten. In seiner Darstellung recht er jedoch nicht an das 1980 veröffentlichte Buch "Warfare in the Classical World: An Illustrated Encyclopedia of Weapons, Warriors, and Warfare in the Ancient Civilisations of Greece and Rome" von John Warry heran. In Anbetracht ihres äußerst günstigen Preisleistungsverhältnis kann Nigel Rodgers Zusammenstellung dennoch mit 4 Amazonsternen bewertet werden.
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