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4.0 von 5 Sternen Süßes und Pikantes..., 20. Mai 2013
Von 
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(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Leon 3: Baking and Puddings (Gebundene Ausgabe)
im Überfluss. Ich habe bei meinem letzten London-Aufenthalt in einer Filiale der LEON-Kette gegessen und war begeistert vom Essen und dabei v. a. von den süßen Sachen. Da ich sowieso liebend gerne backe habe ich mir also dieses Dessertkochbuch gekauft.
Das Buch beginnt mit einem - mittlerweile eigentlich üblichen - sehr umfangreichen Grundlagenkapitel zu Zutaten, Equipment, Techniken und Alternativen für Allergiker. Zuerst werden die verschiedenen Mehlsorten vorgestellt, darauf folgen unterschiedliche Backtrieb- und Bindemittel, Fette, Zucker und Süßungsmittel. Genannt wird immer woraus das jeweilige Produkt besteht bzw. hergestellt wird und wofür man es am besten verwendet. Neben den allgemein bekannten Zutaten werden auch Exoten wie Kichererbsenmehl, Xanathan (veganes Bindemittel), Rindertalg oder Stevia besprochen. Die Zutaten waren mir zwar theoretisch alle bekannt, ich habe sie jedoch zum Großteil noch nie benutzt und genauer darüber Bescheid zu wissen setzt die Hemmschwelle doch ziemlich herunter. Im Anschluss werden verschiedene Küchengeräte, Backformen, Backzutaten und Grundteige gezeigt. Besonders nützlich ist eine Umrechnungstabelle für imperiale Maßeinheiten ins metrische System. Sie ist auf festerem Papier gedruckt und kann herausgetrennt werden. Das Kapitel über Alternativen für Allergiker ist ausgesprochen kurz ausgefallen, es gibt jedoch später zahlreiche Gerichte zum Thema.
Aber nun endlich zu den Rezepten. Sie sind in zwei große Kapitel, "Everyday" und "Celebration" unterteilt. Im ersten Teil findet sich eine große Bandbreite von Rezepten von selbstgemachtem Knuspermüsli über Lemon Bars bis hin zu klassisch britischen Flapjacks. Aber es gibt eben auch jede Menge Health Food und Gebäcke für Menschen mit Nahrungsmittelunverträglichkeiten oder anderen Einschränkungen. So gibt es z. B. zuckerfreie Vanillecupcakes, glutenfreien Carrot Cake ohne raffinierten Zucker und ein veganes Vanille Icing. Wer es noch purer mag sollte zu Baked Apples oder in Wein pochierten Birnen greifen. Aber wer das eben nicht mag oder muss soll sich auch nicht abschrecken lassen. Es gibt auch Rezepte für eine ziemlich üppige Key Lime Pie, eine Schokomousse und einen warm zu servierenden Schokokuchen ohne Mehl (der steht ganz oben auf meiner auszuprobieren Liste!!). Es gibt aber nicht nur süß. Das Buch enthält auch zahlreiche Brodrezepte. Auch hier reicht das Spektrum von schnellem Soda Bread bis hin zu einem Sauerteiglaib, der eben viel Zeit benötigt. Es gibt auch wieder ein glutenfreies Brotrezept. Wer es nach einer Scheibe Brot richtig süß mag kommt sicher bei selbergemachten Marshmallows oder Karamell voll auf seine Kosten.
Das war aber nur der "jeden-Tag-Teil". Nun kommen noch Rezepte für verschiedenen Festivitäten, also für Feiertage. Hier wird v. a. viel britisches präsentiert. Es gibt den traditionellen Simnel Cake mit aus Mazipan geformten Eiern oben drauf und gesündere Hot Cross Buns mit Dinkelmehl zu Ostern. Im Sommer kann man dann Wibledon mit grünem Pfeffer Eis und Erdbeerkompott zelebrieren. Im Herbst gibt es Pumpkin Pie und zu Familenfeiern kann man in Zukunft einen Kokoskuchen servieren, der eigens für den 5. Geburtstag der Kette kreiert wurde. Beschlossen wird das Buch mit einem Kapitel über herzhafte und süße Pies. Hier werde ich die mit Käse gefüllten original ecuadorianischen Empanadas bald ausprobieren.
So viel Lob und nur 4 Sterne? Ja, leider. Ich habe das Gefühl, dass einige Rezepte vorher nicht gründlich genug getestet wurden. Ich habe die Pumpkin Pie ausprobiert und die Füllung war auch wirklich sehr gut, was man von der Shortcrust Pastry nicht unbedingt behaupten kann. Zum einen wird im Rezept zu wenig Wasser angegeben, die Menge reicht nicht einmal um den Teig einigermaßen zu binden. Darüber kann man aber noch hinwegsehen, lieber zu wenig Wasser als zu viel und man hat Pampe. Aber was wirklich ärgerlich ist, ist, dass im Rezept (weder bei der Pastry noch beim Pie Rezept selbst) erwähnt wird, dass man den Teig Boden vorbacken muss. Ganz im Gegenteil, es wird angegeben, dass man die Füllung auf den ungebackenen Boden gibt und dann alles zusammen bäckt. Das funktioniert aber nicht. Der Teig bleibt roh, währen die Füllung längst gar ist. Blöd, wenn man den Kuchen dann der Familie präsentiert. Der Mürbteig sollte auf alle Fälle am besten blind vorgebacken werden, bevor man ihn mit Füllung bestreicht und zu Ende backt. Das ist auch keine Neuigkeit, so liest man es in quasi allen anderen Backbüchern. Man wollte das Rezept vllt etwas schneller in der Zubereitung machen, hat es aber wohl vorher nicht ausprobiert, ob das auch klappt.
Alles in allem ein sehr informatives Buch voller toller Rezepte, das einem sicher auch gute Dienste leistet, wenn ein Familienmitglied oder jemand aus dem Freundeskreis auf die Ernährung achten muss. Da es bei der Umsetzung aber ein bisschen hapert, einen Stern Abzug.
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Leon 3: Baking and Puddings
Leon 3: Baking and Puddings von Claire Ptak (Gebundene Ausgabe - 12. September 2011)
EUR 19,95
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