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am 9. Oktober 2003
Das englischsprachige Buch „Introducing Freud" von Richard Appignanesi (Text) und Oscar Zarate (Illustrationen) habe ich mir als Hintergrundlektüre für ein Kulturstudienseminar angeschafft und war überrascht davon, wie unterhaltsam hier Theoretisches erklärt wird. Dieses ziemlich schmale Bändchen ist vieles in einem: eine Biographie Sigmund Freuds (der laut diesem Buch übrigens eine innige Beziehung zu seiner Mutter hatte - wer hätte es geahnt?), ein Porträt Wiens im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert und ein Führer durch die von Freud begründete Theorie der Psychoanalyse.
Die Aufmachung der „Introducing"-Reihe ist hier meiner Meinung nach besonders wirksam: psychoanalytische Konzepte wie etwa der Ödipus-Komplex (der auf einer griechischen Tragödie beruht) lassen sich durch die vielen Illustrationen - abschnittsweise kommt das Buch wie ein Comic-Roman daher - sehr gut erklären. Oscar Zarate arbeitet mit einer Mischung aus selbst gezeichneten Illustrationen und Collagen aus zeitgenössischen Bildern und Lehrbuch-Abbildungen. Die Bilder wirken insgesamt recht düster, aber meiner Meinung nach durchaus passend - der Antisemitismus im Wien um die Jahrhundertwende oder auch der aufkeimende Nationalsozialismus einige Jahrzehnte später sind sehr eindringlich illustriert! Auch für Freuds Theorien, etwa die Phasen der psychosexuellen Entwicklung oder die Traumdeutung, sind die Illustrationen assoziativ und einleuchtend.
Das heißt jedoch nicht, dass es diesem Buch an Humor mangelt - Freud wird gelegentlich ziemlich respektlos behandelt, und seine Theorien werden keineswegs zum Nonplusultra erklärt.
Der englische Text ist übrigens nicht allzu schwer, und das wird zweifellos auch von den vielen Illustrationen, die ja den Text ergänzen, unterstützt. Mit einigen Fachbegriffen sollte man sich während des Lesens aber anfreunden können.
Das Buch enthält im Anhang auch ein Glossar zu den wichtigsten Termini sowie Anregungen für weitere Lektüre. Es kann vielleicht nicht als Fachbuch gelten, bietet aber einen einfachen Einstieg für Laien (ohne dabei zu sehr zu vereinfachen) und macht durchaus neugierig auf mehr...
Leser, die bislang keinen Zugang zu Freud und seinen Werken gefunden haben, können sich durchaus von dieser gelungenen Mischung aus Text und Bild überzeugen lassen. Aber auch wer sich schon etwas besser mit der Theorie auskennt, wird hier Neues und Unterhaltsames finden.
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