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5.0 von 5 Sternen Wow! | Aber nichts für Kinder ..., 6. August 2014
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Rezension bezieht sich auf: The Shrike (Pretty Deadly) (Taschenbuch)
Ich bin begeistert.

Die Story ist schnell umrissen: Eine Frau wird von ihrem eifersüchtigen Ehemann in einen Turm gesperrt, um sie vor der Welt zu verstecken, sie stirbt und trifft auf Tod, der sie in sein Reich aufnimmt.
Parallel wandelt Tods Tochter wie eine Art Racheengel über die Erde und will einen alten Mann und ein kleines Mädchen aus dem Weg räumen – ihn, weil sie einen unbändigen Groll gegen ihn hegt, das Mädchen, weil es die Ausgeburt des Bösen sein soll. Im Laufe des ersten Bandes kommt es zur epischen Schlacht von "Gut" und "Böse". Und wie erhofft ist vieles nicht so, wie es sein soll.

Zunächst einmal muss man feststellen, dass die ganze Geschichte sehr an Terry Pratchetts Story um Tod und seine Tochter auf der Scheibenwelt erinnert – freilich ohne so humorvoll zu sein. Dort wo Pratchett die Düsternis mit Lachen füllt, wird einem hier in epischer Form die ganze Tragik um die Ohren gehauen. Das ist vollkommen in Ordnung und erinnert mich an das, was mein Literaturlehrer auf der Buchhändlerschule immer sagte: "Literatur ist immer auch Literatur über Literatur – bewusst oder unbewusst." Ein weiser Mann.

Dann fangen aber schon die Abweichungen an. Angesiedelt im Wilden Westen und randvoll mit Magie, Mystik und uralten Göttern (ich hab keine Ahnung wo alle diese Charaktere herkommen, aber sie haben mich in ihren Bann geschlagen) stürzen wir direkt in die Handlung und werden, noch ein wenig benommen von diesem rasanten Fall, direkt weggeschwemmt. Elemente der Geschichte erinnern an großartige Western älterer und neuerer Machart. Vor allem Blueberry mit seinen drogeninduzierten Trips in die Geisterwelt drängte sich mir bei der Lektüre immer wieder auf. Dazu wird, ähnlich wie in Fantasyromanen, immer wieder auch der Kampf zwischen Licht und Dunkel aufgewärmt und mit den entsprechenden Bildern und Figuren gefüllt.

Ein wenig schade fand ich, dass die Geschichte manchmal (eher noch: selten) nicht so weit in die Tiefe geht, wie sie könnte (auch wenn man natürlich im Comic nicht alle Erzählstränge so weit ausrollen kann, wie in einem Tausendseitenbuch). Gabriel Bá und Fabio Moon haben das in ihrem "Daytripper" auf die Spitze getrieben und mich damit ein wenig sehr verwöhnt. Und doch enthält dieser Band so vieles: Gut und Böse, Licht und Dunkel – beides habe ich erwartet und mit Begeisterung gelesen; aber auch die Frage nach dem Woher und Wohin des Einzelnen und damit verbunden die Frage nach der Prädisposition des Einzelnen und der Möglichkeit, aus der von der Umwelt erwarteten und scheinbar vorgezeichneten Rolle auszubrechen; dazu natürlich die Frage der Sinnfindung, sowohl der Welt, als auch des Individuums und noch einiges mehr. Und wenn mein Literaturlehrer recht hatte und die Beziehung zwischen Autor und Text (oder wie hier zwischen Team und Comic) irrelevant ist und nur die Beziehung des Lesers zum Werk zählt, dann mag der Comic für den Einen oder die Andere noch viel mehr enthalten.

Ich möchte von der Story allerdings nicht zu viel vorwegnehmen, das muss man selber entdecken.

Der zweite, fast noch wichtigere Aspekt eines Comics ist natürlich das Artwork. Und in diesem Fall verdienen die Bilder genau dies: als Kunst bezeichnet zu werden. Deconnick, Rios und Bellaire schöpfen aus dem Vollen. Die Bilder sind angenehm detailreich, so sehr, dass manche Seiten schon fast an der Überfrachtung kratzen - aber eben nur fast. Die Farben sind unglaublich gut, die Figuren teilweise so surreal, dass sie überlebensgroß scheinen. Und genau das – und nur das – wird den Hauptfiguren auch gerecht. Jede Handlung, jede Situation hat mich mitgerissen und auf wirklich jeder Seite gab es Teile, die mich zum verweilen eingeladen haben. Ich empfehle allen, die dies lesen, den von Amazon angebotenen Blick ins Buch zu wagen. Es gibt bestimmt genügend Menschen, die den Zeichenstil nicht mögen und da es Geschmackssache ist sei es jedem gegönnt. Mich haben Rios und Bellaire absolut mit ihrer Umsetzung der Ideen überzeugt!

Ich kenne mich mit Büchern mehr aus, als mit Comics und ich bin absolut kein Experte für Zeichnungen (wenn ich einen Stift zu was anderem als zum schreiben benutze, steckt mich selbst ein Zweijähriger in die Tasche) aber mich hat dieser Comic - man kann es nicht anders sagen – geflasht.

Am Ende saß ich da, überwältigt von der Wucht der Geschichte und der Bilder. Ich habe minutenlang nur auf meinem Stuhl gesessen und in Leere gestarrt und das schaffen mittlerweile nur noch wenige Werke. Wer Western und gute Geschichten, wer Mystik und die Fantasik, wer Comics und großartige Literatur schätzt, der sollte um dieses umwerfende Werk keinen Bogen machen!

Was bleibt? Vielleicht noch, dass der Band absolut nichts für Kinder ist. Eltern sollten selbst entscheiden, was sie ihren Kindern zu lesen geben. Ich würde meine Kinder nicht vor dem 16. Geburtstag an diesen Comic lassen. Zu viel Gewalt, zu blutig, zu tragisch die ganze Geschichte – eben für Erwachsene. Aber wer in wenig gefestigt ist, der verkraftet das auf jeden Fall!
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5.0 von 5 Sternen eigentlich "nur" 4,5 Punkte, 7. Juli 2014
Rezension bezieht sich auf: The Shrike (Pretty Deadly) (Taschenbuch)
Inhalt: Einst erzählte der Hase dem Schmetterling eine Geschichte. Diese handelte vom Tod, seinen Töchtern und einem blinden Mann, der nicht vergessen kann was er einst sah. Dazwischen steht Sissy, die endlich erfährt warum sie existiert, dass sie nicht von irgendwo her kommt.

Meinung: Beinhaltet sind die Hefte 1 - 5 der Reihe. Bei U.S. Comics ist es üblich in bestimmten wöchentlichen Abständen kleinere Hefte zu publizieren und diese dann erneut als hochwertigeren Sammelband zu veröffentlichen.
Bekannt sind die Macher bereits durch Werke aus dem DC Universum und diversen Arbeiten für Marvel.

Pretty Deadly entpuppte sich als eine gelungene Mischung aus Western und Mythologie. Hätte niemals erwartet so etwas mal zu finden, aber die Gruppe an Autoren und Zeichnern schaffte es, Western und asiatische Folklore zu vermischen. Hätte mich nicht das Cover gelockt, hätte ich sicherlich auch nie zu diesem Genre gegriffen, was am Ende dann ja auch gar nicht mehr war, haha.

Der Zeichenstil besticht durch einen klassischen Touch, welchen man bereits durch ältere Western her kennt. Er ist dabei aber nicht abgedroschen, sondern besticht viel mehr durch eine unglaubliche Fülle und Detailreichtum. Man könnte fast meinen es wäre zu überladen, aber bei genauem Hinsehen bemerkt man, dass alles flüssig ineinander überläuft. Kompositorisch ein wirklicher Augenschmaus.

Jedoch stand ich zuerst vor einer Hürde, nämlich erst einmal in die Handlung hinein zu finden. Pretty Deadly folgt keiner klassischen Erzählung, man steigt zudem direkt in das Geschehen ein und es dauerte leider fast bis zum Ende des Bandes, eh ich verstand wer nun wer ist und in welchem Zusammenhang die Personen zueinander stehen. Ein richtiges Gut und Böse gibt es ebenfalls nicht, jeder hat einfach etwas was ihn antreibt. Selbst am Ende war mir nicht alles ganz klar. Aber wie mir scheint wird das sicherlich noch Stück für Stück enthüllt. Es war erstaunlich unterhaltend wenn man zuerst völlig zerstreut durch die Handlung humpelt und allmählich alle Fäden zusammenlaufen.

Da, wie gesagt, viele Personen verwoben sind und einige Handlungsstränge keinen richtigen Anfang haben, ist es sicherlich kein sehr einfaches Werk, vieles ist äußerst komplex oder regt zum Nachdenken an.

Aber auch wenn ich nicht alles verstand, hat es mich nicht abgeschreckt, viel mehr reizt es einen die weiteren Bände zu kaufen (leider noch nicht als Sammelband erschienen). Denn alles in allem hat es mich mit seiner Schönheit gefesselt. Die gewaltigen Bilder, der emotionale Unterton und die verwobenen Schicksale und ihre Rätsel dahinter macht diese Comic zu einem ausgezeichnetem Fundstück, über das ich mich sehr, sehr freue.

Da sich der Inhalt definitiv an Erwachsene richtet, enthält es auch Szenen die Sexualität und Gewalt darstellen. Es wirkt jedoch weder plump und man versuchte auch nicht dadurch zu provozieren. Für meinen Geschmack ist es genau richtig dosiert.
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5.0 von 5 Sternen a Japanese Western, 26. Juni 2014
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Rezension bezieht sich auf: The Shrike (Pretty Deadly) (Taschenbuch)
A Japanese Western with a completely different style than your average superhero comic, Pretty Deadly is a rich and dense story that draws you in and doesn't let go. Kelly Sue DeConnick is an outstanding writer and being able to develop her own characters in this story gives her a freedom to dig deeper and get darker that she doesn't have with the capes. As for the artwork, Emma Rios's style is not for every story but for Pretty Deadly it is the perfect match, painting a foreboding and dark but still beautiful world. There are several pages that I would love to have as prints to hang on my walls.

All in all, this book is the rare combination of amazing writing and amazing art.
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5.0 von 5 Sternen Good one, 29. Mai 2014
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Rezension bezieht sich auf: The Shrike (Pretty Deadly) (Taschenbuch)
As a big Sandman & Lucifer fan I am very happy with this one. Drawings are innovative. Definetly a thumbs up from me.
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The Shrike (Pretty Deadly)
The Shrike (Pretty Deadly) von Kelly Sue Deconnick (Taschenbuch - 13. Mai 2014)
EUR 7,40
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