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5.0 von 5 Sternen Corben ist eine Offenbarung, 21. Mai 2011
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Hellboy Vol. 10: The Crooked Man & Others (Taschenbuch)
Nie im Leben hätte ich geglaubt, dass Richard Corben ein passender Künstler für Hellboy ist. Mit "The Crooked Man" beweist er mir das Gegenteil: Umwerfend. Sicherlich eine der besten Hellboy-Geschichten seit sehr langer Zeit, mit nicht nur grafischen Qualitäten: Perfektes Timing, atmosphärisch äußerst dicht und mit einem unübertreffbaren Ekelfaktor. Corben ist sicherlich der Mann, den man für Hellboy auf jeden Fall halten sollte - auch wenn Fegredo als Nachfolger ausersehen ist, Corben ist definitiv dann doch mehr als eine Klasse besser.

Hinter dieser fantastischen Geschichte verblassen leider die anderen Kurzgeschichten des Bands: "They Who Go Down to the Sea in Ships" ist zwar thematisch begeisternd und hat eine wirklich tolle Idee, die Ausführung lahmt aber etwas. Da hätte man mehr draus machen können. "In the Chapel of Moloch", von Mignola selbst gezeichnet, lässt mich auch irgendwie kalt - da hatte ich Jahre darauf gewartet, eine von Mignola gezeichnete Hellboy-Story zu sehen, und dann kommt sowas dabei raus - mittelmäßig. Vielleicht ist es aber auch der überragende "Crooked Man", der mich dabei beeinflusst. Schließlich "The Mole" - nett und zur Abwechslung mal wieder witzig, aber da sahen wir in diesem Ultrakurzformat auch schon sehr viel besseres von Mignola.

Wie üblich ist die Dark-Horse-Präsentation sehr gelungen - sowohl von den Materialien als auch den editorialen Beigaben wie Vorworte, Cover-Varianten und Sketchbook-Ausschnitten.
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5.0 von 5 Sternen Über die Erlösung einer Seele, die versucht gut zu sein, 27. Juli 2013
Von 
Jan-niklas Bersenkowitsch "buecherwiese2" - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Hellboy Vol. 10: The Crooked Man & Others (Taschenbuch)
Zunächst einmal gilt eines erneut festzuhalten: alle Geschichten in diesem Band sind gut, doch macht die Titel gebende Geschichte "The Crooked Man" das eigentliche Herz dieses Bandes aus und das nicht ohne Grund. Zwar sind die anderen ganz nett, vor allem da man endlich wieder Mike Mignola zeichnen sieht, bevor er 2012 endlich wieder zu Hellboy zurückkehrte, doch keine davon hat die Stärke und die Anziehungskraft des "Crooked Man" und zeigen auch nicht seine handwerkliche Vollkommenheit, mit der tiefere Themen um Sünden und Vergebung aufgegriffen werden.

Dafür haben wir "They Who Go Down to the Sea in Ships" eine launige Schlägerei mit einem kopflosen Piraten. Das ist doch auch schon etwas.

Doch wie schon gesagt ist "Der Krumme" das eigentliche Herz des Bandes und wenn man ihn gelesen hat, versteht man auch warum die Geschichte 2009 den Eisner Award (die höchste Auszeichnung in der amerikanischen Comicindustrie) für die beste Miniserie gewann. Aber worum geht es denn nun in "The Crooked Man"?

1958, in den Appalachen von Virginia stößt Hellboy bei seinen Wanderungen auf deutliche Anzeichen für Hexenaktivitäten und beschließt diese zu unterbinden. Dabei stößt er auf einen Mann namens Tom Ferrell, der mit einigen der Hexen und ihre Anführer, den Dämon namens "Crooked Man", nur allzu sehr bekannt ist und für die Sünden seiner Vergangenheit büßen möchte, indem er etwas Gutes tut. Die beiden schließen sich zusammen und werden eine alptraumhafte Nacht erleben, die es in sich hat.

"The Crooked Man" ist viel weniger Hellboys als Tom Ferrells Geschichte, der uns als reuiger Büßer präsentiert wird und den man schnell ins Herz schließt, wie man auch den Titel gebenden Bösewicht, "The Crooked Man", schnell zu hassen lernen wird. Ferrell und Crooked Man dürften mit zu den interessantesten Figuren gehören, die Mignola je geschaffen hat. Während der eine sehr an der Last seiner Taten zu tragen hat, ist der andere so wundervoll charismatisch böse, dass man sich fast wünscht er käme doch auch wieder in anderen Geschichten vor. Jedenfalls ist "The Crooked Man" im Kern eine Geschichte über den freien Willen und Erlösung, in der einmal mehr deutlich gemacht wird, dass der Mensch der Herr seines eigenen Schicksals ist und selbst angeblich "böse" Menschen wie Tom Ferrell wieder Gutes tun können, denn ihr Wille ist wie gesagt frei und es nicht die Bestimmung die ihre Taten böse macht, sondern ihre Entscheidung sie wirklich durchzuziehen. Es ist eine durchaus tiefe Geschichte vor einer noch unverbrauchten Kulisse (Hellboy hatte es bis dahin noch nie mit Kreaturen aus der amerikanischen Folkolore zu tun), gezeichnet von dem unverwechselbaren Richard Corben, der eine prächtige Naturkulisse erschafft, die ihresgleichen sucht und einmal mehr sich als der drittbeste (vor ihm kommt Duncan Fegredo, und vor diesem Mike Mignola selbst) Hellboyzeichner beweist, von dem man gerne weiterhin mehr sehen möchte.

Am Ende hat sich "The Crooked Man" seine fünf Sterne wohlverdient und gehört mit zum Besten, was in zwanzig Jahren Hellboy erschienen ist. Und wie jeder potenzielle Klassiker wird sie niemals langweilig und lohnt sich immer wieder gelesen zu werden.
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Hellboy Vol. 10: The Crooked Man & Others
Hellboy Vol. 10: The Crooked Man & Others von Mike Mignola (Taschenbuch - 22. Juni 2010)
EUR 14,50
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