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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Starker Wissenzuwachs durch die Lektüre dieses Buchs
Das just erschiene Buch des unter Nixon und Ford tätigen Außenministers Kissinger, ist aufgrund des persönlichen Erfahrungsschatzes des Architekten der zwischen der VRC und USA im Jahre 1971 eingeleiteten Entspannungs- bzw. Ping-Pong-Politik, sicherlich eines der informativsten Bücher, was in den letzten Jahren über China geschrieben wurde...
Veröffentlicht am 18. Juli 2011 von Karsten Ranger

versus
2 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen 65 pages missing
bought Kissinger "On China" from Warehouse Deals (trading name of Amazon EU SARL) and just noticed midway through, that 65 pages were missing. Unfortunately I had in the shelf for about 6 weeks before starting to read, so couldn't return anymore. Beware...
Veröffentlicht am 18. März 2012 von Thomas Reiter


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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Starker Wissenzuwachs durch die Lektüre dieses Buchs, 18. Juli 2011
Rezension bezieht sich auf: On China (Gebundene Ausgabe)
Das just erschiene Buch des unter Nixon und Ford tätigen Außenministers Kissinger, ist aufgrund des persönlichen Erfahrungsschatzes des Architekten der zwischen der VRC und USA im Jahre 1971 eingeleiteten Entspannungs- bzw. Ping-Pong-Politik, sicherlich eines der informativsten Bücher, was in den letzten Jahren über China geschrieben wurde.
Wie in vielen anderen Büchern auch, widmet sich der erste Teil dieses Buches der Geschichte Chinas von den Anfängen der drei Urkaiser bis zur Gründung der VRC im Oktober 1949. Dieser Teil besticht jedoch durch Übersichtlichkeit, Fokussierung auf Hauptereignisse und Kurzatmigkeit. Zwischendurch bringt Kissinger durch diese Geschichtskapitel dem Leser immer wieder die chinesische Mentalität näher, da Chinesen gerne historisch zitieren und historische Analogien ziehen. So war es bspw. Mao Zedong höchstpersönlich, der beim Konflikt Chinas mit Indien im Oktober 1962 Rückschlüsse für die festzulegende Militärstrategie aus einem Konflikt mit Indien aus der Tang-Dynasty (618-907) zog. Kissinger beschreibt diese Geschichtsverbundenheit der Chinesen als einmalig.
Die Informationsschatztruhe dieses Buchs beinhaltet vor allem die persönliche Begegnungen Kissingers mit den jeweiligen Parteiführen, angefangen von dem legendären" Mao Zedong, hin zum kurzregierenden persönlichen Nachfolger Hua Guofeng, hin zum pragmatischen Deng Xiao Ping, der mit seiner Reform- und Öffnungspolitik die Grundlage für die bis heute andauernden wirtschaftlichen Erfolge Chinas legte, hin zu dem als sehr intellektuell beschrieben Jiang Zemin, bis schließlich zu den momentan regierenden Parteiapparatschiks Wen Jiaobao und Hu Jintao. Letztere betreiben heutzutage eine eher vorsichtige Politik, die teilweise in diametralem Gegensatz zu der Politik der, in Anlehnung an die Chicago Boys genannten Shanghai Boys um Jiang Zemin, steht. Vor allem der harmonische Ausgleich der Gesellschaft und die Erschließung der rückständigen Westgebiete, d.h. generell mehr ökonomischer Ausgleich als Turbokapitalismus, stehen im Fokus dieser Politik. Dies jedoch immer vor dem Hintergrund, die Machtbasis der KPC nicht zu gefährden.
Viele persönliche Dialoge, Zitate, Sitzungsinhalte und -ergebnisse beider Seiten, geben dem Laien immer wieder die Möglichkeit, sich in diplomatische Situationen hineinzuversetzen, die ansonsten nur oberflächlich und für die Öffentlichkeit portioniert in Nachrichten und Zeitungen wiedergegeben werden. Der Großteil des Buchs dreht sich dabei immer wieder um Macht-, Real- und Eindämmungspolitik zwischen dem Dreigestirn UdSSR/Russland, China und der USA. Gemäß Bismarck, den er als vermutlich größten Diplomaten der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts beschreibt, ist es bei einer Weltordnung mit fünf bestimmenden Mächten immer besser zu einer Gruppe von Drei zu gehören. Auf die damalige Konstellation heruntergebrochen folgert Kissinger, dass es bei drei bestimmenden Mächten zu einer Gruppe der Zwei zu gehören, weshalb letztendlich sich Nixon entschloss, den Schulterschluss auf Kosten der UdSSR zu suchen.
Persönlicher Höhepunkt dieses Buches ist bereits die Seite 21. Hierin wird beschrieben wie die Chinesen im für sie selbst beschwerlichen Kontakt mit Fremden bereits in der Han-Dynasty in der Zeit von 206 v. Chr. bis 220 n. Chr. mit einem Barbarenmanagement" den feindlich gesinnten Stamm der Xiongnu" für Ihre eigenen Zwecke einverleibten. Wörtlich heißt es:
To give them ... elaborate clothes and carriages in order to corrupt their eyes; to give them fine food to corrupt their mouth; to give them music and women in order to corrupt their ears; to provide them with lofty buildings, granaries and slaves in order to corrupt their stomach ... and, as for those who come to surrender , the emperor (should) sow them favor by honoring them with an imperial reception party in which the emperor should personal serve them wine and food as to corrupt their mind. These are what they call the five baits."
Da Ausländer auch heute noch vielerorts als Barbaren angesehen werden, ist es nicht verwunderlich, wenn diese Fünf Verlockungen" auch heute noch von den Chinesen geschickt als Waffe eingesetzt werden, um Ausländer zu instrumentalisieren, so dass somit auch die im Westen vielzitierte Maxime Wandel durch Handel" eher ins Lächerliche gezogen wird, da mittlerweile eher die Chinesen in Ihrem Interesse wandeln, als sich wandeln zu lassen. So wird jeder, der bereits in China von Lieferanten, Kunden oder Regierungsstellen eingeladen war, sehr wahrscheinlich mit einem süffisanten Lächeln die Parallelen zwischen heutigen und dem vor 2000 Jahren installierten "Barbarenmanagement" zur Kenntnis nehmen. Lax formuliert verstehen es die Chinesen brilliant, Wein, Weib und Gesang (Mittleres des Öfteren sehr beliebtes Erpressungsmittel bei anschließenden geschäftlichen Entscheidungen) für die Regulierung der Ausländer einzusetzen, vor allem dann wenn der hierarchieoberste Chinese persönlich die Bewirtung übernimmt.
Generell sollte man sich trotz des sehr erkenntnisreichen Inhalts dieses Buchs stets vor Augen halten, dass der Autor wichtige (subjektiv gesehen negative) Ereignisse der Geschichte der VRC wie Kulturrevolution, Großer Sprung nach Vorn, mehrere Anti-Bewegungen, etc., die unzählige Millionen Todesopfer forderten, eher beiläufig erwähnt, um es sich wahrscheinlich mit den momentan einflussreichen Zirkeln Chinas nicht zu verderben. Dies ist sicherlich mit dessen eigener Lobbyarbeit im Rahmen der Kissinger Associates inc." zu erklären. So war Kissinger in vielen Fällen Türöffner und Mediator für amerikanische Unternehmen (Heinz, ITT, American International Group, Atlantic Richfield, etc.).
Als Deutscher wird einem nach Abschluss dieser Lektüre leider auch wieder am persönlichen außergewöhnlichen Lebenslauf Kissingers bewusst, inwieweit der massive Brain Drain" vor 70 Jahren Deutschland trotz des Wiederaufbaus und des Wirtschaftswunders" schädigte, da Selbiger bereits 1938 seine Heimatstadt Fürth wegen der braunen Gefahr für Leib und Leben zum großen Nutzen der USA verlassen musste.
Dieses Buch wird mit Sicherheit ein internationaler Bestseller werden und sollte für alle in internationaler Politik Interessierter Pflichtlektüre sein, vor allem weil in diesem Buch zum Schluss auch die neuerdings immer öfters zitierten geschichtlichen Parallelen zwischen dem jetzigen China und dem weiland machtvollen und -hungrigen Deutschen Kaiserreich erörtert werden.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Fills in the gaps ... but, 2. September 2011
Rezension bezieht sich auf: On China (Gebundene Ausgabe)
What makes this book special is that it focusses more on the 'empty spaces' in history, rather than on the big historic events themselves. A good example is Kissinger's way of discussing the Korean war: After just having devoted an entire chapter how the big players placed their chesspieces in the run up to the war, he summerizes the entire conflict itself in just 5 lines, before continuing with the aftermath. This is a choice that the author has made and it happens throughout the book. If you want information on big Chinese events such as the Cultural Revolution or different wars; it might be better to pick a different book.

But if you are interested in the strategic thinking that took place behind the closed doors of what we believed was a bipolar world order, this book gives you insights like no other. Eventhough I followed classes on Chinese foreign policy at Beijing University, the book still offered plenty of surprises. And of course, there is no better person to write this than the great Henry Kissinger himself.

One thing I was most surprised about was the way Kissinger portrayed Mao. Whereas general Western conceptions portray (rightfully, if you consider the millions of casualties) this Mao era as one of the less successful in Chinese history, Kissinger seems to depict Mao more as a brilliant strategist (he does the same with Stalin too), who at times is just a bit overly optimistic or ambitious (such as during the great leap forward or the cultural revolution) But due to the fact that these moments of chaos receive so little attention, a skewed picture emerges
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5.0 von 5 Sternen Excellent reading, 30. März 2013
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Rezension bezieht sich auf: On China (Kindle Edition)
one of the main aspects concerns the shift of US-policy on China at the beginning of the seventies and the rapprochement of the two countries whose main architects were Kissinger and Zhou Enlai. But an especially interesting part of the book focuses on the intricate relationship between Stalin and Mao Tse Tung, worth reading.
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5.0 von 5 Sternen horizont ereiterung durch lektuere dieses buches, 28. Dezember 2012
Von 
Ioan Stoia (Landau in der Pfalz) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: On China (Gebundene Ausgabe)
Da China seit Jahren in aller Munde ist, wollte ich mal auch die Meinung eines Scheergesichts lesen. Einer der Livedabei gewesen ist und die weltpolitik massgeblich beeinflusst hat. Nachdem ich auch the diplomacy gelesen hatte, mochtd ich seine Schriftweise.
Das Buch hat eine schiere Fuelle an Informationen und man muss sich schon die Zeit nehmen das Buch zu lesen, langsam und alles sacken lassen. Wer hier wirtschaftliche Informationen erwartet ist eher falsch am Platz. Es geht um Politik und die Beziehungen hauptsaechlich zwischen der USA und China.....aber auch andere Scheergewichte der Weltbuehne. Die dargestellte Periode geht ueber Jahrzehnte vor, waehrend und nach den fall des Eisernen Vorhangs bzw. Des Kalten Krieges.
Eine absolute kaufempfehlung
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5.0 von 5 Sternen Gute Zusammenfassung über Chinas Geschiche, 24. November 2012
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Rezension bezieht sich auf: On China (Gebundene Ausgabe)
Gute und verständlich geschrieben. Interessant das Beziehungsverhältnis zu den Nachbar und die wirtschaftlichen Verhältnisse. Wichtiges Buch für Geschäftsleute, die mit Und in China arbeiten möchten.
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5.0 von 5 Sternen Great overview on US China Relations, 24. August 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: On China (Kindle Edition)
Very interesting background on how china and the western world thinks differently based on their history. Lots of anecdotes from kissengers meetings
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen China wie es geschah, 30. August 2011
Von 
Rezension bezieht sich auf: On China (Gebundene Ausgabe)
A superbly - and at times funnily - written book: a must for those who know already how it went, but not all the details of how and why, nor the quirks of history, and a must especially for those who haven't the foggiest idea about modern China!
Wenn Sie keine Ahnung haben über modernes China, besonders wie es war wärend des kaltes Krieges, und warum ist China eine von die nächste "Grosse Mächte": lesen Sie diese "Einführung in die Diplomatie zwischen Ost und West"On China...
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Dr. Kissinger - On China, 25. August 2011
Rezension bezieht sich auf: On China (Gebundene Ausgabe)
This book was recommended to me as being well written. And these friends knew I've invested a lot of money in China, as well as being interested in its history. I started into this one while being engaged in other projects. But the book is so informative and so well written that it reads like an adventure novel. This book is excellent, excellent. Anyone starting it won't put it down. Barry Swanson, CFP, Heidelberg, Germany
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3 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zwischen strategischen Notwendigkeiten und moralischen Überzeugungen - wer gewinnt?, 8. Juli 2011
Rezension bezieht sich auf: On China (Gebundene Ausgabe)
Wenn Militärstrategie auf Moral stößt - wer gewinnt?
Zwischen den strategischen Notwendigkeiten und den moralischen Überzeugungen"
Zu einem China Buch von Henry Kissinger
Von Rupert Neudeck
13.6.11

Das Bedrückendste an diesem sehr dichten Buch: Wie nah wir an einer wirklich großen Auseinandersetzung waren in den end-sechziger Jahren bis Anfang der siebziger Jahre. Und das nicht etwa zwischen dem Osten und dem Westen. Sondern zwischen dem, was wir damals in Abgrenzung zu Nationalchina (= Taiwan) noch Rotchina nannten und der großen Sowjetunion. Kissinger berichtet - und hat dabei einige interessante Quellen, die er anzapfen kann -dass beim Tode des legendären Ho Chi Minh der sowjetische Ministerpräsident Alexej Kosygin sich auf den Weg nach Hanoi nicht über die nähere Verbindung Peking, sondern über Indien machte. So schlecht waren die Beziehungen der beiden offiziell sich noch kommunistische Bruderstaaten schimpfenden und benennenden Länder. Auf dem Rückweg flog er nicht nach China, sondern nur zum Flughafen in Peking und es kamen einige Verantwortliche in das Flugzeug, man beriet drei Stunden, dann flog Kosygin wieder weiter nach Moskau.
Kissinger berichtet am ausführlichsten natürlich über die spannende weltpolitische Volte, in der es den Amerikanern gelang, aus Nicht Beziehungen eher partnerschaftliche Beziehungen zu machen. Und das noch während des tobenden Vietnam Krieges und noch während des kalten Krieges. Zwei Geheimkonferenzen zwischen Henry Kissinger und Tschu en Lai und Mao dann die große Konferenz zwischen Richard Nixon und Mao. Alles erst mal geheim.
Trotz der Greueltaten gigantischen Ausmasses an seinem Volk bei dem großen Sprung nach vorn sind es interessante Gespräche, die Kissinger z.T. direkt notiert oder hat notieren lassen. Es gab einen heißen Draht über den Reporter Edgar Snow, der den jungen Mao beim Befreiungskampf in d en Bergen 1930 schon erlebt hatte.
Dem Edgar Snow habe er schon gesagt, so Mao: Wir haben auch unsere Geheimdienste und es ist das gleiche wie bei euch. Sie arbeiten schlecht". Aber sie wussten nicht, as Sie (= Kissinger) kommen würden. Im Protokoll ist verzeichnet: Tschu En Lai lacht.
Eine andere Geschichte, die Mao erzählt: Die Moskauer wollten Frieden machen und schickten den Rumänen Ceaucescu nach Peking. Dann kam Alexej Kosygin und Mao erklärte, man werde keinen Kampf in den nächsten 10.000 Jahren gegen ihn führen.
Und dann fügte Mao hinzu: dann habe er eine Konzession gemacht. Er habe erst gesagt, man werde diesen Kampf 10.000 Jahre führen. Aber weil er das Verdienst hatte, selbst zu ihm zu kommen, will er diese Zeit herunterschrauben auf 1000 Jahre. Daran können Sie doch sehen, wie großzügig ich bin.
Taiwan was natürlich das entscheidende Problem, Taiwan und die US-Truppen dort und die Tatsache, dass man Taiwan für das eigentlich China hielt, das das andere zu dem gemeinsamen China wieder zurückbringen müsste.
1973 hielt Mao auf die gefährlichen Reden eher gegen die Sowjetunion denn gegen die USA. Wenn ein Nuklear Krieg alle Chinesen über das Alter von 30 Jahren ermorden würden, würde das eher ein Vorteil für China sein. Denn das würde das Problem der Dialekte lösen. Die alten Leute können nicht mehr das Mandarin Chinesisch lernen.
China hatte die Angst bei einem Angriff der SU alleine dazustehen. Deshalb war Kissinger ja so sehr dafür,. Eine strategische Allianz mit China zu machen. Mao sei auch knallhart eingestiegen in das Nukleare Waffen Dilemma auch des Westens: Er sagte zu Kissinger: Sie glauben an die Nuklearwaffen. Sie haben kein Vertrauen in ihre eigene Armee".
Als die Regierung in Washington den Trip nach Peking plante, da wusste nur Kissinger als Minister Bescheid. Und Alexander Haig, der damals Nacht und Stallwache halten müssen.
Kissinger schlug Mao einen Kommunikationskanal im November 1973 vor; eine Hotline zwischen Washington und Peking als Teil der Vereinbarung, mit der beide Seiten die Risiken eines Nuklearen Krieges ausschalten wollten.
Es war auch nicht nur der Vietnam krieg und die elend langen Verhandlungen, die Kissinger mit Le Duc Tho in Genf zu führen hatte, es gab ja auch den Watergate Prozeß und Richard Nixon musste am 8. August 1974 zurücktreten.
Mit dem Konfuzianismus setzte sich Kissinger in die Nesseln. Bei einem Bankett in der Großen halle des Volkes meinte er ganz entspannt, er habe beobachtet, das China immer noch wesentlich Konfuzianisch eingestellt sei. Da explodierte sogar der realistische Tschu en Lai und meinte, der Konfuzianismus sei eine Klassen-Ideologie gewesen und erst der Kommunismus habe das Volk mit seiner Befreiungsphilosophie befreit.
Aber das dicke Buch des großen Außenministers und Sicherheitsberaters, der sich rühmt, mit zehn US-Präsidenten direkt zu tun gehabt zu haben, ist auch ein Buch über die diplomatische Methode und Philosophie des Henry Kissinger. Er, der sich ausdrücklich zu Beginn des Buchs noch mal des Beistandes von Bismarck versichert, des größten unter allen, die den Berufstitel Diplomat" zu Recht tragen.
Er berichtet mit Eifer von dem langen eine Woche lang dauernden begeisternden Gegenbesuch von Deng Xiaoping in den USA, einem Besuch, bei dem er nicht müde wurde, die technologische und wirtschaftliche Rückständigkeit Chinas einzuklagen und gleichzeitig eine Phase der intensiven strategischen Beziehungen mit den USA einzuklagen. Um das Fass vollzumachen, machte er am 4. Februar 1979 auch noch einen Stopp in Tokyo um die Allianz mit dem Westen zu schmieden. Denn die Furcht vor der Einkreisung war ins Irrationale gewachsen. Als sich Vietnam, das einstige Bruderland, daran machte, die Führung des Völkermörderregimes Pol Pot in Kambodscha zu verjagen, war das das größte Alarmsignal für China und es begann wenige Tage nach Rückkehr von Deng aus den USA mit einer Invasion der nördlichen Provinzen von Vietnam.
Damals begann eines der schändlichsten Kapitel in der Geschichte westlicher Freiheitspolitik. Man unterstützte China gegen Vietnam, das die Khmer von dem Alptraum des Völkermörderregimes befreit hatten. Der 3. Vietnam krieg begann und die USA hielten still. Das sei eben die große Schwierigkeit für die Diplomatie und Politik des Westens. Er müsse manchmal zwischen strategischen Notwendigkeiten und moralischen Überzeugungen" wählen. Und im Zweifelsfall sind die Notwendigkeiten dann härter und mächtiger als moralische Überzeugungen". Da China sich entschlossen hatte, die Sowjetunion als die gefährlichste Quelle für einen Krieg auszumachen, ging auch der Sicherheitsberater von Jimmy Carter Zbigniew Brzezinski bei seinem ersten Besuch am 17. Mai 1978 in Peking auf diesen Kurs ein. Zumal sich ein Jahr später die Sowjetunion in das unwahrscheinliche und von niemandem vorherzusehende Afghanistan Abenteuer einließ.
Das Buch lebt von der Bewunderung über die Energie und Kraft, mit der Deng Xiaoping ans Werk ging, die chinesische Gesellschaft herauszuholen aus der Rückständigkeit. 28 Prozent der arbeitenden Bevölkerung waren Analphabeten, 34 hatten gerade mal die Primärschule besucht. Die Partei begann mit der Herkulesaufgabe, Plan und Markt in irgendeine Schnittmenge zu bringen. Man trennte Ownership (die blieb beim Staat) und Management( die wurde ganz privat). 1980 kam China in den IWF und die Weltbank. Er wollte als kluger Stratege auch die Verjüngung der Partei - und das bei einer 1,3 Mrd Bevölkerung immer im großen Stil. Kurz, das gelang zum Erstaunen der gesamten Welt so gut, dass man politische Reformen erwartete. Dann kam es zum Mauerfall, zur Unruhe im gesamten altkommunistischen Machtbereich und zum Aufbegehren der Studenten. Es kam zu dem 4. Juni 1989, dem Massaker auf dem Tiananmen Platz. Und die Ungewissheit, wie der Westen darauf reagieren sollte.
Er hätte lieber gar nichts, statt scheinbar etwas getan.
Kissinger bleibt der, der zwar immer wieder eingreift, aber dann auch einmal sich zurücklehnt als der Bismarck Nachfolger, der er gern sein möchte. Reagan hatte eine fast abweichende Politik gemacht, in dem er sich mit dem japanischen Premier Nakasone anfreundete. Kissinger will noch einmal vor dem neuen Kapitel Tiananmen zurückblicken. Südostasien erscheint ihm befriedet wie seiner zeit die europäischen Mächte nach dem 30jährigen krieg. Der Vietnam Krieg, oder die drei Vietnam Kriege, der Indochina Fast Bürgerkrieg, der Koreakrieg und auch der Afghanistan Krieg waren zu Ende. Aber Bismarck hätte nicht in dem Nachbarland Chile den 11. September 1975 organisiert, das Massaker an einem gewählten Staatschef, nur weil er Kommunist war.

Henry Kissinger: On China. New York 2011 586 Seiten
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4.0 von 5 Sternen Gutes Buch. Fehlleitender Titel., 20. Oktober 2011
Rezension bezieht sich auf: On China (Gebundene Ausgabe)
Das Buch gibt einen sehr differenzierten und detaillierten Einblick in die innen- und vor Allem außenpolitische Geschichte Chinas. Dafür, dass es sehr wenig um die chinesische Kultur geht, ist mir der Titel etwas zu allgemein gehalten und kann fehlleitend sein. Wenn man bereits die Eckpunkte chinesischer Politikgeschichte kennt und mehr wissen will, dann ist dies ein sehr empfehlenswertes Buch.
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On China
On China von Henry Kissinger (Gebundene Ausgabe - 17. Mai 2011)
EUR 18,95
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