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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Warum Apple-Produkte so vollendet und erfolgreich sind, 25. Juni 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The Steve Jobs Way: iLeadership for a New Generation (Gebundene Ausgabe)
Dieses Buch ist keine einfache Biografie von Steve Jobs, Mitgründer und Chef von Apple. Es wurde von Jay Elliot geschrieben, der jahrelang effektiv der persönlche Berater von Steve Jobs war und ihn in allen Projekten eng begleitete. Jay Elliot hatte in leitenden Positionen in Computer-Konzernen wie IBM und Intel gearbeitet und war also mit der Arbeitsweise von vielen Topmanagern vertraut. IBM hatte er verlassen, weil die Firma so schleppend neue Ideen aufgriff und implementierte, obwohl sie über so viele hochtalentierte Forscher verfügte. Zufällig traf er Steve Jobs, just als er unerwartet arbeitslos geworden war, weil der Gründer seiner neuen Firma in einem Autounfall gestorben war und die Firma aufgehört hatte zu existieren. Jobs war damals 25, in T-Shirt, Jeans und Turnschuhen; Elliot 19 Jahre älter, mit Kravatte und Anzug das genaue Gegenteil. Jedenfalls fiel ihm schnell auf, daß Jobs vor Energie und Ideen förmlich sprühte. Jobs wiederum war beindruckt von Elliots Erfahrungen in der Computer-Industrie und bot ihm gleich eine Stelle bei Apple mit einem höheren Gehalt an. Zwei Wochen später fing Elliot bei Apple an.

Das erste Projekt war ein gemeinsamer Besuch im Forschungszentrum von Xerox, wo sie ein primitives Gerät sahen, das einen Cursor auf einem Bildschirm bewegen und somit Menüs öffnen konnte, eine Art Ur-Maus. Einen Monat früher war Jobs mit einer Gruppe von Apple-Ingenieuren da gewesen, aber die Ingenieure waren nicht begeistert. Bei diesem zweiten Besuch mit Elliot konnte Jobs klar erkennen, daß er die Zukunft des Computers gesehen hatte. Obwohl jung und impulsiv konnte er instinktiv erkennen, was seine Kunden zukünftig würden haben wollen, weil er selbst Computernutzer war. Elliot beschreibt ihn als den ultimativen Verbraucher, der ständig auf der Suche danach war, wie man die Bedienung des Computers benutzerfreundlicher und nützlicher machen könnte. Er wußte, daß es sinnlos wäre, Computernutzer zu fragen, was sie haben wollten, weil sie keine Vision haben. Nur wenn sie etwas sehen, können sie sagen, daß sie es unbedingt haben wollen. Jobs zitierte oft Henry Ford - wenn er seine Kunden gefragt hätte, was sie haben wollten, hätten sie geantwortet: "Ein schnelleres Pferd."

Jobs erkannte, daß viele Produkte nicht sehr erfolgreich sind, weil sie von verschiedenen Teams von Entwicklern stammen. Viele Komponenten werden von anderen Herstellern eingekauft, die Techniker brüten über die Elektronik, fremde Programmierer liefern, was gefordert wurde, die Mechanik kommt wiederum von woandersher. Das Ergebnis ist meistens ein Produkt, wo die einzelnen Konponenten nicht optimal zusammenarbeiten. Jobs sah ein, daß man möglichst alles in einem Team haben müßte, wo die verschiedenen Komponenten parallel entwickelt werden und somit optimal aufeinander abgestimmt sind. Das erklärt den Erfolg vom iPod und vom iPhone, zum Beispiel. Dazu kommt, daß Jobs es vozüglich versteht, seine Mannschaft zusammenzustellen und die Arbeiter zu motivieren. Intuitiv weiß er auch, was möglich und was unmöglich wäre. Oft sagten seine Techniker, es sei nicht möglich, das zu entwickeln, was Jobs haben wollte. Jobs ließ sich nicht abwimmeln. Und siehe da, die Techniker fanden einen Weg, daß zu realisieren, was der Visionär in Gedanken gesehen hatte.

Elliot schreibt sehr viel über Jobs' unkonventionelle aber sehr erfolgreiche Managementmethoden. Jobs ist ein Perfektionist und verlangt perfekte Arbeit von seiner Mannschaft, aber er schont sich selbst nicht. Und er vergißt nie, den Arbeitern zu danken. Er findet auch unkonventionelle Wege, diesen Dank sinnvoll auszudrücken. Ein Faktor, der die techniker begeistert und antreibt, ein vollendetes Produkt zu entwickeln, ist der Wunsch der Entwickler, das fertige Produkt selbst zu besitzen und zu benutzen. Das war besonders beim iPod der Fall. Deswegen legt Elliot in seinem Buch anderen Managern nahe, einige Eigenschaften von Jobs bei sich selbt zu realisieren.

Jobs ist nicht nur der ultimative Verbraucher, sondern auch der ultimative Verkäufer. Seine Präsentationen von Apple-Produkten sind legendär und unnachahmlich. Vollkommen ohne Skript trägt er eine Stunde oder zwei vor, ohne seine Zuhörer zu langweilen, und mit meisterhaftem Timing vollendet er die Präsentation mit einer beeindruckenden Demonstration. Und wenn etwas schiefgeht, ist er überhaupt nicht verlegen, sondern macht einfach weiter und überspielt das Malheur.

Ich fand das Buch so faszinierend, daß ich es ziemlich schnell durchlies und zum Schluß beschloß, die Windows-Welt zu verlassen und einen Apple-Computer zu kaufen, wo ich mich darauf verlassen kann, daß alles darin stimmig ist. Ich habe die englsche Fassung des Buches gelesen, aber die deutsche Übersetzung liegt auch schon vor.
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The Steve Jobs Way: iLeadership for a New Generation
The Steve Jobs Way: iLeadership for a New Generation von William L. Simon (Gebundene Ausgabe - 8. März 2011)
EUR 25,57
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