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Nach einer jahrelangen Reise ist Hellboy an die Gestade seines Heimatlandes England zurückgekehrt und ruht sich bei einem alten Freund aus. Doch mit der Erholung ist es vorbei, als ihn die Hexen Englands zu ihren Sabbat rufen, um mit ihm über seine mögliche Rolle als neuer König der Hexen zu reden. Hellboy zeigt sich wenig interessiert und in ihren Zorn gehen die alten Frauen auf einen Pakt mit der Baba Yaga ein, die Hellboy in ein Russland vergangener Tage zehrt wo ihn ihre Heerscharren und andere Gestalten der russisischen Sagenwelt erwarten. Nicht nur um ihn zu zerstören wie es scheint.

Gleichzeitig macht sich eine Gruppe des alten Volkes daran ein altes Übel aus längst vergangenen Tagen wiederzubeleben. Niemand weiß was dies bedeuten mag.

"Darkness Calls" stellt den Anfang einer neuen Ära dar, hat Hellboy ab diesem Punkt doch nicht nur endgültig den Pulp und anderen klassischen Superheldenstoff hinter sich gelassen und ist endgültig in die fantastischen Gefilde der Mythologie ausgewandert, nein, auch der Zeichner der Hauptserie ist nun ein anderer. Statt Mike Mignola, zeichnet nun der Brite Duncan Fegredo, dessen Stil zwar dem Mignolas ähnelt, der sich jedoch mehr auf kleinere Details und etwas ausführlich dargestellteren Personen konzentriert und der Serie damit ein zwar ähnliches, jedoch auch wieder vollkommen eigenes Aussehen verleiht. Ist das schlecht?

Nun, vielleicht wenn man ein kompletter Purist ist und alleine schon aus Prinzip auf Mignolas Stil schwört, doch aus rein objektiver Sicht ist Fegredo durchaus ein würdiger Ersatz für den zu dieser schwer als Autor beschäftigten Mignola, der dafür sorgt dass die Serie geschwind weitergeht und es dabei auch ziemlich gut aussehen lässt. Grafisch ist am Ende also alles in Ordnung, doch wie sieht es mit dem eigentlichen Inhalt des Bandes aus?

Nun, technisch gesehen passiert nicht viel, obwohl Hellboy nonstop unter Strom steht und sich mit viel Adrenalin durch Horden von Gegnern prügeln muss (darunter auch einem, der seiner mehr als nur würdig ist). Im Gegenteil, auf reiner Handlungsebene kommt einen der Band im Vergleich zu anderen Geschichten eher wie eine ziemlich lange Kurzgeschichte mit einem größeren, angedeuteten Konflikt im Hintergrund vor.

Und doch erhält der Band am Ende fünf Sterne? Wie kommt das?

Ganz einfach, auf einer tieferen Ebene wird hier Hellboy endlich zum ersten Mal mit den Konsequenzen seiner früheren Taten und Entscheidungen konfrontiert und erlebt nun, wie es auch der Leser tut, welche Last er da auf seinen Schultern trägt. Es ist der Beginn eines langen Leidensweges, in dessen Verlauf Hellboy fallen und wieder wie der Phönix aus der Asche steigen wird und genau das macht "Ruf der Finsternis" neben der superb gezeichneten Action zu einem großartigen Band, der zwar rein von der Geschichte her vielleicht etwas dünn ist, aber die geballte Macht der ihm zugrunde liegenden, schweren Emotionen meisterhaft zu transportieren weiß.

"Darkness Calls" ist damit der sehr gute Start einer epischen Trilogie, in der Hellboy alles abverlangt werden wird und stellt grafisch schon einen ersten Höhepunkt dieses neuen Kreativteams dar, dem noch viele folgen werden, wie "The Wild Hunt" und "The Fury and the Storm" zeigen werden. Für sich alleine genommen macht der Band auf jeden Fall schon einmal Spaß und vor allem neugierig auf das, was da noch alles kommen mag.
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Hellboy lebt von den Zeichnungen. Mignolas einzigartiger Zeichenstil hat den Comic zu dem gemacht, was er heute ist - inklusive Hollywood-Ehren. Nun gibt der Meister die Zeichenarbeit an einen Kollegen ab, was hat das für Auswirkungen? Zunächst zum Positiven: Duncan Fedrego leistet hier schon sehr gute Arbeit, Mignola nachzuahmen; manche Seiten sind schon perfekte Kopien seines Zeichenstils. Viele holzschnittartige Szenen, kleine eingestreute Füllbilder, im Dunkel glühende Augen, viel Schwarz, all das lässt den verwöhnten Hellboy-Leser aufatmen. Er muss sich nicht groß umgewöhnen, insbesondere, da das Skript ja immer noch von Mignola selbst stammt.
Das Negative folgt aber stante pede: Irgendwie finde ich das künstlerisch unbefriedigend, wenn man einen Zeichner dazu verpflichtet, einen anderen möglichst detailgetreu nachzuäffen. Die Zeichenstile der beiden sind so ähnlich, dass man schon kaum mehr von Inspiration reden kann. Doch das ist mehr mein persönliches Empfinden; auf technischer Ebene sind die Zeichnungen perfekt, auch wenn stellenweise viel zu detailliert. Mignola zog seinen Reiz hauptsächlich aus dem, was man nicht sah; Fedrego muss das noch lernen, und manche Seiten sind viel zu überfrachtet, um noch wirklich die düstere Stimmung zu tragen.

Auf der Präsentationsseite gibt es leider auch zu meckern - die Qualität ist, wie auch schon beim Vorgängerband, leider nicht mehr das, was die ersten Sammelbände auszeichnete. Das Papier ist viel dünner, der Einband labberiger. Schade, insbesondere, da der Preis dagegen etwas angezogen hat. Ein Sketchbook und ein paar Kommentare gleichen das aber zusätzlich zur höheren Seitenzahl wieder einigermaßen aus.

Insgesamt - für Hellboy-Fans ein Pflichtkauf, auch wenn meiner Meinung nach Hellboy in den kürzeren Geschichten besser funktioniert. Für Mignola-Zeichnungsfans ist das eine nette Variante, aber kommt letztlich doch nicht an den Meister heran.
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