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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nicht nur für Drehbuchautoren eine wertvolle Hilfe, 27. Dezember 2012
Von 
Fuchs Werner Dr (Zug Schweiz) - Alle meine Rezensionen ansehen
(#1 HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 50 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: 45 Master Characters (Taschenbuch)
Die Autorin schreibt Drehbücher und gibt ihre Erfahrungen Studierenden der Loyola Marymount University weiter. Aber dieses Buch ist auch für Leser interessant, die nicht für die Filmindustrie oder das Fernsehen arbeiten, sondern privat oder beruflich Geschichten schreiben und wissen möchten, wie sie ihren Figuren durch eine bessere Charakterisierung mehr Leben einhauchen können.

In „Getting started“ fasst die Autorin zusammen, was Archetypen sind, warum wir sie gebrauchen sollten und wie diese Kenntnisse in die konkrete Arbeit einfließen können. Mit „Creating Female Heroes and Villains“ geht es dann los. Da zu den 8 weiblichen Archetypen auch deren negativen Seiten beschrieben werden, sind es letztlich 16. Und weil das gleiche für die männlichen Helden gilt, enthält der Hauptteil also 32 Archetypen. Hinzu kommen noch 13 Helfer, die in Freunde, Feinde und Symbole unterteilt werden. Klingt kompliziert, ist es aber nicht, wenn man sich einmal auf das System von Victoria Lynn Schmidt eingelassen hat.

Da die amerikanische Drehbuchautorin zwischen Archetypen und Stereotypen unterscheidet, muss man keine Angst haben, sie verheddere sich in banalen, mehr der Unterhaltung dienenden Typologisierungen, wie man sie oft in populären Zeitschriften antrifft. Victoria Lynn Schmidt ist wie viele Geschichtenerzähler der Meinung, dass alle wichtigen Themen in den großen Geschichtensammlungen der Menschheit zu finden sind. Und dazu gehört eben auch die Odyssee mit ihren prototypischen Helden und Heldinnen. Daher macht es Sinn, diese Figuren genau zu studieren, um später eigene Varianten zu erfinden. Dieser Ansatz liegt auch den meisten Büchern zugrunde, in denen der Begriff „Storytelling“ eine zentrale Rolle spielt.

Am Beispiel der Aphrodite soll gezeigt werden, wie Victoria Lynn Schmidt ihre Kapitel aufbaut. Zuerst fast sie einem Lead die wichtigsten Merkmal auf poetische Art zusammen, um danach auf die einzelnen Charaktereigenschaften einzugehen. Die Unterkapitel lauten daher: The Seductive Muse – What Does the Seductive Muse Care About? – What Does the Seductive Muse Fear? – What Motivates the Seductive Muse? – Howe Do Other Characters See the Seductive Muse? Developing the Character Arc – Assets - Flaws – The Villainous Side oft he Seductive Muse: The Femme Fatale – Aphrodite in Action. Unter der letzten Überschrift findet der Leser Beispiele aus Fernsehserien, Filmen, Literatur und Geschichte.

Wichtig sind auch die Teile „Creating Supporting Characters“ und „The Feminine and Masculine Journeys“, da die vorgestellten Archetypen ja dazu dienen sollen, eine Geschichte zu erzählen, die in sich rund ist und einen Spannungsbogen hat. Im Anhang finden sich noch Worksheets, weitere Tipps und ein Register.

Mein Fazit: Wer als Hobby oder beruflich Geschichten schreiben möchte, die beim Publikum ankommen, tut gut daran, sich intensiv mit den Helden seiner Story zu beschäftigen. Und das heißt eben auch, sie archetypisch zu charakterisieren. Wie das geht und worauf man achten soll, beschreibt Victoria Lynn Schmidt auf leicht verständliche Weise. Zudem liefert sie Mustervorlagen meist amerikanischer Drehbuchschreiber, an denen man sich orientieren kann.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine großartige Inspirationsquelle und Hilfe, 10. Februar 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: 45 Master Characters (Taschenbuch)
Dieses Buch hat mich wirklich begeistert. Es war der Titel, der mich gereizt hat, es zu kaufen. Nach dem Lesen der ersten Seiten war ich erst skeptisch, da ich mich erst an das Konzept der mytischen Archetypen gewöhnen musste, aber nicht zuletzt die vielen bekannten (und mir persönlich auch unbekannten) Beispiele aus Literatur, Film und Fernsehen halfen mir sehr dabei, mich in die verschiedenen Archetypen einzufühlen.
Was mir sehr gut daran gefällt sind, neben den schon erwähnten Beispielen, dass die Archetypen nichts vorschreiben, sondern eine Art Grundgerüst für einen Charakter liefern, den man selbst mit unzähligen individuellen und passenden Merkmalen versehen kann, ganz so, wie es in die eigene Geschichte passt. Die Autorin stellt bei jedem Archetyp Fragen und gibt Denkanstöße, die einen zum Denken anregen und mich sehr inspiriert haben.

Der Teil über die Nebenrollen fällt angenehm kurz aus. Es werden die verschiedenen unterstützenden Charaktere aufgezählt und welche Auswirkungen ihr Erscheinen auf den Hauptcharakter und die Geschichte haben kann, ohne dabei zu sehr ins Detail zu gehen (wahrscheinlich, weil auch diese Nebenrollen letztlich aus den zuvor gründlich erklärten Archetypen rekrutiert werden können, nur eben weniger ausführlich als beim Hauptcharakter).

Was mich sehr begeistert hat ist, dass die Autorin nicht nur bei den weiblichen und männlichen Archetypen auch die negativen Seiten (für die Antagonisten der Geschichte) aufzählt, sondern auch bei den unterstützenden Charakteren sehr gut darauf eingeht, welche für den Held der Geschichte negativen oder unangenehmen Auswirkungen sie haben können - die Idee des Mentors, der irgendwann eifersüchtig auf den Held wird, den er eigentlich ausbilden soll, finde ich z.B. sehr spannend.

Mit am besten gefallen haben wir die ausführlichen Beschreibungen der weiblichen und der männlichen Reise (wobei natürlich auch männliche Hauptcharaktere die weibliche Reise beschreiten können und umgekehrt). Diese Reisen stellen zwei verschiedene Entwicklungswege des Hauptcharakters im Laufe der Geschichte dar. Die Autorin hat es perfekt geschafft, die einzelnen Schritte dieser Reise (drei Akte mit je drei Schritten, also ingesamt neun Schritte pro Reise) zwar ausführlich zu erklären und auch hier wieder viele Beispiele aus Literatur und Film zu liefern, aber gleichzeitig soviel Freiruam zu lassen, dass man ihre Aufteilung und Erklärung problemslos für jede Art von Buch verwenden kann - sei es ein Thriller, ein historischer Roman, ein Fatansyroman oder was auch immer.

Ebenfalls sehr begeistert hat mich, dass sie auf die Unterschiede zwischen männlichen und weiblichen Charakteren eingeht und wie sehr diese von den Erwartungen ihrer Umwelt geprägt und geformt und sogar in bestimmte Richtungen gestoßen werden. Sie macht sehr deutlich, dass sie Frauen nicht für schwach hält, aber das in der Gesellschaft vorherrschende Bild (ja, das gibt es immernoch!), dass Frauen schwach seien, irgendwie jede Frau und damit jeden weiblichen Charakter beeinflusst. Ebenso wird jeder Mann und männliche Charakter von den Erwartungen der Gesellschaft an einen Mann geprägt. Glaubhafte Charaktere kann man nur erschaffen, wenn man auch dies im Hinterkopf behält.

Alles in allem kann ich dieses Buch Anfängern wie Profis nur empfehlen. Es enthält ein flexibles Grundgerüst, an dem man sich entlang arbeiten kann, ohne dass es einen einengt. Viel mehr regt es an, sich Gedanken zu machen und kreativ zu sein und gibt viele Anstöße und Inspirationen.
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11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Äußerst hilfreich., 18. September 2010
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: 45 Master Characters (Taschenbuch)
Ich hatte bisher immer so meine Probleme bei der Erschaffung von Charakteren. Das lag nicht zuletzt am RPG-Spieler-Syndrom: Aussehen, Alter, Art, Geschlecht, bisschen Hintergrund, bisschen Vorlieben und Abneigungen und los gehts. Die Spielfigur erhält ihren Charakter erst durchs Spielen. Zwar kann ich mit 45 Master Characters nicht auf Anhieb ausgefeilte Charaktere erstellen, aber sie sind mir gegenüber nun viel gesprächiger als zuvor.

Aber zum Buch selbst:
Es hält, nach Geschlechtern getrennt, je acht Typen für unsere Heronen bereit, jeweils als zwei Seiten einer Medaille. Macht also insgesamt 2x16, also 32 Typen. Daneben gibt es noch Typen für Supporting Characters, also der Zirkus an Helferlein (oder Feinden), die unser Held hinter sich her zieht. Derer sind es dann drei (Freunde, Feinde, Symbole), die nochmals unterteilt sind und somit die restlichen dreizehn Typen ergeben, damit wir auf unsere 45 kommen.
Daneben hält das Buch noch ein Kapitel zur weiblichen wie männlichen Reise bereit - wo dann letztlich klar wird, dass Mann und Frau doch zwei verschiedene Wesen sind. Praktisch sind in dem Zusammenhand die Worksheets zum Plotten beider Reisen, die das vorher gesagte als Art Checkliste wider geben und somit zum praktischen Arbeiten taugen.
Vor Klischees muss man sich dabei aber nicht fürchten. VLS unterscheidet deutlich zu Beginn des Buches zwischen Stereotypen und Archetypen: Stereotypen sind für sie nur oberflächliche Imitationen von Menschen, sie sagen nichts über ihre Ängste, Wünsche/Ziele und Motive, sie sind nur "general ideas". Archetypen hingegen ziehen sich durch die gesamte Mythologie (sie entstammen daher "der gesamten Menschheit" und nicht nur dem vorurteilbelasteten Einzelnem; daher wurden repräsentativ in dem Buch die alt-gr. Gottheiten gewählt), haben genaue Ängste, Ziele, Motive.
So sind dann auch die beschrieben Reisen für Weiblein und Männlein verschieden: Die Heldin muss tief in sich gehen und während der Geschichte eine Wandlung durchmachen. Sie "erwacht" dabei in Akt1 und geht dann auf die "Wiedergeburt" zu; d.h., sie fällt am Ende von Akt1 (nachdem sie ihre perfekte Welt als nicht-perfekt wahrgenommen hat) eine Entscheidung, die ihr ganzes Leben ändern wird und die nicht rückgängig zu machen ist, das ist der Punkt, wo ihre Reise beginnt (und der Plot einsetzt), das auslösende Moment sozusagen. Die Wiedergeburt ist dann der Punkt, an dem sich die Heldin gewandelt hat. Allerdings ist das nicht das Ende der Geschichte, vielmehr ist es die Voraussetzung, dass die Heldin den finalen Schritt tun kan, um zu bekommen, was die ganze Zeit über ihr Ziel war. Hingegen der Held widersteht der inneren Wandlung bis Akt3. Dann kann er zwei Wege wählen: entweder er wählt das Erwachen und siegt oder er verweigert weiterhin die Wandlung und verliert. Die männliche Reise ist, mehr oder minder finde ich, das, was wir unter der Heldenreise (nach Vogler) verstehen.
VLS fußt dabei die Reisen auf dem Mythos um die Göttin Inanna (für die weibliche Reise) und auf dem Gilgamesh-Epos (für die männliche Reise). Wichtig ist auch, dass nicht nur Frauen und Männder die Reisen durchmachen müssen wie Inanna und Gilgamesh. Als Beispiel nennt sie dabei den Film American Beauty, in dem Protagonist Lester eigentlich all das durchmacht, was als Frauenreise zu sehen ist. (Wobei Lester letztlich keine Unterstützung erhält sich zu ändern und vor dem Punkt der Wiedergeburt stirbt. Die holt er erst nach, indem er die Geschichte erzählt.)

Mein Fazit also: Wer sich bei der Charaktererschaffung schwer tut oder an mythologischen Archetypen interessiert ist, kann sich das Buch ruhigen Gewissens kaufen.
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5.0 von 5 Sternen Toll, genau das was ich gesucht habe!, 26. Juli 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: 45 Master Characters (Taschenbuch)
Dieses Buch ist eine große Hilfe bei der Charaktererstellung. Alle Themen sind gut strukturiert und verständlich erklärt. Leider gibt es dieses Buch nur als Taschenbuch (gedruckte Ausgabe) und das ist bei ständigem Gebrauch schnell abgenutzt. Ein Hardcover oder Ringbuch wäre mir lieber gewesen.
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45 Master Characters
45 Master Characters von Victoria Lynn Schmidt (Taschenbuch - 15. August 2007)
Gebraucht & neu ab: EUR 17,08
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