weddingedit Hier klicken muttertagvatertag Cloud Drive Photos Kamera16 Learn More madamet Samsung AddWash Hier klicken Fire Shop Kindle PrimeMusic Autorip GC FS16

Kundenrezensionen

4,4 von 5 Sternen336
4,4 von 5 Sternen
Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung


Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

TOP 500 REZENSENTam 4. Februar 2014
Zum Inhalt dieses Buches sollte man am Besten gar nichts verraten. Ganz grob vielleicht: Im Jahr 2.467 sind Menschen auf dem Planeten Proxima Centauri gestrandet, einem unwirtlichen Planeten mit zwei Sonnen, glühend heißen Tagen und ewig langen, eiskalten Nächten. Sie leben da jetzt schon seit sieben Jahren und haben sich mit den schwierigen Bedingungen arrangiert. Dennoch verlangen ihnen die Witterungsbedingungen einiges ab. Auch besteht ständig die Gefahr, Schneckenköpfen zu begegnen...

Man liest dieses Buch, ist erstmal ein wenig verwirrt, lebt sich ein und denkt: Hochspannend! Und wenn man dann meint, man hätte diese Welt und diese Gesellschaft verstanden, passiert etwas absolut Unerwartetes, das die Situation grundlegend ändert.
Wir zurren unser Weltbild zurecht und lesen weiter, aber nach etwa 100 Seiten müssen wir auch das wieder überdenken, weil neuste Informationen andere Voraussetzungen schaffen. Und so staunt man sich durch das Buch, bis man am Ende feststellt, dass alles einen Zusammenhang hat, auch wenn es zwischendurch vielleicht verwirrend war.

Mit leisem ( manchmal auch zotigem ) Humor wird hier eine irre Geschichte erzählt, die spannend ist, oft auch gnadenlos brutal, gelegentlich sogar schön. Es gibt unfreiwillige Helden, eine geniale Ärztin, bissig ironische Computer, erstaunliche Technik, aggressive Schneckenköpfe und einen höchst verstörenden Ausblick auf die Zukunft der Menschheit.

Eine spannende Zukunftsvision, die irrwitzig aber auch nachvollziehbar ist und bis zum Schluss erstaunt.
0Kommentar|81 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
Ein ungewöhnlicher, teilweise recht drastischer SF-Roman aus dem Genre der Hard Science-Fiction und dazu mit einer komplexen, lesenswerten Handlung (Hard-SF bezeichnet den Zweig der Science-Fiction, der durch ein Interesse an wissenschaftlicher Genauigkeit und/oder Details geprägt ist. Im Mittelpunkt der Geschichten stehen die Naturwissenschaften (z. B. Astronomie, Physik, Gentechnologie) sowie technische Fortschritte.)
Die besondere Kunst besteht darin einerseits eine wissenschaftlich/pseudowissenschaftlich korrekte fiktionale Zukunft zu kreieren und andererseits eine interessante und spannende Handlung darin einzubetten.
Alle erwähnten Bereiche und noch einiges mehr werden von dem Autor auf recht fundierte Weise bedient. U. a. kommen Sternenaufzüge zum Einsatz, die schon im Fahrstuhl zu den Sternen (englischer Originaltitel The Fountains of Paradise) von Arthur C. Clarke verwendet, intelligente, sehr selbstständige Computer (sogenannte AI) wie schon bei 2001: Odyssee im Weltraum (A Space Odyssey) ebenfalls von Arthur C. Clarke. Einiges erinnert an die Werke von Isaac Asimov und im Hinblick auf die Schilderung von Gefahren und Verlusten an Leben kann die Geschichte mit D. Weber und dessen Honor Harrington Reihe mithalten.

Von der Handlung darf ich nicht viel verraten, da der Roman von Überraschungen und komplexen Zusammenhängen, die sich erst im Laufe der Geschichte entwirren, lebt. Erzählt wird aus wechselnden Perspektiven und neben der Hauptzeitlinie gibt es Kapitel aus der Vergangenheit, die vor der im Roman geschilderten ersten interstellaren Expedition spielen.
Wissenschaftliche Begriffe, die für die Handlung wichtig sind, werden in Fußnoten erklärt, man kann sich damit beschäftigen, sie sind für das Verständnis der Handlung allerdings nicht unbedingt erforderlich.

Dieser über die Prime Mitgliedschaft bei Amazon entliehene Roman hat mich positiv überrascht. Das Ende verlangt nach einer Fortsetzung, auch wenn ich noch keine Informationen darüber gefunden habe. Wenn es überhaupt etwas zu kritisieren gibt, der Roman ist fast zu dicht - enthält zu viel und gegen Ende nimmt das Erzähltempo noch zu, die Ereignisse überschlagen sich fast. Einige Dutzend Seiten mehr hätten nicht geschadet.
22 Kommentare|42 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 7. Februar 2016
Die Idee hinter diesem Buch hat mir sehr gut gefallen und auch die Umsetzung ist, meiner Meinung nach, recht gut gelungen. Daher 4 Sterne für Idee und Umsetzung im Allgemeinen.
Allerdings weist gerade die Umsetzung einige Schwächen auf. Die Personen, ob Replikant oder nicht, scheinen zu perfekt bzw. zu stark idealisiert, sodass hier häufig der Realitätsbezug fehlt.
Außerdem merkt man auch leider sehr, dass das Buch von einem Mann geschrieben wurde: die Frauen sind zu häufig zu frivol, es werden ständig Frauenkörper (die natürlich nahezu alle perfekt geformt sind) beschrieben, die Männer denken und Träumen nahezu immer von sexuellen Akten usw.
Darüber hinaus fand ich, dass einige Zusammenhänge auch bis zum Schluss nicht aufgeklärt wurden. Z.B. Woher wusste Elias, der stundenlang alleine im Eis umherwanderte, dass "Aliens" aufgetaucht waren? Er ist ihnen nie begegnet bzw. hat allein im Eis auch nie welche zu Gesicht bekommen, doch plötzlich ist er sich ihrer Anwesenheit bewusst. Solche Zusammenhänge wurden leider offen gelassen, was ich sehr schade finde.
Teilweise ist mir die Geschichte zu schnell vorangeschritten, sodass ich den Gefühls- und Gedankengängen der Personen kaum folgen konnte.
Diese Bewertung spiegelt natürlich lediglich meine persönliche Meinung wider und ich möchte noch einmal betonen, dass mir das Buch trotz seiner Schwächen insgesamt gut gefallen hat.
0Kommentar|Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 30. Dezember 2015
Habe nun alle drei Teile am Stück gelesen, begeistert war ich von keinem der Bücher. Die Geschichte selbst ist eigentlich spannend, über einige Logikfehler könnte man gern hinwegsehen... man muss nicht zu viel nachdenken. Was sich beim Lesen aber immer wieder negativ aufdrängt ist eine falsche Grammatik und ein merkwürdiger Erzählstil. An einigen Stellen wird unnötig ins Detail gegangen - wobei ich aber nie den Eindruck hatte, dass irgendwelche Themen besonders gut recherchiert waren - und an anderen Stellen wird der Spannungsbogen viel zu schnell überschritten. Irgendwelche Konflikte oder Probleme sind dann schon gelöst und man fragt sich als Leser - warum war das jetzt so einfach.

Auf weitere Details will ich nicht unbedingt eingehen, in den vielen anderen Rezensionen wurde schon das meiste gesagt. Ich gebe die drei Sterne aufgrund meines Gesamteindrucks. Ich bin froh dass ich die Bücher nicht bezahlt habe, weil sie in meinem Prime-Abo enthalten waren. Es war aber eine netter Zeitvertreib.

Dem Autor möchte ich noch mitgeben - da er ja aus der IT-Branche kommt - nochmal zu hinterfragen, wie ein Genetik-Biologe eine KI erschaffen kann, und vielleicht auch mal den Begriff "Technologische Singularität" im Zusammenhang mit seinen KI-Geschichten zu reflektieren. Außerdem empfehle ich dringend einen Lektor, der des Deutschen mächtig ist.
0Kommentar|6 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 17. April 2016
Dies ist das erste Buch, das ich vom Autoren gelesen habe, nachdem ich eher zufällig bei Amazon darüber gestolpert bin. Die Leseprobe war so lang, dass ich mehrere Tage daran gelesen habe... Am Ende ist man schon so tief in die vielschichtige Geschichte in ferner Zukunft eingetaucht, dass es zumindest mir so ging, dass ich - fasziniert von den Charakteren, Orten und unterschiedlichen Erzählsträngen - das Bedürfnis hatte, zu erfahren, wie es nun weiter geht und was um alles in der Welt sich nun hinter den “Schneckenköpfen“ verbirgt!
Auf wirklich spannende Art erzählt der Autor aus immer neuen Blickwinkeln und bringt so immer mehr Licht ins Dunkel. Ein fesselnder Roman über eine Zukunft auf einem fernen Planeten, bei der man wirklich nicht so ohne Weiteres tauschen möchte... Ich bin gespannt auf Teil 2 der Reihe!
0Kommentar|Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 12. Februar 2014
Zum Inhalt dieses Buches ist schon einiges gesagt, daher vermeide ich jetzt Wiederholungen.
Lieber erkläre ich, wie ich zu meiner Wertung kam.
Was ist das Wichtigste an einem guten Buch? Ich denke, die Antwort ist: Der Spaß am Lesen. Wie erreicht ein Autor diesen Spaß?
Er setzt ihn aus verschiedenen Faktoren zusammen.
Die Präsentation:
Genesis hat einen Seitenumfang von ca. 570 Seiten, ist durch ein Lektorat gegangen und weitestgehend fehlerfrei. Das ist für die große Masse der eBooks nicht selbstverständlich. Die erklärenden Fußnoten sind spitze. Das heißt 5 Sterne.
Die Charakter:
Es gibt keinen richtigen Hauptcharakter, sondern z.B. mit Elias und Anna (welche Anna?) einige gewichtige Personen. Die Charakterentwicklung lebt davon, dass sie immer mehr Geheimnisse über sich selbst lüften. Einige Nebencharakter wirken etwas stereotyp. 4 Sterne.
Erzählstil:
Die Perspektive wandelt sich pro Hauptkapitel, im letzten sogar pro Kapitel, was das furiose Ende noch furioser macht. Die Dialoge kommen stimmig und knackig herüber. Ein oder zwei Szenen sind mir persönlich zu brutal. Einige Sätze sind mir persönlich zu kurz. Insgesamt 4 Sterne.
Die Geschichte: Die Story ist grandios und grandios konstruiert (lest das Buch, dann versteht ihr, was ich meine). Zunächst wird auf zwei Zeitebenen ein nachvollziehbarer Science-Fiction in gar nicht allzu weiter Zukunft erzählt. Fast realistisch, in jedem Fall gesellschaftskritisch und immer originell. Einige Fragezeichen tun sich beim Leser auf, jedoch nie verwirrend, sondern zum Weiterlesen animierend. Und die Fragezeichen werden später alle beantwortet. 5 Sterne
Preis/Leistung: Vier Euro (oder zwei Bier) für ein gutes Buch, so what.... 5 Sterne
Spaß am Lesen: Insgesamt 5 Sterne !
0Kommentar|21 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 16. Januar 2016
Zunächst erst einmal wieder die gute Nachricht: Es hat Spaß gemacht, das Buch zu lesen. Ein Si-Fi-Roman der mich wieder einmal (neulich schon Shanera von Thilo Schön) in meine Jugendzeit zurückgeführt hat.
Die schlechte Nachricht: Für mehr als drei Punkte reichte es aber nicht. Dafür ist vorrangig das letzte Drittel des Buches verantwortlich. Nach hinten raus fehlte mir einfach die logische Weiterführung des Anfang. Das erste, was mich massiv störte, war die physikalisch sehr fragwürdige wundersame Abbremsung der Horizon. Da war das Raumschiff angeblich mit mehr als 99% der Lichtgeschwindigkeit unterwegs, was schon ziemlich dick aufgetragen ist. Und dann hat das Schiff im Sonnensystem des Planeten Proxima plötzlich nur noch 0,05 % der Lichtgeschwindigkeit. Das hört sich im Text irgendwo so an, als wenn das Raumschiff von selbst abgebremst wird, so wie ein Auto auf der Autobahn durch den Luftwiderstand ohne zusätzliches Bremsen abgebremst wird. Im Weltall wird ein Raumschiff aber nicht ohne weiteres abgebremst, sondern bewegt sich mit der Geschwindigkeit weiter, die es durch die vorausgegangene Beschleunigung erreicht hat. Abbremsen kann man ein Raumschiff im All nur durch Gegenschub oder durch die Kollision mit massiven Objekten, was bei 99 % der Lichtgeschwindigkeit aber eher nicht zu empfehlen wäre.
Dann die krude Story mit den Schneckenköpfen, die sich innerhalb von 8000 Jahren von Menschen durch evolutionäre Anpassung angeblich in steinfressende Monster verwandelt haben. 8000 Jahre sind im Zeitraffer der Evolution ein S*****. Da verändern sich vielleicht die vorherrschenden Schnabelformen von irgendwelchen Darwin-Finken in Anpassung an andere Futterquellen. Aber innerhalb von 8000 Jahren vom Mensch zum Schneckenkopf, das ist nichts anderes als Märchenstunde.
Dann der Zwischenteil, in dem die Horizon im Sonnensystem von Proxima in die Sonne zu stürzen droht. Das ist für meinen Geschmack viel zu langatmig, ohne das es wesentlich zum Handlungsstrang beiträgt.
Das Ende konnte mich auch nicht so richtig befriedigen. Da passiert nicht mehr richtig was. Kein richtiger Höhepunkt, keine unvorhersehbare Wendung. Das war mir ein bisschen zu flach, zu schablonenhaft.
Gestört haben mich auch die durchnummerierten Anmerkungen. Das hat was oberlehrerhaftes und gaukelt eine Wissenschaftlichkeit vor, die so nicht vorhanden ist.
Unter dem Strich bleibt ein nicht ganz ungetrübtes Lesevergnügen, bei dem das Vergnügen gegenüber den negativen Aspekten aber doch die Oberhand behält.

Ich werde die nächsten Teile der Genesis-Reihe nicht mehr lesen.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 13. April 2015
Das spätestens seit „2001: Odysee im Weltraum“ kein Raumschiff oder ähnliches mehr ohne einen Supercomputer oder irgendeine allgegenwärtige Künstliche Intelligenz (KI) mehr auskommt, muss man ja offensichtlich über sich ergehen lassen. So wird auch in diesem Buch eine solche KI nicht nur brav aus allen möglichen Vorbildern übernommen, sondern - sogar mehrere davon - in den Mittelpunkt des Plots gestellt. Die KI sind selbstverständlich allgegenwärtig, wissen alles, können alles, sprechen überall und immer mit den Menschen, kommentieren alles, und – was wirklich extrem nervend und störend ist – sind auf völlig absurde und dumme Weise völlig „vermenschlicht“. Ein Großteil der Dialoge, den die KI übrigens auch untereinander führen (als ob die Sprache das Medium wäre, über das derartige Systeme kommunizieren würden) ist erschreckend peinlich zu lesen. Als wäre das Buch für maximal 10jährige geschrieben. Generell wird auch gerne im Anschluss an eine Aussage einer Figur noch eine Erklärung dazu angefügt, damit die Leser nicht zu viel nachdenken müssen (so auf die Art „…nein, das werde ich NICHT tun!“, sagte Anna. Sie ging jetzt auf Konfrontation…ahaaaa…WTF?)

Weiters ermöglicht das absolut dämliche, unprofessionelle und somit völlig unwahrscheinliche Verhalten der Hauptdarstellerin erst die Entwicklung der ganzen konstruierten und an den Haaren herbeigezogenen Geschichte. Die superkluge und –hübsche Lady entwirft dann auch sozusagen im Vorbeigehen während der Startphase der Mission ganz alleine eine revolutionäre und neuartige KI noch nie dagewesenen Ausmaßes und schleust diese einfach so in das Raumschiff, das Teil eines Projektes mit einem Budget von glaube ich 10% des globalen BIP ist. Und das obwohl IT gar nicht ihr Fachgebiet ist. Hmmm….Ok, das Buch muss für 10jährige sein. Und das zu einem Zeitpunkt, an dem jede Minute und jede Rechenoperation jedes Rechners penibelst genau vorgeplant sein müsste. Allein das Telefonat mit „Pierre“ (sag jetzt, bist du ein Terrorist, oder nicht?) ist unglaublich lächerlich. Entsinnt man zudem sich der Tatsache, dass heutzutage jeder Urlaubsflug besser geplant ist als offensichtlich dieses Jahrtausend-Projekt, kann man sich zu diesem Zeitpunkt ohnehin nur noch wundern…

Von einer derart angesiedelten Story würde ich mir auch zumindest etwas Phantasie bei der Schilderung fremder Welten, Gegebenheiten und Wesen erwarten. Hier wird allerdings nichts davon geboten. Die neue Welt beschränkt sich auf Wüste und Eis ohne nähere Beschreibung. An Fauna wird lediglich eine einzige Spezies erwähnt, die als Schneckenköpfe bezeichnet wird, die offensichtlich gerne Menschen fressen, das war's auch schon. Mehr gibt's nicht. (Man fragt sich, wovon die Dinger leben würden, wenn hier nicht zufällig Menschen vorbeigekommen wären?) Es wird also leider keinerlei Atmosphäre geschaffen – nur Menschen im Weltall, sonst nichts. Das dem Leser durch fehlende Charakterzeichnung die Figuren letztendlich völlig egal sind, sei nebenbei auch noch kurz erwähnt.

Zu allem Überfluss ist nicht nur die Erzwählweise und die verwendete Sprache peinlich stümperhaft, sondern das ganze Buch ist dermaßen voll mit Rechtschreib-, Grammatik- und Satzzeichenfehlern, dass es man es kaum für möglich halten mag, dass das so in den Verkauf ging! Oftmals fehlen auch Buchstaben und ganze Worte; somit muss man bei manchen Sätzen selbst überlegen, was das wohl bedeuten sollte. Das ist sehr ärgerlich. Seltsamerweise sind in dem Buch sogar eine „Lektorin“ sowie „Beta-Leser“ genannt. Nun, ich hoffe für diese Personen, dass sie einfach nie einen Blick in das Buch geworfen haben, alles andere wäre äußerst peinlich….
11 Kommentar|18 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 13. Februar 2014
Was für ein packendes Buch, kann man einfach nicht wieder aus der Hand legen!
Worum gehts? Menschliche Siedler erleiden Schiffbruch auf einem fernen Planeten und müssen um ihr Überleben kämpfen. Dabei müssen sie buchstäblich über sich selbst hinauswachsen und nach ihren Wurzeln suchen. Und auf der Suche zu besseren Menschen werden. Selbst wenn sie gar keine Menschen sind.
Man merkt dem Autor die Herkunft aus der IT an, da ist kein überflüssiger Ballast oder schmückendes Beiwerk in der Geschichte, jedes Detail hat seine Berechtigung und seine Bedeutung. Und es lohnt sich wirklich, die Sonnen am Himmel zu zählen. Wenn auch andere sich sicherlich stellenweise etwas mehr Langatmigkeit wünschen werden. Netterweise kommt der Autor auch ohne unplausible Kunstgriffe aus, die Geschichte ist stringent und überzeugend. Ein wenig auffällig ist vielleicht die Spreizung der Technologien, da sind einerseits einfache Technologien beschrieben und im Einsatz und zum anderen doch sehr hypothetische, das mag nicht ganz so zusammen passen.
Die Geschichte startet mit einer ganzen Anzahl von Fäden, die dann nach und nach aufgewickelt werden. Und in deren Verlauf sich auch die Charaktere entwickeln können. Zumindest einige, denn natürlich braucht es auch Randfiguren, die auf der Strecke bleiben. Aber es bleiben keine losen Enden übrig, alles wird aufgelöst, wenn auch hier und da noch ein paar Details der Lösung nur skizziert und nicht ausgeführt werden. Da hätte man schon noch ein paar Seiten rauskitzeln können.
Das Beste an dem Roman sind die Wendungen. Immer wenn man glaubt, es sich gerade in der Story gemütlich gemacht zu haben, wird einem (oft buchstäblich) der Boden unter den Füßen weggezogen und alles was man sich eingebildet hatte zu wissen, muss über Bord geworfen werden. Die Annahme ist der Beginn jeder Katastrophe, das zieht sich wie ein roter Faden durch das Buch. Langweilig wird das zu keinem Zeitpunkt! Eine echte Kaufempfehlung!
Nur ein Problem ließ der Autor ungelöst: Wie hat die Horizon eigentlich gebremst? Viel Spaß auf der Suche nach dem Logikfehler beim lesen!
0Kommentar|26 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 29. Juni 2014
OK, das Thema ist nicht neu: Die Menschheit schickt ein Raumschiff auf die Reise, um einen Planeten zu kolonialisieren. Neu (zumindest) für mich, ist jedoch die Idee, den Menschen Replikanten (gezüchtete Gen-Supermenschen) an die Seite zu stellen, um es beim Aufbau etwas leichter zu haben. Da sich nicht alle mit dem Gedanken anfreunden können, eine fremde zu Welt mit Replikaten zu erobern, geht (wie sollte es anders sein) einiges schief...

Der Roman wird auf mehreren Ebenen erzählt. Während man den Menschen und Replikanten beim Kampf ums Überleben über die Schulter schaut, wird erzählt, wie es zu dieser Reise gekommen ist. Im Mittelpunkt steht dabei Anna, die Wissenschaftlerin, die die Replikanten erschaffen hat. Es sind ihre "Kinder", denen sie unterschiedliche Anlagen und Fähigkeiten mit auf den Weg gegeben hat und die die Geschichte mit hohem Tempo vorantreiben.

Mich hat der Roman gut unterhalten. Der Autor spannt den Bogen sehr weit und tangiert dabei diverse SF-Themen (Kontakt zu Aliens, Kampf gegen "Eingeborene", KI, Warp-Antrieb). Er verliert sich dabei jedoch nie in "Kleinigkeiten", sondern baut die eine oder andere große Überraschung ein.
0Kommentar|4 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden

Haben sich auch diese Artikel angesehen

9,99 €