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17
4,5 von 5 Sternen
Uppercut
Format: TaschenbuchÄndern
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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 28. Oktober 2013
Inhalt:

»Verprügeln Sie einen Obdachlosen. Laden Sie ein Beweisfoto auf Facebook hoch.« Sie haben seine Frau. Ihre Forderungen erscheinen vollkommen unsinnig. Um sie zu erfüllen, muss er alte Wunden aufreißen und sich seiner kriminellen Vergangenheit stellen. Wer tut ihm das an? Und warum? Der ehemalige Boxer Robert Strauss stolpert von einer bizarren Situation in die nächste, und nur eines ist sicher: Jemand bekommt bald ganz gewaltig was aufs Maul!

Und das im wahrsten Sinne des Wortes... Wer mit Gewalt nichts anfangen kann sollte dieses Buch nicht lesen. Alle anderen; Kauft es euch!

Dieses Buch ist wie ein schöner Actionfilm im Fernsehen. Es wird nie langweilig und genügend Spannung ist garantiert. Da immer neue Aufgaben auf Robert warten, ist es schwer das Buch aus der Hand zu legen, man möchte immer wissen was denn nun als nächstes zu machen ist und wie Robert sich mit der Aufgabe "schlägt". Immerhin steht das Leben seiner Frau auf dem Spiel...

Der Schreibstil ist super, man kann alles gut verstehen und schnell erfassen. Kein langweiliges rumgeplänkel, es geht gleich richtig zur Sache.

Ich kann dieses Buch mit gutem Gewissen wärmstens empfehlen!
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Die Ehefrau von Robert Strauss wurde entführt. Das Foto von Tamara, das Robert von den Entführern bekommt, zeigt sie misshandelt und gefesselt. Die Entführer verlangen von Robert Strauss, dass er einen Obdachlosen verprügelt und ein Foto des verletzten Obdachlosen auf Facebook veröffentlicht.

Widerstrebend geht Robert auf die Forderung der Entführer ein. Er liebt seine Frau und möchte sie retten. Doch die 1. erfüllte Aufgabe von Robert genügt den Entführern nicht. Sie stellen Robert weitere haarsträubende Aufgaben und dieser weiß sich nicht anders zu helfen, als auf die Forderungen der Entführer einzugehen, was ihn in die unglaublichsten Situationen stolpern lässt. Hilfe bekommt er von einem alten Freund, Pablo, der bei der Polizei arbeitet, und von Lilian, die er zu einem späteren Zeitpunkt kennenlernt und die schrägen Humor in die Sache bringt, denn Lilian ist eine Esoterikerin, die vor nichts zurückschreckt.

Die Story wird uns aus der Sicht von Robert erzählt. Ein Erzählstrang umfasst 4 Tage nach der Entführung von Tamara. Eingeleitet werden diese Tage durch eine Erklärung eines Begriffs aus dem Boxen, z. B. die Bedeutung von Jab. Ein weiterer Erzählstrang führt uns in die Vergangenheit von Robert. Die Sicht in die Vergangenheit klärt so einige Fragen, die uns während des Lesens quälen.

Die zunächst bizarren Situationen und unmöglichen Aufträge, die Robert für die Entführer erledigen soll, ergeben zunächst für den Leser keinen Sinn. Am Schluss dieses Actionthrillers wird dem Leser allerdings klar, warum die Entführer solche seltsamen Aufträge von Robert verlangt haben. Ich hatte schon so einen Verdacht, der sich bestätigte, dennoch blieb die Spannung bis zum Ende erhalten.

Fred Ink schreibt in moderner, jugendlicher Sprache. Man merkt der "Schreibe" von Fred an, dass er aus dem Horrorgenre kommt.

Dieser Thriller bietet schräge Figuren, Wortwitz und Action pur. Er erinnert mich etwas an Quentin Tarantinos Filme, insbesondere an Pulp Fiction.

4/5 Sterne für diesen ungewöhnlichen, total anderen, knallharten Thriller, besonders zu empfehlen den Fans von spannenden Verfolgungsjagden, Schießereien, Prügeleien, herrlich kultigen Figuren und Action pur.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 27. September 2013
Dem Boxer Robert Strauss wird ein Foto zugespielt, auf dem gefesselt und misshandelt seine Frau Tamara zu sehen ist – sie wurde entführt! Eine Roboterstimme gibt ihm durchs Telefon den ersten von einigen absurden Aufträgen: Er soll einen Obdachlosen zusammenschlagen und fotografieren, und dann das Bild bei Facebook hochladen. Schweren Herzens lässt Robert sich auf die Forderungen ein, denkt jedoch gar nicht daran, sich auf die Opferrolle zu beschränken, und stellt eigene Nachforschungen über die Entführer an. Dabei hilft ihm anfangs sein alter Freund Pablo, der bei der Polizei arbeitet. Bei einem weiteren kruden Auftrag geht etwas schief, und Robert kommt in Kontakt mit der esoterischen, toughen Lilan, die ihm schließlich helfen will. Gemeinsam versuchen sie, herauszufinden, wer die Entführer sind und was sie vorhaben. Und je mehr sie erfahren, desto klarer wird, dass die ganze Angelegenheit mit Roberts Vergangenheit zu tun hat …

So viel zur Einstimmung. Der Grundlegende Plot, den Ink hier behandelt – Frau wird entführt, Mann dreht durch – ist natürlich nicht neu. Die Stärken der Geschichte liegen eher auf den Charakteren und der Abgefahrenheit: Robert Strauss, der ehemalige Boxer mit Aggressionsbewältigungsproblemen und einer kriminellen Vergangenheit, die nach und nach spannend enthüllt wird, Lilian, deren Esoterik-Tick das Ganze auflockert, und die „Gegenpartei“, über die ich an dieser Stelle nichts verraten will, die jedoch Kultcharakter hat!
Auch die Action kommt nicht zu kurz: Im Buch gibt’s echt viel „aufs Maul“, wie der Klappentext verspricht, z.B. inszeniert Ink im „Miss 69“, einer Nacktbar, eine epische Schießerei, die man so schnell nicht vergessen wird.

Auf der Jetzt-Ebene umfasst die Geschichte chronologisch vier Tage, es kommen ein paar Rückblenden hinzu, die übrigens schön einzelne Fäden verbinden und das Ganze zusammenfügen. Jeder Tag wird durch einen Boxbegriff mit einer kleinen Definition eingeleitet, und Textabschnitte werden durch ein Faust-Symbol getrennt – nett.

Das Ganze ist gekonnt klassisch thriller-mäßig aufgezogen: Erst Action, dann eingeflochten das Drumrum (Beziehungen, Vergangenheit), am Ende ein spektakuläres Finale.

Insgesamt eine durch und durch solide Sache. Auch wenn die Grundstruktur der Geschichte eher gewöhnlich ist, wird das durch die interessanten Charaktere und die Abgefahrenheit ausgeglichen. „Uppercut“ hat Tempo, Action, Spannung und Witz. Ink kann auch Thriller!
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 24. Oktober 2013
Für Robert Strauss bricht eine Welt zusammen, als sein bester Freund ihm einen Briefumschlag überreicht. Darin findet er ein Bild seiner Frau Tamara, gefesselt und gequält. Der Entführer meldet sich auch bald darauf bei ihm. Seine Forderung: Robert soll einen Fremden zusammenschlagen und ein Beweisfoto auf einem speziellen Facebook-Account hochladen. Und dies ist nicht das Ende, denn die Forderungen des Entführers werden immer spezieller. Robert tut alles, um Tamara zu retten. Hilfe bekommt er hierbei von Pablo, einem Freund aus Jugendtagen, und Lilian, einer jungen Esoterikerin. Doch der Entführer scheint jeden Schritt zu wissen, den Robert tätigt, und dieser wird immer tiefer in einen Sog aus Gewalt und Angst hineingezogen. Und nicht nur das: Er muss sich auch seiner Vergangenheit stellen und Dingen, die er gerne vergessen würde.

Applaus! „Uppercut“ hat es schon nach wenigen Seiten geschafft, mich zu fesseln. Gekonnt spielt der Autor mit einer jungen und direkten Sprache, die Schilderung der Begebenheiten werden aus Roberts Sicht erzählt. Robert selbst ist sehr authentisch beschrieben, ich konnte mich gut in seine Gefühlswelt hineinversetzen. Zu Beginn hadert er noch mit den Aufträgen, die er ausführen soll – denn er will keine Gewalt (mehr) ausüben. Im Laufe des Buches erfährt man, warum er dann doch immer mehr austickt und bei der Ausführung seiner Aufgaben immer brutaler vorgeht. Durch Rückblenden erfährt man mehr von seiner Vergangenheit, was auch zum Verständnis für sein Verhalten beiträgt. Kai Dussmann, sein bester Freund, bleibt ein wenig undurchsichtig und agiert mehr als Randfigur. Pablo, der Polizist, ebenfalls. Die Figur der Lilian hat mir sehr gut gefallen. Sympathisch, ein wenig abgedreht, aber sehr einfühlsam und völlig abgebrüht und ohne Angst, als es drauf ankommt.

Ich hatte schon recht früh eine Ahnung, wer hinter der Entführung stecken könnte. Doch nein – Fred Ink hat hier gekonnt noch eine Wendung eingebaut, an die ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht gedacht habe. Erst kurz vor dem Schluss und somit der Auflösung ging mir dieser Gedanke durch den Kopf. Auch der Spannungsbogen wird von der ersten bis zur letzten Seite gehalten. Die Geschichte an sich ist nicht völlig neu, aber die Umsetzung war toll – temporeich und actiongeladen (hört sich an wie eine Filmwerbung) bis hin zum spektakulären Ende.

Fred Ink - eher für seine Horrorromane bekannt - hat mit „Uppercut“ bewiesen, dass er sich hinter anderen Thrillerautoren definitiv nicht verstecken muss. Und vielleicht gibt es ja künftig noch weitere Bücher um Robert Strauss.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 22. November 2013
„Uppercut“ ist ein sehr spezieller Actionthriller des Autors Fred Ink – ich muss gestehen, ganz anders als die Thriller die ich sonst gelesen habe und aus dem Grund bin ich auch sehr begeistert – endlich mal wieder eine neue geniale Idee.

Der Protagonist ist ein Schlägertyp mit einer durchaus sehr kriminellen Vergangenheit, aber er hat sich geändert und lebt nun ein bürgerlich-spießiges, aber glückliches Leben mit Frau und Katze… Bis zu dem Tag als seine Frau entführt wird und er schwierige und brutale Aufgaben erledigen muss um sie von ihren Peinigern zu befreien!

Die Handlung an sich hat mir sehr gut gefallen, sie ist gut durchdacht und spannend – man leidet / fühlt auch als Leser mit!
Jedoch gab es Szenen in dem Buch, die mir dann doch zu Action geladen waren, was bedeutet, dass sie mir einfach zu lang waren. Aber das ist mein persönlicher Geschmack, ich denke für Leute, die auch gerne die Actionszenen im Film schauen, für die ist das Buch der Knaller, denn diese Szenen im Buch sind so ausgemalt wie im Film – perfektes Kopfkino!

Die Schriftsprache des Autors passt perfekt zu dem Buch und zu dem Protagonisten – sie ist derbe und direkt. Zu zart beseelt sollte man nicht sein, wenn man „Uppercut“ liest, aber wenn man gerne etwas direkter und heftiger mag: ein absoluter Lesetipp!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 15. März 2014
Robert Strauss ist Exboxer und steckt in Schwierigkeiten. Verbrochen hat er eigentlich nichts, aber seine Frau ist verschwunden und er macht sich auf die Suche nach den Entführern. Diese nehmen immer wieder per Telefon Kontakt zu ihm auf und stellen ihm seltsame Aufgaben, damit seiner Frau nichts geschieht. Zuerst soll Strauss einen Obdachlosen verprügeln und davon ein Foto schießen – dann soll er noch mehr tun und ein Wettlauf gegen das eigene Gewissen und die Zeit beginnt.

Fred Ink ist eigentlich mehr für Horrorgeschichten bekannt, die in bissen das Übernatürliche aufgreifen und vor allem fantastische Geschichten sind. Mit “Uppercut” hat er sich aber mal einem anderen Genre gewidmet und einen tollen und spannenden Thriller geschrieben. Immer wieder fragt man sich, wer denn nun die Entführer sind und wie es überhaupt dazu kam, dass die Frau des ehemaligen Boxers entführt werden konnte. Liebt er sie überhaupt oder ist alles nur ein perfider Racheplan von ihr selbst, weil sie sich zurückgesetzt fühlte? Nein, das kann dann doch nicht sein. Aber wer ist so krank und verlangt, dass Strauss einen unschuldigen Obdachlosen verprügelt oder den Besitzer des kleinen Ladens an der Ecke überfällt?

Zugegeben, hier und da hätte man die Situationen noch etwas mehr ausbauen können, zwischendrin fragt man sich doch, ob nicht das ein oder andere zu übertrieben und unrealistisch ist. Aber die Geschichte man doch Spaß, reißt mit und man fiebert dem Ausgang entgegen, möchte natürlich wissen, ob Strauss seine Frau noch rechtzeitig aus den Fängen der Entführer retten kann und welche Aufgaben er noch zu bewältigen hat, bevor es zum Showdown kommt.

Eine gute Idee, passend umgesetzt, aber mit kleinen Schwächen, da hier und da einfach alles zu schnell geht und der Autor im Schreiben etwas gehetzt wirkt. Dennoch lesenswert.

Fred Ink wurde 1980 in Tübingen geboren und
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 28. Januar 2014
Fred Ink hat mich mal wieder überzeugen können. Für mich einer der Beweise, dass Selfpublisher durchaus mit Veröffentlichungen von Verlagen mithalten könnnen. Die Charaktere sind sehr liebenswert gezeichnet. Vor allem die esoterische Göre, die durch eine zufällige Begegnung - oder ist es doch Vorsehung? - zur Gefährtin vom Prota Robert wird, bringt eine gute Portion Humor in diese eigentlich sehr düstere Story. Die Dialoge zwischen den Beiden machen Spaß und bleiben authentisch.
Robort ist ein Monster, etwas schlummert tief in ihm, und als seine Frau entführt und von ein paar Geistern, die in seiner Vergangenheit liegen, gequält wird, bricht dieses dunkle Etwas an die Oberfläche. Und es will töten!
Wer einen besonders psychologisch ausgefeilten Thiller sucht ist hier vielleicht falsch. Wer allerdings ein paar unterhalsame und hochexplosive Zeilen für Zwischendurch sucht, ist hier genau richtig. Atempause - Fehlanzeige! Hier geht es Schlag auf Schlag. Für diesen Preis absolute Kaufempfehlung :)
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 22. November 2013
Inhalt:
Robert Strauß ist ein ehemaliger Boxer, der nach dem Ausbleiben des Erfolgs auf die schiefe Bahn geriet. Mittlerweile hat er dies jedoch zurückgelassen und mit der Liebe seines Lebens ein neues Leben aufgebaut. Dies alles zerbricht unvermittelt, als Robert ein Erpressungsfoto von seiner gefesselten und offenbar gefolterten Frau erhält. Die Entführer verlangen zunächst, dass er einen Obdachlosen verprügeln und ein Beweisfoto auf Facebook hochladen soll. Doch das sollte noch nicht die schrägste oder schwerste Aufgabe Roberts werden, der die alten Leichen aus seinem Keller holen muss, um Platz für neue zu schaffen …

Kritik:
Ich durfte bereits eine etwas frühere Version der Geschichte lesen und bereits da konnte sie mich, ebenso wie die übrigen Bücher von Fred Ink, überzeugen.

Der eigentliche Ablauf der einzelnen Szenen ist gut gewählt. Es gibt ein einheitliches Tempo der Geschehnisse, sodass nichts zu überstürzt oder zu langsam wirkt. Auch rasante und actionreiche Szenen wirken nie „verschwommen“ oder gehetzt, sondern gehen in genau der richtigen Geschwindigkeit und an der richtigen Stelle konsequent voran.
Der Roman beginnt geschickter Weise damit, dass Robert das Erpressungsfoto zugespielt bekommt, daher steigt man gleich in das Geschehen ein und ist hautnah dabei. Die aberwitzige Geschichte nimmt ihren Lauf, hat dabei aber auch eine so stringente, unvermeidliche Richtung, dass sie nie an Glaubwürdigkeit verliert oder ins Abstruse abgleitet.

Die Charaktere sind interessant, wenngleich das Hauptaugenmerk eher auf dem actionreichen Plot liegt; es erfolgt selten eine sehr eingehende Auseinandersetzung mit Nebencharakteren. Dennoch wirken die Personen nie blass oder langweilig. Robert selbst ist, in all den erschreckenden und blutigen Taten, die er verübt, dem Leser stets sehr offen dargelegt und behält dadurch eine gewisse Nachvollziehbarkeit und Sympathie. Auch den übrigen Charakteren merkt man ihren Hintergrund, ihr Leben „außerhalb der Geschichte“ und ihre Eigenheiten an. Besonders gelungen fand ich die Darstellung von Lilian, die in ihrer kruden, esoterisch angehauchten Art und Weise dennoch schnell das Herz des Lesers gewinnt.

Der Stil ist wie bei allen Fred Ink-Werken etwas Besonderes. Er liest sich gut und schnell, aber hat teilweise besonders ... urige, besonders aberwitzige und phantasievolle Wort- und Satzschöpfungen. Darauf muss man sich manchmal einlassen, doch tut man das, gewinnt der Stil schnell einen eigenen Charme und wirkt frisch und neu. Ich persönlich habe mich auf eben diesen Stil sehr gefreut und wurde nicht enttäuscht, denn "Uppercut" ist wieder sehr kreativ geschrieben.

Das Ende der Geschichte ist überraschend und logisch zugleich. Zwar habe ich recht früh einen ersten Verdacht bekommen, doch es stellt sich heraus, das noch mehr dahinter steckt. Diese Wendung war in meinen Augen sehr gut und durchdacht, sodass sie überzeugend und auch frisch wirkt.

Das Buch ist, wie bereits erwähnt, teilweise etwas blutig ... okay, ohne "etwas". "Uppercut" ist blutig. Punkt. Also nichts für schwache Nerven. Es geht ordentlich zur Sache und es gibt die ein oder andere Leiche. Gerade diese rasanten, actionreichen Szenen waren stets spannend, packend und ihr Aufbau clever arrangiert. Sie folgen Schlag auf Schlag und die kurzen Pausen des Aufatmens dazwischen, sind notwendig um den Puls des Lesers zu beruhigen. Dabei mag nicht nur das Ende überraschen, sondern auch einige Szenen in der Mitte hatte ich so nicht erwartet, was sicherlich als weiterer Pluspunkt zu werten ist.

Viele Punkte für Kritik gibt es also nicht. Was die Anzahl an Toten und den Realismus einiger Szenen angeht – ich denke, darüber könnte man streiten. Vielleicht war einiges übertrieben, doch es ist nie so, dass Robert eine heftige Attacke - á la Bond und Konsorten - ohne Verletzungen überlebt, was wiederum Spannung und Glaubwürdigkeit stärkt.
Dass Roberts Charakter stets offen liegt, ist, wie bereits erwähnt, ein großer Pluspunkt, da man so die Sympathie für ihn behält. Auf der anderen Seite ist die Neugier des Lesers an Roberts Leben bzw. an seiner Vergangenheit nur begrenzt – immerhin weiß man stets genau, wieso Robert so handelt, wie er handelt. Daher war ein Kapitel, das Roberts Vergangenheit behandelt, etwas überflüssig, jedoch nicht so sehr, dass es die Lust am Lesen nimmt. Es ist eine ganz nette Dreingabe, aber nicht wirklich notwendig.

Fazit:
Alles in allem hat mir die Geschichte gut gefallen. Man kann sie flott lesen und sie bleibt bis zum Ende spannend und nimmt einen mit. Sie ist fesselnd, beunruhigend und vor allem anderen sehr schnell und actionreich. Ich vergebe somit 4,5 von 5 Punkten und eine volle Leseempfehlung für alle Leute, die Blutiges vertragen.
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am 16. Oktober 2013
Rezi - Fred Ink - Uppercut
"Hardboiled Crime made in Deutschland "
ein ehemaliger Boxer der von seiner dunkelen Vergangenheit eingeholt wird und alles aber auch wirklich alles macht um seine Frau aus den Händen ihrer Entführer zu bekommen ! Uppercut fesselt einen von der ersten bis zur letzten Seite und man fiebert mit was passiert als nächstes und man kann kaum das Buch zur Seite legen " Wer ist Joe Kurtz es gibt jetzt Robert Strauss " Wird es mehr geben von Robert Strauss ich hoffe doch bin jetzt schon gespannt auf das nächste Buch von Fred Ink !!
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am 13. Oktober 2014
und teilweise überzogen. Zum Bsp. die Person, die in einen Teppich gewickelt wird----- reagiert ziemlich
außerhalb des Normalen. Hinweise auf den/die Täter erfolgen viel zu früh - das raubt die Spannung.
Vor allem gegen Ende gehen dem Autor die Pferde durch.
Größtenteils spannend, ganz gut geschrieben und unterhaltsam - aber eigentlich nur Durchschnitt.
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