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Kundenrezensionen

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am 24. November 2004
Zaghaft aber stetig scheinen sich momentan u. a. in Zentraleuropa die Wölfe den Lebensraum zurückzuerobern, der ihnen durch die unerbittliche Verfolgung durch den Menschen genommen wurde. Nicht zuletzt durch jahrzehntelange unermüdliche Aufklärungsarbeit hat sich die Haltung der meisten Menschen diesen faszinierenden Tieren gegenüber inzwischen radikal geändert. Dass der Wolf dabei allzu häufig vom blutrünstigen Mörder zum gutmütigen Kuscheltier mutierte, das ja niemandem etwas Böses will und schon gar niemals Menschen angreifen würde, tut einer so dringend notwendigen Diskussion darüber, was wir Menschen denn nun tatsächlich von einer dauerhaften Rückkehr der Wölfe in unsere Breitengrade zu erwarten haben, nicht unbedingt gut. Das neue Buch von Elli H. Radinger, der Mitbegründerin der Gesellschaft zum Schutz der Wölfe und Herausgeberin des Wolfmagazin, setzt jener wahlweise verteufelnden oder romantisierenden Sicht auf diese Beutegreifer Fakten entgegen. Es werden sämtliche weltweit verfügbare Daten über Angriffe von Wölfen auf Menschen zusammengetragen und detailliert analysiert. So wird mit der Mär, dass es in den letzten 50 Jahren keine solchen dokumentierten Vorfälle mit gesunden Wölfen gegeben hat, aufgeräumt. Es waren nämlich in Europa, Russland und Nordamerika zusammengenommen genau 8! Die Autorin klärt auf über die Umstände, unter denen es zu diesen tragischen Unfällen kam und setzt das Ganze auch noch in Relation zu den sonstigen Todesfällen, die bei Begegnungen von Menschen mit Wildtieren auftreten. Wölfe sind nun mal Beutegreifer und wenn, v. a. durch menschliches Zutun, ihr Lebensraum und ihr Nahrungsangebot eingeschränkt werden, kann es schon mal passieren, dass sich bei „passender" Gelegenheit ein Wolf eben mal vertut... Das Buch zeigt aber, dass es sich bei sämtlichen Fällen um außergewöhnliche Extremsituationen gehandelt hat.
Für Menschen, die an einer sachlichen Diskussion über die Konsequenzen der Rückkehr „unserer" Wölfe interessiert sind, bietet dieses Buch eine fundierte Quelle. Als bekennende Wolfsliebhaberin eher unter Verdacht, evtl. beschönigen zu wollen, legt die Autorin im Gegenteil mit diesem Buch ein Werk vor, das einiges zu Recht rückt. Das muss eigentlich wehgetan haben, denn es ist fast sicher, dass Wolfshasser auch daraus zitieren werden, nach dem Motto „Seht ihr, Wölfe sind eben doch Fleischfresser..." Welcher einigermaßen vernunftbegabte Mensch hat dies eigentlich je bezweifelt?
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am 18. Februar 2010
Um Wölfe schützen zu können, muss man auch ihre negativen Seiten kennen. Und genau diese Seiten, nämlich die des zum Töten fähigen Wildtiers, zeigt die Autorin hier fachlich gut sortiert auf. Das Büchlein ist eher ein Heft und ich hatte es schon in einer Stunde durchgelesen. Den größten Teil machen schlicht Beschreibungen von Wolfsangriffen aus, sortiert nach vermutlichen Angriffsgründen (Beute, Neugier, Verteidigung usw.). Die Autorin versucht mittels zweier Studien sowie der Vorfallszeugen jeweils zu begreifen, aus welcher Motivation heraus Angriffe stattfanden und ob sich Fälle z.B. durch die Anwesenheit von Kindern oder Hunden erhöht. Auch der Frage, ob eigentlich eher die Angst oder die forsche Neugier dem "natürlichen" Wesen des Wolfes entspricht, wird nachgegangen.

Letztlich werden die vielen genannten Vorfälle aber auch wieder in Relation zu anderen (auch tödlichen) Vorfällen (beispielsweise mit Bären, Pumas oder sogar Zecken) gesetzt und sehr deutlich gezeigt, warum der Wolf - obwohl als Beutegreifer prädestiniert zum Angriff - gerade einen Mensch wohl kaum angreift und dies besonders in Ländern wie Deutschland eine absolute Ausnahme darstellt. Klar wird in diesem Büchlein aber auch: Warum manche Wölfe letztlich getötet haben, kann bis heute niemand vollständig erklären. Auch die große Rolle von Wolfshybriden wird angesprochen. Die Autorin zeigt auf, was "gut gemeintes" Anfüttern und Anlocken von Wölfen an schweren Folgen nach sich ziehen kann und wie stark es die Angriffe derselben Wölfe erhöht - letztlich müssen immer wieder "gefährliche" Wölfe geschossen werden, weil Menschen meinten, in ihrer "Liebe zum Tier" dieses auch anfassen, trotz Verboten füttern und unbewusst konditionieren zu müssen, nur um dem faszinierenden Tier nahe sein oder ein besonders gutes Foto machen zu können. Die Autorin beschreibt diesen Zustand sehr treffend mit "zu Tode lieben" und zeigt deutlich auf, welche Wege zu gehen sind, um sowohl toten oder verletzten Menschen als auch toten Wölfen vorzusorgen.

Wer von Wölfen fasziniert ist, ob negativ oder positiv, sollte dieses Buch dringend lesen. Vermutlich werden beide Fraktionen neue Erkenntnisse daraus ziehen können.
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Einmal vorweg: Ich beziehe mich hier auf die neue überarbeitete Ausgabe des Buches, leider stellt Amazon die Rezension dazu bei allen Ausgaben ein:

Sachlich, aber gut zu lesen, fundiert und sehr interessant, beschreibt Elli H. Radinger in diesem Buch bekannte Fakten zu Wolfsangriffen und die Ursachen für diese.

Wenn man sich umhört, stößt man auf viel Sorge und viele Bedenken bezüglich der Rückwanderung der Wölfe in unsere Wälder. Vielfach wird unser Denken gerade im Hinblick auf den Wolf immer noch von Rotkäppchen und ähnlichen Geschichten geprägt.

Hier stellt das Buch "Wolfsangriffe, Fakt oder Fiktion?" eine erfreulich sachliche und differenzierte Informationsquelle dar.

Wolfsangriffe gibt es, ja, aber meist haben sie nachvollziehbare Ursachen, die man vermeiden kann. Wölfe sind Raubtiere, Wölfe sind keine Kuscheltiere und genau so muss man sie auch betrachten.
Der Mensch kann selbst viel dazu beitragen, das Zusammenleben mit dem Wolf in unseren Regionen sicher zu gestalten, dazu muss er aber wissen, wie das funktionieren kann.

Je mehr man über den Wolf weiß, desto weniger Angst muss man haben. In diesem Sinne ist diesem tollen und informativen Buch eine große Verbreitung zu wünschen, um Bedenken aus dem Weg zu räumen und uns Menschen das Wissen an die Hand zu geben, damit wir uns sicher fühlen und auch, um vermeidbare Fehler gar nicht erst passieren zu lassen.

Wer sich hier allerdings auch einen bildlichen Eindruck erhofft, wird enttäuscht werden. Dieses Buch ist ein reines Sachbuch, das sich zwar gut lesen lässt, aber ohne Fotos auskommt.

Ich kann es insgesamt uneingeschränkt jedem, der sich für Wölfe interessiert oder in seiner Region mit Wölfen konfrontiert wird empfehlen!
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am 28. August 2013
Menschen lieben die Natur, wollen sie schützen und erhalten. Aber nur nichts gefährliches bitte soll darin vorkommen!

In ihrem Buch "Wolfsangriffe - Fakt oder Fiktion" geht die Autorin näher auf das Leben der Wölfe und das Verhalten der Menschen ein. Wie Menschen das natürliche Verhalten der Wölfe negativ beeinflussen und die daraus für den Wolf entstehenden negativen Auswirkungen, vor allem auf sein Leben. Denn nur ein scheuer Wolf ist ein lebendiger Wolf. Verliert der Wolf die Scheu vor den Menschen, ebenso gilt dies auch für andere Wildtiere, ist dies meist zugleich sein Todesurteil. Leider passiert dies immer noch zu häufig aus Unwissenheit oder Ignoranz der Menschen.

Besonders gut gefallen hat mir am Ende des Buches, als darauf hingewiesen wird, wie viele Menschen täglich im Straßenverkehr verletzt werden bzw. ums Leben kommen, wieviele Vergewaltigungen oder Morde täglich geschehen, wie oft Verletzungen bzw. Tötungen durch Haustiere vorkommen, und wie gefährlich eine Zecke ist im Verhältnis zum tatsächlichen Angriff eines gesunden Wolfes.

Ebenso wird aber auch gesagt, dass die Nutztiere besser geschützt werden müssen, dass evtl. trotz aller Vorsichtsmaßnahmen, entstehende Schäden beglichen und ersetzt werden müssen.

Ich fand dieses Buch sehr spannend, da man noch viel Aufklärung betreiben muss, damit die Wölfe auch in Deutschland wieder die Chance haben, sich zu verbreiten!

Ich kann jedem Naturliebhaben, Tierfreund und natürlich jedem Wolfs-Fan dieses Buch wärmstens ans Herz legen!
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am 2. September 2013
Die Autorin Elli H. Radinger beschäftigt sich seit 1990 mit Wölfen und deren Schutz. Sie möchte mit diesem Buch aufklären und Verständnis schaffen darüber, ob und warum es Wolfsangriffe in der Vergangenheit gegeben hat, und auch jetzt und in der Zukunft geben kann.
Als Leser spürt man in jedem Kapitel die Liebe der Autorin zu den Wölfen. Und gerade deshalb möchte sie mit den zusammengestellten Fakten und Erläuterungen im Buch das nötige Wissen schaffen, das mit dem Mythos vom bösen Wolf aufräumt. Dabei ist ihr Ehrlichkeit ein großes Anliegen, denn nur so macht diese Aufklärungsarbeit überhaupt Sinn. Die Fallbeispiele und Darstellungen über Angriffe von Wölfen sind sachlich formuliert, ohne diese zu verharmlosen.

Tollwut gilt beispielsweise als eine der Hauptursachen für Wolfsangriffe. Aber es gibt auch andere Gründe, die in diesem Buch gut erklärt werden. Wolfsangriffe von wilden Wölfen gegen den Menschen sind selten und fast immer ist dieser selbst der Grund für einen solchen Angriff, beispielsweise durch falsches Verhalten und Futterkonditionierung. Zur Verdeutlichung dieser Tatsache wird anhand von Zahlen gegenübergestellt, wie häufig Menschen von anderen Wildtieren, aber auch von Haushunden, angegriffen und dabei verletzt oder getötet werden.

Ein spezielles Thema in diesem Sachbuch sind Wolfshybriden, eine Kreuzung zwischen Wolf und Haushund. Sie werden gezüchtet, weil Menschen sich einen Wolf oder Wolfsmischling als Haustier halten möchten. Weil weder Wolf noch Hund, sind diese Züchtungen eigentlich eine einzige Tierquälerei. Die Vermischung der Gene bei den Kreuzungen macht Wolfshybriden zwangsläufig unberechenbar und daher geht von ihnen eine ganz besondere Gefahr aus.

Abschließend wird noch auf das Thema Wölfe und Nutztiere eingegangen. Wie kann man Nutz- und Haustiere vor Wölfen schützen und welche, teilweise auch geförderten, Schutzmaßnahmen gibt es?

***Fazit:***

Nach Beendigung der Lektüre wird klar, der Wolf ist keine blutrünstige Bestie, sondern ein Raubtier mit den ganz normalen Bedürfnissen eines solchen Beutegreifers. Die Unkenntnis über das Verhalten der Wölfe sorgt allerdings für viele Missverständnisse. Einzelfälle von Wolfsangriffen wurden und werden immer noch gerne von den Medien derart ausgeschlachtet, dass das Feindbild Wolf immer mehr wachsen konnte.

Der Wolf ist wieder da, auch in Deutschland. Umso wichtiger ist die Aufklärung über Wölfe und deren Verhalten. Deshalb sind Bücher wie „Wolfsangriffe – Fakt oder Fiktion?“ unverzichtbar. Die kurz gehaltenen informativen Kapitel und die durchaus spannend zu lesenden Beispiele über Wolfsangriffe lassen einen konzentriert beim Inhalt des Buches bleiben. Für mich war dieses lehrreiche Buch sehr beeindruckend und es hat sicherlich mein Interesse an diesen faszinierenden Tieren noch verstärkt.

Eine unbedingte Leseempfehlung für alle Menschen, die interessiert sind an Wölfen und dem Thema Tierschutz, aber auch für diejenigen, die Angst vor Wölfen haben. Je mehr die Menschen über den Wolf wissen, umso weniger werden sie ihn fürchten und sich vielleicht sogar darüber freuen können, dass der Wolf wieder zurückgekehrt ist.
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am 28. August 2013
Kaum ein Tier polarisiert die Menschen derart wie der Wolf: die einen sehen in ihm das Böse, die anderen erhöhen ihn zu einem heiligen Wesen, das keiner Menschseele etwas antut.
Beide Positionen sind jedoch falsch, wie Elli H. Radinger in diesem Buch beweist, und zwar aufgrund von Fakten – und nicht aufgrund von Legenden, die z.B. immer wieder in den Medien bemüht werden.

Es gibt sie, die Wolfsangriffe auf Menschen, aber im Vergleich zu Angriffen auf Menschen durch andere Tierarten, ist ihre Zahl bedeutend geringer. Die Autorin stellt berühmte Wolfsangriffe der Geschichte vor, die aber mit Vorsicht zu geniessen sind, da für diese historischen Fälle die Beweisgrundlage fehlt.

Wolfsangriffe der Neuzeit sind dagegen belegt und können somit fallweise analysiert werden. Eine häufige Ursache für Angriffe ist die Gewöhnung der Tiere an die Fütterung durch den Menschen, da die eigentlich scheuen Wildtiere somit zunehmend die Angst vor dem Menschen verlieren. Aber auch gesundheitliche Probleme, wie Tollwut oder Verletzungen können zu einem höheren Aggressionspotential führen. Die Autorin stellt noch weitere Gründe dar, wie z.B. beutemotivierte Angriffe, Verteidigung oder Verwechslung bzw. Neugier.

Zudem geht Frau Radinger auf die Problematik in Nationalparks und Schutzgebieten ein, sowie die nicht zu unterschätzende Gefahr, die von Wolfshybriden oder Gehegewölfen ausgeht. Es wird sehr schnell klar, daß man die Angriffe nicht pauschalisieren kann, sondern jeden Fall individuell betrachten muß.

Ein weiteres wichtiges Thema ist der Konflikt zwischen Wolf und Nutztier: auch hier geht die Autorin darauf ein und stellt erfolgreiche Managementlösungen für den Schutz der Nutztiere vor.

Wie gewohnt, geht Frau Radinger sehr sachlich mit dem Thema Wolfsangriffe um, hier wird nichts geschönt oder ausgelassen. Der Schreibsteil ist flüssig und prägnant, die Fakten hat die Autorin in kurze Kapitel eingeteilt, die alle relevanten Informationen beinhalten und spannend zu lesen sind.

Ich kann das Buch jedem, der sich in dieses Thema einlesen und sich nicht auf Stammtischparolen verlassen möchte, wärmstens empfehlen.
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TOP 100 REZENSENTam 25. August 2013
Inhalt und mein Eindruck:
Die Autorin und Wolfsexpertin Elli H. Radinger klärt in 'Wolfsangriffe. Fakt oder Fiktion?' über die Gefährlichkeit von Wölfen auf. Dabei möchte sie nichts beschönigen oder katastrophisieren, sondern Wölfe so zeigen, wie sie sind, und dem Leser einen realistischen Einblick bieten.

Dieser Ansatz ist ihr gelungen: das Buch vermittelt ein komplexes Bild von der Gefährlichkeit von Wölfen und erklärt, wieso es zu Angriffen kommen kann, was man prinzipiell dagegen tun kann und wie im konkreten Fall gehandelt werden sollte.

Durch die kurzen Kapitel lässt sich das Buch sehr flott lesen, durch die zahlreichen Beispiele und Fallgeschichten werden Angriffe und Hintergründe sehr anschaulich vermittelt.

Durch die Lektüre habe ich viel Neues über diese spannenden und beeindruckenden Tiere lernen können, hätte mir aber bisweilen mehr Details und weiterführende Informationen gewünscht. Die Fallgeschichten haben mir zwar sehr gut gefallen, sie sind jedoch irgendwann miteinander verschmolzen. Hier hätte ich mir statt mehr Beispielen eher mehr Erläuterungen gewünscht, aber dies sieht sicherlich jeder anders, so dass man es nicht jedem Leser Recht machen kann.

Besonders gelungen fand ich das allerletzte Kapitel, in dem Wolfsangriffe gegenüber Unfalltoten, Hundeangriffen etc. relativiert werden, so dass der Leser konkrete Belege dafür bekommt, wie gefährlich Wölfe tatsächlich sind.

Mein Resümee:
'Wolfsangriffe' hat mir sehr gut gefallen und war sicherlich nicht mein letztes Buch über Wölfe. Sehr empfehlenswert!
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am 17. April 2015
Elli Radinger schreibt mit erfrischender Klarheit und belegt ihre Recherchen und Aussagen so, als wenn sie eine wissenschaftliche Arbeit anfertigt. Wölfe sind Wildtiere, sind wilde Raubtiere und damit durchaus auch eine potentielle Gefahr. Jedoch ordnet sie diese Gefahr ein, in dem sie gleich zu Beginn die bekannten Übergriffe auf Menschen in einen Kontext mit Übergriffen durch andere (Raub-)Tiere stellt. Raubtiere wie Bär, Puma & Co., Tiere wie bspw. Wildschweine, Haushunde, aber auch Zecken. Leider gehen die unglaublichen Zahlen von tödlichen bis ernsthaft krank machenden übrigen Tieren fast unter, weil Elli Radinger sie unaufgeregt und fast beiläufig erwähnt. Hier wünsche ich mir eine stärker Betonung.
Alles in allem aus meiner Sicht ein sauber recherchiertes, unaufgeregtes Buch, dass den Wolf nicht verharmlost, aber seine Gefährlichkeit endlich einmal so einordnet wie es dem Wolf und allen anderen Tieren gegenüber fair ist.
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am 23. März 2014
Obwohl man die mentale Nähe der Autorin zu den Wölfen aus jedem Abschnitt des Buches fühlen kann, wurde das Thema doch aus meiner Sicht sehr sauber dargestellt. Der zum Teil sehr emotional geführten Auseinandersetzung mit dem Thema Wolf hilft dieses Buch mit Sicherheit weiter.

Leider muss ich einen Stern abziehen, weil die Autorin die Sachdaten sauber dargestellt aber am Ende nicht den Mut hatte die Frage zu beantworten, ob wir in Deutschland mit dem Wolf umgehen können. Sind wir in Deutschland bereit, dem Wolf unsere Lebens- und Freizeitgewohnheiten zu opfern. Werden wir ohne Wenn und Aber aufhören, absichtlich oder unabsichtlich, Futterstellen für den Wolf in Wald, Feld und unseren Wohnorten einzurichten? Im Augenblick sehe ich hier eher das fehlende Wissen und Wollen. Damit sind die Voraussetzungen für mögliche Wolfsangriffe hier bei uns im Zentrum von Europa sehr hoch.
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am 29. Dezember 2013
Ein sehr gutes Buch, weil es das Thema Wolfsangriffe realistisch einschätzt. Wir haben leider häufig die Wolfsgegner die ihn verteufeln oder diejenigen, die ihn aus ihrer Traumwelt heraus als Engelchen sehen (beides kann tödlich für den Wolf ausgehen).
Frau Radinger behandelt das Thema Wolfsangriffe mit dem nötigen Resept und Achtung vor diesem fantastischen Beutegreifer.
Ein jeder der sich ein ausgewogenes Bild von möglichen Wolfsangriffen machen möchte, sollte dieses Buch lesen.
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