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Kundenrezensionen

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am 5. Dezember 2015
Nachdem Band 1 jetzt eine ganze Weile auf meinem Kindle ruhte, nahm ich mir dieser Tage endlich Zeit es zu lesen. Und ich habe es nicht bereut. Ich war mir nicht sicher, was mich da erwarten würde, hatte aber Hoffnung, dass es gut sein wird. Gesagt getan, nach nur einem Tag war ich damit durch und wusste, die nächsten würden nicht auf sich warten lassen. Aber hier geht es um Band 1.
Emma ist ein ganz normales Mädchen - denkt sie zumindest. Zusammen mit ihrer Mum lebt sie in Amerika. Die beiden verbindet eine besondere Beziehung. Doch so sollte es wohl nicht lange bleiben. An nur einem Abend scheint ihr Leben sich um 180 Grad zu wenden und sie stürzt in ein tiefes Loch. Wie soll sie nur ohne ihre Mum zurecht kommen? Und bei ihrer besten Freundin kann sie auch nicht bleiben. Die Umstände zwingen sie dazu, ihr ganzes Leben in Amerika aufzugeben und zu ihrem unbekannten Onkel und dessen Familie nach Schottland zu ziehen. Mitten in die Provinz in den Highlands.
Dort angekommen findet Emma, wonach sie sich ihr ganzes Leben lang gesehnt hat. Mit Zeit und Geduld seitens ihrer neu gewonnenen Familie schafft sie es, ihr Leben neu zu ordnen. Außerdem ergeben sich noch zahlreiche Ereignisse, womit sie nie gerechnet hat und Augenblicke, die sie bislang nur aus den Geschichten ihrer Mutter kannte, die urplötzlich so einiges in Frage stellen und das schlagartig veränderte Verhalten ihres Onkels dem mysteriösen Calum gegenüber nicht eindeutig erklären. Bis sie dem Rätsel selbst auf die Spur kommt und doch längst nicht nur mittendrin sondern breit und innig in ihn verliebt ist. Droht ihre Familie daran zu zerbrechen? Wieso ausgerechnet sie? Außerdem gilt die Frage zu klären, warum ihre Mutter Schottland damals hochschwanger verließ und wer ihr richtiger Vater ist. Doch die Gefahr, die am Ende droht wenn sie weiterhin mit Calum zusammen bleibt, bringt zwei verschiedene Welten zum Einsturz wenn sie sich nicht dem Gesetz beugen. Denn es gibt Wesen, die warten nur darauf, dem ganzen ein Ende zu bereiten.

Packend, spannend, wunderschön beschrieben mit starken Charakteren, die an ihren Aufgaben wachsen und sich weiter entwickeln. Absolut klasse und empfehlenswert für jeden, der sein Herz für Magie, fantasievolle Wesen und deren Welt offen hat und in diese hinein tauchen möchte.
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am 10. Dezember 2014
„MondSilberLicht“ von Marah Woolf ist der erste Band einer Fantasy-Trilogie.
Als Emma aus einem Traum erwacht, weis sie, dass etwas nicht stimmt. Am nächsten Tag erfährt sie dann, dass ihre Mutter einen tödlichen Autounfall hatte. Danach muss Emma zu ihrem Onkel Ethan und seiner Familie ziehen. Dort muss sie sich auf ein komplett anderes Leben einstellen und trifft auf den gutaussehenden Calum.

Emma liebt es zu schwimmen, allerdings nur in Schwimmbecken. Seen oder das Meer meidet sie aus Angst. Sie weis nichts über ihren Vater und auch nicht über den Rest ihrer Familie. Sie muss diese erst in Schottland kennenlernen. Was auch nicht leicht ist für sie, dass sie nicht mehr in einer Großstadt lebt sondern ländlich.

Die Charaktere sind alle gut durchdacht. Es steckt mehr in ihnen, als man auf den ersten Blick vermutet. So ist Ethan nicht nur der nette Onkel sondern auch gleich noch der Rektor von Emmas neuer Schule. Es gibt einige Charaktere, die der Leser kennenlernt. Dennoch besteht keine Verwechslungsgefahr, denn man lernt sie mit Emma zusammen kennen.

Marah Woolf lässt die Geschichte in Schottland spielen und verbindet eine Teenagerliebe mit Mythen. Es gibt einige Mythengestalten, die im Buch vorkommen. Doch dreht sich das meiste um die Shallycoats oder Wassermenschen. Als Leser darf man langsam in diese faszinierende Welt eintauchen. Es gibt vieles zu entdecken und zu efahren.

Die Story an sich ähnelt stark anderen Büchern aus diesem Genre. Ein junges Mädchen zieht an einen neuen Ort, verliebt sich in den Schwarm aller und er reagiert abweisend und wirkt mysteriös. Das ist an sich nichts Neues. Doch hat die Geschichte ihr eigenes Flair. Emma ist nicht das normale Durchschnittsmädchen. Zwar kann man sich gut mit ihr identifizieren, aber nicht jeder kann so gut malen oder schwimmen wie sie. So hebt sie sich von den „typischen“, weiblichen Protagonisten ab.

Die Geschichte ist spannend erzählt, angenehm zu lesen und als Leser fühlt man einfach mit Emma mit.

Das Cover ist Türkis mit Ranken an den Seiten. Oben in der Mitte ist ein Vollmond und unten in der Mitte ein Baum.

Ja das war wieder ein Coverkauf. Auf den Start dieser Trilogie war ich gespannt. Denn ich habe ja schon die „Bookless“ –Trilogie von Marah Woolf gelesen. Der Mythos rund um die Shellycoats haben wir gut gefallen. Sie sind richtig gut eingeflochten in die Geschichte. Etwas störend fand ich, dass die Geschichte stark anderen aus diesem Genre ähnelt.

Deswegen gibt 4 von 5 Wölfen!
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am 14. Juli 2015
Auf der Suche nach einem neuen Buch bin ich über Mond Silber Licht gestolpert und habe mich aufgrund der guten Rezensionen dazu verleiten lassen, die Kindle Edition zu kaufen. Über die Nähe zu Twighlight hätte ich hinwegsehen können aber der unfassbare Schreibstil + diverse Ungereimtheiten (viele schon von andren angesprochen) machten die Sache zu einer echten Enttäuschung.

Da stirbt die Mutter und schwups geht das neue Leben los. Da wird nicht getrauert, da gibts einfach ordentlich was zu essen von der netten Tante Bree und schon ist alles klärchen im neuen Zuhause und mit den neuen Freunden. Mister Perfect biegt auch um die Ecke und ohne viel spürbares Drama sind die beiden zusammen, dann wieder kurz nicht, dann doch wieder... Und alles dermaßen unemotional, dass man das Gefühl hat es geht um die Einkaufsliste fürs Wochenende.

Das Unglaublichste für mich ist, dass ich das Buch wirklich bis zu Ende gelesen habe. Dazu haben mich wohl die guten Rezensionen gedrängt weil ich mir dachte soviele Leute können ja nicht falsch liegen...

Was ich wahnsinnig gerne erklärt bekommen würde und was ich noch nicht angesprochen gefunden habe:
Ares und Emmas Mutter zeugen Emma - alles klar. Ares geht zurück zu den Shellycoats und nimmt die Frau, die für ihn bestimmt war. Soweit immer noch alles klar für mich. Der arme Elin wächst mit dem Haß seiner Mutter auf alle Menschen auf weil der liebe Ares in Emmas Mutter verliebt war/ist. Auch noch OK. Dann müsste aber doch Elin jünger sein als Emma und wenn Elin und Calum zusammen aufwachsen kann doch der liebe Calum nicht auf einmal viel viel viel älter und weiser sein als Emma??? :o Aber das ist bestimmt irgendeine Shellycoat Zeitrechnungsbesonderheit, die in einem späteren Buch erklärt wird. Fast schade, dass ich das nicht erleben werde.

Sorry, aber ich fühle mich irgendwie von den Rezensionen getäuscht und musste ein bißchen Frust ablassen.
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am 3. Oktober 2014
So, man sagt ja, es gäbe für alles ein erstes Mal. Dies ist also das erste Mal, dass ich eine Rezension schreiben werde. Nicht, weil mir das Buch so gut gefallen hat, dass ich tagelang darüber schwärmen könnte und nicht, weil ich bei dem herzzerreißenden Ende so dermaßen heftig geheult habe. Ganz im Gegenteil. Kleine Vorwarnung: es folgen Spoiler, zwei bis drei Schimpfwörter und jede Menge Frust ablassen.

Aber nun von Anfang an.
Auf Amazon war ich schon einige Male auf dieses Buch gestoßen, bis ich mich schließlich dazu entschloss, es zu kaufen. Langes Wochenende, also warum die Zeit nicht mit etwas leichter Lektüre vertreiben? Außerdem spielt die Story in Schottland - und ich liiiiebe Schottland. Emma ist auch einer meiner absoluten Lieblingsnamen. Mythologie? Super! Was kann da also noch schief gehen?

Antwort: Alles!
Schon allein das 1. Kapitel ließ mich mehr als einmal die Stirn runzeln. Es fehlte so ziemlich jegliches Gefühl. Emmas Mutter stirbt bei einem Autounfall. Emma fühlt sich schlecht. Sie muss nach Schottland ziehen, weil sie in den Staaten sonst keine Familie hat. Punkt. Aus. Das war so ziemlich die emotionale Achterbahnfahrt des 1. Kapitels. Aber, das war ja nur das 1. Kapitel, ich war so großzügig und urteilte nicht zu voreilig.

Im Laufe des Buches fielen mir so einige Ungereimtheiten auf. Euro in Schottland. Hm... Das war ja mal ein ziemlicher Recherchefail vonseiten der Autorin. Schotten trinken Tee? Toll! Wäre aber nicht nötig gewesen, das in jedem Kapitel zu erwähnen. Schon mal was von Twilight gehört? Die Autorin anscheinend auch! Zuerst hasst Calum Emma, dann kann er ihrer Anziehungskraft nicht widerstehen. Er ist der wunderschönste, tollste, gutaussehndeste Mann auf der GANZEN WELT. Er hat ein Geheimnis. Er verratet ihr keines seiner Geheimnisse. Alle sind dagegen, dass sie zusammen sind. Er ist kein Mensch. (diesem Zeitpunkt hatte ich schon meine Geduld mit dem Buch verloren.)

Leider sind die Charaktere, Schauplätze und teilweise ganze Gespräche von Twilight abgekupfert. Es ist auch EXTREM schlecht geschrieben. Die Interaktionen zwischen den Figuren sind nicht ausgereift, Gespräche und ganze Szenen haben absolut keinen Tiefgang, alles wirkt nur so hingeklatscht ohne jegliches Gefühl. Liebesstory? Welche Liebesstory? Calum und Emma? Was, die haben Gefühle füreinander? Hätt ich jetzt fast nicht gemerkt... Unzählige Male runzelte ich die Stirn und verdrehte meine Augen über die absolute, schier unbegreifliche DUMMHEIT von Emma (zeitweise auch von Calum). Solch ein Mädchen kann man unmöglich mehr als naiv oder unerfahren bezeichnen, so etwas ist einfach nur dumm, dumm, dumm. Hier ein Auszug (frei nacherzählt):

Calum: Emma, tu das nicht, das ist gefährlich.
Emma: Das werde ich nicht tun.
2 Seiten später...
Emma: Ich werde genau das tun, was Calum mir verboten hatte, zu tun.

Solche Begebenheiten ziehen sich durchs ganze Buch. Es ist gefährlich, auch nur einem Menschen von der Existenz der Wassermänner zu erzählen. Also warum verraten wir es nicht gleich der ganzen Familie? Tolle Idee! Darauf steht ja auch nur die Todesstrafe. Calum darf nie und nimmer zusammen mit Emma in einer Vollmondnacht zu einem Gewässer, geschweige denn, darin schwimmen. Verstehen beide total, ist ja auch krass gefährlich. In der nächsten Vollmondnacht ziehen die beiden dann eine gemütliche Runde durch den nächsten See... Sie werden entdeckt - der TOTALE Schocker, hätt ich jetzt echt nicht mit gerechnet!

Zu dem Zeitpunkt hab ich einfach nur weitergelesen, um mich in der Annahme bestätigt zu fühlen, dass das Ende des Buches genauso miserabel ist, wie ich befürchtete. Keine Panik, war dann auch so. Gott sei dank, sonst hätte sich im nächsten Moment auch ein Loch im Erdboden aufgetan und hätte mich verschluckt. An diesem Buch war einfach nichts mehr zu retten.

Fazit: Das Buch war einfach nur scheiße, entschuldige die Ausdrucksweise, aber etwas besseres fällt mir dazu nicht mehr ein. Scheiße, scheiße, scheiße. Ich habe das dringende Bedürfnis mein Gehirn mit Seife auszuspülen, um diese ganzen Dummheiten und den schlechten Schreibstil aus meinem Gedächtnis zu waschen. Gott behüte, davon bliebe was hängen. Die 3€ für die Kindle-Edition war dieses Buch auf keinen Fall wert. Außerdem ist es es auch nicht wert die Zusammenfassung für die nächsten beiden Bücher, die ich auf keinen Fall lesen werde, auf Wikipedia durchzulesen. Darüber würde ich mich ja sowieso nur ärgern. Bleibt nur noch zu sagen: Dampf abgelassen. Buchdatei von Kindle gelöscht. Wo ist meine Ausgabe von Emma (Jane Austen)? Ich brauch richtige Literatur.
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TOP 1000 REZENSENTam 18. Januar 2012
Auf den ersten Blick sieht es bekannt aus: 17-jähriges Mädchen zieht weit weg zu Verwandten und lernt dort einen überdurchschnittlich gutaussehenden Jungen kennen, wird jedoch anfangs von ihm ignoriert. Bald schon ist klar, dass dieser junge Mann nichts gewöhnliches an sich hat....

Wer jetzt glaubt, dass dieses Buch sich wie so viele auf Meyers Twilight bezieht und auf dieser nervenden Welle mitschwimmt, auf der Autoren seit Jahren die gleiche Art von Büchern veröffentlichen, die sich alle irgendwie um dieses Thema drehen und es auslutschen bis zum Erbrechen, der tut diesem Roman allerdings mehr als unrecht.

Denn zwar ist das Grundthema ähnlich, jedoch unterscheidet sich die Handlung gewaltig von einem jener oben genannten einfallslosen Bücher, vor denen mir gruselt (und zwar nicht wegen der blutsaugenden Geschöpfe)!

Zum Inhalt:
Emmas Mutter stirbt bei einem Unfall und so muss die junge Frau von Washington nach Schottland zu ihren einzigen Verwandten ziehen - zu ihrem Onkel Ethan und seiner Frau Bree und deren vier Kindern!
Anders als erwartet lebt sich Emma schnell ein, die Familie gibt ihr Halt und Geborgenheit. Auf den ersten Blick ist sie fasziniert von dem schönen Calum, der auch in ihre Schule geht und den eine geheimnisvolle Aura umgibt, doch er scheint sich nichts aus ihr zu machen und ist sehr kalt und hartherzig zu ihr.
Jedoch entwickelt sich sehr bald diese Anziehung, die die beiden füreinander empfinden und sie können nichts dagegen tun, dass sie sich unsterblich ineinander verlieben. Doch es ist gefährlich für Emma, Calum zu lieben, denn er ist kein gewöhnlicher Mensch.......

Ich werde nicht verraten, um welche übersinnlichen Wesen es sich hier handelt, denn das würde dem potenziellen Leser zuviel vorweg nehmen.
Ich fand die Idee genial und war überrascht, dass man hier doch in eine Fantasygeschichte eintauchen kann, in der Wesen vokommen, über die ich noch nichts gelesen hatte. Die schottische Sagenwelt ist ein grandioser Topf für solche Romane und die Autorin hat gekonnt hineingegriffen und etwas ganz Neues und Besonderes geschaffen.

Die Kulisse dieses Buches, also die Isle of Skye und das wunderschöne Schottland, schaffte eine wunderschöne und zauberhafte Athmosphäre für diese Story.

Die beiden Protagonisten sind mir schnell ans Herz gewachsen. Ich fand Emma sofort sympathisch, da sie einen schönen und nicht übertrieben dargestellten Charakter hat, der sehr authentisch ist. Calum ist natürlich sehr interessant, da man ihn als Leser nicht auf Anhieb durchschauen kann.

Die Nebenfiguren runden die gemütliche und schöne Stimmung hier noch perfekt ab, die Autorin hat sich die Mühe gemacht, auch ihnen tolle und liebevolle Charaktere zu schaffen.

Die Fantasywelt, die hier im Laufe des Buches immer deutlichere Formen annimmt und mehr Umfang hat als vermutet, fand ich sehr bildlich beschrieben und einfallsreich erdacht. Ich habe mich hier sehr wohl gefühlt.

Die Liebesgeschichte hat geprickelt und war spannend und sehr romantisch. Hier ist nicht von der ersten Seite an klar, wie sich das Ganze entwickeln wird und da es sich hier um einen ersten Teil einer Reihe handelt, bleibt auch der Schluss offen. So würde ich mich sehr über und auf eine Fortsetzung freuen und hoffe diese kommt bald.

Diese junge Autorin ist offenbar verlagfrei und hat hier in Eigenregie veröffentlicht (Hut ab!!!)! Der Schreibstil hat noch Potenzial, ist aber absolut fesselnd und konnte mich von der ersten Seite an überzeugen.
Ich wünsche dieser Schriftstellerin viel Erfolg und hoffe, bald mehr von ihr zu lesen! Dies ist auf jeden Fall ein sehr gelungenes Debüt.
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am 6. Oktober 2014
Gleich vorweg: Ich beziehe mich hier auf einige wesentliche Inhalte des ersten Teiles der MondLichtSaga. Wer sich eine ganz eigene Meinung bilden und keine Inhalte vorwegnehmen lassen möchte, sollte daher an dieser Stelle nicht weiterlesen.
Eine Empfehlung kann ich allerdings guten Gewissens nicht geben.

Ich habe mir das Buch aufgrund seiner zahllosen guten Bewertungen als leichte Urlaubslektüre gekauft. Zwar haben mich die etwas plumpen, irgendwie kinderbuchartigen Titel der dreiteiligen Bücherreihe stutzig gemacht, aber ich habe trotzdem zugeschlagen, weil ich mir dachte: Bei einem Preis von 3 Euro und hunderten von Lobeshymnen kann man ja eigentlich nicht viel falsch machen. Ich ging sogar so weit, so etwas wie Selbstironie oder einen gewitzten Gedanken hinter dieser Betitelung zu erhoffen. So kann man sich irren!

Die Geschichte handelt von der jugendlichen Emma, die ihre Mutter in einem Autounfall verliert und daher aus den USA zu ihrer in Schottland lebenden, aber für sie völlig fremden Familie ziehen muss - sonst hat sie nämlich weltweit keinerlei Verwandte. Erstaunlich bereits auf den ersten Seiten: Die Zeit, die Emma in die Trauer über den Tod ihrer Mutter investiert (es handelt sich um wenige Nebensätze, nach vierzehn Tagen erzählter Zeit ist wieder alles im Lot) ist wesentlich kürzer als die Zeit, in der Emma ununterbrochen über ihr schweres Schicksal in Schottland jammern muss. Das ist aber auch irgendwie nachvollziehbar, denn immerhin warten dort heftige Schicksalsschläge wie Schulpflicht, eine überfürsorgliche Familie, die sie wie ein eigenes Kind aufnimmt und ihr dabei auf den Keks geht, und die nicht spontan beidseitig erfüllte große Liebe zur Adonis-Inkarnation Calum auf sie. Letzterer ist übrigens in gewisser Weise der schwerste Schlag für sie, denn er raubt ihr durch seine Makellosigkeit nicht nur den Atem, sondern fraglos auch den gesunden Menschenverstand. Emma entpuppt sich schon früh als perfekt oberflächlicher Charakter, der trotz seiner Selbstbewertung als "graue Maus" fast ausschließlich auf das Äußere anderer männlicher Charaktere achtet (na gut, das mag sogar eine realitätsnahe Darstellung sein) - wobei eigentlich alle anderen Charaktere neben Calum nur den notwendigen Rahmen für seine regelmäßigen Auftritte liefern. Die meisten Nebencharaktere - ihre Familie und ihre Schulkameraden - werden gerade einmal durch eine oder zwei Haupteigenschaften definiert. Jeder Ziegelstein hat mehr Facetten. Calum hat dagegen immerhin drei oder vier wesentliche Eigenschaften (allumfassende Perfektion, inkonsequente Unnahbarkeit, eine absurde Herkunft und die Fähigkeit zur vollkommenen Berechenbarkeit. Achso, er kann außerdem Bilder mit ungeahntem Talent in Bilderrahmen stecken - wofür ihm fast ein ganzes Kapitel gewidmet wird!), während Emma ihre Eigenschaften eigentlich nach Bedarf ändert (sie ist zeichnerisch und musikalisch hochtalentiert, die beste Schwimmerin in Schottlands Schulen, trotz des Graue-Maus-Status sehr ansehnlich, interessiert sich für Bücher und auch für hohe Literatur und hat sogar im rechten Moment die zündenden Ideen zur Rettung gestrandeter Wale, wofür die übrigen Schotten, darunter auch habilitierte Akademiker, scheinbar nicht helle genug sind).

Den ersten Teil des Buches verbringt Emma nun also nicht mit Nebensächlichkeiten wie Trauer über den Tod ihrer Mutter oder Dankbarkeit für die liebevolle Aufnahme in der neuen Familie, sondern damit, sich beinahe jede Szene darüber zu beschweren, dass schon wieder ein Familienmitglied auf die blöde Idee gekommen ist, sie in herzlicher Manier in irgendeine gemeinsame Unternehmung zu integrieren, auf die sie keine Lust hat. Denn eigentlich hat sie seit ihrem ersten Treffen nur Calum im Kopf, und etwas anderes interessiert sie grundsätzlich nicht. Doch keine Sorge, geneigter Leser, denn es endet fast keine Szene nicht mit Calums "völlig unvorhergesehenem" Auftritt, der alles wieder ins schräge Licht rückt. Normalerweise verrichtet Calum dabei lediglich narrative Modelarbeit: Es wird lange und breit beschrieben, wie unbestreitbar schön er ist und wie sich der Ozean in seinen Augen spiegelt; seichteste Schnulze vom Feinsten also - leider aber nicht gut geschrieben. Gleichzeitig tritt er so unsympathisch und hohl wie möglich auf und tatscht, sobald er sich Emma öffnet, auf eine irgendwie unappetitlich wirkende Weise an ihr herum, die wohl jedem vernünftigen Mädchen zu denken geben würde. Kein Problem für Emma.
Solche Szenen wiederholen sich auf gekünstelte Weise so oft, bis die inhaltliche Redundanz zur Obsoleszenz verkümmert. Bis zu diesem Zeitpunkt hoffte ich immer noch auf einen Paukenschlag, auf eine selbstironische oder zumindest oberflächenkritische Wende der Erzählung. Ich konnte mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass DAS das Buch sein sollte, das über tausend gute und sehr gute Bewertungen und sogar einen Literaturpreis erhalten hat.
Dann kam die erste große Wende, die konzeptionell so berechenbar wie die Anzahl meiner Finger (es sind übrigens zehn), aber inhaltlich so stumpf war, dass nun wirklich niemand damit rechnen konnte: Obwohl sich schon mehrfach ankündigte, dass Calum eine Art Wasserwesen sei (meine Freundin und ich lasen das Buch gemeinsam und haben uns - nicht zuletzt wegen der zahllosen inhaltlichen "Zitate"/Diebstähle aus Twilight - darauf geeinigt, dass es sich womöglich um einen prächtigen Werwal handeln könnte; leider haben wir uns geirrt), war die Enthüllung seiner wahren Natur als "Jellyfish" - ähm, bitte um Verzeihung - "Shellycoat", eine Rasse verführerischer Wasserelfen, die auch gerne als "Wassermänner" bezeichnet werden, derartig platt, dass uns selbst zum Lachen nicht mehr viel Luft übrig blieb. Emma, die vorher trotz ständiger Warnungen (auch durch ihn selbst) Calum zuvor wie ein hirnloses läufiges Kätzchen hinterhereierte und sich für ihn auch bereitwillig in Gefahr begab, glaubt ihm das ohne große Umschweife (scheinbar ist diese Enthüllung ein ähnlich leicht verarbeitbares Ereignis wie der Tod der eigenen Mutter), macht zu diesem Zeitpunkt aber eine völlige Kehrtwende und flieht vor ihm, obwohl er sie in einem Gespräch aufklären will, das sie selbst gesucht und erbettelt hat. Tja, und erst dann geht ihr so langsam ein Licht auf, dass ihre Mutter auch einmal in Schottland wohnte und dort ähnliche Erfahrungen machte. Weiter muss man kaum lesen, denn der Rest der Geschichte ist trotz des wachsenden Grades phantastischer Inhalte so erwartbar und unkreativ, dass sich die investierte Zeit kaum lohnt. Es bis zum bitteren Ende durchzulesen erfordert schon eine Menge Kraft und Ausdauer. Das liegt nicht nur an der Geschichte selbst, sondern auch am Schreibstil und der Recherchearbeit, die, euphemistisch gesagt, nicht gerade meisterlich ausfallen. Immer wieder fallen einem logische Fehler, inhaltliche Widersprüche oder einfach menschlich nicht nachvollziehbare Entscheidungen der Charaktere auf. Was bei anderen Büchern mit einem Augenzwinkern übersehen werden kann, wiegt hier einfach zu schwer. Ich muss daher leider sagen: Während bisher noch Wolfgang Hohlbein (der natürlich einem anderen Subgenre angehört und damit nicht hundertprozentig vergleichbar ist) für mich der Meister der geschluderten Literatur war (nichts für Ungut, Hohlbein hat auch Lesbares geschrieben), hat er in der Autorin dieses Buches seine Meisterin gefunden.

Eigentlich muss ich auch gestehen, dass ich fast ein etwas schlechtes Gewissen habe, eine so miserable Bewertung für ein Buch abzugeben, für das die Autorin immerhin die Konsequenz zur Fertigstellung besessen hat. Die Welt der Belletristik-Publikationen ist insbesondere im Bereich des Fantasy-Genres eine gnadenlose, und ich möchte eigentlich jeden mutigen Autoren mit voller Kraft unterstützen. Allerdings fühle ich mich von den vielen positiven Bewertungen und dem Literaturpreis in die Irre geführt und beinahe etwas belogen: Das Buch ist in meinen Augen so schlecht geschrieben, dass ich die Authentizität der zahllosen herausragenden Bewertungen zu bezweifeln wage. Sicherlich: Liebhaber finden sich für fast alles, und denen möchte ich die Freude daran nicht nehmen, aber meiner Einschätzung zufolge müssten die ehrlichen negativen Stimmen viel lauter und zahlreicher sein. Seriöse Literaturkritiker zerreißen deutlich bessere Arbeiten, weswegen ich annehme, dass dieses Buch bewusst durch positive Bewertungen für bessere Verkaufszahlen gepusht wurde. Es tut mir zwar leid, aber abgesehen von den herzhaften Lachern, die meiner Freundin und mir von diesem Unding von Roman durch seine unfreiwillige Komik beschert wurden, war es nicht einmal die günstigen drei Euro wert, die es gekostet hat. Und weil ich es für den Kindle gekauft habe, kann ich es nicht einmal reuelos gegen die Wand feuern. Ich kann daher von einem Kauf nur abraten. Die Teile 2 und 3 werde zumindest ich nicht anrühren.
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am 16. Juni 2014
Selten schreibe ich eine Rezension, aber diese Trilogie hat es verdient, dass ich sie bewerte. Schon lange hat mich kein Buch mehr so in ihren Bann gezogen. Von der ersten Seite an, konnte ich mich in die Hauptfigur hineinversetzen. Ich konnte den Kindle gar nicht mehr weg legen und habe alle drei Bände innerhalb von einer Woche verschlungen. Das Buch war soo spannend, dass ich unbedingt wissen wollte, wie es weiter geht. Teilweise habe ich so mit der Hauptfigur mitgelitten, dass ich sogar Tränen in den Augen hatte! Das hat schon lange kein Buch mehr geschafft. Ich kann alle drei Bücher der Reihe voll empfehlen!
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am 27. September 2014
Klappentext
"Schon als ich dich das erste Mal sah, hatte ich das Gefühl, dass du gar nicht gut für mich bist." Keiner ihrer Albträume hätte Emma auf die drastische Veränderung in ihrem Leben vorbereiten können. Aber nach dem plötzlichen Tod ihrer Mutter ist sie gezwungen, in die verschlafene Hauptstadt der Isle of Skye, nach Portree, zu ihrem Onkel und dessen Familie zu ziehen. Das Letzte, mit dem sie rechnet ist, dass sie hier ihre große Liebe finden wird. Vom ersten Augenblick an verfällt sie Calums geheimnisvoller Ausstrahlung. Er zieht sie unwiderstehlich in seinen Bann, woran auch sein allzu offensichtliches Desinteresse nur wenig ändert. Sein widersprüchliches Verhalten macht ihn für sie nur interessanter. Aber diese Fassade beginnt zu bröckeln...und irgendwann gibt auch er den Widerstand gegen seine eigenen Gefühle auf. Als er ihr eines Tages seine wahre Identität verrät, flieht sie vor ihm. Doch es ist zu spät, längst ist sie ihm bedingungslos verfallen...

Zur Autorin
Marah Woolf wurde 1971 in Sachsen-Anhalt geboren. Heute lebt sie mit ihrem Mann und drei Kindern in Edinburgh/Schottland. Sie studierte Geschichte und Politik und erfüllte sich mit der Veröffentlichung ihres ersten Romans 2011 einen großen Traum. Die Arbeit an der MondLichtSaga wurde Ende 2012 abgeschlossen. Seitdem haben die Bücher sich als E-Book oder Taschenbuch mehr als 280.000 Mal verkauft. Der erste Teil "MondSilberLicht" wurde auf der Leipziger Buchmesse 2013 preisgekürt.
Die internationalen Rechte für die Saga hat der renommierte französische Verlag Michel Lafon erworben. Im Oktober 2014 erscheint die französische Ausgabe.In 2015 folgt die Veröffentlichung in koreanischer Sprache. Die englische Übersetzung ist bereits seit Februar 2014 erhältlich. Für alle Hörbuchfans eine tolle Nachricht: exklusiv bei audible sind alle 3 Teile als Hörbuchfassung zu erwerben.

Auch die zweite Trilogie von Marah Woolf die BookLessSaga hat sich bisher über 70.000 mal verkauft. Am 15.06.2014 erscheint der dritte Teil. Worum es geht? Um die Frage - Wie weit muß man gehen um den größten Schatz der Menschheit zu schützen - unsere Bücher?

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Meine Meinung
Zuerst möchte ich der Autorin meinen Dank aussprechen für das bereit stellen der Rezensionsexemplare. Auf diese Reihe war ich doch sehr gespannt, da die Bookless Saga von ihr mich schon völlig in den Bann gezogen hatte. So war diese Trilogie natürlich ein absolutes Muss und ich war gespannt was mich erwarten würde.

Alleine das Cover macht schon neugierig auf den Inhalt. Ein zartes türkis mit weißen filigranen Blumen lädt direkt zum träumen ein. Der Mond als auffälliges Detail passt perfekt zum Buchtitel. Es ist kein buntes überladenes Cover, gefällt mir sehr gut!

Die Autorin wirft den Leser auch sofort in die Geschichte hinein. So erfährt man von dem schlimmen Ereignissen die Emma in Ihren jungen Jahren erlebt hat. Sofort hat mein Mitgefühl für das junge Mädchen und mag sie einfach nur in den Arm nehmen.
Ihr Onkel nimmt sie mit offenen Armen in seiner Familie auf und fühlt sich dort nach einiger Zeit auch recht wohl. Doch was hat es mit Calum auf sich? Warum ist er so verschlossen, geheimnisvoll und zeitweise so distanziert von ihr? Sie mag ihn unbedingt näher kennen lernen, doch ist das wirklich gut für sie? Was hat es mit den Märchen und Mythen auf sich die Emma immer von ihrer Mutter erzählt bekommen hat? Sie können doch nicht wahr sein. Oder doch? Nach und nach erfährt sie Dinge, an die sie nicht man im Traum zu denken gewagt hätte.

Marah Woolf führt den Leser die meiste Zeit aus der Sicht von Emma durch das Buch, hat einen leichten und flüssigen Schreibstil den man sehr gut folgen kann. Unterteilt in einzelne Kapitel erfährt man nach und nach die Hintergründe von Calum, Mythen und Sagen die man sich so nicht vorgestellt hat. Durch immer wieder neue Ereignisse und Gefahren die auf die beiden lauern ist man von diesem Buch auch völlig gefesselt und kann es nicht mehr beiseite legen.

Die Protagonisten sind so schön beschrieben worden das man sie direkt bildlich vor Augen hat. Orte kann man sich im Geist gut vorstellen und somit ist man richtig in der Geschichte drin.

Die Autorin hat es hier wunderbar geschafft eine Geschichte über Liebe, Verzweiflung und Verboten miteinander zu kombinieren. Sie drückt aber auch gleichzeitig sehr gut das Verlangen und Unsicherheit der beiden aus. So viele Gefühle miteinander zu verbinden das es nicht kitschig wird ist eine Kunst für sich. Diesen schmalen Grat hat Marah aber perfekt gemeistert!

Das Buch mit einem Cliffhanger zu beenden wundert mich nicht wirklich, ist aber gleichzeitig auch ganz schön fies. Was bin ich froh den nächsten Band schon hier liegen zu haben!

Fazit
Ein absolut gelungener Auftakt zu MondLichtSaga die neugierig auf die kommenden Bände macht.
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am 25. Dezember 2015
Als begeisterte Leserin von Science Fiction und Fantasy hatte ich mir von der Kurzbeschreibung und den vielen positiven Rezensionen ein kurzweiliges Lesevergnügen erhofft. Schließlich gibt es bei Indie-Autoren durchaus große Talente zu entdecken (Hugh Howey oder Andy Weir, zum Beispiel, sind ausgezeichnete Autoren). Leider kann die Tatsache, dass dieses Machwerk auch noch einen Indie-Preis gewonnen hat, mal wieder nur die nach wie vor vorherrschenden Vorurteile zu in Eigenregie veröffentlichten Büchern bestätigen. Deshalb breche ich diesmal auch mit meiner Gewohnheit, keine so vehement negative Kritik zu veröffentlichen (weil ich schon von Berufs wegen die Anstrengung aller Autoren hoch achte und als Leser sonst einfach nur mit den Schultern zucke und mir was Besseres suche).

Den bereits vorhandenen Kritiken zur schamlosen Kopie bei Twilight, den eindimensionalen Charakteren und dem schlichten Schreibstil habe ich nichts Neues hinzuzufügen, dafür hier meine Kritik zur mangelhaften Hintergrundrecherche:

Als Journalistin und Lektorin kann ich nicht anders, ich erwarte eben, dass eine Autorin sorgfältig recherchiert, wenn sie einen Text in einem tatsächlich existierenden Ort ansiedelt. Für selbstverständlich halte ich außerdem, dass ein Manuskript vor der Veröffentlichung ordentlich (sprich mehrfach und professionell) lektoriert und redigiert wird. Natürlich können sich auch mal kleine Fehler einschleichen, aber da viele der kritisierten Schwachstellen im Lektorat entsprechend bearbeitet worden wären, kann ich nur davon ausgehen, dass hier kein Profi am Werk war.

Was die Recherche angeht, so schwer wäre es nicht gewesen, herauszufinden, dass der zehnte Jahrgang (vor Ort als S3 bekannt) in schottischen Schulen von 13- und 14-Jährigen besucht wird und dass Emma in die 13. Klasse gehört (vielleicht wäre sie der Umstände wegen ja auch in die 12. gekommen, das wäre auch noch nachvollziehbar, also entweder S6 oder auch S5).

In S4, S5 und S6 dreht sich für schottische Schüler alles, aber auch alles, in der Schule um die Prüfungen, die hier natürlich nicht erwähnt werden - obwohl Emma zu Frühlingsanfang umzieht, wenn die Prüfungsvorbereitungen sogar bei Einserschülern für Stress sorgen. Wir machen das zu Hause jetzt schon im dritten Jahr durch, und die Thematik hier nicht einmal anzusprechen, obwohl die Schule relativ häufig vorkommt, verschlimmert den schlechten Allgemeineindruck nur noch.

Als im 2. Kapitel also die Rede vom zehnten Jahrgang war und mir dazu sofort die noch recht unreifen S3 Kinder einfielen, die ich von zu Hause kenne, war es deshalb auch vorbei mit der schon im ersten Kapitel arg strapazierten Freude am Lesen.

Aber na gut, dass Schottland ein eigenes Schulwesen hat, wissen sowieso nicht viele. Dass Portree allerdings natürlich nicht die Hauptstadt von Skye ist, sondern lediglich die größte Stadt der Insel, das hätte die Autorin schon wissen müssen. Und was die Walrettungsaktion angeht: das Wasser um Skye ist zu der Jahreszeit am kältesten und liegt bei fünf Grad, da ist schon ein minutenlanger Aufenthalt im Wasser lebensgefährlich, vor allem bei den auf Skye noch vom starken Wind herabgesenkten Lufttemperaturen.

Aber was das Klima dort betrifft, hat die Autorin ohnehin nicht weiter aufgepasst. Schliesslich schreibt sie „Draußen waren gerade einundzwanzig Grad, was hier warm war, für Mitte Mai.” Tut mir leid, 21 Grad ist auf Skye heiß. Der absolute Wärmerekord für die Insel, gemessen im August, liegt bei 27 Grad. Im Durchschnitt liegen die Tageshöchsttemperaturen im Mai bei 12 Grad und im Hochsommer bei 15.

Und von wegen „die Frühlingssonne hatte eine leichte Bräune auf mein Gesicht gezaubert.“ Gemeinerweise verbrennt die Sonne in Schottland viel schneller als in Deutschland, erst recht im Nordwesten Schottlands. Meine Jungs kommen regelmäßig erkältet, dafür aber mit Sonnenbrand vom Zelten, weil die Sonne hier schon bei 15 Grad zu Sonnenbränden führen kann. Also wenn Emma an so einem superheißen Frühlingsstag keinen Sonnenschutz aufgetragen hat, sich dafür aber im Bikini oder Badeanzug in der Sonne brezelt, dürfte sie eher krebsrot sein als leicht gebräunt.

Nichts von dem was ich hier kritisiere, hätte von der Autorin eine Kraftanstrengung verlangt. In weniger als einer Stunde Arbeit wären sämtliche Fakten zu Skye abrufbar erfasst gewesen, und hätten dann für Lokalkolorit der schönsten Art gesorgt. Man muss allerdings vorher wenigstens eine Ahnung haben, dass es derartige Unterschiede zwischen den Ländern der Erde gibt...

Eigentlich ist es immer eine tolle Leistung, wenn ein Autor es schafft, einen Roman zu Ende zu schreiben - die allermeisten Geschichten sterben einen frühen Tod. Wie man hier sieht, ist das nicht immer ein Verlust...

Normalerweise gebe ich mir bei Indieautoren sehr viel Mühe auch positive Aspekte hervorzuheben, aber das Beste, das mir hier einfällt, ist, dass ich das Buch zum Glück auf dem Kindle meiner Mutter gelesen habe und mich deshalb nicht noch wegen des verschwendeten Geldes ärgern muss.
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am 27. November 2012
Ich habe selten ein schlechteres Buch gelesen.
Zu allererst sollte ich vielleicht sagen, dass ich die Idee grundsätzlich nicht schlecht finde. Ich denke, sie hat Potenzial. Sehr großes sogar zu der Zeit, in der man von Vampir-Romanen überströmt wird. Sicher, es erinnert sehr an Twilight. Aber ich bezweifle, dass der Twilight Plot der erste dieser Art war, solche Ideen sind nicht einzigartig. Etwas einmal Gedachtes kann eben immer wieder gedacht werden ;)

Zum Buch. Enorm gestört hat mich die Umsetzung der Geschichte. Die Logik. Der Schreibstil. Man wird direkt in die Handlung geworfen. Die Mutter stirbt. Doch wirklich nahe geht das nicht. Es passiert, und letzten Endes ist es nur Mittel zum Zweck. Irgendwie muss es ja einen Grund geben, Emma nach Schottland zu schicken, um all die Geheimnisse zu erfahren. Und mit der eigentlichen Handlung anzufangen.

Sie landet in einer idealen Familie, die sie sofort aufnehmen, es scheint keine Distanz zu geben, keine Probleme, und das einzige Ziel der Familie scheint zu sein, Emmas Wohlergehen zu sichern. Oder aber dafür zu sorgen, dass sie Calum begegnen kann. Ich habe auch bei ihrer Familie das Gefühl, dass alle nur Mittel zum Zweck sind. Jedes Familienmitglied hat seine Eigenschaft, die ihn prägt. Aber das war es auch. Genauso schnell erklärt sind alle anderen Charaktere. Ein Satz beschreibt sie, mehr braucht man nicht.

Im Gegensatz dazu steht unsere allseits geliebte Protagonistin. Wo die Autorin bei den anderen Charakteren an Vielseitigkeit einiges vermissen lässt, hat sie in Emma alles hineingestopft. Sie malt scheinbar wunderbar, spielt Gitarre, schwimmt hervorragend – okay, dass hat einen Grund -, liest sehr viel, und ist dazu auch noch sehr gut in der Schule. Ich weiß nun nicht genau, ob es einen Fehler an ihr gab. Vielleicht ihre Unsicherheit, was ihr Aussehen betrifft? Eigentlich finde ich immer, dass die Fehler einen Charakter liebenswert machen. Perfektion ist leider so... langweilig. Ich kann mich nicht mit ihr identifizieren – und das ist unbedingt nötig, um einen Charakter lieben zu lernen!

Mal abgesehen davon. Drei Wochen nach dem Tod ihrer Mutter ist sie Gefühlsmäßig in der Lage dazu sich zu verlieben? Sich in eine neue Familie einzugliedern, Freunde zu finden? Das halte ich für ziemlich gewagt.
Was ebenso stört ist der Schreibstil. Es fehlt ein Spannungsbogen. Auf mich wirkte die Erzählhaltung immer gleich. Platt.
Schade. Nach all den guten Rezensionen hatte ich mir wirklich mehr erhofft.
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