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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Von Seite zu Seite spannender
Ein Thriller, wie er besser nicht sein könnte: Glaubhafte Charaktere, eine Handlung, die auf die eine Katastrophe hinsteuert, die immer unvermeidlicher wird und ein Szenario, das ganz und gar und durch und durch lebensnah und -echt ist. Und natürlich ein Erzähler, der seinesgleichen heutzutage kaum hat: Stephen King.
Ein großartiger Roman ist ihm...
Vor 6 Monaten von G. J. Matthia veröffentlicht

versus
5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Alles schon mal dagewesen - leider nur ein 08/15 Krimi, wenn auch sprachlich hervorragend
Über den Inhalt wurde schon alles gesagt.
Stephen King wagt sich hier in Krimi-Genre - und sprachlich ist er wie immer hervorragend. Sein Buch bringt die Wirtschaftskrise in den USA sehr plastisch rüber - und dazu gibt es viel - zum Teil bitteren - Wortwitz, z.B. unser "Mr. Mercedes" über zwei Jugendliche:
"... Brady estimates they're sixth- oder...
Vor 6 Monaten von dieleseratz veröffentlicht


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5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen King in Höchstform! Rasant. Spannend. Abgedreht., 10. Juni 2014
Rezension bezieht sich auf: Mr. Mercedes: A Novel (Kindle Edition)
Der pensionierte Ex-Cop Bill Hodges hat jeden Lebensmut verloren. Er vegetiert tagtäglich auf seiner Couch und schaut sinnlos Fernsehen. Seine Pistole jederzeit griffbereit. Jedoch krempelt ein Brief sein komplettes Leben um. Der Verfasser, welcher sich selbst Mr Mercedes nennt, ist kein geringerer als der Täter, des Falles, welchen Bill durch seine Pensionierung nicht abschließen konnte. An einen regnerischen und nebeligen Morgen raste der Mercedes-Killer, Brady Hartsfield, mit einem gestohlenen Auto in eine Gruppe von Menschen, die sich vor einem Jobcenter sammelten. Unter den Opfern ist auch ein Baby, was Brady nach eigenen Angaben, äußerst erfreute, als er davon in der Zeitung las.
Bill Hodges ist nun stärker, als je zuvor darauf aus, den Mörder zu fassen. In dem Chatportal "Unter Debbies blauen Regenschirm" stehen die beiden fast täglich miteinander in Kontakt. Bill beginnt die Jagd nach Mr. Mercedes, ohne zu wissen, das dieser einen weiteren - letzten - Anschlag plant. Dieses Mal will er im ganz großen Stil töten und es nicht nur bei einer Handvoll Opfer belassen.

Stephen King's Geschichten sind zeitlos. Egal, ob man seine Bücher vor 50 Jahren als Kind gelesen hat oder als Erwachsene heute. Sie sind immer spannend. Sie nehmen einen mit auf eine Reise, wenn auch nur für eine Woche oder ein paar Stunden. Man wird unheimlich gut unterhalten und für mich das Wichtigste: Man fühlte sich, als wäre man Live dabei. Fast so, als würde man im selben Wohnzimmer sitzen, indem der leicht depressive Ex-Cop sich eine Fernsehsendung nach der anderen anschaut. Dieses Gefühl begleitet einen stetig in Stephen King's neuen großen Roman Mr. Mercedes.

Mr. Mercedes ist das dritte Buch von King, indem es sich (mehr oder in diesem Falle weniger) um ein Auto handelt. Nach Christine und Der Buick ein erneutes Buch, indem ein PKW ein böses Eigenleben entwickelt? Dies dachte ich zuerst, als ich erfuhr, wie sein neues Buch heißen wird. In Mr. Mercedes ist jedoch nicht das wild gewordene Auto in den Fokus gerückt, sondern dessen Fahrer, Brady Hartsfield.

Immer wieder erinnern mich die Handlungsstränge um Hartsfield an den wahrscheinlich berüchtigtsten Serienmörder der Literaturwelt: Norman Bates. Bradys Bindung zu seiner Mutter und seine Gedanken erinnern an Hitchcocks Film und Bloch's Buch (Auffällig ist auch, dass sein Vater Norman heißt). Allerdings ist Hartsfiled seine ganz eigene Persönlichkeit, die einem noch lange im Gedächtnis bleiben wird.

Es wird immer abwechselnd aus der Sicht von Bill Hodges und Brady Hartsfield erzählt. Ich kann ganz klar sagen, dass die Passagen um Hartsfield besser gelungen sind. King zeigt wie kein Zweiter, wie sich ein Psychopath fühlt und wie er denkt, was er von der Welt hält und wie er versucht seine Neigungen zu unterdrücken. Hingegen sind die Szenen um den früheren Cop sehr Handlungslastig, jedoch nicht weniger spannend.

Interessant finde ich auch, wie sich die Handlung entwickelt. So wird der einstige Ex-Cop zu einem illegal ermittelnden Detektiv. Die Handlung wechselt stetig und birgt einige Überraschungen bis hin zum Großen, zwar etwas längeren geratenen Finale, indem sich nochmals King's Leidenschaft zur Musik widerspiegelt.

Die Geschichte besticht nicht durch übermäßigen "Grusel" oder blutrünstigen Beschreibungen, wovon die meisten Schriftsteller sich am Leben halten. King's Buch ist überwiegend schlicht und ruhig, allerdings bereitet genau das einem so viel Spannung. Besonders in dem ersten Kapitel kann man sehen, was King wirklich drauf hat. Die Beschreibung vor dem Jobcenter und der verzweifelten Leute, umringt vom einhüllenden Nebel, bereitet einen eine unheimlich starke und düstere Atmosphäre, wie es fast kein Buch schafft.

Stephen King's Bücher sind einzigartig. Man merkt einfach, dass man wieder einmal ein King in den Händen hält. Erzählkunst auf höchstem Niveau.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Du kannst dich diesem Buch genauso wenig entziehen, wie 2 Tonnen deutscher Ingenierskunst..., 20. Juni 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Mr. Mercedes: A Novel (Kindle Edition)
Darum geht's (glaube ich):
Hunderte Arbeitssuchende versammeln sich schon in den frühen Morgenstunden vor der Stadthalle (in einer nicht namentlich erwähnten Stadt im mittleren Westen von Amerika) um einen von den ausgelobten Jobs zu ergattern und einer (hoffentlich) rosigeren Zukunft entgegen blicken zu können. Womit jedoch keiner gerechnet hat, waren die 2 Tonnen deutscher Ingenieurskunst, die, gesteuert von einem total Verrückten, einem Panzer gleich durch die unschuldige Menge stoben. Vor und zurück, vor und zurück, vor und zurück... immer und immer wieder. Ein Wunder, dass der Anschlag "nur" acht Todesopfer und fünfzehn zum Teil Schwerstverletzte forderte.

Detective Bill Hodges und seinem Kollegen Pete gelingt es nicht, den Mercedes-Killer zu dingfest zu machen, bevor Bill in den Ruhestand geht.

Lange Zeit beschäftigt Bill dieser Fall noch, auch dann noch, als er eigentlich seinen Ruhestand genießen sollte, statt mit der geladenen Knarre seines Vaters vor der Flimmerkiste zu spielen. Bis ihn eines Tages ein Brief erreicht...

Und so kommt es, dass eines der merkwürdigsten Helden-Trios, die Stephen King je geschaffen hat, Jagd auf einen Serienkiller macht.

Meine Meinung:
Wie anfangs bereits erwähnt, waren die ersten paar Seiten etwas schwierig zu lesen.
Alles in allem bereue ich es aber überhaupt nicht. Im Gegenteil. Ich werde jetzt öfter zu Titeln in der Originalsprache (bevorzugt Englisch :)) greifen. Irgendwie geht beim Übersetzen ein Teil des Flairs verloren. Etwas, dass sich mit Worten in einer anderen Sprache nur schwer beschreiben lässt. Das Buch fühlt sich im Englischen an wie ein perfekt angepasster Schuh. Die deutsche Version hingegen wird eine Nummer kleiner ausfallen, befürchte ich. Es gibt so viele kleine Dinge, wie z. B. die Bezeichnung "Det.-Ret.", die nichts anderes bedeutet wie Detective im Ruhestand (detective retirement) - das hört sich im Deutschen erstmal blöd an. Aber im Englischen passt das wie die Faust auf's Auge.

Das Buch liest sich wie ein einziges Abenteuer - als Leser wird man einem Tischtennisball gleich von einem Schauplatz/Ereignis zum nächsten katapultiert. Zu keinem Zeitpunkt ist das Geschehen vorhersehbar oder langweilig. Im Gegenteil: ab einem bestimmten Punkt kann und will man das Buch nicht mehr aus der Hand legen um live mitzuerleben ob und wie Mr Mercedes das Handwerk gelegt wird.

Natürlich geschieht das nicht ohne die ein oder andere Panne, aber bei dem Trio ist das auch kein Wunder. Die drei ergänzen sich wunderbar und würde ich jetzt einen von den dreien eingehender beschreiben, müsste, bzw. würde ich spoilern. Und das tue ich nicht.

Alles in allem überrollen einen die 750g Buch wie die 2 Tonnen deutsche Ingenierskunst: man kann sich ihm nicht entziehen!

Wem Joyland gefallen hat, wird dieses Buch lieben. Wer auf aussergewöhnliche Krimis und High-Suspense-Thriller mit Atmosphäre und unvorhersehbarem Ausgang steht, für den ist dieses Buch genau das Richtige. Und für Stephen King Fans sowieso.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Honeyboys snapshots from hell, 17. Juni 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Mr. Mercedes (Gebundene Ausgabe)
Mit MR MERCEDES unternimmt der „King of Horror“ einen weiteren Streifzug ins Thriller-Genre, nachdem er mit JOYLAND das Territorium bereits erkundet hat. Und Mr King verspricht, dass MR MERCEDES erst der Auftakt ist zu einer Trilogie:

“Dear Constant Reader,
Mr. Mercedes is the first volume of a projected trilogy concerning Bill Hodges, his friends…and his enemies. The second volume, Finders Keepers, is finished (in first draft, at least) and will be published in the first half of 2015, perhaps followed by a book of new stories in the fall (or not). Anyway, these three novels seem to revolve around the City Center Massacre that opens Mr. Mercedes. Because of that, I wanted to post a complete list of those killed and injured in Brady Hartsfield’s attack. Some of these unfortunates have other parts to play. As always, I’m glad you’re along for the ride, but be warned: there are some sharp turns ahead, and I’m a really crazy driver.
Stephen King”

Grund zur Freude? Schauen wir mal.
Stephen King hat immer wieder bekundet, dass er seine Romane nicht „plottet“, sich die Handlung weitestgehend also erst beim Schreiben entwickelt. Oft funktioniert das erstaunlich gut, manches Mal hätte ich mir aber doch gewünscht, der ein oder andere Roman des Meisters wäre formell ausgewogener. Einerseits Längen und Wiederholungen, anderseits abrupte Enden gehören inzwischen fast zu seinen Markenzeichen, und man sieht es ihm nach. Ob ein Thriller, bei dem Logikbrüche nicht durch Übernatürliches erklärt werden können, nicht aber doch etwas mehr Vorplanung als ein Horrorroman vertragen kann, diese Frage stellt sich bei MR MERCEDES.
Nun sollte man nicht päpstlicher sein als der Papst, und unterhaltsam sind Kings Bücher allemal, auch MR MERCEDES.

“They threw me off the hay truck about noon. I had swung on the night before, down at the border, and as soon as I got up there under the canvas, I went to sleep. I needed plenty of that, after three weeks in Tia Juana, and I was still getting it when they pulled off to one side to let the engine cool. Then they saw a foot sticking out and threw me off. I tried some comical stuff, but all I got was a dead pan, so that gag was out. They gave me a cigarette, though, and I hiked down the road to find something to eat."
Diesen großartigen Romanbeginn von James M. Cains "The Postman Always Rings Twice" kann man nur lieben, und den allerersten Satz hat King MR MERCEDES als Motto vorangestellt. Im POSTMAN fällt später dann auch dieser Satz:
"Stealing a man's wife, that's nothing, but stealing his car, that's larceny."
Und damit hat King leitmotivisch auch schon auf den grauen Mercedes hingewiesen.

Überhaupt ist der Auftakt, das erste Kapitel von MR MERCEDES, eines der „literarischsten" Kapitel, das ich von SK kenne ("Nothing that would make people forget Philip Roth, but Hodges thinks such lines show a degree of talent."). Der Humanismus eines Stewart O'Nan, die Verzweiflung in Zeiten von Arbeitslosigkeit und Rezession aus Steinbecks GRAPES OF WRATH verbinden sich mit dem Noir-Element aus dem POSTMAN; die zukunftsweisenden Allusionen bilden den Hintergrund, vor dem der Tod als Meister aus Deutschland in Form eines Mercedes Benz Einzug hält und in die hoffnungslose Schlange wartender Arbeitsloser vor einer Job Börse fährt. Acht Tote und viele Schwerverletzte sind die traurige Bilanz der Tat eines Wahnsinnigen, der in der Clownsmaske des Pennywise Schicksal gespielt hat.

--- Spoiler ---

Ein Jahre später erhält Hodges, inzwischen suizidgefährdeter Ex-Cop im Ruhestand, einen höhnischen Brief vom Killer, der die nächste Runde der Jagd einleitet.

Hodges und sein Partner Huntley hatten seinerzeit die Ermittlungen aufgenommen. Die Beschreibung der ersten Befragung der Besitzerin des Tatfahrzeugs, Mrs Trelawney, ist großartig. King beschreibt, wie sich bei den Ermittlern Aversionen gegen die reiche Frau aufbauen, wie diese sich konfabuliert, dass sie den Mercedes verschlossen am Straßenrand abgestellt hat. Und dann der großartige Satz, der das Kapitel der ersten Befragung beendet:
"That had to be the answer. If you heard hoofbeats, you didn't think zebras."
Doch eine tolle Bildhaftigkeit im Ausdruck darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Ermittler ganz offenbar ein Detail übersehen.

Und eben hier setzt die eigentliche Handlung des Romans ein. Der Leser kennt den Täter, er weiß was geschehen ist und auch, dass noch mehr geschehen wird, aber die Fragen, die sich stellen, lauten: wird Hodges den Täter entlarven, vor allem, wird er es reichtzeitig schaffen und weiteres Unheil abwenden können?

--- Spoiler Ende ---

Eine der aus meiner Sicht größten Stärken des Autors ist die Charakterisierung seiner Figuren, die ihm mit scheinbarer Mühelosigkeit gelingt und großartige, in Erinnerung bleibende Protagonisten schafft.

Uncle Bill (als "Onkel" bezeichnet werden Cops, die nach der Pensionierung das Schnüffeln nicht sein lassen können) ist eine der beiden Hauptfiguren in MR MERCEDES. Er wird interesanter Weise immer nur bei seinem Nachnamen genannt.
"Okay, Isabelle says, You meet Olivia Trelawney's sister, who you like well enough to call her by her first name...", heißt es an einer Stelle des Romans. Pete ist immer Pete, Jerome ist Jerome, sogar Brady Hartfied, der Killer, ist Brady. Aber Det.Ret. Bill Hodges ist immer Hodges. Sagt uns das etwas über die Beziehung zwischen SK und „Onkel“ Hodges, oder bleibt King hier nur in der Tradition der hard boiled Krimis, deren Helden auch nur beim Nachnamen genannt werden?
Hodges jedenfalls ist ein Ex-Cop, der getrost als verantwortungslos und bestenfalls mittelgradig sympathisch beschrieben werden kann.
Auch bleibt er auf sonderbare Weise farblos und kann weder gegen seinen Gegenspieler noch gegen die „Nebenfiguren“ punkten. Vor allem gegen diese nicht!
Im Vorgänger DOCTOR SLEEP war Snakebite Andi meine Lieblingsfigur, die King leider sehr schnell über die Klinge springen ließ; hier ist es Holly, eine gestörte und nicht mehr ganz junge Frau, die mein Herz erobert. Und so sehr mich die Idee einer MR MERCEDES-Trilogie auf den ersten Blick erschreckt, hoffe ich auf ein Wiedersehen mit Holly.

Andererseits punktet MR MERCEDES mit Brady, einem irren Täter, der das kingsche Potenzial hat, dem Leser lange in Erinnerung zu bleiben als ein gestörter Mörder, den man neben Norman Bates stellen darf.
Brady: "The old cop is thinking, If I can get you talking, I can goad you.
Only Brady is betting, the old cop never read Nietzsche; Brady's betting the old cop is more of a John Grisham man. If he reads at all.
When you gaze into the abyss, Nietsche wrote, the abyss also gazes into you.
I am the abyss, old boy. Me."
Brrrrr…
Und auf Bradys Konto geht es, wenn Kings Leser nach MR MERCEDES für lange Zeit Angstgefühle haben, wenn sie in größeren Menschenansammlungen ausharren müssen.

--- Spoiler ---

Geärgert habe ich mich über die überaus schlampige Ermittlungsarbeit der Polizei und darüber, dass Hodges erst pensioniert werden muss, um entscheidende Fragen zu stellen und mit Unterstützung eines 17-jährigen Teenagers Antworten darauf zu finden.
Was ich überhaupt nicht verstehe ist, warum Mrs Trelawney als Tatverdächtige von vornherein ausgeschlossen wird. Schließlicht wurden die Morde mit ihrem Fahrzeug begangen, sie hat laut eigenem Bekunden nur einen Schlüssel für das Fahrzeug und ist nach der Tat in dessen Besitz.
King hat uns den Mercedes Killer Brady Hartfied bereits vorgestellt, wir wissen also, dass es nicht Mrs Trelawney war, aber da King sehr gut beschreibt, was in den Köpfen und den Gefühlen der Ermittler vorgeht, hätte ich gerne gewusst, warum man überzeugt ist, dass die Frau auf keinen Fall als Täterin in Betracht kommt. Sehr viel später heist es dann:
"Hodges has never even considered the idea that Mr Mercedes might actually be Ms Mercedes. ..but this is real life." Hey, Mr King, sie schließen gerade 51 % der Weltbevölkerung als TV aus - wegen eines „Bauchgefühls“, das ist albern, nicht „real life“!
Geärgert habe ich mich über die Passagen, in denen es um Computertechnik geht; sie sind ziemlich durchschnittlich und lassen erkennen, dass King sich nicht großartig mit Computern auskennt. Dass Holly mal eben auf einem Computer Informationen findet, und zwar im Ordner gelöschte Email, auf die Jerome vorher nicht gestoßen ist, naja... Aber das Brady, der als IT-Troubleshooter Geld verdient, vergisst, auch die gelöschten Emails zu löschen, das ist nicht nachvollziehbar.
Geärgert habe ich mich, dass das allererste Kapitel, Gray Mercedes, eines der gelungensten des Romans ist und es King danach längere Zeit nicht gelingt, nachdem er Augie Odenkirk und Janice Cray hat über die Klinge springen lassen, ein ähnliches Interesse für die Hauptfiguren von MR MERCEDES zu erzeugen.
Und ich habe mich das ein um das andere Mal über Hodges geärgert. Aber wer will schon Helden ohne Fehl und Tadel? Vielleicht macht es Hodges gerade groß, dass man sich über ihn so herrlich aufregen kann, er aber auch Stärken hat und alles riskiert.

--- Spoiler Ende ---

Es gibt Autoren, die bessere Thriller schreiben als King, aber trotzt aller Schwächen ist MR MERCEDES unterhaltsam und ein für King typisches Buch, mithin für seine Fans also unbedingt lesenswert. Ich habe bei der Bewertung geschwankt zwischen drei und vier Sternen, den Ausschlag hat letztlich gegeben, dass ich glaube, dass MR MERCEDES mir eine ganze Zeit in Erinnerung bleiben wird, nicht wegen des Det.Ret. Hodges, sondern wegen Brady und vor allem wegen Holly.
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3.0 von 5 Sternen Not a typical Stephen King, but still good., 30. Juni 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Mr. Mercedes (Gebundene Ausgabe)
A decent part into the book, I was starting to doubt to give this more than two stars. It read as your basic crime/cop story, nothing that said Stephen King. Luckily the final 60 pages redeemed it.

So, three stars it gets from me. Not four, because it still misses a true Stephen King signature in my view, but that's the only reason. It's a good book, literally a page-turner for a change, and it has actually made me curious for King's November release "Revival".

And now that I've heard there are going to be two more books following the "Mr Mercedes" storyline, I'm even more curious and glad I've read this one!
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Spannend - aber das ist nicht King in Höchstform!, 26. Juni 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Nichts Übersinnliches - aber wieder einmal ein Blick in die Abgründe und Sehnsüchte der Menschen. Das Buch hat mir gefallen, auch wenn es einige Längen hat. Insbesondere der Showdown hat mich ein wenig enttäuscht - daher nur drei Sterne. Lesenswert? Ja, aber King's 'Joyland' oder 'Dr. Sleep' haben mir viel besser gefallen.
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5.0 von 5 Sternen Typischer King! EInfach genial!, 30. November 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Mr. Mercedes (Gebundene Ausgabe)
Wie in den meisten King-Romanen dieses Umfangs tolle Story, die ziemlich schnell an Fahrt aufnimmt. Beim Lesen mochte ich das Buch gar nicht aus der Hand nehmen, da man bei King ja nie weiß, wie es ausgeht. Spannender Thriller für einige Stunden gute Unterhaltung!
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5.0 von 5 Sternen Good Read!, 25. November 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Mr. Mercedes (Gebundene Ausgabe)
I ordered the book through Amazon because it was cheaper than in the High Street, typical Amazon ordered Monday delivered Tuesday, love using Amazon Prime!
To the Book, the Story is fascinating, the characters believable and I enjoyed it thoroughly.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen spannende Unterhaltung ohne Geisterspuk, 10. August 2014
Von 
Rezension bezieht sich auf: Mr. Mercedes (Gebundene Ausgabe)
Vor mehr als einem Jahr ist der Mercedes-Killer mit einem gestohlenen Fahrzeug in eine Menschenmenge gerast und hat acht Personen getötet und zahlreiche weitere schwer verletzt. Gefasst wurde der Täter nie, doch jetzt setzt sich der Killer mit dem verrenteten Detective Bill Hodges in Verbindung. Der hat den Ruhestand bislang vor allem vor dem Fernseher verbracht, sich ziemlich nutzlos gefühlt und immer mal wieder mit dem Gedanken gespielt, seinem Leben ein Ende zu setzen. Jetzt hat Hodges eine neue Aufgabe - unterstützt durch einen befreundeten College-Schüler und eine psychisch ziemlich labile Dame setzt Hodges sich auf die Fährt und lässt sich auf ein riskantes Katz-undMaus-Spiel mit Mr. Mercedes ein, der ihm auf einer Website namens "Under the Blue Umbrella" Nachrichten hinterlässt.

Stephen King verzichtet erneut auf jeden übernatürlichen Schrecken und liefert mit "Mr. Mercedes" ein solides Stück Spannungsliteratur ab. Die Figuren sind king-typisch recht glaubwürdig beschrieben, der Plot ist spannend ... und das Ende ist, auch das für King nicht ungewöhnlich, ein klein bisschen enttäuschend, da sehr abrupt. Mein Urteil unterm Strich: kein Meilenstein im King-Oeuvre, aber auch keine größere Enttäuschung - sehr manierliche Unterhaltung für ein verregnetes Wochenende.
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4.0 von 5 Sternen Mit einem kleinen Hängerchen zwischendrin, 6. August 2014
Rezension bezieht sich auf: Mr. Mercedes: A Novel (Kindle Edition)
Mit "Mr. Mercedes" unternimmt Stephen King einmal mehr einen Ausflug ins Thriller-Genre; wer den Horror-Altmeister um seiner paranormalen Geschichten willen mag, wird hier nicht zufriedengestellt sein, wird die einzige "Geister-Erscheinung", die hier beiläufig erwähnt wird, letztlich auch als menschengemacht deklariert.
"Mr. Mercedes" hat also die Thriller-Fans, und absolut nicht die Horror-Fans, zur Zielgruppe.

Insgesamt gefiel mir "Mr. Mercedes" nun sehr gut, der mich vor Allem auch an die Thriller von Jeffrey Deaver und Harlan Coben erinnerte, die ich gemeinhin auch sehr schätze: Allerdings hatte ich nach dem ersten gelesenen "Mr. Mercedes"-Viertel doch einen kleinen Durchhänger, da mir die Erzählung hier zu sehr auf der Stelle zu treten schien.
Als Leser weiß man von vornherein, wer der Böse ist, denn "Mr. Mercedes" erzählt von einem Katz-und-Maus-Spiel zwischen einem kürzlich pensioniertem Polizisten und einem psychopathischen Attentäter, der hinter dem großen Anschlag steckte, den der Polizist vor seinem Eintritt in den Ruhestand nicht aufzuklären vermochte... Die Perspektive wechselt ständig: Mal schaut man dem Ex-Detective über die Schulter, mal dem Verbrecher.
Nach den ersten 25% hatte ich nun aber den Eindruck, doch bereits alles zu wissen und dass sich von nun an alles mehr oder minder wiederholte; hier war ich sogar kurz geneigt, das Lesen des Romans abzubrechen, aber ab knapp 40% Lesefortschritt hatte mich die Geschichte endgültig wieder. Meiner Meinung nach tat es der Handlung sehr gut, dass dem Ex-Polizisten hier später quasi zwei "Assistenten" zur Seite gestellt wurden.

Letztlich fand ich die Handlung durchaus spannend, auch der Showdown war meines Erachtens sehr packend gestaltet, aber ich muss zugeben, dass ich es dann doch ein wenig fad fand, wie der Bösewicht schlussendlich überhaupt enttarnt wurde (quasi durch Hinweise und Nachlässigkeiten, denen zunächst nicht nachgegangen wurde, obschon ich es eigentlich absolut logisch gefunden hätte, dass man die betreffenden Indizien früher überprüft hätte).

Insgesamt hat mir "Mr. Mercedes" wirklich gut gefallen, aber insbesondere der Durchhänger nach dem ersten Viertel hält mich definitiv davon ab, hier die Bestwertung zu vergeben; nichtsdestotrotz: ein durchaus lesenswerter Thriller!
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4.0 von 5 Sternen You can stand under my umbrella, 29. August 2014
Rezension bezieht sich auf: Mr. Mercedes (Gebundene Ausgabe)
Stephen King bleibt mein Held, daran konnte damals nicht mal Atlantis etwas ändern und das gehört immerhin zum einzigen King Buch, dass mir wirklich so auf den Keks ging, dass ich es nicht zu Ende lesen konnte.
Richtig gepackt hat mich Mr Mercedes allerdings auch nicht. Das King sich seit einigen Jahren langsam dem "Horror" abwendet hat man ja spätestens mit Under the Dome gemerkt. Ganz abgekauft habe ich ihm die hard boiled crime Story trotzdem nicht, in meinen Augen bleiben sowohl die Charaktere als auch die gesamte Geschichte zu sehr an der Oberfläche.
Für mich bleibt das beste King-Buch der letzen Jahre weiterhin 11/22/63, trotzdem, ein wahrer Fan braucht dieses Buch allein schon um die Bibliothek zu füllen.
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Mr. Mercedes: A Novel
Mr. Mercedes: A Novel von Stephen King (Gebundene Ausgabe - 3. Juni 2014)
EUR 17,95
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