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Cardassia Prime bereitet sich auf den Besuch der Präsidentin der Föderation vor um den Abzug der föderalen Hilfseinheiten einzuleiten und einen festen Allianzvertrag zwischen den beiden Mächten abzuschließen. Der Botschafter für die Föderation, Elim Garak, ehemaliger Schneider an Bord der bajoranischen Raumstation DS9, Spion, Spionsteuerer, Meuchelmörder und Soldat blickt diesem Ereignis mit einer gewissen Freude entgegen, genau wie viele andere Cardassianer, die mehr oder minder bewusst durch die Wirren und Schrecken der letzten 15 Jahre in der cardassianischen Innen- und Außenpolitik gegangen sind. Er hofft, dass sein Volk bereit ist, diesen Schritt in eine hoffentlich bessere Zukunft zu tun.

Aber Garak wäre nicht Garak, wenn er nicht versuchen würde, sich in alle Richtungen abzusichern. Und als alter Hase im Informations- und Desinformationsgeschäft weiß er nur allzu gut, dass es zu jedem möglichen politischen Ereignis Befürworter und Gegner gibt – und radikale Kräfte auf beiden Seiten versuchen werden, ihre jeweiligen Ziele durchzusetzen. Und so beobachtet er insbesondere die nationalistisch-isolationistischen Kräfte, die ein „Cardassia für Cardassianer“ fordern, eine schnelle und massive Wiederbewaffnung, die nebenher auch die Arbeitslosenzahlen senken würde und eine Rückkehr zur „guten alten Zeit.“

Mit seinem Fokus nach innen ist sogar dieser Meisterspion und –stratege überrascht, als er hört, dass die föderale Präsidentin im bajoranischen Raum einem Attentat zum Opfer gefallen ist. Dass der Attentäter ein Bajoraner gewesen sein soll, ist natürlich Wasser auf den Mühlen der Nationalisten. Als Garak dann erfährt, dass höchstwahrscheinlich caradassianische Kräfte hinter dieser Tat stehen, ist er dafür, dies so schnell wie möglich der Föderation – und insbesondere dem in einer Umlaufbahn befindlichen Cpt. Picard – mitzuteilen, aber nur Minuten nach einem dahin gehenden Gespräch mit der amtierenden Kastellanin der Cardassianer explodiert sein Gleiter mit ihm und zwei Leibwächtern an Bord im Flug.

Nun beginnen sich die innenpolitischen Unruhen auf Cardassia zu beschleunigen, während sich die Föderationsmitglieder in ihren Anlagen, die zur Unterstützung der Wiederaufbauarbeiten errichtet worden sind, zurückziehen und alle Cardassianer der Gelände verweisen. Die nationalistischen Kräfte haben – ähnlich wie in der Weimarer Republik – die Politik, die Polizei und den Inlandsgeheimsdienst unterwandert, so dass kaum noch jemand sicher ist, wem er trauen kann. Gleichzeitig macht die Tatsache, dass eine Bajoranierin Pro temp-Präsidentin der Föderation geworden ist die Frage nach einer möglichen Allianz noch komplizierter.

Neben den nicht allzu verdeckten Anspielungen auf den bevorstehenden Abzug der amerikanischen Truppen aus Afghanistan und was im Zusammenhang damit geschieht und noch geschehen könnte, ist dieser Roman auch eine Reflektion über die Demokratie, über das Gleichgewicht von Freiheit und vermeintlicher Sicherheit in komplexen, globalen, politischen Systemen und auch über das Ungleichgewicht zwischen oft radikalen Minderheiten und gemäßigten - und–deswegen er stummen – Mehrheiten innerhalb einer Gesellschaft, die in Krisensituationen zu fürchterlichen Pogromen, Bürgerkriegen und ähnlichem führen können. Es ist aber auch eine Reflektion über politische und ethische Lernprozesse und über die Interpretation von Nachrichten und Literatur im Zusammenhang mit Zensur und Verfolgung. Dabei sind in Bezug auf die Literatur - und zum Teil auch auf die Moral -, die Gespräche zwischen Cpt. Picard und Botschafter Garak sehr interessant, genau wie einige erinnerte Gespräche zwischen Garak und Dr. Bashir auf DS9. Hierbei gefiel mir der Vergleich zwischen der cardassianischen und der terranischen Interpretation von dem Jungen, der Wölfe schrie, sehr gut.

Die Autorin selbst ist Literaturdozentin, was sich in diesem Buch positiv ausdrückt, sowohl im eigenen Erzählen, wie auch in ihren zahlreichen intertextuellen Bezügen – wer hätte zum Beispiel gedacht, dass Garak gerne Jane Austen liest? Alles in Allem – auch für nicht ST-Fans – eine lohnenswerte Lektüre.
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