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Kundenrezensionen

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am 13. September 2014
All you need...
Is someone...
To write a letter to...

Today I want to talk about "Love letters to the dead" by Ava Dellaira and it was published at hot key books.

Laurels English class gets an assignment.
They should write a letter to a dead person and write whatever they want to.
For her first letter Laurel chose Kurt Cobain.
She thinks he's a well pick because Kurt died very young just like her dead sister May.
So she tells Kurt about what's going on in her life since May is gone.
Soon Laurel finds out that writing down her feelings and emotions makes her feel better.
So she goes on writing.
But not just to Kurt...
Laurel writes letters to other famous dead people like Amy Winehouse, Janis Joplin and River Phoenix.
And so she tells them the story of her weird life full of happiness, sadness and crazy happenings.
But is this the right way to go forward and forget the past that will always be behind you?

I was totally fallen in love with this book!
Everything about it is just awesome and perfectly matching to the story.
The beautiful cover it's just a great eye catcher in every bookshelf but not just the cover is something to be proud of.
The story is so well written that you could take a step into Laurels world and watch the world through her eyes.
Sometimes this book is very touching and I felt every single feeling like Laurel would do.
Furthermore you can also learn something about famous dead people and their story's.
(For me as a German this fact was one of the most difficult facts!!!!!)
Even the design inside the book it's gorgeous!
Every chapter looks like the beginning of a new letter and in my opinion this is just super cute!
As you can see I simply loved this book and if you haven't read it yet...
Than you surely know what to do now ;)

"Love letters to the dead" gets 5 of 5 Löwchens!!

That's it...
See you next time!
Yours
Leo Löwchen
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am 15. Januar 2015
Ich glaube, das ist das erste Coming-of-age-Buch, das ich je gelesen habe. Bei mir eingezogen ist es, weil das Cover so wunderschön ist und weil ich die Idee mit den Briefen an die Toten irgendwie interessant fand.
In dem Buch begegnen wir Laurel, die vor kurzer Zeit ihre Schwester verloren hat. Nun beginnt für sie die High School und damit eine ziemlich schwierige Zeit. Anfangs kennt sie dort niemanden und hat Angst, dass sie keine Freunde finden wird.
Doch dann lernt sie die zwei Mädchen Natalie und Hannah kennen und die drei stürzen sich ins Leben.
Dann gibt es da noch Sky, den mysteriösen Typen, der ein Jahr älter ist, als sie.
Über den Inhalt kann man eigentlich gar nicht viel mehr sagen. In den Briefen, die Laurel schreibt, schauen wir ihr dabei zu, wie sie sich verliebt, wie sie Fehler macht und vor allem, wie sie mit ihrer Trauer umgeht.
Der Schreibstil war sehr metaphorisch und philosophisch und ausgeschmückt. Laurel benutzt ständig Symbole, um Dinge zu beschreiben. Außerdem ist sie am Anfang schrecklich Teenie-mäßig drauf und vergleicht sich ständig mit ihrer ach-so-perfekten Schwester May. Deshalb haben mir so ca die ersten 120 Seiten nicht wirklich gefallen.
Aber irgendwann hat mich die Geschichte dann doch gepackt. Ich habe mit Laurel mitgefühlt und vor allem gegen Ende das ein oder andere Tränchen verdrückt.
Die Briefform fand ich außerdem sehr schön. Bisher habe ich glaube ich noch kein Buch in diesem Format gelesen und ich fand es wirklich erfrischend. Mir hat auch gefallen, dass sie sich sozusagen mit den toten Künstlern (meist Rockstars oder Schauspieler, die früh gestorben sind) unterhält. So erfahren wir auch ein bisschen was über die Personen, denen sie schreibt. Auf Kurt Cobain wird sie beispielsweise einmal richtig sauer, weil er sich selbst umgebracht und seine Tochter zurückgelassen hat.
Fazit:
Dieses Buch erzählt keine typische High-School-Geschichte. Es kommt ohne Klischees aus und die Charaktere sind wirklich gut ausgearbeitet. Ein Jahr lang schauen wir Laurel dabei zu, wie lernt, sich selbst zu schätzen und zu akzeptieren. Auch wenn mir das erste Drittel nicht so ganz gefallen hat und mir der Schreibstil teilweise etwas zu philosophisch war, konnte es mich schließlich doch überzeugen und mitreißen.
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am 27. April 2016
Meine Meinung

Ich weiß, dass mir die Rezension zu diesem Buch etwas schwerfallen wird. Ich bin noch etwas überwältigt von den ganzen Eindrücken, denn diese Geschichte vermittelt ein wahres Gefühlschaos, das aber auf ganz leisen Sohlen daherkommt.
Deshalb erstmal ein Zitat, welches das Thema sehr gut ausdrückt:

"Du warst bereit, dein Inneres völlig preiszugeben, ohne dich darum zu kümmern, was andere darüber dachten. Ich wünschte, ich könnte mehr so sein wie du." S. 81

Das zeigt ziemlich deutlich, in welcher Lage sich die Protagonistin Laurel befindet. Sie erzählt diese Geschichte in Briefen an verstorbene Persönlichkeiten und hält den Leser damit ein bisschen auf Abstand. Gleichzeitig aber versinkt man regelrecht in der Gefühlswelt, die Laurel nach und nach vor einem ausbreitet. Den Schreibstil hab ich als ruhig, aber fesselnd empfunden. Die Autorin schafft es hier perfekt, die Gedanken und Problematiken in Worte zu fassen - konkret, aber nicht aufdringlich und mit der Möglichkeit, sich den vielen Gefühlen anzunähern.

Laurel war mir von Anfang an sympathisch und hat mich sogar ein bisschen an mich selbst erinnert, denn wie oft versucht man gerade als Teenager, sich anzupassen; es anderen recht zu machen um dazu zu gehören. Während Laurel sich selbst finden möchte und zu verstehen sucht, wer sie wirklich ist, verstrickt sie sich unbewusst immer wieder darin, anders zu sein. Vor allem orientiert sie sich da an ihrer Schwester May. Diese war der Sonnenschein der Familie: hübsch, beliebt, fröhlich, lebendig ... ein Vorbild, zu dem sie aufgeschaut hat; doch May ist vor einigen Monaten gestorben.

Die Hintergründe zu dem Tod werden erst nach und nach aufgedeckt und man ahnt schnell, dass da noch mehr dahintersteckt.

"... aber ich glaube, manchmal wünschen wir uns einfach, man könnte uns deutlicher ansehen, wie sehr wir leiden und welchen Schmerz wir verstecken." S. 265

Laurel kann nicht über ihre Probleme reden. Es fällt ihr extrem schwer, sich zu öffnen und so verpasst sie damit die Chance, Hilfe anzunehmen. Dabei ist sie selber so ein liebenswertes, emphatisches und berührendes Mädchen, das ich oft einfach gerne in den Arm genommen hätte. Sie kam mir so verloren und einsam vor; dabei hätte sie in Hannah und Natalie tolle Freundinnen gefunden! Aber auch die anderen, mit denen sie zu tun hat, sind auf ihre Weise liebenswert und ganz besondere Charaktere. Vor allem auch Sky, in den sie sich verliebt.

In einigen Rezensionen hab ich gelesen, dass die Figuren alle zuviel an Problemen mit sich herumschleppen und dass zuviel passiert und damit alles öfters auf die Spitze getrieben wird. Das finde ich aber gar nicht, denn es gibt einfach Gruppen, bei denen es genauso abgeht wie hier. Gerade "Problemkinder" finden meisten gerade erst recht durch die Umstände zusammen.
Es hat mich jedenfalls sehr an meine eigene Jugendzeit erinnert und ich konnte gerade mit Laurel total mitfühlen. Sie sieht so vieles bei anderen und erkennt sehr genau die Zusammenhänge - nur bei sich selbst kann sie lange nicht sehen, was falsch läuft.
Ich denke, genau das trifft auf viele von uns zu.
Mehr möchte ich darüber gar nicht verraten - lasst euch überraschen ;)

Fazit

Eine berührende Geschichte, die mir sehr nahegegangen ist. Der Versuch eines Mädchens, in Briefen das auszudrücken, was sie sich nicht zu sagen traut und sich deshalb in sich selbst verliert. Die Angst, sich so zu zeigen, wie man wirklich ist und dabei die Sehnsucht nach Menschen, die einen so annehmen, wie man ist, kennt sicher jeder - und genau das wurde hier wunderschön beschrieben.

© Aleshanee
Weltenwanderer
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am 16. März 2015
Bei jeder Person an die sie schreibt, gibt es einen persönlichen Bezug. Sie schreibt also nicht willkürlich an eine Person.
Sie erzählt ihre Geschichte, berichtet Dinge aus der Vergangenheit, über Sachen die sie bewegen.
Man könnte allerdings meinen, dass die Protagonistin gar nicht Laurel, sondern May ist. Denn gerade zu Beginn, lernen wir May viel besser kennen.
Was man über Laurel erfährt ist zunächst nur, dass sie in ihrer Trauer- und Bewältigungsphase versucht Mays Leben zu übernehmen – sie zieht ihre Sachen an, befreundet sich mit den Mädchen, die May gewählt hätte, tut das was May getan hätte usw.
Das ist jedoch nicht das ganze Buch über so. Sowohl die Geschichte, als auch Laurel entwickeln sich weiter und auch der Blickwinkel ändert auf die Ereignisse wandeln sich ein wenig.
Was die Songs oder Filme oder Gedichte der Toten Künstler in ihr auslösen wird gut beschrieben – man taucht mit hinein.
Jeder Künstler an den der Brief geschrieben ist, ist auch wichtig (oder taucht zumindest auf) für die Szene. Es ist nicht einfach willkürlich, sondern immer liebevoll eingearbeitet.
Die Geschichte ist auch sehr schön Formuliert – man spürt immer was gemeint ist und wie schwer dieser beschriebene Gedanke oder Gefühlt wiegt.
Was ich manchmal ein wenig schade fand ist, dass es nie wirklich live ist, weil sie immer nur berichtet.
Aufgrund des Aufbaus, gab es für mich ein paar Abschnitte, wo ich das Gefühl hatte, zu viel Abstand zu der Geschichte zu haben – als würde die Geschichte gar nicht richtig zu mir durchdringen. Das war bei weitem nicht überall so, aber besonders hatte ich das wenn es um die Beziehung zwischen Laurel und Sky ging. Das habe ich denen so ziemlich gar nicht abgenommen (zumindest zu Beginn).
Aber das ist auch nur einer von vielen Strengen.
Es geht in diesem Buch um Trauerbewältigung, Vergebung, Schuld, darum sich selbst zu erkennen und damit zu leben. Eigentlich ist das Hauptthema das Leben – wie man damit fertig werden muss, was das Leben einen gibt und nimmt und wie dies das Ich verändert.
Das Buch hat gerade in der zweiten Hälfte, unglaublich starke Momente – es trifft einen irgendwie kalt und mitten ins Herz.
Das Buch ist definitiv etwas Besonderes.

Fazit
Das Buch hat dieses gewisse Etwas. Es begann gut, aber auf den späteren Seiten ist es unglaublich stark.
Es behandelt nicht gerade ein leichtes Thema und geht einen oft sehr nahe. Dazu ist es auch noch schön formuliert.
Ich kann das Buch nur empfehlen.
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am 21. Februar 2015
Seit dem Tod ihrer Schwester bekommt Laurel ihr Leben nicht mehr auf die Reihe. Ihre Eltern geschieden, hat sich ihre Mutter entschieden, sich von ihr und ihrem Vater zu distanzieren. So lebt sie mit stetigen Wechsel bei ihrem Vater und ihrer christlich eingestellten Tante Amy alleine. Betrogen von ihrer Mutter und schuldig fühlend an dem Zusammenbrechen ihrer Familie, wechselt sie die High School in der Hoffnung den mitleidigen Blicken der anderen Mitschüler zu entgehen. Niemand soll sie mit ihrer Schwester May in Verbindung, auch wenn sie ihre Klamotten in der Schule aufträgt.
Dort angekommen, bekommt sie eine Aufgabe in ihrem Englischkurs, die sie nicht mehr loslässt. Sie soll einen Brief an eine tote Persönlichkeit schreiben, doch dabei bleibt es nicht und sie gibt nie diese Aufgabe bei ihrer Lehrerin ab. So schreibt sie Zeile um Zeile an berühmte tote Musiker und Schauspieler wie Amy Winehouse, Kurt Cobain oder Heath Ledger. Schreibt über ihre neue Freunde und wie sehr sie May vermisst, wie sehr sie ihr nacheifern will und auch darüber wie er Leben immer mehr zu zerbrechen droht.

Laurel und May und die Teen Angst
Laurel ist eine Protagonistin, die man in seine Arme schließen und von all der Traurigkeit beschützen will. Nicht nur ist für sie die Trennung ihrer Eltern belastend, sondern sie gibt sich die Schuld an den Tod ihrer Schwester. Auf ihrer High School versucht zu vergessen und gleichzeitig schafft sie es nicht, als sie Freundschaften schließt und sich in die erste richtige Liebe in ihrem Leben stürzt. Denn egal wohin sie geht, überall ist May und sie versucht ihrer perfekten Schwester immer mehr nachzueifern, ihm ihr näher zu kommen, es ihr recht zu machen, was gefährliche Konsequenzen für ihr Leben hat. Sie droht abzustürzen und scheint sich kaum noch im Griff zu haben. Versucht Gefühle zu entwickeln, schafft es nicht und fühlt sich zusehends von ihrer Welt missachtet.
Auf der Suche nach ihrer Identität stolpert sie immer wieder in Depressionen, fühlt sich unzulänglich und möchte alles Ungeschehenmachen. Nicht selten muss man um sie fürchten, wenn sie sich in Situationen wirft aus Mut und blanker Naivität, weil sie nicht wohin mit ihrem inneren Chaos.

"The Perks of Being a Wallflower" in weiblich
An vielen Stellen fühlt man sich nicht nur durch die Briefform des Romans an Charlie von Stephen Chbosky's "The Perks of Being a Wallflower" erinnert, sondern auch durch die Konstellation der Charaktere entwickeln sich schnell Parallelen. Seien es ihre zwei neuen Freunde in ihrem Leben, die mehr als nur Freundschaft zueinander empfinden. Seien es die Situationen in denen sich die anfangs unschuldig wirkende Laurel stürzt oder schlussendlich auch die Wahrheit, die sich zwischen all den Zeilen versteckt hält.. Ein ähnlicher Ton und einen ähnlichen Sog entwickelt auch "Love Letters to the Dead", auch wenn es nicht so kraftvoll daherkommt wie in Chbosky's Roman, verliert man sich in Laurels Leben und finden sich schnell als Jugendlicher in ihr wieder. So manche Stelle verursacht Gänsehaut, die man aus seinen eigenen Leben kennt und einen Schlucken lässt.
Laurels Geschichte wirkt oftmals verstörend und erschreckend, gleichzeitig ist sie voller Herz und Liebe und der Botschaft, immer sich selbst zu sein, zu seinen Gefühlen zu stehen, so schwer es ist. Man soll Trauer zulassen und der Wahrheit ins Gesicht sehen.

Zwischen Einfachheit und Poesie
Dabei kommt der Schreibstil nicht erdrückend daher. Er ist simpel gehalten, durchzogen von Stellen wundervoller Poesie, die immer wieder hindurchkriechen. Emotional und distanziert zugleich, bildet sich eine riesige Metapher über den Roman, die sich durch kleine schöne Details zeigt, durch einzigartige Bilder, die Ava Dellairas Stärke sind. Die Briefform macht die Geschichte zu etwas Besonderen, vor allem da Laurel sich ungewöhnliche Idole gesucht hat, die sie immer wieder erwähnt, genauso wie deren Leidensgeschichten, die zu ihrem Tod geführt haben und zu Laurels Leben zurückführen. Doch die Einfachheit macht das eigentliche Grauen und die Wahrheit, die sich entblättern, nicht einfacher. Denn wie es zu Mays Tod kam und was Laurel vor allen anderen zurückhält, lässt einen oftmals den Atem stocken und gleichzeitig muss man Laurel bewundern, dass sie so tapfer ist. Sie verliert sich immer mehr darin, ihre Schwester sein zu wollen und zerstreut ihre eigene Identität, die immer weniger wert zu sein scheint. Bis sie weiß, wer sie wirklich ist und was wirklich passiert ist.
Einziges Manko ist hier die Perfektion, die die Geschichte zu glatt wirken lässt. Es fehlt das Raue, die Eindringlichkeit und Kantigkeit von Laurel, die sie besitzt, aber viel zu selten zeigt. Manchmal wirkt sie unterkühlt statt emotional zerbrechlich und die nicht selten fast künstlerisch aranchierten Szenen rauben dem Roman die Echtheit und Eindringlichkeit.
Zurück bleibt ein Werk über die Selbstfindung, die Verarbeitung von Trauer und der Wunsch geliebt zu werden, welches beeindruckt und einen durch seine Einfachheit und Schönheit ans Herz geht. Ava Dellaira findet auch am Ende den richtigen Ton zwischen Tragödie und Herzlichkeit und überrascht den Leser nicht zu selten damit.

Fazit
"Love Letters to the Dead" ist ein wunderschönes Debüt über den Umgang mit Trauer, Selbstfindung und Ängste von Teenagern. Einfühlsam, intensiv und die weibliche Form von Stephen Chbosky's "The Perks of Being a Wallflower". Lesenswert!
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am 20. Februar 2015
'Love Letters To The Dead' klingt nicht nur als Titel ziemlich cool, zudem hat das Buch meiner Meinung nach auch eines der schönsten Cover überhaupt. Nachdem ich dann auch gesehen hab, dass Stephen Chbosky, dessen Buch The Perks of Being a Wallflower eines meiner liebsten Bücher überhaupt ist, das Buch 'geblurbt' hat, musste ich es unbedingt haben!

Das Konzept, dass das Buch nur aus Briefen an verstorbene Berühmtheiten besteht, fand ich ziemlich klasse und hatte keine Schwierigkeiten mich am Anfang in die Geschichte hineinzufinden.

Je weiter ich dann aber gelesen habe, desto mehr hat meine Spannung nachgelassen und ich schätze, dass lag gerade daran, dass ich The Perks von Chbosky so sehr liebe -- denn mir sind die Gemeinsamkeiten nur so entgegen gesprungen. Gemeinsamkeiten zwischen zwei Büchern bedeuten nicht immer etwas Schlimmes. Ich denke in unserer Zeit können wir ruhig behaupten, dass jedes neue Werk von einem alten Werk inspiriert ist. Aber ich finde, es ist solange nicht schlimm, solange auch ein klein wenig Originalität mit dabei ist.

Ich finde aber, grad das war bei LLTTD nicht unbedingt der Fall. Selbstverständlich waren einige Dinge anders als in The Perks, aber überwiegend war ziemlich viel gleich - und mir ist das dann doch ziemlich auf die Nerven gegangen.

Dazu kommt noch, dass Laurel für mich auch eine sehr träge und flache Figur war. Ich konnte keine wirkliche Verbindung zu ihr aufbauen und im Grunde war sie ziemlich langweilig.

Die Beziehung zwischen ihr und Skye hat sich ziemlich gezwungen angefühlt und allgemein hat die Tatsache, dass er zuvor in ihre tote Schwester verknallt war, die Laurel am Anfang der Geschichte versucht so penetrant zu kopieren, einen sauren Geschmack in meinem Mund hinterlassen - auch als immer wieder beteuert wurde, dass er die wahre Laurel hinter der Fassade erkannt habe und sich in sie verliebt hat.

So ist es bei mir oft so, dass auch wenn ich die Hauptcharaktere eines Buches nicht unbedingt mag, eigentlich fast immer eine Nebenfigur finden kann, die mir ans Herz geht. Mit LLTTD war das leider nicht so.
Ich fand alle Figuren irgendwie überspitzt und dramatisch - dabei ging mir Hannah, die sich blaue Flecken auf ihre Wange malt, um ihre echten Wunden verursacht von ihrem Bruder zu Kaschieren und die so ein Hin- und Her wegen ihrer Verliebtheit zu ihrer ebenfalls weiblichen besten Freundin macht - obwohl es in diesem Buch eigentlich niemanden zu jucken scheint außer ihren Bruder und den sie am Ende erstaunlich einfach losgeworden ist - am meisten auf die Nerven.

Die Charaktere haben sich für mich einfach angefühlt wie schlechte Kopien der Charaktere aus The Perks und der Plot ebenfalls.

Wieso es letztendlich doch 3 Sterne gegeben hat, liegt daran, dass ich das Konzept an sich eigentlich echt mochte. Es hat mir gefallen, wie man mehr über die Berühmtheiten, an die die Briefe gerichtet sind erfahren hat und inwieweit sie mit Laurel zu tun hatten. So ist es auch nicht so, als hätte ich alles gehasst. Ein paar von Laurel's Gedanken haben mich auch zum Nachdenken gebracht und waren teilweise auch poetisch (teilweise aber auch sehr hochgestochen). Zudem denk ich auch, dass es mir mehr gefallen hätte, hätte ich The Perks nicht bereits gekannt, wobei ich mir da auch nicht sicher bin. Ich finde einfach, die Autorin hätte was großartiges mit ihrer Idee machen können und sie hatte gute Ansätze. Es hätte ein Buch sein können, welches einen zum Lachen und zum Weinen bringt und einen ständig zum Nachdenken provoziert. Leider war es dann eher sehr solala.

Ich finde, man kann sich dieses Buch antun und ich vermute, man weiß es mehr zu schätzen, wenn man The Perks nicht gelesen hat und einen selbst nicht dauernd beim Vergleichen ertappt, aber großartig war es nicht.
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am 3. Februar 2016
Was zunächst als einfacher Roman über das Erwachsenwerden und Sich-selbst-Finden daherkommt, ist ganz schön harter Tobak. Zu Beginn fühlt man sich ebenso verloren wie Laurel. Und man spürt als Leser förmlich, dass sie unbedingt versucht May in ihrem Leben zu behalten, in dem sie ihren Musikgeschmack und Kleidungsstil nachahmt. Auch als die Freundinnen Hannah und Natalie in ihr Leben treten, bleibt Laurel noch immer irgendwie distanziert. Das fünfte Rad am Wagen, in einer eingeschworenen Mädchenbeziehung. Erst mit Sky wächst ihr Selbstbewusstsein. Und das zu erleben fand ich schön. Eine Frage puckerte aber über die Hälfte des Buches in meinem Kopf herum, woran war May denn nun gestorben, wenn sie doch in Laurels Rückblenden so beliebt, so aufgedreht und so lebenslustig war. Die Antwort bekam ich erst fast zum Schluss, als Laurel endlich den Mut aufbringt sich dem Verlust zu stellen. Es lässt sich sehr gut nachempfinden wie sich der Blick eines kleinen Mädchens, das ihre Schwester vergöttert, wandelt auf die wahre Person hinter der schillernden Fassade. Die traurigste Stelle, war für mich die, als ich erfuhr, dass Laurel niemandem von dem Missbrauch erzählte, damit ihre große Schwester sie weiterhin auf ihre Unternehmungen mitnahm. Und das ihre Bewunderung so groß war, dass sie das einfach mit sich geschehen ließ. Erwachsen werden ist manchmal nicht so einfach wie es scheint.

Es ist der Autorin wunderbar gelungen Laurels erwachsen werden zu schildern, ohne mit dem erhobenen Zeigefinger darauf zu stoßen. Man wächst, liebt, leidet als Leser irgendwie mit Laurel und daher ist das Buch für mich eines der besten das ich gelesen habe, denn die Figuren gehen ans Herz.
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am 14. November 2015
Zuerst einmal: Das Cover des Buches hat es mir sehr angetan. Ich finde, dass es wundervoll gestaltet ist, aber wir alle wissen: Never judge a book by its cover.
In diesem Fall wäre das aber vollkommen in Ordnung, denn der Inhalt übertrifft das Cover noch um einiges.
Love Letters to the Dead handelt von einem Mädchen, Laurel, die "Love Letters" an verstorbene Künstler schreibt, um den Verlust ihrer Schwester zu verarbeiten. Mit der Zeit werden diese Briefe mehr oder weniger zu einem Tagebuch, das dem Leser Einblicke in Laurels Leben gibt und Themen wie Freundschaft, Liebe und Familie behandelt.
Das Buch ist "einfach" geschrieben, sodass man es auch als Nicht-Muttersprachler sehr gut versteht. Trotzdem ist es der Schriftstellerin gelungen wunderschön klingende und auf keinen Fall langweilige Sätze zu formulieren, die den Leser in ihren Bann ziehen.

Meiner Meinung nach sollte man Love Letters to the Dead unbedingt lesen, da einem diese Art Buch auf dem Markt eher selten begegnet und man es auf keinen Fall bereuen wird.
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am 16. Februar 2016
Der Anfang war super, doch später fiel mir eine zu große Ähnlichkeit mit "The Perks of being a Wallflower" auf. Da wurde meine Leselaune doch sehr getrübt. Der Schreibstil an sich war wirklich gut, aber wie gesagt, der Inhalt war mir dann einfach ein bisschen zu wenig neu. Zudem die Autorin auch gesagt hat, dass "The Perks..." für sie eine Inspiration war....
Ich kann das Buch jedem empfehlen, dem das egal ist, weil es eben wirklich vorzüglich geschrieben ist.
Wer lieber das originellere Original ( meiner Meinung nach) lesen will, dem kann ich nur "The Perks of being a Wallflower" von Stephen Chbosky ans Herz legen!
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am 21. August 2015
Ich wil die Handlung gar nicht zusammen fassen, da das so viele andere schon getan haben.
Nur so viel : Das Buch ist echt sehr gut geschrieben. Den einen Stern ziehe ich ab, da das Buch sich teilweise etwas zieht und man schon daran zweifelt, ob man weiter lesen soll.
Doch ein paar unerwartet Plot-twists haben mich echt überzeugt. Das Buch geht einem emotional sehr nahe und wird hiermit von mir offiziell zum lesen empfolen.

PS: auch das Englisch ist für jemand Deutsches sehr verständlich
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