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26 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Ein Roman in einem Roman"
Ian McEwan gehört seit Jahren zu meinen Lieblingsschriftstellern. Auch in seinem neuen Roman "Sweet Tooth" zeigt er, welch großartiger Erzähler er ist.

Der Roman spielt Anfang der 1970er Jahre mit all den bekannten Turbulenzen - Wirtschaftskrise, Terrorismus, der Kalte Krieg.

Serena Frome hatte als Tochter eines anglikanischen...
Veröffentlicht am 23. September 2012 von SiMi

versus
12 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Die andere, leider weniger überzeugende, Seite des MI5
McEwans aktueller Roman ist beim ersten Lesen leider mit Anstrengung verbunden. Auch wenn die Ich-Erzählerin Serena gerade zu Beginn durch ihre Kindheit und Jugend rast, hat man als Leser doch schon ab der Mitte dieses schleppende Gefühl in der Brust. Besonders die Szenen im MI5 dehnen sich und sind für politisch Uninteressierte zum Teil ein verwirrendes...
Veröffentlicht am 23. Januar 2013 von Delia


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26 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Ein Roman in einem Roman", 23. September 2012
Von 
Rezension bezieht sich auf: Sweet Tooth (Gebundene Ausgabe)
Ian McEwan gehört seit Jahren zu meinen Lieblingsschriftstellern. Auch in seinem neuen Roman "Sweet Tooth" zeigt er, welch großartiger Erzähler er ist.

Der Roman spielt Anfang der 1970er Jahre mit all den bekannten Turbulenzen - Wirtschaftskrise, Terrorismus, der Kalte Krieg.

Serena Frome hatte als Tochter eines anglikanischen Bischofs eine behütete Kindheit. Nach einem nicht sehr erfolgreichen Mathestudium in Cambridge und einer Affäre mit einem älteren Mann bekommt sie eine Stelle beim MI5, dem britischen Spionageabwehrdienst - anfangs mit etwas anderen Aufgaben, als sie es sich vorgestellt hat.

Dann aber bekommt sie ihre Chance: Als passionierte Leserin wird sie mit einem Auftrag betraut, der sie in die Welt der Literatur führt. Dadurch lernt sie den Schriftsteller Tom Haley kennen und verliebt sich in ihn ...

In "Sweet Tooth" geht es um Freundschaft und Liebe, Eifersucht, Lügen und Verrat. Und es geht um Literatur, um Lesen und Schreiben und um zahlreiche bekannte Literaten wie z. B. Martin Amis, Ian Fleming, W. H. Auden, T. S. Eliot.

Der Roman ist wunderbar aufgebaut. Der letzte Satz "Dearest Serena, it's up to you." führt geradewegs wieder zum Anfang, so dass man versucht ist, das Buch gleich ein zweites Mal zu lesen.

Überhaupt ist das Ende einfach fabelhaft - überraschend und absolut stimmig!

Übrigens: Alle, die McEwans frühe Erzählungen gelesen haben, werden denken "das kenn ich doch", denn der Schriftsteller Tom Haley verwendet in seinen Geschichten bekannte Motive (wie z.B. der vermögende Mann, der sich in eine Schaufensterpuppe verliebt).

Uneingeschränkte Leseempfehlung!
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12 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Die andere, leider weniger überzeugende, Seite des MI5, 23. Januar 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Sweet Tooth (Gebundene Ausgabe)
McEwans aktueller Roman ist beim ersten Lesen leider mit Anstrengung verbunden. Auch wenn die Ich-Erzählerin Serena gerade zu Beginn durch ihre Kindheit und Jugend rast, hat man als Leser doch schon ab der Mitte dieses schleppende Gefühl in der Brust. Besonders die Szenen im MI5 dehnen sich und sind für politisch Uninteressierte zum Teil ein verwirrendes Geflecht aus Informationen über Politik und Wirtschaft der 70er Jahre in Großbritannien. Als kleinen Kunstkniff könnte man es betrachten, wenn man sich als Leser in die Ich-Perspektive Serenas hineinversetzt, die eigentlich auch keine große Ahnung von dem hat, was im Britischen Geheimdienst vor sich geht – wir als Leser erfahren also durch Serenas Augen genauso wenig und stehen ratlos vor den seitenlangen Passagen. Diese scheinen aber auch nicht wirklich mit der Handlung zu tun zu haben, jedenfalls haben sie mich persönlich nur immer wieder aus der Kontinuität der Handlung gerissen.
Die Geschichte im Ganzen wirkt schon ein wenig an den Haaren herbeigezogen: Ein unbedarftes, halbwegs begabtes Mädchen kommt zum Britischen Geheimdienst, weil mutmaßlich ihr toter Exfreund – wobei, ob er nun tot ist oder nicht, wird meines Erachtens auch nicht wirklich deutlich – zu Lebzeiten ein gutes Wort für sie eingelegt hat. Ihr Auftrag ist es nun, den jungen Schriftsteller Tom Haley zu begutachten. Wird er von ihr gut beurteilt, kann er in das Programm ‚Sweet Tooth‘ aufgenommen werden, das britische Autoren im Geheimen fördert. Sie macht jedoch den Fehler, sich auf eine Affäre mit ihm einzulassen…
Nun gut, von der Regierung unterstützte Schreiberlinge wird es gegeben haben und gibt es sicher in einigen Ländern auch heute noch, aber so ganz plausibel erschien mir McEwans Erklärung nun doch nicht: Wir wollen einen Schriftsteller, der liberal schreibt und den wir dann verdeckt mit jeder Menge Geld unterstützen können. Wenn er positive Aufmerksamkeit auf das Land legt, dann super … Wenn nicht, auch nicht schlimm. Eine eindeutige Motivation des Ganzen ist mir hier entgangen.
Die Protagonistin Serena war mir auch beim ersten Lesen wahnsinnig unsympathisch. Sie ist wunderschön und intelligent, hat tolles Haar und kann das kleine Naivchen spielen, wenn’s gewünscht wird. Ihrer Ansicht nach, liegen ihr die Männer zu Füßen, welchen Umstand sie dann auch nutzt, um selbige wie Socken zu wechseln. Leider haben sie dann aber doch alle irgendeine Macke, die die Beziehung zerbrechen lässt. Allgemein werden die Charaktere nicht sonderlich ausdifferenziert und wirken oft wie Stereotypen. Dies wird auch dadurch deutlich, dass einige Personen in Serenas Umfeld nur aufzutauchen scheinen, wenn es gerade wieder etwas für den Leser zu erklären gibt – ist die Situation vorbei, wird der Charakter wieder in die Mappe getan und wartet auf seinen nächsten Auftritt.
Wie ich zu Beginn schon sagte, scheint das Buch beim ersten Lesen nicht allzu viel herzugeben – zumindest, wenn man McEwan schon kennt und besseres gewohnt ist. Doch hat man das Ende gelesen, tritt der AHA-Effekt ein und plötzlich ergeben einige Dinge mehr Sinn oder lassen sich in einem neuen Licht sehen. McEwan spielt erneut mit der Metafiktion und der Leser weiß nicht genau, wer nun wirklich was erzählt und welche Ereignisse in der Story real oder erfunden sind.
Leider ist es schon ein Kampf, bis auf die allerletzte Seite vorzudringen, auf der der Clou dann endlich verraten wird. Obwohl ich dann zwar wusste, weshalb Serena so unsympathisch sein könnte, hat das nichts daran geändert, dass man ja trotzdem 320 Seiten mit ihr verbringen muss.
Weiterhin habe ich auch den Klappentext zu bemängeln: Es wird von einer dramatischen Liebesgeschichte berichtet und Serena selbst sagt auch im Buch, dass sie alles ruiniert habe. So überaus dramatisch war die Geschichte weder während des Lesens, noch am Schluss selbst, als der Leser endlich erfahren hatte, was geschehen war.
Fast ohne Einschränkungen gefielen mir jedoch die jeweiligen Kurzgeschichten von Tom Haley, die Serena detailliert wiedergibt (besonders zu empfehlen ist die mit der Schaufensterpuppe). Dadurch wirkte das ganze Buch jedoch irgendwie als hätte McEwan super Ideen für Kurzgeschichten gehabt, aber wusste, dass diese sich nicht verkaufen lassen – also hat er mal eben eine halbwegs absurd-stabile Handlung konstruiert, die seine Kurzgeschichten problemlos aufnehmen kann. Ich würde sagen auf beiden Seiten Potential verschenkt.
„Sweet Tooth“ ist kein schlechtes Buch und wenn man es einmal gelesen hat, begreift man beim zweiten Mal auch mehr von der Handlung und den Figuren. Wer jedoch nicht so viel Zeit darauf verwenden möchte, dem sei abgeraten.
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4.0 von 5 Sternen Sweet Tooth - Ian McEwan, 9. November 2013
Rezension bezieht sich auf: Sweet Tooth (Kindle Edition)
Im Jahr 1972, das u. a. durch die Geschehnisse des kalten Krieges gekennzeichnet ist, ist Serena, die Protagonistin des Buches, gerade dabei ihr Mathestudium abzuschließen, als sie über einen Freund, Tony, einen älteren Professor, kennenlernt. Auf Tonys Rat hin bewirbt sich Serena im Anschluss an ihr Studium beim MI5, dem englischen Geheimdienst. Im Rahmen der geheimen Mission ,,Sweet Tooth" des Geheimdienstes, lernt Serena bald den Autoren Tom Haley kennen und verliebt sich in ihn. Doch hat diese Liebe, vor dem Hintergrund der Ereignisse wirklich eine Chance und welche Folgen hat sie außerdem möglicherweise für Serena?

Mir hat das Buch, welches mein erstes von Ian McEwan war, wirklich sehr gut gefallen. Bereits von der ersten Seite an, ist man als Leser direkt im Handlungsgeschehen und kann diesem auch im Verlauf des Buches wirklich gut folgen. Für ein wenig Verwirrung sorgen jedoch zunächst, die im Buch an einigen Stellen eingefügten Kurzgeschichten, weil man sich dann als Leser erst auf diesen plötzlichen Handlungswechsel erst ein wenig einstellen muss. Letztlich finde ich aber, dass die Kurzgeschichten die eigentliche Handlung gut ergänzen.

Diese Verwirrung wird aber auch durch die wirklich schöne Sprache im Buch, in die ich mich eigentlich direkt von Beginn an, ein wenig verliebt habe :), mehr als ausgeglichen. Die Sprache in dem Buch unterstützt die Handlung wirkungsvoll und trägt auch dazu bei, dass man der Entwicklung der von Serena und den anderen Charakteren sehr gut folgen kann.

Außerdem fand ich es spannend durch das Buch, endlich auch einmal etwas über das Wirken des Geheimdienstes im England der 70er Jahre zu erfahren, denn dieses war mein erstes Buch zu dem Thema.

Für mich wird es ganz sicher nicht das letzte Buch von Ian McEwan gewesen sein. So werde ich ganz bald auf jeden Fall auch einmal ein Buch von Ian McEwan auf Deutsch lesen, denn ich bin neugierig, ob mich die Sprache dann immer noch so begeistern kann :)!

,,Sweet Tooth" zu lesen, kann ich wirklich jedem empfehlen, der mehr über das Wirken des englischen Geheimdienstes zur damaligen Zeit erleben und selbst die Protagonistin Serena bei ihrer Mission begleiten möchte :)! Ja und natürlich auch jedem, der sich mal wieder von einem sprachlich sehr gelungenen Buch begeistern lassen möchte :)!!!
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9 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Alte Geschichten - neu verpackt, 13. August 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Sweet Tooth (Taschenbuch)
Das Buch an sich ist recht interessant geschrieben, jedoch versteht man manche Dinge nicht gleich, wenn einem politisches und geschichtliches Hintergrundwissen über die Zustände der 70er Jahre in England fehlt.
Die Geschichte an sich ist recht einfach gestrickt und wird durch interessante Kurzgeschichten unterbrochen und aufgelockert. Bei diesen Kurzgeschichten handelt es sich jedoch um abgewandelte frühere Geschichten von Ian McEwan. Auch das Ende des Buches ist nicht wirklich überraschend, da es zu stark an frühere Werke des Autors erinnert.
Trotzdem ist das neuste Buch von McEwan durchaus lesenswert, aber man sollte lieber nicht zu viel erwarten. Wer frühere Kurzgeschichten des Autors bereits kennt und "Atonement" gelesen hat, wird dieses Buch vermutlich nicht so gut wie diese finden und feststellen, dass McEwan seine alten Geschichten hier einfach noch mal neu verpackt hat.
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4.0 von 5 Sternen Eine verliebte Spionin, 15. Dezember 2013
Rezension bezieht sich auf: Sweet Tooth (Taschenbuch)
Die hübsche Serena Frome lernt in ihrem letzten Jahr in Cambridge einen älteren, verheirateten Mann kennen, mit dem sie eine Affaire beginnt. Auf Wunsch ihrer Eltern hat sie in Cambridge ein Mathematikstudium angefangen, obwohl ihr Herz für die Literatur schlägt. Mehr recht las schlecht schlägt sie sich durchs Studium und verschlingt abends Bücher. Tony, mit dem sie eine Affaire hat, rekrutiert sie für den MI5. Nur allzu gerne nimmt Serena den Job beim amerikanischen Geheimdienst an. Doch wirklich spannend ist dieser Job nicht, bis Serenas Passion für Literatur für das Projekt Sweet Tooth benutzt wird. Fortan kümmert sie sich um den Schriftsteller T.H. Haley und verliebt sich in diesen...

Der Plot ist schnell erzählt, trotzdem hat mich das Buch vor dem Hintergrund des Englands der 70er Jahre voll in seinen Bann gezogen. Mc Ewan hat eine wunderbare Erzählweise und ich habe mich nicht gelangweilt. Mit Serena konnte ich mich gut identifieren, da sie eine junge Frau auf der Suche nach sich selbst und dem Glück im Leben ist. Nur zu empfehlen!
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen The Spy Who Loved Me, 22. September 2013
Von 
Felix Richter - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 100 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Sweet Tooth (Taschenbuch)
Dass eine Tätigkeit für den britischen Geheimdienst mitunter auch erotische Aspekte hat, weiß man, seit James Bond in regelmäßigen Abständen die (Damen)welt rettet. Das hat Serena Frome allerdings nicht im Hinterkopf, als man sie im Rahmen der Operation "Sweet Tooth" auf den jungen Schriftsteller Tom Haley ansetzt, den der Security Service MI5 für finanziell förderungswürdig hält, weil er politisch auf der richtigen Seite zu stehen scheint. Serena, jung und hübsch, scheint die geeignete Person zu sein, die frohe Botschaft zu überbringen (selbstverständlich ohne ihren Arbeitgeber und damit die Geldquelle zu offenbaren), und natürlich passiert das Unausweichliche: Die beiden verlieben sich ineinander.

Wir lesen die Geschichte als Serenas "Memoiren", geschrieben 40 Jahre später. Wir erfahren eine Menge über eine lebens- und lesehungrige junge Frau, die eher durch Zufall beim Security Service gelandet ist, und über den aus heutiger Sicht höchst amüsanten Kulturkampf, den die westlichen Geheimagenten im Kalten Krieg für die gute Sache geführt haben. Jede Zeit scheint die Geheimdienste zu haben, die sie verdient.

Wir wissen von Beginn an, und das ist angesichts der Konstellation schließlich kein Wunder, dass das alles kein gutes Ende nehmen wird. Dazu ist Serena dann doch zu naiv; das gilt aber auch für ihren Vorgesetzten, der ebenso wenig wie sie in der Lage ist, Arbeit und Privatleben angemessen auseinander zu halten.

Und ohnehin scheint das ganze "Sweet Tooth"-Projekt eine Totgeburt zu sein, wobei man sich zugegebenermaßen wundern muss, wie Tom Haley zur Zielperson des Security Service werden konnte, wenn man die teils zitierten, teils zusammengefassten Erzählungen liest, die er bislang so veröffentlicht hatte. So zieht sich die Geschichte ein wenig hin und nimmt erst im letzten Viertel wieder Fahrt auf. Dann aber richtig, und die Pointe kommt, wie es sich gehört, zum Schluss, und, wie ich zugeben muss, einigermaßen überraschend.

"Sweet Tooth" bringt eine Zeit zurück, die man eigentlich erfolgreich verdrängt hat: Kalter Krieg, IRA-Attentate, zünftige Arbeitskämpfe, Energiekrise und vollgequalmte Büros. Es wird einem ein wenig bewusst, wie alt man inzwischen sein muss, dass man mit all dem noch was verbindet.
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7 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Autor braucht kreative Auszeit!, 31. Mai 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Sweet Tooth (Kindle Edition)
Was für eine Enttäuschung! Nach dem wirklich lesenswerten Roman "Saturday" hat McEwan nicht mehr viel Überzeugendes zusammengebracht: "Solar" ist am Ende nicht enrsthaft genug für das Thema, "Am Strand" wäre in den 50erJahren ein wichtiges Buch gewesen, ist aber in der Gegenwart völlig überflüssig, und nun "Sweet Tooth! Ein seltsame Mischung aus Liebesgeschichten, Agentenkrimi, verwässerter Zeitgeschichte und Informationen über einen Autor, der um sich selbst kreist. Also bitte! Wenn Mc Ewan unveröfffentlichte Kurzgeschichten loswerden will, dann soll er sie doch seine Protagonistin in vollständiger Form lesen lassen. Aber Inhaltsangaben von eigenen Geschichten mit ein paar Zitaten anzureichern und in eien RToman zu packen , das geht nun wirklich nicht! Insgesamt muss ich sagen, dass ich selten so viele Seiten in einem Roman überschlagen habe, um möglich schnell ans Ende zu kommen.
Und dann die Sprache! Banalitäten mit mühsam ausgesuchtem Wortschatz aufzubessern, ist keine gute Schreibweise. Anders herum wäre es besser: Überraschende Gedanken in einfacher Sprache. Aber das ist halt nicht sein Stil. Schade!
Was soll diese Seitenschinderei des Autors? Er wird doch nicht nach Seiten bezahlt! Viel weniger wäre viel mehr gewesen.
Man kann nur hoffen, dass McEwan zur Qualität früherer Romane zurückfindet.
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5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Großartig, 11. September 2013
Rezension bezieht sich auf: Sweet Tooth (Taschenbuch)
Dieses Buch ist ein Erlebnis. McEwan schafft es, durch die Verwendung unterschiedlicher Stile das Innenleben seiner Protagonisten zu spiegeln. Der Schriftsteller sehr gewählt, dinstinguiert und in vielen Fällen poetisch, die Geheimdienstmitarbeiterin kühl, klar, nüchtern. Hoffentlich bleibt dieses Spiel im Deutschen erhalten. Die Geschichte selbst ist spannend, der Dreh zum Schluss raffiniert und überraschend. Das ist eindeutig eines von McEwans besten Büchern.
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4.0 von 5 Sternen who are the people, what's the story about?, 26. Oktober 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Sweet Tooth (Kindle Edition)
It was an enjoyable read, and I liked the female protagonist when she was living through books and struggling with the outside world, but while I at first had the impression that it was a story on a woman developing a sense of self, and finding her way, it then turned out to be (at least partly) a spy story - both stories were nice, but don't quite fit together, don't complement each other. So the serious subject is not adequately covered, but the spy story develops too late through the book. Or maybe it was just the intention to lead the reader on, but maybe I don't like to be led on too much ..
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Krisenzeiten, 2. August 2013
Rezension bezieht sich auf: Sweet Tooth (Gebundene Ausgabe)
Zum Inhalt haben sich meine Vorrezensenten bereits ausführlich geäußert.

"Sweet Tooth" ist für mich nach einigen schwächeren Romanen wieder Ian McEwan in Topform. Ein cleveres, auf exquisite Weise an den Nerven zerrendes und auf hohem Niveau unterhaltendes literarisches Vexierspiel (einige Rezensenten scheinen es darauf anzulegen, anderen alles zu vermasseln, recht vielen Dank dafür!) und zudem eine spannendende Zeitreise in das England der 70er. Wer nicht in diesem Jahrzehnt aufgewachsen ist und/oder ein Faible für diese bewegte Dekade hat, sollte allerdings besser die Finger davon lassen, denn es werden doch so einige politische und historische Kenntnisse vorausgesetzt. Andernfalls: Man kann auch mal nachschlagen und -forschen, wenn einem Namen und Zusammenhänge nicht geläufig sind. Schadet auch nichts - Ehrenwort!
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