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4.0 von 5 Sternen Eine neue Wertschätzung für Individualität
Kreativität ist kein Privileg einer elitären Klasse wie Florida klarstellt, sondern sie ist - mehr oder weniger - ein Wesenszug von uns allen. Freilich müsse sie stets gefördert und erneuert werden, damit sie erhalten bleibt, sonst werde sie verkümmern. Schließlich lasse sich Kreativität nicht wie anderes Kapital einfach an die...
Veröffentlicht am 27. August 2009 von Robert Wentz

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3.0 von 5 Sternen Für Forscher vllt. interessant
Das Buch enthält durchaus viele Interessante Fakten, ist für meinen Geschmack aber viel zu trocken geschrieben. Für jemanden, der sich für Statistiken und Co interessiert oder der dieses Buch zum arbeiten benutzen möchte sicherlich gut, für den Otto-normal-Leser wahrscheinlich eher uninteressant.
Veröffentlicht am 30. Juni 2011 von ,,,


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9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Eine neue Wertschätzung für Individualität, 27. August 2009
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Kreativität ist kein Privileg einer elitären Klasse wie Florida klarstellt, sondern sie ist - mehr oder weniger - ein Wesenszug von uns allen. Freilich müsse sie stets gefördert und erneuert werden, damit sie erhalten bleibt, sonst werde sie verkümmern. Schließlich lasse sich Kreativität nicht wie anderes Kapital einfach an die nächste Generation vererben.

Florida unterscheidet (zumindest) drei Klassen, die in jeweils drei verschiedenen Wirtschaftssystemen anzutreffen sind: die Arbeiterklasse im Industriezeitalter, die Dienstleistungsklasse in der postindustriellen Gesellschaft und die Kreative Klasse, die ein neues Kreatives Zeitalter herbeiführen werde. Der wichtigste Unterschied zwischen der Kreativen Klasse und den beiden anderen bestehe darin, dass die Arbeiter- und die Dienstleistungsklasse dafür bezahlt würden, dass sie bestimmte vorgegebene Anordnungen ausführen, während die Kreative Klasse dafür bezahlt werde, dass sie etwas Neues schafft; überdies würden Kreative über mehr Autonomie und Flexibilität in ihrer Arbeit verfügen. Zu den Kreativen zählt Florida nicht nur jene, die herkömmlich als kreativ angesehen werden wie z. B. Musiker, Bildhauer, Maler, Schriftsteller und Schauspieler, sondern auch Wissenschaftler, Architekten, Ingenieure, Software-Spezialisten, u. a.

Im Gegensatz zum herkömmlichen Prinzip, wonach Menschen dorthin gehen, wo es Arbeit gibt, versucht Florida in seinem Buch aufzuzeigen, dass es die neue aufstrebende Klasse von "Kreativen" an jene Orte hinzieht, die tolerant und offen sind und die über bestimmte Annehmlichkeiten verfügen, welche einen entsprechenden Lebensstil ermöglichen und fördern. Es sei also nicht so wie vielleicht manche im Zeitalter des Internets meinen, dass Geografie keine Rolle mehr spiele und der Ort eine vernachlässigbare Größe werde. Das Gegenteil sei der Fall: Wie früher wirtschaftliches Wachstum häufig von den jeweils vorhandenen natürlichen Resourcen eines Ortes abhing, so seien kreative Menschen heute die Schlüsselresource für wirtschaftliche Entwicklung - und diese Schlüsselresource sei höchst mobil! Florida sieht jene Orte im Vorteil, denen es gelingt, folgende 3 T's anzubieten: Technologie, Talent und Toleranz. Kreative Leute würden sich am ehesten dort niederlassen, wo diese drei Faktoren als gesellschaftliche Realität existieren und aktiv gefördert werden.

Die Zunahme und Konzentration kreativer Menschen an bestimmten Orten habe nicht nur ökonomische Folgen, sie bringe auch einen gesellschaftlichen und kulturellen Wandel mit sich. Denn die Werteinstellungen der Kreativen Klasse würden sich stark von traditionellen Anschauungen unterscheiden: Anstelle von Konformität und Anpassung schätzen Kreative Individualität, Selbstverwirklichung und Toleranz.

Obwohl kreative Menschen die amerikanische Gesellschaft heute am stärksten prägen, da sie an zentralen Schalthebeln der Macht in Politik, Medien und Wissenschaft tätig sind, würden sie sich nicht als Mitglieder einer Klasse verstehen wie Florida anmerkt. Sie seien sich der Existenz einer Kreativen Klasse nicht nur nicht bewusst, sondern auch viel zu beschäftigt mit ihrem eigenen Privatleben und deshalb unfähig, die Geschicke der Gesellschaft in eine bestimmte Richtung zu lenken. Andererseits werde das neue Kreative Wirtschaftssystem nicht von selbst alle sozialen Probleme moderner Gesellschaften lösen, ja es könnte einige sogar verschlimmern, wenn es nicht kontrolliert werde.

Eine starke Kreative Wirtschaft sei in einer fragmentierten Gesellschaft aber kaum aufrechtzuerhalten. Deshalb seien unsere wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Herausforderungen untrennbar miteinander verknüpft. Pluralistische und offene Städte hätten einen überzeugenden Wettbewerbsvorteil, wenn es darum geht, Kreativität zu fördern, Innovationen sowie steigenden Wohlstand und wirtschaftliches Wachstum zu verwirklichen. Den Schlüssel zur Herstellung des dafür notwendigen sozialen Zusammenhalts sieht Florida allerdings nicht wie Robert Putnam in einer romantisierenden Neubelebung traditionellen Sozialkapitals.

Richard Florida trifft in diesem Buch wohl ein wichtiges Charakteristikum heutiger Zeit, nämlich eine neue Wertschätzung für Individualität. Ob der Begriff "Kreative Klasse" hier jedoch glücklich gewählt ist, darf bezweifelt werden. Auch ist der Maßstab für Toleranz, den Florida anhand eines Homosexuellen-Indexes erhebt, nicht sehr überzeugend. Lässt sich wirklich anhand der Anzahl Homosexueller in einer Stadt das Ausmaß an Toleranz messen? Weiters dürfte die Mobilität der Kreativen in den USA nicht ohne Weiteres auf die europäische Situation übertragbar sein: Wieviele übersiedeln hier in eine andere Stadt nur weil sie "hipper" ist?

Trotz dieser kritischen Anmerkungen kann ich das Buch zur Lektüre sehr empfehlen, da es viele wertvolle Anregungen zum Weiterdenken bietet.
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5.0 von 5 Sternen Wie bezeichnend, dass es das immer noch nicht auf deutsch gibt., 27. April 2007
Richard Floridas gleichnamigen Artikel haben Leser von brand eins und Besucher des Zukunftsinstituts von Mathias Horx schon vor Jahren entdeckt. Dieses Buch ermutigt und öffnet die Augen dafür, worauf es im neuen Jahrhundert ankommt: Die Mühe, seine eigene Kreativität zu entdecken und zu nutzen. Sie -und nicht das Schulwissen- ist die Quelle für den eigenen Wohlstand und die Zufriedenheit.

Das haben viele schon immer geahnt, ihr Arbeitgeber hat es ihnen aber ausgetrieben. Und die, die es ihnen ausgetrieben hatten, fordern es heute. Wenn der Vorstand eines DAX Unternehmens -wie Wolf Lotter so treffend schrieb- von seinen Mitarbeitern ab sofort mehr Kreativität fordert, klingt das wie eine Rede von Edmund Stoiber.

Dieses spannende und auch im englischen gut zu lesende Werk sollte schleunigst ins Deutsche übersetzt werden. Warum dauert das so lange?
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Für Forscher vllt. interessant, 30. Juni 2011
Das Buch enthält durchaus viele Interessante Fakten, ist für meinen Geschmack aber viel zu trocken geschrieben. Für jemanden, der sich für Statistiken und Co interessiert oder der dieses Buch zum arbeiten benutzen möchte sicherlich gut, für den Otto-normal-Leser wahrscheinlich eher uninteressant.
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4.0 von 5 Sternen Die kreative Klasse, 22. November 2012
Florida liefert in seiner Analyse der kreativen Klasse eine erhellende Beschreibung von Wissensarbeitern (z.B. Berater, Designer, Werbefachleute, Wissenschaftler), die in den USA für mächtig Furore gesorgt hat, hierzulande jedoch meist nur unter Trendforschern bekannt ist. Florida geht davon aus, dass sich Unternehmen bei hochqualifiziertem Personal nicht nur in der Arbeitsplatzgestaltung, sondern auch in der Standortwahl immer stärker nach den Mitarbeiterwünschen zu richten haben. Bei der Arbeitsplatzgestaltung ist seit langem bekannt, dass Kreativität nicht unmittelbar erzwungen, sondern nur mittelbar durch Kontextsteuerung gefördert werden kann (z.B. durch eine offene Lernkultur, Fehlertoleranz, gleichrangige Umfeldintelligenz oder herausfordernde Aufgaben). Doch auch bei der Standortwahl muss der Berg zum Propheten kommen, d.h. Unternehmen zum kreativen Mitarbeiter.

Besonders prominent ist in diesem Zusammenhang Floridas Konzept der 3T’s der ökonomischen Entwicklung geworden: Technologie – Talent – Toleranz. Alle drei Aspekte müssen zusammenkommen, um die kreative Klasse anzulocken. Die großen Metropolen schneiden dabei besonders gut ab. In gewisser Weise erinnert Floridas Analyse daher an den von Robert King Merton so genannten Matthäus-Effekt: Wer da hat, dem wird gegeben; wer nicht hat, dem wird auch noch genommen, was er hat. Für Deutschland bedeutet dies, dass bestimmte Zentren wie München, Hamburg oder Stuttgart an Bedeutung gewinnen, während Unterzentren und Randzonen weiter an Bedeutung verlieren werden. Die demographische Entwicklung dürfte diesem Krieg um die Talente der kreativen Klasse noch zusätzlich Munition liefern.

Auch wenn man nicht alles, was der Autor vertritt, unterschreiben kann, so liefert er nichtsdestotrotz ausreichend Anregungen, um die eigenen Gedanken in kreative Bahnen zu lenken.
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The Rise of the Creative Class: And How It's Transforming Work, Leisure, Community, and Everyday Life
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