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24 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Inhalt
Es ist eine wahrhaft dunkle Zeit für die Menschen angebrochen. Das Lachen ist den Ungläubigen im Halse stecken geblieben, seit vor knapp sechs Wochen die Apokalypse begann. Heerscharen von Engeln haben sich auf den Weg zur Erde gemacht - und bringen Tod, Zerstörung und Leid mit sich. Doch nicht nur die majestätischen Todesboten in der Luft machen das Leben für die übrig gebliebenen Menschen schwer, auch andere Gefahren lauern plötzlich an jeder Ecke. Tagsüber sind es die Straßengangs, die mit eiserner Härte ganze Gebiete erobern und in wilder Anarchie eine Atmosphäre der ständigen Angst hinterlassen. Nachts hingegen flüchten selbst die grausamsten Bandenmitglieder in ihre Unterkünfte und verschließen den Türen, denn halb aufgefressene Menschenleichen zieren die verlassenen Straßen der großen Städte. Unbekannte Wesen lauern im Dunklen, bereit verirrte Überlebende anzufallen.

Mittendrin in diesem düsteren Chaos befindet sich Penryn mit ihrer Familie: ihrer schizophrenen und selber nicht ungefährlichen Mutter und ihrer kleinen Schwester, die an einen Rollstuhl gefesselt ist. Bei dem Versuch, ihre Unterkunft zu wechseln um Nahrung zu finden, passiert schließlich das Schlimmste: die drei Frauen geraten zwischen kriegerische Engel, die Mutter muss fliehen, Penryns kleine Schwester wird von den Todesboten entführt. Zurück bleiben ein leerer Rollstuhl und ein Engel, der im Kampf seine Flügel verloren hat.
Voller Angst um ihre Schwester nimmt Penryn den verletzten Engel mit in einen neuen Unterschlupf, will herausfinden, wohin die Engel mit ihrer kleinen Schwester verschwunden sind. Doch die Rechnung geht nicht auf, denn einen Engel gefangen zu halten, ist unmöglich. Stattdessen spielt Penryn ihren letzten Trumpf aus und bewegt Raffe dazu, ein Abkommen mit ihr zu treffen: er hilft ihr, ihre Schwester zu finden und sie hält auf der Reise seine Identität geheim, sodass er einen Heiler aufsuchen kann, der ihm seine Flügel zurückgeben kann.

Gezeichnet von Misstrauen für einander, müssen die beiden sich gemeinsam auf den Weg nach San Francisco machen - dem Quartier der apokalyptischen Engel. Doch lauern an jeder Ecke Gefahren und nicht zuletzt muss auch Raffe sich vor den Engeln verstecken, die es auf ihn abgesehen haben...

Bewertung
Werft eure "Die Apokalypse ist nah!"-Schilder weg. Die Apokalypse ist hier! Susan Ee entführt uns Leser in ein erschreckendes Szenario, das uns mit jeder Seite mehr in seinen Bann zieht.

Wer hier eine kuschelige Fantasy-Liebesgeschichte erwartet, der wird bitterlich enttäuscht werden. Ich war überrascht darüber, dass Susan Ee uns gleich zu Anfang eine Protagonistin zeigt, die irgendwie anders ist. Knallhart, vielleicht sogar ein wenig herzlos scheint sie ihren Feinden gegenüber zu treten. Doch ist sie ihrer kleinen Schwester gegenüber sehr fürsorglich und liebevoll. Das an den Rollstuhl gefesselte Mädchen ist das Wichtigste in ihrem Leben und so ist es auch nicht verwunderlich, dass sie Himmel und Hölle in Bewegung setzt, um herauszufinden, wohin die Engel sie verschleppt haben.

Auf der Reise mit Raffe lernt man das Mädchen noch besser kennen. Sie überrascht einen immer wieder und nimmt den Leser trotz ihrer teilweise rauen Art schnell für sich gefangen. Denn ihr Leben war auch vor der Apokalypse nicht gerade einfach. Mit einer schizophrenen Mutter, die offensichtlich bisweilen gefährlich ist, war es seit Kindesbeinen ihre Aufgabe alle möglichen Kampfsportarten und Selbstverteidigungsmöglichkeiten zu erlernen. Fähigkeiten, die jetzt praktisch daherkommen und sie dennoch nicht zu schützen vermögen.

Dafür muss der wortwörtlich gefallene Engel Raffe einstehen. Seit dem Kampf mit anderen Engeln, hat er keine Flügel mehr. Diese wurden ihm von seinem Kontrahenten kurzerhand abgeschnitten und er selber zum Verbluten auf dem kalten Asphalt zurückgelassen. Hätte Penryn sich seiner nicht angenommen, wäre das sein Ende gewesen. So kommt es, dass er trotz seiner überheblichen Arroganz und seiner Stärke die Vereinbarung mit dem Mädchen einhält und sich mit ihr auf die Reise begibt.

Es ist spannend, wie Susan Ee es schafft, die Entwicklung der beiden Charaktere zu zeigen. Nur langsam verlieren sie ihre Abneigung und ihr gegenseitiges Misstrauen und dennoch bleibt immer eine Barriere zwischen ihnen, die eine Annäherung unmöglich macht. Geradezu realistisch zeichnet sie die Umstände dieser etwas skurrilen Partnerschaft auf Zeit und lässt das Leserherz bluten und mitfiebern zugleich. Von Kitsch ist jedenfalls weit und breit nichts zu lesen - viel mehr konzentriert sich "Angelfall" auf die brutale, dunkle und actionreiche Seite der Geschichte.

Das war es auch, was mich so unglaublich fasziniert hat. Liest man heutzutage ein Buch in dem Engel vorkommen, hat man meistens weichgespülte Milchbubi-Engel, die sich unsterblich in ein Menschenmädchen verlieben. Geschichten, die alle nach demselben Muster gestrickt sind und dem erfahrenen Leser höchstens noch ein Gähnen entlocken. Hier schaffen es die Engel erstmals mich auch zu überzeugen. Keine fluffigen, netten Kerle, die plötzlich vor deiner Haustür stehen oder in der Highschool auftauchen. Richtig fiese Männer, deren einschüchterndes und grausames Auftreten man bildlich vor Augen hat. Die Faszination, die von der Gefahr und der Schönheit zugleich ausgehen, wird in diesem Roman greifbar und reißt den Leser, genau wie die Protagonistin, schließlich in einen regelrechten Tornado von Gefühlen.

Hinzu kommt, dass Susan Ee nicht nur weiß durch Action zu überzeugen, sondern auch Szenarien entwirft, die eine Gänsehaut beim Lesen verursachen. Die schizophrene Mutter beispielsweise, die immer wieder auftaucht und verschwindet ' wie ein Schatten, der Penryn folgt und von dem man nie so recht weiß ob er gefährlich ist, oder sie schützt. Ob die Autorin den Krankheitsverlauf nun realistisch beschreibt oder nicht, Fakt ist, dass es zur kontinuierlichen Gruselatmosphäre des Buches beiträgt.

Doch nicht zuletzt auch das System der Engel erinnert mit ihren perversen Machtdemonstrationen an durchaus menschliche Kriege und Besetzungsszenarien. Ist da vielleicht sogar gesellschaftliche Kritik versteckt?
Ganz egal wie man es dreht und wendet: Susan Ee hat ein knallhartes Fantasybuch geschrieben. Die Apokalypse ist so greifbar, dass man die Ruinen der Städte vor sich sieht und die Bedrohung so nah, dass man seine Bettdecke beim Lesen unwillkürlich enger um sich schlingt. Herausragende Unterhaltung, die sogar Skeptiker von Engelbüchern überzeugen dürfte. Der Auftakt zu einer Reihe, von der man gerne mehr hören möchte!
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21 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 2. Januar 2012
Im Bereich YA Dystopian/Fantasy/Horror/whatsoever hat sich spätestens seit den Hunger Games viel getan - leider reiten viele durchschnittliche und auch unnötige Bücher mit auf der Erfolgswelle bzw dem Hype. Angelfall ist definitiv NICHT eines dieser Bücher, ganz im Gegenteil ist es ein originäres Stück Leseunterhaltung. Auf dem deutschen Markt ist es noch nicht ganz angekommen - was auch der Grund ist, dass ich eine Rezension schreibe. Dieses Buch muss promoted werden - zu eurem eigenen Wohl!

Angelfall ist erfrischend originell und bedient sich nicht der gängigen Klischees. Es ist ein ausgewogener und sehr gelungener Mix aus Dystopian/Fantasy/Horror. Es ist ein absoluter Pageturner - wer es zwischendurch weglegen kann hat Nerven aus Stahl. Insgesamt ein ausgezeichnetes Erstlingswerk; zudem ein vielversprechender Anfang für eine gute Serie (5 Teile sind angedacht). Es ist maßlos spannend und - wie jede gute Lektüre - natürlich viel zu kurz.

Ps: Teil 2 ist für den Sommer 2012 angesetzt!
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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 24. April 2012
Dieses Buch hat mir den Atem geraubt. Und das meine ich so, wie ich es sage.

Die Welt, wie wir sie kennen, gibt es nicht mehr. Die Apocalypse ist angebrochen. Noch vor ein paar Wochen lebten Penryn, ihre leicht geisteskranke Mutter und ihre Schwester Paige, welche aufgrund eines Unfalls im Rollstuhl sitzt, ihr mehr oder weniger "normales" Leben. Falls man ihr Leben zu dritt normal nennen kann, denn trägt Penryn ganz alleine die Verantwortung für ihre kleine Familie. Ihr Vater hat sie verlassen und ihre Mutter ist schon lange nicht mehr im stande einen Tag zu leben, ohne den Teufel und seine Helfer gesehen zu haben.
Engel haben die Menschen angegriffen und bereits nach wenigen Wochen sind große Teile der Bevölkerung ausgelöscht, Großstädte sehen aus wie Dürrelandschaften und die verbliebenen Menschen wissen weder ein noch aus. Jeder kämpft ums pure Überleben und (so ist es sogar im Buch formuliert) "ein Menschenleben ist nichts mehr wert".
Penryn hasst die Engel - genauso wie der Rest aller Menschen. Denn immerhin haben die Angriffe ürplötzlich stattgefunden, es gab keine Ankündigungen oder Warnungen. Güte und Mitgfühl sind Eigenschaften, die kein Mensch jemals einem Engel zuschreiben würde.
In der Nacht, in der Penryn und ihre Familie aus Silikon Valley fliehen wollen, erlebt die Familie unvorbereitet einen Kampf der intern unter Engel geführt wird. Schnell wird klar, dass einer der Engel zu den Ranghöchsten gehört, denn um ihn zu überwältigen benötigt es fünf Engel. Eben diesem Engel, der als einziger auch noch weiße Flügel besitzt, werden von einem schwarzgeflügelten Engel die Flügel mithilfe eines "angel sword" abgeschnitten. Bevor dieser Engel getötet werden kann, mischt Penryn sich in den Kampf ein und rettet dem "flügelloses" Engel das Leben. Sie schaffen es die angreifenden Engel in die Flucht zu schlagen, aber nicht ohne das sie einen Tribut fordern - die kleine Schwester Paige wird entführt. Um ihre kleine Schwester retten zu können, kümmert sich Penryn um den schwer verletzten Engel und seine abgetrennten Flügel. Dies ist der Anfang einer gefährlischen aber auch bittersüßen Beziehung.

Ich habe dieses Buch vor ca ein paar Minuten beendet und würde am liebsten heulen, weil es noch unbekannt ist, wann die Fortsetzung auf den Markt kommt. Ich glaube, ich habe mich selten so verzweifelt nach einer Fortsetzung gesehnt wie jetzt.
Vorerst ist zu sagen, dass ich alle Charaktere wunderbar gelungen finde. Das fängt an bei Penryn an, die für ihre siebzehn Jahre eine unglaubliche Charakterstärke und Mut beweist. Ihr Verhalten kommt authentisch rüber und sie wird nicht als Märtyrerin dargestellt. Sondern wie eine junge Frau, auf deren Schultern eine Menge Verantwortung liegt und die versucht in einer apocalyptischen Gesellschaft zu überleben. Und dabei nicht vollkommen den Verstand zu verlieren. Auch die Nebencharaktere, wie z.B. Penryns Mutter und Schwester sind interessant und nicht nur ein Mittel zum Zweck. Natürlich dient Paiges Entführung dem Zweck, dass Penryn und Raffe einen Grund haben zusammen zur aerie aufzubrechen. Und Penryns Mutter fördert ihre Reife und Selbstständigkeit - wäre ihre Mutter nicht totally insane, wäre Penryn niemals in der Lage die Situation so gefasst zu tragen und sich auf all die Abenteuer einzulassen.

Jedoch, mein liebster Charakter in diesem Buch ist - Raffe (Raphael). Er ist so wunderbar. So wie ich mir einen Engel wünschen würde. Keine Heulboje, die ständig von Gott und Glauben palabert, aber auch kein Berserker (wie es in manchen Werken dargestellt wird), der ständig Blut fließen sehen will und einen Hang zum Sadismus hat. Er ist ein Engel, der...sehr menschlich ist. Sich das menschliche angeeignet hat und nicht versucht sich zu verstellen. Dieser Charakter drängt nicht die Tatsache in den Vordergrund, dass er ein Engel und somit stärker, schöner, weiser, besser ist als jeder Mensch. Außerdem finde ich die Romanze zwischen Penryn und Raffe ausgezeichnet illustriert. Es wird nicht mit der Tür ins Haus gefallen, es gibt keine Szenen wo Raffe Penryn ansieht und schmutzige Gedanken hat. Ihre Bziehung steht zwischen den Zeilen geschrieben. Ihr Interesse füreinander, die unausgesprochene Tatsache, dass sie sich stark zueinander hingezogen fühlen - dies alles wird nicht direkt ausformuliert, sondern vermittelt durch Situationen, Handlungen der Protagonisten und ihren Bewegungsgründen.

Alles in allem würde ich dieses Buch jedem empfehlen, der gute Literatur genießt und Lust hat ein wirklich gelungenes Buch zu lesen. Egal, welches Genre einem normalerweise gefällt oder welche Thematiken der Mensch standarisiert bevorzugt - Angelfall begeistert jeden!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
TOP 500 REZENSENTam 21. August 2013
"It's no secret that we're only temporary allies. Neither of us is pretending that this is a lasting partnership. I help him get home with his wings, he helps me to find my sister." (S. 141 / Kindle-Pos. 2060-2061 der Originalfassung)

Inhalt:

Die Welt liegt in Trümmern - und daran sind die Engel, die die Erde heimsuchen, nicht unschuldig. Sie bringen Zerstörung mit sich. Die Menschen haben kein Zuhause mehr, trauen sich gleichzeitig aber auch kaum mehr auf die Straßen. In dieser Zeit wird Penryns kleine Schwester Paige von einer Gruppe Engel entführt. Doch das nimmt Penryn nicht einfach so dahin - sie zieht los, um ihre Schwester aus den Fängen der Engel zu befreien. Und an ihrer Seite ist Raffe, ein Engel ohne Flügel, von dem sie nicht weiß wie weit sie ihm trauen kann. Denn schließlich sind Engel die Gegner - oder?

Die Buch-Abrechnung:

+ Interessantes Setting: Weltuntergangsstimmung. Post-Apokalypse. Böse Engel. Das klingt zumindest interessant! Und es war auch für mich einer der Reize das Buch zu kaufen. Die Anfangsstimmung ist auch recht atmosphärisch. Die Autorin bringt es recht gut rüber wie sich die Menschen verändert haben.

+/- Zu wenig Aussagen über das Entstehen dieser Welt: Für mich gab es zu wenig Erklärungen warum die Welt so ist wie sie in dem Buch eben ist. Warum sind die Engel auf der Erde? Sind sie für die komplette Zerstörung und die Naturgewalten (Erdbeben, etc.) zuständig? Ich hoffe mal, dass die Autorin darauf mehr in Folgebänden mehr eingeht (ich nehme es gleich vorweg: ich werde dies aber nicht weiter verfolgen und somit den zweiten Band nicht lesen) und werte diesen Punkt daher neutral.

+/- Penryn: Die Protagonistin Penryn war durchaus i.O. - eine Kickass-Heldin, die aber auch Schwächen zeigt. Relativ sympathisch, aber für mich dennoch nicht so überzeugend, dass ich richtig mit ihr mitgefiebert hätte.

- Überbewertet: Gekauft habe ich "Angelfall" übrigens für 89 Cent vor über einem Jahr ... und erst vor einigen Tagen gelesen, weil es nun auf Deutsch erscheint und anscheinend überall gehypt wird - ich wurde neugierig. Der Hype ist für mich jedoch nicht nachvollziehbar. Mich konnte das Buch nicht erreichen. Sicher bin ich aufgrund der vielen hochgelobten Meinungen mit einer hohen Erwartung an das Buch rangegangen. Aber diese konnten nicht mal ansatzweise erfüllt werden.

- Der Erzählstil: Einer meiner Hauptkritikpunkte ist die Art wie das Buch geschrieben ist. Es liest sich eher wie ein Bericht, in dem steht wo Penryn und Raffe übernachten, was sie zum Essen finden, etc. - das war mir einfach zu langweilig und konnte mich nicht ansprechen. Es ließ mich außen distanziert zurück während ich gehofft hatte, dass mich Story in ihren Bann zieht. Aber wenn man ein "Berichtsheft" / "Logbuch" liest, ist das nunmal eher nicht spannend.

- Lächerliche Szenen: Entschuldigung Schlammcatchen?! Sollte das zur Aufheiterung dienen? Sorry, ich hab's nicht kapiert und fand u.a. diese Szene einfach lächerlich und unpassend. Wenn Autoren sowas benötigen, um frischen Wind in ihre Bücher zu bekommen, dann sag ich definitiv "Nein danke". Ich konnte nichts damit anfangen und empfand es während des Lesefluß eher als störend.

- Hottie (?) Raffe: Zu Raffe bekam ich z.B. fast gar keine Verbindung - er ist zwar im Buch fast immer anwesend, aber sein Charakter blieb kaum bei mir hängen. Dazu war er - dafür dass er ein Engel ist - zu wenig "anders". Er hat sich sofort der neuen Situation angepasst, fing auch direkt an mit Penryn rumzuflirten. Schade, ich denke Raffe hätte deutlich interessanter gestaltet werden können, wenn seine "Andersartigkeit" besser ausgearbeitet worden wäre.

- Das Engel-Hauptquartier "Aerie": Puuuh, also darüber war ich echt enttäuscht. Das soll der Haupttreffpunkt der Engel sein? Auch hier hätte ich mir - ähnlich wie beim Charakter Raffe - mehr Eigenheiten und Kreativität gewünscht statt alles so gewöhnlich menschlich wirken zu lassen.

- Das Ende: Gegen Ende wartet Susan Ee mit einer Reihe von ekeligen Ereignissen auf und jagt einen Schocker nach dem anderen raus - statt mal ein bißchen was zu erklären. Das fand ich recht lasch. Man liest es, weil man dranbleiben will und mehr erfahren will. Stattdessen erfährt man nicht wirklich was, bekommt dafür aber noch zwar eine spannende, aber auch enttäuschende Ladung an Grausamkeiten mit Ekelfaktor.

FAZIT: Tja, was soll ich schon groß sagen. Die vielen Minuspunkte sprechen für sich. Meins war dieses Buch leider nicht. Ich konnte nicht nachvollziehen was viele daran so fasziniert. Dennoch bietet das Buch ein interessantes Setting und kann bestimmt einige in ihren Bann ziehen. Bei mir hat das nunmal nicht geklappt, da die Charakter und die Story zu wenig Tiefgang boten und der Erzählstil mich nicht anspechen konnte.

Ich vergebe nur selten 5 Sterne (4 Sterne ist bei mir eine gute Bewertung!), deshalb zur Info mein Bewertungssystem:
1 Stern: Finger weg!
2 Sterne: Konnte mich nicht überzeugen.
3 Sterne: Ordentliches Buch. Nicht schlecht, aber auch nicht richtig gut.
4 Sterne: Gutes Buch mit kleinen Schwächen – auf jedenfall lesenswert!
5 Sterne: Lieblingsbuch – muß man gelesen haben <3
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
TOP 1000 REZENSENTam 29. Mai 2013
Es ist so, dass mich bei Dystopien nicht mehr viel überraschen kann, aber hätte ich gewusst welch Sahneschnittchen "Angelfire" tatsächlich ist, dann hätte ich das Buch schon viel früher gelesen. Schon hier kann ich allen interessierten Lesern mit Dystopie- und Fantasyfaible, sowie einem festen Magen, sagen: Lesen! Lesen! Lesen!

"Angelfall" ist eine ungewöhnliche Mischung aus Endzeitroman und Engel-Fantasy (wenn ich hier auch noch klassische Sci Fi-Elemente anfüge, seid ihr nur verwirrt, also lasse ich das mal lieber). Die Geschichte spielt aber nicht, wie viele Dystopien, in der Zukunft, sondern im Jetzt. Engelskrieger haben die Erde vor nur sechs Wochen angegriffen und die Städte zerstört. In den Straßen plündern Banden und immer wieder kommt es zu Angriffen durch die Engel.
Penryn, ihre gehbehinderte Schwester Paige und ihre Mutter müssen ihre Wohnung in Silicon Valley verlassen, um sich einen sichereren Platz zu suchen. Dabei werden sie von kämpfenden Engeln aufgehalten. Paige wird entführt. Von einem der Engel erfährt Penryn, dass Paige ins Hauptquartier, mitten in San Francisco, gebracht wird. Um dorthin zu gelangen, benötigt sie ausgerechnet die Hilfe des feindlichen Engels Raffe.

"Angel sword wounds take a long time to heal. If you're ever going to kill an angel, slice him up with an angel sword."
"You're lying. Why would you tell me that?"
"Maybe I'm not afraid of you."
"Maybe you should be."
- S. 58, Kindle 23%

Die Hauptcharaktere sind toll und sehr tough, die Geschichte ab Beginn genial und megaspannend! Das Umgebungssetting, in dem die Handlung spielt, ist düster wie in einem Endzeitroman, gleichzeitig aber auch sehr einfach zu verstehen. Das Buch ist nicht sehr lang, hat aber 47 kurze Kapitel, die oft mit einem kleinen Zwischenchliffhanger enden. Man MUSS dann einfach sofort weiterlesen. Außerdem gibt Hauptperson Penryn die Geschichte im Präsens und der Ich-Form wieder. Dazu ist die Handlung ist sehr linear, bleibt immer bei Penryns Sichtweise. Im Grunde enthält auch diese Geschichte eine "Mission", bzw. eine Wanderung zu einem Zielort, ist aber alles andere als eintönig. Es gibt massenhaft Unterbrechungen und Wendungen, die den Adrenalinspiegel fast konstant hoch halten. Ansätze einer Lovestory finden sich auch, sind dabei absolut glaubwürdig, nicht überstürzt und angenehm nebensächliches Beiwerk. Das Lesen macht solchen Spaß, man kann kaum aufhören.

ABER, und das muss man wissen - Das Buch ist tödlich krass! Düster, mysteriös und gruselig sind noch die netteren Umschreibungen. Vielmehr ist es immer wieder regelrecht grausam und sehr, sehr strange. Blut fließt in Strömen, es gibt massenhaft Kämpfe, Gemetzel und viele Leichen, samt -schändigungen! Obwohl ich viel (v)ertrage, frage ich mich, ob einige Dinge für eine YA-Story nicht zu grenzwertig sind. Trotzdessen entwickelt die Handlung einen Sog, der einen nicht loslässt.

Am Ende greift die Autorin dann komplett in die Horrorfilm- und Videospielkiste. Hier dachte ich dann teilweise wirklich, ich bin im falschen Film ... , äh, Buch. DIESE Wendung hätte ich von der Story ganz sicher nicht erwartet. Besonders eine Szene ist widerlich-krank. Man mag nicht hinsehen, aber wegschauen kann man auch nicht.
Mit einer Art Zwischenstop wird dieser erste Band dann beendet. Von einer abgeschlossenen Handlung kann trotzdem nicht die Rede sein. Einige Fragen brennen einem noch unter den Nägeln und am liebsten möchte man nahtlos wissen, wie es weitergeht.

Fazit
"Angelfall" ist definitiv mein Monatshighlight, vielleicht sogar mein Jahreshighlight. Und das trotz (oder gerade wegen) seiner Andersartigkeit und der teilweise sehr krassen Handlung. Das Buch ist keine komplette Neuerfindung, aber die gewählte Mischung macht "Angelfall" zu einer Top-Story. Ich bin an den virtuellen Seiten geklebt, war gebannt, habe geschmunzelt und war entsetzt. Dieses englische Buch bekommt meinen ersten Lieblingsbuchstatus 2013. Read it! Now!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 17. Mai 2013
EINDRUCK
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Susan Ees apokalyptischer Auftakt "Angelfall" lässt einen atemlos und voller Fragen zurück und mit einem wachsenden Hunger nach mehr.

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INHALT
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Ihr Leben lang hat Penryn die Verantwortung für ihre psychisch kranke Mutter und ihre behinderte Schwester Paige, so gut sie konnte, alleine getragen.
Doch die Welt von gestern existiert nicht mehr, die Apokalypse hat begonnen. Übermächtige Engel massakrieren die Menschen ohne Erbarmen und reißen die Welt in Stücke. Es herrschen nur noch Gewalt, Zerstörung und Verzweiflung und machen Penryns Wunsch, ihre Familie zu beschützen, unmöglich.

Als Penryn Zeuge wird, wie eine Gruppe von Engeln einen der ihren die Flügel abschlägt, greift sie ohne nachzudenken ein. Rachsüchtig entführen die Engel daraufhin ihre kleine Schwester Paige, die hilflos an den Rollstuhl gefesselt ist, und auch ihre Mutter verschwindet.
Die verzweifelte Penryn beschließt, den verletzten Engel Raffe zu foltern, um herauszufinden, wohin ihre Schwester verschleppt wurde. Doch bald erkennt sie, dass Raffe nicht der Feind ist. Die beiden schließen sich als vorübergehende Verbündete zusammen, um ihre jeweiligen Ziele zu erreichen. Penryn soll dafür sorgen, dass Raffe in der Welt der Menschen zu Fuß überlebt und nach Hause findet, um dort seine Flügel wieder annähen zulassen, während Raffe ihr helfen soll, ihre Schwester zu befreien.
"I help him get home with his wings, he helps me find my sister"

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STIL
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Susan Ees Schreibstil reißt den Leser von der ersten Seite mit und versetzt ihn in eine vollkommen neue Welt, die voller Fragen ist. Die Handlung entfaltet sich schnell und überrascht mit unerwarteten Ereignissen.
Auch die Charaktere sind vielschichtig und interessant gezeichnet. Die Protagonistin Penryn besticht mit herrlich trockenen Humor und ihrem fokussierten Willen auf die Rettung ihrer Schwester, den auch eine aufkeimende Romanze nicht brechen kann.

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KRITIK
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Wirklich spannend, aber viel zu kurz.

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Penryn & the End of Days
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1. Angelfall
2. World after
3. Mai 2015
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am 5. Dezember 2012
'Angelfall' ist meinem Gefühl nach noch immer ein Buch, dass hauptsächlich von Bloggern gelesen wird, dabei hätte es viel Potential auch von einem deutschen Verlag ins Programm übernommen zu werden. Dazu muss man allerdings sagen, dass dieser Roman neben einigen sehr innovativen Ideen auch auf althergebrachtes zurückgreift, so dass mit 'Angelfall' nichts komplett neues vom Himmel fällt.

Was in diesem Buch 'vom Himmel gefallen ist', sind Engel und diese sind alles andere, als den Menschen wohl gesonnen. Zu Beginn des Buches ist man gleich mittendrin. Penryn kämpft mit ihrer gehbehinderten Schwester und ihrer geistig verwirrten Mutter auf der Straße ums Überleben. Tagsüber terrorisieren Gangs die Straßen, Nachts muss man sich vor den Engeln fürchten. In diesen unfreundlichen Weltentwurf kann man sich die herrschende Brutalität recht gut vorstellen, denn mit wenigen Lebensmitteln und kaum einem sicheren Schlafplatz wird der Alltag zum Kampf ums Überleben.

Mit viel Spannung fesselt Susan Ee den Leser an die Seiten und führt durch einen abwechslungsreichen und unterhaltsamen Plot. Der trockene Humor, den viele Protagonisten an den Tag legen, gefiel mir sehr und bringt einen wirklich oft zum Schmunzeln. Wie gesagt verbindet dieses Buch viele bekannte Elemente vor einem neuen Szenario. Penryn ist eine recht typische Kick-Ass-Heldin und der männliche Hauptdarsteller Raffe wird sofort als männliches love-interest entlarvt. Allerdings hat mir die Ausarbeitung beider gut gefallen. Die Chemie zwischen den Beiden ist stimmig und die Handlung wird nicht durch unnötige Liebeserklärungen unterbrochen. Viel mehr erinnerten mich die beiden etwas an Dimitrie und Rose aus 'Vampire Academy'.

Der Verlauf der Handlung geht flott voran und wird nicht durch unnötige Längen unterbrochen. Atmosphärisch fühlt man sich schnell ins Geschehen hinein, da durch Penryns Blickwinkel die zerstörte Welt ausdrucksstark dargestellt wird. Auch die Gefühle der Protagonistin kommen hierbei nicht zu kurz und werden glaubwürdig vermittelt.
Auf Aktion braucht man nicht zu verzichten, denn mit diesem Element ist der Roman gut bestückt. Beim Handlungstrang erwarten den Leser dann, aufs Ganze gesehen, keine wirklichen Neuheiten, doch einige unvorhersehbare Wendungen erhalten die Spannung und geben der Geschichte einen guten Fluss.

Trotz Alldessen hat mir der Roman so gut gefallen, weil er es versteht aus einfachen Mitteln ein stimmiges, wenn auch kurzweiliges Gesamtkonzept zu erschaffen. Zwar machen die Protagonisten keine tiefgründige Entwicklung durch, doch besteht ein guter Mix aus Misstrauen vor den Engeln und Penryns leichter Zuneigung. Auch Raffe ist vielschichtig genug, um interessant zu sein. Erwartet man allerdings Charaktere, die nicht stark an Stereotypen erinnert, ist man sicher enttäuscht.

Mir (als nicht Englischmuttersprachler) sind keine Störenden Elemente im Textfluss aufgefallen. Allerdings kann ich diesen Punkt auch nur eingeschränkt beurteilen, da mir hierzu die nötigen Fertigkeiten in der englischen Sprache fehlen. Für mich erzeugten die eher kurzen Sätze allerdings ein gutes Tempo, das zum Buch passte.

Fazit:
Angelfall ist ein solider Roman, der viele altbekannte Elemente sehr wirksam zusammenbringt. Wer eine starke Heldin, einen mysteriösen männlichen Gegenpart, viele humorvolle Dialoge und ein etwas anderes Weltuntergangssetting sucht, ist mit diesem Buch bestens beraten. Legt man mehr Wert auf die Charakterentwicklung, viele Hintergrundinformationen und eine wirklich neue Handlung wird man wohl eher enttäuscht sein, und sollte sich den Kauf noch einmal durch den Kopf gehen lassen.
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am 31. Mai 2012
Inhalt:
Sechs Wochen ist es her, dass die Engel der Apokalypse die Welt, wie wir sie kennen, zerstört haben. Seitdem leben die Menschen, die dies überlebt haben, in Angst und Schrecken. Dazu gehört auch die 17-jährige Penryn. Als eine Gruppe von Engeln ihre kleine Schwester entführt, ist sie bereit alles dafür zu geben, sie zu befreien. Auch wenn das heißt, einen Pakt mit einem verfeindeten Engel eingehen zu müssen...

Eindruck:
Auf den ersten Seiten habe ich mich noch gefragt, wieso dieses Buch solche Begeisterungsstürme hervorruft. Denn zum einen konnte mich die Sprache überhaupt nicht begeistern. Bin ich bei englischen Büchern eigentlich schon glücklich, wenn es einfach genug geschrieben ist, dass ich den Sinn verstehe, habe hier sogar ich gemerkt, dass der Stil sehr holprig ist und einfach zu viele Wiederholungen vorkommen. Zum hat mich der Handlungsbeginn nicht überzeugt, klang doch alles wie eine weitere durchschnittliche postapokalyptische Romanze zwischen einem Teenie und einem unglaublich gutaussehenden Engel. Aber was habe ich mich getäuscht! Je mehr ich gelesen habe, umso mehr "musste" ich meine Meinung revidieren. Denn "Angelfall" ist alles andere als Durchschnitt! Bin ich sonst schon froh, wenn sich der ein oder andere Aspekt eines YA-Buches von der Masse unterscheidet, so kann ich sagen, dass sich dieses Buch in allen Aspekten meilenweit von der YA-Schwemme abhebt.

Beginne ich mit den Charakteren: Penryn ist genau so, wie ich mir eine "Heldin" in einem Jugendbuch wünsche: Sie ist mutig und tough, steht für die, die sie liebt ein und scheut sich nicht Verantwortung zu übernehmen sowie schwierige Entscheidungen zu treffen. Und ganz besonders wichtig: Sie bekommt nicht gleich einen Herzkasper, nur weil ein gutaussehender junger Mann vor ihr steht! Besagter gutaussehender "junger" Mann ist niemand geringeres als ein Jahrhunderte alter Engel namens Raffe. Dieser sieht zwar - wie kann es auch anders sein - übernatürlich gut aus, mit all seinen Muskeln und Engelsflügeln, aber zum Glück wird Penryn nicht gleich zum willenlosen Zombie, wenn er in ihrer Nähe ist. Raffe selbst blieb mir weite Teile des Buches ein Rätsel. Er ist sehr distanziert, verschlossen und geheimnisvoll und man erfährt erst nach und nach, was es mit ihm auf sich hat.

Penryn und Raffe nähern sich im Laufe der Handlung zwar ganz vorsichtig einander an. Allerdings entspinnt sich nicht direkt eine typische-kitschige "Ich kann ohne dich nicht mehr leben"-Liebesgeschichte. Die Beziehung zwischen den beiden ist dazu viel zu fragil, verfolgt doch jeder seine eigenen Ziele und beide wissen, dass ihre Partnerschaft nur von kurzer Dauer sein wird. Aber gerade weil es nicht offensichtlich ist, dass aus ihnen zwangsläufig ein Paar wird, war es umso schöner ihre Entwicklung zu verfolgen, die noch einige Überraschungen bereithält.

Die Handlung selbst ist dabei auch überaus spannend und vor allem überraschend! Was die beiden zusammen erleben, hat mich bis zum Ende hin gefesselt. Und auch die postapokalyptische Welt, die Susan Ee entwirft, hat mich begeistert. Sie ist düster, gefährlich, brutal und als Leser fragt man sich genauso wie Penryn, was die Engel dazu bewogen hat, die Apokalypse einzuläuten. Generell ist dieses düstere Buch voller Geheimnisse, von denen leider viel zu wenige gelüftet werden. Und das Ende ist leider ein einziger riesiger Cliffhanger, so dass ich es kaum erwarten kann, Band zwei der Reihe zu lesen.

Fazit:
Die postapokalyptische Welt von "Angelfall" hat mich mit seinen neuen Ideen und der fesselnden Umsetzung vollständig in seinen Bann gezogen. Fernab von Klischees wird hier der Grundstein für eine neue, faszinierende Reihe gelegt, auf deren zweites Buch ich jetzt schon sehnsüchtig warte!
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am 22. Juni 2012
Vorerst muss ich sagen, dass ich gar nicht in der Rubrik "Dark Fantasy" zu Hause bin. Eigentlich bin ich durch Zufall beim Stöbern auf das Buch gestossen. Auch die Geschichte weckte noch nicht mal so mein Interesse. Aber die vielen guten Ratings, vor allen in England, haben mich neugierig gemacht.

Und jetzt kann ich sagen: Was für eine Geschichte!

Zum Inhalt möchte ich gar nicht viel erzählen. Ich habe mich einfach auf die Geschichte eingelassen und finde es unglaublich, was für eine Welt die Autorin geschaffen hat und vor allem, wie sie es schafft, den Leser mit hinein zu ziehen.
Ich habe das Buch verschlungen, so wahnsinnig spannend ist es geschrieben, dass ich teilweise Gänsehaut hatte. Ich habe mit den Charakteren mitgefiebert, mitgeleidet und gelacht. Ja, gelacht, denn in dieser düsteren Welt läßt die Autorin auch Humor einfliessen.
Auch ist in dieser harten Welt, in der es nur noch ums Überleben geht, Liebe und Loyalität zu finden, manchmal vielleicht nur zwischen den Zeilen, aber das macht die Entwicklung der Geschichte und die Beziehungen der Hauptcharaktere noch reizvoller.

Trotz dieses umwerfend guten Buches muss ich sagen, dass einige Szenen erschütternd und brutal sind. Sie treffen einen bis ins Mark hinein und lassen nicht mehr los. So erging es mir teilweise. Das kann man als kleine Vorsicht nehmen, denn nicht jeder kann damit gut umgehen, wenn man sonst vielleicht eher Bücher ála Harry Potter o.ä. liest.

Dennoch gebe ich jedem die Empfehlung, dieses fanatstische Buch zu lesen und fiebere bereits der Fortsetzung entgegen!
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8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 25. Juni 2012
Ich muss sagen, dass mich der Hype, der in den Staaten um dieses Buch betrieben wird, relativ kalt ließ, bis ich das nahezu perfekte 5-Sterne-Rating auf Amazon.com sah. Das, gepaart mit den Tatsachen, dass ich ein Nerd für alles bin, was Flügel hat, und sich die Prämisse für mich insgesamt sehr interessant anhörte, machten mich dann doch neugierig. Der ausschlaggebende Punkt war wohl, selbst von Leuten, deren Meinung über die Panem-Reihe und den derzeit im Young Adult-Genre um sich greifenden Engel-Wahn - besonders im Bereich der Paranormalen Romanzen - mit der meinen (nicht sehr positiven) überein stimmte, zu hören, dass Angelfall ein geniales Werk sei.

Ich habe mir das Buch fast sofort bestellt und wurde nicht enttäuscht. Es ist DAS Buch für all jene, die dystopische Jugendromane und/oder Engel lieben, von Werken wie Die Tribute von Panem, Die Bestimmung, Engel der Nacht und Engelsnacht (Die Kreativität der Titel verblüfft mich immer wieder, aber das nur am Rande) aber völlig kalt gelassen bis heftig enttäuscht waren. Wobei ich allerdings auch nicht sagen will, dass das Buch Panem-Liebhaber und Fans der Paranormal-Romance-Engel nicht gefallen würde - Frau Ee ist offenbar selbst Panem-Fan. Während mich die Idee der entführten kleinen Schwester doch wieder etwas abgeschreckt hat, weil ich schreckliche tragisch rosarote Katniss-Prim-Flashbacks hatte, ist es hier doch weit eleganter umgesetzt. Paige wird nicht als übertrieben heilig, nett und brav dargestellt, dass sie Vegetarierin ist, wurde von ihrer Familie zunächst belächelt, bis sie es ihr infolge der Apokalypse und der daraus resultierenden Nahrungsknappheit ausgetrieben haben.
Auch das bloße Konzept der starken, weiblichen Protagonistin war nichts, was mich zunächst lockte. Die meisten dieser ach-so-starken Persönlichkeiten sind dumm, sexistisch gegenüber ihrem eigenen Geschlecht, manipulativ denen gegenüber, die sie lieben, selbstsüchtig, oft soziopathisch veranlagt und genau so lange stark, bis der gutaussehende männliche Protagonist die Szene betritt, zu welchem Zeitpunkt sie sich in sabbernde, heulende und zutiefst inkompetente Nervenbündel verwandeln, die 100 IQ-Punkte auf einmal verlieren, sobald sie nur an ihn denken, auch wenn sie vorher Vampire, Nekromanten oder Dämonen gejagt und auf all die "schwachen" Frauen hinab gesehen haben. Wie gut, zu sehen, dass es auch anders geht! Schon früh in der Geschichte etabliert sich, dass Penryn für ihre siebzehn Jahre sehr reif ist, dass sie Verantwortung trägt, ihre Familie liebt und beschützen will, und vor allem, dass sie nachdenkt, bisweilen Opportunismus anwendet und auf die wesentlichen Dinge achtet.

Penryn ist verdammt cool. Penryn ist kompetent. Penryn ist gerissen. Penryn weiß, was sie tut. Ich habe immer wieder den Mangel an starken weiblichen Charakteren in Medien bedauert, die speziell für ein weibliches Publikum geschaffen wurden (Wobei ich damit nicht andeuten will, Angelfall sei ein Frauenroman - Ich kann durchaus auch Männer und Jungen sehen, die ihn genauso genießen wie Frauen, und zwar für das, was er ist, nicht "trotzdem"), weswegen ich unendlich dankbar bin, in einem Buch aus dem YA-Bereich, in dem Mädchen im Teenageralter in den letzten Jahren zu einer weinerlichen, stolpernden, männerbesessenen und besserenfalls zickigen und schnoddrigen Spezies mutiert sind, die ohne ein maßgeschneidertes Männchen an der Seite keinen Schritt wagen können, ohne hinzufallen, fast vergewaltigt zu werden, entführt zu werden oder in besonders schlimmen Fällen einfach nur keinen Zusammenbruch zu erleiden, so traurig es auch ist.
Mit Penryn hingegen hat Frau Ee eine Protagonistin erschaffen, die sowohl fähig und intelligent ist, als auch zutiefst menschlich. Sie hat "normale" Sorgen, sie verliert faire Kämpfe und Schlagabtäusche besonders mit Raffe genauso oft, wie sie sie gewinnt, sie ist mutig und stark, dabei aber zugleich verletzlich und nicht soziopathisch oder übermäßig aggressiv. Sie weint keinem in den Himmel gelobten Vater hinterher und hat keine konstanten PMS. Ich konnte mich sehr gut in sie hinein versetzen. Ein Punkt, der mir an ihr besonders gefallen hat, war, dass sie zwar Erfahrung in allen möglichen Kampfsportarten besaß, dies aber nicht übertrieben wurde und außerdem einen wichtigen Grund im Plotverlauf hat, ganz im Kontrast zu Katniss und ihrem ollen Mary-Sue-Bogen. Auch war es schön, zu sehen, dass der männliche und der weibliche Protagonist gleich stark sind - natürlich ist Raffe körperlich kräftiger als Penryn und sie braucht ihn, um Paige zu finden, aber zugleich braucht er auch sie, ihre Erfahrung mit dem Leben unter Menschen, und ihre Fähigkeiten.

Womit wir bei Raffe wären. Ich war begeistert von Raffe. Er geht weit, weit über das Klischee des großen, düstere und gutaussehenden übernatürlichen Love Interest heraus, er hat seine eigenen Motive und ist wie Penryn ein von anderen unabhängiger Charakter. Raffe ist cool und wirklich mögenswert, er verhält sich anfangs weder freundlich noch gewalttätig gegenüber Penryn (Zu letzterem kommt es auch später nie, dankenswerterweise - Frau Ee scheint zu den letzten Exemplaren ihrer Art zu gehören, die Gewalt, Androhung derselben, Unterdrückung und Kontrollsucht nicht für romantisch halten), sondern sieht in ihr kaum mehr als ein Mittel zum Zweck, um sich vorläufig unter Menschen durchschlagen zu können, das er gerade so zuvorkommend behandelt, wie er muss.
Es wird toll dargestellt, wie er auf den Verlust seiner Flügel reagiert. Zunächst sind da natürlich die körperlichen Einschränkungen: Nicht nur das Offensichtliche, dass er nicht mehr fliegen kann, wird dabei angesprochen, sondern er hat am Anfang auch Schwierigkeiten, sein Gleichgewicht zu halten, weil sein Körpergewicht ganz anders verlagert ist, außerdem kann er beispielsweise nicht auf Bäume klettern und kriegt schon nach kurzen Märschen Blasen an den Füßen. Es gibt eine sehr süße Szene, in der Penryn diese versorgt. Auch seelisch nimmt ihn der Verlust seiner Flügel mit, die Penryn rasch herausfindet und einmal sogar für sich ausnutzt. Das macht ihn sehr greifbar, lässt ihn natürlich und menschlich und gleich so viel stärker wirken als all diese gruseligen, weinerlichen Edward-Klone.

Auch die Nebenfiguren waren großartig ausgearbeitet. Ich hatte die Befürchtung, Penryns Mutter könnte nur dann schizophren sein, wenn es gerade bequem ist, aber sie war wirklich konstant unberechenbar. Nicht einmal Penryn selbst konnte meistens ausmachen, inwieweit sie mental da war. Wie schon angesprochen, war auch Paige kein perfektes leuchtendes Wesen, das zu gut für diese sündenreiche Erde ist. Gerade, was am Ende mit ihr geschah, hat mich ziemlich starren lassen. Dass sie im Rollstuhl saß, hat sogar einen plotrelevanten Grund und ist nicht nur zur Betonung von Heiligkeit und Hilflosigkeit da.
Auch unter den Engeln gab es einige Nebencharaktere, die ich wirklich mochte. Allen voran steht da Josiah. Es ist schwer zu erklären, was an ihm so mögenswert ist, man muss es gesehen haben. Er war einfach süß. Ich hoffe, dass speziell Laylah noch tiefere Ausarbeitung erhält, zweifle aber mittlerweile nicht mehr daran. Der Charakter hatte sehr interessante Ansätze. Erwähnenswert ist auch der Rebellenführer Obi, der gegen die Engel vorgehen will und somit gegen Raffe arbeitet, aber tatsächlich gesunden Menschenverstand und Durchsetzungskraft besitzt. Er ist sehr charismatisch und man kann es Penryn unmöglich verdenken, dass sie so fasziniert von ihm ist.

Frau Ee hat ihre Hausaufgaben in Bezug auf Recherche eindeutig gemacht. Besonders stachen mir hierbei die Engel ins Auge. Damit meine ich in diesem Falle nicht nur den religiösen Bezug, der weder so aufgespielt wurde, dass man den Roman als "christlich" bezeichnen könnte, noch völlig außer Acht gelassen. Sie fand eine gesunde Mischung, die jeden zufrieden stellen dürfte. Jedoch meine ich damit auch etwa anatomische Differenzen. So stellt Penryn, als sie Raffe verarztet, fest, wie leicht sein Körper ist - was logisch ist, denn zum Fliegen braucht man hohle Knochen und andere Faktoren, die das Körpergewicht reduzieren. Kurz darauf merkt sie an, sie sei sich nicht sicher, ob der scheinbar überhitzte Raffe Fieber habe oder nicht, da dies ebenso gut seine normale Körpertemperatur sein könnte - und auch das ist durchaus stimmig, da fliegende Wesen einen höheren Metabolismus aufweisen und daher auch eine höhere Körpertemperatur haben. All diese kleinen Details haben in meinen Augen große Pluspunkte geliefert. Ein für mich ganz wichtiger Punkt ist auch, dass die Engel verdammte Biester sind. Mythologisch gesehen sind sie nun einmal keine netten geflügelten Menschen mit Heiligenschein, sondern schön und schrecklich und allem, was es auf der Erde je geben könnte, weit überlegen. Die Engel in Frau Ees postapokalyptischer Welt sind dekadente Bastarde, die auf die Menschen herab blicken. Die Nephilim in dieser Welt sind ebenfalls keine hübschen, magischen Halbmenschen, sondern gruselige Bestien, viel näher an denen in der Bibel dran als die so manch anderer fiktiver Werke. Hurrah für realistische und schöne Engel!

Es entwickelt sich, wie es nicht anders zu erwarten war, eine Romanze zwischen Penryn und Raffe, aber das geht langsam und subtil. Man sieht nicht so wenig davon, dass es uninteressant wäre, noch so viel, dass es den Plot verschlucken würde - denn das hätte dieser nun wirklich nicht verdient. Viel von ihren Interaktionen ist wirklich genuin süß, und sie verhalten sich zueinander nicht wie Idioten. Keiner spürt ein "Kribbeln", obwohl er/sie in der Überzeugung ist, den anderen zu hassen, keiner geht ohne Zusammenhang von einer Sekunde auf die nächste von einer Prügelei zu Sex über, keiner leugnet ab, Erfahrungen mit grundlegenden Emotionen wie Hingezogenheit zu haben. Und das ist schön. Die Schlagabtäusche, die die beiden führen, sind auch wirklich witzig und werden unter gleich starken Partnern geführt, statt dass sie in kindische Zickereien und Nörgeleien ausarten, die keiner über 14 noch lustig finden sollte.
Frau Ee hat einen angenehmen, schnörkellosen Stil, der sich im postapokalyptischen Setting sehr gut macht. Penryns Erzählerstimme ist angenehm und einem Menschen ihren Alters sowohl angemessen als auch nicht übermäßig simpel oder schnoddrig. An das verwendete Präsens musste ich mich erst gewöhnen, kam damit aber nach einiger Zeit gut zurecht. Es wird mehr auf den Plot als auf irgendwelche Emotionen oder die schöne Landschaft geachtet, was auch ein absoluter Pluspunkt ist. Wenn man einen so coolen Plot hat wie diesen, sollte man ihn nicht verschwenden.
Das Setting ist wirklich großartig umgesetzt, es ist dreckig, hart und gefährlich, oder, anders gesagt, realistisch. Da die Übernahme durch die Engel erst sechs Wochen her ist, als die Handlung beginnt, sieht man noch deutliche Spuren der Zerstörung: So merkt Penryn etwa an, dass überall Handys herumliegen, die viele Menschen als eine Art Opfergabe oder weiße Fahne aufgegeben haben. Auch stehen überall Autos herum, Elektrizität gibt es nur noch sehr selten, Nahrung ist knapp, viele Häuser verlassen uns ausgeraubt. Die Menschen leiden Hunger, sie sind schmutzig, gewalttätig und opportunistisch. Im dystopischen Genre ist die Umsetzung des Settings von bedeutsamer Wichtigkeit, und seit Panem kümmert sich kaum noch ein Autor darum, ob seine dystopische Welt Sinn macht. Diese tut es. Und wie sie es tut.

Angelfall ist sicher kein Buch, das mein Leben verändert hat. Aber es ist verdammt cool, verdammt unterhaltsam und eins der besten Bücher, die ich seit langem gelesen habe. Auch scheint Frau Ee ernsthaft um ihre Fans bemüht, so merkte sie etwa an, sie freue sich, dass die neu erscheinende Version des Buchs günstig sei, sodass sie mehr Menschen erreichen könne. Sie scheint ihre Leser wirklich genuin zu mögen, und das ist toll. Alles abschließend, finde ich auch das Cover wunderschön und ungewöhnlich. Bleibt nur noch, auf den nächsten Band zu warten.
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