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5.0 von 5 Sternen Wie viel Wahrheit wollen wir vertragen ?, 18. November 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Das Buch von John Leake ist in mehrfacher Hinsicht beeindruckend. Es erzählt die traurige Geschichte einer Familie, die den Tod ihres Sohnes verkraften muss. Es erzählt aber auch die Geschichte dieser Familie, wie sie über viele Jahre versucht, die Wahrheit über diesen Schicksalsschlag herauszufinden. Gerade von dieser Wahrheitssuche wird man als Leser gepackt. Die Eltern investieren eine unglaubliche Energie und auch so gut wie alle ihre finanziellen Mittel, um an ihr Ziel zu gelangen. Bei dieser Suche werden den Eltern schier unglaubliche Steine in den Weg gelegt, welche diese aber nicht entmutigt. Schließlich wertet der Autor des Buches nochmals alle von den Eltern zusammengetragenen Fakten aus, bringt neue hinzu, schaltet verschiedenste Experten ein, um letztendlich glaubhaft eine Lösung zu präsentieren. Damit wäre die Hauptarbeit geleistet, und der Leser bleibt zunächst fassungslos zurück. Aber John Leake möchte keine Reportage mit puren Schuldzuweisungen abliefern. Er geht tiefer und fragt nach den Gründen wieso sich Menschen in extremen Situationen scheinbar unmoralisch verhalten. Er arbeitet meines Erachtens sehr genau heraus, welche Gruppe von Menschen hätte anders reagieren können und welche eher nicht, bzw. für welche man eher Verständnis haben kann. Neben der akribischen Aufarbeitung aller Details und deren Interpretation ist das die Stärke des Buches. John Leake versucht nicht als Besserwisser die Wahrheit zu präsentieren. Vielmehr zeigt er auf was alles herausgefunden werden kann, sofern die erforderliche Motivation vorhanden ist. Und es bleibt die Frage, wie hätte man als eine der betroffenen Personen selbst gehandelt. Ein durchweg beeindruckendes Buch, das es hoffentlich auch bald in Deutscher Sprache gibt.
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5.0 von 5 Sternen Fascinating story, 30. April 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Cold a Long Time: An Alpine Mystery (Taschenbuch)
John Leake gives a precise account of the mysterious death of a young Canadian in the Austrian Alps and is a good read. The parents of the young man have suffered a lot since and it is easy to understand that they could not easily accept, what happened. As my sister is a Canadian citizen, I know Canadian mountains a little bit and I know that there are far more warnings and security measurements. Still I do not like the idea of all Austrians being liars and crooks. It is a fact that many, mostly foreign tourists are not aware of how dangerous our mountains are and how often Austrian rescue teams risk their lives to help them and get them out of trouble. Usually accidents are not covered up by locals or authorities. And snowcats are extremely dangerous. In earlier days they did the grooming also during the day, but nowadays they do it at nighttime. I personally do not like glacier skiing because snow quality is very poor in spring, summer and fall. Additionally weather conditions can change to the worst within a few minutes. I remember one incident in Zauchensee in spring, when we crossed a little forest farther down, my mom suddenly sunk in till her hips, got trapped in the snow cover with her skies on and surely could not have helped herself out.
So, beware of glaciers and bad weather and make your own picture of what happened to poor Duncan.
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5.0 von 5 Sternen Ein schreibender Detektiv, 6. November 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Cold a Long Time: An Alpine Mystery (Taschenbuch)
John Leake erzählt die unglaubliche Geschichte von Lynda und Bob MacPherson aus Kanada, deren 23-jähriger Sohn Duncan im August 1989 auf einer Europareise verschwand. Die Eltern fahnden nach ihm auf eigene Faust und können seine Spur bis auf einen Gletscher des Stubaitals verfolgen, wo er zuletzt beim Sommerski auf der Skipiste gesehen wurde. Von da an wird von den Einheimischen nichts unversucht gelassen, das weitere Schicksal von Duncan zu verschleiern. Den Eltern wird vorgegaukelt, dass Duncan sein Leihboard zurückgegeben habe; sein als Pfand hinterlegter Führerschein fehlt. Die Eltern suchen in der Folgezeit erfolglos weiter nach Duncan. Im Jahrhundertsommer 2003 schmilzt seine Leiche aus dem Gletscher unter der Skipiste heraus. Er hatte den Gletscher niemals verlassen, sondern dort den Tod gefunden. Die Eltern wollen jetzt wenigstens wissen, unter welchen Umständen das geschah. Erneut wird von verschiedenster Seite versucht, die wahren Hintergründe von Duncans Tod im Dunkeln zu belassen. Einzig der Pathologe Walter Rabl von der Innsbrucker Gerichtsmedizin scheint Lynda und Bob helfen zu wollen. Doch als John Leake Jahre später bei seiner Recherche den Dingen auf den Grund geht, als er Beweis um Beweis für das wahre Geschehen zusammenträgt, wird deutlich, dass jeder Einzelne aus dem Umfeld des Stubaier Gletschers einzig daran interessiert ist, keine schlechte Presse für den Goldesel der Region aufkommen zu lassen: den Wintersport.

Leakes Beweise sind über jeden Zweifel erhaben. Duncan wurde, vermutlich nachdem er auf der Piste wegen völlig ungenügendem Equipment schwer gestürzt war, bei Nebel von einem Pistenbully überfahren. Seine Leiche wurde mit dem Pistenbully in einer Gletscherspalte "entsorgt". Die Eltern wurden in die Irre geführt, weil ihnen das Märchen vom zurückgegebenen Snowboard erzählt wurde. Die Lügen gingen 2003 nach dem Auffinden von Duncans Leiche weiter. Der scheinbar hilfsbereite Pathologe Rabl verschweigt die schweren ante mortem zugefügten Verletzungen an Duncans Körper und stellt manipulierte CT-Scans zur Verfügung.

All dies zu enthüllen ist bereits eine fantastische Leistung investigativen Journalismus. Aber Leakes eigentlicher Verdienst ist es, das Wesen der beteiligten Personen zu erhellen und so dem fassungslosen Leser dieser vollständig wahren Geschichte einen Weg zu weisen, warum sich all dies so zugetragen hat, warum also die beteiligten Menschen sich entschieden haben, sich so zu verhalten, wie sie es getan haben.

Obwohl "nur" ein Sachbuch, bereitet das Buch (das leider bislang nur auf Englisch erschien) auf jeder Seite Lesefreude. Es ist von der ersten bis zur letzten Seite ein Krimi, der einen deshalb besonders erschauern lässt, weil er leider nicht der Vorstellungskraft seines Autors, sondern der banalen Niedertracht echter Menschen entspringt.
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Cold a Long Time: An Alpine Mystery
Cold a Long Time: An Alpine Mystery von John Leake (Taschenbuch - 30. Januar 2012)
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