newseasonhw2015 Hier klicken mrp_family lagercrantz Cloud Drive Photos WHDsFly Learn More praktisch Siemens Shop Kindle Shop Kindle Sparpaket Autorip SummerSale

Kundenrezensionen

11
3,8 von 5 Sternen
Free Will (Rough cut edition)
Format: TaschenbuchÄndern
Preis:9,20 €+Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime
Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung


Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

21 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 31. März 2012
Freilich, das Argument ist kein Geheimnis: Das Konzept des Freien Willens ist mit den aktuellen Erkenntnissen der Neurowissenschaften nicht vereinbar. Jedwede Entscheidung, deren Urheberschaft wir uns selbst zusprechen, ist das Ergebnis unbewusster neurophysiologischer Vorgänge, über die wir keinerlei Kontrolle haben. Folglich haben wir auch keine Kontrolle über das Ergebnis dieser unbewussten Vorgänge. Mit geeigneten Messgeräten lassen sich in (bisher einfachen) Experimenten die Entscheidungen von Testpersonen zuverlässig vorhersagen; lange bevor der Proband die Entscheidung getroffen hat. Eine vorurteilsfreie Selbstbeobachtung komme den Tatsachen deutlich näher: Gedanken, Stimmungen, Entscheidungen entstehen unabhängig von unserem Zutun. Wir sind lediglich die Zeugen ihres Auftauchens in unserem Bewusstsein.

Neben seiner neurowissenschaftlichen Arbeit hat Harris einen Abschluss in Philosophie an der Stanford University und bringt auch dieses Feld der Expertise in die Argumentation ein. Kompatibilismus, die Überzeugung (zum Beispiel seines Kollegen Dan Dennetts), auch die unüberschaubare Neurophysiologie bei jeder Entscheidungsfindung gehöre integral zu einer Persönlichkeit, so dass man der Person durchaus eine genuine Urheberschaft an ihren Entscheidungen zusprechen könne, ist für Harris lediglich ein Ausweichmanöver. Er fasst die kompatibilistische Rechtfertigungsversuche in einer einprägsamen Pointe zusammen: "A puppet ist free as long as he loves his strings."

Auch die Quantenmechanik, welche einem rein deterministischen Weltbild den Boden entzogen hat, bietet laut Harris keinen Unterschlupf für das Konzept des freien Willens. Quantenmechanische Zufälligkeit mag die Neurophysiologie des Gehirns in unvorhersehbarer Weise beeinflussen; mit freiem Willen und der bewussten, autonomen Urheberschaft von Entscheidungen hat ein solcher Zufallsgenerator aber nichts zu tun.

In den abschließenden Kapiteln adressiert er die verbreitete Weigerung vieler Menschen, das Konzept des freien Willens trotz Unvereinbarkeit mit neurowissenschaftlichen Erkenntnissen aufzugeben; ihre Besorgnis, mit einem deterministischeren Weltbild würde menschliches Verhalten dehumanisiert werden, das Gefühl von ethischer Verantwortlichkeit für das eigene Handeln würde schwinden oder dem menschlichen Zusammenleben potentieller Schaden erwachsen. Er zeichnet eine Vision aufrichtiger Auseinandersetzung mit den Ursachen menschlichen Verhaltens, die vereinbar ist mit philosophischen und neurowissenschaftlichen Erkenntnissen. Ein Anerkennen der Tatsachen schule Empathie, Mitgefühl und Demut angesichts eigener Errungenschaften. Viele Faktoren, die zu einem erfolgreichen Leben verholfen haben, liegen und lagen außerhalb unserer Einflussmöglichkeiten.
Ungekehrt: "It seems true enough to say that the men and women on death row had a combination of bad genes, bad parents, bad ideas, or bad luck. Which of these quantities are they responsible for?" In einer Reihe von Gedankenexperimenten gelingt Harris nichts weniger als eine Katharsis: Der Leser erlebt mit, wie die Anziehungskraft einer Vergeltungsjustiz als intellektueller Fehlschluss demaskiert wird.

Das Buch enthält einige von Harris' Aufsätzen, die schon in seinem Blog zu lesen waren. Nichts desto weniger liegt hier eine gut lesbare und überzeugende Zusammenschau seines Diskussionsbeitrags vor, ergänzt durch einen Ausblick, in welcher Weise das Aufgeben des Konzepts eines Freien Willens den gesellschaftlichen Diskurs zu verändern imstande sein mag.

Wem 80 Seiten zu kurz sind: The Moral Landscape gleich mitbestellen; Harris argumentiert hier für eine wissenschaftliche Behandlung ethischer Fragestellungen als Gegenentwurf zu dogmatischen Moraltheologien einerseits und postmodernistisch-selbsthadernder Urteilsenthaltung anderseits.
11 KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
18 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Der Inhalt des Buches ist ja bereits in ausgezeichneter Weise dargestellt worden. Hier möchte ich mich daher auf die Umsetzung konzentrieren.

Das Vorhaben, den aktuellen Stand der Forschung, der deutlich gegen einen freien Willen spricht, in für breitere Kreise lesbarer Form zusammenzufassen und die - wenig überraschenden - Einwände dagegen zu behandeln, ist ehrenwert und aus meiner Sicht überfällig. Ich bin auch durchaus der Meinung, dass Harris' Darstellung nachvollziehbar und gut begründet ist und dass er typische Gegenreden überzeugend entkräftet.

Die Art und Weise, wie er dies tut, wird diesem existenziellen Thema allerdings nicht gerecht. Vielleicht ist meine Erwartung zu 'deutsch', aber ich habe eine klar strukturierte Abhandlung erwartet, die zum einen den Stand der wissenschaftlichen Forschung vollständig transparent macht und zum anderen ein vollständiges Argumentarium bietet, um die These zu verteidigen. Stattdessen findet man hier einen (ich möchte sagen typisch amerikanischen) Plauderton, gespickt mit Anekdoten und einen Autor, der von Thema zu Thema springt. Das ist eine Streitschrift, ein Pamphlet.

Das ist nichts Schlimmes. Für das Thema und die öffentliche Diskussion ist es mir das knappe Büchlein inhaltlich und konzeptionell einfach zu dünn. Glaubte ich nicht, dass Harris das Thema am Herzen liegt, würde sich der Eindruck aufdrängen, ein Prominenter wollte mit einem Reizthema schnell Kasse machen. Schade um die verpasste Chance.
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 16. September 2012
Es ist Sam Harris wieder geglückt, ein komplexes Thema verständlich und
spielerisch abzuarbeiten. Das Buch ist zugegeben etwas kurz und die Verarbeitung
auch nicht so schön. Doch es geht ja um den Inhalt und der ist Spitze.
Kann sein nächstes Buch kaum erwarten.
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
am 3. Februar 2015
Dieses Buch (oder eher Esssay, angesichts der Länge) ist wirklich empfehlenswert. Wer sich für Fragen im Zusammenhang mit Ethik und/oder dem (Selbst)Bewusstsein interessiert wird in diesem sehr verständlich geschrieben Buch auf seine Kosten kommen. Harris nutzt zur Veranschaulichung einige Beispiele, die tatsächlich helfen, sich die praktischen Konsequenzen der von ihm aufgestellten 'These' (oder Feststellung) zu verdeutlichen. Auch möchte ich all jene potentiellen Leser beruhigen, die vielleicht abgeschreckt sein mögen, das Buch zu lesen, da Sie annehmen, dass Sie ohne die Überzeugung vom eigenen freien Willen deprimiert zurückgelassen würden. Harris führt zum Schluss des Buches vor, weshalb die Einsicht in die Illusion des freien Willens keinerlei Anlass zu Sorge oder Traurigkeit bietet. Im Gegenteil. Sie lässt uns gelassener und entspannter auf uns und unsere Mitmenschen blicken.
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
I normally am a big fan of Harris, but this time, I could not help but disagree vehemently. His definition of free will is having control not only of our will, but of every aspect of our nature and environment that interfere with our will. That is a recursion to infinity, and thus impossible from the beginning. By that definition of free will, of course he has to say we do not have any free will. If, however, he defined free will as choice among the options we have given our nature and environment, I suppose he would have to reach a different conclusion.

Disagreeing would have been okay, but the book, in spite of very short, is very repetitive. He presents the main arguments in the first 10 pages or so and just paraphrases them repeatedly afterwards. I do, however, expect it to be an exception, and that his works will normally be good as they have been before.
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
am 29. Januar 2013
"Free Will" by Sam Harris is a wonderful book, surprising and scientific, that will change the way you think about people you consider to be just "good" or "bad", as well as about yourself. As Richard Dawkins would say, this book is "mind-raising".

It is also rather compact, in length as well as in content, which makes it easy to read (I read it in one go) and, most importantly, easy to understand. Sam Harris is known for focussing on facts, which makes his books reliable sources for honest reflections. I really can highly recommend it.
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
am 24. Juni 2014
I loved reading this book and am buying it for my friends since then. This will give you different perspective on people's behaviors and I believe will help us to have a better more understanding society.
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 21. Mai 2013
Gutes Essay das einem einen neuen Blickwinkel auf Schuld und Verantwortung bietet.

Der Autor ist sich wieder einmal nicht zu schade auch Kontroverse fragen erörtern(ist ein Mörder wirklich Schuld an seinen Taten?)
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 9. Februar 2013
... wenn man sich mit dem Thema schon auseinandergesetzt hat. Trotzdem ist das Buch als erster Einstieg hilfreich und empfehlenswert.
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
13 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 12. März 2012
Sam Harris hat anscheinend den Ruf, schwierige Sachverhalte einfach darzustellen. Das tut er hier auch, doch leider sind die wirklich interessanten Aspekte dieses Themas ausgeblendet. Sein wesentliches Argument, nämlich dass wir zwar tun können was wir wollen, jedoch nicht entscheiden könnnen was wir wollen, stammt eigentlich von Schopenhauer. Dem hat Harris kaum etwas hinzuzufügen. Er bringt wiederholt seine Meinung über ca. 80 Seiten verteilt, verwechselt jedoch 'Meinung' mit 'Argument'. Auch wenn das Buch kurz ist: kaum lesenswert.
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
     
 
Kunden, die diesen Artikel angesehen haben, haben auch angesehen
Waking Up: A Guide to Spirituality Without Religion
Waking Up: A Guide to Spirituality Without Religion von Sam Harris (Taschenbuch - 9. September 2014)
EUR 12,95

God Is Not Great: How Religion Poisons Everything
God Is Not Great: How Religion Poisons Everything von Christopher Hitchens (Taschenbuch - 1. März 2008)
EUR 6,60

The Moral Landscape: How Science Can Determine Human Values
The Moral Landscape: How Science Can Determine Human Values von Sam Harris (Taschenbuch - 13. September 2011)
EUR 9,89