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9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mehr drin, als ich zunächst dachte, 26. März 2005
Paul Graham stellt in "Hackers and Painters" mehrere Essays zusammen, die zum Teil in ähnlicher Form auch auf seiner Homepage veröffentlicht sind. Er beschreibt in sehr leicht zu lesendem, lockerem Stil verschiedene Themen, die zum Teil nur im weiteren Sinne mit dem Thema Computer zusammen hängen. Der rote Faden, der sich durch alle Essays zieht ist der Erfolg, der sich mit unkonventionellen Ideen und (Programmier-)Werkzeugen und bei harter Arbeit einstellt. Für mich war der Band sehr unterhaltsame Urlaubslektüre, die mir viele neue Einsichten vermittelt und meine Gedanken sehr beflügelt hat.
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein Buch über Computer-Philosophie, 10. Dezember 2008
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Hackers & Painters ist ein Buch über Computer-Philosophie. Es behandelt den Charakter von Hackern, das Wesen von Programmiersprachen und den vielleicht freiesten Weg zum Reichtum: die eigene Firma. Man findet hier vor allem Denkanstöße und neue Betrachtungsweisen, deren Nähe zur Wahrheit sich nur im Laufe der Zeit herausstellen kann.

Jedes Kapitel ist einer von fünfzehn eigenständigen Aufsätzen, die zum Teil auch online verfügbar sind. Der titelgebende Aufsatz ([...]) hat mich nach Jahren des verwirrten Nörgelns über das Informatikstudium sehr angesprochen. Er beschäftigt sich mit den Ähnlichkeiten von Hackern und Malern, wobei "Hacker" im ursprünglichen Sinne zu verstehen ist und im Grunde begeisterte Programmierer wie Kernel-Hacker meint - nicht Leute, die in andere Computer einbrechen und Schaden anrichten. Genaueres findet man in Eric S. Raymonds How To Become A Hacker ([...]

Die für mich interessantesten Aufsätze:

"Hackers and painters", also Hacker und Maler, werden wie Komponisten, Architekten und Autoren als Macher bezeichnet - als Menschen, die gute Dinge mit vorhandenen Mitteln erschaffen wollen. Während Forscher sich intensiv mit den vorhandenen Mitteln und Wegen beschäftigen, um sie zu verstehen und zu verbessern, tun Macher dies höchstens, wenn das Vorhandene ihren Ansprüchen nicht genügt.

Daraus ergeben sich für den Hacker Probleme. Während Architekten in ihrem Studium häufig praktisch tätig sind, kommt man als Informatik-Student so gut wie nie dazu, Programme nach eigenem Gutdünken zu erschaffen. Wissen ist für einen Macher kein Selbstzweck, er braucht nur so viel, um seine Ziele verwirklichen zu können. Im Studium hat man allerdings nur begrenzten Freiraum in Bezug auf den Lernstoff. Möchte ich etwas über relationale Datenbanken erfahren und gleichzeitig Fortschritt in meinem Studium, so muss ich auch den Rest der Vorlesung hören, für den ich eigentlich gerade nicht empfänglich bin. Natürlich hat man so auch die Chance, auf bessere Alternativen zu stoßen, aber wenn ich nur eine einzige Schraube in ein Brett drehen möchte, wäre ich mit einem Schraubenzieher schneller fertig, als wenn ich vorher noch die Geschichte des Akkubohrers studieren müsste - so toll dieses Werkzeug auch sein mag.

Im Arbeitsleben sieht die Situation anders aus, aber nicht notwendigerweise besser. Wer mehr Freiheiten bei seiner Arbeit will, muss die Karriereleiter hochklettern und dafür am besten auch mehr als eine Ausbildung absolviert haben. Ist es dann endlich soweit, beschränken sich die Freiheiten immer noch auf den Rahmen der Firma. Paul Graham schlägt als Ausweg aus diesem Dilemma den Day Job vor: eine Arbeit um Geld zu verdienen und eine andere aus Leidenschaft. Die Mehrheit der Open Source Programmierer dürfte dies praktizieren.

"The other road ahead" spielt auf Bill Gates' Buch "The road ahead" an und erzählt die Geschichte der Firma Viaweb, die Paul Graham 1995 mit gegründet hat. Deren Software zur Verwaltung von Online-Shops sei eine der ersten Web-Anwendungen überhaupt gewesen. Graham schwärmt von den Vorteilen solch Server-basierter Software gegenüber klassischen Desktop-Applikationen sowohl für den Anwender als auch für den Betreiber - insbesondere bei Startups. Ihm zufolge müsse man für die Gründung einer Firma nur zwei Ratschläge beachten: Baue etwas, das die Anwender lieben und nimm mehr ein als du ausgibst. Den Rest lerne man unterwegs.

"How to make wealth" ist eine interessante Auseinandersetzung mit der Vermehrung von Reichtum ("Dinge, die wir wollen") und Geld ("Ein Weg, Reichtum zu bewegen"). Der klassischen Denkweise zufolge ist das Erhöhen des eigenen Reichtums lediglich durch das Senken des Reichtums an anderer Stelle möglich. Allerdings erhöht etwa das Verwenden vorhandener Bretter und Nägel zum Bau eines Möbelstücks den eigenen Reichtum ganz ohne Opfer: ein benutzbarer Stuhl ist mehr wert als die dafür verwendeten Rohstoffe, ohne dass irgendjemand bei der Verarbeitung gelitten hätte. Die Herstellung eines Stuhls macht den Erbauer also reicher, entweder um eine Sitzgelegenheit oder einen durch Verkauf erlösten Gegenwert.

"Mind the gap" behauptet, dass sich zwischen den Besten in einer Disziplin und dem Rest eine große Lücke befinde. Normalerweise wird solch Talent bewundert, doch wenn sich dieses auf die Anhäufung von Reichtum bezieht, betrachte man den Erfolg als unfair. Graham diskutiert drei Gründe dafür: das "Daddy model of wealth", demzufolge Reichtum nicht erzeugt werden kann, sondern von den Eltern kommt; der kriegerischen Art und Weise, mit der in der Geschichte Reichtum vergrößert wurde und der Sorge, dass eine ungleiche Verteilung von Einkommen schlecht für die Gesellschaft sei. Er betrachtet ersteres als Irrtum, das zweite als überholt und letzteres als empirisch falsch und begründet dies ausführlich.

"Programming languages explained" behandelt die Geschichte und den Zweck von Programmiersprachen in ihren verschiedenen Ausprägungen. Graham revidiert die bekannte Aussage, dass alle Programmiersprachen gleich mächtig seien und spricht weitere Konfliktherde an, wie etwa statische gegenüber dynamischer Programmierung und den Grad, mit dem eine Programmiersprache seine Benutzer vor Dummheiten schützen will.

"Revenge of the nerds" geht tiefer auf die Entstehung von Lisp ein und verneint erneut die bekannte Ansicht über die gleiche Mächtigkeit von Programmiersprachen. Manager würden dies in der Regel nicht beachten, laut Graham sollten sie dies aber. Die interessanteste Aussage des Aufsatzes ist ein Zitat, nämlich "Greenspun's Tenth Rule: Any sufficiently complicated C or Fortran program contains an ad hoc informally-specified bug-ridden slow implementation of half of Common Lisp."

"The dream language" untersucht die für den Erfolg von Programmiersprachen verantwortlichen Faktoren. Graham beschäftigt sich unter anderem mit den Aspekten Kompaktheit, Hackbarkeit, Wegwerf-Programmen, Befehls-Bibliotheken, Effizienz, Zeit und Redesign. Eine interessante Aussage ist, dass die Ansichten von Hackern und Sprachdesignern auseinandergehen. Wer sich also an die Entwicklung einer neuen Programmiersprache wagen möchte, findet hier möglicherweise ein paar gute Hinweise.

Für mich waren aufgrund moralischer Bedenken die Ansichten zum Thema Reichtum am interessantesten. Die Aussagen über Startups bestätigen mich in der Annahme, dass mir diese Arbeitsform unter den richtigen Umständen besser gefallen kann als jeder normale Job. Neugierig auf Lisp war ich schon vor der Lektüre, nun bin ich es noch etwas mehr - insbesondere aufgrund der Aussage, Ruby sei Lisp mit Syntax, denn Ruby gefällt mir sehr. Und ich bekomme zunehmend Lust, mich mit der Technologie hinter Programmiersprachen zu beschäftigen. Sollte dies in eigenen Sprachen münden, finde ich hier ebenfalls guten Rat.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen In unkonventionellen Bahnen denken, 18. Juli 2006
Von 
Stefan Roock "roock" (Geesthacht) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich habe gerade das Buch "Hackers and Painters" von Paul Graham durchgelesen. In dem Buch ist eine Reihe von Essays veröffentlicht, die (fast?) alle auch online auf auf der Web-Site von Paul Graham verfügbar sind. Trotzdem lohnt sich das Buch, um es in der Bahn oder im Urlaub zu lesen.

Die Essays decken verschiedene Themenbereiche ab begonnen vom typischen Hacker-Charakter über Innovationen und Startups in der IT bis hin zum Programmiersprachenentwurf. Dabei vertritt Paul Graham häufig ungewöhnliche Ansichten und Ideen und regt damit zum Denken außerhalb der gängigen Bahnen an (warum die nächste Webanwendung nicht in Lisp schreiben?).

Mir hat das Buch jedenfalls sehr gut gefallen.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Lieblingsbuch, 31. Mai 2010
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Dieses Buch ist überaus zeitlos, philosophisch und durchdacht. Und dabei hochaktuell. Meinungsfreiheit, Bürgerrechte, Globalisierung, Absurditäten von kleinen Startups bis zu großen Corporations, von Kunst bis Kindererziehung. Paul Graham versammelt in diesem Buch ausgesprochen schlaue Aufsätze. Manches davon darf eindeutig als "piratig" durchgehen.

Ehrlich, bedächtig, und trotzdem auch sehr, sehr lustig. Oder Essays. Es könnten auch genauso gut (lange, durchdachte) Blog-Einträge sein. These: Es kommt nicht länger darauf an, wer etwas schreibt, sondern was man schreibt.

In einigen Punkten denkt er sehr amerikanisch, z.B. das Verhältnis von Verdienst und Gerechtigkeit. Nicht destotrotz ist auch das lesenswert. Und im letzten Viertel geht ihm mit seiner Euphorie für die Programmiersprache LISP doch über etwas zuviele Seiten der Gaul durch. Dennoch: Die ersten drei Viertel dieses Buch sind auch und gerade für nicht-Programmierer, speziell für Blogger und sonstige Schreiber, absolut Lesenswert.
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5.0 von 5 Sternen One of the greatest book in the history of hackers., 17. Mai 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Hackers & Painters: Big Ideas from the Computer Age (Taschenbuch)
Paul Graham is a hacker of the first hour and has been closely watching the scene for decades now. Plus, he in an excellent essayist.
Every one of these essays is incredibly well thought out, yes, I’d even go as far as to say there is not a single sentence in this whole book that could be described as filler. Every one of them matters and carries ideas that can change world views. It certainly changed mine.
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5.0 von 5 Sternen Ein super Buch!, 27. April 2008
Von 
Simon Adameit (Hamburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Ich habe gerade die ersten 3 Kapitel gelesen, aber selbst die haben mich schon begeistert. Graham hat eine freundliche intelligente Art und bringt überraschende kontroverse Einsichten und Gedanken. Gerade für den, der nicht alle Ansichten teilen wird, lohnt sich das Buch!
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Hackers & Painters: Big Ideas from the Computer Age
Hackers & Painters: Big Ideas from the Computer Age von Paul Graham (Taschenbuch - 1. Juli 2010)
EUR 13,40
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