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5.0 von 5 Sternen King in Höchstform! Rasant. Spannend. Abgedreht.
Der pensionierte Ex-Cop Bill Hodges hat jeden Lebensmut verloren. Er vegetiert tagtäglich auf seiner Couch und schaut sinnlos Fernsehen. Seine Pistole jederzeit griffbereit. Jedoch krempelt ein Brief sein komplettes Leben um. Der Verfasser, welcher sich selbst Mr Mercedes nennt, ist kein geringerer als der Täter, des Falles, welchen Bill durch seine...
Vor 1 Monat von Nico Helgert veröffentlicht

versus
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Alles schon mal dagewesen - leider nur ein 08/15 Krimi, wenn auch sprachlich hervorragend
Über den Inhalt wurde schon alles gesagt.
Stephen King wagt sich hier in Krimi-Genre - und sprachlich ist er wie immer hervorragend. Sein Buch bringt die Wirtschaftskrise in den USA sehr plastisch rüber - und dazu gibt es viel - zum Teil bitteren - Wortwitz, z.B. unser "Mr. Mercedes" über zwei Jugendliche:
"... Brady estimates they're sixth- oder...
Vor 1 Monat von dieleseratz veröffentlicht


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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen King in Höchstform! Rasant. Spannend. Abgedreht., 10. Juni 2014
Rezension bezieht sich auf: Mr. Mercedes: A Novel (Kindle Edition)
Der pensionierte Ex-Cop Bill Hodges hat jeden Lebensmut verloren. Er vegetiert tagtäglich auf seiner Couch und schaut sinnlos Fernsehen. Seine Pistole jederzeit griffbereit. Jedoch krempelt ein Brief sein komplettes Leben um. Der Verfasser, welcher sich selbst Mr Mercedes nennt, ist kein geringerer als der Täter, des Falles, welchen Bill durch seine Pensionierung nicht abschließen konnte. An einen regnerischen und nebeligen Morgen raste der Mercedes-Killer, Brady Hartsfield, mit einem gestohlenen Auto in eine Gruppe von Menschen, die sich vor einem Jobcenter sammelten. Unter den Opfern ist auch ein Baby, was Brady nach eigenen Angaben, äußerst erfreute, als er davon in der Zeitung las.
Bill Hodges ist nun stärker, als je zuvor darauf aus, den Mörder zu fassen. In dem Chatportal "Unter Debbies blauen Regenschirm" stehen die beiden fast täglich miteinander in Kontakt. Bill beginnt die Jagd nach Mr. Mercedes, ohne zu wissen, das dieser einen weiteren - letzten - Anschlag plant. Dieses Mal will er im ganz großen Stil töten und es nicht nur bei einer Handvoll Opfer belassen.

Stephen King's Geschichten sind zeitlos. Egal, ob man seine Bücher vor 50 Jahren als Kind gelesen hat oder als Erwachsene heute. Sie sind immer spannend. Sie nehmen einen mit auf eine Reise, wenn auch nur für eine Woche oder ein paar Stunden. Man wird unheimlich gut unterhalten und für mich das Wichtigste: Man fühlte sich, als wäre man Live dabei. Fast so, als würde man im selben Wohnzimmer sitzen, indem der leicht depressive Ex-Cop sich eine Fernsehsendung nach der anderen anschaut. Dieses Gefühl begleitet einen stetig in Stephen King's neuen großen Roman Mr. Mercedes.

Mr. Mercedes ist das dritte Buch von King, indem es sich (mehr oder in diesem Falle weniger) um ein Auto handelt. Nach Christine und Der Buick ein erneutes Buch, indem ein PKW ein böses Eigenleben entwickelt? Dies dachte ich zuerst, als ich erfuhr, wie sein neues Buch heißen wird. In Mr. Mercedes ist jedoch nicht das wild gewordene Auto in den Fokus gerückt, sondern dessen Fahrer, Brady Hartsfield.

Immer wieder erinnern mich die Handlungsstränge um Hartsfield an den wahrscheinlich berüchtigtsten Serienmörder der Literaturwelt: Norman Bates. Bradys Bindung zu seiner Mutter und seine Gedanken erinnern an Hitchcocks Film und Bloch's Buch (Auffällig ist auch, dass sein Vater Norman heißt). Allerdings ist Hartsfiled seine ganz eigene Persönlichkeit, die einem noch lange im Gedächtnis bleiben wird.

Es wird immer abwechselnd aus der Sicht von Bill Hodges und Brady Hartsfield erzählt. Ich kann ganz klar sagen, dass die Passagen um Hartsfield besser gelungen sind. King zeigt wie kein Zweiter, wie sich ein Psychopath fühlt und wie er denkt, was er von der Welt hält und wie er versucht seine Neigungen zu unterdrücken. Hingegen sind die Szenen um den früheren Cop sehr Handlungslastig, jedoch nicht weniger spannend.

Interessant finde ich auch, wie sich die Handlung entwickelt. So wird der einstige Ex-Cop zu einem illegal ermittelnden Detektiv. Die Handlung wechselt stetig und birgt einige Überraschungen bis hin zum Großen, zwar etwas längeren geratenen Finale, indem sich nochmals King's Leidenschaft zur Musik widerspiegelt.

Die Geschichte besticht nicht durch übermäßigen "Grusel" oder blutrünstigen Beschreibungen, wovon die meisten Schriftsteller sich am Leben halten. King's Buch ist überwiegend schlicht und ruhig, allerdings bereitet genau das einem so viel Spannung. Besonders in dem ersten Kapitel kann man sehen, was King wirklich drauf hat. Die Beschreibung vor dem Jobcenter und der verzweifelten Leute, umringt vom einhüllenden Nebel, bereitet einen eine unheimlich starke und düstere Atmosphäre, wie es fast kein Buch schafft.

Stephen King's Bücher sind einzigartig. Man merkt einfach, dass man wieder einmal ein King in den Händen hält. Erzählkunst auf höchstem Niveau.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Alles schon mal dagewesen - leider nur ein 08/15 Krimi, wenn auch sprachlich hervorragend, 21. Juni 2014
Rezension bezieht sich auf: Mr. Mercedes: A Novel (Gebundene Ausgabe)
Über den Inhalt wurde schon alles gesagt.
Stephen King wagt sich hier in Krimi-Genre - und sprachlich ist er wie immer hervorragend. Sein Buch bringt die Wirtschaftskrise in den USA sehr plastisch rüber - und dazu gibt es viel - zum Teil bitteren - Wortwitz, z.B. unser "Mr. Mercedes" über zwei Jugendliche:
"... Brady estimates they're sixth- oder seventh-graders with a combined IQ of one-twenty and a long future of collecting unemployment checks. Or a short one in some desert country."

Auch was die Länge des Thrillers angeht, hat sich Stephen King diesmal wohlwollend zurückgehalten und - anstatt wie in letzter Zeit 800 Seiten abzuliefern - diesmal auf ca. 425 Seiten beschränkt.

Warum dann nur 3 Sterne ?
Man hat immer wieder ein "Deja-vu" - den ganzen Plot gibt es so oder ähnlich in zig Variationen:
Den Psychopathen und Einzelgänger, welcher mit seiner Mutter aufwächst und ein Haß-/Liebesverhältnis mit ihr hat, den Ex-Cop, der versucht einen Fall zu lösen, den jungen Computerfreak, welcher zusammen mit einer exzentrischen Protagonistin jedes Problem lösen kann ....
Leider viel zu wenige Überraschungen, viel zu wenig Originalität, welche normalerweise die Bücher des King of Horrors auszeichneten. Dafür viele kleine Details, die nicht ganz stimmig sind und die früheren Ermittlungen des Ex-Cops mit einem großen Fragezeichen versehen (es wurde z.B. nie darüber nachgedacht, ob Mr. Mercedes eine Frau sein könnte, es wurde der Computer samt Spam-Filter nicht überprüft...).

Bis zur letzten Seite hoffte ich auf den "großen Knall", die überraschende Wendung - und wurde leider nur vom, gelinde gesagt, sehr konventionellen 08/15-Ende überrascht.
Sprachlich kann man diesem Roman sicherlich 5 Sterne verleihen, aber inhaltsmäßig reiht sich dieser Psychothriller ein zwischen den Werken von Preston Child, Peter James, Jeffery Deaver, Karin Slaughter.
Grundsätzlich ist es schön, dass Stephen King neues Terrain betritt, und als "König der Kurzgeschichten/Horror-Novellen" ist er einfach unschlagbar - denn in seinen Novellen schafft er ein subtiles Grauen, Gruseln und Mitleiden, welches leider diesem Roman total abgeht.
Fazit: Für jeden Stephen King Fan ist "Mr. Mercedes" ein absolutes Muß, aber leider nicht ganz überzeugend. You can do better, Mr. King!
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5.0 von 5 Sternen Von Seite zu Seite spannender, 15. Juni 2014
Von 
G. J. Matthia "GJM" (Berlin) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Mr. Mercedes (Gebundene Ausgabe)
Ein Thriller, wie er besser nicht sein könnte: Glaubhafte Charaktere, eine Handlung, die auf die eine Katastrophe hinsteuert, die immer unvermeidlicher wird und ein Szenario, das ganz und gar und durch und durch lebensnah und -echt ist. Und natürlich ein Erzähler, der seinesgleichen heutzutage kaum hat: Stephen King.
Ein großartiger Roman ist ihm da gelungen, sprachlich und stilistisch meisterhaft. Packend und von Seite zu Seite spannender - ein Buch, das man nicht aus der Hand legen mag, bis auch der letzte Absatz gelesen ist.
Mein Fazit: Unbedingt lesenswert, und vor allem für Menschen, die immer noch an Horror denken, wenn sie den Namen Stephen King hören, dürfte dieses Buch bestens geeignet sein, sich endlich von dem alten Vorurteil zu befreien.
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5.0 von 5 Sternen Erfolgreicher Ausflug ins Thrillergenre, 15. Juni 2014
Von 
K. Beck-Ewerhardy "kgbeast" (Moers) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Mr. Mercedes (Gebundene Ausgabe)
Vor wenigen Jahren ist jemand mit einem gestohlenen SL500 in eine Gruppe von wartenden Arbeitslosen vor den noch geschlossenen Toren eine Jobmesse gefahren. Acht Personen sind dabei getötet getötet worden und etliche andere verletzt. Police Detective Kermit William Hodges ist damals der ermittelnde Beamte gewesen und dies ist einer der wenigen Fälle, die er ungelöst mit in den Ruhestand genommen hat. Geschieden, entfremdet von seiner Tochter und ohne weitere Ziele im Leben sitzt er stundenlang vor konfliktreichen Talkshows, nimmt an Volumen zu und streichelt die ehemalige Dienstwaffe seines Vaters und steckt sie auch mal probehalber in den Mund. Da erreicht ihn eines Tages ein Brief. Der Mercedeskiller meldet sich direkt bei ihm um ihm von der Freude zu erzählen, die ihm diese spezielle Aktion damals gebracht hat. Er möchte noch mehr Tode verursachen - oder sogar versuchen, seine bisherigen „Leistungen“ zu übertreffen. Und so laufen die beiden Antagonisten stetig auf eine abschließende, alles entscheidende Begegnung zu.

Es ist eigentlich gleichgültig, in welchem Genre er sich bewegt, Kings Erzählstimme ist immer fesselnd und mitreißend und so ist es auch in diesem Roman, der das klassische Muster „Einzelgängerischer-Ermittler-gegen-intelligenten-Psychopathen“ aufnimmt und es auf sehr idiosynkratische Weise verarbeitet. King lässt uns tief in das Denken und das Fühlen der Spieler auf beiden Seiten eintauchen und so lassen und Brady und Bill bis zur letzten Seite niemals wirklich los.

Ein sehr gelungener Thriller mit viel Sprachwitz und sehr einprägsamen Charakteren.
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11 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Stephen King begibt sich in etwas ungewohnte Gefilde und macht dabei keine schlechte Figur, 6. Juni 2014
Rezension bezieht sich auf: Mr. Mercedes (Gebundene Ausgabe)
Oha! Pünktlich um Mitternacht geladen und keine acht Stunden später durchgelesen. Ein gutes Zeichen? Definitiv! Stephen King begibt sich in etwas ungewohnte Gefilde und macht dabei keine schlechtere Figur als die meisten seiner Mitstreiter.

Doch der Reihe nach. Wir befinden uns zusammen mit den beiden Hauptcharakteren inmitten der US-Amerikanischen Rezession der Jahre 2009 und 2010. Bill Hodges ist ein Excop mit einer Exfrau in einer stinklangweiligen Nachbarschaft die man scheinbar nur in einem Sarg oder durch die Flucht an Unis außerhalb des Bundesstaates verlassen kann.

Brady Hartsfield dagegen verkörpert den seit Thomas Harris bekannt gewordenen Begriff des Soziopathen. Er hasst seine Umgebung innerlich, ist aber nach außen hin zu jedem freundlich und zuvorkommend. Ein typischer Irrer, wie man es aus Filmen und anderen Büchern kennt. Er fühlt sich am Anfang der Geschichte so überlegen, dass er versucht, einen renomierten Polizeibeamten in den Suizid zu treiben.

Was folgt ist ein typischer Kingroman nur ohne Horror. King schafft es einen weitestgehend kontinuierlichen Spannungsbogen aufzubauen und die Geschwindigkeit von Kapitel zu Kapitel anzuheben. Natürlich kommt es zu der beworbenen Hetzjagd und zu dem einen oder anderen Schwenker. Doch am Ende des Tages wird eine Frage beantwortet werden müssen: Kann der übergewichtige Rentner den smarten Irren aufhalten, bevor dieser einen noch größeren Anschlag durchführen kann, oder nicht?

In meinen Augen funktionieren folgende Elemente in der Geschichte wunderbar: Zum einen kennen wir die echten Namen der Protagonisten sehr früh. Hodges aber ist bis fast zum Schluss im Unklaren, wer der Mercedes-Killer ist. Zusätzlich stellt King auch uns Leser eine Stufe über den Detective im Ruhestand. So zum Beispiel als er den Eiswagen kurz nach Beginn an seinem Fenster vorbeifahren lässt. Ebenjener Eiswagen ist zumindest auf dem US-Cover prominent vertreten.

Außerdem ist man Teil von mehreren Veränderungen innerhalb der Handlung. Die eigentliche Verbrecherjagd bildet den Rahmen für körperlichen wie geistigen Wandel bei mehreren Charakteren. Das, was King so speziell macht, fabriziert er hier ohne den übernatürlichen Zwang zur Wandlung.

Leider gibt es hier und da aber leichte Abzüge: King ist so sehr in der Welt gefangen, dass es scheinbar kaum einen normalen Menschen gibt, der für die Handlung wirklich wichtig ist. Die Verbindung, die ich normalerweise zu seinen Charakteren aufbaue, sind hier nur sehr beschwerlich vonstatten gegangen. Hodges durchlebt seine 'Reaktivierung' zu rasant, Hartfield dagegen wirkt wie ein zweifelhafter Versuch, Jamie Gumb und Hannibal Lecter aus 'Das Schweigen der Lämmer' zu vereinen. Ein guter Versuch, aber leider nicht ohne Fehl und Tadel.

Darüber hinaus begeht King ein paar Fehler, die erklären, warum Hollywood gern einen Film daraus machen würde. Momente, die mich an den Fähigkeiten der Polizei zweifeln lassen und daran, was Menschen überhaupt möglich ist.

Dennoch ein sehr guter Roman. King übertrifft den gängigen Thriller-Schriftsteller, weil er es schafft, seine Geschichte einigermaßen glaubhaft in unserer aktuellen Zeit spielen zu lassen. Die Depression der Wirtschaft überträgt sich bei ihm auch in die Köpfe ihrer Opfer, egal ob Täter, Opfer oder Gesetzeshüter.

Copyright der Rezension 2014 by Tiberius für wiki.stephen-king.de
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5.0 von 5 Sternen hochmodern, 17. Juli 2014
Rezension bezieht sich auf: Mr. Mercedes (Gebundene Ausgabe)
Ich verzichte auf eine lange Rezension mit Analyse und Spoilern, sondern geben nur ein klares Übersichtsurteil ab:
- sehr spannend und sehr gut geschrieben. Die Figuren und der Plot sind extrem ausgearbeitet und wirklich durchkomponiert.
- der Stil ist im Präsens gehalten und doch sehr erzählerisch, der erzähler nimmt sich viel raus, das heißt er kennt die figuren durch und durch
- der roman ist hervorragend recherchiert.
- er ist besser als doctor sleep
- tatsächlich einer der besten kings der letzten jahre
- mit diesem buch beweist er, dass er längst in einer eigenen liga spielt
- für autoren ist dieses buch sehr ergiebig, weil es von fleiß, talent und handwerk nur so tropft
- der roman hat eine klare autorenstimme, die wirklich beeindruckend präzise ist
- dieses buch sollte man nicht nur lesen, wenn man den neuen King lesen will, oder wenn man einen spannenden Thriller lesen will, dieses buch sollte jeder lesen, der mal einen hervorragenden fiktionalen text lesen will
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5.0 von 5 Sternen Klasse Stephen King-Thriller, 7. Juli 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Mr. Mercedes: A Novel (Kindle Edition)
Spannend vom Anfang bis zum Ende. Ein eher ungewöhnliches Stephen King-Buch, ist es doch ein klassischer Thriller, aber einer der Besten der letzten Zeit.
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5.0 von 5 Sternen Under Debbie's Blue Umbrella, 4. Juli 2014
Rezension bezieht sich auf: Mr. Mercedes (Gebundene Ausgabe)
Inhalt:
Detective Hodges ist pensioniert und wie fast jeder Cop in Rente unglücklich. Keine Frau, Tochter weit weg, nach der Spannung in seinem Leben nichts zu tun. Da bekommt er Post vom Mercedes Killer, ein Verrückter, der mit einem fremden Wagen inmitten einer Menschenmenge gerast ist - und von Hogdes nie geschnappt wurde. Sein Ehrgeiz wird geweckt und er will Mr. Mercedes finden, geht dabei aber weiter, als er sich je hätte träumen lassen ...

Meine Meinung:
Brady Hartsfield wurde von Stephen King als DER neue Bösewicht beschrieben, wie konnte man als Fan also anders, als neugierig zu werden?
Würde er den Antagonisten Kings wie Leland Gaunt den Rang ablaufen?

Eines kann man getrost sagen: Brady Hartsfield möchte man nicht begegnen, er ist der geborene Psychopath, der sich wunderbar in unser Leben einfügt, er könnte jeder sein: dein Nachbar, dein Kollege, dein Chef. Du würdest ihn erst erkennen, wenn es zu spät ist.

So geht es Retired Detective Hodges, der in seiner aktiven Zeit nie auch nur eine Spur zu Mr. Mercedes hatte, obwohl alle Voraussetzungen gegeben waren; selbst Hartsfield war überrascht, mit seiner Tat davonzukommen.
Hodges ist mir richtig sympathisch geworden, ein älterer Herr, paar Kilo zuviel und des Lebens müde, jemand, der wieder einen Sinn zum Leben brauchte, den ihn Brady dann liefert.
Im Alltag eines Polizisten gefangen, kommen ihm in der Rente Gedanken, die ihn näher zu dem nie gefundenen Mercedes-Fahrer führen, als jemals während seiner aktiven Zeit, obwohl auch da alle Möglichkeiten gegeben waren. Aber ist es so nicht immer? Mit etwas Abstand sieht man Sachen, die einem vorher nie aufgefallen waren.
Mithilfe von einigen Komplizen kommt er Brady immer näher, während der selbstsicher denkt, in Sicherheit zu sein.

Als Leser ist man bei allem dabei, weiß von vorneherein, wer Brady ist und was jede Seite aktuell unternimmt, aber doch bleibt die Spannung durchweg erhalten, so stark, wie es nur ein Stephen King schafft. Ist man bei Hodges, Jerome und Holly möchte man ihnen helfen, sie anschreien: "DA ist das Puzzlestück!", wobei man aber nie zweifelt, dass sie die Arbeit besser machen, als Hodges ehemalige Kollegen es tun würden, obwohl doch jeder normale Mensch sein Wissen weitergeben würde. Brady hingegen möchte man nur erwürgen, wenn man in ihm auch ab und an den normalen Jungen erkennt, der er hätte sein sollen.

Hier gibt es nichts Übernatürliches, hier gibt es die menschliche Jagd nach einem Verrückten, mit allen Opfern, die man sich nur vorstellen kann. King geht wieder einmal tief in die Abgründe der Menschen, lässt sie (und den Leser) leiden, aber sich auch entwickeln, wie man z.B. wunderbar an der Figur der Holly erkennen lässt.
Die Charaktere waren herrlich lebendig, ich war jederzeit voll dabei, freundete mich mit Hodges, Jerome und den anderen an, war genervt von Hollys Verwandtschaft, hatte eine große Abneigung gegen Brady. Es gab Tränen meinerseits wie auch kleine Schmunzler, ich wurde wieder durch alle Landschaften geführt, die King da vor mir ausbreitete. Und hatte immer nur die Hoffnung, dass Brady geschnappt wird. Denn jeder Mörder möchte das Gefühl seines ersten Mordes nachempfinden, so ist nur zu schnell klar, dass Brady erneut zuschlagen wird - diesmal im Offenen, so war der Showdown etwas vorhersehbar, aber konnte mich dennoch überzeugen.

Wie immer ließ der Autor einen Film vor meinem inneren Auge ablaufen, ließ mich eintauchen in das trostlose Leben von Hodges, in die Abartigkeiten von Bradys, ließ mich die Hoffnungslosigkeit mancher Nebencharaktere erleben - das ist etwas, was die wenigsten Autoren schaffen.

Stephen King beweist wieder einmal, dass er nicht nur Übernatürliches kann, sondern auch fast Alltägliches und das so spannend, dass man nicht aufhören kann zu lesen.

Info:
Teil 1 einer Trilogie
Teil 2 wird 2015 erwartet
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3.0 von 5 Sternen Not a typical Stephen King, but still good., 30. Juni 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Mr. Mercedes (Gebundene Ausgabe)
A decent part into the book, I was starting to doubt to give this more than two stars. It read as your basic crime/cop story, nothing that said Stephen King. Luckily the final 60 pages redeemed it.

So, three stars it gets from me. Not four, because it still misses a true Stephen King signature in my view, but that's the only reason. It's a good book, literally a page-turner for a change, and it has actually made me curious for King's November release "Revival".

And now that I've heard there are going to be two more books following the "Mr Mercedes" storyline, I'm even more curious and glad I've read this one!
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5.0 von 5 Sternen Krimi von King, 29. Juni 2014
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Rezension bezieht sich auf: Mr. Mercedes: A Novel (Kindle Edition)
Der Roman beginnt King-"typisch": ein junger Mann wartet vor einer Job-Messe, lernt eine junge Mutter kennen und die beiden kommen ins Gespräch. Es folgt ein kleiner, sozialkritischer Exkurs in die Rezessionsjahre 2009-1010 in den USA, dann rast eine dicke Benz-Limousine in die wartende Menge. Mehrere Menschen (darunter auch die beiden vom Anfang) werden getötet, viele verletzt.

Dann beginnt - scheinbar ohne Zusammenhang zum Anfang - die eigentliche Geschichte. Der "Mercedes-Killer", der schon die Besitzerin des Tatfahrzeugs in den Selbstmord getrieben hat, versucht das gleiche bei einem ehemaligen Cop, der an den Ermittlungen beteiligt war.

Der Held der Geschichte, eben jener heruntergekommene und am Leben verzweifelnde Ex-Detektiv Bill Hodges läuft unterdessen zur Hochform auf. Die Angriffe des Killers auf sein Leben verleihen diesem plötzlich wieder Sinn - genau das Gegenteil dessen, was dieser beabsichtigt hatte.

Nach und nach nimmt kommt die Story dann in Fahrt. Der Killer lebt in einem inzestuösen Verhältnis mit seiner Mutter, mit der zusammen er bereits seinen jüngeren, behinderten Bruder ermordet hat. Nach außen ist er völlig unauffällig, arbeitet als Computer-Spezialist und Eismann. Im Stillen schmiedet er finstere Pläne, die in einem finalen Selbstmordanschlag enden sollen.

Hodges beginnt unterdessen mit der Schwester der Eigentümerin des Tatfahrzeugs eine Beziehung. Durch einen unglücklichen Zufall wird sie an seiner Stelle bei einem Bombenanschlag des Mercedes-Killers auf Hodges Auto getötet. Das bringt - völlig unerwartet - die Wendung. Auf tritt Holly, die Cousine von Hodges ermordeter Freundin. Holly gilt in der Familie als geistesgestört und zurückgeblieben. Zusammen mit Hodges und Jerome (einem Jungen aus der Nachbarschaft) entpuppt sie sich aber als geniale Hackern, der es schließlich gelingt, den Mercedes-Killer zu entlarven.

Es folgt ein furioses Finale, das Hodges (er erleidet einen Herzanfall) fast das Leben kostet, den Killer aber seiner gerechten Strafe zuführt.

Mr. Mercedes ist so gar nicht "King". Es ist eine fast gewöhnliche "Krimi-Geschichte", wenn da nicht die typischen, knapp am Irrsinn vorbeischrammenden Charaktere wären, die trotz (oder gerade wegen) ihrer Schrulligkeit und schrägen Denkweise die Dinge zu einem guten Ende bringen.

Das Ganze liest sich ziemlich flüssig, entwickelt einiges an Spannung und führt mit dem King eigenen Kracher am Ende dann doch zu einem glücklichen Ausgang. Der übliche Bezug zum Übersinnlichen fehlt fast ganz, wenn man einmal von Hollies fast aberwitzigen Talent, das sich hinter ziemlich viel Irrsinn verbirgt, absieht. Das mag für King-Puristen zu wenig sein, mir hat's gefallen. Leseempfehlung und 5*.
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Mr. Mercedes
Mr. Mercedes von Stephen King (Gebundene Ausgabe - 3. Juni 2014)
EUR 16,95
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