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16 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Packende Reise ins Inferno, 3. Juni 2011
Von 
Caliban (Süddeutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The Emperor of All Maladies (Taschenbuch)
Das vorliegende Werk wurde von der New York Book Review zu einem der zehn besten Bücher des Jahres 2010 gewählt. Die Besprechung dort war so euphorisch, dass ich mich - obwohl von dieser schlimmen Krankheit nicht betroffen und nicht unter morbidem Geschmack leidend - doch zur Lektüre entschlossen habe. Bei diesem Thema versteht es sich, dass man als Leser ungefähr alle 5 Seiten kräftig schlucken muss; es beginnt bereits mit einem Hammer-Zitat im Vorspann: In den USA erkranken eine von drei Frauen und einer von zwei Männern zu Lebzeiten an Krebs.
Das eigentlich Werk setzt mit einer Geschichte zu einer berufstätigen Frau, Hausfrau und Mutter ein, die ohne große Voranzeichen an Leukämie erkrankt und der von heute auf morgen eine Überlebenschance von 30% bei einer Chemotherapie von 1 Jahr (!) prognostiziert wird; sie ist ungläubig erleichtert, denn sie hatte ihren eigenen Fall schon aufgeben. Das Beispiel zeigt dem Alltagsleser beeindruckend, was seine Erfahrenswelt von der eines Betroffenen trennt, wie schnell aber auch die eine in die andere übergehen kann.

Der Stil des Buches ist im Gegensatz zu diesen schockierenden Informationen sehr empathisch und sensibel gehalten; der Autor legt es nicht auf billige Sensationen oder Schockeffekte an, die hier an jeder Wegbiegung zu haben wären. Er selbst erlebt den Fall der an Leukämie erkrankten Frau als Assistenzarzt und zeigt dem Leser, was ein neuer Leukämiefall auch aus Sicht der betroffenen Ärzte an Belastungen bedeutet. Die Bösartigkeit und vermeintliche Unbezwingbarkeit der Krankheit "Krebs" veranlasst ihn erst dazu, eine Art "Biographie" des Königs der Krankheiten zu schreiben.

In deren ersten Teil geht es um die Geschichte der Krebsforschung, die darstellerisch geschickt um den Chemiker und Pathologen Sidney Farber angeordnet ist, der als erster Leukämie mit einer Chemotherapie bekämpfte. Es fällt auf, dass in ersten Abschnitt vor allem deutsche, englische und amerikanische Ärzte eine hervorragende Stellung in der Medizingeschichte einnehmen. Bei allem Schrecken bleibt dabei auch Zeit für den einen oder anderen ironischen Schwankt ("Humours in Tumors" lautet eine Bildüberschrift): Der deutsche Arzt Paul Ehrlich erhält nach Verleihung des Nobel-Preises eine Audienz beim Hypochonder Kaiser Wilhelm II., der ihn ängstlich fragt, ob er auch ein Mittel gegen Krebs bereit habe (Ehrlich hatte ein Mittel gegen Syphilis gefunden). Als Ehrlich ausholt, um die Schwierigkeiten einer Krebstherapie zu erklären, wird er vom Monarchen indes rasch und ungeduldig hinausgewunken; an Problemen war man offensichtlich nicht interessiert. Düster hingegen erscheint der Hinweis auf einen Papyrus des Ägypters Imhotep (Architekt der Stufenpyramide von Sakkara), der im 3. Jahrtausend vor Christus an ca. 50 Fallbeispielen verschiedene Krankheiten und deren Heilung beschreibt, bei Brustkrebs aber einsilbig verlauten lässt: Heilmittel existieren nicht. Der Leser erfährt viel von den Leistungen der Chirurgen, der Röntgenologen und vor allem in den weiteren Teilen über die modernen Möglichkeiten der Chemotherapie. Dazwischen findet sich ein ausführliches Kapitel, dessen Titel für sich spricht "Prevention is the cure". Gegen Ende werden die Informationen zu den spezifischen Forschungsrichtungen der Onkologie immer spezfischer und - nicht untytpisch für dieses literartische Genre - auch etwas hoffungsstiftender. Dennoch lässt einen der Ernst des Sujets und dessen Schwere betroffen zurück.

Das Buch ist glänzend geschrieben und kann dem Interessierten vor allem deshalb empfohlen werden. Demjenigen, der persönlich nach Argumenten sucht, sich das Rauchen abzugewöhnen oder sich mit den zunehmenden Rauchverboten in der Öffentlichkeit abzufinden, sei vor allem das Kapitel "Prevention is the Cure" empfohlen.

Fazit: Ein gut geschriebenes Buch zu einem furchtbaren Thema!
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kluges und informatives Buch, 31. August 2011
Von 
Das Buch ist eine vielschichtige Schilderung über die medizinische und wissenschaftliche Auseinandersetzung mit der Krankheit Krebs. Ohne auch nur auf einer Seite zu langweilen, gibt es spannende Einblicke in die Medizingeschichte, in die Erfolge und Niederlagen der Krebsforschung und in die schwierigen ethischen Fragen der Onkologie. Darüber hinaus erklärt es sehr gut verständlich die Ursachen und die Entstehung von Krebs im menschlichen Körper.
Sehr empfehlenswert, gerade auch für alle, die nicht an Krebs erkrankt sind.
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14 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Hoch informativ, nicht trocken, sehr menschlich geschrieben, 27. Dezember 2011
Rezension bezieht sich auf: Emperor of All Maladies (Gebundene Ausgabe)
Okay ich bin Arzt, okay ich bin hauptsächlich onkologisch tätig. Also vom Fach. Und weiss natürlich nicht genau, wie sich das Buch liest aus der Perspektive des Nicht-Arztes. Aber es ist sehr gut, sauber recherchiert, getragen von einer Humanität und Warmherzigkeit, die nicht pathetisch, kitschig oder distanzlos ist. Und es verschenkt seine Inhalte nicht billig, man muss sich konzentrieren wollen. Klare Kauf- und Lese-empfehlung.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Krimi über den Mörder Krebs, 29. Mai 2012
Von 
Niklas Morgan "History Reader" (Berlin, Germany) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Was macht dieses Buch so lesenswert?
Zunächst die auch für Laien sehr verständliche Sprache, mit der einen der Autor Schritt für Schritt durch die Geschichte dieser Krankheit führt. Besseres Schulenglisch reicht aus. Wenn man einmal bedenkt, dass jede 3. Frau und jeder 2. Mann an Krebs erkranken wird, dann kann man sich die Bedeutung dieser Erkrankung schnell ausmalen. Big Pharma investiert 70 % ihrer Forschungsmittel in Krebsforschung. Alle anderen Erkrankungen müssen sich den Rest teilen.

Aber es ist nicht nur ein historischer Abriss, eine Biographie des Krebses. Es ist auch die Geschichte von vielen Wissenschaftlern und Ärzten, die über die letzten zweihundert Jahre die Puzzlestücke gesammelt haben und immer noch sammeln. Es ist die Geschichte von Hoffnung, von Hybris, von fast fanatischen Auseinandersetzungen um die Deutungshoheit bei der Therapie. Man nehme nur das Beispiel des amerkanischen Chirurgen Hallsted, der mit seiner bereits um 1880 herum entwickelten radikalen Brust-OP, in der teilweise verstümmelnde Techniken ohne wirkliche Verbesserung der Überlebensraten angewandt wurden, die Vorgehensweise bei Brustkrebs fast 100 Jahre beeinflusste. Schüler und Enkel von ihm dominierten bis weit in die 1970er Jahre die onkologische Chirurgie.

Krebs ist aber auch ein sehr eindrucksvolles Beispiel, wie sich aus vielen kleinen Schritten beeindruckende Erfolge ergaben. Heute wird das oft vergessen, wenn von sogenannten Scheininnovationen gesprochen wird, weil sie nur eine eher geringe Verbesserung einer bestimmten Erkrankung bringen. Doch noch in den 50er Jahren war die erste Chemotherapie bei der akuten Leukämie des Kindes gerade einmal eine Lebensverlängerung um wenige Wochen oder Monate. Inzwischen kann man viele Kinder wirklich heilen, eine Entwicklung die Jahrzehnte dauerte und oft durch viele kleine Schritte vorwärts und eben auch rückwärts geprägt war.

Der Autor beschreibt dies sehr einfühlsam, und obwohl selbst Mediziner, mit einer erfrischenden Kritik insbesondere am amerikanischen "failure is not an option" Denken der dortigen Ärzte. Beim Krebs ist das Versagen leider immer auch Teil der kleinen Erfolge, die es immerhin auch schon zu verzeichnen gibt.

Fazit: Das Buch liest sich eher wie ein Krimi als wie eine Biographie. Der Mörder ist der Krebs, und die vielen Detektive sind die Ärzte und Wissenschaftler, die ihn jagen. Dabei entkommt er jeder noch so großartig geplanten Falle immer wieder. Wer sich auch nur irgendwie mit dem Thema Medizin, Gesundheit, oder Krebs beschäftigt oder dazu ein großartiges Buch lesen möchte, kann hier ohne Bedenken zugreifen.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein neuer Klassiker, 2. Mai 2011
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The Emperor of All Maladies (Taschenbuch)
Wer hat je gewagt, eine Biographie über eine Krankheit zu schreiben? Medizinisch fundiert, aber so, dass Sie ein verständiger Laie lesen kann? Dem Autor ist das gelungen, das ganze Buch ist ein Muss für Betroffene, Interessierte, Mediziner und die Allgemeinheit. Zu Recht mit den höchsten Preisen belohnt worden.
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5.0 von 5 Sternen Wahnsinnsbuch!, 19. Februar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Selten habe ich so viel von nur einem Buch gelernt. Als Angehörige eines Krebserkrankten hat es mir enorm geholfen, Krebs und seine Therapie besser zu verstehen und sogar vom Krebs als Phänomen (abgesehen von den dramatischen Veränderungen für Betroffene) fasziniert zu sein.
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4.0 von 5 Sternen Sachlich korrekt und auch für den Laien gut verständlich, 7. Juni 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The Emperor of All Maladies (Taschenbuch)
Gutes Buch über die Geschichte der Krebsforschung von der Antike bis jetzt. Schwerpunkt auf dem 20. Jahrhundert vor allem USA.
Interessanterweise werden auch die Lobbying-Strategien der von Forschern und Gesellschaften beschrieben. Sehr informativ. Empfehlenswert.
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5.0 von 5 Sternen great piece of science reading, 28. März 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
I listened to the audiobook with great pleasure. The book is very well written and delivers a fascinating story of cancer. It certainly changed my view on cancer, and I am no longer sure if it is a disease in its common understanding.
Definately a book worth reading (or listening to) for all who are interested in science in general.
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4.0 von 5 Sternen Gut, 4. Dezember 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The Emperor of All Maladies: A Biography of Cancer (Taschenbuch)
Das Buch gewährte mir einen ersten Einblick in die Geschichte von Krebs. Der Werdegang der Krebsforschung in der Medizin wird sehr aufmerksam beschrieben und erklärt.
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5.0 von 5 Sternen Fantastic book, 16. November 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The Emperor of All Maladies (Taschenbuch)
This book definitely deserved all the prizes it got. As I am involved in cancer research, this book is important for several reasons. It provides the history of cancer research. It identifies major problems of treating cancer. It also shows human side of cancer research. It is as important for lay person as it is for cancer researchers.
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The Emperor of All Maladies: A Biography of Cancer
The Emperor of All Maladies: A Biography of Cancer von Siddhartha Mukherjee (Taschenbuch - 9. August 2011)
EUR 12,95
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