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72 von 78 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "We don't want to tell you what happens in this book"
Na super: Der Verlag verschweigt auf Wunsch des Autors den Inhalt eines Buches, denn "The magic is in how it unfolds". Ist das ein schlauer Marketing-Gag für ein mittelmäßiges Werk? Oder doch ein nachvollziehbarer Gedanke für ein ganz und gar außergewöhnliches Buch? Und wie kann man eine Bewertung über einen Roman schreiben, über...
Veröffentlicht am 22. Februar 2010 von Muschelkalk

versus
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ein wichtiges Thema, das jedoch teils etwas zäh geschildert wird
Zum Inhalt:
Das nigerianische Mädchen Little Bee wird nach zwei grausamen Jahren aus einem britischen Lager für Immigranten entlassen. Da sie nicht weiß, wo sie hin soll, macht sie sich auf den Weg, die einzigen zwei Engländer zu besuchen, die sie kennt: das Ehepaar Andrew und Sarah.
Andrew und Sarah lernten Little Bee vor zwei Jahren am...
Veröffentlicht am 20. Februar 2012 von Die Pfötchen-WG


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72 von 78 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "We don't want to tell you what happens in this book", 22. Februar 2010
Rezension bezieht sich auf: Little Bee: A Novel (Taschenbuch)
Na super: Der Verlag verschweigt auf Wunsch des Autors den Inhalt eines Buches, denn "The magic is in how it unfolds". Ist das ein schlauer Marketing-Gag für ein mittelmäßiges Werk? Oder doch ein nachvollziehbarer Gedanke für ein ganz und gar außergewöhnliches Buch? Und wie kann man eine Bewertung über einen Roman schreiben, über dessen Handlung man nichts verraten soll?

Soviel gibt der Buchrücken dann doch her: "Little Bee" (in der britischen Ausgabe "The Other Hand") erzählt von zwei Frauen, die so unterschiedlich wie nur irgend möglich und dennoch durch eine ganz besondere Geschichte miteinander verbunden sind. Diese Geschichte ist bis zum Schluß nie ganz das, was sie scheint und stellt die beiden Protagonistinnen - und damit auch den Leser - immer wieder vor Entscheidungen, die niemand freiwillig treffen möchte. Daß dabei der moralische Zeigefinger nicht allgegenwärtig ist, liegt an den beiden Erzählstimmen. Die eine ist nicht immer sympathisch, mit ihren Fehlern aber sehr menschlich, die andere ist schlicht und einfach absolut liebenswert und sorgt mehr als einmal für einen unerwarteten Blick auf die Welt, in der wir leben.

Fazit: Kein Marketing-Gag, sondern wirklich ein ganz und gar außergewöhnliches Buch. Der Bitte des Autors um Verschwiegenheit ist unbedingt Folge zu leisten. "Little Bee" ist traurig, witzig, aufwühlend und zu Herzen gehend - leicht zu lesen, aber nicht leicht zu vergessen.
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51 von 55 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen A story that needs to be told, 6. September 2010
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Little Bee: A Novel (Taschenbuch)
First of all: This whole thing about "not telling" is just a marketing gag for me and completely unnecessary. So I will write this review with references to the plot but obviously trying not to spoil it, as I would with any review about any novel. The novel is excellent, and having a basic idea about it does not take away from the quality of story, language, and narrative.

Now:
The story is told from two perspectives: that of Little Bee, a girl from Nigeria who as the novel sets in is about to leave a British Immigration detention center, and a successful middle class white English woman. The lives of these two women were joined in a most horrid incident two years earlier. This incident is finally related towards the middle of the novel. The English woman is forced to deal with its consequences on her husband and her marriage. For the African girl it means she has to be on the run, both in Nigeria, and in the UK to where she fled but where she has not been granted asylum.

The life of refugees and their reasons for fleeing form one part of the book. The other (closely related) aspect it artfully illustrates are the human cost of the clash between the third and first worlders.

The main characters are presented skilfully. Their inner conflict is plausible and touching. The character of Charlie a.k.a. Batman, the English woman's 4-year-old, is endearing and truly works as the "emotional center" the author wanted to create (interview with Cleave).

My only criticism would be with some of the dialogues, which sometimes seem to stretch beyond the necessary.

Of all the good things I can say about this book (Narrative, voice, language, characters), what I find most important is that it tells a story that needs to be told. In times when Europe braces itself against immigrants and is getting ever more unwilling to grant asylum, when our oil companies continue to exploit Nigerian oil at any human cost, we need stories like this to make us grasp emotionally what we read about in the papers as we eat our breakfast cereal.
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34 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein tolles Buch, aber Vorsicht - viele Bilder daraus wird man nicht mehr los, 10. Dezember 2010
Rezension bezieht sich auf: Little Bee: A Novel (Taschenbuch)
Ich habe dieses Buch schon vor längerer Zeit auf Englisch gelesen und kann nur bestätigen, was meine VorgängerInnen geschrieben haben: Es ist ein außergewöhnliches, tolles Buch, vor allem die Sprache ist einfach wunderschön. ABER: Das Buch beschreibt viele sehr, sehr grausame Szenen und die bleiben einem erhalten - zumindest bei mir war es so. Ich habe beim Lesen des Buches ständig geheult :()
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ein Buch, das Spuren hinterläßt, 5. Oktober 2011
Von 
Rezension bezieht sich auf: Little Bee: A Novel (Taschenbuch)
Für Chris Cleave ist "Little Bee" sein 2.Roman und ich finde er packt ein "heißes Eisen" an, an dem sich die Industriestaaten irgendwann verbrennen werden.Asylpolitik, ein Thema, was sich in letzter Zeit immer mehr verschärft hat, nicht zuletzt für die afrikanischen Flüchlinge, die jüngst in Italien strandeten.

Little Bee ist Nigerianerin und aus ihrem Land geflohen, um dem Tod zu entgehen,dem ihre Familie schon zum Opfer gefallen ist.Um die Ausbeutung des Landes, die "schwarzes Gold"in Mengen zur Verfügung hat, nicht publik werden zu lassen, werden die Menschen verfolgt und getötet,die Augenzeugen dieses Raubbaus sind.

In Chris Cleaves Buch"Little Bee"kommen zwei Stimmen zu Wort, die in abwechselnden Kapiteln ihre Gedanken und Eindrücke äußern.

Little Bee beginnt mit der Geschichte, indem sie über ihre Erfahrungen im englischen Abschiebelager berichtet,in das sie durch dramatische Ereignisse und nach ihrer Flucht gelangt ist.
Sarah und Andrew, ein englisches Ehepaar, dass um seine Ehe zu retten, Urlaub in Nigeria macht, lernen Little Bee kennen, als afrikanischen Soldaten sie und ihre Schwester, die geflüchtet waren, töten wollen. Um Little Bes Leben zu retten, opfert Sarah den Mittelfinger ihrer Hand,Andrew ist nicht dazu bereit und versucht sich einzureden, dass er dieses Ereignis nicht beeinflussen kann und nicht für alle Schicksale der Welt verantwortlich ist.
Bei der Auseinandersetzung mit den Soldaten, verliert Andrew seine Papiere, die Little Bee an sich nimmt und nach der Entlassung aus dem Abschiebelager, sind Sarah und Andrew ,die einzige Fluchtmöglichkeit,die Little Bee hat. Der Zeitpunkt an dem Little Bee bei Sarah eintrifft, ist allerdings schlecht gewählt, denn ihr Mann hat sich gerade das Leben genommen. Seine Depressionen haben nach dem Aufenthalt in Afrika und seinem Erlebnis mit den Soldaten noch zugenommen und ihm keinen anderen Ausweg gelassen.Die Bemühungen Sarahs, Little Bee zu helfen und mit dem Tod ihres Mannes fertig zu werden, werden eindrucksvoll von Sarah erzählt, ebenso Little Bees Geschichte, die neben ihrer ständigen Angst entdeckt zu werden, mit dem Kulturschock fertig werden muss, der sie befällt, als sie englichen Boden betritt.Die Lebensweise der Engländer und die Bedeutung ihrer Sprache sind für sie eine nur schwer zu überwindende Barriere.
Zu Anfang dieses Buches war ich etwas irritiert, weil ich nicht wusste, was der Autor mit seinen Anfangskapiteln bezweckte. Diese Irritation hat sich aber schnell gelegt und ich kann sagen,dass ich ein Buch gelesen habe, dass mich tief berührt und nachdenklich zurückgelassen hat.
Anhand der Geschichte von Andrew und Sarah wird dem Leser veranschaulicht,welche Mechanismen Menschen anwenden, um sich nicht "mit dem Elend anderer Leute"auseinandersetzen zu müssen.Dem einen gelingt dies perfekt, ein Zweiter versucht zu agieren und sein Möchlichstes zu tun und ein Dritter zerbricht daran. Doch Tatsache ist,dass wir alle an dem Elend dieser Menschen beteiligt sind.Durch unseren Wohlstand, der auf der Ausbeutung sogenannter "dritte Weltländer" aufgebaut wurde.Kriege werden geführt, um an Rohstoffe heranzukommen und die Leidtragenden sind die einfachen Bürger dieser Länder, die unter Verfolgung, Hunger und Folter zu leiden haben. Wenn dann diese Leute versuchen in unsere Länder zu flüchten, da ihnen sonst der Tod droht,erleben sie hier Ablehnung, Respektlosigkeit und Gewalt.

Little Bee öffnet dem Leser die Augen über ein Thema, dass wir am liebsten unter den Teppich kehren möchten. Die Asylpolitik der Industriestaaten ist und bleibt menschenunwürdig.Wir müssen uns entscheiden, entweder den Menschen vor Ort zu helfen und sie nicht zum Müllabladeplatz unserer aussortierten Technologien und Waffen zu machen, oder ihnen einen menschenwürdigen Platz in unserer Gesellschaft zu geben.

Erwähnen möchte ich hier auch ein Buch,dessen realen Geschichten sich um das Thema Asylpolitik in Östereich drehen"Allein zu Hause" von Susanne Scholl.Eindringlich und erschreckend zugleich.
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11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "We don't want to tell you what happens in this book", 22. Februar 2010
Rezension bezieht sich auf: The Other Hand (Taschenbuch)
Na super: Der Verlag verschweigt auf Wunsch des Autors den Inhalt eines Buches, denn "The magic is in how it unfolds". Ist das ein schlauer Marketing-Gag für ein mittelmäßiges Werk? Oder doch ein nachvollziehbarer Gedanke für ein ganz und gar außergewöhnliches Buch? Und wie kann man eine Bewertung über einen Roman schreiben, über dessen Handlung man nichts verraten soll?

Soviel gibt der Buchrücken dann doch her: "The Other Hand" (in der amerikanischen Ausgabe "Little Bee") erzählt von zwei Frauen, die so unterschiedlich wie nur irgend möglich und dennoch durch eine ganz besondere Geschichte miteinander verbunden sind. Diese Geschichte ist bis zum Schluß nie ganz das, was sie scheint und stellt die beiden Protagonistinnen - und damit auch den Leser - immer wieder vor Entscheidungen, die niemand freiwillig treffen möchte. Daß dabei der moralische Zeigefinger nicht allgegenwärtig ist, liegt an den beiden Erzählstimmen. Die eine ist nicht immer sympathisch, mit ihren Fehlern aber sehr menschlich, die andere ist schlicht und einfach absolut liebenswert und sorgt mehr als einmal für einen unerwarteten Blick auf die Welt, in der wir leben.

Fazit: Kein Marketing-Gag, sondern wirklich ein ganz und gar außergewöhnliches Buch. Der Bitte des Autors um Verschwiegenheit ist unbedingt Folge zu leisten. "The Other Hand" ist traurig, witzig, aufwühlend und zu Herzen gehend - leicht zu lesen, aber nicht leicht zu vergessen.
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Aufwühlend, komisch, berührend, tragisch, 7. November 2010
Rezension bezieht sich auf: Little Bee: A Novel (Taschenbuch)
Little Bee erzählt eine Geschichte über Immigration, über Entscheidungen, die man trifft, über die Gratwanderung von Moral und Humanität und die Realität, die einen letztendlich einholt. Die Sprache ist ein einziges Lesevergnügen, die Charaktere sind vielfältig gezeichnet und nicht eindeutig nur goodies und baddies, wie der 4jährige Charlie mit der verkehrten Grammatik es bezeichnet. Dunkle Abgründe gehören zu jedem Ich und es ist die Wahl des Einzelnen, welcher Seite seiner Persönlichkeit er mehr Raum gibt, sofern er in die Verlegenheit kommt, diese Wahl tatsächlich treffen zu müssen. Es ist trotzdem kein moralisierendes Buch. Das Ende ist perfekt, aber etwas in mir hätte es sich anders gewünscht.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bewegend und erschütternd, 4. November 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Little Bee: A Novel (Taschenbuch)
Chris Cleave gelingt mit "Little Bee" eine vom ersten bis zum letzten Augenblick fesselnde, berührende, aber niemals kitschige Erzählung über das Schicksal zweier völlig unterschiedlicher Frauen, deren Lebenswege sich auf schicksalhafte Weise begegnen. Beide verbindet von nun an ein dramatischer Moment, doch während Sarah wieder in ihr behütetes Zuhause nach England fliegen kann, bleibt die 16jährige "Little Bee" mit ihrer Todesangst (zunächst) in ihrer Heimat Nigeria zurück.
Doch vergessen können beide den tragischen Moment nicht. Ihr Leben ist von nun an nicht mehr das selbe und ihr Schicksal miteinander verknüpft.
Chris Cleaves Roman stößt beim Leser viele Fragen an: Wie gehen wir mit Flüchtlingen um? Wie können wir es mit unserem Gewissen vereinbaren, diese oft traumatisierten Menschen (nur weil sie sich bei uns ein sicheres Leben versprochen haben) einzusperren (was ja in Deutschland genauso passiert wie in England, wo der Roman spielt)? Ist es unmoralisch, in Krisenregionen Urlaub zu machen? Bis hin zu der Frage, ob wir für das Leben eines Fremden einen Teil unseres Körpers opfern würden.
Chris Cleave beantwortet diese Fragen nicht mit dem erhobenen Zeigefinger. Vielmehr treten in seinem Roman verschiedene Personen auf, die diese Fragen auf ganz unterschiedliche Weise beantworten. Wie der Leser die Entscheidungen dieser Figuren bewertet, bleibt ihm überlassen. Immer wieder stellt er sich beim Lesen die Frage, wie er wohl in dieser oder jener Situation gehandelt hätte. Somit löst der Roman immer wieder starke emotionale Betroffenheit aus.
Bei all diesen moralischen Fragen kommt aber die Lesespannung nicht zu kurz. Der Roman besticht durch die Schilderung aus zwei Perspektiven (Sarah und "Little Bee"). Die Persönlichkeiten der Protagonisten entwickeln viel Tiefgang. Die Handlung ist dramatisch und selten vorhersehbar. Ich kann das Buch daher uneingeschränkt weitermpfehlen.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen The best book I have read in a long time, 16. August 2012
Rezension bezieht sich auf: Little Bee: A Novel (Taschenbuch)
This book is not only authentic and fascinating, it is a book you can't put down after only the first page. It has been a while that I have read such a good book, with so many different facets and showing so many different aspects of life. Every character has his or her own story and is unique in his/her own way.
It is amazing to me, how Chris Cleave has managed to write a book like this, portraying a world that we Europeans are not part of and try to pretend that it is not there.
While reading I often didn't know whether to cry or laugh. It brings up so many emotions that sometimes it is difficult to read on, just because you are overwhelmed by the characters and their fate.
It is a must read and should be added to every library.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ein wichtiges Thema, das jedoch teils etwas zäh geschildert wird, 20. Februar 2012
Rezension bezieht sich auf: Little Bee: A Novel (Taschenbuch)
Zum Inhalt:
Das nigerianische Mädchen Little Bee wird nach zwei grausamen Jahren aus einem britischen Lager für Immigranten entlassen. Da sie nicht weiß, wo sie hin soll, macht sie sich auf den Weg, die einzigen zwei Engländer zu besuchen, die sie kennt: das Ehepaar Andrew und Sarah.
Andrew und Sarah lernten Little Bee vor zwei Jahren am Strand in Nigeria kennen, an dem ihnen Schreckliches widerfahren ist...

Meine Meinung:
Ich brauchte sehr lange, um mich in die Geschichte dieses Romans hineinzufinden. Ich kann gar nicht genau sagen, woran es lag. Ich fand die Themen des Romans von Anfang an sehr interessant, aber irgendwie konnte mich die Geschichte nicht packen. Ich musste mich zu Beginn wirklich zwingen den Roman weiterzulesen.
Von Beginn an schwebt das Geheimnis, welches Little Bee, Andrew und Sarah teilen wie ein Omen über die Geschichte. Etwa zur Mitte hin wird man dann über die Geschehnisse am Strand unterrichtet und ab diesem Zeitpunkt kam ich endlich wirklich in die Geschichte hinein. Ich wurde von der Handlung gepackt, fand sie spannend und bewegend.
Chris Cleave thematisiert in seinem Roman Menschlichkeit, Toleranz, Probleme von Immigranten, Gewalt und Mitgefühl sowie die Grenzen menschlichen Mitgefühls. Der Roman ist aufwühlend und bringt seinen Leser definitiv zum Nachdenken.
Little Bee ist eine sympatische Figur, die die Probleme von Immigranten in England nachvollziehbar und ehrlich darstellt. Sarah hingegen ist eine typische Engländern, eine Karrierefrau und junge Mutter. Trotzdem konnte ich mich teilweise mit dieser Figur identifizieren. Sie gewinnt im Laufe des Buches den Respekt des Lesers.
Durch das Schildern sowohl aus der Perspektive von Sarah als auch Little Bee wird der Kontrast zwischen den beiden Welten, dem Denken und Leben beider Frauen deutlich. Weiterhin erhält man so einen tieferen Einblick in das Gefühlsleben der jeweiligen Figur und kann deren Entscheidungen besser nachvollziehen.
Obwohl ich anfangs wirklich arge Probleme mit Little Bee hatte, konnte mich das Buch zum Ende hin doch noch mitreißen. Meiner Meinung nach nimmt die Spannung allerdings wirklich erst im zweiten Teil des Buches, nach der Klärung des Grundkonflikts, Fahrt an und fesselt den Leser schließlich.

Fazit:
Little Bee thematisiert Probleme, die in unserem Leben und unserer Welt alltäglich vorkommen. Der Roman regt den Leser zum Nachdenken an, spricht ihn emotional an und lässt ihn mit einem etwas bekommenen Gefühl zurück. Die Spannung kam für mich persönlich erst in der zweiten Hälfte des Buches auf, weshalb ich mich durch den ersten Teil ziemlich durchkämpfen musste. Alles in allem würde ich Little Bee allerdings trotzdem weiter empfehlen, da die Thematik des Buches einfach von großer Bedeutung ist. Über die Themen des Romans sollte viel mehr nachgedacht und diskutiert werden.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen super Thematik, aber..., 28. April 2010
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The Other Hand (Taschenbuch)
Ich bin kein Fan von Überraschungen, habe mich aber trotzdem auf das Buch aufgrund des Klappentextes eingelassen. Das klang super spannend. Ich war ehrlich gesagt ganz schön enttäuscht. Das ist eine sehr aktuelle Thematik, aus der man viel machen kann und die viel gute Literatur verdient. Aber ich fand die Geschichte extrem platt (die Hauptperson ist Verlegerin, die Behörden sind langsam und unengagiert...), teilweise sehr langsam und am Ende viel zu gedrängt. Ich fand die Handlung künstlich in die Länge gezogen.
Gut fand ich den Perspektivenwechsel, das hat dem Ganzen einen Kick gegeben.
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Little Bee: A Novel
Little Bee: A Novel von Chris Cleave (Taschenbuch - 16. Februar 2010)
EUR 11,40
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