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92 von 102 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen impressive - Watson must be German
at least his thinking is... ;)
Eine von Selbstzweifeln geplagte Nation wie die deutsche, die den Kulturbruch 1933 noch lange nicht überwunden hat, benötigt manchmal etwas Bestätigung von außen für das Selbstbewusstsein. Watsons The German Genius ist hierzu geeignet, denn er fasst die deutsche Geistesgeschichte genial zusammen - frei nach dem...
Veröffentlicht am 13. November 2010 von ARIF

versus
5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Kaum etwas für Deutsche
Knapp 860 Seiten plus Quellenverweise: Peter Watson geht zumindest scheinbar (!) (deutsch?-)gründlich an sein Thema, also die genialen Deutschen. Und doch dilettiert er letztlich entlang simpler Thesen, wenn man einen deutschen Kenntnisstand als Maßstab anlegt.

Der Journalist füllt die ersten Seiten mit sehr vielen Zitaten - darunter schamfrei...
Vor 21 Monaten von Serenus Zeitblom veröffentlicht


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92 von 102 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen impressive - Watson must be German, 13. November 2010
Von 
ARIF - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
at least his thinking is... ;)
Eine von Selbstzweifeln geplagte Nation wie die deutsche, die den Kulturbruch 1933 noch lange nicht überwunden hat, benötigt manchmal etwas Bestätigung von außen für das Selbstbewusstsein. Watsons The German Genius ist hierzu geeignet, denn er fasst die deutsche Geistesgeschichte genial zusammen - frei nach dem zitierten Tucholsky-Wort: "Der Engländer braucht etwas zum Lesen, der Franzose zum Schmecken, der Deutsche zum Denken".
Man merkt Watson die Liebe zu seinem Gegenstand an und sein Schreibstil macht es nicht schwer, sich durch die fast 1000 Seiten zu arbeiten.
Für jeden, der Deutschland als Bildungstourist bereist, ist dieses Buch die bestmögliche literarische Vorbereitung, die mit den populären "Krauts"-Klischees gründlich aufräumt. Allein dafür muss man Watson sehr dankbar sein.
Think German - buy Watson :)
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54 von 61 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Das deutsche 19. Jahrhundert, 8. Juli 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Peter Watson ist durch seine beiden Bücher zur Geschichte der Ideen der Menschheit bzw. des 20. Jahrhunderts bekannt geworden. In diesem Buch geht es um die Ideen der Deutschen bzw. der deutschsprachigen Völker (Deutschland, Schweiz, Österreich und ehemaliges Heiliges Römisches Reich Deutscher Nation). Ein Hauptanliegen ist, dem Leser zu zeigen, dass Deutschland sich nicht auf die Jahre 1933 bis 1945 reduzieren lässt.

Das Buch beginnt bei der Musik von Johann Sebastian Bach und endet bei der Philosophie von Papst Benedikt XVI. Die möglichen philosophischen Ursachen des Nationalsozialismus (u. a. Kant, Hegel, Nietzsche) und dessen Aufarbeitung (z. B. Habermas und Grass) werden besonders breit diskutiert. Im Grunde geht es dabei um die Vor- und Nachteile des urdeutschen Begriffs der "Bildung": Das deutsche Universitätswesen wurde in den USA kopiert, aber bei uns selbst waren die Universitäten Brutstätten des Nationalsozialismus. Warum war das so? Gibt es einen deutschen Sonderweg? Wie könnte die Zukunft aussehen?

Im Laufe des Buches werden u. a. folgende Themen und Personen behandelt:

- Wissenschaften (Winckelmann, Freud, Humboldt, Planck, Einstein, Benz, Krupp, Virchow, Simmel, Weber, Hayek, Popper)
- Literatur (Goethe, Kafka, Grass, Rilke, Mann)
- Politik (Clausewitz, Bismarck, Marx, Herzl)
- Kultur (Bach, Mozart, Friedrich, Wagner, Klimt, Liebermann)

Der Autor bemerkt, dass das deutsche Jahrhundert mit dem Zweifel beginnt und mit Darwin endet. Die Aufklärung zweifelte an Gott, konnte aber nicht für alles Erklärungen bieten; das gelang erst mit Darwin. Deshalb sind die Ideen des 19. Jahrhunderts sozusagen "halbgar" und konnten zu Verwirrungen (Äther als Träger von Lichtwellen) und Verirrungen (Rassismus) führen. Ein urdeutscher Aspekt vor allem der Romantik war die "Innerlichkeit": Statt auf praktische Politik wurde der Begriff der Freiheit auf das Denken bezogen, was zu allerlei Spekulationen führte. Das färbte auch auf die Philosophie (Idealismus) und Politik (völkisches Denken) ab.

***

Mir hat das Buch gut gefallen, weil es die bedeutenden Beiträge des deutschen Volkes zur Geschichte der Ideen ausgewogen diskutiert. Dabei werden die negativen Aspekte nicht unter den Tisch gekehrt.
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18 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Buch für die Arche Noah, 17. März 2012
Rezension bezieht sich auf: The German Genius: Europe's Third Renaissance, the Second Scientific Revolution and the Twentieth Century (Taschenbuch)
Peter Watson ist die englische Sicht auf Deutschland leid: Immer nur Hitler, immer nur Krieg - als hätte es vor 1933 kein Deutschland gegeben! Peter Watson bringt seinen Lesern - auch den deutschen - das Deutschland nahe, das vor 1933 blühte und das der Welt viel gegeben hat. Und: Watson weist nach, dass es dieses Deutschland noch gibt. "Wir alle", sagt Watson, "sind viel deutscher, als uns klar ist."

Der deutsche Pietismus des 17. und 18. Jahrhunderts bildete die Grundlage eines beispiellosen Bildungswunders, in dessen Verlauf Philosophie, Philologie, Musik, und schließlich auch Naturwissenschaften dramatische Fortschritte machten, und i m Mittelpunkt dieses Fortschritts standen bis 1933 überwiegend Deutsche.

Den entscheidenden Durchbruch bewirkte die Gründung der Universität Berlin durch Wilhelm von Humboldt, nach deren Vorbild sich innerhalb weniger Jahrzehnte zahlreiche Universitäten bildeten bzw. reformierten. Wissenschaft ist keine deutsche Erfindung, aber in Deutschland wurde sie zuerst in großem Stil systematisch betrieben. Die Folge: Das Land setzte sich im Laufe des 19. Jahrhunderts an die Spitze des Fortschritts und entwickelte Produkte, auf denen noch heute weltweit aufgebaut wird, vom Auto bis zum Aspirin.

Watson erzählt die Geschichte Deutschlands in den vergangenen drei Jahrhunderten als Geschichte von Bildung, Wissenschaft und Fortschritt, meist anhand biographischer Skizzen von Menschen, die außerhalb der jeweiligen Fachkreise niemand mehr kennt, deren Wirken aber bis heute andauert.

Watsons Darstellung endet nicht 1933, nicht einmal 1945. Ausführlich geht er auf die Tragödie ein, die Deutschland zunächst über sich selbst, dann über die Welt brachte, und auf die beklagenswerte Rolle, die dabei die Bildungselite spielte: eine Rolle von Verrat, Opportunismus, Prinzipienlosigkeit. Zugleich untersucht er die Wirkung der vielen Emigranten: Denn unter den Menschen, die Deutschland ab 1933 mehr oder weniger freiwillig verließen, waren viele der Besten - und ihrer neuen Heimat brachten sie großen Nutzen.

Auch Deutschland nach 1945 ist Watson einen genaueren Blick wert: Trotz Trauma und Tragödie, trotz Verrat und Verlust ging das deutsche Geistesleben weiter, und Watson arbeitet mit Papst Benedikt XVI., vor allem aber Jürgen Habermas heraus, wie viel deutsches Denken der Welt noch geben kann.

Eine kleine Schwäche des Buches besteht vielleicht darin, dass nicht immer klar ist, was zum untersuchten Deutschland gehört: Wien und Österreich gehören mal dazu, mal nicht. Aber wenn man es genau nimmt, ist das ja auch wahr.

Fast 1000 Seiten umfasst Watsons gründlich mit Belegen versehenes Werk, das selbst dem Belesensten noch neue Erkenntnisse verschaffen kann. Es eignet sich zum Standardwerk, und wenn die Arche Noah eine Bordbibliothek einrichtet, gehört Peter Watsons "The German Genius" unbedingt dazu.
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22 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Vom deutschen Geist und seinen Gestaltbildungen, 27. Dezember 2011
Rezension bezieht sich auf: The German Genius: Europe's Third Renaissance, the Second Scientific Revolution and the Twentieth Century (Taschenbuch)
Watson ist ein inspirierendes, begeisterndes Buch gelungen. Umfassende kulturgeschichtliche Kenntnisse werden mit leichter Hand, stilistisch angenehm präsentiert. Die Distanz des Verfassers als Ausländer, der von deutscher Kultur fasziniert ist, hat sicher zur seiner Klarsicht beigetragen. Erfreulicherweise gelingt es Watson, zu deutschen Neurosen gehörig Distanz zu halten, so zur amnestischen Rede von der "Stunde Null" über die er sich mokiert, und einen Blick auf die kulturgeschichtlichen Faktoren der "longue durée" zu richten. Damit hat er einen unendlich wertvollen Beitrag zur gegenwärtigen deutschen Identitätsbestimmung vorgelegt. Vor einseitiger Vereinnahmung schützt ihn immer wieder die Zusammenschau von ideologisch gegensätzlich besetzten Strömungen. So betont Watson die heilsame Wirkung der 68-er Bewegung für die Wiedergewinnung deutscher Identität der wilhelminischen Zeit; ebenso arbeitet er heraus, wie gerade der Pietismus im Preußen des frühen 18. Jahrhunderts die strukturellen und geistigen Reformen hervorbrachte, die im späten 18. Jahrhundert, im Zeichen der Aufklärung, wirksam wurden, und bis in die Gegenwart Werte und Praxis bestimmen. Watson gelingt der Blick für die Vielgliedrigkeit der deutschen Kulturen, für die ambivalente Wirkung ihrer fragmentierten politischen Geschichte und für deren Vermittlung im Diskur deutscher Kultur. Er gesteht, dass ihm die psychotische Entgleisung gerade des Bildungsbürgertums zum Nationalsozialismus im Kern rätselhaft bleibt. Man möchte ihm raten, seiner eigenen Hermeneutik folgend, zeitgenössische Dokumente zur Deutung heranzuziehen. Freuds Traktat "Vom Unbehagen in der Kultur" könnte aufschlussreich sein.
In allem aber ist Watsons Werk ein leidenschaftlicher Appell an die Deutschen, sich auf ihre tieferen Wurzeln zu besinnen, einen klareren Sinn für ihre besondere Identität zu entwickeln, Verantwortung für ihr Erbe zu übernehmen, für das, was andere an ihr fasziniert, für ihre Tradition der "Bildung", ihre Qualität, ihre Besonderheit, für den Schatz ihrer Kultur, die der Welt viel gegeben hat - mitsamt den Gefahren, die mit den Nachtmeerfahrten ihrer Verinnerlichung verbunden sind.
Ullrich Kleinhempel
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13 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Größtenteils herausragend, 5. Dezember 2011
Rezension bezieht sich auf: The German Genius: Europe's Third Renaissance, the Second Scientific Revolution and the Twentieth Century (Taschenbuch)
Ich habe, ohne vorher Kritiken darüber gelesen zu haben, zu diesem Werk gegriffen und mich sofort darin verloren. Es ist erstaunlich, sich die "Kulturgeschichte" des "deutschen Geistes" so vor Augen zu führen, wie Watson es macht. Er schafft damit eine Gesamtdarstellung, obwohl er teilweise sehr genau auf einzelne Personen eingeht und sich schon fast darin verliert. Natürlich, alleine ein Überblick über Goethe kann Bände füllen, aber man hat nie den Eindruck, dass er abschweift oder es langweilig wird; er nutzt die Beispiele nur, um seine These darzulegen. Das gelingt ihm auf ganzer Linie. Ich lese gerne über Philosophie und Geschichte, aber er hat mir eine völlig andere Betrachtungsweise aufgezeigt. Auch, wer eine Vorliebe für deutsche Musik hat, wird voll auf seine Kosten kommen.

Nur die Themen über Hitler und den zweiten Weltkrieg fand ich nicht ganz so packend, was aber vor allem daran liegt, dass ich mich hier schon am besten auskenne und der "Aha-Effekt" nicht so ausgeprägt war. (Man muss auch klar sagen, sein Fokus liegt sicher NICHT auf dieser Zeit! Was ich sehr gut finde!) Dennoch würde ich das Buch uneingeschränkt empfehlen. Jeder, der sich irgendwo mit Deutschland auseinander setzt, wird für dieses Buch sehr dankbar sein. Vor allem das Ausland hat eben oft eine sehr starke Prägung und Fixierung auf die "Kriegsdeutschen", was schade ist. Disclaimer: Natürlich wurden furchtbare Verbrechen begangen, was auch jedem vernünftigen Menschen klar ist. Dennoch darf das Positive deshalb nicht vergessen werden. Für diese Leistung kann ich Watson nur 5 Sterne geben.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Kaum etwas für Deutsche, 8. Dezember 2012
Von 
Serenus Zeitblom (Köln, Europa) - Alle meine Rezensionen ansehen
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Rezension bezieht sich auf: The German Genius: Europe's Third Renaissance, the Second Scientific Revolution and the Twentieth Century (Taschenbuch)
Knapp 860 Seiten plus Quellenverweise: Peter Watson geht zumindest scheinbar (!) (deutsch?-)gründlich an sein Thema, also die genialen Deutschen. Und doch dilettiert er letztlich entlang simpler Thesen, wenn man einen deutschen Kenntnisstand als Maßstab anlegt.

Der Journalist füllt die ersten Seiten mit sehr vielen Zitaten - darunter schamfrei ein eigenes! Dann erklärt er, dass Deutschland entgegen dem Klischee nicht nur Nationalsozialismus sei. Dann walzt er freilich genau das Thema für sein britisches Publikum weit und breit aus. Schön ist dabei, wie er Daniel Goldhagens Narzissmus dabei aufspießt. Diesem freilich Fehler im Deutschen vorzuwerfen und selbst darin ebensolche zu produzieren, womöglich gar: es wohl gar nicht einmal zu können ist arg unglücklich. Schade auch ist, dass er die Jenninger-Debatte offenbar nicht verstanden hat. Schließlich hätte er ruhig aus den Originalquellen zitieren dürfen, zumal sie ja leicht verfügbar wären, nicht zweiter oder dritter Hand. - Wäre "The German Genius" kein Geschenk gewesen, hätte ich so auf S. 15 aufgehört zu lesen.

Da hat wohl jemand aus einem gefüllten Zettelkasten und einer These ein voluminöses Buch machen wollen. Der Stil ist dabei ein feines britisches Englisch. Die Idee des angelsächsischen Blicks von außen auf die Deutschen ist spätestens seit Gordon Craigs "The Germans" ja gut eingeführt. Und dass jemand zumindest kapiert hat, dass vermutlich die herausragende deutsche Geisteswissenschaft und Kunst eine große Rolle für die gesamte Gesellschaft und ihre Entwicklung spielt, ist heute auch nicht mehr selbstverständlich.
Kurzer einschränkender Hinweis: Ich bin mittendrin im Lesen, noch kurz hinter Seite 100. Da dies Buch, wenn überhaupt, aber noch eine Weile dauern wird, teile ich diese meine ersten Einschätzungen bereits mit, als hoffentlich hilfreich.

Die geistige (und wissenschaftlich-technische) Blüte im späten Heiligen Römischen und dann Deutschen Reich bzw. der Weimarer Republik, wie kam sie zustande? Im Hintergrund ist da natürlich auch stets die Frage, wie diese "bl**dy Jerries" das Vereinigte Königreich überrunden konnten. Watson zählt die wissenschaftliche Methodik, den romantischen Geist, das Humboldtsche Ideal und anderes auf. Er möchte aber auch zeigen, wie durch die 1933-er-Emigration und darüber hinaus das "deutsche" Gedankengut die US- und die weltweite Wissenschaft befruchtete. Schmeichelhaft klingt das für "uns". Doch Schmeichelei und der eher günstige Preis ändern selbstmurmelnd nichts an den drei bis dreieinhalb Sternen für die ausgiebige Oberflächlichkeit des Buchs.

Fazit: das mag für etwaige komplette Einsteiger ins Thema oder Nichtdeutsche anders sein, doch ich fand es bis jetzt klar zu zettelkastig-ungründlich. Drei bis dreieinhalb Sterne.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein Opus, 29. Mai 2012
Von 
Peer Sylvester "peerchen" - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: The German Genius: Europe's Third Renaissance, the Second Scientific Revolution and the Twentieth Century (Taschenbuch)
In England setzt man "Deutschland" gerne mit "den Nazis" gleich - unfair, meint der Engländer Peter Watson und will mit diesem Buch gegensteuern. Er zeigt, dass die Deutschen kulturell und wissenschaftlich vor dem zweiten Weltkrieg führend waren und will herausfinden, warum das so ist, welche Folgen der zweite Weltkrieg auf die Kultur hatte und wieweit er ein Produkt des Deutschen Klimas der Zeit war.

Herausgekommen ist ein Opus, ein ziemlich beeindruckendes Werk - allerdings beantwortet er die gestellten Fragen nur teilweise. Es gelingt im schon ein Bild des Deutschen Weges zu zeichnen und nennt und beschreibt das Schaffen aller wichtigen Deutschen Kunst und Wissenschaft Schaffenden. Teilweise verliert er dabei allerdings ein wenig die Kernfragen aus den Augen und die Frage wie Deutschland so führend werden konnte, wird nur teilweise beantwortet. Auf die anderen Fragen findet er aber eine Lösung, soweit das denn möglich ist.

Wer sich von den über 900 klein beschriebenen Seiten und der Informationsflut und dem t.T. recht trockenem Ton nicht abschrecken lässt, findet hier ein Werk, dass im Umfang und Zielsetzung seinesgleichen sucht. Wer neben den Lesen auch verstehen will, muss sich aber darauf einstellen, es mehrmals lesen zu "müssen".
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Offensichtlich, 3. Februar 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The German Genius: Europe's Third Renaissance, the Second Scientific Revolution and the Twentieth Century (Taschenbuch)
Reichlich offensichtlich für historisch Interessierte, aber wohl bitter nötig für alle Anderen, genauer gesagt: die Welt im Allgemeinen und im Speziellen wohl die Briten.

Ein extensives Kompendium über die künstlerischen, medizinischen, naturwissenschaftlichen und technischen Errungenschaften der Deutschen DAVOR und DANACH.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen good overview, 25. September 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The German Genius: Europe's Third Renaissance, the Second Scientific Revolution and the Twentieth Century (Taschenbuch)
With this book Peter Watson has created a good overview of the political and cultural development of modern Germany. For someone roughly familiar with the historic personalities, figures and facts it provides a helpful timeline and an interesting approach to why what happened when and the eventual consequences.
I have to admit that for me this book was occasionally a tough read (when the various philosophical views were discussed), still it certainly is both entertaining and "enlightening".
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen A who's who of german intellectual history, 8. August 2012
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
An amazingly broad work, in which the authors summaries the works of theologians, historians, dramatists, writers, scientists, engineers from 1750 to the present day.

Extremely useful, too, as a cultural guide to all those imposing names of past german geniuses, but who are never actually explained in their context and relation to each other, for anyone

The cult of "Bildung", the obsession with "Kultur" (yes, educated germans are cultural snobs, and unapologetic about it), the wierd way that german philosophers never deign to give explanatory examples in their often impenetrable prose (blame Immanual Kant).

It's pretty well all here, from the Enlightenment onwards.

"German" is to be considered a cultural label, rather than a national label. The book covers current-day Austria and (far more patchily) the German-Writing parts of Switzerland.
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