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16 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Nicht alles ist so, wie es zu sein scheint
* Spoiler *
Bei einer solchen Fülle an bisherigen Handlungssträngen und Charakteren ist es natürlich nahezu unmöglich, allen Ansprüchen in einem Abschlussband gerecht zu werden. Jeder hat beim Lesen bestimmte Personen besonders in sein Herz geschlossen und wünscht sich, mehr über sie und ihr weiteres Leben zu erfahren. Allen...
Veröffentlicht am 24. Juli 2007 von Bücherfee

versus
30 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Sectumsempra, sozusagen
Ich habe mit ein paar längeren Unterbrechungen 16 Stunden an diesem Buch gelesen.

Leider muss ich mich verschiedenen anderen Rezensentinnen und Rezensenten anschließen: Es bleiben eindeutig zu viele Fragen offen, einige Problemlösungen sind arg konstruiert, einige Konstruktionen zugleich unlogisch.

HP 7 ist definitiv kein Kinderbuch;...
Veröffentlicht am 22. Juli 2007 von Peter Jung


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16 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Nicht alles ist so, wie es zu sein scheint, 24. Juli 2007
* Spoiler *
Bei einer solchen Fülle an bisherigen Handlungssträngen und Charakteren ist es natürlich nahezu unmöglich, allen Ansprüchen in einem Abschlussband gerecht zu werden. Jeder hat beim Lesen bestimmte Personen besonders in sein Herz geschlossen und wünscht sich, mehr über sie und ihr weiteres Leben zu erfahren. Allen gleichermaßen eine umfangreiche Aufmerksamkeit im letzten Band zu widmen, hätte vermutlich Brockhaus-Ausmaße angenommen (und wäre sicherlich immer noch nicht genug).
J. K. Rowling hat es mit diesem letzten Band geschafft, alle losen Enden zu verknüpfen: Einige Handlungsstränge wurden sehr elegant gelöst, andere wirken zwar ein wenig an den Haaren herbeigezogen, aber nicht unlogisch. Etliche Entwicklungen ließen sich erahnen, andere waren wirklich überraschend.
Von Anfang an besteht kein Zweifel daran, dass die Grundstimmung düster bleiben wird, was sich Laufe der Handlung mit den zunehmenden Kämpfen und Todesfällen steigert. Diese Verluste, die auch einige liebgewonnene Charaktere treffen, kennzeichnen den Ernst der Lage. Je mehr Macht und Einfluss Voldemort über die Zaubererwelt gewonnen hat, desto brutaler scheinen auch die Begegnungen mit den Death Eaters zu werden. Ethnische Säuberungen sind inzwischen an der Tagesordnung, teilweise umgesetzt von Fieslingen, die den Lesern nicht unbekannt sind.
Während der langen Suche nach den Horcruxes werden die Beziehungen von Ron, Hermione und Harry ausgiebig beleuchtet. Harry erreicht eine Stufe der Selbstlosigkeit und Reife, die ihn auf vieles verzichten lässt und sich am Ende als der richtige Weg erweist. Beeindruckt hat mich die mutige Entwicklung des früher so unbeholfenen Neville Longbottom, die sich schon in den letzten Bänden abzeichnete. Einige Charaktere erfahren Wandlungen zum Positiven. Der Grund dafür ist zwar nicht immer ganz nachvollziehbar, aber es würzt die Geschichte mit dem Überraschungseffekt. Die Vergangenheit von Albus Dumbledore spielt eine große Rolle, sie zeigt ihn als Zauberer, der an seinen Schwächen gereift ist, aber für den die Vergangenheit bis zum Schluss präsent war.
Die interessanteste Figur war und ist für mich Snape. Ich bedaure sehr, dass Harry den Hintergrund für Snapes Handlungen nur durch dessen Erinnerungen erfährt. So gab es keine Möglichkeit mehr für einen direkten Austausch und diese wichtige Figur erfährt erst im Epilog eine wirkliche Würdigung. Unglaublich erscheinen mir allerdings in dem Zusammenhang die Schikanen und Gemeinheiten durch Snape, denen Harry jahrelang ausgesetzt war. Dass jemand so tief liebt, aber gleichzeitig seinem Schutzbefohlenen das Leben noch schwerer macht, als es für diesen ohnehin schon ist - mit der Begründung, dass er ihn zu sehr an dessen Vater erinnert und nicht an die Mutter - das ist mehr als tragisch und schwer zu verdauen.
Das Ende ist nach all den Verlusten und Kämpfen ein guter Ausklang. J. K. Rowling hat mir mit Harry Potter viele schöne Lesestunden geschenkt und ich bin gespannt darauf, was als Nächstes aus ihrer Feder fließt.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein gelungener Abschluss, 29. September 2007
Die Erwartungen, die die meisten Leser in dieses Buch gesetzt haben waren unbestreitbar riesig. Und genau dort liegt auch die Schwierigkeit, dieses Buch zu Bewerten: Solch hochgeschraubte Erwartungen zu erfüllen ist sehr schwer bis unmöglich.
Ich selber habe als ich das Buch endlich in den Händen hielt sofort mit dem Lesen angefangen und muss sagen, es hat mir sehr gut gefallen.
Die (meisten) Handlungsstränge wurden zuende geführt, und der Hauptkonflikt zwischen Harry und Voldemort aufgelöst.
Positiv fand ich natürlich, das ettliche Fragen, die man sich im Verlauf der Reihe gestellt hatte geklärt wurden, sowie Rowlings meiner Meinung nach angenehmen Schreibstil.
Deutlich anzumerken ist, dass es sich bei diesem Buch eindeutig nicht mehr um ein Kinderbuch handelt, was ich aber richtig finde, da die Fans von Harry ja auch mitgewachsen sind.
Etwas schade fand ich die Veränderung, die mit Ron vorgegangen ist, und mir in der Form gar nicht gefallen hat, ebenso die Tatsache dass die Geschichte um die zauberstäbe ganz am Ende ein wenig verwirrend ist und ich mehrmals lesen musste, bis ich es restlos verstanden hatte.
Ein weiteres Problem ist es, dass das Schicksal mancher Personen am Ende ungeklärt bleibt ( ich möchte auch an der Stelle nicht zuviel verraten), und man somit nicht weiß ob sie wirklich überlebt haben.

Alles in Allem kann ich jedoch sagen, das es ein würdiger Abschluss einer gelungenen Reihe ist.

Als kurze Anmerkung muss ich jedoch sagen, dass ich hoffe dass das Kapitel 19 Jahre später für sich stehen bleibt, und Rowling nicht den (meiner Ansicht nach) Fehler begeht, diese Geschichte um Harry Potter durch Fortsetzungen, die meist nicht an das Original heranreichen, zu schmälern.
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20 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein insgesamt harmonischer Schlußakkord ..., 31. Juli 2007
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
... mit einigen Überraschungen ist Frau Rowling hier gelungen. Das ist definitiv ansprechende Belletristik. Ein knapper Dialog auf Seite 308 zwischen Harry und Ron bringt z.B. die Beziehung zwischen den beiden aus meiner Sicht schön auf den Punkt: "You've sort of made up for it tonight", said Harry."Getting the sword. Finishing off the Horcrux. Saving my life." "That makes me sound a lot cooler than I was," Ron mumbled. "Stuff like that always sounds cooler than it really was," said Harry. "I've been trying to tell you that for years."

Viele Handlungsfäden, die in den ersten Bänden aufgenommen wurden, kommen hier zu einem stimmigen Abschluss. Gut und Böse werden nochmals ordentlich durcheinander gewürfelt, so dass manche Vorverurteilung aus früheren Bänden in ganz neuem Licht betrachtet werden muss. Einige Längen im Mittelteil sind sicher auch unter dem Aspekt zu betrachten, möglichst vielen der im Laufe der vorangegangenen sechs Bände eingeführten Figuren gerecht zu werden.

Mir hat es Spaß gemacht, auf Englisch in die Welt der Zauberer, Reinblüter, Muggel, Horcruxe und Squibs einzutauchen. Das Vokabular ist so einfach, dass es mir auch ohne Wörterbuch möglich war, der Geschichte zu folgen, allerdings nicht so einfach, dass es langweilig würde. Frau Rowling verfügt über ein gutes Sprachgefühl und diese feine britische Ironie, die insbesondere auch in den Gesprächen der drei Hauptpersonen Harry, Ron und Hermine immer mal wieder hervortreten darf.

Über das Ende wurde vorab viel spekuliert. Mir gefällt die Lösung, die die Autorin gefunden hat, denn sie hat einen gewissen Zauber und beinhaltet eine durchaus noch einmal überraschende Wendung.

Fazit: Flüssig lesbarer mit fantasievollen Wendungen bestückter magischer Abenteuerroman als würdiges Finale der erfolgreichsten Buchreihe aller Zeiten. Joanne K. Rowling hat sich ihre vielen Hundert Millionen Pfund redlich verdient und darf sich nun entspannt zurücklehnen und ihr Leben genießen.
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46 von 54 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Schlüssig, politisch, fantastisch realistisch: wirklich Weltliteratur!!, 11. Januar 2008
Von 
Die Bücherreihe entstammt zwar der sogenannten fantastischen Literatur, ist aber trotzdem wesentlich realistischer, als viele sogenannten realen Romane.Denn genauso nervend ist das Leben und auch das Erleben seiner eigenen Geschichte aus Harry's Sicht.
Er ist enttäuscht, weiss nicht weiter, sucht nach der Logik und der Wahrheit und findet sie lange nicht.
Er ist mehr mit sich selbst als mit Voldemort konfrontiert, es gibt ja auch nicht diesen Seitenlangen Endkampf, a la Hollywood, den viele erwartet haben oder vermissen.
Die vielen kleinen Schritte des Untergrundkampfes während der bedrückenden Entwicklung des von Angst geprägten totalitären Staates sind sehr realistisch und trotzdem kommt das Märchenhafte (Patronusse)und Fantastische nicht zu kurz.
Am grossartigsten finde ich am Ende die Beschreibung, wie Voldemort langsam seine Macht verliert. Erst ohne es selbst zu bemerken und dann, als es ihm selbst schon langsam bewusst wird, auch unbemerkt von seinen Anhängern, die schliesslich mehr Greueltaten ausüben, als er selbst noch kann.

Er hat sich ja durch seine Unverbundenheit (sowohl mit sich selbst, als auch seiner Gefolgschaft)selbst so geschwächt, wogegen Harry emotional immer stärker wurde. Und die Beschreibung dieser Entwicklungen finde ich einfach fantastisch im Sinne von wunderbar!
Nach dem letzten Band habe ich alle Potter-Bücher nochmal gelesen und ich kann nur allen Enttäuschten raten, das ebenfalls zu tun, denn dann erscheint die Gesamtwelt dieser Bücher und es ist nichts mehr nervend, unschlüssig oder langweilig.
Zum Beispiel die Sache mit dem Essen oder Heilen:
Wenn Zauberer Essen hexen könnten, also das Grundbedürfnis aller Lebewesen, was auch gleichbedeutend mit Geld ist, dann gäbe auch es keine armen Zauberer, wie die Weasleys oder Lupin.
Wenn Snape Wert auf gewaschene Haare legte, könnte er es als Superchemiker sich so einrichten, welche zu haben, es ist aber seine Eigenart.
Wenn Hermine eine so grosse Heilerin wäre, wäre sie nicht erst siebzehn und Harry hat es selbst versäumt heilen zu lernen. Jeder setzt eben seine Prioritäten anders.
Auf Schülerdeutsch übersetzt: Jedem steht es frei, für die nächste Schulaufgabe soviel zu lernen, dass er einen Einser schreiben kann, er tut es aber nicht, so ist das Leben.
Nicht jeder schöpft zu jeder Zeit seine Möglichkeiten voll aus, jeder hat blinde Flecke und ist mal nicht in Tagesform oder einfach aus Schock oder Schwäche handlungsunfähig.
Sonst gäbe es ja auch überhaupt keine Geschichten, denn die leben von den Fehlern und Ungereimtheiten der Menschheit!

In meiner 1000 bändigen Bibliothek befinden sich viele Bücher der Weltliteratur, Kindergeschichten, Krimis, viele Bücher über Politik, Psychologie, Esotherik und Kunst. In Harry Potter ist von allem etwas. Rowling hat es geschafft, fast alle Aspekte des Menschseins in ihren Büchern umzusetzen, man kann ihre Bücher in all diesen Sparten zitieren, sogar zum Unterricht anwenden.
Und trotzdem ist es nie abgedroschen, sondern sprüht von Fantasie, Witz und überraschenden Wendungen.

Was den deutschen Lesern wohl eher unbekannt ist, ist, dass gegen diese Geschichten aus der Zauberwelt in Amerika von religiösen Fanatikern Amok gelaufen wird, weil Hexen und Zauberer als gute Menschen beschrieben werden!
Dabei habe ich noch nie so differenziert über Gut und Böse und all die Zwischenformen, die Unentschiedenheiten und die menschlichen Entwicklungsmöglickeiten gelesen wie hier!

Beim mehrmaligen Lesen wird es Euch auffallen, sowohl den enttäuschten, als auch den begeisterten Lesern:
Nicht nur Machtbesessenheit schadet den Anderen (und auch sich selbst), sondern auch Pedanterie(Umbridge),Augenverschliessen(Fudge),Hörigkeit(Beatrix),Selbstverleugnung(Snape),Opportunismus(Percy),Angst um die Angehörigen(Lovegood),Faschismus(Malfoys u. Co),Gier(Fenrir) usw. usw.
Gut und Böse hat viele Gesichter und jeder hat zu jeder Zeit die Möglichkeit, sich für eine Handlung zu entscheiden, sich zu ändern.

Noch ein kleines Beispiel für die vielen, scheinbar nebensächlichen Dinge in all den Büchern.
Quiddich ist nicht nur eine lustige oder (für Sporthasser) nervtötende Angelegenheit. Ohne sein Talent und seine Übung als Sucher hätte Harry zwei der allesentscheidenden Horcruxe niemals erreicht. Und solcherlei schlüssige Dinge kann man zu Hunderten finden.
Also, Harry-Interessierte, lasst Euch nicht entmutigen, die Serie zu Ende zu lesen und...
Lehrer, Politiker, Soziologen, Psychologen, Literaten und sonstige Erwachsene, lasst Euch diesen Leckerbissen nicht entgehen.

Kauft aber nicht die deutsche oder britische Erwachsenenversion, sondern die amerikanische, gebundene Ausgabe, sie ist die schönste (mit Vorsatzpapier, Leinenrücken, Kapitelbildern und unterschiedlich gesetzten Schriften).

Und noch etwas zu Thema Kinderbuch.
Ein Kind, dem es zu viel ist, wird nicht weiterlesen, sondern aussteigen. Ich habe aber z. B. mit zehn Jahren Karl May gelesen, auch Wälzer mit vielen Hundert Seiten, in denen viele Menschen starben.
Es gab Verrat und Hinterlist, Folter, Erpressung,Politik, unglaubliche Kämpfe, aber auch viel Witz und List. Und diese Bücher waren genauso wenig als Kinderbücher gedacht, wie der Herr der Ringe, den ich mit zwölf gelesen habe.
Ein Kind, das es fertigbringt, solche Wälzer zu lesen, ist sicher reif genug, sie zu verkraften. Ob es alles versteht, was die Autorin gemeint hat ist nicht wichtig, das verstehen ja viele Ältere nicht einmal, wie man hier an den Rezensionen gut sehen kann.

Es geht doch bei Gewaltszenen, Verrat und Betrug immer um die Stellungnahme des Buches. Wenn diese Taten für gut gehalten, propagiert, entschuldigt oder gerechtfertigt werden, dann ist das Buch weder für Kinder noch sonstige Menschen geeignet, sondern einfach Verhetzung und Verletzung der Menschlichkeit.

Das kann man nun von den Harry Potter Büchern wirklich nicht sagen, auch wenn die religiösen Fanatiker allerortens das so sehen möchten.
Ich bin übrigens 54 und wünsche allen viel Freude am Lesen!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ich wusste es: Trust Snape!, 24. Oktober 2007
Ich habe darauf hingefiebert diesen letzten Band des wohl besten Fantasy Epos, das je erschaffen wurde zu lesen und zugleich war es eine irrsinnige Überwindung mit Herzklopfen die erste Seite aufzuschlagen. Denn danach würde es vorbei sein. Mein Leben lang und vermutlich in alle Ewigkeit, würde kein HP Teil mehr geschrieben werden. Zwischen diesen zwei Buchdeckeln musste beinahe Übermenschliches geleistet worden sein, oder die göttliche HP-Septologie würde für immer quasi unvollendet und verpatzt bleiben.

Leider kann ich nicht sagen, dass es ein ganz und gar göttlicher Schlussstein war. Ich finde, man kann sich bei so einem Werk der Detailtreue und Lebenswärme nicht stilrein ums Erzählen herumdrücken durch das Schlusskapitel: 20 Jahre später. Der Leser will schließlich wissen: Wie entwickelt sich die Zaubererwelt, nach Voldemorts Fall? Was passiert mit den übrigen Todessern? Malfoy hat ja schließlich noch zwanzig Jahre überlebt und war dann auf freiem Fuß. Welche Berufe ergreifen Harry, Ron, Hermine etc.? Holten die 3 die Schule nach, oder gab's eine Sonderregelung für unsere Helden? Wie und von wem wurde Snape geehrt, sein Schicksal klargestellt? Und vieles mehr....

Schon früh fand ich, dass Snape, wenn man sich die Dialoge zwischen ihm und Harry objektiv ansieht und nicht bloß durch Harrys Augen wahrnimmt, sich niemals wirklich böse verhalten hat. Wenn es darauf ankam war er immer auf der guten Seite, hat Harry das Leben gerettet ihm versucht wichtige Dinge beizubringen etc... Sicher: er war im Unterricht oftmals ungerecht zu Harry oder Hermine, aber das fiel einem als unkontrolliert-kindliches Verhalten, bei einem sonst so kontrollierten, intelligenten Menschen und großartigem Magier ja sogleich ins Auge, und war ein deutlicher Fingerzeig auf schwere nicht verheilte Seelenwunden aus der Vergangenheit. Sobald ich das begriffen hatte wurde er zu meinem Lieblingscharakter. Sicher war ich nach lesen des 6. Bandes auch kurz schockiert, aber ich bin die Szenen dann noch mehrmals durchgegangen, wo er Dumbledore tötete (Severus, please!" und nicht Severus, please don't!" oder so) und sich voll der wichtigen Ratschläge an Harry (in etwa: " lerne endlich die unausgesprochenen Zauber und deinen Geist zu verschließen, sonst hast du keine Chance!") mit ihm bei seiner Flucht duellierte und war mir dann schon bald sicher, dass Snape trotzdem gut sein müsse. Im siebten Band wurde ich innerlich immer nervöser, da die Seiten langsam zur Neige gingen und die Sache die mir am meisten am Herzen lag immer noch nicht angeschnitten worden war. Aber ich finde, dass die Kapitel im 7. Band in denen er dann endlich so richtig vorkam, voll wunderschöner Passagen waren, die die besondere Bewunderungs- und Liebenswürdigkeit wie die leuchtend tiefe Schönheit seines Wesens ganz enthüllten. Man bedenke seine letzten Worte: "Look into my eyes", sodass er zum letzten Mal und als letztes Bild seines Lebens in Harrys Gesicht Lillys Augen sehen konnte. Zugleich wird einem mit Tränen und Gänsehaut klar, dass er sich dieser Augen immer mit ganzem Herzen bewusst gewesen sein musste wenn er mit Harry gesprochen oder geschimpft hatte. Das alles war sehr feinfühlig und schön, nur insgesamt zu wenig, wenn man bedenkt dass der 6. Band ganz und gar nach diesem Charakter benannt war!!!

Eine Szene bei der ich Rotz und Wasser geheult hab, so genial und rührend war sie erzählt, war Dobbies Tod und Begräbnis. Ich hab in meinem Leben bei Buch oder Film sehr selten so geweint wie hier.....

Da Rowling eben doch keine Göttin, sondern ein Mensch ist, muss man sagen: Sie hat auch hier Großartiges geleistet!
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27 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Dezente Ernüchterung nach erdrückender Erwartungshaltung, 23. Juli 2007
Von 
Rob Fleming - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
"Harry Potter and the Deathly Hallows" hinterläßt einen etwas zwiespältigen Eindruck.

Einerseits ist es ein durchaus annehmbarer Abschluß der Potter-Voldemort-Saga. Andererseits sind die Erwartungen durch den Medienhype in derart unermeßliche Höhen gesteigert worden, dass diese nahezu unerfüllbar sind. Wer eine Art "Superbuch" erwartet, dürfte enttäuscht werden.

Einerseits werden angenehm viele, im Laufe der Geschichte aufgeworfene, Handlungsfäden zu Ende geführt und sehr viele Nebencharaktere der ersten 6 Potter-Jahre habe noch mal einen Auftritt. Andererseits wird vieles leider nur kurz&knapp abgehandelt und man fragt sich, ob man nicht auf das ein oder andere Detail hätte verzichten können, wenn statt dessen anderes ausführlicher behandelt worden wäre (100 Seiten mehr, wären natürlich auch nicht schlecht gewesen....).

Einerseits ist schön, in diese Parallelwelt einzutauchen (ein letztes Mal *schnief*) und ihre liebgewonnene Bevölkerung wieder zu treffen. Andererseits unterscheidet sich der Ablauf des Romans deutlich von seinen 6 Vorgängern (was nach dem Ende des 6. Bandes allerdings auch zu erwarten war).
"Anders" muss zwar nicht zwangsläufig "schlechter" bedeuten, aber leider stellt Frau Rowling in diesem Fall unter Beweis, dass sie zwar eine traumhafte Märchenwelt mit wunderbaren Menschen erschaffen kann, aber dass Dramaturgie und Spannungsaufbau einer Abenteuergeschichte nicht unbedingt zu ihren Stärken gehört. So plätschert die Geschichte nach gutem Beginn ca. 200 Seiten lang recht langatmig und ereignislos dahin und die Jagd nach den Horcruxes (die man durchaus sehr spannend hätte schildern können) wird zu einer ziemlich zähen Angelegenheit. Der Schul- und Qudditschalltag der ersten Bände hatte da für den Leser weit mehr interessante und amüsante Geschehnisse zu bieten. Zum Glück bekommt Rowling aber noch die Kurve und der Roman mündet letztlich in der erhofft bombastischen Auseinandersetzung zwischen Gut gegen Böse.

Dieses Einerseits-Andererseits-Spielchen könnte man noch weiter spinnen, letztlich ist es aber vor allem wichtig, dass Freunde der ersten 6 Bücher auch um das 7. nicht herum kommen werden. Dass der Roman nicht ganz so perfekt ist, wie es sich viele gewünscht hätten, sollte auf keinen Fall ein Grund sein, ihn nicht zu lesen. Aber es schadet nichts, die eigenen Erwartungshaltung ein klein wenig herunter zu schrauben ... sofern möglich.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Großes Ende einer großartigen Reihe, 3. Oktober 2007
Von 
Markus Grund (Dortmund) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Mit "Harry Potter and the deathly Hallows" hat J. Rowling ihre fantastische Buchserie würdevoll zu Ende gebracht.
Allerdings muss ich zugeben, dass der letzte Band der Serie für mich nicht unbedingt der beste war. Grade im mittleren Teil zieht sich die Handlung ein wenig in die Länge und auch die zwischenmenschlichen Probleme hätten etwas interessanter gestaltet werden können.
Zum Ende hin wird das Buch allerdings wieder super und liest sich fast von alleine. Nahezu alle offenen Fragen werden geklärt und von dem versöhnlichen, wunderschönen Ende kann man halten was man will, ich finde es wunderbar!
Was die verschiedenen Charaktere angeht offenbart der letzte Teil noch einige Überraschungen, darauf jetzt näher einzugehen, würde aber den Spass am Lesen trüben, daher: Selber lesen!
Für jeden der Harry Potter Fan ist, ist dieses Buch natürlich unabdingbare Pflichtlektüre. Für alle Nicht-Potter-Fans ist dies ebenfalls ein empfehlenswertes, gutes Buch, es empfiehlt sich jedoch DRINGEND vorher die andere Bücher zu lesen, da man einfach viele andere gute Bücher verpassen würde und nur schwer in die Handlung käme.
Noch eine kleine Anmerkung für alle, die Zweifel hegen, ob ihr Englisch für das Buch ausreicht:
Das Buch ist in sehr einfachem Englisch geschrieben, ich selbst (dieses Jahr Abitur gemacht, also ca 9 Jahre Englisch Erfahrung) hatte überhaupt keine Probleme mit dem Buch (ein paar Wörter muss man immer mal wieder nachgucken, das ist aber völlig normal) und auch meine Schwestern (16) konnten das Buch relativ problemlos lesen.
Viel Spass beim Lesen :)
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43 von 52 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Atemberaubendes Finale - Brilliant!, 23. Juli 2007
Warum J.K. Rowling die erfolgreichste Schriftstellerin unserer Zeit ist und warum Harry Potter schon jetzt ein moderner Klassiker ist (zu Recht), beweist die Autorin im siebten und letzten Band der Reihe nicht nur auf's Neue - sie übertifft sich selbst. Schon die ersten 57 Seiten von "Harry Potter and the Deathly Hallows" sind von einer solchen atmosphärischen Dichte und Spannung, dass der Adrenalinspiegel bis ins Unerträgliche steigt. Und Rowling versteht es den Leser bis zur 600sten Seite zu fesseln, ihm den Atem zu rauben ob der wahnwitzigen Wendungen, Kämpfe und herzzereißenden Tragödien. Am Ende nimmt sie sich noch Raum für einen 7-Seiten-Epilog, der sicherlich für viele Kontroversen sorgen wird und nach 607 Seiten schließt sich nach 10 Jahren eines der schönsten Kapitel der Literaturgeschichte - für immer? Der letzte Satz des Buches beantwortet meiner Meinung nach diese Frage. Während der Lektüre offenbart sich dem Leser zudem immer mehr, warum der 2. Band "Harry Potter und die Kammer des Schreckens" eine derartige Schlüsselposition inne hat (was die Autorin auch immer wieder betont hat). J.K. Rowling hat mit "Deathly Hallows" bewiesen, dass sie das Ende von Harry Potter sorgsam durchdacht hat und es ist schon erstaunlich wie sie es schafft alle Erzählstränge, auch diejenigen aus den Vorgängerbüchern, in die unausweichliche Klimax münden zu lassen. Schlichtwegs brilliant. Das neben Band 3 mit Abstand beste Buch der Reihe - atemberaubend, zum Lachen, zum Weinen. Am Ende liest man sich die letzten Seiten noch ein paar mal durch, bis man es schließlich wahrhaben muss: Es ist vorbei.
Harry Potter ist Literaturgeschichte und J.K. Rowling der (weibliche) Charles Dickens unserer Zeit. Vielen Dank für die wunderbaren 10 Jahre.
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15 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Würdiger Abschluss der Heptalogie, 12. August 2007
Uff, geschafft: nach vielen Nächten mit wenig Schlaf habe ich das Buch endlich durch! Rowling hat es mal wieder geschafft, mich so zu fesseln, dass ich das Buch ungern beiseite legen konnte.

Dies lag vor allem an den vielen Cliffhangern: am Ende fast jeden Kapitels gab es eine überraschende Wendung der Ereignisse. Man konnte einfach nicht sagen, dieses Kapitel noch bis zu Ende, und dann gehe ich ins Bett...
Ein Beispiel sei genannt, ohne viel zu verraten: es gibt - vor allem im Mittelteil des Buches - einige Passagen, in denen das ansonsten hohe Tempo beruhigt wird. Z.B. als die drei Hauptprotagonisten gerade über ihr Sneakoskop (eine Art Zauberradio) die Sendung "Potterwatch" hören, sich über Neuigkeiten freuen und sich die über Wochen aufgebaute Ungewissheit und Anspannung etwas löst (auch beim Leser), hören sie "Kommt mit erhobenen Händen heraus!... Auf euch sind ein halbes Dutzend Zauberstäbe gerichtet und wir werden keine Rücksicht darauf nehmen, einen zu verfluchen!". Und das Kapitel ist damit zu Ende. Und so geht das eben ständig.

Der Zeitraum der Handlung erfasst wieder etwa den Zeitraum eines Schuljahres. Und - soviel sei verraten - es geht hollywoodmäßig los: Harry muss mit einem enormen Aufwand von den Dursleys an einen sicheren Ort gebracht werden, bevor der besondere Schutzzauber, der über dem Vorstadthaus liegt, mit dem 17. Geburtstag von Harry erlischt. Dabei entspinnt sich auch gleich ein verlustreicher Luftkampf der Phönixorden-Leute mit Totessern und Voldemort. Im Verlaufe der weiteren Geschichte werden Harry, Ron und Hermione vom Phönixorden und dem Rest der Zaubererwelt getrennt und werden zur Flucht und in den Untergrund gezwungen. Sie sehen sich in der Pflicht, Dumbledores Auftrag zu erfüllen, die Horkruxe zu finden und zu vernichten, haben aber keine Ahnung, wie das zu machen wäre. Aber durch (anscheinend) zufällig auftretende Ereignisse und Glück kommen sie dem Ziel immer ein kleines Stück näher. Dabei müssen sie viele actionreiche Abenteuer bestehen.

Die Harry-Potter-Romane hat bisher immer besonders ausgezeichnet, dass schrullig-skurrile Typen mit Macken und Eigenheiten liebevoll und detailliert beschrieben darin vorkommen. Aber nicht karikiert werden, sondern als eigenständige glaubwürdige Charaktere bestehen. Eben in bester britischer Manier. Im siebenten Roman nun werden im gewohnten Umfang (leider) keine solchen Menschen mehr eingeführt. Eine der wenigen Ausnahmen ist der Vater von Luna Lovegood (kann man sich ja vorstellen, dass der nicht "normal" ist :-), der übrigens auch als Beispiel für eine der recht vielen überraschenden Wendungen angeführt werden darf.
Statt dessen können sich die Actionfreunde freuen: bis hin zur finalen Schlacht gibt es einen Haufen actionhaltiger Szenen, bei denen übrigens - ja! - auch durchaus einige vom Leser liebgewonnene Personen sterben. Und man fragt sich bis zuletzt, ob, wie und wer von den Hauptprotagonisten ums Leben kommt.

Während des Buches kommen nochmal alle magischen Figuren, Monster und Gegenstände aller HP-Romane zu ihrem großen Auftritt. Selbst Molly Weasley wird z.B. zur besonderen Heldin. Mich persönlich freut vor allem, dass meine Lieblingsfigur Luna Lovegood relativ häufig eine Rolle in der Geschichte spielt (hätte durchaus auch mehr sein können :-). Es werden auch einige neue (Neben-) Figuren und Gegenstände eingeführt, die die Geschichte geheimnisvoller und spannender machen, als sie ohnehin schon ist. Hier spielt vor allem die uralte Sage von gewissen Deathly Hallows eine Rolle, die Zauberereltern gewöhnlich ihren Kindern zum Einschlafen vorlesen...

Apropos "Deathly Hallows": man merkt an vielen Wörtern und Redewendungen, dass Rowling Sprachen studiert und gelehrt hat. Da merkt man auch, dass gemäß einem gängigen Vorurteil die englische Sprache ähnlichen Formenreichtum wie die deutsche aufweisen kann, wenn man nur will (und kann). Ganz abgesehen von den schönen und geistreichen Worterfindungen. Und leider geht der deutschen Übersetzung "Heiligtümer des Todes" die Zweideutigkeit verloren (es könnte ja auch heißen "Tödliche Heilige").

Noch ein paar Worte zum Ende: klar, das Ende ist etwas platt und hat in dieser Form überhaupt keine Chancen auf den Nobelpreis. Aber, hey!, es ist ein Kinderbuch! Jedenfalls soll es wohl offenbar ein solches sein. Manche mögen einwenden, dass die Kinder, die damals den ersten Roman gelesen haben, mittlerweile über 20 Jahre alt sind. Aber es ist anzunehmen, dass es immer Zwölfjährige geben wird, die den Potter zum ersten Mal lesen und sich nicht die Zeit nehmen werden, nur ein Potter-Buch im Jahr zu lesen.

Und ich vermute, dass der kleine Epilog dazu dient, die Geschichte absolut abzuschließen und ein Nachfolgeroman unwahrscheinlicher wird. Und außerdem mutet wie die Eröffnung auch dieser Abschluß sehr wie der Abschluss eines Hollywoodfilms an. Da hätte es Rowling mal nicht so wörtlich nehmen müssen mit ihrem "keine Fragen bleiben offen", und durchaus es mal dem Leser überlassen können, die Geschichte weiterzuspinnen. Eben wie ein Märchen "... and they live happily ever after."

Vom Ende abgesehen ist dieses Buch noch mehr als schon bisher seit dem fünften Roman ein, wie die Amis sagen würden, fast-paced Thriller, der mindestens genauso für Erwachsene geeignet ist, ja, dessen Nebentöne und Hintergeschichten/-gedanken vor allem nur von Älteren verstanden werden dürften.
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46 von 56 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gut, aber nicht großartig., 21. Juli 2007
Im letzten Buch hat sich ein Schatten über die Harry-Potter-Welt gelegt. Die letzten Kindheitselemente aus den ersten Teilen sind vollständig verschwunden, gekonnt nimmt Rowling dem Leser die Gewissheit eines Happy-Ends. Skrupellos läßt sie in rascher Folge langjährige Sympathieträger sterben, niemand ist sicher. Zwar überfordert dies den Lesenden einerseits bisweilen, es macht aber andererseits die Handlung deutlich glaubhafter.

Diese wirkt leider streckenweise willkürlich, unausgegoren, konstruiert. Neue Handlungsstränge verkomplizieren den ohnehin verworrenen Plot aus den vorigen Bänden zusätzlich. Humor, eine der wesentlichen Stärken der ersten fünf Bände, ist rar, insofern ähnelt der Band seinem unmittelbaren Vorgänger.
Vor allem in der ersten Hälfte wirkt die Geschichte oft langatmig, Charaktere zeigen schwer nachvollziehbare Verhaltensweisen, Gefühls- und Meinungsumschwünge und emotionale Ausbrüche. Neben diesen Kontinuitätsproblemen zeigen sich auch Defizite in der Charakterentwicklung. So wirkt insbesondere Hermionie im Vergleich zu den ersten Teilen wesentlich blasser, zudem fällt z.B. Ginny entgegen den Ankündigungen der Autorin nur eine Statistenrolle zu.

Kommt der letze Teil auch nicht ansatzweise an die Eleganz und Kongruenz des - in Bezug auf die Storyline ausgereiftesten - dritten Buches heran, so ist er dennoch lesenswert. Denn die Spannung steigert sich, insbesondere im letzten Drittel, auf ein - auch in den vorigen Bänden ungekanntes - Höchstmaß: Dieses Buch ist sehr schwer wegzulegen.
Das Ende ist, soviel sei vorweggenommen, trotz aller Verluste sehr befriedigend für den Leser. Fragen bleiben dennoch einige, die auch der antiklimatische, ernüchternd unzauberhafte Epilog nicht beantwortet.

Letzlich mischt sich der Eindruck vieler gelungener Momente mit dem Gedanken, daß "Deathly Hallows" mit einiger Überarbeitung, Straffung und Lektorierung ein noch besseres Buch hätte werden können. So wie es ist, ist es gut, aber eben nicht großartig.
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Harry Potter 7 and the Deathly Hallows. Signature Edition (Harry Potter Signature Edition)
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