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33 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ganz anders als erwartet, aber ausgesprochen gut
Als Barry Fairbrother plötzlich stirbt, ist in seiner Heimatstadt Pagford nichts mehr, wie es war. Barry war in der Gemeinde ausgesprochen aktiv, hat sich für das örtliche Problemviertel 'the Fields' eingesetzt, war in jeder Hinsicht ein vorbildlicher Bürger. Freunde und Verwandte, Gegner und Verbündete, Unterstützer und Unterstützte -...
Vor 17 Monaten von _Buchliebhaber_ veröffentlicht

versus
23 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Radikalstmöglicher Abschied von der Potterwelt
Es ist der radikalstmögliche Bruch, den J.K. Rowling da vollzogen hat. Keine fantastischen Welten mit schlossartigen Schulen und weitreichenden Landschaften, keine Zauberlehrlinge mit doch menschlich-allzumenschlichen Problemen, keine simplistischen Charakterzeichnungen mehr, bei denen, erstens, völlig klar ist, wer gut und wer böse ist, und, zweitens, von...
Vor 18 Monaten von Michael Dienstbier veröffentlicht


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33 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ganz anders als erwartet, aber ausgesprochen gut, 27. Oktober 2012
Von 
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The Casual Vacancy (Gebundene Ausgabe)
Als Barry Fairbrother plötzlich stirbt, ist in seiner Heimatstadt Pagford nichts mehr, wie es war. Barry war in der Gemeinde ausgesprochen aktiv, hat sich für das örtliche Problemviertel 'the Fields' eingesetzt, war in jeder Hinsicht ein vorbildlicher Bürger. Freunde und Verwandte, Gegner und Verbündete, Unterstützer und Unterstützte - Gutmensch Barry hinterlässt in seinem Umfeld eine ziemlich große Lücke. So auch im Gemeinderat, wo um den durch Barrys Tod frei gewordenen Sitz bald ein erbitterter Kampf beginnt.

Als ich "The Casual Vacancy" vor Monaten vorbestellt habe, war über das Buch so gut wie nichts bekannt. Aus verschiedenen Quellen war zu erfahren, dass Rowlings erster Roman für Erwachsene ein Krimi sein würde, und darauf habe ich mich eingestellt. Beim Lesen wurde mir aber schnell klar, dass das mit dem Krimi offenbar eine Fehlinformation war. Ich würde den Roman als (Sozial-) Drama beschreiben oder - wie es im Klappentext heißt - "A big tale about a small town". Das erinnert ein bisschen an "Tales of the City", und tatsächlich haben die beiden Romane etwas gemeinsam: Beide erzählen etappenweise die Geschichte(n) von ganz unterschiedlichen Menschen einer Stadt, wobei "The Casual Vacancy" deutlich ernsthafter ist und mit wesentlich weniger Humor auskommt.

Die Story wird aus der Perspektive ganz unterschiedlicher Charaktere erzählt - von Anwalt Miles und seiner chronisch unzufriedenen Frau Sam über die aus London zugezogene Sozialarbeiterin Kay bis hin zu Teenager Krystal, die aus einer der Problemfamilien in 'the Fields' stammt - beim Lesen lernt man Menschen aus allen sozialen Schichten der Stadt kennen, und durch diese Vielfalt wird Pagford nach und nach lebendig. Wirklich sympathisch sind die wenigsten der Figuren, und so richtig glücklich (oder zumindest einigermaßen zufrieden) ist keine.

Die Sprache ist teilweise sehr derb (was offenbar einige Leser etwas geschockt hat - von der Autorin der Harry Potter-Bücher erwartet man so etwas eben nicht), aber sie passt immer perfekt zu dem Umfeld, das gerade beleuchtet wird. In einem Buch, dessen Figuren teilweise aus sozial schwachen und sehr schwierigen Verhältnissen stammen (Drogen, Gewalt, Kleinkriminalität, Prostitution usw.), sollte man sich über das Fehlen jeglicher Romantik, mangelhafte Grammatik und zahlreiche (teils sehr vulgäre) Kraftausdrücke nicht wundern. Rowling zielt mit ihrem Roman in jeder Hinsicht auf absolute Realitätsnähe ab, und ich zumindest finde, dass ihr das auch sprachlich gut gelungen ist. Natürlich darf man "The Casual Vacancy" nicht mit Harry Potter vergleichen - dort wäre die Sprache in der Tat völlig fehl am Platz. Nur: Krystal ist keine entzauberte Version von Hermione, und auch wenn die Weasleys in bescheidenen wirtschaftlichen Verhältnissen leben: 'the Burrow' hat mit 'the Fields' absolut nichts gemeinsam.

All das klingt nicht gerade nach einem Wohlfühlroman mit gute-Laune-Garantie - ist es auch nicht, ganz im Gegenteil. Und trotzdem habe ich das Buch zu meiner eigenen Überraschung ausgesprochen gern gelesen. Es ist exzellent geschrieben und bietet eine ganze Reihe glaubhafter Charaktere mit interessanten Geschichten. Tatsächlich gab es keine einzige Erzählperspektive, die ich nicht mochte - und das, obwohl mir einige der Figuren wirklich von Herzen unsympathisch waren. J. K. Rowling hat sich mit diesem Roman so weit von Harry Potter entfernt wie nur möglich: er ist nichts für Jugendliche, hat mit Fantasy absolut nichts zu tun, es gibt keine eindeutige Grenze zwischen Gut und Böse, und wer auf ein Happy End hofft, der hofft vergeblich. Das ist sicher nicht jedermanns Sache, und einen (großen?) Teil ihrer alten Fans wird Rowling mit Romanen wie diesem wohl eher verschrecken, aber mich zumindest hat "The Casual Vacancy" beeindruckt und wirklich begeistert. Es gibt also ein Schriftstellerleben nach Hogwarts - wer hätte das gedacht?!

Bei Büchern bin ich mir oft nicht ganz sicher, wie ich sie bewerten soll. Wenn man sich aber schon beim Aufstehen darauf freut, nach der Arbeit weiterlesen zu können... wenn man abends das Licht nicht ausmachen will, weil man sich eben "nur noch ein paar Seiten" (und noch ein paar und noch ein paar...) gönnen möchte... kurz: wenn man ein Buch 'absolutely unputdownable' findet, dann muss man nicht überlegen, dann kann man nur fünf Sternchen vergeben. So wie ich in diesem Fall.
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bewegend, 17. Februar 2013
Rezension bezieht sich auf: The Casual Vacancy (Gebundene Ausgabe)
Barry Fairbrothers Tod setzt Bewegungen in Gang, die uns die geschlossene Gesellschaft der Kleinstadt Pagford vorführen.
Im Mittelpunkt der Erzählung steht die – an Ibsen erinnernde – Tragödie der 16jährigen Krystal Weedon. Sie hatte ihr elendes Leben bisher ertragen, weil es zwei Stützen gab: die Förderung durch Barry Fairbrother und die Sorge für ihren kleinen Bruder Robbie. Fairbrother stirbt, und bei ihrem verzweifelten Versuch, für sich und Robbie eine Zukunft zu schaffen, verschuldet sie unbeabsichtigt auch noch Robbies Tod. Ihr bleibt nur noch der Weg in den Selbstmord.
Krystal gilt in der Kleinstadt als hoffnungslos verdorben, nur der Leser erkennt ihre Reinheit unter der rauhen Schale. Das Gemeindeleben und die einzelnen Menschen, in denen man leicht seine eigenen Mitbürger wiedererkennt, sind völlig normal und zugleich heillos verstrickt. Diese Verhältnisse fordern ein Opfer, und das ist Krystal. Ihr symmetrisch zugeordnet ist die ebenfalls, wenn auch auf andere Art vom Schicksal gebeutelte Sukhvinder; sie wird jedoch durch dieselben Ereignisse gewissermaßen „gerettet“, nicht zuletzt durch Krystals Tod.
Rowling hält sich nicht lange mit formalen Experimenten auf. Sie hat eine Geschichte zu erzählen und langweilt den Leser nicht mit Darlegungen über die Schwierigkeit, eine Geschichte zu erzählen. Sie ist selbstverständlich die allwissende Erzählerin, die auch die Gedanken und Gefühle ihrer Gestalten kennt – wie denn nicht, sie hat sie ja selbst erfunden. Rowling führt uns die mehr oder weniger beschränkten Personen vor, ohne eine von ihnen gänzlich zu verurteilen. Sie hat und weckt Verständnis auch für das Abstoßende der Charaktere; Zynismus ist ihr fremd. Sie klagt nicht an und predigt keine Moral. Trotzdem oder gerade deshalb hat sie ein sehr moralisches Buch geschrieben. Die Meisterschaft, mit der sie diese von „Harry Potter“ so verschiedene Aufgabe - auch sprachlich - bewältigt hat, kann man nur bewundern.
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63 von 78 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Entlarvende Milieustudie, 28. September 2012
Von 
Vio - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 100 REZENSENT)   
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The Casual Vacancy (Gebundene Ausgabe)
Kein Blick ins Buch, keine Vorabexemplare an die Buchkritiker und dazu eine Geheimhaltung wie zu Harry Potters besten Zeiten: Vor der Veröffentlichung von "The Casual Vacancy" ist kaum etwas über die Handlung des ersten Buches von Joanne Rowling nach dem weltweiten Harry-Potter-Erfolg an die Öffentlichkeit gedrungen.

Diese Vorgehensweise macht neugierig:
Geht es einfach nur darum, den Verkauf durch den größtmöglichen medialen Hype in lichte Höhen zu treiben? Ist das Buch vielleicht so langweilig oder misslungen, dass die Leser und Leserinnen es noch vor dem Erscheinen der ersten Kritiken und Rezensionen vorbestellen und kaufen sollen? Oder befürchtet der Verlag, dass die Leser und Leserinnen reihenweise abspringen, sobald sie erfahren, dass das böse F***-Wort gefühlt mehrere Hunderte Mal verwendet wird und sich schlimmste menschlichen Abgründe auftun - von Drogenkonsum über häuslicher Gewalt bis zu Vergewaltigung?

Wie auch immer, ich habe mir den Roman im englischen Original und in der deutschsprachigen Übersetzung gekauft und habe es (bis auf kurze Pausen) in einem Rutsch gelesen. Da bislang nur wenig über die einzelnen Romanfiguren bekannt ist, beschreibe ich zunächst kurz einige der Protagonisten, ehe ich mit der eigentlichen Rezension schließe.

Lassen Sie den mit *** gekennzeichneten Abschnitt bitte aus, wenn Sie die Figuren vor dem Lesen des Buches nicht kennenlernen möchten!
P.S.: Da Amazon die Verwendung obszöner Ausdrücke verbietet, habe ich an einigen Stellen Vokale durch Sternchen * ersetzt. Ich hoffe, dass der Text dennoch leserlich und verständlich ist.

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Es ist keine zauberhafte Welt, in welche uns Joanne K. Rowling mit ihrem ersten Buch nach dem weltweiten Erfolg ihrer magischen Harry-Potter-Reihe entführt, im Gegenteil:

+) Sozialarbeiterin Kay entwurzelt ihre halbwüchsige Tochter Gaia, um eine Affäre ohne Zukunft zu pflegen;
+) Gavin hat zwar eine Affäre mit Kay, begehrt jedoch die Frau seines Freundes;
+) Ein kleinkrimineller Mittelschicht-Familienvater benutzt seine Frau und seine Söhne als Boxsäcke und wird dafür von seiner Frau auch noch in Schutz genommen;
+) Andrew, der Sohn des Prügelvaters, stellt seinen alten Herrn aus Rache bloß und verliebt sich in Gaia;
+) Andrews bester Freund Fats, Adoptivsohn des Schuldirektors, vög*lt Unterschicht-Mädel Krystal und malträtiert Asiatin Surkhvinder;
+) Ärztin Parminder Jawanda ist ebenso wie ihre Tochter Sukhvinder quälendem Fremdenhass ausgesetzt;
+) Die drogenabhängige (Ex-)Prostituierte Terri beschimpft ihre Teenager-Tochter Krystal gerne als H*re und fordert sie auf, zu krepieren;
+) Krystal, die Tochter der Drogenh*re, ist nicht minder obszön als ihre Mutter und versucht zu verhindern, dass das Jugendamt ihren 3-jährigen Bruder wieder ins Kinderheim steckt;
+) Und dann gibt es noch eine Reihe weiterer, oft sehr unsympathischer Charaktere, mit denen man sich gar nicht erst identifizieren möchte, die Intrigen schmieden, ihren Nachbarn nur das Schlechteste wünschen, Klatsch, Tratsch und falsche Anschuldigungen verbreiten ...
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REZENSION:
Mit ihrem neuen Roman hat Jo Rowling eine ernüchternde, gesellschaftskritische Milieustudie abgeliefert:
Sie beschreibt eine zerstrittene Kleinstadt, in welcher nach dem Tod des "Gutmenschen" Barry Fairbrother die Klingen gewetzt werden: Die Wohlhabenden versuchen sich von den Armen abzugrenzen, die Armen wiederum halten sich mit Kleinkriminalität über Wasser; Kinder und Eltern sind einander spinnefeind und haben für einander nichts als Hass und Verachtung übrig; Lehrer/innen, Sozialarbeiter/innen und Ärzte/Ärztinnen kämpfen auf längst verlorenem Posten.

Rowling beschreibt Charaktere, wie sie in jeder Stadt in jedem Land vorkommen, sie beschreibt dysfunktionale Familienverhältnisse, die von gegenseitigem Unverständnis und roher Gewalt geprägt sind, erzählt von einer Lehrerin, die sich nicht durchsetzen und die ihr anvertrauten Schüler/innen weder vor Mobbing beschützen noch zügeln kann; beschreibt eine nutzlose Mutter, die nicht wahrhaben will, was ihr Kindheitsfreund ihren Kindern antut.

Dafür benutzt sie eher einfach gehaltene Worte und Sätze und saftige Dialoge, die mit ihrer Realitätsnähe und Authentizität überzeugen. Rowling hat kein literarisches Meisterwerk geschaffen (von mir bekommt das Buch 4 bis 5 Sterne), sondern schreibt so, wie geredet wird: Die Wortwahl ist oft ordinär und vulgär, schamhaft sollte der Leser/die Leserin also nicht sein.

Wenn Sie, lieber Leser/liebe Leserin, es nur schwer ertragen können, eine Geschichte zu lesen, die von Eltern und Kindern erzählt, die einander verachten, von Frauen, die weder sich selbst noch ihre Kinder vor Gewalt schützen, von "braven" Bürgern, die fiese Intrigen schmieden, von Jugendlichen, von auf dem Friedhof vollkommen gefühllosen Geschlechtsverkehr haben und all dies in Dialogen verarbeitet, die vor wüsten verbalen Ausdrücken strotzen, können Sie sich die Lektüre dieses Buches und den Ärger über die Zeit- und Geldverschwendung ersparen.

Sollten Sie sich doch für den Kauf (oder für das Ausborgen) dieses Romans entscheiden, erwartet Sie meiner Meinung nach eine gut erzählte Geschichte mit einer Vielzahl an Protagonisten und Handlungssträngen, welche Rowling gekonnt miteinander verknüpft. Besonderes Augenmerk hat sie meines Erachtens nach auf ihre jugendlichen Protagonisten gelegt, die für mich persönlich die interessantesten Figuren des Romans sind.

Die Geschichte beginnt mit dem Tod der "guten Seele" der Gemeinschaft und endet tragisch mit zwei weiteren Todesfällen. Bei der Beerdigung kommen sie schließlich zusammen, Freund und Feind, Arm und Reich, die Bewohner der "Unterschichtsiedlung" und der hübschen viktorianischen Häuser, hinter deren schicken Fassaden sich das gleiche Grauen abspielt wie im Plattenbau.

P. S.: Wer die englische Originalausgabe liest, sollte darauf gefasst sein, dass die (Unterschicht)Figuren nicht gerade feines Oxford-Englisch sprechen! Der Slang ist gewöhnungsbedürftig und könnte Leser/innen mit weniger guten Englischkenntnissen aus dem Konzept bringen.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen enjoyable read, 18. Mai 2013
Von 
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The Casual Vacancy (Kindle Edition)
I was lost in this book on my train journey to Paris, a great way to pass the time. Well put together and building up to a climax that I knew had to come but had not expected.
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18 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Harrowing but unputdownable, 1. Oktober 2012
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The Casual Vacancy (Gebundene Ausgabe)
This novel is certainly not what Harry Potter fans would be expecting. One gets the impression that Rowling has done her damnedest to move from fantasy to a hyper real world where the reader is not spared any of the tragedies of the life of real British teenagers, who in this story, do not have Hagrid or Dumbledore to save them. The characters are well drawn, the wit sharp and ruthless, the suspense picks up after the first quarter of the book when for two nights running I found myself unable to put it down, whilst knowing that there was a good chance of tormented dreams after reading about the tragic lives of several of the teenage characters. Definitely not light hearted but also recommended. I think it is extraordinarily difficult for an author like Rowling to release a novel into the public sphere which is in no way similar to her many much loved novels without it being strongly judged. Still a great novel though, just set aside any hopes for a Potter encore.
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13 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Voldemort wird direkt sympathisch..., 5. Oktober 2012
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The Casual Vacancy (Gebundene Ausgabe)
...wenn man "The Casual Vacancy" liest. Es ist ein dickes Buch, anfangs hat man mit den vielen Namen der Dorfbewohner zu kämpfen. Dann bekommen die Figuren Gesichter, die Umgebung Gestalt, und der Leser wird in den Strudel der Bösartigkeit, der Intrigen und der Häßlichkeit der Romanfiguren hineingezogen.
Was passiert, klingt nach alltäglichem Leben: Ein Gemeinderatsmitglied stirbt eines plötzlichen, aber natürlichen Todes, die Witwe trauert, man setzt Wahlen an, um seinen leeren Platz zu besetzen. Ein dicker, jovialer Geschäftsmann eröffnet ein Cafe und feiert Geburtstag. Ein Rechtsanwalt kümmert sich um die Probleme der Witwe und Erbin. Ein anderer kandidiert für die Gemeinderatswahl. Ein paar Teenager plagen sich mit der Schule und ihren Eltern. Ein paar Ehefrauen sind gelangweilt. Ein paar Asoziale wursteln und resignieren abwechselnd. Ein zurückgebliebenes Kleinkind hat Durst. Normaler kann man sich das Leben kaum vorstellen, oder?
Nun kommt J.K.Rowlings meisterliche Erzählkunst zu Tage: Die ganze Dorfgeschichte wird in glänzender Beschreibung wie unter einem maliziösen Vergrößerungsglas als Inkarnation garstigster Niedertracht, schmutzigster Denk- und Lebensart, schmählicher Feigkeit bloßgestellt. Zusammengefaßt: Homo homini lupus (der Mensch ist des Menschen Wolf). Diese sogenannten "normalen" Menschen sind so widerlich (und dann auch wieder einfach nur menschlich), daß man im Dunklen Lord aus Rowlings Potter-Serie direkt einen liebenswürdigen, wenn auch machthungrigen alten Trottel sehen könnte.
Das Buch mit seiner, ah, deftigen Sprache, seinen Inhalten von Drogenmißbrauch, Vergewaltigung, Denunziation, Mord und allgemeinen menschlichen Abgründen ist kein Buch für schwache Nerven oder Gutmenschen. Der exzellente, plastische Schreibstil Rowlings erwirbt diesem Buch (gerade noch) vier Sterne. Nur: Solche Geschichten gibt es viele, und gerade Großbritannien hat schon viele Autorinnen hervorgebracht, die ebenso gut zu diesem Thema schreiben können: Von Maeve Binchy oder Ruth Rendell, beispielsweise, bis hin zur vernichtenden Kritik menschlicher Charaktere in Mary W. Shelleys Schauerroman "Frankenstein".
Die Hogwarts-Welt hingegen ist einmalig. Man möchte J.K.Rowling bitten, bei ihrem Leisten zu bleiben.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen A work of courage, 21. März 2013
Von 
Aviott John (Vienna, Austria) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The Casual Vacancy (Gebundene Ausgabe)
This is a brave book. Magnificently written, as is only to be expected from someone who has woven a tapestry of sustained literary magic for a series of seven books. This one is completely different, rooted in the mundane, the unglamorous everyday world. It paints a bleak picture of the world of chronic unemployment, growing up on the dole and the lack of self-worth that it sometimes engenders, the immense difficulties faced by someone who tries to bootstrap herself out of this situation, and of the well-meaning people who try to help, whose efforts are often futile. A bleak book, but a portrait truly drawn, with rays of hope, well worth reading.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen A very different perspective to JKR, 6. März 2013
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The Casual Vacancy (Kindle Edition)
I bought this as I had read most of the Harry Potters and enjoyed the creativity of the books. Not the kind of book that I would normally buy, I usually buy thrillers. But somehow it was written compellingly, I just had to keep dipping in till it was finished. I saw other critics had written that it was too descriptive, this was for me not the case, I could picture the characters and the settings, from her prose beautifully. I thoroughly enjoyed the book and don't regret buying something different to my normal habits.
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23 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Radikalstmöglicher Abschied von der Potterwelt, 28. September 2012
Von 
Michael Dienstbier "Privatrezensent ohne fina... (Bochum) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: The Casual Vacancy (Gebundene Ausgabe)
Es ist der radikalstmögliche Bruch, den J.K. Rowling da vollzogen hat. Keine fantastischen Welten mit schlossartigen Schulen und weitreichenden Landschaften, keine Zauberlehrlinge mit doch menschlich-allzumenschlichen Problemen, keine simplistischen Charakterzeichnungen mehr, bei denen, erstens, völlig klar ist, wer gut und wer böse ist, und, zweitens, von Beginn an deutlich wird, dass sich an dieser übersichtlichen Rollenverteilung auch nichts ändern wird. Stattdessen siedelt die Autorin die Handlung von "A Casual Vacancy" im fiktiven englischen Kaff Pegford an, dessen Provinzialität und Überschaubarkeit dem Leser in aller Deutlichkeit vor Augen geführt wird. Die Rollen im Dorf scheinen klar verteilt, das Leben so weit harmonisch, die Scheinheiligkeit scheint sich in Grenzen zu halten.

Doch der plötzliche Tod des gerade einmal knapp über vierzigjährigen Gemeinderatmitgliedes Barry Fairbrother erweist sich als ein Katalysator, um die hauchdünne Decke der Zivilisation zum Einsturz zu bringen und Abgründe der menschlichen Psyche an die Oberfläche zu spülen. Im Kampf um den frei gewordenen Platz im Rat fängt die Dorfgemeinde an, sich völlig zu zerfleischen. Alte Rechnungen werden beglichen, jahrelange Freundschaften zerbrechen, lange verdrängte Verletzungen brechen auf und verwandeln so das einstmals beschauliche Pegford in eine Art Kriegsgebiet, wo die üblichen Konventionen zwischenmenschlichen Verhaltens bald keine Bedeutung mehr haben.

Voldemort repräsentierte das Böse an sich, was auch etwas beruhigendes hatte, da jeder wusste, woran er war. Das ist in "A Casual Vacancy" anders. Das abgründig-böse Element lauert hier in jedem Menschen und es ist nur eine Frage der Zeit beziehungsweise der Gelegenheit, bis es sich offenbart. Rowling verdeutlicht das mit vielen drastischen Schilderungen und einer bemerkenswert direkten Wortwahl (auch das wahrscheinlich, um nur bloß keinen Vergleich mit ihren Zauberlehrlingsbüchern vergangener Tage zuzulassen), so dass man die Beschreibung als "Roman für Erwachsene" durchaus ernstnehmen sollte.

Ist "A Casual Vacancy" ein guter Roman? Er ist zumindest kein schlechter. Die Selbstzerfleischung der Dorfgemeinde wird recht überzeugend und mit einer Prise schwarzen Humors dargestellt, was die Lektüre des Romans spannend und unterhaltsam gestaltet. Das alles jedoch hat es aber schon gegeben und oftmals auch in besser. Ein bisschen Sozialkritik à la Dickens und ein wenig Persönlichkeitssezierung nach Art von Dostojewski wehen durch den Roman. Zudem hat mich die Art, wie Rowling eine scheinbar gut-bürgerliche Mittelschichtswelt einstürzen lässt, indem sie deren Heuchelei zum Vorschein bringt, teilweise an die Romane von Philip Roth oder Jonathan Franzen erinnert. Doch Rowling erreicht zu keinem Zeitpunkt das Niveau der oben genannten Autoren. Doch sollte sie als eine der weltweit am meisten gelesenen Autorinnen dieser Tage bereit sein, sich diesen Vergleichen zu stellen.

Fazit: Wer etwas erwartet hat, was auch nur ansatzweise Harry Potter ähnelt, wird enttäuscht werden. Dito, wer leichte Kost erwartet. Wer sich seine Zeit mit einem soliden Roman über die Fähigkeit des Menschen anderen zu schaden vertreiben will, ist hier gut bedient, sollte jedoch nicht davon ausgehen, mit Innovationen erschlagen zu werden.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Too depressing, 8. August 2013
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The Casual Vacancy (Kindle Edition)
The story shows life very realistic. People are like normal people, no heros. But for me, the whole book is more depressing than enjoyable...
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The Casual Vacancy
The Casual Vacancy von Joanne K. Rowling (Gebundene Ausgabe - 27. September 2012)
EUR 11,00
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