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Kundenrezensionen

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am 27. Juni 2011
Ich habe diese Bücher geradezu verschlungen. Dass sie eigentlich Jugendbücher sein sollen, war mir schon nach wenigen Seiten entfallen (ich glaube, es macht sich -wenn überhaupt- nur an dem Fehlen von allzu heißen Liebesszenen bemerkbar). Ich bin auch nicht sicher, ob alle Jugendlichen eine so desillusionierende Story vertragen. Denn eins wird beim Lesen schnell klar: Aus dieser Geschichte kommt keiner heil und glücklich heraus.

Für mich als Erwachsene war dies eins der besten Fantasy-/Science Fiction-Bücher seit langem. Vielschichtig, unglaublich packend und geradezu beklemmend folgerichtig - ohne (wie so viele andere) mit zu vielen Details und geschichtlichen Hintergründen zu langweilen. Das Leben (und Sterben) der Leute in den Distrikten ist unmenschlich und brutal, und trotzdem wird man das Gefühl nicht los, dass sich in einer gar nicht allzu fernen Zeit alles tatsächlich genau so zutragen könnte... Suzanne Collins schildert eine mögliche Welt, die bis ins Detail schlüssig ist. Und genau wie in der Realität gibt es hier unerwartet viele "Grautöne". Klar, das Capitol ist durch und durch böse, und die Rebellen sind durch und durch gut ... bis man einen Blick hinter die Kulissen wirft und feststellen muss: Keine Friede-Freude-Eierkuchen-Idylle. Das macht das Beklemmende der Geschichte aus: Nichts ist einfach nur gut. Alles ist teuer erkauft. Keiner der Helden kommt mit einer blütenweißen Weste aus der Sache raus, und es gibt auch kein "Happily ever after". Nach solchen Erlebnissen kann einfach niemand mehr happy sein. Übrig bleiben verwundete Menschen, die mühsam erste Schritte in ein neues Leben versuchen, und die Hoffnung, dass es künftig besser wird...
Dem Ende voran geht eine abenteuerliche, aber selten wirklich unbeschwerte Geschichte mit vielen einfallsreichen Wendungen. Und obwohl selbst die Helden voller Schwächen stecken, falsche Entscheidungen treffen oder gar zu verwerflichen Mitteln greifen - sie bleiben immer lebendig, menschlich und liebenswert. Wie die unangepasste und doch so verwundbare Katniss mit ihren Schicksalsschlägen zurechtkommt, wie sie unter unfassbarem Druck versucht, wenigstens einen Rest ihrer Ideale zu retten - das ist so fesselnd geschildert, dass ich mitfiebern musste bis zum Schluss.

Zur "Hardware":
Ich würde jedem, der die Möglichkeit hat, unbedingt empfehlen, die Geschichte im amerikanischen Original zu lesen.
Und wer -so wie ich- Wert darauf legt, dass seine Lieblingsbücher nicht so schnell aus dem Leim gehen, dem lege ich die wunderschön aufgemachten, gebundenen Bücher dieses Boxsets ans Herz.
44 Kommentare|118 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 30. August 2010
Lange wurde der abschließende Band der Trilogie mit Spannung erwartet, ließ das Ende des zweiten Bandes doch eine Menge Fragen offen.

Katniss und die anderen, wenigen Überlebenden aus Distrikt 12 leben mittlerweile unter der Erde im offiziell nicht mehr existierenden Distrikt 13. In den anderen Distrikten schließen sich immer mehr Menschen den Rebellen an und das Capitol schlägt ohne Erbarmen zurück. Wie wird der ungleiche Kampf ausgehen und wer wird überleben...

Schnell war ich wieder in der Welt von Panem gefangen, die manchen Teilen unserer eigenen gar nicht so unähnlich ist. In den ersten Kapiteln geht es noch etwas ruhiger zu, die veränderten Lebensumstände in Panem und die Gedanken von Katniss werden vorgestellt, danach wird es wieder rasant spannend. Suzanne Collins fesselt die Leser durch überraschende Wendungen und man fiebert wieder mit den Figuren.

Während es in den ersten beiden Bänden vorwiegend um das Überleben von Katniss, Peeta und einigen anderen geht, steht jetzt viel mehr auf dem Spiel. Das Capitol ist bestrebt, die eigene Macht zu erhalten und schreckt scheinbar vor nichts zurück. Fast hat man den Eindruck, das Capitol würde ganz Panem in eine riesige Arena verwandeln wollen.

Katniss fühlt sich schuldig für den Tod der meisten Bewohner ihres Heimatdistrikts, ist sich sicher, dass alle noch leben würden, wenn sie in der Arena anders gehandelt hätte und Präsident Snow nicht so provoziert hätte. Außerdem hat sie das Gefühl, ganz alleine zu sein, denn Peeta ist in den Händen von Präsident Snow, mit Gale scheint sie mehr Differenzen als Gemeinsamkeiten zu haben und die meisten anderen können kaum nachvollziehen, wie der zweifache Aufenthalt in einer Arena und der Druck durch Präsident Snow ihr Wesen verändert haben. Gleichzeitig werden von den Aufständischen natürlich hohe Erwartungen an Katniss gestellt, die sie nicht erfüllen kann ohne Peeta zu gefährden und gleichzeitig zum Spielball der anderen Machthaber zu werden.
ACHTUNG SPOILER-GEFAHR Statt der extremen Form des Reality-TV gibt es diesmal Propaganda auf allen Seiten und die noch nicht 18-jährige Katniss muss sich in der veränderten Welt so schnell wie möglich zurecht finden, um ihr Überleben und das vieler anderer zu sichern. Als frühere Einzelgängerin und durch die psychischen Folgen der letzten Jahre fällt ihr das nicht gerade leicht. Der dritte Band ist ein Buch über einen ungleichen Krieg. Die Beziehung von Katniss zu Gale und Peeta tritt weitgehend in den Hintergrund und das macht diesen Band noch düsterer als die beiden Vorgänger. ENDE SPOILER

Suzanne Collins gelingt es wieder, die Figuren sehr lebendig und realistisch zu zeichnen, sowohl die Haupt- als auch die Nebenfiguren mit Stärken und Schwächen und überzeugendem Verhalten auszustatten. Die Entwicklung von Katniss, Peeta und Gale gefiel mir besonders gut, sowie, dass Suzanne Collins die perfiden Methoden des Capitols und die Folgen des Kriegs realistisch darstellt.

Fazit:
Ein gelungener und stimmiger Abschluss der Trilogie, mit einem für mich überraschenden Ende, das kaum Fragen offen lässt, allerdings auch deutlich brutaler ist als die beiden vorangegangenen Teile. Deshalb kann ich auch der Altersempfehlung "ab 12 Jahre" nicht zustimmen, sondern würde diesen Band frühestens ab 14 Jahren empfehlen.
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am 30. Januar 2012
Seit geraumer Zeit hält sich nun die Hunger Games Trilogie in den Bestseller Listen.
Wie oft habe ich die Bücher in der Hand gehalten, den Umschlagtext gelesen oder mal durchgeblättert...
Doch irgendwie konnte mich die Story nie so ganz überzeugen.

Und dass obwohl ich wirklich viel Jugendliteratur "verschlinge".
Also wieder weggelegt. Vielleicht ein anderes Mal.

Jetzt muss ich zugeben - überzeugt hat mich vor einigen Wochen der Trailer im Kino.
Zum ersten Mal habe ich der Geschichte was abgewinnen können, der Trailer an sich war schon ziemlich spannend.
Aber den Film dann schauen ohne vorher die Bücher zu lesen? Undenkbar!
Damit geht ja die ganze Fantasie flöten...

Also hab ich mir gleich alle drei Bände besorgt und den ersten in 3 Tagen regelrecht in mich aufgesogen.
Ich habe lange nichts mehr gelesen, dass so spannend und mitreißend war und mich so vollkommen in seinen Bann gezogen hat.

Die Schauplätze und Charaktere sind gut ausgearbeitet und meine Vorstellungskraft ist geradezu mit mir durchgegangen, so bildlich habe ich jede Seite miterlebt. Auch die richtige Portion Gesellschaftskritik fehlt hier sicher nicht.

Auch sprachlich ist das Buch für mich auf dem richtigen Niveau.
Ich lese so gut wie jeden Roman in Englisch. Sicher sind hier und da immer wieder Wörter dabei, die mein Vokabular nicht hergibt. Nicht in Hunger Games. Ich habe gerade mal 2 Wörter nachschlagen (aus reinem Interesse, man kann die Bedeutung ja gut aus dem Zusammenhang heraus kriegen).
Manch einer mag da sagen, das sprachliche Niveau wäre evtl. zu niedrig.
Ich genieße es aber sehr, wenn ich einen Roman absolut flüssig lesen kann und so voll und ganz in die Geschichte eintauche.

Von mir also eine klare Lese- und Kauf-Empfehlung.
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am 16. März 2012
Bis vor kurzem hatte ich noch nie von den Hunger Games Büchern oder das ein Film hierzu heraus kommt gehört.
Die deutsche Übersetzung (Die Tribute von Panem) war mir zwar schon im lokalen Buchladen aufgefallen, aber zum Kauf hat es nie gereicht.
Die Zusammenfassung hat mich im ersten Moment gleich an den Schwarzenegger Film "Running Man" erinnert und grundlegend geht es auch um das gleiche.
Allerdings ist Hunger Games ungleich komplexer und man erfährt sehr viel über Panem und seine Distrikte (entspricht den USA nach einen Atomkrieg) sowie das Leben der Menschen. Die Haupstadt regiert Panem mit eiserner Hand und reagiert mit extremer Härte gegen jedweden Ungehorsam und während die Bewohner der Hauptstadt im Überfluss schwelgen müssen die meisten Bewohner der Distrikte Hunger leiden, obwohl sie es sind, die Rohstoffe und Geräte an die Hauptstadt liefern.
Hierzu kommt auch das jeder Distrikt jährlich 1 Jungen und ein Mädchen zu den Hunger Games schicken muss, wo sie gegeneinander kämpfen müssen bis nur noch einer übrig bleibt. Hier setzt das Buch an und man begleitet Katniss, Peeta etc. von deren Nominierung für die Spiele über das Training und die Kämpfe in der Arena bis...
Lest selbst was sonst noch passiert, Ihr werdet es nicht bereuen :)
Es geht aber nicht nur um die Kämpfe, sondern um Freundschaft, Liebe, Verrat und man erfährt viel über das bisherige Leben der beteiligten.
Insgesamt sind die Bücher sehr spannend geschrieben und ich musste mich teilweise wirklich zwingen sie aus der Hand zu legen.
Ich freue mich nun bereits auf den Kinofilm, der noch diesen Monat anläuft und hoffe das er den Büchern gerecht wird.
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am 30. August 2010
With Mockingjay, Suzanne Collins achieves what few authors ever achieve: each book is an improvement to the previous book, even though this seems hardly possible. once again, you dive right into Katniss world right after the very first sentence. If you thought the world of Panem was a desperate and gloom place before, wit until you read Mockingjay. The brewing rebellion of Catching Fire has become a full blown war. What I've always admired about Suzanne Collins as an author is her ability to create such deep, powerful and atmospheric scenes that always captivate you and put you on a rollercoaster ride of emotions. I also loved her use of First Person POV in her whole Trilogy, as all the emotions are even better transported and so much more personal through the eyes of Katniss.

Just like in the previous books, the characters we know change, evolve and grow and not always is the change for the better. It is however in every case masterfully written and skilfully designed by Suzanne Collins.

In the first part of the book, Katniss has to come to term both with her new surroundings and the role the rebels have designed for her. She definetly grows in this book, in every aspect: she grows up even more, grows into her role as Mockingjay (once she accepts it) and face/voice of the rebellion, but as the story goes on, she also grows slightly insane due to all the things she sees, does and has to suffer from. Some might argue that Katniss seems to be cold and unfeeling when it comes to her love interests, but I guess you always have to keep in mind the things she has gone through. No could come out of something like that undamaged.

Especially Gale changes in my opinion more to he negative. His sympathy for the rebels and their cause has always been known, but Mockingjay portrays him as someone who becomes rather ruthless.

I don't want to give away too much about the story, but as always, it's gripping, surprising and captivating.

Even though Mockingjay is a Young Adult book, Suzanne Collins is not afraid to picture war with all its cruelties. Also, just like in the previous books, the underlying social criticism and political issues send a message that can't and should not be forgotten. This book seems to pose the moral question of 'How far can you go in a war before you become what you fight?'.

These two aspects however make me doubt the recommendation of th German amazon page, which recommends it to kids from the age of 12.

The end was not how I would have wished it to be but it is nonetheless the fitting and right end for it. It's not a Happily Ever After, but not as horrible as it could have been.

Real or not real, Mockingjay is the perfect end for a remarkable, astonishing and thouroughly brilliant series? Definetly true. For me, it's one of one of the best YA series I've ever read.
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am 2. Juli 2012
Sooo, habe gestern Nacht Teil 3 zu Ende gelesen. Heulend wie ein Schlosshund XD Seltsam, dass ich gerade bei Jugendbüchern so sentimental werde. Als würden sie mich zurück ins Teenie-Alter versetzen.

Hunger Games. Das erste Mal habe ich davon gehört, als ich den Filmtrailer in einer Kinovorschau gesehen habe. Sah spannend aus, gefiel mir. Habe mich aber zusammengerissen und bin NICHT ins Kino gegangen, da ich diesen Film einfach sabotieren musste (lange Geschichte). Aber die Bücher, die habe ich mir gekauft.

Der erste Satz ist ein schockierender Moment: das Buch ist in PRÄSENS geschrieben! Och nööö... das erste Buch das ich in dieser Erzählweise gelesen habe, hat es ganze 2 Kapitel lang überstehen dürfen (ich kann mich nicht mal mehr an den Titel erinnern). Und nun habe ich eine Trilogie vor mir! Kann ja heiter werden...
Aber, ich muß sagen, Collins schafft es bereits auf den ersten Seiten eine Spannung zu erzeugen, ein Interesse an der Geschichte. Sie beschreibt die Welt Panem in kurzen Sätzen, einer einfachen Sprache, ohne zu viele Informationen preiszugeben. Man erfährt nach und nach in groben Umrissen, dass wir die Zukunft schreiben. Die Welt ist verändert durch Naturkatastrophen, die Gesellschaft wie wir sie jetzt haben existiert nicht. Vieles bleibt offen - wie z.B. der Rest der Welt aussieht, welches Jahr es ist, wie genau das Kapitol in die Bezirke entstanden sind. Was meiner Meinung nach in Ordnung ist.

Ich will an dieser Stelle auch gar nicht groß auf den Inhalt eingehen. Nur eben das beschreiben was mir persönlich gut gefallen hat.

Panem ist im Grunde genommen wie unsere Welt, nur eben etwas überspitzt. Damit auch "einfache Gemüter" - in diesem Fall Jugendliche ab 12 Jahren - Parallenen ziehen können und erkennen: hey, unsere Gesellschaft funktioniert eigentlich auf genau die gleiche Weise. Die Tatsache erkennen, dass der größte Teil der Erdbevölkerung in Armut lebt und Hunger leidet, während der andere, bedeutend kleinere Teil, im Überdruss lebt. Lebensmittel und Ressourcen verschwendet. Auf die verrücktesten Ideen in Sachen Mode, Schönheitsideale und Unterhaltung kommt.
Besonders schön finde ich dazu eine Stelle aus Band 3 (keine Sorge, kein Spoiler ;-)), als ein Bürger des Kapitols unfreiwillig in einem Bezirk landet und von allen angestarrt wird, weil er/sie eine besonders auffällige Schönheitsbehandlung hinter sich hat. Er/sie wird von allen angestarrt und wie eine Erscheinung aus dem Gruselkabinett aufgenommen. Ein Kind sprich ihn/sie dann naiv und offen darauf an warum er/sie denn so aussieht. Als Antwort kommt ein "Es sollte schön sein." und dann bricht diese Person in Tränen aus.
Es gibt noch mehr solcher Momente.

Das ist das, was in an diesen Büchern besonders zu schätzen weiß. Wie die Masken langsam bröckeln. Wie die Erkentniss durchsickert. Bei den Protaginisten und bei den Lesern. Die Spiele sind ein Teil davon, wenn auch ein kleinerer. Es wird nicht besonders brutal dargestellt, nicht körperlich. Die Verletzungen, die besonders blutig und ekelig beschrieben werden, sind meist nicht tödlich. Also ein-zwei Tote gibt es schon, die näher beschrieben werden und man denkt: uuuugh... ob das jugendfrei ist? Meiner Meinung nach schon, ja. Das Groteske bei diesen Spielen soll ja nicht der Tod an sich sein, sondern die Art und Weise wie er nach Aussen präsentiert wird. Als ein lang erwartetes Event. Das highlight des Jahres überhaupt. DAS TV-Ereignis schlechthin. Jeder Spieler bekommt ein eigenes Stylisten-Team, wird behandelt wie ein VIP, Luxus ohne Ende. Zumindest die paar Tage vor den Spielen. Dann wartet auf dich der Tod, oder der größte Ruhm überhaupt. Wenn du dann in der Lage bist ihn zu genießen, wenn die Spiele - nein, nicht die Spiele an sich sondern das, das danach kommt - dich nicht in ein menschliches Wrack verwandelt haben. Nach und nach kommt es raus. Im Band 2 ist es teilweise zu sehen und teilweise zu erahnen, im Band 3 wird einem unmissverständlich die Wahrheit offenbart. Die Welt der "Gewinner".

Und das ist das andere, das mich an diesen Büchern gewegt. Die Abgründe. Es beginnt recht harmlos: eine neue Welt, zwar grausam, aber mit vielen Fluchtmöglichkeiten und Verstecken. Und dann werden einem nach und nach die Verstecke genommen. Zuerst bewegt man sich in hier und jetzt, auf Aktion erfolgt Reaktion. Später bedeutet jeder Schritt und jedes Wort weitreichende Folgen - und zwar in einem Ausmaß, welches man nicht in der Lage ist zu überblicken. Man verliert sich in Lügen und in der Angst. Band 3 war für mich ein Horrortrip. Ich habe versucht alle meine Lieblingscharaktere im Auge zu behalten, nach jedem Satz und jeder Aktion zu überlegen: ok, welche Konsequenzen hat es für den- und diejenige? Und dann einen nach dem anderen tot oder bis zur Unkenntlichkeit verändert zu sehen... mann oh mann. Und das wirklich geniale ist: Jede Geste, jede Mimik, jedes Wort hat eine Bedeutung die man später herausfindet. (ok, vielleicht nicht JEDE, aber doch ganz schön viele)

Wenn man es kurz zusammenfassen könnte, dann wäre die Moral dieser Geschichte: Im Krieg gibt es nur Verlierer. Es gibt kein Schwarz und kein Weiß. Keine Guten und keine Bösen. Einfach nur Menschen, die versuchen ihre Interessen zu verfolgen.

Ich hoffe, dass die, die sich darüber aufregen, dass es unmoralisch ist in einem Buch Kinder in die Schlacht zu schicken, einfach mal darüber nachdenken, wieviele sie selbst auf dem Gewissen haben. So krass sich das anhört: jedes Mal wenn wir an die Fleischtheke gehen verhungert irgendwo ein Kind. Weil das Getreide, das ihn am Leben halten könnte, an Rinder verfüttert wird damit wir eine schöne Mahlzeit bekommen. Wenn man einkaufen geht und ein T-Shirt für 3,50 Euro kauft, einfach mal darüber nachdenken wie der Preis zustandekommt. Dass die Baumwolle von Kindern gepflückt wird. Dass die Fabriken, die die Stoffe färben im Ausland stehen wo keine Umweltauflagen existieren und die Chemikalien einfach ins Wasser abgeleitet werden ohne gefiltert zu werden. Dass Menschen für 7,50 Euro Lohn im Monat (!!!) bis zu 12 Stunden am Tag arbeiten um diese T-Shirts zu nähen. Dass das verseuchte Wasser auf die Felder und ins Trinkwasser gelangt - und Kinder es zu sich nehmen und krank werden. Die Erde spielt schon lange Hunger Games. Mit dem einzigen Unterschied, dass wir es nicht TV-Show mäßig aufziehen. Das Ergebnis bleibt aber das selbe.
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TOP 1000 REZENSENTam 12. September 2010
Im dritten und letzen Teil der Panem-Trilogie geht es um den Krieg der dreizehn Distrikte gegen die Hauptstadt. Dreizehn? Jawohl! Die totgeglaubte Provinz wird zum Zufluchtsort heimatlos gewordener Flüchtlinge, zu denen auch Katniss gehört, denn den zwölften Bezirk gibt es nicht mehr.
Es dauert jedoch nicht lange, bis sie feststellt, dass sich die Dinge nicht unbedingt zum Besseren gewendet haben. Coin, die Präsidentin des 13. Distrikts, scheint Präsident Snow in Sachen Skrupellosigkeit in nichts nachzustehen. Sie setzt Katniss unter Druck, öffentlich als Galionsfigur der Rebellion aufzutreten, als Mockingjay, und ist dabei nicht zimperlich. Dass Gale sich in Coins System anscheinend pudelwohl fühlt, macht die Sache für sie nicht gerade leichter. Und dann ist da noch Peeta, den Snow als Repressalie gegen Katniss benutzt, damit diese sich den Rebellen nicht anschließt.
Katniss muss einige schwerwiegende Entscheidungen treffen, die sie immer tiefer in einen Krieg ziehen, den sie nicht gewollt hat, und der mittlerweile ganz Panem überrollt. Schon bald befindet sie sich wieder in einer Art Arena, in der sie nicht nur um ihr eigenes Überleben kämpfen muss, sondern um das Leben ihrer Familie und Freunde.

Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll. Ich bin immer noch völlig paralysiert von diesem Roman, dessen Handlungsverlauf mich erbarmungslos durch die Seiten gehetzt hat, denn nicht weiterzulesen war mir praktisch unmöglich - wer braucht schon Schlaf?
War ich mit dem 2. Panem Teil nicht so glücklich, weil er meiner Ansicht nach nur schwer in die Gänge kam, und am Ende mitten in der spannendsten Szene einfach aufhört, habe ich diesen Teil wie einen Fluss empfunden, der mich von Anfang an erfasst und nicht mehr losgelassen hat. Dabei arbeiten Inhalt, Aussagekraft und Schreibstil Hand in Hand, denn die intensive Erzählweise steht der Geschichte in nichts nach.
Mit Staunen habe ich hier in manchen Kommentaren gelesen, dass Rezensenten enttäuscht über das sachte auslaufende Ende waren - sie hätten lieber einen Knaller gewollt. Das habe ich so überhaupt nicht empfunden. Gerade das Ende war für mich derart eindringlich - ich konnte Katniss' Schmerz so sehr nachempfinden, dass mir dann doch ein paar Tränchen gekommen sind. Schmerz, der weder durch plumpe Effekthascherei erzeugt wurde, sondern vielmehr durch die Intensität der Gefühle einer traumatisierten Heldin, die viel zu früh erwachsen werden musste. Die das Schlimmste erlebt, die Kriegsgräuel überlebt hat, und nicht daran zerbrochen ist. Dass diese Heldin am Ende Zeit braucht, konnte ich als Leserin bis ins kleinste Detail nachempfinden.
Insgesamt finde ich, dass die Autorin das ganze Setting super-glaubwürdig und authentisch rübergebracht hat, ohne kitschigen Pathos, ohne Zuckerguss und ohne Schokoglasur.
Mensch pur. Sehr bewegend.

Für diese Reihe würde ich am liebsten 10 Sterne vergeben, allein schon der intensiven Auseinandersetzung mit Gewalt und Krieg wegen, mit Verlust und Wiederaufbau. Ein beeindruckender Roman, an dem ich noch eine Weile zu knabbern haben werde.

Zur Übersicht:
Teil 1: The Hunger Games (Hunger Games Trilogy 1)
Teil 2: Catching Fire: The Hunger Games Trilogy 2
Teil 3: The Hunger Games 03. Mockingjay (Hunger Games Trilogy)

Deutsche Übersetzung:
Teil 1: Die Tribute von Panem. Tödliche Spiele
Teil 2: Die Tribute von Panem. Gefährliche Liebe
Teil 3: Die Tribute von Panem. Flammender Zorn (Erscheint im Frühjahr 2011)
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am 21. September 2010
Nachdem ich den dritten Teil der "Hunger Games" gleich nach Erscheinen verschlungen habe, fühle ich mich nun bemüßigt eine Rezension zu Suzanne Collins Triolgie zu verfassen.
Als ich mir das Buch kaufte, hatte ich keine konkreten Erwartungen. Ich wusste gar nicht genau, wovon es handeln würde. Dann war ich so begeistert, dass ich mir sofort Teil 2 und 3 hinterher bestellte.
Zum Inhalt werde ich nichts mehr schreiben, da dies ja nicht die erste Rezension und dies daher zur Genüge geschehen ist.
Der gesamten Reihe kann und will ich einfach nur 5 Punkte geben, wobei ich bei Teil 3 einen halben Punkt abziehen würde.
Die Entwicklung von Peetah scheint mir doch recht unglaubwürdig.
Das bereits viel monierte Ende des letzten Teils zog wie im Traum an mir vorüber und nach der Lektüre wusste ich nicht so recht, was eigentlich geschehen war. So viele Ereignisse wurden auf so wenig Seiten verdichtet, derweil Katniss alles nur durch einen Schleier wahrnimmt. Und eben dieser Schleier hatte sich auch in meinem Kopf gebildet, so dass ich einige Zeit brauchte, um mir der Ereignisse bewusst zu werden und diese zu durchdenken. Das zeigt, wie sehr die Geschichte den Leser einsaugt und am Ende ganze ermattet wieder ausspuckt. Sie lässt einen nicht mehr los und ermutigt zum Nachgrübeln über Motive und Hintergründe.
Die Geschichte um Katniss und Panem ist ein wahres Meisterwerk, an Spannung und Gefühlen kaum zu überbieten. Manchmal ärgerte mich die Begriffsstutzigkeit der Protagonistin, aber das kommt des Öfteren in Jugendromanen vor. So erscheint es mir zumindest.
Ich lese wirklich enorm viel und habe doch leider nur selten Werke erlebt, die mich dermaßen mitgerissen haben und mich zum Nachdenken zwangen. Die Romane stellen die großen Sinnfragen des Lebens, sowie die Frage nach der Rechtfertigung von Krieg und Gewalt, nach Freundschaft, Familie und Verantwortung. Und wie in jedem guten Roman kommt die Liebe nicht zu kurz, wird aber auch hier immer wieder hinterfragt. So findet sich der Leser wieder in einer ganz eigenen, aufregenden Welt mit Charakteren, die zur Identifikation einladen und doch nicht einseitig sind, mit Werten und Moralvorstellungen, die unserer Gesellschaft einen Spiegel vorhalten und mit Taten, die Jugendlichen als Vorbild dienen können.
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Wir erinnern uns: Am Ende von Catching Fire (Hunger Games) wurde Katniss von den Rebellen aus der Arena befreit, während Peeta vom Capitol gefangen genommen wurde.
Auf die Beine ist sie seitdem nicht mehr gekommen, ihr Leben liegt in Scherben vor ihr. Ihre Mutter und Schwester, Gayle und seine Familie, Haymitch, Finnik, Plutarch und viele andere befinden sich zwar mit ihr in der relativen Sicherheit von Distrikt 13 (mit dem sich die Rebellen zusammengeschlossen haben), aber ihre Erlebnisse in der Arena und die lähmende Angst um Peeta lassen sie nur noch am Rande des nächsten Nervenzusammenbruchs existieren. Aber die Rebellen und die Führungsebene von Distrikt 13 haben Pläne mit ihr: Sie soll das Gesicht der Revolution bleiben. Die Menschen sollen glauben sie führe die Revolution mit Kämpfergeist und Herz an. In Wahrheit bleibt sie aber ein Spielball der Obrigkeiten. Sie weiß, dass sie benutzt wird, weiß aber auch, dass diese Stellung ihr zumindest ein wenig Macht verleiht. Macht die sie benötigt um Forderungen stellen zu können um diejenigen die sie liebt schützen zu können. Aber bald wird klar: Solange Peeta sich in der Gewalt des Capitols befindet wird Katniss nicht so funktionieren können wie sie benötigt wird.

"Mockingjay" ist ein (im wahrsten Sinne des Wortes) bombastischer Abschluss einer großartigen Trilogie. Spannend vom ersten Kapitel bis zum letzen Satz des Epilogs erlebt man mit Katniss die Revolution, das Leben im Ausnahmezustand, den Krieg und die persönlichen Verluste und seelische Qualen die sie dabei erleben musste.
Das Buch ist in meinen Augen extrem grausam brutal. Krieg ist grausam und brutal. Die seelischen Folgen des Tötens sind grausam und brutal. Manche Entscheidungen sind grausam und brutal. Menschen sind grausam und brutal.
Natürlich, nicht alle Menschen und nicht immer, aber die Grenzen zwischen Gut und Böse, zwischen Richtig und Falsch, zwischen Moralisch Vertretbar und Unmoralisch verwischen zu unterschiedlichen Grauschattierungen. Und als Leser stellt man sich permanent Fragen wie: Darf ich mit ALLEN Mitteln für die vermeintlich gute Sache kämpfen? Darf ich grausam sein weil man zu mir grausam war? Darf man Unschuldige leiden lassen wenn man so die verantwortlichen Obrigkeiten erpressen kann? Wie viele "sinnlose" Tote darf ich in Kauf nehmen wenn ich dadurch das Leben vieler verbessern kann? Darf ich Gleiches mit Gleichem vergelten? Wie viel schulde ich Freunden wenn sie zu Feinden werden?...
Ja, das Buch ist grausam und brutal, aber es stellt die richtigen Fragen, rüttelt auf, regt zum Nachdenken und darüber reden an. Das Buch glorifiziert Gewalt nicht, im Gegenteil, es zeigt ihren Preis. Am Ende gibt es keine Helden, Preise, Ehrenmedallien, Partys und Sieger.
Es gibt Tote, Verletzte, Witwen, Waisen, Trauer, Alpträume, zerstörte Seelen, Verluste, Menschen die sich auseinanderleben, Leben die nicht mehr zusammenpassen. Und es gibt die Hoffnung auf eine Bessere Zukunft für nachfolgende Generationen. Und dafür haben ihre Eltern und Großeltern einen hohen Preis gezahlt.

Aufgrund diverser blutiger Szenen, einem Spannungsbogen der den nächsten jagt und nicht nur körperlichen, sondern auch seelischen Grausamkeiten die der Leser mit den Protagonisten miterlebt habe ich die emotionale Anspannung in diesem Buch als äußerst hoch empfunden. Für ein Jugendbuch vielleicht etwas zu hoch. Die beiden ersten Bände waren ja schon nicht so ganz "ohne", aber "Mockingjay" legt da nochmal eins (oder auch zwei oder drei) drauf. Ich jedenfalls würde das Buch (so gut es auch ist) keinem/keiner 14- jährigen mehr ohne weiteres in die Hand drücken. In meinen Augen wäre dies ein ausgezeichnetes Buch für Eltern UND ihre Teenagerkinder. Nach diesem Buch wird Austauschbedarf bestehen und es gibt viel Diskussionsstoff. Ein Buch, bzw. eine Reihe, die einen noch lange nach dem umblättern der letzten Seite beschäftigen wird.

Ach ja, noch eine kleine Anmerkung für diejenigen, die die Frage "Peeta oder Gayle" brennend interessiert (ich war eine von denen). Ja, Katniss endet mit einem von beiden, aber es ist weniger eine Entscheidung als viel mehr eine Entwicklung. Viel ist geschehen, viel wurde erlebt- und das Ende fühlt sich einfach richtig an!
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am 3. Mai 2012
Noch niemals in meinem langen Leben, NEVER EVER ist es geschehen, dass ich ein Werk drei Mal ununterbrochen hintereinander gelesen habe. Warum mich dieses Buch so gefesselt hat, könnte ein Psychologe klären. Vielleicht ein Mix aus eigenen Erfahrungen und der aktuellen Weltlage. Ich bin im November 1944 während eines Bombenangriffs geboren, habe somit bewusst die Zerstörungen und Nachwirkungen des Krieges gesehen und als junger Mensch die ungarische Revolution und den Prager Frühling aus einer Entfernung von wenigen Kilometern mitbekommen. Zuerst habe ich die vielen Parallelen zur aktuellen Lage wahrgenommen: Regierungen schießen auf ihre eigenen Bürger, Regierungen schicken ihre eigenen Soldaten in lebensgefährliche Einsätze, um ihre Macht oder Wirtschaft zu festigen. Suzanne Collins gelingt eine meisterhafte Schilderung der psychologischen Zustände und Veränderungen ihrer Hauptpersonen, das Wechselbad der Gefühle, das Unvermögen, schwere Traumen jemals wieder zu überwinden. Sowohl an Haymitch Abernathy als auch an den übrigen Siegern kann man erkennen, dass sie niemals wirklich gesiegt haben. Die Autorin vermeidet auch jede Schwarz-Weiß-Zeichnung, keiner ist nur gut oder nur böse. Von den vielen Schlüsselszenen möchte ich zwei besonders erwähnen, die, in der Katniss erkennt, dass ein Leben unter einer faschistoiden Präsidentin Coin auch von Vergeltung und Gleichschaltung geprägt wäre und die, in der Buttercup zurückkehrt. Katniss ist zuerst wütend, doch dann erkennt sie unbewusst, dass dieser Kater das Letzte ist, was ihr von Prim geblieben ist, und dass er aus Liebe zu Prim und in der Hoffnung sie wiederzusehen, unglaubliche Strapazen auf sich genommen hat. In der Liebe zu ihrer Schwester findet sie nun eine verwandte Seele und ihre harte Schale bricht. Erst dann kann sie versuchen, das Leben wieder aufzunehmen.
Es gibt kein Happy-End, denn die Vergangenheit kann nicht ausradiert werden. Aber der Mensch findet einen Weg, zu überleben.
Meine Rezension bezieht sich auf den Originaltext.
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