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5.0 von 5 Sternen Patrick Ness - A Monster Calls
Patrick Ness schreibt die Geschichte von Conor, dessen Mutter an Krebs erkrankt ist und der irgendwie versuchen muss, damit zurecht zu kommen. Vor allem da es alle Welt zu wissen scheint und ihn behandelt, als wäre er aus Glas. Hinzu kommt der Albtraum, der ihn seit dem Beginn der Krankheit seiner Mutter quält und der ihn Nacht für Nacht schreiend aufwachen...
Veröffentlicht am 9. Januar 2012 von Sarah

versus
3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen nice, but...
more like 3.5 stars...

there must be something wrong with me. almost everyone seems to love a monster calls, so i really looked forward to read it. and then, there was dissapointment of sorts. dont get me wrong, i liked this book, but i wouldn't fall head over heels in love with it. i guess it just didn't speak to me like it did to others. i don't know why,...
Veröffentlicht am 5. März 2012 von schnuffelrudel


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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Patrick Ness - A Monster Calls, 9. Januar 2012
Rezension bezieht sich auf: Monster Calls (Gebundene Ausgabe)
Patrick Ness schreibt die Geschichte von Conor, dessen Mutter an Krebs erkrankt ist und der irgendwie versuchen muss, damit zurecht zu kommen. Vor allem da es alle Welt zu wissen scheint und ihn behandelt, als wäre er aus Glas. Hinzu kommt der Albtraum, der ihn seit dem Beginn der Krankheit seiner Mutter quält und der ihn Nacht für Nacht schreiend aufwachen lässt. Als ihn dann in einer Nacht ein anderes Monster erscheint, welches ihm nur Geschichten erzählen will, weiß Conor noch nicht, dass es dieses Monster sein wird, welches ihm seine schlimmste Angst deutlich vor Augen führen wird.

In der Geschichte wird nicht expliziet erwähnt, dass Conors Mutter Krebs hat, doch ist das auch nicht nötig, denn Ness schreibt nicht um die Tatsachen herum, sondern beschreibt sie deutlich, ohne sie jedoch beim Namen zu nennen. Der Stil ist wunderschön. Man wird in die Geschichte hineingsogen und vor allem die fantastischen schwarz-weiß Bilder (zumindest in dieser englischen Ausgabe) machen es einem leicht, sich in die Welt von Conor zu fühlen.
Conors Gefühle werden beeindruckend und eindrücklich beschrieben. Seine Ängste und auch seine Wünsche, die allesamt, so schrecklich sie auch erscheinen mögen, sind zumindest für mich absolut nachvollziehbar sind. Vor allem finde ich viele Aspekte dabei betont, die man, wenn man nicht direkt betroffen ist und sich nicht tiefergehend mit dem Thema beschäftigt hat, vielleicht auch nicht so ins Auge fassen würde, wie sie hier in diesem Buch beleuchtet werden.
Auch das Monster hat einen faszniernden Charakter. Es ist zwar anders als andere Monster, aber vor allem auch deshalb, weil Conor in einer anderen Situation ist, als andere Jungen. Denn auch wenn es anders ist, ist es kein Schmusemonster, sondern macht seinem Namen immer noch alle Ehre. Und gerade das finde ich wirklich gut, denn es passt zu der Geschichte, zu Conors Situation und vor allem passt es zu seinen Bedürfnissen

Auch wenn dies eine erfundene Geschichte ist, hat sie mich sehr bewegt. Es ist eine schöne Geschichte, in der für mich sehr viel Wahrheit steckt. Hinzu kommt, dass diese Ausgabe eines der schönsten Bücher ist, das ich mein Eigen nennen darf. Der Umschlag ist wunderschön gestaltet, aber auch der Einband des Buches selbst ist fantastisch. Die oben schon erwähnten Bilder unterstreichen die bedrückte Stimmung, machen das Buch aber auch zu einem wirklichen Erlebnis. Ich weiß nicht, wie die deutschen Ausgaben aussehen, doch würde ich allen, die sich irgendwie vorstellen können auch mal auf englisch zu lesen, nur empfehlen, sich diese Ausgabe zu kaufen.
Ich bin sehr beeindruckt von Buch und Geschichte und werde es sicher noch einige Male lesen.
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5.0 von 5 Sternen Bedrückend und bewegend, zugleich aber auch wunderschön, 1. März 2015
Von 
Büchermonster (bloggt über (Hör-)Bücher aus den Genres Thriller, Mystery & Horror) - Alle meine Rezensionen ansehen
Die Idee zu „A Monster Calls“ stammt von der britischen Autorin Siobhan Dowd, die 2007 jedoch ihm Alter von nur 46 Jahren einem Krebsleiden erlag und das Werk selbst nicht mehr vollenden konnte. So wurde Patrick Ness nach Dowds Tod vom Verlag der Verstorbenen gefragt, ob er Siobhans Projekt fortführen wolle, woraufhin dieser nach einigem Zögern – begründet durch Zweifel an einer würdigen Umsetzung der Idee – schließlich einwilligte und die Geschichte so niederschrieb, wie er sie dem Sinne ihrer Schöpferin zu entsprechen glaubte. Wie man an dieser tragischen Entstehungsgeschichte vielleicht schon erahnen kann, ist „A Monster Calls“ auch inhaltlich alles andere als leichte Kost. Erzählt wird in dem Roman nämlich die Geschichte des 13-jährigen Conor O’Malley, der mit der schweren Krebserkrankung seiner Mutter umgehen muss. Man würde dem Buch aber großes Unrecht tun, wenn man es deshalb pauschal als eines dieser vielen „Krebsbücher“ abstempeln würde, denn die Erzählung hat trotz des mit nur rund 200 Seiten eher geringen Umfangs so viel mehr zu bieten, als es auf den ersten Blick den Anschein hat.

Patrick Ness verliert zu Beginn auch nicht viel Zeit, sondern wirft seine Leser direkt hinein in eine dieser Nächte, in denen Conor wieder mal aus seinem schrecklichen Albtraum hochschreckt. Es ist sieben Minuten nach Mitternacht und wie der Junge kurz darauf feststellen wird, hat ihn ein ungewöhnlicher nächtlicher Besucher aus seinem Traum geholt: Die Eibe auf einem Hügel vor dem Haus der O’Malleys scheint auf wundersame Weise zum Leben erweckt worden zu sein, denn aus dem Baum ist ein riesiges Monster geworden, das plötzlich bei Conor vor dem Fenster steht. Die Reaktion des 13-Jährigen auf dieses Ereignis ist beispielhaft für seinen gesamten Charakter: Statt in Furcht zu erstarren tritt er dem Monster ohne Angst und mit fast schon unverschämter Dreistigkeit gegenüber – schließlich hat Conor in seinem Alltag mit weitaus schlimmeren Sachen zu kämpfen. Als die Kreatur ihm dann von ihren überraschenden Plänen berichtet, reagiert der Junge eher mit Desinteresse und lässt sich nur widerwillig auf das Unterfangen des Monsters ein – über die Natur dieser ungewöhnlichen Verbindung sei an dieser Stelle aber nicht mehr verraten.

Es sind vor allem zwei Dinge, die dafür sorgen, dass man schon nach den ersten Absätzen von „A Monster Calls“ völlig eingenommen wird: Zum einen fesselt die düstere, manchmal sogar leicht unheimliche Atmosphäre von der ersten Seite an, zum anderen baut man aber auch sofort eine intensive Bindung zur Hauptfigur der Geschichte auf. Patrick Ness gelingt es hier mit einfachsten Mitteln und mit wenigen Sätzen das Bild eines 13-Jährigen zu zeichnen, dessen unerschöpflich scheinende Tapferkeit nicht nur beeindruckend ist, sondern dem man auch am liebsten in seinem täglichen Kampf unterstützend zur Seite stehen möchte. Es ist schon schmerzhaft, wenn man verfolgt, wie Conor den langsam voran schreitenden körperlichen Niedergang seiner Mutter miterleben muss und fast schon krampfhaft an der Hoffnung auf eine Besserung ihres Gesundheitszustands festhält. Ebenso bedrückend ist es aber auch, wenn man sieht wie Conor aufgrund seiner besonderen Situation in der Schule zum völligen Außenseiter geworden ist, der mit seinen Gefühlen und Gedanken völlig auf sich allein gestellt ist und dazu auch noch die täglichen Prügel der Schulschläger über sich ergehen lassen muss und denen er sich immer wieder mit bemerkenswerter Würde stellt. Besonders tragisch wird das Buch aber dadurch, dass man als Leser eigentlich genau weiß wie die Geschichte für Conor ausgehen wird und er der einzige zu sein scheint, der dies – verständlicherweise – nicht wahrhaben will. Und so sehr man daher z.B. auch Conors auf den ersten Blick kalt und gefühllos wirkende Großmutter hassen möchte – so ist sie bei genauerem Hinsehen vielleicht die einzige, die dem Jungen aufrichtig gegenübertritt.

Durch die fantastischen Szenen mit Conor und dem seltsamen Baummonster bekommt die auf die eine Art so erschreckend realistische Erzählung aber zugleich auch einen fast märchenhaften Charakter. Die kleinen Geschichten in der Geschichte sind mindestens ebenso lesenswert wie die Haupthandlung und regen mehr als nur einmal zum Nachdenken an. Zum anderen helfen diese Ausflüge aber auch immer ein wenig, der traurigen Realität zu entfliehen, auch wenn das Drama um Connors Mutter auf jeder Seite präsent ist. Verstärkt wird die ohnehin schon sehr intensive und emotionale Wirkung des Romans sogar noch auf eine ganz andere Art und Weise: Das gesamte Buch ist nämlich mit zahlreichen wunderschönen Illustrationen des Zeichners Jim Kay versehen, die mit ihren sehr dominanten Schwarzanteilen nicht nur perfekt den düsteren Charakter der Erzählung einfangen sondern schlicht und einfach auch eine Augenweide sind. Die grandiose Optik und der bewegende Inhalt ergeben zusammen ein in jeder Hinsicht beeindruckendes Gesamtwerk, das auf so vielen Ebenen berührt und beim Lesen die gesamte Bandbreite an Emotionen abruft – und genau das sind ja meist die Bücher, die sehr lange nachwirken und die man noch Jahre später in Erinnerung behalten wird.
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5.0 von 5 Sternen Rotz und Wasser geheult, 16. Februar 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: A Monster Calls (Taschenbuch)
Ich vergebe von ganzem Herzen fünf Sterne, obwohl ich anfangs dachte: "Boah, das zieht ganz schön runter." Vielleicht zieht es so runter, weil der Autor so nah dran geht. Und es geht halt um eine krebskranke Mutter aus Sicht eines Kindes. Zudem ging es mir so, dass ich an wirklich jeder Stelle, an der man den Tod der Mutter thematisiert hat, an die Autorin denken musste, die die Idee zu dieser Geschichte hatte und die an Brustkrebs gestorben ist (Siobhan Dowd), was mir die Tränen wie ein Wasserfall aus den Augen getrieben hat.
Mit der ersten vom Monster erzählten Story hat sich für mich das Bild der Düsternis allerdings aufgehellt. Denn hier begann es richtig, richtig gut zu werden. In der ersten Story wird auf so eindringliche Weise gezeigt, dass Schein und Sein nicht dasselbe sind, dass ich begann, schwer beeindruckt von diesem Buch /dem Autor zu sein. Es ist der Überraschungseffekt, der bspw. in Märchen fehlt. Da weiß man, dass die böse Königin in Schneewittchen sich als alte Frau verkleidet und mit dem Apfel zu Schneewittchen geht. In diesen Storys sieht es anders aus und auch in der "realen" Welt Conors gibt es überraschende Wendungen. Zudem ist das Monster sehr weise, und obwohl es eine Ansicht vertritt, die ich nicht ganz teile, hat gerade diese Monster-Ansicht mir geholfen, einen bestimmten Aspekt des Lebens, mit dem ich nicht zurechtkomme (das Böse) ein klein wenig milder betrachten zu können.
Ich konnte von Anfang an, das Buch nicht aus der Hand legen, weil es so spannend war. Es ist wunderbar geschrieben und die Traurigkeit kann man für den Moment ertragen, weil es so viel geben kann.
Ich habe meine "vierte Story" gefunden und eine Wahrheit, die wichtig war, mir einzugestehen.
Das ist sehr viel Bereicherung für die paar Seiten Buch, finden Sie nicht?
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Beautiful story and illustrations, 2. Mai 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
This book marketed to children/young adults, but adults should not be discouraged to read it. The story deals with bullying and loss and the ways to cope with it by using paranormal/fantasy elements. The illustrations are beautiful and enrich the storytelling.
I guarantee tears will fall by the end of this book.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen nice, but..., 5. März 2012
Rezension bezieht sich auf: Monster Calls (Gebundene Ausgabe)
more like 3.5 stars...

there must be something wrong with me. almost everyone seems to love a monster calls, so i really looked forward to read it. and then, there was dissapointment of sorts. dont get me wrong, i liked this book, but i wouldn't fall head over heels in love with it. i guess it just didn't speak to me like it did to others. i don't know why, maybe it was because of the narrative voice.

i knew what to expect: not a classic nightmarish scary story, but a deep tale about the nightmares of real life - anger, loss, grief. and just for the record, i did cry, or rather got teary-eyed. twice. that's all.
best part of the book was the first tale the monster told. the tales did it for me, awesome little parables. it's the stuff hayao miyazaki would make a beautiful anime of :)

all in all i can say, a monster calls is a good book. the idea by itself is great, the writing is excellent, the illustrations terrifyingly terrific. still this wasn't my kind of book.
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4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Märchenpsychologie, 9. August 2011
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Monster Calls (Gebundene Ausgabe)
Die Idee, daß in Märchen Archetypen wiederzufinden sind, die gut auf psychologische Interpretationen passen ist ja nicht neu...
Aber ein Märchen zu schreiben um darin Traumata aufzuarbeiten...das ist ein schwieriges Unterfangen.
Patrick Ness ist es geglückt.
An wenigen Stellen ein wenig holprig aber insgesamt rund und stimmig begleitet er einen Jungen bei seinem schweren Weg, die krebskranke Mutter loszulassen.
Das "Monster" ist hier der Schlüssel zum Verstehen.Die Bilder sind poetisch und klar.
Die Botschaft lautet: Werde dir deiner Gefühle bewußt!
Das hört sich einfach an, bringt aber unzählige Psychotherapeuten in Lohn und Brot.
Mehr solche Bücher und weniger Therapien sind notwendig...vielleicht...wäre schön.
Dies ist ein Buch für Jugendliche und Erwachsene. Es ist bereichernd, inspirierend und schön.
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5.0 von 5 Sternen Sieben Minuten nach Mitternacht, 20. Mai 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Monster Calls (Gebundene Ausgabe)
Sieben Minuten nach Mitternacht
Sieben Minuten nach Mitternacht wacht Conor auf, wenn ihn wieder der Albtraum heimgesucht hat. Ein Albtraum voller Schwärze, der ihm aus dem Schlaf reißt. Doch neben diesen Albtraum besucht ihm seit Kurzen ein Monster, eine Eibe, das ihm drei Geschichten erzählen will. Drei Geschichten, die Conor helfen sollen zu verstehen, denn er hat es gerufen, auch wenn Conor nicht weiß warum.
Denn Conors Mutter leidet unter Krebs und er kapselt sich immer mehr von der Welt ab. Jeder bemitleidet ihn, er wird in der Schule drangsaliert und ihm wird alles zu viel, denn er will sie nicht verlieren, er will das Unaussprechliche nicht aussprechen. Nur das Monster scheint ihm helfen zu können.

Wenn man den Buchdeckel schließt und es innerlich in einem nachhallt, weiß man, dass das die gelesenen Worte, mehr als nur Reihungen von Sätzen sind. Dann weiß man, man hat eine Geschichte gelesen, die einen umklammert hält und nicht mehr so schnell verlässt. Dann weiß man, man hat ein Stück Literatur gelesen, welches bedeutungsschwer, verändernd und nachdenklich stimmend ist. Einen Roman, den man in so einer Form nur selten lesen kann und wird.
Denn eins ist 'A Monster Calls' auf jeden Fall. Ein atemberaubender Roman über das Leben, die Trauer und die Hoffnung, die der Mensch im Laufe seines Lebens mit sich trägt. Mit Conor als Protagonist ist eine Figur geschaffen worden, deren Vielschichtigkeit weit über normale Charaktere hinausgeht. Durch das Monster, was ihm nahe steht, bei dem er nicht weiß ob es wirklich da ist oder doch nur in seiner Phantasie, versucht er das zu verarbeiten, was Erwachsenen schon schwer fällt und für Kinder und Jugendliche noch grausamer ist. Einen geliebten Menschen zu verlieren, speziell die Person, die ihnen Leben eingehaucht hat, bringt die Brust zu bersten und lässt ein Kinderherz verkümmern, wenn es nicht Abschied nehmen kann, sich nicht davon distanziert, es verarbeitet. Man hört seine Verzweiflung, seine Tränen, seine Wut, seine innere Leere, sein gesamtes Gefühlspektrum anhand von den geschriebenen Worten, so dass ein Mensch entsteht, mit dem man sympathisiert und dem man helfen will. Man möchte Conor in die Arme nehmen, ihn über den Kopf streichen, flüstern: "Es wird alles gut" und man weiß genauso gut, dass er einen Wegstoßen wird und es nicht annehmen will.
Dabei wird immer wieder klar, wie schmal der Grad zwischen Aggression, Verzweiflung, aufkeimender Hoffnung und Kontrollverlust ist. Conor versinkt in einem Gefühlschaos, er füllt sich in der Schule unsichtbar, mit seinen Schmerz allein gelassen, möchte aber keine Hilfe, wehrt alles ab und will kein Mitleid. Er will bestraft werden wie die anderen, bestraft für die Schuld, die er in sich trägt. Eine Schuld, die er nicht (er-)tragen kann, die ihm nicht einmal gehört. Denn die Krankheit seiner Mutter, die nie wörtlich erwähnt wird, aber als Krebs erkennbar ist, kann man bekämpfen, besiegen genauso aber auch den Kampf verlieren und sich aufgeben. Aber die Schuld der Entstehung trägt keiner.
In poetischen Wörtern, düsteren Bildern, flackernden Lichtern und nervenaufreibenden Momenten verpackt Patrick Ness die Geschichte eines Jungen, der versucht zu akzeptieren, was unausweichlich scheint. Eine traurige Geschichte für die der Autor die passenden Worte und Formulierungen findet ohne zu klischeehaft, zu düster und hoffnungslos zu klingen. Er schafft es ein geistiges Porträt einzufangen, gefühlvoll, nah und schmerzlich real, so dass man oft selbst mit den Tränen kämpft, wenn man über die Zeilen mit den Augen schweift. Alles wirkt wirklich, nie aufgesetzt und aus einem Guss ohne Ecke und Kanten, obwohl die Handlung selbst emotional aneckt.
Doch nicht nur die Sprache von Patrick Ness machen aus der Geschichte, deren Idee von der an Krebs verstorbenen Autorin Siobhan Dowd stammt, ein wahrliches Bilderrausch, sondern auch die Illustrationen von Jim Kay, die die Bilder dieser Geschichte exakt einfangen, einen klar herausstellen und zeigen wie schwarz es in Conor aussieht, schaffen die Atmosphäre für den Roman. Atemberaubte Illustrationen, die sich ins Gesamtgefüge eingliedern und auch optisch den Roman zu einer Perle der Literatur machen.
Das Ende des Romans schafft etwas, was man nach all den Seiten vorher nicht mehr erhofft. Es spendet Hoffnung, lässt einen Lichtblick in der Finsternis übrig und schließt alles ab in seiner Vollendung und lässt die Emotionen spriesen ohne Aufdringlichkeit zu beweisen und fesselt noch lange, nachdem der Schlag des Buchdeckels verhallt ist. Man bleibt intensiv berührt, wischt die letzten Tränen aus dem Gesicht und versinkt in Gedanken, in Gedanken an das Leben, die Vergänglichkeit, den Kummer, das Leid und die Hoffnung, die irgendwo immer zu seien scheint.

Fazit
'A Monster Calls' ist weitaus mehr als nur ein Roman. Es ist eine Gefühlsoffenbarung eines Jungen, der seine Mutter zu verlieren droht, ein phantasievoller Roman, voller Poesie, voller Leben und voller Schmerz und epische Erzählkunst wie sie sein sollte. Aufrüttelnd, nachdenklich stimmend, sprachlich hochwertig und auch nach Ende der Lektüre nachklingend. Eine Pflichtlektüre für alle ohne Ausnahme.
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4.0 von 5 Sternen düster und tiefgründig, 11. März 2013
Rezension bezieht sich auf: Monster Calls (Gebundene Ausgabe)
Der Roman war interessant zu lesen und eine willkommene Abwechslung. Die Thematik des Buches wird ausführlich aber leicht von dem Autor erzählt. Es werden nicht viele unnötige Dinge beschrieben oder groß um den heißen Brei gesprochen, was die Stoy stetig vorantreiben lässt. Es wird zwar nicht alles direkt am Anfang aufgedeckt, sondern es bleibt währrend dem Verlauf weiterhin mysteriös, aber so sollte es ja auch sein. Man fragt sich immer wieder was es mit dem Monster auf sich hat und wie sich der Hauptprotagonist entwickeln wird, am Ende fügt sich aber alles zusammen.

Die Figuren sowie das Monster wirken sehr authentisch und werden dem Leser wunderbar nähergebracht. Die Familie sowie die Klassenkameraden und die Beziehung zu seiner Mutter sind speziell und haben mich aufhorchen lassen. Die Gefühle die zwischen ihnen herrschen lassen den Leser nicht kalt sondern man denkt über die Menschen nach, es gibt immer wieder einige die dies durchmachen müssen und sich widerwillig mit dem Thema "trauern" und "Tod" auseinander setzen müssen, darüber sollte man ab und zu auch nachdenken.

Die Aufmachung des Romans ist einzigartig, nicht nur durch die dunkle und geheimnissvolle Aufmachung sondern auch durch die wundervollen, düsteren aber auch recht einfachen Zeichungen, die immer passend zu der Geschichte gezeigt werden und nochmals die Situationen gut und authentisch widerspiegeln.

Fazit ist also, dass ich das Buch empfehlen kann und es für jeden eine Bereicherung ist. Die Geschichte, die Figuren und die Aufmachung sind speziell und tiefgründig und werden vom Autor wunderbar und einfach dem Leser nähergebracht. Ein Roman der zum nachdenken anregt und an dem man nicht vorbeigehen sollte.
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5.0 von 5 Sternen Tieftraurige Geschichte wunderschön illustriert, 5. November 2012
Von 
Villette - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Monster Calls (Gebundene Ausgabe)
In "A Monster Calls" ist es sieben Minuten nach Mitternacht, als zum 13-jährigen Connor ein Monster kommt. Drei Geschichten will es dem Jungen nach und nach erzählen und die vierte muss Connor selbst erzählen. Aber was soll das für eine Geschichte sein? In der Schule hat er gerade erst eine ähnliche Hausaufgabe nicht abgegeben. Er konnte einfach nicht. Eine wichtige Geschichte erzählen? Im Moment ist nur eins in seinem Leben wichtig: Seine Mutter hat Krebs und alle behandeln ihn so, als wenn er Krebs hätte. Und dann sind die Geschichten, die das Monster erzählt, auch gar nicht, was er erwartet hat. Geschichten gehen offenbar nicht immer gut aus, wie er gedacht hatte. Aber hilfreich sind sie schon, wenn sie Connor auch nur dazu bringen, alles kurz und klein zu schlagen, weil in ihm so eine große, unterdrückte Wut ist. Usw. (Selber lesen!)

Dieses Buch ist ein sehr großer Schatz. Erst einmal sind die Illustrationen von Jim Kay herausragend. Sie sind so traurig und schwarz und spiegeln die Verlorenheit, in der Connor feststeckt, meisterhaft wider. Dann ist die Grundidee der Geschichte, die die leider verstorbene Autorin Siobhan Dowd geliefert hat, sehr gelungen. Ausgeführt hat sie schließlich Patrick Ness mit viel Sensibilität. Man wird als Leser tief getroffen. Auch wenn man mit Connor lernen muss, dass Geschichten nicht immer gut ausgehen, so wird der Leser am Ende nicht in ein tiefes Loch gestürzt, sondern aufgefangen in der Sicherheit, dass es trotz allem Schlimmen auch Heilung geben kann. Zwar weint man viele Tränen während des Lesens, aber am Ende ist alles rund. Ein wirklich schönes Buch für Menschen ab 13 Jahren.
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Monster Calls
Monster Calls von Patrick Ness (Gebundene Ausgabe - 5. Mai 2011)
EUR 17,26
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