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28 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Im Original einfach besser!
Kaum dass ich lesen konnte, habe ich alles verschlungen, was die Bücherei an Enid-Blyton-Büchern zu bieten hatte. Als ich dort eines Tages nichts neues mehr fand, dauerte es allerdings eine Weile, bis ich mich an andere Kost gewöhnt hatte ;-)
Neulich habe ich aus reiner Neugier nach einer englischen Originalausgabe gesucht und überrascht...
Am 7. Mai 2003 veröffentlicht

versus
3.0 von 5 Sternen Als Kind habe ich das anders gesehen...
Ich habe vor einem Vierteljahrhundert die deutsche Ausgabe verschlungen (welches Mädchen hat das damals nicht?), über die englische Version bin ich erst jetzt gestolpert. Immerhin kann ich jetzt vergleichen.

Hanni und Nanni (engl. Patricia und Isabel) wehren sich anfangs heftig dagegen, dass sie künftig im Internat nach Lindenhof (St...
Vor 16 Monaten von Beatrice Berger veröffentlicht


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28 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Im Original einfach besser!, 7. Mai 2003
Von Ein Kunde
Kaum dass ich lesen konnte, habe ich alles verschlungen, was die Bücherei an Enid-Blyton-Büchern zu bieten hatte. Als ich dort eines Tages nichts neues mehr fand, dauerte es allerdings eine Weile, bis ich mich an andere Kost gewöhnt hatte ;-)
Neulich habe ich aus reiner Neugier nach einer englischen Originalausgabe gesucht und überrascht festgestellt, dass bei der Übersetzung ganz frech die Namen geändert wurden: Hanni und Nanni heißen im Original Isabel und Patricia (St Clare's), genauso wie Dolly im Original Darrel heißt (Malory Towers).
Noch frecher: Zu den deutschen Serien wurden jeweils noch ein paar Bände hinzugedichtet - jetzt weiß ich auch, warum diese Geschichten so sehr nach Schema F geschmeckt haben, als ich sie später, als Teenager, noch einmal gelesen habe ...
Viel Spaß also mit den Originalen!
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22 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Positiv überrascht, 15. März 2007
Von 
Dodo (Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 50 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The Twins at St. Clare's (Taschenbuch)
In den letzten Jahren hat man ja viel Negatives über die Jugendbuchautorin Enid Blyton gehört. Sie sei anochronistisch und konservativ verbohrt usw. - schlicht trivial.

Doch als ich die "Hanni und Nanni" Reihe nun noch einmal im Original gelesen habe, war ich mehr als angenehm überrascht. So schlecht ist Enid Blyton gar nicht - im Gegenteil!

Trotz der natürlich etwas überholten Jugendsprache der Mädchen ("Jolly good!" oder "She is a sport!" sagte heute kein Teenager mehr in GB) kommen die Bände immer sehr fesselnd und amüsant rüber - und ich habe mich an einigen Stellen wirklich schief gelacht!

Und die Probleme und kleinen Streitereien unter den Freundinnen und die Kabbeleien mit den Lehrerinnen kommen einem wirklich aus der Schule bekannt vor - auch wenn Mädels heute sicher keine Wolle mehr wickeln und es kein Kamine in Klassenräumen mehr gibt, in denen man Feuerwerkskörper krachen lassen kann.

Wer also unvoreingenommen über Patricias und Isabels (so heißen die Zwillinge eigentlich!) Abenteuer liest und dabei immer bedenkt, dass die Geschichten eben in den 1940ern spielen, wird an diesem Klassiker der Internatsgeschichten ebenso viel Spass haben wie an den Harry Potter Büchern. Bestimmt!

Mir ist jedenfalls auch aufgefallen, dass sich die beiden Autorinnen Blyton und Rowling vom Aufbau der Bücher und von der Erzählweise gar nicht so unähnlich sind. Das Quidditch-Turnier in jedem Harry Potter z.B. erinnerte mich an das Lacrosse-Spiel in jedem St.Clare's Buch.
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16 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unverwüstlicher Klassiker, 19. März 2008
Von 
Stefanie Conrad "Stefanie Conrad" (Düsseldorf) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: The Twins at St. Clare's (Taschenbuch)
Ich hatte dieses Buch für eine Schülerin angeschafft, damit sie in den Ferien etwas zu lesen hatte und dadurch ein wenig ihr Englisch auffrischen konnte. Und so habe ich nach über 20 Jahren wieder "Hanni und Nanni" gelesen und kam mir wieder vor wie damals, als ich 8 Jahre alt war und mich durch die ganze Serie las.
Aber -oh Schreck!- was mußte ich herausfinden? Ich war meine ganze Kindheit über "betrogen" worden, meine Heldinnen heißen gar nicht Hanni und Nanni, sondern Pat und Isabel und auch viele andere Namen sind im Original ganz anders, so wurde aus dem Internat Lindenhof die Boarding School St. Clare's und es wird auch nicht mehr Handball, sondern Lacrosse gespielt! Es war fast so, als würde ich ein vollständig anderes Buch lesen, so stark kamen mir im Nachhinein diese Eindeutschungen vor.
"The twins at St. Clare's" ist ein herrliches Buch, das für Erwachsene sicherlich einen amüsanten Ausflug in die eigene Kindheit darstellt, in der man die Bücher über Patricia und Isabel o'Sullivan und ihre Schulzeit im Internat St. Clare's verschlungen hat. Kleine Gemeinheiten untereinander und den Lehrerinnen gegenüber, lustige Streiche im Klassenzimmer, spannende Sportwettkämpfe und heimliche Mitternachtsparties, das alles waren doch Dinge, von denen wir alle irgendwie heimlich geträumt haben; ein Rezept übrigens, nach dem unter anderem heutzutage auch die Harry-Potter-Romane von J.K. Rowling funktionieren.
Dabei liest sich Enid Blytons Sprache auch heute noch quirlig und witzig, daß man dieses Buch gar nicht aus den Händen legen möchte, auch wenn man eigentlich ja schon viel zu alt für "sowas" ist. Aber auch heutige Mädchen, die des Englischen sehr gut mächtig sind, werden ihren Spaß mit Pat und Isabel haben, denn die Geschichten sind zeitlos, erzählen von Freundschaften, Schule und Erwachsenwerden und funktionieren somit auch in Zeiten von Internet, Handy und Multimedia, obwohl sie eindeutig in den 1940ern/1950ern spielen. In heutigen Klassenzimmern dürften sich schwerlich Kamine finden lassen und auch die Sprache der Mädchen mit Ausdrücken wie "jolly", "golly", "we'll have a sport" und einigen anderen ist nicht mehr wirklich aktuell.
Dennoch sind die St. Clare's-Bücher von Enid Bylton einfach unverwüstliche Klassiker, die man auch heutigen Generationen ans Herz legen kann und vielleicht fördert man dadurch ja auch ein wenig die Lust aufs Lesen. Bei mir hat's vor über 20 Jahren funktioniert (und die Bücher stammen aus den 1940ern!), warum sollte es heute nicht auch funktionieren?
It might be a jolly good idea... ;-)
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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Positiv überrascht, 28. Februar 2003
Von Ein Kunde
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The Twins at St.Clare's (Taschenbuch)
In den letzten Jahren hat man ja viel Negatives über die Jugendbuchautorin Enid Blyton gehört. Sie sei anachronistisch und konservativ verbohrt usw. - schlicht trivial.

Doch als ich die "Hanni und Nanni" Reihe nun noch einmal im Original gelesen habe, war ich mehr als angenehm überrascht. So schlecht ist Enid Blyton gar nicht - im Gegenteil!

Trotz der natürlich etwas überholten Jugendsprache der Mädchen ("Jolly good!" oder "She is a sport!" sagte heute kein Teenager mehr in GB) kommen die Bände immer sehr fesselnd und amüsant rüber - und ich habe mich an einigen Stellen wirklich schief gelacht!

Und die Probleme und kleinen Streitereien unter den Freundinnen und die Kabbeleien mit den Lehrerinnen kommen einem wirklich aus der Schule bekannt vor - auch wenn Mädels heute sicher keine Wolle mehr wickeln und es kein Kamine in Klassenräumen mehr gibt, in denen man Feuerwerkskörper krachen lassen kann.

Wer also unvoreingenommen über Patricias und Isabels (so heißen die Zwillinge eigentlich!) Abenteuer liest und dabei immer bedenkt, dass die Geschichten eben in den 1940ern spielen, wird an diesem Klassiker der Internatsgeschichten ebenso viel Spass haben wie an den Harry Potter Büchern. Bestimmt!

Mir ist jedenfalls auch aufgefallen, dass sich die beiden Autorinnen Blyton und Rowling vom Aufbau der Bücher und von der Erzählweise gar nicht so unähnlich sind. Das Quidditch-Turnier in jedem Harry Potter z.B. erinnerte mich an das Lacrosse-Spiel in jedem St.Clare's Buch.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Guter Start, 1. September 2008
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The Twins at St. Clare's (Taschenbuch)
Die Serie ist in Deutschland gründlich verschandelt worden ' schlechte Übersetzungen, teilweise Eindeutschung der Namen (deutsche Vornamen für die Mädchen, aber Beibehaltung der englischen Nachnamen ' noch schlimmer als komplette Eindeutschung) und unzählige Bände deutscher Ghostwriter. Dieser Spagat zwischen Originalbänden und Fortsetzungen durch deutsche Autoren gelingt bei der 'Dolly'-Serie noch einigermaßen, bei dieser Reihe jedoch ist er leider gründlich mißlungen. Um so besser, daß man Zugang zu den englischen Originalen hat!

Wie meistens sind die Originale besser als die Übersetzungen, aber auch die Originalserie ist etwas seltsam ' nicht ein Band für jede Klasse im Internat, sondern drei über die erste, einer über die zweite, einer über die vierte und einer über die fünfte Klasse, keiner über die dritte und die sechste Klasse (die englischen Lückenfüller-Bände 'The Third Form at St. Clare's' und 'The Sixth Form at St. Clare's' - hach, was für phantasievolle Titel! - sind nicht von Enid Blyton, sondern von einer Pamela Cox). Seltsam ist in den Originalen auch das Alter der Mädchen ' die Erstkläßlerinnen sind nicht erst 12, sondern schon 14, die aus der Sechsten müßten demnach 20 sein, sind aber erst 18 ' das macht bei mir nur 4 Jahre.

Das Internat 'Lindenhof' heißt im Original also 'St. Clare's', genau wie das Internat, das Enid Blyton selbst besucht hat, 'Hanni und Nanni Sullivan' heißen Patricia und Isabel O'Sullivan. Die Zwillinge haben nicht nur einen irischen Nachnamen, sie SIND offenbar Irinnen, denn: 'The Irish lilt in their voices was very pleasant to hear.' Ihre Herkunft spielt aber sonst keine Rolle. Sie wollen auf keinen Fall nach St. Clare's, sondern in das schicke Internat Ringmere, aber die Eltern bleiben hart. Typischer Beginn einer Internatsgeschichte und wenig originell ' die erfahrene Mädchenbuchleserin weiß natürlich sofort, daß die Rebellinnen nach den ersten Streichen erkennen, wie toll die Schule ist und zu Musterschülerinnen werden.

Gut gelungen finde ich die Darstellung von Hilary, dem vernünftigen, aber doch humorvollen 'head-girl' Hilary, der frechen und temperamentvollen Janet, der schüchternen Kathleen, der ehrwürdigen Miss Theobald (Direktorin), der sarkastischen Miss Roberts (Klassenlehrerin), der temperamentvollen Mam'zelle (Französischlehrerin) und der hoffnungslos überforderten Miss Kennedy (Geschichtslehrerin). Diese Figuren haben alle einen eigenen Charakter und sind nicht (wie soviele andere Blyton-Figuren) beliebig und austauschbar. Eine positive Überraschung ist die Beschreibung von Hilary, sie hat nämlich 'golden curls' - blonde Haare sind in Blyton-Geschichten normalerweise ein Alarmsignal und deuten auf Dummheit und einen schlechten Charakter hin. Dieses Klischee hat mich immer aufgeregt, Hilary ist eine nette Abwechslung! 'Head-girl' wird in den deutschen Versionen mit 'Klassensprecherin' übersetzt, was jedoch ungenau ist ' ein 'head-girl' wird in den Blyton-Bänden nicht von der Klasse gewählt, sondern von der Klassenlehrerin eingesetzt, und vertritt nicht die Interessen der Klasse, sondern ist eine Aufsichtsperson und somit verlängerter Arm von Klassenlehrerin und Schulleitung.

Eine in meinen Augen skandalöse Sitte ist die, daß die Erst- und Zweitkläßlerinnen die 'Großen' aus der Fünften und Sechsten bedienen müssen ' eine gezielte Demütigung, deren Sinn ich leider nicht erkennen kann. Die Arbeit der jüngeren Mädchen für die älteren gilt als akzeptabel, weil es sich schließlich nicht um Schwerstarbeit handelt ' nach dem Motto: 'Schuheputzen ist eine leichte Arbeit, also ist es ok, wenn ich das für XY machen muß.' Diese Einstellung ist in meinen Augen echter Untertanengeist! Die älteren Schülerinnen kommandieren die jüngeren wie selbstverständlich herum und sind nicht einmal dankbar für deren Dienstleistungen. Erst in einem späteren Band beleuchtet Blyton die negativen Seiten dieser Sitte, wenn diese von den falschen Leuten mißbraucht wird.

Was stellen die hochnäsigen Zwillinge also an? Eigentlich nicht viel ' sie haben Krach mit Mam'zelle, weil ihnen französische Grammatikgrundlagen fehlen (nicht ihre Schuld, da auf ihrer früheren Schule kein Wert darauf gelegt wurde) und geraten einmal mit der hitzigen Belinda Towers aneinander, weil sie nicht für sie arbeiten wollen. Einmal nutzen sie ihre Ähnlichkeit aus und tauschen die Rollen, ohne daß es jemand merkt ' viel mehr passiert nicht, sie gewöhnen sich schnell ein: Mam'zelle gibt ihnen Nachhilfe, und Belinda entdeckt ihr Talent für Lacrosse und zeigt sich trotz persönlichem Ärger als sehr fairer 'games captain'. Die Klasse erkennt Pat und Isabels Sinn für Gemeinschaft, als Janet Miss Roberts einen Streich beichten will und die beiden freiwillig mitgehen, um ihre Mitschuld zu gestehen, und auch Miss Theobald stellt fest, daß die beiden 'kind and understanding' sind, als sie bei ihr ein gutes Wort für Kathleen einlegen, die beim Stehlen erwischt wurde, es aber nicht aus Gemeinheit getan hat, sondern um nicht mehr als geizig zu gelten.

Eine ungewöhnlich realistische Schilderung ist die von Miss Kennedy ' diese Lehrerin ist eine echte Fachfrau für Geschichte und hochgebildet, aber leider den Schülerinnen nicht gewachsen. Die Mädchen machen sie fix und fertig und bringen sie dazu, weinend aus der Klasse zu laufen ' solche überforderten Gestalten hat wohl jeder schon erlebt, aber dann gibt es doch noch ein versöhnliches Ende.

Die Zwillinge sind kuriert, aber leider gibt es in der Klasse noch eine eingebildete Gans, nämlich Sheila. Sie muß auch noch zurechtgebogen werden. Sheilas sprachlicher Patzer 'You didn't ought to' (in der Übersetzung: 'Du hättest nicht gesollt') ist für Janet eine Todsünde (übertriebene Reaktion), und sie staucht das hochnäsige Mädchen furchtbar zusammen. Pat erfährt, daß Sheila eigentlich aus einfachen Verhältnissen stammt, ihre Eltern aber eine Menge Geld angehäuft haben. Sheila versucht nun, eine feine Dame zu sein, aber man erkennt ihre Herkunft leider an ihren Manieren... Natürlich geht auch diese Geschichte gut aus.

Wie geht es nun weiter mit den Zwillingen? Eigentlich gar nicht ' das ist die große Enttäuschung, denn nach ihrem interessanten Start verwelken die beiden in den folgenden fünf Bänden zu Randfiguren, die praktisch keine Rolle mehr spielen. Schade!
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5.0 von 5 Sternen Positiv überrascht, 28. Februar 2003
Von Ein Kunde
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The Twins at St.Clare's (Taschenbuch)
In den letzten Jahren hat man ja viel Negatives über die Jugendbuchautorin Enid Blyton gehört. Sie sei anochronistisch und konservativ verbohrt usw. - schlicht trivial.

Doch als ich die "Hanni und Nanni" Reihe nun noch einmal im Original gelesen habe, war ich mehr als angenehm überrascht. So schlecht ist Enid Blyton gar nicht - im Gegenteil!

Trotz der natürlich etwas überholten Jugendsprache der Mädchen ("Jolly good!" oder "She is a sport!" sagte heute kein Teenager mehr in GB) kommen die Bände immer sehr fesselnd und amüsant rüber - und ich habe mich an einigen Stellen wirklich schief gelacht!

Und die Probleme und kleinen Streitereien unter den Freundinnen und die Kabbeleien mit den Lehrerinnen kommen einem wirklich aus der Schule bekannt vor - auch wenn Mädels heute sicher keine Wolle mehr wickeln und es kein Kamine in Klassenräumen mehr gibt, in denen man Feuerwerkskörper krachen lassen kann.

Wer also unvoreingenommen über Patricias und Isabels (so heißen die Zwillinge eigentlich!) Abenteuer liest und dabei immer bedenkt, dass die Geschichten eben in den 1940ern spielen, wird an diesem Klassiker der Internatsgeschichten ebenso viel Spass haben wie an den Harry Potter Büchern. Bestimmt!

Mir ist jedenfalls auch aufgefallen, dass sich die beiden Autorinnen Blyton und Rowling vom Aufbau der Bücher und von der Erzählweise gar nicht so unähnlich sind. Das Quidditch-Turnier in jedem Harry Potter z.B. erinnerte mich an das Lacrosse-Spiel in jedem St.Clare's Buch.
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5.0 von 5 Sternen Sehr gut umgesetztes Hörspiel, 14. Juli 2013
Von 
Miriam Spieth (Schlieren) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Twins at St.Clare's (Audio CD)
Gut inszeniertes Hörspiel, das einfach nur Spaß macht.
Die beiden Geschichten sind flott und logisch erzählt und reißen einen sofort mit.
Das Englisch ist gut verständlich.
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3.0 von 5 Sternen Als Kind habe ich das anders gesehen..., 2. April 2013
Von 
Beatrice Berger (Oberfranken) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: The Twins at St. Clare's (Taschenbuch)
Ich habe vor einem Vierteljahrhundert die deutsche Ausgabe verschlungen (welches Mädchen hat das damals nicht?), über die englische Version bin ich erst jetzt gestolpert. Immerhin kann ich jetzt vergleichen.

Hanni und Nanni (engl. Patricia und Isabel) wehren sich anfangs heftig dagegen, dass sie künftig im Internat nach Lindenhof (St. Clare’s) zur Schule gehen sollen, statt in eine etwas weniger strenge Schule, in der die Schülerinnen mehr verwöhnt werden. Nach den ersten Anfangsschwierigkeiten gewöhnen sie sich am Ende aber sehr gut ein…

Es gab schon vor 25 Jahren Bände, die ich mehr gemocht habe als den Anfangsband. Der Band erweckt den Eindruck, als ob EB nach einem Drittel erst mal die Luft ausgeht und sie sich bis zum Ende der abzuliefernden Seitenzahl mit mehr oder weniger, eher weniger, unzusammenhängenden Episoden über Wasser halten muß: die Zwillinge haben sich nach gut einem Drittel der Geschichte gut in Lindenhof/St. Clare’s eingelebt (sie sind viel zu positiv gezeichnet, als dass sie Schlechte Laune und Hochnäsigkeit länger hätten durchhalten können), dann folgt: die Diebstahlsgeschichte, die Episode mit Suse (Sheila), der Hund, die Abschiedsfeier – ein durchgehender Handlungsstrang ist das nicht mehr.

In der deutschen Ausgabe sind insbesondere gekürzt/geändert/gestrichen:
- alle Hinweise auf religiöse Aktivitäten (das Gebet morgens vor Schulbeginn)
- die Szene, in der Hanni/Pat die Prüfungsfragen auf dem Pult von Miss Roberts findet und sich dann dafür entscheidet, die Fragen aus Gründen der Ehrlichkeit möglichst schlecht zu beantworten (abgesehen davon, dass die Geschichte dramaturgischer Unfug ist, denn wieso bitte sollte man Prüfungsfragen am Abend vor der Prüfung in einem unabgeschlossenen Klassenzimmer deponieren, ist für die Streichung kein Grund erkennbar.)
- der Hinweis auf den Schulsong (als Verkörperung einer "Corporate Identity“)
- den Hinweis, dass man offenbar nicht zwingend im Klassenverband in eine höhere Klasse aufsteigt (und damit auch länger als ein Jahr in der ersten Klasse sein kann) – im Deutschen verschwinden die Mädchen in diesen Fällen einfach mit "kommt nicht wieder“.

Die Episode mit Suse (Sheila) insbesondere regt mich allerdings denn doch deutlich auf: hier wird klarer als sonst bei EB, wie sehr sie 95 % ihrer Leserinnen (mich eingeschlossen) auf den ihnen zustehenden gesellschaftlichen Platz verweist. Die Trennung in Oberschicht (deren Angehörige ihre Kinder mit Recht nach Lindenhof/St. Clare’s schicken) und Sonstige (die dort immerhin geduldet werden, wenn auch gerade so eben) wird hier überdeutlich. Völlig klar ist doch, dass so ein Unterschicht-Fratz auch dann nicht weiß, wie man sich richtig den Hals wäscht, wenn die Familie zufällig zu Geld gekommen ist. Ich finde, dieses von Rezensenten regelmäßig völlig unbeachtete Kapitel ist eine Beleidigung für den Leser.

Zur Serie insgesamt:
Eine stilistische Auffälligkeit im englischen Text, die mich beim ersten Mal irritierte und beim vierten Mal (in mehreren Bänden) nur noch nervt:
- er dauert "one or two weeks“, bis sich die Schulroutine wieder eingespielt hat
- es sind "one or two“ Mädchen, mit denen sich jemand unterhält
- es sind "40 to 50“ Mädchen in den Klassen eins und zwei
- Janet (Jenni) bekommt (in Band 3) "one or two“ Wochen Hausarrest
Für mich klingt bei solchen Unwägbarkeiten relativ viel Desinteresse der Autorin an ihrem Text an. Wenn sie ihre Geschichte interessiert, sollte sie sich doch festlegen, oder etwa nicht? Die arme Janet/Jenni weiß mit diesen Informationen nicht, wie lange wie nicht ins Dorf darf! Man komme mir nicht damit, das sei eine sprachliche Eigenheit des Englischen und man müsse so formulieren (oder ich verstünde es einfach nicht): auch im Deutschen macht es einen Unterschied, ob ich "ein oder zwei Wochen“, "ein paar Wochen“ oder "eine gute Woche“ oder "mindestens eine Woche“ schreibe, die jeweilige Nuance lässt sich im Englischen genauso sorgfältig darstellen.

In zunehmendem Maße scheint mir die Sterilität der Geschichte ein Problem zu sein. Männliche Wesen kommen in diesen Büchern nicht einmal als Brüder, Cousins, Erinnerungen an Ferienerlebnisse vor (von den komplett neutral dargestellten Lehrerinnen soll jetzt noch nicht einmal die Rede sein). Dieses Desinteresse ist komplett unrealistisch. Der Einwand, die Mädchen damals seien in dem Alter noch kindlicher gewesen als heute, zieht nicht: Die Bücher erschienen ab 1941, die Zwillinge sind in den ersten drei Bänden 14 Jahre alt – sie sind fast gleich alt mit der sehr realen Anne Frank: dazwischen aber liegen – vor allem in emotionaler Hinsicht – Welten...
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen The Twins at St.Clares, 15. Januar 2011
Rezension bezieht sich auf: The Twins at St. Clare's (Taschenbuch)
Meine Tochter liebt Hanni und Nanni, da kamen wir auf die Idee ihr die englische Ausgabe zu schenken. Sie war erstaunt wie viel sie verstand ( Englisch 5 Klasse). Eine Gute Motivation zum Englisch lernen. Die Kids sehen was das blöde Vokabel lernen schon gebracht hat.
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The Twins at St. Clare's
The Twins at St. Clare's von Enid Blyton (Taschenbuch - 4. Juli 2005)
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