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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
Wie ein Schlag in die Magengrube..., 4. November 2007
Es gibt 2 Erzählstile die ich für Batman ganz besonders großartig finde. Das wäre zum einen die Darstellung Batmans als Vertreter der Gothischen Romantik wie man es besonders in den frühen Werken Grant Morrison's lesen kann. Empfehlenswert sind da natürlich solche Meisterwerke wie "Arkham Asylum" oder das bereits namensgebende "Batman Gothic".
Und da ist noch die Sparte des Film Noirs die zum Mitternachtsdetektiv paßt wie die Faust auf's Auge. Sei es nun die großartige Franchise Neudefinition "Batman: Year One" oder das erzählerisch wegweisende Mafiadrama "Batman: The Long Halloween". In genau diese Sparte reiht sich "Batman: Broken City" ein und führt die abstrakten Abgründe der menschlichen Moral konsequent weiter.
Gleich eines Vorweg: Broken City ist alles andere als linear. Es liest sich schon von der ersten Seite an so, als würden einem zahlreiche Storytwists und Schlagabtausche innerhalb der Charaktere erwarten. Brian Azzarello nimmt sich nicht großartig die Zeit viel zu erklären und die Story einzuleiten. Der Leser wird mitten in das geschehen geschmißen und gleich zu Anfang mit einem Killer Croc beglückt der für den otto-normal Batmanleser ziemlich "Out Of Character" sein dürfte - für mich persönlich aber die beste Definition dieses Charakters seit einer verdammt langen Zeit. (kann mich um ehrlich zu sein auch an keine bessere erinnern)
Und dennoch, Broken City ist alles andere als komplex und sicher weit davon entfernt ein Epos zu sein. Viel mehr ist es eine wunderbar erzählte Crimestory in der der Leser regelrecht mit einem roten Faden an den Händen genommern und durch die Handlung geführt wird. Brian Azzarello trifft den emotionalen Kontext der Geschichte perfekt, und präsentiert dem Fan Film Noir Stoff nach alter, aber auch "bester" Schule. Liebe, Verlust, Rache, peinigende Erinnerungen und eine Femme Fatal.
Es fällt mir schwer auf die Story einzugehen ohne großartig zu spoilern. Wie gesagt, bereits ab der ersten Seite ist man mitten im Geschehen ohne dass der Leser wirklich weiß, wie ihm geschieht. Batmans Charakterisierung liest sich erfrischend und dürfte besonders bei Fans von Ed Brubaker und Frank Miller auf positiven Anklang stoßen. In bester Film Noir Manier hat er mindestens genauso viel Dreck am Stecken wie seine Feinde. Es ist eine traumatisierte Seele mit fast schon perverser Abhängkeit nach Gerechtigkeit. Gefangen in seinem persönlichem Albtraum: Eine Stadt ohne Hoffnung, eine kaputte Stadt.
Eduardo Rizzo's Zeichnungen geben der Geschichte die richtige Substanz. Sie wirken dezent, fast schon zu sanft, bieten aber gerade in den wenigen Actionstellen routinierte Dynamik. Die colorierung ist stets schmutzig, und stößt einem regelrecht unbequem ins Auge. Fantastisch gelöst!
Das Ende der Story wird für Fans eines heroischen Batmans vielleicht etwas sauer aufstoßen. Im Grunde wird die sich über 100 Seiten erstreckte Story durch dieses Ende aus den Bahnen geworfen. Trotz wackeliger Moral bekommt es der Leser banal unter die Nase gerieben, als hätte er doch ohnehin nie etwas anderes erwartet. Vor allem Leute die zuvor noch nie einen Comic der "100 Bullets" Reihe gelesen haben, dürfte es einen Schlag in die Magengrube versetzen und die Meinungen wie man auf diesen Comic letzt endlich reagieren sollte werden weit auseinander gehen.
Letzt endlich kein großes Epos aber sicherlich eine der am schönsten erzählten Batmangeschichten der letzten Dekade. Azzarello und Risso versuchen nicht krampfhaft mehr Hype aufzubauen als sie einem letzt endlich Bieten können (man sollte da jetzt nur an "War Games" denken). Sie bieten einem dezenten und dennoch treffsicheren Film Noir Crime, ohne jegliche kompromisse, kalt serviert und für den Mainstream ungeeignet. Wer wieder 'mal lust hat, eine richtig düstere, dreckige Batman Story zu lesen und der glorrifizierung der Figur Batman als strahlender Superheld mehr als nur abgeneigt ist, sollte hier zugreifen. Man wird es nicht bereuen. Fans von 100 Bullets dürfen sich auf einen sehr kleinen, aber dafür charmanten Cameoauftritt von Agent Craves freuen.
P.S.: Ich empfehle diesen Comic im Anschluß von "Batman: Year One" und "Batman: The Long Halloween" zu lesen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
Düster und grimmig, 3. Januar 2007
Düster und grimmig gezeichnete Detektivgeschichte, in der Batman als gnadenloser dunkler Ritter von Gothams Unterwelt gezeigt wird. Story und Zeichnungen erinnern sehr an die pessimistischen und abstoßenden, also nicht heldenhaft glorifizierenden, aber dennoch fesselnden Sin City-Geschichten von Frank Miller.
Enthält Batman Nr. 620-625. Glanzpapier.
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100 Bullets in Gotham, 31. Januar 2009
Ein Comic mit dem man seinen Spaß haben wird: spannende Geschichte, interessant gezeichnet...
Wer auf Azzarello/Risso steht, sollte unbedingt zugreifen.
Der unverkennbare Zeichenstil und die Erzählweise der Beiden passt wunderbar nach Gotham.
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geht an die Substanz, 11. Januar 2009
Da gibt es nicht mehr viel zu sagen, meine Vorredner haben es auf den Punkt gebracht.
Jede große Figur findet unterschiedliche Interpretationen, da sich jeder Author, Leser, etc. auf seine eigene Art mit ihr identifiziert. Aber dieses kleine Meisterwerk trifft meiner Meinung nach sprichwörtlich ins Schwarze von Batmans Seele. Man taucht hier in die dunkle Substanz ein, welche den dunklen Ritter zu dem macht, was er ist. Nie bin ich mit einer treffenderen Beschreibung seiner Psyche in Berührung gekommen.
Vergangenheit/Gegenwart von Bruce Wayne/Batman verdichten sich in dieser Darstellung zu dem, was Batmans Dasein prägt...und bildet sich zu einem heftigen "... Schlag in die Magengrube ..." - bleibender Schmerz.
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