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5.0 von 5 Sternen History as Science, 9. Juni 1999
Von Ein Kunde
Well, I can't claim to have hobnobbed with the President recently (nor would I care to do so), but I too found this book to be fascinating reading.
The great value of this work is that it goes beyond the mere "what happeneds" and "who did whats." Quigley asks the much more important and valuable question: "how." How do new civilizations come into being? How do they change? How do they die? (And the unspoken echo: What will happen to our own civilization?)
Because he was trained as a scientist, Quigley proceeds to develop a methodological basis for answering that question of "how." He then demonstrates the soundness of that method by examining the great civilizations of history, pointing out not just the forms they took but _how_ they came to take those particular forms.
That makes this book sound pretty dry. It's not. One of the charms of Quigley's writing is his obvious impatience with what he considered to be "wrong" ideas. At some points, he's downright grumpy. Yet he never gives the impression of disagreeing from personal reasons; instead, every one of his views that he asserts as likely true is shown to be supported by the available evidence. It's actually great fun trying to guess what respected belief he'll casually demolish next. (Though it's a bit unsettling when its one's own ox being gored, as Quigley didn't play favorites. Getting the most out of this book will call for real objectivity.)
To be more specific about this work, it's one that should appeal to anyone who is more concerned with understanding systems as a whole than with how to win some short-term game or just memorize names and dates. Quigley treats history as a science: he gathers historical information, proposes a testable hypothesis about how civilizations evolve into their particular forms, and then tests this hypothesis by checking it against real civilizations. As fascinating as the details of this "seven stages of a civilization's life" model are (and his study of Western civilization is both stimulating and sobering), the real value is Quigley's insistence on treating the study of history as a science. That's the good habit Quigley tries to inculcate in the reader. It's why the subtitle of this work is "An Introduction to Historical Analysis."
Those looking to understand civilizations from a systems analysis perspective (what James Blish in his "Cities in Flight" stories called "cultural morphology") will find this book a gold mine of sound thinking, good information, startling insights, and inspirational ideas.
Footnote: Some of Quigley's other works deal with shadowy global conspiracies and the like. This work has nothing to do with the CFR, Trilateral Commission, black helicopters, or other such concerns. It's about the evolution of civilizations.
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5.0 von 5 Sternen Wie Geschichte funktioniert, 15. Dezember 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The Evolution of Civilizations: An Introduction to Historical Analysis (Taschenbuch)
Carroll Quigley gehört zu den einflussreichsten US-Historikern des 20. Jahrhunderts, Bill Clinton, der ihn Georgetown bei ihm studierte, nannte ihn einen seiner einflussreichsten Lehrer. Und tatsächlich dürfte die Theorie der Entwicklung von Hochkulturen insbesondere für die Verteidiger des US-Imperiums von großen Interesse sein, zumal Quigley einen durchaus engen Kontakt zur herrschenden Klasse unterhielt. Kurz gesagt versucht Quigley, der zunächst Biochemiker werden wollte, in diesem Buch ein wissenschaftliches Modell der Entstehung und des Untergangs von Hochkulturen zu entwickeln. "Wissenschaftlich" bedeutet für ihn die Ermittlung objektiver, allgemeingültiger Gesetzmäßigkeiten, deren Erklärung, sowie deren Einsatz zu diagnostischen und prognostischen Zwecken. Konkret gesagt besteht seine überzeugend begründete These darin, dass die Entwicklung von Hochkulturen nach einer inneren Logik verläuft, die sich mit sieben Etappen veranschaulichen lässt: Mixture- Gestation- Expansion - Age of Conflict - Universal Empire - Decay - Invasion. Je nach Rahmenbedingungen können Dauer und Ausprägung der einzelnen Stadien sich von Zivilisation zu Zivilisation unterscheiden, ihre Abfolge ist jedoch insbesondere durch eine innere Dynamik vorgeprägt, die Luhmann später in seinen "Sozialen Systemen" im Einzelnen ausgearbeitet hat: Staatliche Instrumente und Wirtschaftsformen, die ursprünglich die Funktionen hatten, Wohlstand zu schaffen und die soziale Ordnung zu garantieren beanspruchen aufgrund ihrer zentralen Rolle mehr und mehr Ressourcen, die in zunehmenden Maße für den Fortbestand des Systems eingesetzt werden und daher der Gesellschaft nicht mehr zur Verfügung stehen. Solange das System durch Eroberung sich neue Ressourcen aneignen kann vermag es zwar sich selbst künstlich zu erhalten, doch dieser Prozess stößt irgendwann an seine natürlichen Grenzen und es droht der Zusammenbruch der sozialen und wirtschaftlichen Ordnung, sofern das für die Herausbildung der einzelnen Zivilisation maßgebliche wirtschaftlich-politisch-soziale System (Sklavenhaltertum + Oligarchie, Merkantilismus + Ständeordnung etc.) sich nicht grundlegend reformiert (was im allgemeinen nicht der Fall ist).
Diese Analyse besitzt etwas Bestechendes, wird sie vom Autor doch durch viele Beispiele untermauert. Insbesondere wenn man sie Oswald Spenglers "Untergang des Abendlandes" aus den 20er Jahren entgegenhält, der von einem ähnlich organischen Zivilisationsbegriff ausgegangen war, diesen jedoch aufgrund des unterlegten national-esoterischen Pathos indiskutabel gemacht hatte.
Betrachtet man die US-Außenpolitik (USA als erstarkte Peripherie der europäischen Zivilisation, ähnlich wie Rom die erstarkte Peripherie der griechischen Zivilisation war) als seit dem 2.Weltkrieg unter dieser Perspektive und insbesondere die Entwicklungen im Pazifik und der Ukraine, dann stellen sich etwa die Aussagen des bekannten und eher liberal einzuschätzenden Politologen John J. Mearsheimer über die Gesetze der Hegemonialpolitik unter einem sehr viel allgemeineren und grundsätzlicheren Blickwinkel dar als dies üblicherweise in den Diskussionen der Fall ist und man ahnt, was noch kommen könnte, auch wenn das Buch dem Publikationsdatum (1961) entsprechend beim Kalten Krieg endet.
Ein Muss für jeden, der verstehen möchte, wie die ganz großen geschichtlichen Mechanismen funktionieren.
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The Evolution of Civilizations: An Introduction to Historical Analysis
The Evolution of Civilizations: An Introduction to Historical Analysis von Carroll Quigley (Taschenbuch - 1. Januar 1979)
EUR 11,06
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