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37 von 39 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kino a la Leone
Sergio Leone's meisterhaftes Epos "C'era Una Volta Il West" - so der Originaltitel - war zu seiner Zeit in den USA kein großer Erfolg: Offenbar war dieser Film dem amerikanischen Publikum zu anspruchsvoll, zu episch, vorallem aber - zu lang. Kurzerhand kürzte man den Film um 22 Minuten, was nicht nur dem Regiesseur (bei "Once Upon A Time Im America" sollte ihm...
Veröffentlicht am 15. Oktober 2003 von robotgeorgie

versus
31 von 53 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Sehr Entäuschend. Zu früh gefreut
Tja, da muss ich mich hier wohl mal wieder unbeliebt machen. Ich kann leider meinen Vorredner nicht zustimmen. Über den Film selber brauche ich ja wohl nichts zu sagen. Vielleicht kennt man ja auch nicht die Special Collector Edition DVD des Filmes. Aber die ist fast unmerklich genauso wie die BD. Ich habe den Vergleich der BD und DVD mit einem Beamer auf eine...
Veröffentlicht am 11. Juni 2011 von Klaus Ziegler


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37 von 39 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kino a la Leone, 15. Oktober 2003
Von 
robotgeorgie "robotgeorgie" (Wien) - Alle meine Rezensionen ansehen
(#1 HALL OF FAME REZENSENT)   
Sergio Leone's meisterhaftes Epos "C'era Una Volta Il West" - so der Originaltitel - war zu seiner Zeit in den USA kein großer Erfolg: Offenbar war dieser Film dem amerikanischen Publikum zu anspruchsvoll, zu episch, vorallem aber - zu lang. Kurzerhand kürzte man den Film um 22 Minuten, was nicht nur dem Regiesseur (bei "Once Upon A Time Im America" sollte ihm ähnliches widerfahren), sondern auch Cineasten wehtat. Anders in Europa (hier besonders in Frankreich) und Japan: "Once Upon A Time In The West" entwickelte sich zu einem großen Erfolg, sowohl in finanzieller als auch in küstlerischer Hinsicht. Die akribische und detailbesessene Arbeit des Regiesseurs wußte man entsprechend zu würdigen.
Claudia Cardinale, Henry Fonda, Charles Bronson - große Namen in einem großen Film. Leone selbst definierte den Rhythmus seines Films als "Tanz mit dem Tod", zu dessen Wirkung trug selbstverständlich auch der bekannte Score von Ennio Morricone bei. Nicht bloß ein Film, schnell heruntergekurbelt, um das Mainstream-Publikum zu befriedigen: Die heutige Film- und Kino-"Kultur" ist so schnellebig. "Spiel mir das Lied vom Tod" hingegen läßt sich und dem Betrachter Zeit. Leone's Markenzeichen waren u.a. die urplötzliche Eruption von Gewalt, der Wechsel zwischen extremem Weitwinkel- und extremen Close-Ups. Sensationell, wie dieses Konzept auch in diesem Film umgesetzt wurde. Die optische Wucht der Bilder - so sieht wahres Cinemascope aus, die epische Art der Erzählung - trotz der über zweieinhalb Stunden Spielzeit fesselt jede Sekunde, die perfekte Inszenierung der Akteure - freilich gewürzt mit Humor - nicht umsonst wird "Spiel mir das Lied vom Tod" mit dem Prädikat "Kult" gehandelt.
Die digitale restaurierung des Films ist Paramount hervorragend gelungen. Exzellente Farbabstimmung, sensationelle Schärfe. Die Bonus-DVD bietet informative "Making of..." und Dreharbeiten-Berichte, der Film selbst wird von einem optionalen Audiokommentar begleitet. Das ganze in einem der schönsten Digipaks, die im deutssprachigen Raum je veröffentlicht wurden. Wer diesen Film nicht hat, muß wohl schon tot sein.
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101 von 116 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Stille im wilden Westen, 31. Oktober 2003
Von 
Sind wir mal ehrlich: ich glaube vielen hatten beim ersten Betrachten eine andere Erwartungshaltung. Zu Recht: las man bis dahin den Namen eines italienischen Regieseurs auf dem Plakat eines Westerns, durfte man mit reichlich Ballerei rechnen, immer mit dem typisch italienischen Abfeuergeräusch. Meist jedoch schauspielerisch eher in der zweiten bis dritten Kategorie anzusiedeln, von der Dramaturgie ganz zu schweigen. Dann kam Sergio Leones "Spiel mir das Lied vom Tod" und die italienische Western-Welt geriet ins Schwanken. Schweigen kam vor Reden, Reden kam vor Schießen. Henry Fonda sagte einmal in einem Interview, daß, als die Leute bei der Kamerafahrt um seinen Kopf am Anfang des Films erkannten, daß er es ist, riefen "Oh my god: its Henry Fonda !". Tatsächlich war der Kopf einer der berühmtesten Schauspielerfamilien bis zu diesem Zeitpunkt eher als Saubermann und Gerechtigkeitsymbol aufgetreten. Auf den ersten Blick paßte die Rolle des Schurken so gar nicht in sein Repertoire. Trotzdem, oder gerade deswegen, verlieh Fonda dem Schurken "Frank" seine Faszination und wurde zum Maßstab künftiger Westerngauner, so wie der Film bis heute der Maßstab aller Western ist. Auch Charles Bronson wurde mit diesem Film über Nacht weltberühmt (er selbst sagte mal, daß er ein Gesicht wie eine zerklüftete Felsenwand habe, in der man Raketen testet). Dazu kam ein, schon damals bekannter Jason Robards,der, zusammen mit Claudia Cardinale die Riege der Schauspieler abrundete. Dieses Viergespann schaffte es, unter der dramaturgischen Meisterleistung des Regieseurs ein zeitloses Meisterwerk zu schaffen. Sicher: es gibt viele Klassiker im Bereich Western, denken wir nur an "High Noon - 12 Uhr mittags" oder "Red River" mit John Wayne. Aber unter all diesen "Klassikern" (oder sagt man heute "Kultfilmen"?), sticht nur einer wirklich heraus, und das ist dieser von Sergio Leone. Die Musik von Ennio Morricone hat sicherlich einen erheblichen Anteil an der faszinierenden, permanent aufgeladenen Stimmung. Morricone variiert die Musik so unglaublich, daß melodiöse Töne den Zuschauer nahezu in Verzückung geraten lassen und seine weltberühmten Mundharmonika-Töne einem schon einen kalten Schauer über den Rücken jagen, ohne daß man den Film bisher überhaupt eingelegt hat.
Die DVD ist deswegen bemerkenswert, weil es gelingt, einen schon ordentlich alten Film wie neu aussehen zu lassen. Die häufige Verschiebung des ursprünglichen Veröffentlichungstermines ist meiner Ansicht nach darauf zurückzuführen (was kaum einer weiß), daß die europäische Version sich von der amerikanischen unterscheidet. Sergio Leone drehte verschiedene Szenen doppelt und verteilte sie auf die unterschiedlichen Kontinente. Die Szenen waren zwar inhaltlich und vom Dialog her völlig identisch.Jedoch zeitlich durch minimalste Unterschiede, z.B. in der Geschwindigkeit der Kamerafahrt, o.ä. verschieden. Für den Betrachter ist dies auch nach zig-maligem Betrachten nicht zu erkennen. Wohl aber für den, der den deutschen Ton auf eine amerikanische Version aufspielen soll. Es erfordert einen riesigen zeitlichen Aufwand, den deutschen Ton der um hundelsten Sekunden variierenden amerikanischen Filmfassung anzugleichen. Umso mehr ist die Arbeit an dieser DVD brillant gelungen. Ein echtes Schmuckstück.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Epos des Western, 23. April 2008
Es gibt insgesamt 3 Western Trilogien die sich bei mir eingebrannt haben: Die Dollar Trilogie, Die Django Trilogie und die Amerika Trilogie. Spiel mir das Lied vom Tod ist ein unsterblicher Western Klassiker und der Beginn der Amerika Trilogie. Und die Deluxe Edition zollt diesem Klassiker würdig Respekt.

Eine Holzbox mit eingeprägtem Schriftdruck, limitiert auf 20.000 Exemplare. Macht sich absolut edel im Regal. Doch auch die Box hat es wahrlich in sich. Der Soundtrack zum Film, der einen von Anfang an gefangen nimmt. Dann noch eine Mundharmonika in einem Lederbeutel, ebenfalls hochwertig angefertigt und mit Schriftzug. Das Hauptstück ist das Digipack in dem sich 2 Silberlinge befinden, der Film und sämtliche Extras auf Silberling 2.

Zur Story muss ich nicht mehr viele Worte verlieren, ebenso zu dem genialen Soundtrack oder der unschlagbaren Atmosphäre. Spiel mir das Lied vom Tod ist der edelste und beste Western der je gedreht wurde. Leone hat hier sein ultimatives Meisterwerk abgeliefert.

Die Box ist teuer, aber jeden Cent wert. Unbedingt kaufen!
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23 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Da wurde nochmal sehr viel Arbeit reingesteckt!, 28. Dezember 2003
Also die Tatsache dass das einer der größten Filme allerzeiten ist, kann wohl niemand wiederlegen, der Statistiken lesen kann, aber was auf dieser DVD gemacht wurde grenzt an Hexerei!
Dieser "35" Jahre alte Film kann es von der Bildqualität mit den aktuellsten Kinofilmen aufnehmen. Das lästige brummen im Ton wurde auch weitestgehend herausgefiltert, was mich dazu veranlasst den Restaurateuren des Films an dieser Stelle ein riesen Danke zu sagen.
Wer auf eindrucksvolle Landschaften, perfekt mit der Kamera eingefangene Emotionen steht, MUSS sich diese DVD, welche in einer sehr edlen Box kommt kaufen!
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20 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Grandiose Western-Oper, 12. August 2011
Rezension bezieht sich auf: Spiel mir das Lied vom Tod (DVD)
Wenn man jemandem, der den Film noch nicht gesehen hat, die Empfehlung ausspricht, sich "Spiel mir das Lied vom Tod" anzusehen, ist die erste Frage, die meist darauf folgt "worum geht's denn da?" Und genau da kommt man zum ersten Mal ins Stocken...
Ja worum geht's da eigentlich?!...lasst mich versuchen, einige mögliche Antworten zu erörtern:

Es geht um einen Mann, dessen Bruder vor langer Zeit ermordet wurde, und der jetzt loszieht, um Rache zu üben...160 Minuten Rache üben?
:( so oder so ähnlich dürfte das Gesicht des Gegenübers bei dieser Antwort aussehen..."und das soll ich mir jetzt ansehen?" Versuchen wirs noch mal...

Es geht um den Fortschritt der Technik im wilden Westen, und um die aussterbende Rasse "Cowboy", quasi um einen Epochenwechsel in den USA. Dies ließe sich auch schön am Titel dokumentieren, wäre er nicht bei der Übersetzung ins Deutsche verhunzt worden. Aus dem italienischen Original (sinngemäß: "Once apon a time, there was a West") wurde im Englischen "Once Upon a time a Time IN the West" und bei uns kam dann schliesslich nur noch der Titel "Spiel mir das Lied vom Tod" an, was wir wahrscheinlich einem Hirnfurz eines Marketingchefs zu verdanken haben...Aber zurück zum Thema. Es geht also um diesen Epochenwechsel...hm, nicht ganz falsch, aber wenn sie ihrem Gegenüber diese Antwort auftischen, dürfte er noch skeptischer gucken als George W. Bush vor dem öffnen eines tickenden Briefes mit arabischem Absender...das kriegen wir besser hin...

Es geht um unerfüllte Hoffnungen, Wünsche und Sehnsüchte. Im Mittelpunkt stehen 5 Charaktere, und ihre jeweiligen Vorstellungen des Begriffs "Lebensaufgabe". Bestes und symptomatischstes Beispiel hierfür ist wohl Morton. Morton hat alles! Ansehen! Geld! Macht! Und Knochentuberkulose. :( Der letzte Wunsch in seinem schon sehr fortgeschrittenen Lebensabend ist es, den Pazifik mit seiner eigenen Eisenbahn zu erreichen, und sein Ableben im Kontrast zu diesem Herzenswunsch gehört zu den eindrucksvollsten Szenen, die ich kenne...filmübergreifend! Frank hingegen träumt davon Mortons Platz einzunehmen, und wird von seiner Vergangenheit dahingerafft... Cheyenne merkt erst gegen Ende, dass sein persönliches Glück in einem Leben mit Jill gelegen hätte...doch als er ihr vorschlägt, bei ihr zu bleiben, zeigt sie ihm die kalte Schulter...und er reitet zum Sterben in die Einsamkeit. Ja, die unerfüllten Sehnsüchte ziehen sich wie ein roter Faden durch den Film, und sind dennoch nur Beiwerk, nicht Anschauungsmittelpunkt..."Um unerfüllte Sehnsüchte??" wird ihr Gegenüber sagen "da guck ich lieber Gute Zeiten, Schlechte Zeiten....noch nicht die gewünschte Antwort, aber wir nähern uns an...

Hmm...je mehr ich über den Inhalt des Films nachdenke, desto mehr drängt sich mir ein Gedanke auf: es geht nicht um die Story, die erzählt wird, es geht eher darum, was der Film schafft daraus zu machen...mir fehlt nur noch der treffende Begriff...
"eine Oper der Gewalt" ist wohl der Untertitel, den man am häufigsten im Zusammenhang mit "Spiel mir das Lied vom Tod" zu Gesicht bekommt. Und eine Oper ist er wirklich. Leones einzigartiges Talent, immer genau im richtigen Moment auf die grandiosen Gesichtszüge seiner Schauspieler zu fokussieren, zeigt sich in keinem seiner Filme so deutlich wie hier. Er wechselt extreme Nahaufnahmen (Bronsons Augen füllen in einer Schlüsselszene kurz vor Schluss die gesamte Leinwand aus) mit ebenso extremen Weitwinkelshots, die die unendlichen Weiten der Prärie sehr schön einfangen. Er zieht den Fokus an, und lässt ihn locker, und das auf unvergleichliche Art und Weise. Und die Übergänge sind auch nicht ohne, siehe hier Jills Ankunft am Bahnhof, mit dem Zoom über den Bahnsteig durchs Fenster auf die Westernstadt...die Wahl der Schauspieler ist ebenfalls Leone-typisch akribisch bis in die Statistenrollen. Jedes Gesicht unverwechselbar, keiner ähnelt dem anderen, achtet mal darauf!
Das übrige zum Opernfeeling tut dann noch Ennio Morricones legendäre Musik. Vier Stücke beinhaltet der Soundtrack, jeder Hauptcharakter hat sein Theme zugeordnet bekommen, und wird dadurch auch immer akustisch eingeführt; Gruß an Star Wars. Diese Methode erlaubt es durch die Musikwahl dem Zuschauer verständlich zu machen, aus wessen Perspektive er die Geschehnisse im Moment wahrnimmt. "Jills West" ist nicht "Cheyennes West", beim mehrmaligen Ansehen fallen einem diese Perspektivenwechsel irgendwann auf.
Musik, Kamera, Schauspieler, und vor allem Regie, alles greift ineinander, alles bildet eine Einheit, zusammengehalten durch eine unvergleichliche Liebe zum Detail (Leone hat echten Staub aus der Prärie nach Spanien einfliegen lassen, weil die Farbe des einheimischen Staubs nicht gestimmt hat!).
Alles wirkt perfekt inszeniert, nichts sticht, nichts beisst, nichts kneift, und das ist wirklich selten... wenn der Film etwas NICHT schafft, dann hat man den Eindruck er WOLLTE es nicht schaffen. Manche mögen sagen er hat Längen, er erzählt wenig Story in vielen Minuten (der längste Vorspann der Filmgeschichte), aber diese Meinung teile ich nicht, ich sage der Film nimmt sich die Zeit, die er braucht, um das auszusagen, was er will, Zeit für eine perfekte Inszenierung...Inszenierung...das ist es! Genau das ist der fehlende Begriff...

Wenn man also mal gefragt werden sollten "worum geht's denn eigentlich in Spiel mir das Lied vom Tod?", könnte man ruhigen Gewissens antworten: "es geht um die Kunst filmischer Inszenierung"!
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Klasse, 28. Dezember 2009
Teilweise hatte ich das Gefühl, schon damals wurde in HD gedreht. Fast kann man die Poren der Darsteller in den Großaufnahmen zählen. Bild und Ton digital um Welten verbessert, ist dieser Film so ein wirklicher Genuß.
Möglicherweise ein Problem meines DVD-Spielers, der beim Umspringen auf die zweite Schicht echte Aussetzerprobleme hatte und nach Ein/Aus und einigem probieren dann doch wie vorher weitermachte.
Tat dem Film insgesamt aber keinen Abbruch...
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zeitloser Klassiker - Ein Must-see!, 18. Dezember 2011
Rezension bezieht sich auf: Spiel mir das Lied vom Tod (DVD)
Zunächst einmal: Ich bin eine Frau. Und zu den so geannten Italowestern habe ich mein Leben lang ein eher angespanntes Verhältnis gehabt. Nun habe ich aber meinem Mann zum Geburtstag die berühmte Dollar-Trilogie geschenkt und mit ihm zusammen angesehen - und war angenehm überrascht. Daher habe ich mich gestern an Spiel mir das Lied vom Tod gewagt - und muss gestehen: Ich bin begeistert.

Ich hatte gar keine Ahnung von dem Inhalt, das Einzige, was ich kannte, war der weltberühmte Soundtrack. Um so mehr überraschte mich die wunderbare Eingangspassage, die virtuos gespielt und in Szene gesetzt worden ist - und das ganz ohne Musik. Spannung mittels Kamereinstellungen und Großaufnahmen und dem Wissen, dass IRGENDWAS passieren wird. Wow. Allein das quietschende Rad der Wasserpumpe sagt mehr über das Lebensgefühl dieser Zeit als Tausend Worte.

Worte - die sind streckenweise eher selten in diesem Film. Und wenn es sie gibt, dann im Rahmen pointierter und teilweise rabenschwarzer Dialoge. Die Charaktere sind undurchsichtig und nehmen den Zuschauer mit auf eine Achternbahnfahrt der gemischten Gefühle. Die Spannung wird langsam, aber beständig aufgebaut bis zum großartigen Finale permanent gehalten.

Gut und Böse - die lassen sich nicht leicht auseinanderhalten in diesem Meisterwerk. Schwarzer Humor und tragische Gestalten machen den abendfüllenden Filmgenuss komplett. Ich weiß jedenfalls, dass ich diesen Film nicht zum letzten Mal gesehen habe, und wer ihn noch nicht erlebt hat, dem sei er wärmstens ans Herz gelegt, wenn dieses für undurchsichtige Charaktere, bitterbösen Humor sowie atemlose Spannung schlägt, die nicht durch rasante Actionszenen umgesetzt wird - sondern wesentlich subtiler und eindringlicher.
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14 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zeitloses Western-Märchen in bestechender Qualität, 12. Dezember 2006
Sergio Leones Film-Meisterwerk macht nicht viele Worte. Aber es hinterlässt Bilder, die im Betrachter nachhaltig wirken. Und es macht sprachlos. Diese Doppel-DVD ist eine Pflichtveranstaltung für jeden, der diesen Film zu mögen behauptet.

Die Bild- und Tonqualität ist auf einem ganz hohen Niveau, die Musik von Ennio Morricone ein phantastisches Erlebnis, die neu produzierten Extras und Dokumentationen über die Musik, die Entstehung des Films und die amerikanischen und italienischen Sets das Sahnehäubchen. Mit diesem Ding hat man einen echten Schatz im DVD-Regal.

Unbedingte Empehlung.
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13 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Westernklassiker schlechthin!, 3. Juni 2012
Rezension bezieht sich auf: Spiel mir das Lied vom Tod (DVD)
Spiel mir das Lied vom Tod ist zu recht DER Westernklassiker schlechthin!
Das mag man aber erst recht verstehen wenn man sich auf den Film einläßt und ihm Zeit gibt sich in Ruhe zu entfalten.
Denn hier geht alles sehr ruhig, langsam und fast schon behäbig vorran.
Lange Einstellungen in denen wenig gesprochen wird und die Kamera immer ganz nah an die Figuren heranfährt sind hier Sergio Leones Markenzeichen.
Er nimmt hier etwas Abstand zu seinen vorigen Filmen und erzählt die Geschichte Episodenhaftiger und weniger gewaltverherrlichend .
Trotzdem gibt es natürlich auch Schießereien.
Sie ordnen sich hier nur der Geschichte unter und stehen ncht unbedingt im Vordergrund!
Über die tolle Besetzung braucht man hier wohl kein Wort mehr verlieren.
Und auch der geniale Soundtrack von Ennio Morricone der sich hier selbst übertroffen und jedem Hauptdarsteller sein eigenes Thema geschrieben hat ist unvergessen.
Wenn die Musik von Cheyenne z.b erklingt gewinnt der Film eine erstaunliche Leichtigkeit die man in einem sonst so ernsten Western nicht erwartet.
Und so spielt Leone mit verschiedenen Stilmitteln und fügt alles zu einem großartigen ganzen zusammen.
Klar, für Spiel mir das Lied vom Tod braucht man Sitzfleisch, wer das aber mitbringt erlebt ein großartiges Epos dass damals so wohl niemand von ihm erwartet hätte.
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18 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Besser als es die Verpackung verspricht, 7. Juli 2007
Rezension bezieht sich auf: Spiel mir das Lied vom Tod (DVD)
Ich habe an der Einzel-DVD-Version dieses über alle Zweifel erhabenen Western-Klassikers selber fast nichts auszusetzen. Es handelt sich um die digital überarbeitete Version der bekannten Schnittfassung von "Spiel mir das Lied vom Tod". An der Bildqualität gibt es zumindest für mich nicht das Geringste zu mäkeln, ganz im Gegenteil. Beim Ton sieht die Sache ein wenig anders aus. Ich kann zwar verschmerzen, dass die DVD neben einer englischen Dolby Digital nur mit einer deutschen Mono-Tonspur ausgeliefert wird. Der Film wurde ja schließlich im Original auf Mono aufgenommen. Es wäre aber sicherlich schön gewesen auch die deutsche Tonspur in Dolby Digital zu haben. Wenigstens handelt es sich um die gewohnte deutsche Synchronisation. Hier wurden zum Glück keine Experimente gemacht. Sowohl Bild als auch Ton entsprechen im Übrigen der Special-Edition-Version. Bei einem 160 Minuten langen Film stört mich persönlich auch nicht, dass bis auf einen Kommentar keine weiteren Extras auf der DVD vorhanden sind, die gibt es auf der Zwei-DVD-Special-Edition-Version (Filmdoku, Fotogalerie, Besetzungsinfo).

Tatsächlich ist das einzige Problem dieser Einzel-DVD-Version die Verpackung. Da schreibt Paramount was von einer "Widescreen Version überarbeitet für 16:9". Was soll denn das heißen? Nach der amazon-Produktinfo - und auch ich habe das so verstanden - kommt der Film schlicht im 16:9-Format. Da der Film aber im 2.35:1-Format aufgenommen wurde, bedeutet das eigentlich, dass der Film links und rechts beschnitten wurde. Na, toll... Ist er aber gar nicht! Hier kann ich Entwarnung geben. Der Film kommt im Originalformat (2.35:1).

Dann steht da noch was von einem "Untertitel Kommentar" mit Beiträgen von den Regisseuren John Milius, John Carpenter, Alex Cox, den Filmhistoriker Sheldon Hall und Christopher Frayling sowie von Darstellern und der Crew. Auch das ist missverständlich. Der Film besitzt eine echte Kommentar-Tonspur (die Selbe wie die Special-Edition), wie auch dem Kleingedruckten zu entnehmen ist, wenn auch nur in Englisch aber dafür mit deutschen Untertiteln. Hinter den "Darstellern" und der "Crew" verbergen sich im Übrigen niemand geringeres als Claudia Cardinale und Bernardo Bertolucci.

Der Kommentar ist in seiner Gänze von relativ ambivalenter Qualität. Der größte Teil des Filmes wird von dem Leone-Biografen Frayling und dem Filmhistoriker Hall kommentiert. Dieser Teil ist schlicht hervorragend. Warum Paramount den Kommentar mit dem Einfügen von schmalzigen Belanglosigkeiten (Milius), einer netten aber unwichtigen Anekdote (Cardinale), Kindheitsgeschichten und Selbstbeweihräucherungen (Bertolucci), dem völlig unvorbereiteten und streckenweise einfach ahnungslos vor sich her improvisierenden Carpenter ("I`m not quiet shure what that meant!?") sowie einem bis zum Anschlag orientierungslosen Cox, der einen angeblich massiven Kontinuitätsfehler sieht, wo gar keiner ist, kaputt machen musste, bleibt mir aber ein echtes Rätsel.

Kurz: Diese Einzel-DVD-Version ist besser als es die etwas wirre Verpackung verspricht. Wer auf die extra Features der Zwei-DVD-Special-Edition verzichten kann, der bekommt hier die identische Version des Films für ein paar Euro weniger.
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