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11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nicht nur ein Muss für Stones-Fans!
Schon das Schwarz-Weiß-Cover wirkt düster bedrohlich: Die brennende Zigarette im von tiefen Falten zerfurchten Gesicht und das rechte Auge halb verdeckt vom berühmten Totenkopf-Ring, typisch Keith Richards eben, bad boy des Rock 'n Roll-Business und Gitarrist der besten Band der Welt. Das Buch beginnt mit einer Reise durch den erzkonservativen bigotten...
Veröffentlicht am 1. Juni 2011 von Spieler7

versus
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ein Leben für die Stones, für die Musik
Dieser Mann ist verblüffend ehrlich. Priorität eins bis zwanzig für ihn: Musik, möglichst mit den Stones! Kompromisslos, durchaus manisch
und konsequent, unbeirrbar. So erscheint dieser Mann, der erstaunlich viele Details berichten kann. Wie schön, dass er auch seine Freunde und Familie zitiert!
Die Fotos, die ja wie zufällig und...
Vor 16 Monaten von Juliana Helena veröffentlicht


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11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nicht nur ein Muss für Stones-Fans!, 1. Juni 2011
Von 
Spieler7 - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Life: Keith Richards (Taschenbuch)
Schon das Schwarz-Weiß-Cover wirkt düster bedrohlich: Die brennende Zigarette im von tiefen Falten zerfurchten Gesicht und das rechte Auge halb verdeckt vom berühmten Totenkopf-Ring, typisch Keith Richards eben, bad boy des Rock 'n Roll-Business und Gitarrist der besten Band der Welt. Das Buch beginnt mit einer Reise durch den erzkonservativen bigotten Bible Belt der USA, das Auto voller Drogen und natürlich werden sie von den Cops hochgenommen und natürlich kommen sie ungeschoren davon.

Von da an geht es streng chronologisch zu, die Kindheit im tristen Nachkriegs-England, frühe Rebellion gegen die Autoritäten, die Entdeckung schwarzer Blues-Musik, das zufällige Treffen mit Mick Jagger und der Rest ist dann ja Geschichte. Die allerdings wird akribisch erzählt, mit sämtlichen Höhen und Tiefen und an beiden herrscht ja wahrlich kein Mangel bei den Rolling Stones. Selbst der eingefleischte Fan erfährt hier noch etwas Neues, und damit meine ich nicht die ausführlichen Tipps zum Gitarrenspiel oder ein Kochrezept für Bratwürste mit Kartoffelbrei.

Das Buch ist absolut faszinierend und liest sich spannend wie ein Thriller (die professionelle Unterstützung durch Autor James Fox zahlt sich aus); die lakonische Sprache dabei ist typisch Keith Richards, Langeweile kommt nie auf. Und er schont dabei nichts und niemanden, weder sich selbst, noch andere und am wenigsten seine Bandkollegen (außer Charlie Watts, über den verliert er kein böses Wort, aber Charlie ist ja sowieso everybodys darling): Bill Wyman? Führte Strichlisten über Frauenbesuche, kommt ansonsten kaum vor. Mick Taylor? Ein Weichei, der nie zur Band passte. Brian Jones? Ein hemmungsloser Sadist, komplett verrückt. Ronnie Wood? Passabler Saufkumpan, jedoch unzuverlässig. Und natürlich Mick Jagger, der andere Glimmer Twin: Mit zunehmendem Erfolg immer abgehobener, allzu ökonomisch orientiert und ein gnadenloser Egoist, der spätestens mit dem Versuch seiner Solokarriere (die Platten sind selbstverständlich Mist) den Fortbestand der Stones auf's Spiel setzte. Und ja, sein Geschlechtsteil ist eher klein.

Dennoch ist Mick Keiths Bruder, er kann nicht von ihm lassen, denn sie brauchen einander, das Ganze ist größer als die Summe der Einzelteile, eine (Hass)-Liebe seit fast 50 Jahren. Auch die Frauen kommen ausführlich zu ihrem Recht, Anita Pallenberg, Uschi Obermaier, Patti Hansen (Ehefrau seit vielen Jahren) und viele mehr. Breiten Raum nimmt natürlich auch seine Drogenkarriere ein, wie auch nicht, ist sie doch eines seiner Markenzeichen. Richards rechtfertigt sich für nichts, eben ein Teil seines Lebens, den er aber nicht verharmlost; die Schilderungen der diversen cold turkeys gehen durchaus unter die Haut und man muss sich wundern, dass der Mann immer noch lebt. Heute ist er clean seit vielen Jahren, zumindest was Heroin betrifft.

Man darf getrost davon ausgehen, dass hier nicht immer die objektive Wahrheit (gibt es die überhaupt?) erzählt wird, denn Keith nutzt legitim die Gelegenheit, sich in vergleichsweise hellem Licht darzustellen. Nur eines steht außer Frage: Seine bedingungs- und grenzenlose Liebe zur Musik, die auf jeder Seite des Buches deutlich wird, exemplarisch dafür die packende Schilderung zur Aufnahme von "Exile on Main Street" unter chaotischen Umständen, sowie die ausführlichen Erklärungen zur Zusammenarbeit mit anderen Musikern, nicht nur im Rahmen seiner Soloprojekte.

Keith Richards ist ein Phänomen, eine lebende Legende und seine ehrlichen Erinnerungen sind natürlich ein absolutes Muss für die Stones-Gemeinde, aber auch eine veritable Fundgrube für Interessierte an der jüngeren Zeitgeschichte, nicht nur beschränkt auf die Musik; auch in Sachen Zeitgeist hoch interessant. Ach ja, existenzielle urbane Mythen werden ebenfalls aufgeklärt: Flog er zur Blutwäsche in die Schweiz? Hat er die Asche seines verstorbenen Vaters geschnupft? Sorry, aber für die Antworten müsst ihr schon selbst das Buch lesen...
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Good read, 15. März 2011
Von 
M. Pauli (Hessen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Life (englische Ausgabe) (Gebundene Ausgabe)
To make it short: I loved this book, it was exactly what I had expected. Keith Richards is primarily a musician and
a (former?) drug addict and this is mostly what the book is all about. Drugs and Rock 'n Roll. Those readers who are expecting sex
and intimate gossip will be disappointed. I found Richards to be discrete and tactful with regards to other people, he could
have spilled many more beans, but did not.
With regards to himself, he leaves nothing out, neither the good nor the bad. Occasionally quite full of himself but always crediting others where credit is
due. He seems to be a man's man, always preferring to hang out with some buddies, definitely not a skirt chaser.
His biggest wish seems to be going on tour again ... I can only hope this will materialize!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ein Leben für die Stones, für die Musik, 8. Dezember 2012
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Life: Keith Richards (Kindle Edition)
Dieser Mann ist verblüffend ehrlich. Priorität eins bis zwanzig für ihn: Musik, möglichst mit den Stones! Kompromisslos, durchaus manisch
und konsequent, unbeirrbar. So erscheint dieser Mann, der erstaunlich viele Details berichten kann. Wie schön, dass er auch seine Freunde und Familie zitiert!
Die Fotos, die ja wie zufällig und ungestellt gemacht wurden sind ungeschminkte Dokumente, fast enttäuschend. aber wir kenne ja die Fotos die für den Verkauf und die Labels gemacht wurden auch.
Er, der fast die ganze Zeit seines Lebens eine Gitarre in den Armen hielt und unermüdlich mit Anderen Musik machte,
steht nun da mit einem grossen Familienclan und weltweit unzähligen Freunden.
Das Buch hat durchaus Längen, in denen Musik, Musiker, Stücke und Spieltechnik endlos beschrieben werden. Das mag die interessieren, die sich genau auskennen. Über seine gerichtlichen und polizeilichen Verfolgungen und seinen Drogengenuss schreibt er erstaunlich offen und uneitel.
Das Kapitel über die Kindheit ist natürlich ein Schlüssel zu ihm: er ist nicht unterzukriegen, was auch immer passiert.
Dieser Mann hat sicher viele, viele Gesichter und nicht nur nette und sein kleines Kind möchte man nicht gewesen sein.
Faszinierend ist, dass er immer wieder durchkam, Drogenabhängigkeit, Verfolgung und Unfälle überstehen konnte,
denn es gab ja immer wieder die Musik, die Bühne, die Auftritte, die Freunde...
Ein Buch, dass man vorurteilsfrei lesen sollte, es bereichert!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Großartiges Buch, 27. Januar 2012
Von 
M. Hackl "lollypop23" (Österreich) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Life (englische Ausgabe) (Gebundene Ausgabe)
Keith hat hier ein großartigs Buch, nicht nur über sein Leben, sondern auch über den RockŽnŽRoll an sich, abgelegt. Dieses Buch hat nicht umsonst den Mailer Award bekommen! Bei der Rede sagte Ex-Präsident Clinton scherzhaft, Keith wäre neben Kakerlaken die einzige Lebensform, die einen Atomkrieg überleben würde. Damit könnte er vielleicht sogar richtig liegen. :-) Keith hat ja schon so manches überlebt, woran andere längst zugrunde gegangen wären.

Davon erzählt er auch in seinem Buch. Sogar für Stones-Fans gibt es hier das eine oder andere Neue zu erfahren. Natürlich holt er in seinem Buch auch zum "Rundumschlag" aus. Mick kommt dabei besonders schlecht weg, was durchaus nachvollziehbar ist, so wie er - und wohlgemerkt nicht nur in diesem Buch - beschrieben wird. Keith mußte selbst auch allerhand von Mick einstecken, also darf er sich ja wohl auch wehren. Und seien wir mal ehrlich - der Schlagabtausch gehört bei den beiden dazu, wie schon früher oft gesehen. :-)

Trotzdem er Mick schlecht aussehen lässt, sagt Keith deutlich, dass er ihn liebt wie einen Bruder. Und auch unter Geschwistern gibts die eine oder andere Kabbelei, das ist nur natürlich.

Ganz im unverwechselbaren - und wie ich finde - immer authentischen und äußerst sympathisen Keithschen Erzählstil gehalten ist dieses Buch für alle Stones-Fans ein "Must Have". Man sollte es aber - nach Möglichkeit - im englischen Original lesen, weil durch Übersetzungen immer einiges verloren geht.
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11 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Man, you are a bore!, 17. Januar 2011
Rezension bezieht sich auf: Life (englische Ausgabe) (Gebundene Ausgabe)
A lot of people have been very enthusiastic about this book. I haven't. Surely Keith Richards has got a few stories to tell, but so would everybody after being in Rock biz for nigh 50 years. It's the way he tells these stories - totally anticlimactic! This book ' just does not rock! He obviously is not a man of letters, something he tries to make up for by using expletives as much as possible. Let's face it: Keith Richards has not got it in him to make the words roll - like Deke Leonard or Sean Tyla, whom he probably has never heard of.

All that repetitive shit about the validity of the Blues and how he found out about the 5-string open tuning and its advantages!! A couple of lines would have been okay, but pages?

All that repetitive bullshit about him and Mick being like brothers ' I mean, Keith hasn't been inside Jagger's backstage room for more than 20 years and they've been flinging more abuse at each other via the tabloids than there are stars in the sky. Brothers? You do not have to read between the lines, you can actually smell it how Mister Richards is begrudging Mick the knighthood. The way Keef expected it to go was that Mick would decline and say "Never ever - if Keith doesn't get one at the same time".

Keith, you are a bore! I mean, Keith Richards' daughter's fiancé must ask permission for marrying her from his to-be father-in-law. Hey, where are we? Britain in the 50s? This guy is as conservative as my wife's auntie who accused us of living in sin as we weren't married and yet living together in 1974. At the same time he's so out of his mind, it's almost terrifying. Who - if not a loony - would risk spoiling his daughter's wedding just because his son's mate is wearing a couple of spring onions behind his ears - and later be bragging in a book about it?!

This man has been in a state of intoxication for more than 40 years now. Starting off with psychedelic drugs he soon got involved in smack and after coming off that it was cocaine, more weed and Jack Daniels (or was it Jim Bean?). A good deal of this book is dedicated to his exploits as a drug abuser. That's what I already loathed about David Crosby's book "Long Time Gone". It's like those war veterans like my granddad bragging about WW1 and when he was down in the trenches of Verdun looking the enemy in the cold eye. And staring the enemy down, of course, or escaping the mortal bullet quite close - which hit his helmet and ricocheted back to kill one of the Tommies.

After all those years Keith Richards still can't forgive the Sex Pistols for calling the Rolling Stones boring old farts and in return he's accusing them of not being able to master their instruments properly. As if Rock 'n' Roll had got anything to do with that! Keith, how deep can the wound be?

And all those quotes from other people flattering him! How low must his self-esteem be? What's worst is the name dropping - he even got a letter from Tony ****ing Blair after he'd banged his head. I'm impressed.

Many things have not even been touched in "Life". Sadly there's no word about "December's Children", "Between The Buttons", "We Love You" or "2000 Light Years" ' but at the same time Keith takes his time and wants to sell us the single "Street Fighting Man" as a genuine political statement, which was released at a time when the Stones were recognizing they were not as wealthy as they ought to be - despite owning mansions and Bentleys - and thus hiring different managing personnel. I can't remember any single person who believed in "Street Fighting Man" to be a sincere political statement back then, even those who were in favour of the Stones then.

To garnish my consumption of "Life" I watched the Rolling Stones live in Japan 1990, and I was not impressed. Wood pulling off a couple of guitar hero stances in yellow sneakers (why not pink?), Richards doing his best to add a bit of Arena Rock atmosphere, and that ponce Jagger prancing about with the phrasing all wrong and sounding so mannered that it hurts. I knew we could write them off after disrespectfully throwing buckets of water on their audience ' which is the hand that feeds them, right? - during their early 70s tour.
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4.0 von 5 Sternen Stellenweise etwas langweilig!, 19. Januar 2014
Von 
Rezension bezieht sich auf: Life: Keith Richards (Taschenbuch)
Diese Taschenbuchausgabe gibt es leider nur IN ENGLISCHER SPRACHE! - Was sehr schade ist, denn sonst könnte man einige Euros für dieses Buch sparen, das nämlich m.E. nicht so besonders viel wert ist.
Zunächst einmal hat Keith Richards dieses Buch gar nicht selber geschrieben; ein mit ihm befreundeter "Co- Writer" hat es geschrieben, nachdem er Gespräche mit Richards auf Tonband aufgezeichnet hat. So gesehen ist auch die Authentizität des Buches, zumindest seines Schreibstils sehr fragwürdig.
Man fragt sich auch, wie groß das Interesse Richard's an dieser seiner niedergeschriebenen "Autobiographie" wirklich gewesen ist. Zumindest hat die Erlaubnis Richards' zur Veröffentlichung dieses Buches dem Rockmusiker einen Vorschuss von mehreren Millionen Dollar eingebracht. - Für ihn hat sich die Sache also schon mal (finanziell) gelohnt! - Ob er da aber tatsächliches Interesse hatte, seine BIografie auf diese Art aufschreiben zu lassen, oder ob er einfach nur überredet wurde (wobei die Aussicht auf viel Geld nachgeholfen haben mag), wage ich nicht zu beurteilen.
Ob sich das Buch für den Fan allerdings lohnt, ist fragwürdig; wer schon lange Rolling Stones- Fan ist (wie ich), dem fällt auf, dass sich das Buch hier zu einem großen Teil an längst bekannten Ereignissen um den Rocker orientiert, die man spätestens durch das Internet kannte. - Also nicht viel Neues. Jemand, der natürlich kaum etwas über die Rolling Stones im Allgemeinen und Keith Richards im Speziellen weiß, der wird das hier vermutlich mit INteresse lesen, und der Langeweile- Faktor wird ob seiner geringen Vorkenntnisse zu diesem Theme entsprechend gering bleiben; er wird daher vermutlich sogar von dem Buch beeindruckt sein.
Ob man seinem "Idol" hier besonders nahe sich fühlen kann, ist auch fragwürdig (da der Meister das Buch ja nicht wirklich selber "geschrieben" hat (s.o.)).
Das Buch ist zwar mit ca. 700 Seiten sehr lang; doch hat es tatsächlich etliche "Längen", die das Buch stellenweise recht "langweilig" machen. Manchmal doziert der Meister hier seitenlang über irgendeinen Gitarrengriff o.Ä.; ob das für Jemanden hier interessant sein könnte, daran habe ich so meine Zweifel (etwas Anderes wäre es, wenn der Meister seine Griffe "Live" zeigen würde). - Ich gebe zu, ich habe daher mehr als ein Mal mehrere Seiten vorgeblättert im Buch. Andererseits wird dabei klar: der meister hält sein eigenes Leben gar nicht für so wichtig, sondern vor allem seien Musik! (über die er ja hier auch lang und breit erzählt. - Womit der gewöhnliche Leser aber nichts anfangen kann, weshalb er sich langweilt).
Ein großer Teil macht solches "Fach- Dozieren" aus, wie auch die längst bekannten, "alten kamellen", die hier ein ums andere Mal aufgewärmt werden. - Dabei schmückt der Meister Manches noch etwas aus, ergänzt etwas, scheint auf nähere (angeblich wichtigere) Fragen zum jeweiligen Thema geantwotet zu haben. Und einigen Gerüchten stellt Keith hier seine Wahrheit gegenüber. - Was nicht heißen soll, dass hier NUR über Langweiliges oder Altbekanntes geschrieben wird! Einige Stories wirken hier durchaus unterhaltsam. Andere allerdings sollten mal näher auf ihren Wahrheitsgehalt hin untersucht werden! (wie war das mit dem "Atom- Raketen- Transporter", den Keith durch seine fahrweise in Marokko im Gebirge zum Absturz gebracht haben will?).
Eines der Hauptthemen des Buches ist außerdem Keith's langjährige (und wohlbekannte) Drogenabhängigkeit. - Offenbar von seinem Co- Autor dazu aufgefordert, schreibt er lang und breit über sein Dasein als Junkie. Auch hierbei wird deutlich: Keith muss 7 Leben haben! - Zumal da ja noch die lebensgefährliche Situation mit dem ungeerdeten Mikrofon war ("nur durch ein Wuner überlebt"), und einige nicht minder gefährliche Autounfälle. Doch ob diese ganzen Geschichten um die Drogeneskapaden den Leser so wahnsinnig interessieren, weiß ich nicht. - Mich hat's jedenfalls nicht besonders interessiert. Stellenweise scheint der Autor hier einen gewissen Voyeurismus bei seiner Leserschaft so zu befriedigen zu glauben. - Wobei das manchmal in Richtung bililgen Boulevard- Journalismus geht. - Nicht die Art von Stil, wie ich es mir für so ein Buch gewünscht hätte!
Zu den inhaltlich interessanteren Darstellungen gehören sicherlich Keith's Schilderungen aus seiner (z.T. schweren) Jugend. Er erzählt so über seine Herkunft (ja, selbst über einige Ahnen), seine sehr große Familie, aus der er stammt, frühe Begegnungen mit der Musik, seine (überschaubaren) Liebschaften, bis dann zu den - allerdings bekannteren - Geschichten über seine Bekanntschaft mit Mick Jagger, der allmähliche Aufstieg der Band, in dessen Dienst zu stellen Keith es dann fortan als seine Lebensaufgabe betrachtet hat, usw. Später kommen dann immer mehr Bekanntschaften mit berühmten Persönlichkeiten dazu, vor allem mit anderen Rockmusikern. Ein großer Teil des Buches widmet sich auch Keith's langjähriger Beziehung mit der genau so attraktiven wie berüchtigten (und ebenfalls drogenabhängigen) Anita Pallenberg.
Dabei wird deutlich, dass Keith einerseits erstaunlich bescheiden wirkt, und ihm vor allem immer Eines wichtig war: seine MUSIK. Alles Andere (einschließlich diesem Buch) ist dem Meister völlig bestenfalls zweitrangig. In der letzteren Zeit allerdings scheint ihm auch seine Familie wichtig geworden zu sein, über die hier viel geschrieben wird. - Keith ist ein Familienmensch geworden. - Und schon früher bezeichnete er ja seinen Bandkollegen Mick Jagger schon immer als seinen "Bruder" (Keith selbst war immer ein -relativ verwöhntes - Einzelkind), mit dem ihn ja immer eine zwar produktive Beziehung, jedoch auch "Hassliebe" verbunden hat, die - das wird an den Schilderungen hier auch deutlich - manches Mal zu Mord und Totschlag beinahe gefürht hätte.
Die Schilderungen der anderen Menschen in dem Buch und deren BEziehungen zu Keith sind hier recht oberflächlich. - Keith - obwohl nicht dumm - scheint keine besonders gute Menschenkenntnis zu haben, noch psychologisches Gespür.
Schnell verliert man in dem Buch ein wenig den Faden; es ist zwar relativ linear in chronologischer Reihenfolge geschrieben worden, jedoch wird nicth immer deutlich in welchem Jahr man sich gerade befindet; auch wird zweischendurch imemr mal wieder viel Raum bestimmten Ereignissen gewidmet; dann plötzlich scheint man schon wieder etliche Jahre später fortgeschritten zu sein; soll denn in den Jahren dazwischen dann etwa kaum etwas passiert sein? - manche Jahre sind hier stark beschrieben, Andere bleiben sehr blass.
Auch wird die Bedeutung einiger hier geschilderten Ereignisse/ ZEiträumen nicht ganz klar: wie schwer war Keith's Leben in seiner frühen Schulzeit wirklich? Auch schreibt er von seiner zeitweiligen Hingabe zu den Pfadfindern (im Internet steht allerdings, dass er nur verhältnismäßig kurze Zeit bei den "Boy Scouts" war).
Nur ein (etwas primitives) Boulevard- Publikum würde zudem interessieren, wie lang das Skrotum von Mick Jagger ist, das hier von Keith zu beschreiben der Meister für offenbar wichtig erachtet (vermutlich ein PR- Gag).
Etwas gefühllos und unfair wirken auch die Beschreibungen zu Keith's ehemaligem, unglücklichen Bandkollegen Brian Jones, der ja auf sehr mysteriöse Weise (kurz nach seinem Rauswurf aus der Band wegen Unzuverlässigkeit) bereits mit 27 jahren seinen Tod fand, mit Keith (und Jagger) bekanntlich die letzten Jahre von dessen leben nicht mehr besonders gut auskam, vorher allerdings ein enger Freund von keith war, der jenem sicher auch viel zu verdanken hatte, und der eine große Bedeutung beim Aufbau der Band in deren Frühphase zweifellos hatte. Keith aber findet für seinen ehemaligen Freund hier überhaupt keine guten Worte; er scheint ihn (noch immer) regelrecht zu verachten. Seine Äußerungen in diesem Buch dazu zeugen dabei allerdings alles andere als von einem Menschen mit Taktgefühl, auch wenn nicht nur ihm offenbar so einige dunkle seiten seines damaligen Band- Partners aufgefallen sein mögen.
Auch sein "Freund" Mick Jagger kommt hier beileibe nciht immer gut weg. - Obwohl Keith ja gerade Jagger sehr viel zu verdanken hat (in seiner sehr "drogenkranken" Phase wäre ohne Mick bei den Stones nicht viel gegangen!). So beschreibt er seinen Bandpartner stellenweise als eine Art Verräter, dem die Band nicht wichtig genug gewesen wäre, und der lieber - zumindest zeitweise - sein eigenes Solo- Projekt vorangetrieben hätte (die genauen Umstände erfährt man hier natürlich nicht! - Ist alles rein subjektiv Keith's Meinung widergegeben). Aber überhaupt scheint es nicht Keith's Ding zu sein, Weggefährten Anerkennung zu geben. - Obwohl offensichtlich ist, wie wichtig zeitweise Bestimmte Leute für Keith, seine Fortschritte, oder überhaupt sein Überleben, gewesen sind. Keith wirkt so etwas egozentrisch, was ihn - zumindest in meinen Augen - nicht gerade sympathischer macht.
Auffallend sind die vielen Tragödien, an denen Keith in seinem Leben beteiligt gewesen sind, und denen er nicht zuletzt durch seine Drogenabhängigkeit beiwohnte; alleine zu mehreren berühmten Rockmusikern hat er in deren (drogenbedingten) "End- Stadien" noch sehr enge Beziehungen unterhalten.
Möglicherweise, um ein zu einseitiges und subjektives Bild von Keith's Darstellungen zu verhindern, kommen hier des Öfteren in "Einschüben" Weggefährten, Familienangehörige, usw. zu Wort. - Eine VOrgehensweise, die das Buch interessanter machen soll, und der man sich ja heutzutage oft bei solchen Büchern bedient.

Das Buch ist in einem sehr flapsigen STIL geschrieben. Man hat den Eindruck, Keith versucht hier übertrieben cool zu wirken; selbst lebensgefährliche Situationen scheint er witzig zu finden, und kommentiert er genau so wie andere Ereignisse; er bleibt hier immer gleichgültig. - Dieser Stil - obwohl er durchaus HUMOR ein ums andere Mal zum Vorschein bringt - gefällt mir hier überhaupt nicht.
Auch wird Keith's Charakter durch diesen Stil nicht besonders deutlich. Man fragt sich z.B., welche Werte dem Meister besonders wichtig sind (außer Rockmusik und Familie).
Ich finde den Stil für Keith auch unpassend (fraglich, ob das überhaupt "sein" Stil ist; denn er hat das BUch ja nciht direkt selber geschrieben); nciht nur, weil der MEister schon 70 Jahre alt ist, sondern weil er nicht immer so "cool" gewesen sein kann, wie es "sein" Schreibstil vermuten lässt (jahrelange Drogenabhängigkeit; die daraus resultierende Abhängigkeit von anderen Leuten; ...).
Letztendlich machte mir das Buch keinen besonders persönlichen Eindruck, auch wenn Keith hier durchgehend sehr ehrlich ist (z.B. bzgl. seiner Drogenabhängigkeit, seinen z.T. etwas "verrufenen" (Herkunfts-) Familienverhältnissen (seine Tanten), seine Meinung zu Leuten, ... - Man hat hier das Gefühl, dass hier zumindest nicht viel Unwahrheit gesagt wurde.

Keith ist in einer der spannendsten Zeiten der Geschichte aufgewachsen. Diese bunte Zeit kommt hier zwar zum Ausdruck; jedoch ist sie hier nur ein reines Randphänomen; man hat hier zu oft das Gefühl, Keith durchlebt SEINE Geschichte(n) noch mal, nur aus seinen eigenen Augen, ohne darauf Rücksicht zu nehmen, was den Leser mehr interessieren würde.

Das Buch verfügt über einige Abbildungen aus den unterschiedlichen Phasen des Meisters.

Schließlich wurde das Buch als das "Beste Buch eines Rockmusikers überhaupt" beworben. Diese Beschreibung möchte man nciht unbedingt abstreiten; aber nicht wegen der hervorragenden "Qualtität" des Buches, sondern eher aus dem Grund, weil tatsächlich die meisten (anderen) Biografien von Rockmusikern nicht das halten, was sie versprechen. Dennoch hat mir z.B. Chuck Berry's "Die Autobiografie" - auch wenn das eine andere Zeit beschreibt - besser gefallen als diese hier.
In literarischer Hinsicht finde ich dieses Buch jedenfalls kein Meisterwerk. Das wirkt mir doch etwas primitiv.

FAZIT: Stellenweise etwas langweiliges, zähes Buch über einen der wichtigsten (Rock-) Musiker der letzten Jahrzehnte, in einem etwas fragwürdigen Stil geschrieben, das die hohen Erwartungen nicht ganz erfüllt, auch wenn hier durchaus interessierende und spannende Situationen beschrieben werden.
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5.0 von 5 Sternen Tolle Bio des Rockstars, 6. Januar 2014
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Life: Keith Richards (Kindle Edition)
Tolle Bio die das Leben des wilden Rockstars hervorragend beschreibt.
Spannend und authentisch geschrieben. Sehr schön zu lesen diese Bio.
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5.0 von 5 Sternen Ausgezeichnete Lektüre, 25. Dezember 2013
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Life: Keith Richards (Taschenbuch)
Ausgezeichnete Lektüre, wie ein Fenster zu einer vergangenen Zeit . Natürlich sehr subjektiv, was der Sache aber keinen Abbruch tut.
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5.0 von 5 Sternen Life: Keith Richards, 11. Dezember 2013
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Life: Keith Richards (Kindle Edition)
This autobiography is a must for every Rolling Stones fan.
It gives you an extensive view inside the greatest rock band ever.
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4.0 von 5 Sternen Gut, 8. Oktober 2013
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Life: Keith Richards (Kindle Edition)
Ausladendes, authentisches, persönliches Zeitbild, garniert mit persönlichen Fotos. Lesenswert. Es macht außerdem (weiterer Pluspunkt) Lust, die Songs im Kontext von Keiths Erklärungen noch einmal neu zu hören.
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Life: Keith Richards
Life: Keith Richards von Keith Richards (Taschenbuch - 8. Januar 2011)
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